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Verlässt Radio 1 DAB+?

Startbeitrag von DAB-Swiss am 26.11.2013 12:07

Bereits seit längerer Zeit wurde in den Medien über einen allfälligen Rückzug von Roger Schawinskis Radio 1 von DAB+ spekuliert. Beim heutigen Blick in die Seiten von Swiss Media Cast, ist nun der Sender aus Zürich plötzlich aus dem Ensemble "Nordschweiz" verschwunden und stattessen wurde Radio Basilisk ab dem 01.07.2014 gelistet:

http://www.swissmediacast.ch/index.phpoption=com_content&view=category&layout=blog&id=35&Itemid=87

Weiss jemand von Euch mehr oder ist das einfach bloss ein Fehler?

Falls Radio 1 wirklich nicht mehr über DAB+ verbreitet würde, so würde dies Vermutungen nähren, wonach Roger Schawinski seinen Pioniergeist nun definitiv verloren hat und der Sender finanziell tatsächlich nicht so gut dasteht.

Die 50 interessantesten Antworten:

Der korrekte Link zum Beitrag lautet:

http://www.swissmediacast.ch/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=35&Itemid=87

Entschuldigung... :-)

von DAB-Swiss - am 26.11.2013 12:13
Salü Stefan, erstmals herzlich willkommen auch im Forum :cheers:

Auf dem Radioday 2013 im August drohte Roger Schawinski in der Tat, sich von DAB zurückzuziehen. Auf der Webseite von Radio 1 ist aber zu vernehmen, dass Radio 1 künftig auf dem Deutschschweizer Ensemble 7D senden will. Was aber nun R.S. wirklich zu tun gedenkt, ist im Moment noch unklar.

von dxbruelhart - am 26.11.2013 12:17
Sälü Christian

Danke auch, ich freu' mich wieder mal einwenig meinem alten Hobby zu frönen und erinnere mich gerne an die gemeinsamen Radiozeiten in den 90er Jahren zurück. Das bleibt unvergessen... :-)

Nun, in Sachen Radio 1 müssen wir uns also überraschen lassen. Ich denke jedoch, spätestens zu diesem Zeitpunkt müsste jeder realistische, innovative Radiomacher erkannt haben, dass die Zukunft über DAB+ nun endgültig begonnen hat. Da vor der Türe stehen zu bleiben ist auf die Jahre gesehen ein grosser Fehler. Ich hoffe doch sehr auf den alten Pioniergeist von Herrn Schawinski. UKW möchte ich noch nicht gerade totschreiben, aber die Radiolandschaft wird sich in den kommenden zwei Jahren extrem verändern und verlagern.

Noch eine persönlich Frage an Dich: welches DAB+ Stereo-Empfangsgerät mit manueller Sendereinstellung empfiehlst Du?

von DAB-Swiss - am 26.11.2013 12:30
@ sgruenig: Wenn das Radio empfangsstark sein soll, empfehle ich das Hama DR1100; das ist ein Klon des Microspot RA319, und der ist sehr empfindlich und trennscharf in DAB. Klangtechnisch ist der nicht so besonders, aber via Line-Out bzw. Kopfhöreranschluss lässt sich doch noch ein wesentlich besserer Klang herausholen.
Der Thread zum Hama DR1100: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1184114

von dxbruelhart - am 26.11.2013 13:06
Vielleicht ist ihm Simulcast zu teuer. Da hätte ich ja wieder eine Fest-Speichertaste frei....

Könnte natürlich auch sein, dass er vielleicht ins SMC-D2 wechselt, allenfalls auf Kosten von SwissMountainHoliday. Letztere haben mir zwar den Verbleib auf DAB mitgeteilt - aber so ganz eindeutig kam es mir nicht vor.

Aber ich denke eher, dass er weggeht. Normalerweise, wenn er etwas ankündigt - krebst er nicht wieder zurück. Lassen wir uns überraschen.

von drahtlos - am 26.11.2013 17:18
Radio 1 hat nach beinahe einem Jahr entschieden, sein Programm nicht mehr über DAB+ verbreiten zu lassen. Die vorliegenden Daten belegen, dass der DAB+-Konsum des eigenen Programms weiterhin marginal ist und unter 5% der gesamten Tagesreichweite liegt. Damit befindet man sich weit unter den Erwartungen. Zudem sind DAB-Radios heute gleichzeitig mit UKW ausgerüstet, so dass durch diese Massnahme keine bisherigen Hörer ausgeschlossen werden.

Radio 1 hat sich nach einer eingehenden Analyse zu diesem Schritt entschieden. Wir sind überzeugt, dass es sich bei DAB+ um eine sehr teure Übergangstechnologie handelt, die selbst viele Jahre nach der gesamtschweizerischen Einführung noch gravierende Nachteile aufweist. So ist zurzeit etwa der für die Autofahrer so wichtige Empfang in Tunnels technisch noch nicht möglich. Bei Autos wird der DAB+-Anteil erst in weiter Zukunft, und dies selbst nur bei einem optimalen Verlauf, ein akzeptables Niveau erreichen. DAB+ kann zudem, anders als via Internet, nicht auf die immer stärker verbreiteten Smartphones aufgeschaltet werden, weil diese Technologie für diese Applikation einen viel zu hohen Energieverbrauch benötigt.

Radio 1 setzt weiterhin auf sein ausgebautes UKW-Netz, auf die ständig steigende Nutzung per Internet und auf Kabel. In der mittleren Zukunft rechnet Radio 1 mit der Einführung der internetbasierten IP-Technologie, die auch für die Nutzung im Auto zur Verfügung stehen wird. Radio 1 bedankt sich beim DAB+-Betreiber SwissMediacast für die bisherige Zusammenarbeit, ist allerdings über die in diesem Jahr angekündigten Veränderungen in Sachen Verbreitung und über weitere angekündigte Preiserhöhungen irritiert.

http://www.radio1.ch/de/aktuell/story/Radio-1-steigt-bei-DAB+-aus--6430.html

von radiohead - am 29.11.2013 08:31
Ich paste meinen Post vom anderen Thread auch hier passenderweise rein:

Komische Sache, das mit dem Radio1 Rückzug... auch weil ich es gerade noch mit sehr gutem Pegel empfangen habe. Wenn ich mir die verlinkte PM Begründung durchlese ist da ja so vieles falsch. Scheint von BWLern geschrieben worden zu sein. Schon die Anführung von "technisch nicht in Tunneln empfangbar" zeigt mir das Unwissen. Das geht im Moment wohl eher finanzieller Natur noch nicht. Das dürfte auch der wahre Grund sein, denn anscheinend stand eine Preiserhöhung bei der Programmverbreitung an und man will somit a la Ryanair mit dem Euroairport ein Drohpotential aufbauen. Nach ein paar Jahren kehrt man reumütig zurück. Denn an Reichweite büsst Radio1 somit ein großes Gebiet ein.

von CBS - am 29.11.2013 08:42
Schawinski ist eben doch nur ein zürcher Lokalheld. Ich habe schon damals nicht verstanden, wie er seinen Grossender Pizzo Groppera gegen eine Lokalfunzel auf dem Üetliberg tauschen konnte.

Allerdings hat er doch recht bei den Preisen von Swissmediacast. Die sind wie wir alle wissen jenseits von Gut und Böse. Wer weiss, (Kristallkugelmodus) vielleicht kommt Raido 1 mal auf dem Unikom-Ensemble zurück.

von Stefan Heimers - am 29.11.2013 08:49
Interessant, dass sich ein Sender den DAB-Ausstieg gerade just in diesem Moment leistet, wo die neue Technologie langsam interessant und die Vielfalt an Programmen für eine breite Hörerschaft attraktiv wird. Ich denke auch, dass hinter diesem Ausstieg ganz andere Beweggründe stehen als verbreitet. Offensichtlich haben Schawinski und sein Team wirklich jeglichen Pioniergeist verloren. :-(

Zum Glück verschwindet die 70er und 80er Musik mit dem Abgang von Radio 1 nicht ganz vom DAB-Äther. Radio BlueSky steht in den Startlöchern und auch Radio Top Two deckt diese Sparte ab. Mal sehen was LandLiebe Radio an Evergreens bringen wird.

Manchmal braucht es eben etwas mehr Geduld als ein Jahr (so lange sendete Radio 1 nun auf DAB+).

Tja, selbst schuld Radio 1! Schade!

von DAB-Swiss - am 29.11.2013 08:52
Zitat
sgruenig
Interessant, dass sich ein Sender den DAB-Ausstieg gerade just in diesem Moment leistet, wo die neue Technologie langsam interessant und die Vielfalt an Programmen für eine breite Hörerschaft attraktiv wird. Ich denke auch, dass hinter diesem Ausstieg ganz andere Beweggründe stehen als verbreitet.



Ich denke, dass genau mit der Erweiterung des Sendegebietes auf Basel eine Preiserhöhung kommt, und Schawinski damit nicht einverstanden ist. Vermutlich geht es dabei mehr um den Trotzkopf ("nein ich zahle nicht mehr als damals abgemacht"), und nicht wirklich um ein finanzielles Problem.

Die Regionen Zürich und Basel waren ursprünglich separat geplant, wohl zu tieferen Preisen. Da das züricher Ensemble aber nicht voll wurde, in Basel auch nur wenige Interesse zeigten, und einige sowieso beide Gebiete wollten, hat man die wohl zusammengefasst, zu einem höheren Preis für die Programmanbieter.

von Stefan Heimers - am 29.11.2013 09:00
Die Sache hat zumindest etwas Gutes: es wird wiedermal erwähnt, dass die SMC für einen privaten Sendeanlagen-Betreiber angeblich hohe Preise haben soll. Nur, von Schawinski erpressen wollen die sich ja vermutlich auch nicht.

Es könnte ja aber auch sein, dass er ja gar nicht ein grösseres Sendegebiet haben will. Vielleicht melden sich jetzt die 5% Hörer mit Protestbriefen;-). Mit der Tunnelversorgung hat er recht. Da geht wirklich nichts - über Jahre! Es ist doch so - keine SMC Sender in den Tunnels? Um Zürich herum mit den vielen Tunnels ist das ein Armutszeichen!

Ich hoffe, es werden noch einige andere Programm-Betreiber bei der SMC vorstellig, um über den Preis zu diskutieren.

von drahtlos - am 29.11.2013 09:39
Man wird in zehn Jahren zeigen ob Schawinksi wieder ein Visionär war, so wie er es auch in Vergangenheit war. Auch hier in Deutschland sind viele Hörfunkunternehmen überzeugt davon, dass DAB+ nur eine Übergangstechnik ist bis die Bandbreiten beim Mobilfunk so gut ausgebaut sind, dass sie auch Millionen gleichzeitige User auffangen können. Ich bin inzwischen der Überzeugung, dass hybride Modelle die Zukunft sind, aber Radio nur im Internet: mal schauen ob Schawi einmal mehr recht behält.

von Ihre Majestät - am 29.11.2013 09:56
.. hoffentlich nicht.
Ich habe Keine Lust auf`s Radio, so wie Ich es seit fast 50 Jahre kenne, wegen diesem Schicki- Micki
Mobilfunkmüll zu verzichten. Herr Schawinski kann tun und lassen was Er will. Radio 1 ist sein
Programm. Aber eben nicht so toll um Deswegen Teure Rinderwahnexperimente mitzumachen...

von RADIO354 - am 29.11.2013 10:09
Wer zahlt den in Zukunft die Bandbreiten? Im Moment gehen die Preise noch runter, aber wie lange noch? Man wird in Zukunft dauernd den Anbieter wechseln müssen um auf deren Aktionen aufsprigen zu können. Von Viren und ähnlichen Dingen mal ganz abgesehen. Eine gesicherte Verbreitung wird das Internet nicht sein können. Den Mut haben, mal UKW abzustellen um zu sehen was passiert. Alles andere ist Spekulation.

Apropos: was Schawinski nicht erfunden hat ist nicht sein Ding - mal landläufig gesagt. Er hat jetzt auch ein paar Konkurrenten weniger. Ich nehm's mit Sicherheit nicht tragisch.

von drahtlos - am 29.11.2013 10:55
Wer das bezahlen soll :

Die Mobilfunkkunden Natürlich. Mobilfunker sind Gewinnorientierte Privatfirmen.
Da wird Alles auf den Kunden umgelegt. Es geschieht nichts aus Barmherzigkeit !
Da das Letztendlich in ein Milliardengrab münden wird kommt es zu Priorisierungen.

Für das Radio ein Schuss in`s Knie.
Anstatt Unabhängige Verbreitungswege gibt es dann nur Datentransport wenn Genug Platz
da ist ja Wenn und Wer garantiert`s letztendlich ??
Tolle Radiozukunft wahrscheinlich eher eine Gehörige Deklassierung dieses Mediums.

von RADIO354 - am 29.11.2013 11:11
Für mich kommt dieser Schritt definitiv nicht überraschend. Natürlich schliesst Schawi damit vorübergehend einige Hörer ausserhalb seines angepeilten Sendegebiets aus, aber nachvollziehbar ist dieser Schritt alleweil. Auch ich kam in den letzten Monaten mehr denn je zur Ueberzeugung, dass DAB+ wohl eben doch ein Auslaufmodell ist.

Zum Ende dieses Jahrzehnts - also zeitgleich mit der nächsten UKW Konzessionierungsrunde - werden wir wohl nicht diskutieren, wann UKW abgeschaltet wird, sondern wann DAB+ wieder eingestellt wird. Hierzulande hat zwar einmal alles sehr vielversprechend begonnen, doch hat man sich's mit dem Verschlafen des Tunnelausbaus definitiv verscherzt. DAB+ ist wohl im Auto endgültig gescheitert! Und gerade hier ist und bleibt Radio das führende Medium.

Persönlich gönne ich mir seit dem 1. Januar diesen Jahres eine Flatrate. Seither streame ich im Auto mit dem Handy (d.h. via Bluetooth zum im Auto verbauten Equipment). Abgesehen davon, dass ich jetzt Zugriff auf unzählige Stationen aus anderen Kulturkreisen habe, kann ich nach Belieben Podcasts abrufen oder auf das unendliche Spektrum von Spotify greifen (Kostenpunkt für Spotify: CHF 13.00 im Monat). Schlagendes Argument ist aber für mich ein anderes: Auf meiner täglichen Fahrt passiere ich 5 Strassentunnels und hatte bei DAB+ prompt immer dann keinen Empfang, wenn's grad irgendwie spannend wurde. Seit ich via 3G/LTE streame, gehören diese Unterbrüche der Vergangenheit an. Connected Car heisst die Zukunft! Das Internet Streaming wird die DAB+ Technologie de facto rechts überholen, ob wir das jetzt wollen oder eben nicht.

Wie gesagt, Schawi wird sich eine ähnliche Rechnung gemacht haben. Andere Privatradios werden irgendwann zu ähnlichen Ueberlegungen kommen...

von digiradio.ch - am 29.11.2013 12:31
Das hätte ich eher mal Herrn Werder oder Herrn Schurter geschrieben....

Na ja, wer mal teilweise von DAB gelebt hat - und nun wohl Internetradios verkaufen muss. Schade drum. ... vom Paulus zum Saulus - ich würde mal empfehlen vorsorglich die Signatur zu ändern, nicht dass sich noch ein Gutgläubiger in den Laden verirrt.

PS: das mit den Tunnels ist eigentlich das einzige (aber unverzeihliche) Manko an DAB-Schweiz. Ob jetzt der Schawi dabei ist, war mir schon immer egal.

von drahtlos - am 29.11.2013 13:57
Wobei ich Niemals für Sowas wie einen Privatsender Kostenpflichtige Mobilfunkabos eingehen werde.
Sicherlich bin Ich damit nicht Alleine auf der Welt. Notfalls gibt es Eben Musik aus dem USB-
Speicherstick ( das geht auch im Tunnel und ganz Ohne Spotify ) der Einmalig CHF 13
gekostet hat. Und die SRF dazu. Die SRF wird Ihre Hörer in Absehbarer Zukunft nicht zu Mobilabos
nötigen.

PS : Der Verzicht der Radiostationen auf Eigene Verbreitungswege ist genauso als wenn Ich das
Auto stehen lasse und hoffe von Irgenteinem mitgenommen zu werden, ganz hinten im Bus ....
und das noch für Teuer Geld ... Geht Broadcast werde Ich auf Radio verzichten. Punkt.
Die Tunnelmisere stimmt allerdings.

von RADIO354 - am 29.11.2013 14:45
Naja Hybridlösungen werden sicher kommen, und zwar so, daß der Nutzer unbemerkt von Broadcast auf IP und wieder zurück geschalten wird. Die Technik dazu wäre schon vorhanden.
Aber ich würde auf klassischen Rundfunk nie verzichten wollen. Die Contentmafia hat bei allen IP Lösungen die Finger im Spiel. Wehret den Anfängen!

Und was Schawinski mit seinem Hitdudler macht, kann nicht pro oder contra DAB sein, dafür gibt es in der Schweiz brauchbarere Konkurrenz.

M.

von Cyberjack - am 29.11.2013 15:21
Zum oben zitierten Artikel von Radio1 ist noch zu sagen, dass das mit dem zu hohen Energieverbrauch von DAB+ beim Handy natürlich Humbug ist. Bei UMTS und LTE sieht das ähnlich aus. Zudem gibt es in Südkorea DAB/DMB Handys. Technisch ist das möglich. Es sind nur unsere Mobilfunkgesellschaften, die lieber teure Handyabos für Internetradio verkaufen, als ein Handy das DAB empfangen kann.

von Stefan Heimers - am 29.11.2013 15:41
Ich frage mich, wie z. B. VOR, Inside oder SMHR sich den DAB Betrieb leisten können. Hätte immer gedacht, dass eines dieser Sender bald mal wieder 7A oder 7D verlassen werden. Mit Radio1 hätte ich nicht gerechnet, nur schon deshalb nicht, weil vor ein paar Tagen noch ein Jingle über den Äther ging, dass man Radio1 auch über DAB+ empfangen könne.
Ich nehme zur Kenntnis, dass Roger Schawinski die 5 % Hörer über DAB+ egal sind, aber über verrauschtes UKW werde ich den Sender auch nicht mehr hören wollen. Somit hat er mindestens einen treuen Hörer verloren.

von radiohead - am 29.11.2013 16:18
Auch mich hat er als Hörer verloren, den ich werde einfach BlueSky Radio als ersatz nehmen. Vielleicht bringt auch LandLiebe Radio noch Musik abseits der Hit Dudler :) Das mit dem Akku verbrauch ist totaler Blödsinn , den mein Iphone schaft es gerade ca 2,5 Std zu Streamen und dann ist der Akku leer. DAB+ braucht da weniger Akku.

von Rabbit76 - am 29.11.2013 17:48
Roger Schawinski hat damit wirklich einen schweren Fehler gemacht; die Konsequenzen muss er nun tragen, denn er hat mindestens 30'000 - 40'000 Hörer so verloren, denn diese haben Geschmack am DAB gefunden und können auf UKW keinen Radio 1-Sender in Stereo empfangen. Ausserdem wird UKW definitiv zwischen 2018 und 2022 in der Schweiz abgeschaltet - der genaue Zeitpunkt wird 2014 festgelegt.
Mit IP-Streaming kann man Hörer wohl zuhause erreichen, aber nicht unterwegs, ausser wahre Freaks - die Hören Radio auch mal mobil via Streaming.
Es ist eigentlich eine einfache Rechnung, dass Streaming für alle Radiohörer nicht funktionieren kann, wir haben in der Schweiz etwa 6 Millionen regelmässige Radiohörer. Nun verbraucht jeder Stream im Durchschnitt vielleicht 128 kbit/s; das ganze mal 6 Millionen x 18 Stunden pro Tag - so brechen die Mobilfunknetze nicht nur jetzt in der Gegenwart (auch mit LTE), sondern auch noch in vielen Jahren zusammen.
Connected Car: Ich habe jetzt im Grunde auch schon einen connected car, das geht bereits mit einem Smartphone, einem Kabel und einem Autoradio, das einen Klinken- oder USB-Eingang hat. Aber nicht mal so klappt der Empfang eines Webstreams ohne Unterbrüche, denn es gibt immer noch genug Regionen/Ecken, die nur mit GSM/EDGE versorgt sind (auch mit Swisscom); und da passt halt öfters nicht auch noch ein Webstream hindurch, da diese Zellen meist durch normale Internetanwendungen sehr gut ausgelastet sind; die GSM/EDGE Zelle an meinem Arbeitsort lässt meist nicht mal das Abrufen von Emails zu!
Echte Mobil-Flatrates sind auch heute nicht billig, Fr. 80.--/Monat muss man dafür schon auslegen; und in Zukunft werden die Mobil-Flatrates kaum billiger, sondern eher deutlich teurer werden, so die Entwicklung in anderen europäischen Ländern.

von dxbruelhart - am 29.11.2013 18:39
Die Geschichte mit dem Stromverbrauch betrifft wohl beide Welten gleichermassen. Natürlich muss ich mein iPhone schon fast permanent laden. Während der Fahrt hänge ich dieses aber ohnehin schon fast "reflexartig" via USB Anschluss an den Strom...
Man darf hingegen nicht verkennen, dass auch portable DAB+ Geräte nicht gerade haushalterisch mit dem Strom umgehen. Sprich: Akkus von portablen DAB+ Geräten sind ebenfalls sehr schnell leer.

Es gibt noch weitere Aspekte, weshalb ich den endgültigen Durchbruch von DAB+ inzwischen in Frage stelle. Einerseits fällt auf, dass selbst der Branchenprimus PURE offenbar nicht mehr richtig an DAB+ glaubt. Es ist schon auffällig, wie die ganzen Wireless-Speaker (Jongo) bereits jetzt mehr Platz auf deren Startseite einnehmen, als die Digitalradios. Das selbe gilt auch für den aktuellen Gesamtprospekt dieses Herstellers. DAB+ verschwindet allmählich in den Hintergrund.

Zudem steht und fällt einfach auch vieles damit, ob DAB(+) sich dereinst neben UK auch noch in einem weiteren Schlüsselmarkt etablieren kann. In Deutschland kann man trotz grossspurig angelegtem Re-Launch nicht wirklich von einem durchschlagenden Erfolg sprechen. Und andere grosse Märkte wie z.B. Frankreich lassen weiter auf sich warten. Die grossen Hersteller hätten da bestimmt ganz andere Stückzahlen erwartet. Fragt sich einfach, wie lange diese Hersteller noch bereit sind, für solch kleine Märkte wie der Schweiz zu produzieren?

Es wird wohl wirklich auf ein hybrides Modell hinauslaufen. Bloss heisst die Kombination dann eben nicht DAB+ & Internet, sondern höchstwahrscheinlich UKW & Internet. Flatrates werden sodenn auch immer erschwinglicher, was die Entwicklung hin zu noch mehr Internet unbestrittenermassen begünstigen dürfte. So oder so müsste - was DAB+ im Auto anbelangt - allmählich ein wahres Wunder geschehen.

von digiradio.ch - am 29.11.2013 18:54
@ digiradio.ch: Ein Hybridradio muss auf jeden Fall DAB, Internetradio und UKW - also alle diese drei Wege bieten. In den 20er Jahren werden aber alle EU-Länder wohl aus UKW aussteigen, dann erürbrigt sich UKW:
Ich bin aber selbst auch sehr an einem echten Hybridradio interessiert, das sich seinen Empfangsweg selbst sucht, je nach Möglichkeiten, die vor Ort bestehen.
Auf UKW haben wir in der Schweiz und auch in Süddeutschland solch ein Chaos, dass heute weit weniger Programme in Stereo empfangen werden können als vor 20-30 Jahren, das ist im Grunde ein Armutszeugnis für die Frequenzkoordinatoren, die die letzen 20-30 Jahre verantworten.

von dxbruelhart - am 29.11.2013 19:03
@dxbruelhart: Wieso sollte dies so sein "müssen"? Glaubst Du allen ernstens, die grossen EU-Länder werden den Ausstieg aus UKW beschliessen, bloss weil sich in der Schweiz eine gute Million DAB+ Endgeräte verkauft hat? Und selbst was die Schweiz anbelangt, glaube ich kaum, dass der UKW Ausstieg ernsthaft diskutiert wird, solange noch überhaupt kein verbindlicher Fahrplan für die DAB+ Erschliessung der Strassentunnels in Sichtweite ist.

Persönlich glaubte ich lange Zeit ebenfalls an die Zukunft von Hybridgeräten, welche unter Beihilfe des RadioDNS Standards mit den drei Vektoren UKW, DAB+ und Internet operieren. Heute erlebe ich aus eigener Praxis heraus, dass die Kombination aus Streaming und UKW völlig ausreichend ist. Verkehrsdurchsagen liefert mir dabei weiterhin das SRF - jedoch seit einem guten Jahr einfach wieder via UKW.

von digiradio.ch - am 29.11.2013 19:15
Zitat

Und andere grosse Märkte wie z.B. Frankreich lassen weiter auf sich warten


Wie ist es denn in Italien? Das was ich zumindest aus Südtirol und dem Trentino so mitbekomme, wird dort derzeit ja massiv ausgebaut.

Vom Penegal bei Bozen werden mittlerweile 5 DAB-Pakete abgestrahlt, ein Teil läuft zwar noch in DAB-alt, einige Programme gibt es doppelt, aber da geht es gerade ganz schön voran.

Ob das natürlich den Ottonormalradiohörer dort interessiert, weiß ich nicht.

von Habakukk - am 29.11.2013 19:53
Italien wird IMHO nach lange auf UKW weitersenden, wenn bei uns UKW abgeschaltet ist, wird dort UKW noch Jahrzehnte weiterlaufen. Aber das ist wohl die Ausnahme; Frankreich hat jetzt einen recht straffen Plan zum Komplettausbau von DAB eingeleitet und wird den wohl auch - wenngleich vielleicht mit leichter Verspätung - voll durchziehen.

von dxbruelhart - am 29.11.2013 20:41
Schawinski propagiert also den Weg, den auch die großen nationalen Ketten in Frankreich prophezeien: Die Zukunft soll im Internetradio-Bereich liegen. Fakt ist: DAB hat sich in der Schweiz neben Großbritannien wahrscheinlich am Stärksten etabliert. "DAB" ist auch der breiten Masse ein Begriff und entsprechende Empfänger stehen auch in vielen 0815-Haushalten oder Büros herum. In meinem persönlichen Umfeld habe ich bei etwas mehr als der Hälfte beobachtet, dass dort DAB-only-Programme (oftmals Swiss Pop oder Swiss Classic, aber auch Virus oder Life Channel, sehr selten aber die SMC-Programme) gehört werden.

Fakt ist aber auch, dass der "große Durchbruch" von DAB bislang auch in der Schweiz ausgeblieben ist. Wird er wohl auch weiterhin. DAB-Radios werden sich weiter schleichend ihren Weg in Schweizer Wohnzimmer (und vielleicht auch mal Autos) bahnen, bis dann vielleicht irgendwann mal gesetzlich die UKW-Abschaltung (bis vielleicht auf Radio SRF 1 / La Première / Rete Uno / RR) beschlossen wird.

Ob man sich bei Radio 1 mit diesem Schritt einen großen Gefallen tut, vermag ich nicht zu beurteilen. Es sorgt aber auf jeden Fall für eine weitere Zersplitterung der Verbreitungswege in der Schweiz. Das mag jetzt wahrscheinlich nur wenig gravierende Auswirkungen haben, aber ein Fortschritt ist es sicher nicht.

von Wrzlbrnft - am 29.11.2013 21:47
Ich spekuliere, Schawinski wird den Sender bald verkaufen oder schliessen.
Es gab mehrere Projekte wie Opus Radio, Radio 24 Gold und Tele 24 die auch eingestellt wurden.

Die Hörerzahlen waren nie berauschend und der Werbekuchen wird nicht grösser.

Mich überrascht der sehr schnelle und erst heute angekündigte Rückzug und wie bereits vorher schon geschrieben die Werbejngles für DAB+ die bis zu letzt gesendet wurden.
Solche Verträge laufen nicht von heute auf Morgen aus.

Solche Blitzaktionen einer Einstellung kennen wir zuletzt beim griechischen ERT.

von Maxtech - am 29.11.2013 22:15
Zitat
digiradio.ch
Und selbst was die Schweiz anbelangt, glaube ich kaum, dass der UKW Ausstieg ernsthaft diskutiert wird, solange noch überhaupt kein verbindlicher Fahrplan für die DAB+ Erschliessung der Strassentunnels in Sichtweite ist.


Es gibt einen Ausbauplan für DAB in den Tunnels: 2014 - 2016 werden 200 Tunnels installiert. Quelle: MCDT

Zitat
Wrzlbrnft
Schawinski propagiert also den Weg, den auch die großen nationalen Ketten in Frankreich prophezeien: Die Zukunft soll im Internetradio-Bereich liegen. Fakt ist: DAB hat sich in der Schweiz neben Großbritannien wahrscheinlich am Stärksten etabliert. "DAB" ist auch der breiten Masse ein Begriff und entsprechende Empfänger stehen auch in vielen 0815-Haushalten oder Büros herum. In meinem persönlichen Umfeld habe ich bei etwas mehr als der Hälfte beobachtet, dass dort DAB-only-Programme (oftmals Swiss Pop oder Swiss Classic, aber auch Virus oder Life Channel, sehr selten aber die SMC-Programme) gehört werden.

Fakt ist aber auch, dass der "große Durchbruch" von DAB bislang auch in der Schweiz ausgeblieben ist.


Die grossen nationalen Ketten glauben doch selbst nicht ans Internet-Radio - sie müssen das nur kundtun, damit sie einen Grund haben, nicht bei DAB einzusteigen. Es gab auch schon mal einen Grund, bei DMB-A(R) nicht einzusteigen, weil es eine französische Version ist. Nun hat man dies geändert und jetzt heisst es Internet. Das mag ja in den Städten funktionieren, aber auf dem Land? Aber das selbe Problem hat dort auch DAB+. Ich habe an anderer Stelle schon gemeldet, dass Radio-France mal die Rechnung gemacht hat, was Internet-Radio pro Jahr kosten würde: 400 Mio €. Mit DAB+ in ganz Frankreich jedoch nur 40 Mio. Später hat dann die franz. Regierung den Geldhahn für den Wechsel zu DAB+ bei dem öffentlichen Radio vorläufig zugedreht - wegen Geldmangel bei den Staatsfinanzen.

Also, überall wo DAB mehr als 30% Marktanteil hat, ist das ein Riesenerfolg - meine ich. 50% werden schwer erreicht, aber mit der Bekanntgabe eines UKW-Abschalt-Termins wird sich dies schon ändern. Besser wäre es in meinen Augen, man würde dem Handel vorschreiben, nur noch kombinierte Geräte DAB/UKW zu verkaufen. Im Moment hat Dänemark den höchsten DAB-Hörer-Anteil in Europa. Nun bekommen die aber jetzt das Problem der DAB+ Umstellung. Das wird mit Sicherheit Probleme geben - wer kauft sich schon wieder eine neue B&O Anlage. PS: LifeChannel ist SMC.

Zitat
Maxtech
Ich spekuliere, Schawinski wird den Sender bald verkaufen oder schliessen.
Es gab mehrere Projekte wie Opus Radio, Radio 24 Gold und Tele 24 die auch eingestellt wurden.

Die Hörerzahlen waren nie berauschend und der Werbekuchen wird nicht grösser.

Mich überrascht der sehr schnelle und erst heute angekündigte Rückzug und wie bereits vorher schon geschrieben die Werbejngles für DAB+ die bis zu letzt gesendet wurden.
Solche Verträge laufen nicht von heute auf Morgen aus.

Solche Blitzaktionen einer Einstellung kennen wir zuletzt beim griechischen ERT.


Da bin ich in allen Punkten genau gleicher Meinung, resp. ich würde mitspekulieren! Diese Abschaltung ist ja der Hammer gewesen, wird nur noch durch Griechenland getopt. Wenn er nicht soviel Geld hätte, hätte ich angenommen, ein grösseres Einzugsmandat sei ins Haus geflattert. Wenn er wirklich aufhören sollte, dann hat er der DAB+ Sache mit dieser Ankündigung gehörig eins auf den Deckel gegeben - aber so kenne ich ihn. Ganz nach dem Motto "wer häts erfunde" - er hat es in diesem Fall eben nicht.

von drahtlos - am 29.11.2013 23:33
Wenn es R.S. wirklich darum gegangen wäre, bei der Ausbreitung Geld einzusparen, hätte er auch wenigstens 2 UKW-Sender einsparen und abschalten können.
102.3 Buchberg-Honegg (Frequenz ist unglücklich (Chasseral und Stuttgart AFN Gleichfrequenz), Bereich wird durch Uetliberg und Neuhausen-Galgenbuck auch abgedeckt, somit ist dieser Sender eigentlich unnötig.
94.2 Zürichberg - Dieser Standort ist nun wirklich seit der Aufschaltung des Uetlibergs absolut überflüssig.

Falls Radio 1 weiterbesteht, dann wette ich, dass nach der Bekanntgabe des UKW-Abschalttermins R.S. doch bei SMC oder bei DIGRIS anklopfen wird, um doch noch einen DAB-Senderplatz zu bekommen.

von dxbruelhart - am 30.11.2013 08:33
Schawinski hatte früher zu Recht den Namen "Radiopionier". Leider hat er wohl durch sein Alter alle Attribute dieser Leaderrolle verloren: SRG-Mitarbeiter, ständig mit Einsprachen und Streitereien bezüglich Lizenzen beschäftigt und jetzt zieht er sich mit seinem Radio mit unglaublich blödsinnigen Argumentationen aus dem letzten Pionierprojekt zurück. Na ja, hoffentlich hat er mich bei den 5% Radiohörer mitgezählt. Ich hörte nämlich im Auto über DAB (ohne Hörererfassungsgerät) oft zu. Byby Pionier!

von pegasoft - am 30.11.2013 13:13
Wir sollten nun alle, die Radio 1 via DAB+ gehört haben am 6. Dezember einfach auf Radio BlueSky wechseln und Radio 1 das so schreiben. Der Sender ist sicher ein sehr guter Ersatz:)

von Rabbit76 - am 30.11.2013 13:38
Zitat
drahtlos
Na ja, wer mal teilweise von DAB gelebt hat - und nun wohl Internetradios verkaufen muss. Schade drum. ... vom Paulus zum Saulus - ich würde mal empfehlen vorsorglich die Signatur zu ändern, nicht dass sich noch ein Gutgläubiger in den Laden verirrt.


Selbstverständlich verkaufe ich weiterhin DAB+ Radios und dies - solange die Diskussion um eine DAB+ Abschaltung noch nicht öffentlich geführt wird - auch mit ganz gutem Gewissen. Natürlich ist es mir recht, wenn neue Modelle fortan auch mit einem Bluetooth Interface für das Streaming ab Smartphone oder Tablet ausgestattet sind. Zudem haben ja auch alle Geräte noch ein FM-Empfangsteil drin, was für den Kunden ebenfalls eine Art "Investitionsschutz" darstellt.

Versteht mich bitte nicht falsch! DAB+ halte ich an und für sich noch immer für eine ganz gute Sache. Man darf aber andererseits ganz einfach nicht die Augen vor der Realität verschliessen. Streaming via Smartphones ist stark auf dem Vormarsch. Jeder, wirklich jeder Sender pusht zudem seine eigene App. Da wird man sich als Veranstalter - sobald man wiederum die Sicherheit hat, weiterhin auf UKW funken zu dürfen - die Rechnung schon noch machen und sich fragen, auf welchen Vektor man vielleicht verzichten könnte. Persönlich glaube ich daher, dass die Debatte um eine Abschaltung von DAB+ bei gleichzeitiger Weiterführung von UKW ab 2018 sehr wohl geführt wird.

Zitat
drahtlos
PS: das mit den Tunnels ist eigentlich das einzige (aber unverzeihliche) Manko an DAB-Schweiz.


Aus meiner Optik wurden in der Schweiz vier gravierende Fehler gemacht:

1. Vernachlässigung der Tunnelversorgung (nur verantwortlich ist dafür keiner)

2. Migration von DAB auf DAB+ des 1. Layers hätte erst nach Aufschaltung der Regionallayer erfolgen sollen. Diese wären nämlich dann von der gesamten installierten Basis eingelesen worden, da zum Zeitpunkt der Migration ein neuer Sendersuchlauf erforderlich wurde. Dass später neue Layer aufgeschaltet wurden, hat ein nicht unwesentlicher Teil der Digitalradio Hörer gar nie bemerkt.

3. Das de-facto Duopol in Sachen DAB+ Versorgung (SRG plus SMC). Die Vermutung liegt nahe, dass die Vorlage für Auschreibung des dritten Layers wohl durch Exponenten aus dem Dunstkreis der SMC erstellt wurde.

4. Die ebenso fragwürdige Konstellation der MCDT, welche von lediglich einem grossen Onliner, einem grossen Retailer, einer Fachhandelsgruppe und einem Hersteller getragen wird. Wundere mich schon lange, dass sich die WEKO noch nie dafür interessiert hat. Alle nicht partizipierenden Akteure aus dem Handel dürfen bestenfalls ein Schattendasein als Zaungäste fristen. Logisch, setzt sich da kaum mehr einer für DAB+ ins Zeug.

von digiradio.ch - am 30.11.2013 18:26
Guten Morgen,

Den Ausstieg von Radio 1 aus DAB+ als Einstieg in ein Digitalradioabschaltszenario zu werten
halte Ich für überzogen.
Auch die " Sicherheit weiterhin auf UKW funken zu dürfen " bei FM 1 Melody zu Beispiel geht das
nicht. Radio Top Two wäre dann auch ausgesperrt und Andere auch.

Auf SRF 1 liefen bereits Hinweise betreffs der Neuen Empfangsmöglichkeiten der Regionaljournale.
Informationen an geeigneter Stelle dürften das Problem Entschärfen.
Mund zu Mund Informieren hilft auch. Habe das unter Kollegen schon gemacht.

" Streaming via Smartphones ist stark auf dem Vormarsch. Jeder, wirklich jeder Sender pusht zudem seine eigene App. "

Das dürfte wohl nicht der Grund für die Aufschaltung von FM1 Melody auf DAB+ in der Ostschweiz
sein.

Eine Hörerumfrage von Radio Swiss Pop aus dem Aktuellen Newsletter :

Hören Sie Radio Swiss Pop schon im Auto?
Ja, mit einem digitalen (DAB+) Autoradio. 26.5 %

Ja, mit einem Adapter für digitalen Radioempfang. 12.4 %

Ja, mit der Smartphone-App von Radio Swiss Pop. 3.5 %

Nein, bisher noch nicht. 57.5 %


von RADIO354 - am 01.12.2013 09:09
@Radio354: Die von Dir nun erwähnten Veranstalter von Spartenprogrammen wie FM1 Melody (was für ein Name), Top Two oder Swiss Pop/Jazz/Classic und natürlich einige mehr, werden sich wohl kaum für eine DAB+ Abschaltung stark machen. Schon grad gar nicht G. Heuberger, der eigentliche Initiant bei der SMC. Veranstalter, welche jedoch erst später aufgesprungen sind - ich denke da an Radio24, Argovia, Pilatus etc., um nur einige Beispiele zu nennen, werden sich die Rechnung wohl irgendwann wieder machen.

Zitat
RADIO354
Auf SRF 1 liefen bereits Hinweise betreffs der Neuen Empfangsmöglichkeiten der Regionaljournale.
Informationen an geeigneter Stelle dürften das Problem Entschärfen.
Mund zu Mund Informieren hilft auch. Habe das unter Kollegen schon gemacht.


Ja, der Hörer von SRF1 hat das mitgekriegt und sich motiviert gesehen, einen Sendersuchlauf zu machen. Aber was ist mit den Hörern von der Musikwelle, Radio Eviva oder z.B. Radio Swiss Jazz? Die drehen vielleicht von Zeit zu Zeit am Rad und haben dabei mal den LifeChannel entdeckt. Aber einen Sendersuchlauf zu machen, kommt den Leuten oftmals gar nicht erst in den Sinn. Du glaubst gar nicht, wieviele Anfragen ich kriege, welche in die Richtung zielen: "Weshalb kann ich mit meinem Gerät Radio XY nicht empfangen?" Ein Sendersuchlauf richtet's dann und die Leute bedanken sich ganz artig. Und wie gross ist die Dunkelziffer jener Hörer, die gar nie danach fragen? Wäre man das ganze umgekehrt angegangen, hätten wir heute diese Problematik gar nicht. Im Workshop habe ich die bestimmten Leute mehrfach darauf angesprochen. Getan hat sich trotzdem nichts, was den auf 7D etablierten Veranstaltern wohl in dem Moment auch nicht ganz unrecht war...

von digiradio.ch - am 01.12.2013 11:42
@sgruenig

Und das ist 100 % ein Fehlentscheid - dass Radio 1 nicht mehr über DAB+ gesendet wird.

Heute Morgen in der Kaffeepause habe ich das gefunden:

UKW ist bald Geschichte


Bakom-Radioexpertin Nancy Wayland Bigler (46) über neue DAB-Sendere

http://www.blick.ch/news/politik/ukw-ist-bald-geschichte-id2556822.html

Eure Meinungen sind jetzt gefragt:





Zitat
sgruenig
Bereits seit längerer Zeit wurde in den Medien über einen allfälligen Rückzug von Roger Schawinskis Radio 1 von DAB+ spekuliert. Beim heutigen Blick in die Seiten von Swiss Media Cast, ist nun der Sender aus Zürich plötzlich aus dem Ensemble "Nordschweiz" verschwunden und stattessen wurde Radio Basilisk ab dem 01.07.2014 gelistet:

http://www.swissmediacast.ch/index.phpoption=com_content&view=category&layout=blog&id=35&Itemid=87

Weiss jemand von Euch mehr oder ist das einfach bloss ein Fehler?

Falls Radio 1 wirklich nicht mehr über DAB+ verbreitet würde, so würde dies Vermutungen nähren, wonach Roger Schawinski seinen Pioniergeist nun definitiv verloren hat und der Sender finanziell tatsächlich nicht so gut dasteht.


von Schaempu - am 02.12.2013 09:58
Hallo zäme

Habe gestern mal eine Mail an Radio 1 geschickt mit meinen Bedenken, ganz sachlich. Mal sehen, ob die überhaupt antworten und was die Antwort sein wird.

Eigentlich bin ich auch nicht der, welcher immer gleich jedem neuen Trend nachspringt, aber dass auf UKW schon seit geraumer Zeit akuter Frequenzmangel herrscht, "leckt keine Geiss weg". Genau darin sehe ich die Stärken von DAB+. Die Programmvielfalt wird da wirklich attraktiver und man muss sich nicht den ganzen Tag von eintönigem Charts-Gedudel berieseln lassen. Nun entsteht eine richtige Auswahl für jeden Geschmack. Und eben: Internetradio bringt auf der Stereoanlage mit den datenreduzierten Streams einfach nicht die Klangqualität von DAB+.

Wie bereits erwähnt: noch nie war es mir möglich, terrestrisch 41 verschiedene Programme zu empfangen.

Vermute immer mehr, dass Schawinski mit seinem Radio 1 irgendetwas erzwängen will (vielleicht günstigere Konditionen) oder sich mit jemandem von Swiss Media Cast zerstritten hat. Reine Trotzreaktion.

von DAB-Swiss - am 02.12.2013 10:34
Habe Radio 1 ebenfalls eine Mail geschickt und gestern Antwort erhalten.

Darin wurden die bekannten Gründe erwähnt, die man schon von der Pressemitteilung kennt. Nebenbei wurde zum Schluss noch folgendes erwähnt:

Zitat

Sollte sich jedoch DAB+ plötzlich rasant weiterentwickeln und als echter Ersatz für den UKW erweisen, können wir schnell und einfach wieder bei DAB+ mitmachen.


Quelle: Radio 1 / Leitung Technik/IT

von radiohead - am 04.12.2013 07:40
Als Echter Ersatz für UKW erweist sich DAB+ für mich seit November 2008.
Das ist meine ganz Persönliche Meinung dazu.

Vor Allem der Automobile Empfang von Radioprogrammen hat sich in meiner Wohnregion seit der
Zuschaltung diverser DAB+ Sendeanlagen deutlichst verbessert. Das betrifft Angebot und Qualität.
Glücklicherweise habe Ich im Alltagsgebrauch das Tunnelproblem nicht.
In den Wenigen, nicht so langen Tunnels in meiner Wohnregion dringt das Signal ohne Fremde
Hilfe durch.
Auch Portabel Indoor ist Hier DAB+ deutlich im Vorteil.
Das Programmangebot hat sich von 10 Ohne DAB+ auf ca. 70 mit DAB+ gesteigert.
Wenn das BAKOM tatsächlich die UKW Konzessionen nicht verlängern sollte könnte Radio 1
ja tatsächlich wieder auf DAB+ zurückkehren. Hoffentlich ist dann Alles Voll ( Sarkasmus ).

von RADIO354 - am 04.12.2013 08:59
@RADIO354

Und erst für mich, dass DAB und danach DAB+ für mich ist.

Ich hörte auf der Mittelwelle 531 (Landessender Beromünster) die MW 531, DRS Musikwelle, wie sie hiess.

Wenn ich in der Stadt Bern unter den Fahrleitungen von Bus und Tram fuhr, kräschelte das Autoradio, sonst mit gutem Autoradio war Mittelwelle gut zu empfangen.

Ich geniesse auch mein Radio-Wecker mit DAB+ - 4 einstellbare Weckzeiten, etc.


Zitat
RADIO354
Als Echter Ersatz für UKW erweist sich DAB+ für mich seit November 2008.
Das ist meine ganz Persönliche Meinung dazu.

Vor Allem der Automobile Empfang von Radioprogrammen hat sich in meiner Wohnregion seit der
Zuschaltung diverser DAB+ Sendeanlagen deutlichst verbessert. Das betrifft Angebot und Qualität.
Glücklicherweise habe Ich im Alltagsgebrauch das Tunnelproblem nicht.
In den Wenigen, nicht so langen Tunnels in meiner Wohnregion dringt das Signal ohne Fremde
Hilfe durch.
Auch Portabel Indoor ist Hier DAB+ deutlich im Vorteil.
Das Programmangebot hat sich von 10 Ohne DAB+ auf ca. 70 mit DAB+ gesteigert.
Wenn das BAKOM tatsächlich die UKW Konzessionen nicht verlängern sollte könnte Radio 1
ja tatsächlich wieder auf DAB+ zurückkehren. Hoffentlich ist dann Alles Voll ( Sarkasmus ).


von Schaempu - am 04.12.2013 09:05
Hallo zusammen

Ich konnte Radio 1 sogar in Luzern ueber DAB+ Uettliberg hoeren da ich Sichtverbindung habe, leider heute nicht mehr, schade eigentlich.

Gruss obraendl

von obraendl - am 04.12.2013 09:50
Hier noch die gestern erhaltene Nachricht von Radio 1 in voller Länge. Scheint eine Standardantwort zu sein:

-----

Vielen Dank für Ihr Feedback, dass wir gerne entgegen und auch ernst nehmen.

Wir sind seit Freitag 29. November 2013 nach rund einem Jahr, nicht mehr auf DAB+ (Layer 3) zu empfangen. Unsere Gründe hierfür sind u.a. hier erläutert.
http://www.radio1.ch/de/aktuell/story/Radio-1-steigt-bei-DAB+-aus--6430.html

Falls Sie sich ein DAB-Radio gekauft haben und sich ausserhalb unseres UKW-Konzessionsgebietes befinden, sind wir uns bewusst, dass sie Radio 1 entweder über Kabel Ihres Kabelnetzbetreibers oder Internet hören müssen. Der Internetempfang wird von guten DAB+ Geräten nebst UKW ebenfalls unterstützt. Bei Unklarheiten oder Problemen, wenden Sie sich bitte an mich. Ich werde versuchen Ihnen behilflich zu sein, damit Sie weiterhin Radio 1 empfangen können.
Auch werden wir unseren Internetstream sowie die Radio 1 App weiter ausbauen und uns den künftigen technischen Möglichkeiten anpassen.

DAB+ hingegen hat sich in den vergangenen Jahren nur langsam weiterentwickelt, ganz zu schweigen von der Autoindustrie, die nur in wenigen Autos ab Werk DAB+ Geräte einbaut. Zudem ist der Empfang in den Tunnels noch nicht möglich und standardisiert worden.

Sollte sich jedoch DAB+ plötzlich rasant weiterentwickeln und als echter Ersatz für den UKW erweisen, können wir schnell und einfach wieder bei DAB+ mitmachen.

Ich hoffe Ihnen mit diesen Angaben zu dienen, für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüsse

Sandro Huber
Leitung Technik/IT Radio 1

von DAB-Swiss - am 04.12.2013 11:50
Nachdem wir hier pure Verfechter von mobilem Internetradio im Auto haben, habe ich mal kurz durchgerechnet, was Internetradio hören im Auto mich so kosten würde:

Beispiel: Ich höre täglich 2 Stunden im Auto per Flatrate ein Internetradio-Programm mit 128kBit.

Das macht pro Monat (22 Arbeitstage) so um die 2,5 GByte. Meine Flatrate beträgt 1 GB und für den Rest bezahle ich 10 Rappen pro Megabyte.

Das macht dann also die Kosten der Flatrate PLUS zusätzlich CHF 150.- im Monat!

Dazu kommt aber noch das Datenaufkommen für das Surfen. Ein billiger Spass wird das nicht. Da benutze ich doch gerne das DAB-Angebot und spare mir einige Franken. Zudem besteht ja bei mobilen Flatrates immer noch die Möglichkeit, dass die Provider die Datenrate ab einer gewissen Datenmenge runtersetzen. .... und das alleine für den Spass Internetradio im Auto hören zu können....die Unterbrüche beim Zellenwechsel oder bei erhöhtem Traffic nicht mitgerechnet... besonders letzteres, wenn jeder Internet-Radio im Auto hören würde.

Wenn jetzt noch die etwa 10-20 fach teureren Internet-Verbreitungskosten (gemäss schwedischer Untersuchung) für die Sendebetreiber gegenüber DAB dazukommen. Ich weiss nicht, ob Roger Sch. das auch mal durchgerechnet hat.

von drahtlos - am 06.12.2013 02:06
@ drahtlos :

Pass auf wo Du hinfährst ;)
Die Roamingkeule...
Nun mal Ernst weiter :

Bei momentan ca. 70 einfachst Terrestrisch empfangbaren Radiostationen schalte Ich selbst zu Hause
kaum noch Internetradio ein. Mobil ist das auch keine Grundwichtige Sache ohne die Ich nicht leben
kann. Den Radiosender füe den Ich das Geld in die Hand nehmen wollte gibt`s nicht.
Radio 1 ist ja im Zielgebiet auf UKW drauf.
Das wird für Ausreichend erachtet. Ob der Hohe Smartfoneausstoss auch tatsächlich für das Hören
von Radio 1 eine Bedeutsame Rolle spielt mag Jeder für Sich entscheiden.
Thema Winston Churchill und Statistiken.

von RADIO354 - am 06.12.2013 10:43
@drahtlos

Mach doch ein infinity XS Abo fuer CHF 59 im Monat bei Swisscom, da hast Du 10GByte, reicht doch zum Radio 1 hoeren unterwegs.

Gruss obraendl

von obraendl - am 06.12.2013 10:57
Zitat
obraendl
@drahtlos

Mach doch ein infinity XS Abo fuer CHF 59 im Monat bei Swisscom, da hast Du 10GByte, reicht doch zum Radio 1 hoeren unterwegs.

Gruss obraendl


Die Swisscom hat laut Espresso auf Radio SRF 1 von Gestern auch die Beste Netzabdeckung.

von RADIO354 - am 06.12.2013 11:11
Internetradio übers Handynetz ist untauglich. Zu viele Unterbrüche.
In Deutschland werden auch Fest ADSL Anschlüsse gedrosselt, wenn mehr als 75 GB gedownloadet wird.
Auch in der Schweiz sieht man es nicht gerne. Gibt Provider die in den AGB eine Fair-Use Klausel haben.

Mobiler Empfang ist Nr. 1 UKW, dann DAB.
Im Heimbereich Kabel, Satellit (wenn vorhanden), DAB und Internetradio.

Ich traure dem Abgang von Radio 1 nicht nach. Bereits 1 Woche später haben wir 2 neue Programme die sich hören lassen, ohne Schawinski Nervensäge.

von Maxtech - am 06.12.2013 12:55
Zitat
obraendl
@drahtlos

Mach doch ein infinity XS Abo fuer CHF 59 im Monat bei Swisscom, da hast Du 10GByte, reicht doch zum Radio 1 hoeren unterwegs.

Gruss obraendl


Danke für den Hinweis!

infinity XS ist für mich leider kein Thema, - 0,2 Mbit Download / 0,1 Mbit Upload, das taugt im besten Fall zum Radiohören;-). Aber für die übrigen Sachen im Internet - leider untauglich....und dann noch für 59 Stutz. Das mit den 10GByte Flatrate - ohne Datenreduktion - habe ich bisher nicht bestätigt bekommen.

.

von drahtlos - am 06.12.2013 18:59
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