Radio Beo testet Stereo / Neues von Radio Berner Oberland

Startbeitrag von dxbruelhart am 17.09.2013 04:41

Radio Berner Oberland sendete auf UKW bislang ausschliesslich in Mono; seit dem 16.9. laufen einige Sender in Stereo, und zwar:

88.80 Niesen
91.50 Saanen-Rellerligrat
94.90 Hofstetten (Brienz)-Breiten
95.70 Adelboden-Frutigen Höchst
96.80 Matten-Chlyne Ruge

Die restlichen drei Sender verbleiben in Mono.

Radio Beo schreibt dazu:

Seit dem 16. September 2013
sendet Radio BeO versuchsweise
in Stereo. Die Hörerschaft
wird gebeten, Erfahrungen
über die Empfangsqualität
an stereo@radiobeo.ch
zu senden.

Seit dem Sendestart am 6. 6. 1987
strahlt Radio BeO sein Programm
fast ausschliesslich in Mono aus.
Nur via Kabelnetz und seit einigen
Jahren auch übers Internet kann
BeO in Stereo gehört werden. Mit
einem vom BAKOM bewilligten
Stereoversuch will Radio BeO eruieren,
ob das Programm auch in Stereo
gut bei seinen Hörern ankommt.
Der Versuchsbetrieb dauert bis zum
13. Okt. 2013. Anschliessend werden
die Rückmeldungen und die technischen
Messungen ausgewertet. Danach
wird definitiv entschieden, ob
dauerhaft in Stereo gesendet wird.

Frühere Erfahrungen haben gezeigt,
dass Mono, bei gleicher Sendeleistung,
weit vom Sender entfernte Gebiete
besser versorgt als im Stereobetrieb.
Das war auch der Hauptgrund, dass
BeO bis heute in Mono sendete.
Störgeräusche sind bei Stereobetrieb
aufgrund der Reflexionen bspw. an
Felswänden auch häufiger anzutreffen
als bei reinem Monobetrieb.
Die Entwicklung in der Sendertechnik
ermöglicht uns nun, diese Nachteile
bei Stereobetrieb besser in den Griff
zu bekommen. Zusätzlich haben theoretische
Berechnungen gezeigt, dass
unser Hauptsender Niesen aufgrund
seiner Topographie gute Voraussetzungen
für den Stereobetrieb bietet.

Antworten:

Na ja, Radio SRF schafft es ja seit vielen Jahren, dasselbe Empfangsgebiet wie BeO in Stereo abzudecken...

von world-in-union - am 17.09.2013 14:52
Zitat
world-in-union
Na ja, Radio SRF schafft es ja seit vielen Jahren, dasselbe Empfangsgebiet wie BeO in Stereo abzudecken...


Nur mit dem Unterschied, dass sich Radio SRF mehr Senderstandorte (und aufgrund der staatlichen Monopolstellung auch die meist bessergelegenen Standorte) hat.

Ich habe mich auch schon oft gefragt, wieso BeO nur mono daherkommt. Die Erklärung von Radio BeO deckt sich mit meinen Vermutungen.

Das Phänomen mit Reflexionen an Felswänden kann man bei Radio neo1 im Raum Schangnau ganz gut beobachten, denn die senden schon seit Sendestart in stereo.

von MagicMax - am 18.09.2013 20:01
Radio Beo hat die Leistungen der Stereo-Sender jetzt rund verdoppelt; der Niesen sendet aktuell auf 88.80 mit 380 Watt (zuvor mit 200 Watt); kann man da z.B. im Grossraum Bern, Seeland oder Emmental einen merklichen Unterschied feststellen?

von dxbruelhart - am 08.10.2013 12:19
Dürfen die das ohne weiteres machen oder ist das erstmal ein Versuchbetrieb? Ich kann mir vorstellen dass sowas erst abgestimmt/koordiniert werden muss..

von Jassy - am 08.10.2013 17:10
@ Jassy: Das ganze wurde vom Bakom bewilligt, erstmals ist das ein Versuchsbetrieb, und das soll bald - falls keine Probleme auftreten - in den Regelbetrieb übergehen.

von dxbruelhart - am 08.10.2013 17:50
Das kònnte aber ein problem sein, Radio 32 88.9 hatte in Oensingen immer
interferenzstòrungen mit BeO von Niesen, dies wird jetzt wohl nochmals
stàrker sein.

von Rete_Svizzera - am 08.10.2013 18:08
Ein Frequenzwechsel wäre hier sehr sinnvoll, am besten würde der Niesen auf 101,9 senden.

von dxbruelhart - am 08.10.2013 18:24
Zitat
dxbruelhart
Ein Frequenzwechsel wäre hier sehr sinnvoll, am besten würde der Niesen auf 101,9 senden.


Das ist wiederum zunahe an der 101,7 vom Bantiger.

von Mike - am 08.10.2013 19:41
@ Mike: Die 101,9 ist für das Niederhorn koordiniert; wird da jedoch nicht gebraucht, die kann deshalb doch sehr gut auf dem Niesen eingesetzt werden. 200 kHz Abstand zum Bantiger sind da schon fast Luxus, da gibts viele kritischere Frequenzbelegungen; so eben die 88,8 vom Niesen gegen die vier Sender von Radio Sunshine auf ebenfalls 88,8. Die Nähe der 88,8 zum Sender Dornegg auf 88,9 ist da auch viel kritischer als 101,9 Niesen : 101,7 Bantiger.

von dxbruelhart - am 08.10.2013 20:35
Ich bin auch die Meinung das 101.9 gut gehen kònnte,
BeO hat ja nicht so einen hohen Hub wie die Italia Sender.

von Rete_Svizzera - am 09.10.2013 17:02
In der aktuellen Ausgabe der BeO-Zytig, teilt der Präsident des Radio BeO Fördervereins, Thomas Morgenthaler-Jörin, interessante Neuigkeiten mit. Radio BeO setzt also wirklich alles daran, künftig Stereo auf UKW zu senden und bald auf DAB+ präsent zu sein. Nachfolgend der Auszug aus seinen interessanten Zeilen:

"In der letzten Ausgabe haben wir Euch aufgerufen, uns während unserer Versuchsausstrahlung in Stereo zu unterstützen, indem Ihr uns Empfangsberichte sendet. Das Echo war erstaunlich: Aus dem Kreis der Mitglieder kamen zahlreiche Rückmeldungen! Fast alle waren positiv. Praktisch jeder Bericht betonte das schönere Klangbild in Stereo. Auch den Empfang selber klassierte die überwiegende Mehrheit als besser. Wir haben uns deshalb entschlossen, ein Gesuch für die definitive Umstellung auf Stereobetrieb einzugeben (siehe auch den Beitrag «Stereobetrieb für Radio BeO» in dieser Ausgabe). Bald einmal sollte also Radio BeO im grössten Teil des Empfangsgebietes in Stereo empfangbar sein.

Beim Thema DAB läuft die Planung ebenfalls noch. Beim geplanten DAB-Regionalnetz haben wir noch nicht entschieden, ob wir uns in die im Aufbau befindliche Variante für die Region Bern-Freiburg-Solothurn des schweizerischen Providers SMC einmieten oder ob wir beginnen sollen, ein eigenes Regionalnetz für unsere Region aufzubauen. Bei beiden Varianten sind etliche technische Fragen noch ungeklärt, ebenfalls die Möglichkeiten der Finanzierung."

Noch ein Auszug aus dem "Stereobericht" zum Technischen:

"Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat uns bereits bedeutet, dass unser Unterfangen grundsätzlich konzessionierbar sei. Einzig die beantragte Leistungserhöhung beim Sender Niesen ist nur in bestimmte Richtungen möglich, in andere nicht. Diese Bedingungen können jedoch voraussichtlich durch neue Antennen mit geänderten Richtcharakteristiken erfüllt werden. So sollte der grössere Teil des Sendernetzes von Radio BeO (mit den Sendern Niesen, Rellerli, Adelboden-Höchst, Hofstetten-Brienz und Rugen-Interlaken) bald einmal definitiv in Stereo senden."

Das nenne ich mal "ä flotti Sach!"

von DAB-Swiss - am 18.12.2013 09:41
Momentan kann im Kanton Bern wieder mal der Empfang auf 88.80 MHz getestet werden. Der BeO-Sender Niesen läuft aufgrund von Wartungsarbeiten gerade nicht!

Wünsche viel Spass beim DXen! :-)

von DAB-Swiss - am 04.08.2014 18:35
Radio BeO teilt dazu mit:

BeO Senderausfall wegen Stromunterbruch

Während geplanter Wartungsarbeiten am Sender auf dem Niesen kam es gestern Abend um 20:16 zu einer Stromabschaltung. Eine Verkettung unglücklicher Umständen führte dazu, dass ein Gerät eine Notabschaltung auslöste.

Dieses Gerät wurde heute Dienstag um 13:30 überbrückt und der Sender Niesen (und die vom Niesen angespiesenen Sender Brienz, Adelboden und Rellerli) senden wieder normal. Das fehlerhafte Gerät wird sobald als möglich ausgetauscht. Deshalb wird es zu einem weiteren Unterbruch kommen.

Wir werden rechtzeitig darüber informieren. Wir bitten um Verständnis für den vergangenen Unterbruch und hoffen, während der definitiven Reparatur den nächsten Unterbruch möglichst kurz halten zu können .

von DAB-Swiss - am 05.08.2014 19:31
Heute habe ich nun auf meine Mail Antwort erhalten, in welcher ich mich bei Radio BeO nach einer allfälligen DAB+ Verbreitung erkundete:

"Besten Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an unserem Programm.

Radio BeO prüft zurzeit den Einstieg in DAB+. Wir haben selber verschiedene Abklärungen gemacht, sind aber weder mit der bestehenden Lösung der SMC noch mit unserem eigenen Projekt soweit das wir über DAB+ senden könnten.

Vielen Dank übrigens für Ihre Informationen auf Ihrer Website. Vor allem die Gerätetest sind echt der Hammer.

Sie haben auch geschrieben:

Weiterhin völlig im Dunkeln liegen die digitalen Pläne von ländlicheren Privatradios wie neo1, Radio BeO, Radio Grischa oder Radio Munot. Diese Sender müssen aufpassen, den digitalen Anschluss nicht ganz zu verlieren, jetzt wo sogar zahlreiche nichtkommerzielle Programme mit der Verbreitung in den Agglomerationen beginnen.

Zur Präzisierung: Wir waren der erste private Sender der eine eigene Website Adresse hatte und unser Programm mittels real audio streamten.

Es kann also keine Rede davon sein, digital nicht bei den Leuten zu sein. Ausserdem betreiben wir eine eigene redundante Streaming Plattform.

Digital sind wir also schon lange mit dabei und das mit einer soliden und für uns finanzierbaren Infrastruktur. Wir würden sehr gerne auf DAB senden.

Denn wir waren im 1997 dabei als die ersten Test im Oberland stattfanden. Aber es ist für uns nicht finanzierbar (nicht mal das fürs Oberland nicht optimale Netz der SMC). Das ist leider die traurige Wahrheit."

Hmm, da scheint eine DAB+ Verbreitung doch noch in weiter Ferne zu liegen.... :-(

von DAB-Swiss - am 01.12.2014 11:37
BEO und neo1 werden bezüglich der DAB+ Verbreitung mit den selben Problemen konfrontiert sein.
Zum einen die Finanzen zum anderen decken die Netze der SMC nicht das ganze Empfangsgebiet ab. Scheinbar konzentriert man sich bei SMC auf Agglomerationen und Gebiete entlang der Hauptverkehrsachsen. Diverse Täler im Berner Oberland sind unerschlossen. Wenn etwas auf DAB+ geht, dann das SRG-Ensemble. Im Emmental und Enntlebuch wird dies wohl nicht anders sein. Denke nicht, dass man die SMC-Ensembles dort flächendeckend empfangen kann.

von MagicMax - am 01.12.2014 21:31
Die Swissmediacast baut bis 2016 aber auch das 2. und 3. Ensemble aus, dann wird die Abdeckung etwa der der SRG entsprechen.
Ausserdem gibt es ja jetzt auch die Möglichkeit, selbst eine Digris-LIMUS Insel zu starten, oder unabhängig ein DAB-Ensemble mit USRPs zu starten.

von dxbruelhart - am 01.12.2014 21:42
Ein Limus Ensemble lohnt sich erst, wenn wirklich auch Nutzer da sind.
In topografisch schwierigem Gebiet braucht es mehr als nur 1 Standort. Dann geht es ins Geld, ähnlich wie bei Mobilfunknetzen. Wenn zu wenig Nutzer sind, wird auch keine Basisstation gebaut, weil das Kosten Nutzverhältnis in keiner Relation steht.

von Maxtech - am 02.12.2014 10:45
Zitat
dxbruelhart
Die Swissmediacast baut bis 2016 aber auch das 2. und 3. Ensemble aus, dann wird die Abdeckung etwa der der SRG entsprechen.
Ausserdem gibt es ja jetzt auch die Möglichkeit, selbst eine Digris-LIMUS Insel zu starten, oder unabhängig ein DAB-Ensemble mit USRPs zu starten.


Meiner Meinung nach sind die 3. SMC Layer eher zu Gross bemessen.
Nun ist sogar die Ausdehnung des Nordschweizer Muxes bis In`s Bündnerland geplant.
Wollen Basilisk und Sunshine wirklich in Chur Portabel- Indoor empfangbar sein oder Hier im Rintel ?
Das wird wieder viel mehr kosten. Womöglich wird der 7 A zum 2. Deutschschweizer Layer umgebaut.
Mal schauen was das Neue Jahr so mit sich bringt.

von RADIO354 - am 02.12.2014 21:15

Sendeausfall Radio BeO 88.8 (Sendestandort Niesen)

Derzeit empange ich auf 88.8 nur Rauschen.
Derzeit ist also kein BEO-Empfang in der Region Thun/Aaretal möglich (ausser übers Internet).

von MagicMax - am 24.12.2014 22:14
Sendet der Niesen jetzt nur Rauschen aus, oder ist der Niesen jetzt ausser Betrieb? Also ist die Zuführung ausgefallen, oder ist der Sender selbst ausgefallen?

von dxbruelhart - am 25.12.2014 06:53
Ja, ich kann bestätigen. Auf 88,8 MHz ist im Berner Oberland nichts mehr zu empfangen. Keine Ahnung was genau los ist.

Radio BeO meldet selbst: "Zurzeit kann Radio BeO über die Frequenzen 88.8MHz (Niesen), 91.5MHz (Rellerli), 94.9MHz (Brienz) und 95.7MHz (Adelboden) nicht empfangen werden. Der Grossteil des Berner Oberlands ist betroffen. Über Internet, APP, Kabel und auf den Frequenzen 96.8MHz (Interlaken), 95.9MHz (Grindelwald, Wengen) und 95.8MHz (Lenk) ist BeO weiterhin empfangbar. Die Spezialisten sind daran den Fehler zu eruieren."

von DAB-Swiss - am 25.12.2014 11:13
So, der Niesen sendet wieder... ;-)

von DAB-Swiss - am 25.12.2014 16:22
Hab auch grad bemerkt, dass BEO auf 88.8 wieder on-air ist.
In dem Fall werden die übrigen Sender (ausser Interlaken, Wengen und Lenk) alle ab dem Niesen versorgt (Ballempfang oder Richtfunk), aus diesem Grund waren die auch betroffen.
Und es musste irgendein Techniker über Weihnachten auf den Niesen ausrücken...

von MagicMax - am 25.12.2014 16:29
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