Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum Schweiz
Beiträge im Thema:
133
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
DAB-Swiss, RADIO354, Rolf, der Frequenzenfänger, Westwind, drahtlos, dxbruelhart, Stefan Heimers, Seegi, Habakukk, Wurlitzer, ... und 12 weitere

Antennen für den Empfang von DAB+

Startbeitrag von DAB-Swiss am 05.08.2014 10:58

Damit ich beim Thread über den HiFi-Tuner nicht immer mehr vom Thema abweiche, erlaube ich mir, hier diesen neuen Thread zu eröffnen. Darin möchte ich mit Euch gerne Erfahrungen zum DAB-Empfang mit externen Antennen austauschen. :xcool:

Es geht dabei um Erfahrungsberichte, Anschaffungspläne, Tipps und Tricks, usw...

Die 50 interessantesten Antworten:

Gestern habe ich nun die gute alte WISI FA-10 11-Element Richtyagi eingehend zu testen begonnen.

[attachment 3612 wisi11elementyagi.jpg]

Da sie noch über einen 300ohm Anschlusskasten verfügt, musste ich den Dipol mit zwei Drähten an einen Balun anschliessen. Von da direkt mit Koaxialkabel an den Yamaha DAB-Receiver. Dabei stellte ich jedoch zu meiner Enttäuschung fest, dass der Empfang noch schlechter als mit der bereits montierten 7-Element WISI Yagi ausfällt. Vom Empfang des SWR-Ensembles auf Kanal 8D keine Spur, auch bei horizontaler Ausrichtung nicht. Dies kann einerseits daran liegen, dass die Antenne nicht optimal für die gewünschte Frequenz ausgelegt ist oder aber, dass ich bei den Basteleien von 300 auf 75ohm einfach zuviel Feldstärke verliere. Vielleicht ist der Anschlusskasten auch einfach schon zu alt (über 50jährig). Der Anschluss des Mehrbereichsverstärkers brachte eher noch eine Verschlechterung anstatt eines Gewinnes.

Später stellte ich auch fest, dass sogar die Schweizerischen Ensembles bei vertikaler Polarisation mit dieser stark gebündelten Antenne schlechter empfangen werden. Komisch...

Nun habe ich im Internet rumgestöbert, da ich es mal noch mit einer guten, neuen Antenne versuchen möchte. Gar kein einfaches Unterfangen, wenn ich nicht unbedingt auf die Wittenberg zurückgreifen möchte. Die meisten Hersteller liefern, wenn sie überhaupt noch gute VHF-Antennen im Sortiment haben, gar nicht in die Schweiz.

[attachment 3613 triax-hirschmannfesa13bv.jpg]

Ins Auge gestochen ist mir jedoch die Triax-Hirschmann FESA 13 BV. Was meint Ihr zu diesem Modell für den DAB-Empfang? ;-)

von DAB-Swiss - am 05.08.2014 11:12
Da gibt es viele Möglichkeiten für die Enttäuschung. Eine kleine Auswahl:

1. Die FA 10 (später FA 11 benamst) muss kanalrichtig(!!) eingesetzt werden. Wenn man ihren spezifizierten Bestimmungskanal nicht ermitteln kann oder nicht kennt - die Antenne ist kanalscharf -, kann man die Uebung gleich abbrechen. Oberhalb des richtigen Kanals spaltet sich die Hauptkeule auf - von "Gewinn" kann keine Rede mehr sein -, unterhalb geht der Gewinn ebenfalls rapide in den Keller.

2. "Drähte an den Baloon" :eek: Diese "Drähte" und den "Baloon" möchte ich mal sehen :rolleyes:
Nur der Originalbaloon, der auch geometrisch(!) in den Anschlusskasten passt und damit kürzeste Verbindungen ermöglicht und dort mit "aufgefrischten" Kontakten verbunden wird, lässt realistisch auf Erfolg hoffen.

3. "Scharfe Richtwirkung" war zu Analogzeiten gut um Reflexionen (Geisterbilder) auszublenden, der Gewinn kam mehrheitlich erst an zweiter Stelle, ist aber bei DAB systembedingt eher ein Nachteil, "denn DAB nutzt ja auch die Reflexionen". Die FA 10/11 hatte einen realistischen Gewinn im homogenen Feld von 10 ...11 dBd (Katalog: 12.5 ... 13 dBd) in der Hauptkeule. Daneben blendet sie - damals richtigerweise - aus. So kann sie gegenüber einem vertikal montierten rundempfangenden Dipol (mit Seitenträger!) sogar in den "Gewinnrückstand" geraten.

Es gibt allerdings topografische Situationen, wo auch bei DAB eine Richtantenne sinnvoll ist. Dazu muss man aber die örtlichen Gegebenheiten kennen.

4. Verstärker nützen nur, wenn ihre Rauschzahl geringer ist, als bei einer angeschlossenen tauben Nuss, oder direkt bei der Antenne montiert bei grossen Kabellängen, Weichen, Dosen etc. Mehrbereichsverstärker haben direkt an einer Antenne jedenfalls nichts zu suchen (bei ernsthaften DXern).

5. Die FESA 13 BV kenne ich nicht. Wenn es keine Breitbandantenne oder Kanalgruppenantenne für alle gewünschten Kanäle ist (ausser Ortssenderkanal), würde ich mir die Auslage ersparen.

von Wurlitzer - am 05.08.2014 13:17
Seit etwa einem Jahr nutze ich als "Dauer-Provisorium" eine WB345+ am Balkongeländer.
Ich kopiere mal meinen Bericht von damals hier rein.

--------------------------------------------------------

Ich hole diesen schon etwas älteren Thread mal wieder aus der Versenkung, da ich inzwischen etwas "aufgerüstet" habe. Zum einen habe ich mir das optisch auffällige und einen F-Antennenanschluss besitzende Philips "Original Radio" gegönnt und zum anderen habe ich in der oben schon erwähnten Bayern-Ecke™ meines Balkons die gute alte Wittenberg 345+ montiert, mit Ausrichtung auf den Pfänder (88km Luftlinie). Und siehe da: jetzt gehen alle sechs Ensembles, die hier am QTH Schaffhausen an höheren Wohnlagen ohne Überreichweiten möglich sind. Mit der Indoor-Teleskopantenne gingen nur die drei Schweizer Pakete und Baden-Württemberg 8D.

Die Antenne hängt jetzt seit genau zwei Wochen als Provisorium, da ich die Lage zunächst etwas beobachten wollte. Aber inzwischen kann man wohl Wettereinflüsse ausschliessen und den Empfang als stabil betrachten.

12D schwankt immer ein bisschen, wohl auch wegen des sehr starken 12C nebenan. Aussetzer sind aber sehr selten. Seit es nicht mehr ganz so heiss ist, hat sich die Qualität aller Ensembles nochmal leicht verbessert und auch 12D hat im Moment genügend Reserve. Das "Original Radio" macht auf 12D ab etwa 50% Signalfehler hörbare Aussetzer.

Für 8D Baden-Württemberg wäre eine Ausrichtung zum Witthoh optimal, aber dann gehen die Bayern-Pakete nicht mehr. Das Signal vom Pfänder und die Nebeneinstrahlungen von Witthoh und Waldburg sind jedoch stark genug für stabilen Empfang mit nur geringer Fehlerrate.

7D und 12C kommen vom 3km entfernten Cholfirst und gehen sowieso problemlos. Aber auch 9A (bald 7A) vom Uetliberg geht mit fehlerfreiem Signal, obwohl die Antenne in eine andere Richtung zeigt.

Der Suchlauf findet nun 70 Programme, davon neun Regional- oder "Plus"-Varianten eines Hauptprogramms sowie vier DAB/DAB+-Doppelausstrahlungen von BR und SRG.

Als "Abfallprodukt" empfängt die Antenne, trotz falscher Polarisation und Ausrichtung, auch noch aussetzerfrei die drei DVB-T-Pakete E22/40/43 vom Höchsten. Die SRG-SFN's auf E32 und E34 gehen natürlich auch bombig.


-- 7D SMC D02
-- 8D SWR
-- 9A SMC D03 N-CH
-- 11D BR
-- 12C SRG D01
-- 12D BDR



von Rolf, der Frequenzenfänger - am 05.08.2014 19:54
DAB-Empfang unter besonderen Bedingungen (Reflexionsempfang in den Bergen)


Bei meinen umfangreichen Tests habe ich festgestellt, dass mit einer LogPer-Antenne Wittenberg WB 345 oder einem einfachen VHF-Band 3-Dipol WB 301 (Mast als Reflektor) beste DAB-Empfangsresultate erzielt werden, total 141 Programme mit Audio werden eingelesen (inklusive Doppelzählungen).
Die Wahl des Verstärkers hat einen markanten Einfluss. Am besten funktioniert der Wittenberg Mini Power 30 (Vorgängermodell von Mini-Verstärker WBV-3R).


Aktueller Stand DAB-Empfang:

5C Bundesmux
7A SMC Nordschweiz
7D SMC Deutsche Schweiz
8B SMC Westschweiz BE-FR-SO
8D SWR Feldberg/Witthoh/Pfänder
9D SMC Ostschweiz
10B RMS Westschweiz
11B SWR/Radio Südwest Hornisgrinde
11D Bayern
12A SRF Westschweiz
12C SRF Deutsche Schweiz
12 D SRF Graubünden

7A, 7D, 12C kommen in Ortssenderqualität an,
8D, 9D und 12A ebenfalls aussetzerfrei, der Rest normalerweise stabil mit Audio, geringer Fehlerbitrate, jedoch bei schlechtem Wetter Aussetzer möglich.
12D Überlagerung von Bayern und SRG Graubünden (Gleichkanal-Interferenz). Beide Multiplexe werden im Receiver eingelesen. Jedoch dominiert meist der Bündner Multiplex.

Versendeter Receiver: DAB TechniSat DigitRadio 100
Standort: Amden (Walenseegebiet), zwischen diversen Bergen (2000er), ausgeprägte Reflexionen.


Im Flachland könnten grössere Yagi-Antennen bessere Resultate erzielen.
Bei Reflexionsempfang kann man nur ausprobieren, wie mit einer Antennengrösse und Ausrichtung der Empfang aller Programme am besten gelingt.

von Westwind - am 05.08.2014 21:59
Hier noch eine Zusammenfassung meiner bisherigen Erfahrungen mit der alten WISI 7-Element Yagi, VHF, welche ich im Gaden unter dem Dach an einem 25m Koaxialkabel vertikal moniert habe. Als Empfangsgerät dient mir dabei der Yamaha T-D500. Das Signal wird mit dem Axing TVS 5 Mehrbereichsverstärker aufgepeppt:

WISI Richtyagi 7 Elemente
65 Programme werden eingelesen, allesamt ohne jegliche Störung hörbar! Ausrichtung nach Westen (Hausberg: Niesen):

- Deutschschweiz, SRG Kanal 12C, Signal: 100% (Sender Niederhorn)
- Deutschschweiz, SMC Kanal 7D, Signal 100% (Sender Beisseren)
- Bern, Freiburg, Solothurn, SMC Kanal 8B, Signal 100% (Sender Bantiger)
- Nordschweiz, SMC Kanal 7A, Signal 100%!!! (Sender St. Chrischona)
- Westschweiz, SRG Kanal 12A, Signal 100% (Sender Chasseral)
- Westschweiz, RMS Kanal 10B, Signal 95-100%!!! (Sender Magglingen)

[attachment 3617 wisi7elementyagi.png]
[attachment 3618 yamahat-d500.png]

Bei Regenwetter kommen sogar SWR 1 BW, SWR 2, SWR 3, SWR 4 BW, SWR info und DAS DING auf Kanal 8D mit Signalqualität 10-35% rein, ganz selten sogar stotterfrei und sauber. Ganz offensichtlich handelt es sich um das Signal vom Feldberg, da es nur (einigermassen) horizontal und in Richtung Norden ausgerichtet läuft.

[attachment 3619 swr-empfang.png]

Einfache Drahtantenne
Da werden mit dem automatischen Suchlauf etwas über 40 Programme aus folgenden Ensembles eingelesen:

- Deutschschweiz, SRG Kanal 12C, Signal: 100% (Sender Niederhorn)
- Deutschschweiz, SMC Kanal 7D, SIgnal 100% (Sender Beisseren)
- Bern, Freiburg, Solothurn, SMC Kanal 8B, Signal 100% (Sender Bantiger)
- Westschweiz, SRG Kanal 12A, Signal 30% (Sender Chasseral)

Letzteres Ensemble kommt bei Signalqualität 30% nur stotternd rein. Für ein kleines Drähtchen in der Wohnstube jedoch eine schöne Vielfalt.

Fazit: die alte 7-Elemente Antenne bewährt sich für die oberen Kanäle gar nicht schlecht. Im unteren Bereich vermag sie sicherlich nicht genügend Empfang herzustellen.

von DAB-Swiss - am 06.08.2014 08:41
@ DAB-Swiss

Hallo Stefan,

Bei dem 10 dB AXING -Verstärker kann Ich keine Angabe zum Rauschmass finden.
Ausserdem ist dieser Verstärker sehr Breitbandig. Desweiteren wird die Speisespannung zur
Antenne durchgelassen und es kann einen Kurzschluss geben ( Wenn der Dipol ein Faltdipol ist
zum Beispiel ). Man müsste einen DC Blocker Antennenseitig zusätzlich einbinden.
Ich würde diesen Verstärker zum Empfang extrem Schwacher Signale nicht nehmen.

Wie ist bei Dir der Empfang vom 8 D mit einem Empfindlichen Empfangsgerät Draussen an der
Teleskopantenne ? Gibt es eine oder Mehrere Stellen wo das funktioniert ?

Der AXING TVS 5 verstärkt mir die Signale vom 5 C 11 B und 7 A soweit um an 2 Stationären
Empfängern sehr gut ( 5 C ) bis Brauchbare ( 11 B und 7 A ) Empfangsresultate zu liefern.
Allerdings ist am Standort der Antenne schon ein Gewisser Signalpegel vorhanden. Der reicht aus
um mit einem Microspot RA 318 die Programme einzulesen ( 7 A ) bzw. mit Audiowiedergabe 5 C / 11 B.

Entferne Ich den Antennenverstärker aus der Anlage
Sind die 3 Muxe nicht mehr brauchbar zu empfangen.
Die Frage wäre ob es Rauscharme VV noch irgentwo gibt.
Ich habe Seinerzeit keine gefunden und deswegen den AXING TVS 5 genommen.
Somit sind Alle Hier bei Normalbedingungen empfangbare DAB Muxe auch erfasst.
MfG Det.

von RADIO354 - am 06.08.2014 10:11
@RADIO354: Danke für die ausführlichen, interessanten Infos. Leider kann ich draussen den 8D des SWR mit normaler Teleskopantenne nirgends empfangen, auch mit dem besten Kofferradio nicht. Das Signal muss also dank Bergreflektion wirklich sehr, sehr schwach hier ankommen. Von den anderen Deutschen Ensembles leider gar nicht zu sprechen... Der Axing TVS 5 macht mir sonst einen sehr guten Eindruck, es ginge bloss noch ums "probieren"... ;-)

Was meinst Du denn zum von Westwind erwähnten Wittenberg?

Also, es ist ja nicht dass ich das SWR-Ensemble einfach unbedingt reinbekommen muss, aber interessant ist die Sache ja nur, solange es etwas zu Grübeln und zu Testen gibt. Das was sauber läuft ist nur noch halb so lustig. Deshlab suche ich immer noch nach neuen Antennenvarianten und Verstärkren. :D

Habe nun mal der Firma antennenland.net geschrieben, ob Sie mir nicht ausnahmsweise eine 3H-VHF-16-LOG in die Schweiz liefern würden. Und eben, die Hirschmann FESA 13 BV interessiert mich auch noch.

von DAB-Swiss - am 06.08.2014 10:29
Mitbesteller gesucht!!!

Soeben hat mir antennenland.net wie folgt zurückgeschrieben:

"Bezüglich der Versendung einer 3H-VHF-16-LOG Antenne in die Schweiz würde ich schon aufgrund der Versandkosten passen. Die Antenne ist wegen ihrer Abmessungen mit weit über 3 m Gurtmaß nicht per Paket zu versenden, sondern gilt als Sperrgut. Die Versandkosten in die Schweiz per Trans-O-Flex betragen 39 € zuzüglich 30 € Verzollung. Dies lohnt sich für eine Antenne nicht, die sich zudem für den Einzelversand nur extrem schwer für einen „relativ“ sicheren Transport verpacken lässt (normalerweise bieten wir diese Antenne daher nur für den Inlandsversand an); ca. jede 15. Antenne wird trotzdem von der Spedition „gefaltet“ und ist Schrott. Eigentlich dürfte man nur Holz- oder Metallkisten verwenden. Bei 5-10 Antennen könnten wir die relativ stabile Originalverpackung des Produzenten verwenden; die Versandkosten steigen hierbei um ca. 5 €. Wenn Sie also noch „Mitstreiter“ finden, die auch so eine Antenne benötigen, würde sich das eher lohnen." :o

In der Schweiz finde ich diese Antenne sonst leider wirklich nirgends.

Die Antenne kostet 19.95 Euro und die Versand- und Verzollungskosten könnte man sich teilen. ich denke, Alles in Allem würde das bei 5 Antennen pro Besteller Fr. 45.00 bis 50.00 (Abholung und Bezahlung in Krattigen bei Spiez) kosten. Nun, wer von Euch hätte Interesse an einer solchen 3H-VHF-16-LOG Antenne? ;-)

http://www.antennenland.net/3H-VHF-VF-16LOG

von DAB-Swiss - am 06.08.2014 11:55
Vor einem allfälligen Materialeinkauf würde ich auf jeden Fall mit einem empfindlichen Taschenradio (z.B. Microspot RA 318) testen, was im Haus, in der Umgebung, auf dem Dach, auf dem Balkon usw. empfangbar ist.

Wittenberg Verstärker gibt es neu in den Versionen +10, +22 und +33 dB, alle in der Schweiz käuflich.

Die meisten Antennenverstärker brauchen externe Netzteile, Achtung: es gibt sie je nachdem für 5V, 12V, 14 bis 18V und 24 V, die meisten mit Minuspol an Masse (Gehäuse), gelegentlich auch umgekehrt (z.B. Telanor).
Ferngespeiste Verstärker (über Koaxkabel) benötigen zusätzlich eine Einschleusweiche für Gleichstrom und teilweise auch einen DC-Blocker am Eingang um einen Kurzschluss mit dem Symmetrierglied und dem Dipol zu vermeiden.

von Westwind - am 07.08.2014 06:57
@ DH0GHU: Als Standort für 11B kommt im Glarnerland praktisch nur die Hornisgrinde in Frage; von der Hornisgrinde sieht man direkt auf meine Reflexionswand Vorderglärnisch (von Ulm-Kuhberg und von Geislingen aus nicht), diese Wand ist hier gerade mal 4-5 km entfernt, ich sehe diese Wand hier sehr gut.
Von der Hornisgrinde konnte ich früher DLF auf UKW 106,3 auch empfangen, als dieser gerade mal mit 200W ERP sendete.
Nur von der Hornisgrinde (Standorte, die hier empfangbar sind) kam in der Anfangsphase auch das Ensemble 12B, trotz nur 20W ERP damals klappte dies knapp.
Heute ist die Hornisgrinde der mit Abstand bestempfangbare UKW-Standort des SWR hierzulande.
Ulm-Kuhberg kommt hier auch stark an, aber doch nicht so stark wie die Hornisgrinde. Der Bundesmux auf 5C reicht hier gerade für Audio, da gibts aber wenig Reserve. Wenn der Bundesmux mit 10 kW von der Hornisgrinde aus senden würde, dann hätte ich hier ein wirklich starkes Signal.
Geislingen kommt auch mit dxbruelhartschen Mitteln hier auf UKW kaum bzw. gar nicht an.
So dürfte es klar sein, dass das Glarnerland und auch die Walensee-Region von der Hornisgrinde mit 11B versorgt werden.

von dxbruelhart - am 07.08.2014 12:48
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Für Firmen, die nicht (gern) in die Schweiz liefern, gäbe es noch die Lösung http://www.grenzpaket.ch ;)


Nimm Dir doch diesen Tipp zu Herzen! Dxb oder RdF haben sicher eine Idee, wie die Antenne später zu Dir kommt. Leider musste ich alle Antennen vom Hausdach nehmen, da ich einen neuen Nachbar bekommen habe.... Sonst hätte ich auch eine bestellt. Bei dem Preis könntet ihr auch mehr als eine kaufen, ich wäre dann allenfalls auch ein Abnehmer aber nur für Tests in den Bergen um endlich auch mal die Franzosen/Engländer und Belgier empfangen zu können (bei Super-Bedingungen).

von drahtlos - am 19.08.2014 19:58
So, da mich die Lieferung der 5 Antennen in die Schweiz finanziell nicht vollends aus der Bahn haut (*grins*), habe ich nun die Bestellung bei antennenland.net aufgegeben. Mitglieder des Radioforums können bei Bedarf eine solche Antenne für Fr. 50.00 bei mir in Krattigen (auf Voranmeldung) abholen. Die verbleibenden Antennen lagere ich in unserem Haus und verkaufe sie über mein Label DAB-Swiss weiter...

Ich denke, so kann ich meine Neugierde am besten stillen und Anderen auch die Möglichkeit bieten, an eine solche, auf den DAB+ Empfang spezialisierte Antenne zu kommen, ohne an die Grenze hinaus fahren zu müssen! :xcool:

Danke trotzdem für all Eure Tipps. Testberichte folgen...

von DAB-Swiss - am 20.08.2014 06:02
Groooooosser Erfolg! *freu*

Mit der soeben aus Deutschland eingetroffenen 3H-VHF-16-LOG DAB+ Antenne kommt nun auch das SWR-Ensemble vom Feldberg blubberfrei rein. Und als Zugabe gibt's selbst bei horizontaler Polarisation sämtliche hier empfangbaren Schweizer Ensembles (SRG/SMC/RMS) in perfekter Qualität. So macht's Freude. Hätte es nicht gedacht.

[attachment 3700 dab-antenne3h-vhf-16-log.jpg]
[attachment 3701 swrempfang.jpg]

Nun geht's natürlich an die andere Ensembles aus Deutschland. Mal sehen, was da noch drin liegt. Weitere Tests folgen also. :cheers:

P.S: Wer noch so eine Antenne möchte: ich habe noch 2 Stück auf Reserve, für Fr. 50.00 bei mir in Krattigen am schönen Thunersee abholbereit. ;-)

von DAB-Swiss - am 26.08.2014 18:19
@RADIO354: Danke für Deine Info. Für mich wär's toll, wenn auf 8D noch andere (nicht SWR-)Programme kämen, das würde die Vielfalt beträchtlich vergrössern. Weisst Du schon, für wann die Umschaltung des SWR auf den DAB+ Modus geplant ist?

Und dann ist da noch die Frage, ob ich mir die Mühe den Bundesmuxx zu empfangen hier überhaupt machen soll oder ob da bei uns keine Chance besteht. ;-)

Werde nun dieses Wochenende mal zwei solche Antennen installieren: eine horizontal und eine vertikal. Dann schalte ich das Ganze mit einer Weiche zusammen und schaue, wie sich der Empfang gestaltet. Freue mich schon auf's Basteln... :rolleyes:

von DAB-Swiss - am 27.08.2014 07:46
Gratuliere zum Empfang der SWR-Programme, das habe ich früher mal prophezeit und auch empfohlen, eine andere Antenne zu kaufen. Ist schon ein Vorverstärker mit geringer Rauschzahl vorhanden? Ich weiss nicht, ob der Anbieter auch Vorverstärker liefert. Eigentlich dachte ich, Du müsstest 10 Antennen bestellen - als Mindestmenge. Da wäre ich auch dabei gewesen, aber bei nur 2 lasse ich mal anderen den Vortritt. Ich würde jetzt weitere Ensembles testen vielleicht auch mit Reflektion über die Berge. Ganz praktisch wäre natürlich ein empfindlicher Portabel-Empfänger bei der Antenne mit Kanalsuche und gleichzeitiger Signalqualitäts-Anzeige (wie beim Microspot RA-318) sowie einen eingebauten externen Antennenanschluss (event. selbst nachgerüstet).
Noch eine Frage hätte ich: wie lange ist die Antenne wenn sie zusammengebaut ist?
Schöne Grüsse ins BO.

von drahtlos - am 27.08.2014 08:59
@drahtlos: Danke für Deine wertvollen Infos. Die Mindestbestellmenge für eine gute, stabile Verpackung waren 5 Stück, welche nun auch heil in der Schweiz angekommnen sind. Nun hat dxbruelhart bereits eine Antenne bestellt und zwei brauche ich für mich. Bleiben also noch zwei zum Verkauf übrig. Habe nun mit antennenland.net abgemacht, dass ich die Distribution dieser DAB-spezifischen Antennen für die Schweiz übernehme. Kann ja die Ware bei mir im Haus (früher Bauernhof) super lagern... ;-)

Die Antenne ist ca. 1,0 bis 1.20m lang, mehr nicht. Müsste das Zuhause noch genau messen. Das wegen dem eingebauten Vorverstärker kann ich momentan leider noch nicht beantworten.

@obraendl: Danke für die Info. Diese Funktion habe ich dank Dir auf dem Yamaha auch gefunden, hatte jedoch gestern noch nicht genügend Zeit zum Testen. Werde das in diesen Tagen nachholen... :xcool:

von DAB-Swiss - am 27.08.2014 09:26
So langsam beginnt mir die Sache Spass zu machen! Nun habe ich eine Antenne horizontal und eine vertikal ausgerichtet und diese über einen hochwertigen Combiner zusammengeführt. Danach richtete ich das Gebilde auf den Feldberg (Nord) aus. Dann noch den Axing-Verstärker dazu.

[attachment 3702 antennenkombi.jpg]

Das Resultat ist genial:

Das SWR-Ensemble kommt nun stabil mit 59% Signalqualität.
Das SRG-Ensemble Deutschschweiz mit 100%.
Das SRG-Ensemble Romandie mit 100%.
Das SMC-Ensemble Deutschschweiz mit 100%.
Das SMC-Ensemble Bern-Freiburg-Solothurn mit 100%.
Das SMC-Ensemble Nordschweiz mit 100%.
Das RMS-Ensemble Westschweiz mit 100%.

Gibt zusammen 72 eingelesene Programme in lupenreiner Qualität (bis auf das SWR1-DAB-Blubbern, welches ich nicht wegkriege). :D

Nun muss ich das Ganze noch unters Dach verfrachten, damit's wettergeschützt ist und meine Anlage funktioniert hoffentlich wie gewünscht! *freu*

von DAB-Swiss - am 27.08.2014 15:54
Danke für die Angaben, auch jene über die Möglichkeiten vom T-500 von obraendi haben mich sehr interessiert. Die Möglichkeit Feldstärke-Messungen mit einem DAB-Empfänger zu machen sind natürlich genial. Normalerweise kann man nur die Signalqualität testen. Da machen einem manchmal Reflektionen einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Ich glaube, die Antennen sollten untereinander allenfalls noch etwas mehr Abstand untereinander haben, wenn man das letzte i-tüpfelchen herausholen möchte. Schön kurz die Antennen, daher auch mal zum Testen auf einem Berg sehr gut geeignet.

Ich träume immer noch einmal Signale aus UK und F zu empfangen. Mit der Teleskop-Antenne an meinem Microspot waren mal 115 Programme mein Best-DX. Du hast vermutlich keine Sicht auf irgendwelche Berge wie Eiger und Co? Aber auf der genüberliegenden Seeseite hat es doch noch hohe Berge! Damit ginge vielleicht mal was aus Italien, natürlich nicht Normalempfang sondern bei aussergewöhnlichen Wetterlagen, sprich DX-Bedingungen..

von drahtlos - am 27.08.2014 19:24
@ DAB- Swiss,

Hallo Stefan,

" Für mich wär's toll, wenn auf 8D noch andere (nicht SWR-)Programme kämen.. "

Der 8 D wird nur SWR Programme senden.
Es sollen lediglich mehrere SWR 4 Regionalversionen aufgeschaltet werden.
Das Ganze war Meines Wissens für Dezember 2014 geplant. Wobei Verzögerungen im Netzausbau
den Termin aber auch wieder verschieben können.
So wird die 11 B Räumung Seitens des SWR im Dezember terminlich nicht zu halten sein.
Quelle
Dein Test mit der Einzelnen, Horizontalen Antenne brachte bei den DAB+ Programmen des SWR
doch mehr Signalqualität als mit den 2 zusammengeschalteten.
Villeicht reicht eine Antenne letztendlich doch aus ?
Eine Frage hätte Ich noch : Was für ein Gerät wurde zum Zusammenschalten verwendet ?
Gibt es ein Datenblatt dazu ?
MfG Det.

von RADIO354 - am 28.08.2014 08:10
Zitat
DAB Swiss
... einfachen Combiner von Philips (SWV3021S/10)


Brrr :eek: ... als nebenamtlichem Antennenbauer stehen mir da die Haare zu Berge :-)

Das geht, so lange das Signal genau horizontal oder vertikal hereinkommt und die Antennen genau auch so stehen. Dann läuft eine Antenne einfach 'leer' mit. Dieser Fall tritt aber in der Praxis nie ein.

Immer werden beide Antennen mehr oder weniger 'bedient' und jetzt kommt der Schwachpunkt:

Die Signale kommen zu 99.9% nicht mit gleicher Phasenlage zum Combiner. Eine vektorielle Addition sorgt jetzt mitunter sogar für Verschlechterung (Abschwächung), die theoretisch bis Null gehen kann (180° Phasenverschiebung und gleiche Signalstärke ab beiden Antennen).

Ich würde mal das Thema 'Zwei Yagis für Zirkularpolarisation zusammenschalten' studieren. Die Kabellängen zum Combiner sind kritisch, ebenso der geometrische Aufbau des Gesamtsystems.

Alles andere sind zufallsbedingte und ' nicht definierte', meist schlechte Bastel-Zustände.

von Wurlitzer - am 28.08.2014 19:20
Habe soeben meine DAB-Antenne am oberen Zürichsee (bei Rapperswil) fertig gestellt.
Am besten war dabei eine Aussenantenne Wittenberg WB 305, vertikal an der Hausmauer montiert mit, zusammen mit einem rauscharmen Verstärker Wittenberg WBV 3 R (+33 dB).

Folgende Programme können empfangen werden:

5 C Bundesmux Signalstärke 25 % (mit Audio aber starke Schwankungen)
7 A SMC D03 Signalstärke 100 %
7 D SMC D02 Signalstärke 100 %
8 B SMC D03 BE-FR Signalstärke 83 %
8 D SWR BW Signalstärke 100%
11 D Bayern Signalstärke 71%
12 A SSR F01 Signalstärke 100%
12 C SRG D01 Signalstärke 100%
12 D Bayern Signalstärke 69 %

Brutto total 92 Programme (inkl. Doppelbelegungen)

Testempfänger: Yamaha T-D500
http://www.fotos-hochladen.net/view/yamahatd500sdn8bq02wec.jpg

Antenne:
http://www.fotos-hochladen.net/view/wittenbergdabbnfre67ocg.jpg

Verstärker:
http://www.directupload.net/file/d/3728/f8qczowu_pdf.htm

von Westwind - am 28.08.2014 20:20
Meine Erfahrungen zum vorigen Thema:

Ein Antennensignalverteiler ist ein passiver ohmscher Widerstandsanpasser mit etwa 2-4 dB Dämpfung für zwei oder mehrere Empfangsgeräte, umgekehrt benutzt mit etwa deppelter Dämpfung (bei starkem Signal wenig spürbar).
Weichen sind dagegen Bandfilter - induktiv oder kapazitiv (für einzelne Bänder oder die Zusammenschaltung von Zwillingsantennen).

Zwei gleiche Antennen würde ich niemals mit einem Verteiler zusammenschalten, das könnte unter Umständen zu starken Schwingungen führen, welche den oder die Vorverstärker ruinieren ("hochfrequenter Kurzschluss" ).

Mein Tipp, eine Art "Notlösung" für gleichzeitigen Horizontal- und Vertikalempfang: Schräg-Montage (45%) - ausprobieren und wenn erfolgreich entsprechenden Mast-Ausleger besorgen.

von Westwind - am 28.08.2014 20:56
Combiner vs. Weiche, darüber könnte man ein kleines Buch schreiben. Hier nur soviel:

Weichen führen Quellen mit verschiedenen Frequenzen/Kanäle/ Kanalgruppen zusammen (oder auseinander). Ihre Eingänge sind selektiv. Z. B. K 5 und K 8. Die Selektivität ist nötig, damit z. B. Signalanteile von K 8, die über die K 5 Antenne kommen, nicht auch auf die Ableitung geleitet werden (Reflexionen, 'Geisterbilder'). Also bei Weichen: Nix Zwillingsantennen.

Combiner führen auch Quellen zusammen, aber frequenzunabhängig. Vorteil: Die Eingänge können beliebig gewählt werden. Nachteil: Der Schutz vor 'unerwünschten' (Schad-) Signalen vom andern Eingang (siehe oben) besteht nicht. Letzteres kann verhindert werden, wenn an den Antennen kanalselektive Vorverstärker verbaut sind.

Zwillingsantennen werden über Combiner zusammengeschaltet - natürlich in diesem speziellen Fall ohne die Notwendigkeit von Vorverstärkern.

Beiden Typen ist gemeinsam, dass sie im Idealfall die Impedanzanpassungen gewährleisten.

Ein Combiner ist aber nicht einfach eine 'T-Verbindung'. Erstens passt er die Impedanzen richtig an und zweitens - wichtiger - lässt er nichts vom einen Eingang über einen anderen Eingang abfliessen (wie eine T-Verbindung), was verschiedene Nachteile hätte. Daher auch der Name ' Richtkoppler'.

Was bedeutet die 'Durchgangsdämpfung' von 3.5 dB beim Combiner? Diese Angabe bezieht sich im 'Consumerbereich' immer auf die Verwendung als 'Zweigeräteverteiler'. Nun: Die Leistung wird hälftig aufgeteilt, sodass an beiden Ausgängen nur noch die halbe Gesamtleistung zur Verfügung steht (mehr wäre ein Perpetuum Mobile) und das bedeutet grundsätzlich - 3dB. Das hat mit Verlust absolut nichts zu tun. Die wirklichen 'ohmschen' Verluste liegen bei etwa 0.5 ... 1 dB, sodass ein scheinbarer Gesamtverlust für einen Empfänger bei 3.5 ... 4 dB liegt. Betreibt man den Combiner zum Zusammenschalten - etwa von Zwillingsantennen, fallen die - 3dB natürlich weg, bzw. sie werden zu + 3 dB (zwei Antennen: doppelte Leistung). Die ohmschen Verluste bleiben, womit man in diesem Fall auf 2 ... 2.5 dB Signalanhebung kommt. Das ist wenig, aber Zwillingsantennen haben vor allem die Aufgabe, Reflexionen oder unerwünschte Sender aus anderen Richtungen auszulöschen, was durch Phasendifferenzen der 'Fremdsignale' an den Eingängen mehr oder weniger wirksam geschieht.

Mehr liegt im Rahmen eines Forums nicht drin.

Nachtrag:

Zitat
DAB-Swiss
... genau gleich gewählt. Wenn ich das richtig verstehe, bräuchte das für die Kombination nun noch einen sogenannten Anpasstopf.


'Gleiche Länge' ist nur bei Zwillingsantennen ein ultimatives Kriterium. Sonst können durchaus auch verschiedene Längen notwendig sein je nach Geometrie des Aufbaues, Polarisationsdrehsinn usw..
Einen 'Anpasstopf' braucht es nicht. Die Anpassung wird durch den Combiner besorgt.

Aber wie jemand schon sagte: Kaputt gehen kann nichts :)

von Wurlitzer - am 29.08.2014 07:59
Danke für die interessanten Beiträge - da lernt man ja als "Grauhaariger" immer noch dazu.

Wie man weiss, wird DAB grundsätzlich VERTIKAL ausgestrahlt (Grund: funktioniert besser und einfacher mit Stabantenne bei Fahrzeugen und Portable-Radios), Feldberg im Schwarzwald ist die einzige Ausnahme: horizontal.

Aus halboffiziellen Quellen ist zu erfahren, dass die Anlage auf dem Feldberg ein Provisorium sein soll, die alte ARD-analog-TV-Antenne wird aus Kostengründen noch einige Zeit weiterverwendet.
Bei einer Gesamterneuerung kann auch hier längerfristig auf Vertikal-Abstrahlung umgestellt werden.

Fazit für den DAB-Hörer: alles ist im Fluss, flexibel bleiben, nicht zu viel Geld in Antennenanlagen investieren !!!

von Westwind - am 29.08.2014 08:23
@Wetswind: Ja, da hast Du recht. Ich denke, der Feldberg wird bald auch vertikal werden. Aber eben: momentan ist es sehr spannend mit den zwei Polarisationen und es juckt mich, herauszufinden wie man das kombinieren könnte, ohne Antennenswitch. Per Knofpdruck 72 (inkl. soppelte) DAB+ Programme aus dem In- und Ausland sind schon faszinierend... :rolleyes:

Nun werde ich nach Feierabend mal beide Antennen vertikal ausrichten und schauen, ob so das SMC Nordschweiz-Ensemble (von St. Chrischona?) trotzdem noch irgendwie reinzubekommen ist. So wären dann die zwei Antennen nach dem schwächsten Signal ausgerichtet. Werde dann hier die Ergebnisse wieder detailliert auflisten. *bastel*

P.S: Genial, was Du da in Rapperswil alles empfängst. Hast Du mit dem RMS-Ensemble in Rappi keine Chance?

von DAB-Swiss - am 29.08.2014 09:01
So, liebe Radiofreunde, dank Euch ist der "Grünig" nun wirklich glücklich. Bin nach der Arbeit sofort nach Hause geeilt und habe meine zwei DAB-Antennen im strömenden Regen beide horizontal ausgerichtet und dabei darauf geachtet, dass sie wirklich in die genau gleiche Richtung schauen. Das Resultat lässt sich sehen:

Das SWR-Ensemble kommt nun superstabil mit 80% Signalqualität.
Das SRG-Ensemble Deutschschweiz mit 100%.
Das SRG-Ensemble Romandie mit 100%.
Das SMC-Ensemble Deutschschweiz mit 100%.
Das SMC-Ensemble Bern-Freiburg-Solothurn mit 100%.
Das SMC-Ensemble Nordschweiz einigermassen stabil mit 54%.
Das RMS-Ensemble Westschweiz mit 100%.

Gibt zusammen 72 eingelesene Programme in lupenreiner Qualität. Auch SWR 1 und SWR Info, auf (alt)DAB, sind nun ohne Blubbern zu hören!

[attachment 3704 3h-vhf-16-logantennedoppelt.jpg]

Das einzige Ensemble, welches jetzt wegen der falschen Polarisierung etwas schwächelt, ist das SMC-Ensemble Nordschweiz. Dieses kommt halt auch von weit her... ;-)

Auch beim Deutschen Bundesmuxx habe ich absolut keine Chance. Schade.

HERZLICHEN DANK AN ALLE!

Nun muss ich zusehen, dass ich sonst wieder etwas zum Basteln finde... :D

von DAB-Swiss - am 29.08.2014 15:36
Zitat
Wurlitzer
...

..... Betreibt man den Combiner zum Zusammenschalten - etwa von Zwillingsantennen, fallen die - 3dB natürlich weg, bzw. sie werden zu + 3 dB (zwei Antennen: doppelte Leistung). Die ohmschen Verluste bleiben, womit man in diesem Fall auf 2 ... 2.5 dB Signalanhebung kommt. ....


Hallo Wurlitzer,

darf ich an dieser Stelle kurz einhaken, ich betreibe den Schwaiger Anschlussverteiler ASV49 der normalerweise ein gemeinsames Signal in Radio und TV aufsplittet verkehrt herum, um einen UKW/DAB Tuner mit nur einem Antenneneingang zu betreiben ohne immer an der Antennendose umstecken zu müssen.

[attachment 3724 ASV_49_schwaiger.jpg]

Mit welchen Verlusten muss ich dabei rechnen? Leider benötige ich noch jeweils einen f/f und m/m Adapter damit ich den "Combiner" korrekt einstecken kann.
Danke.

von Seegi - am 02.09.2014 13:51
Zitat
DaPickniker
@Seegi

ich würde an deiner Stelle eine breitbandige Sat Antennendose verwenden . Bei solch einer Dose kannst du dir den Verteiler sparen ( macht pro Zweig ca 3,5 db mehr Pegel = ca. die Hälfte der an der Dose verfügbaren Leistung ) weil aus solch einer Antennendose aus dem TV und Radioausgang das volle terrestrische Spektrum ungefiltert rauskommt ;).

Brauchbare Dosen wären zB die Kathrein ESD 30 oder die Televes SAE302 ;).

Du kannst dir dann aussuchen ob du deinen DAB+ Empfänger am TV oder RADIO Ausgang der Dose anschliesst ;).


Und das gibt es auch für Dosen mit SAT-Anschluss? So etwas suche ich nämlich auch (mit SAT).

von drahtlos - am 02.09.2014 17:23
Die ESD 30 wär´s schon, die hat auch ne nen SAT Anschluss:

http://kathrein.de/fileadmin/media/produkte/imports/sat/anwendungsHinweise/9364672.pdf

Aber mal was anderes gibt es auch Dosen mit vier Anschlüssen? Nur als Beispiel, ich möchte einen hochwertigen Tuner der zwei getrennte Antenneneingänge für DAB und UKW besitzt einen Fernseher mit DVBt und einen Sat-Receiver anschliessen. Wie mache ich das am besten?
Da wäre es schön wenn man ne Dose hätte die jeweils einen Anschluss mit dem richtigen Frequenzbereich bereitstellt, zumal man dann den Empfänger nicht mit unnötigen Frequenzen zumüllen würde...gibt es da was auf dem Markt?

von Seegi - am 02.09.2014 19:13
Hmm...ok. Verstehe was du meinst. Ich kenne jetzt aber keine Dose welche einen reinen Band III ( DAB ) Ausgang hat.

Wenn man aber mit "moderaten" Pegeln bei DAB und UKW aus der Dose rausfährt sollte es mit den typischen Satdosen auch keine Probleme geben wenn UKW und DAB gemeinsam an beiden Buchsen der Dose anliegen.

Wichtig ist dann aber eine sauber eingepegelte Anlage mit gleichmäßigem Pegelverlauf bei DAB, UKW und evtl. vorhandenem DVB-T . Vor allem bei UKW kenn ich da manche krassen Fälle wo Ortssender direkt an der Antenne mit locker 85 dbµV anliegen und den nachfolgenden Mehrbereichsverstärker übersteuern was andere Frequenzbereiche ( DAB,DVB-T ) in Mitleidenschaft zieht und sich in solch einem Fall mit einer selektiven Dose auch nichts ändert.

Als einzig gute Lösung bieten sich dann UKW Sperrkreise an . Da gibt es dann auch keine Übersteuerung im DAB Bereich durch starke UKW Sender direkt im Tuner auch wenn dieser einen gemeinsamen Antenneneingang hat ;).

von DaPickniker - am 02.09.2014 23:44
Das mag ja alles sein, aber wenn ich wie im Scenario oben beschrieben vier Antenneneingänge habe und nur drei Ausgänge an der Buchse (sowas wie die Televes SAE 402 nutzt mir mit zwei Sat-Ausgängen ja auch nichts), oder anders ausgedrückt wenn ich mal SAT außen vor halte, wenn ich drei terrestrische Eingänge und nur zwei Ausgänge habe wie löse ich das dann am und mit was?

Weil nehme ich z.B. ESD30, dann brauche ich ja für den Tuner auch wieder meinen Anschlussverteiler ASV49 (nur diesmal richtig herum), weil ein simples T-Stück - wenn man Wurlitzers Beitrag oben liest - ist ja auch nicht so optimal.

Für Dosen wie die ESC30 bin ich über dieses Ding http://www.ebay.de/itm/120603621680 gestolpert, allerdings bringt man dann den F-Stecker für Sat nichtmehr richtig rein...:(


Eine ordentliche Lösung gibt es auf dem Markt leider noch nicht, ist aber auch kein Wunder gibt´s ja auch nur eine Hand voll ordentlicher Tuner....

von Seegi - am 03.09.2014 06:44
Habe gerade nochmal überlegt

Wenn SAT nicht gebraucht wird könnte man es mit einer selektiven BK Modemdose ( Multimediadose ) versuchen ( Stichdose Kathrein ESM 40 4 db ).

Bei solchen Dosen liegt am Modemausgang das volle Spektrum ( ausser UKW ) an. Am TV ausgang nur Band III, S02-S41 ( welche bei Terrestrik unwichtig sind ) und UHF. Am UKW Ausgang ausschliesslich Band II.

D.h... Dab Tuner an den Modemausgang. TV Ausgang für DVB-T und Radio an UKW.. Sat bleibt dann halt aussen vor...


Nunja wenn du eine ESD 30 nimmst und von den terr. Ausgängen der Dose direkt in die beiden Antenneneingänge des Tuners gehst funktioniert das schon... Allerdings brauchst dann für DVB-T ( wenn vorhanden und gebraucht ) den von dir genannten Aufsteckverteiler
da hast du schon recht ;)

Diese simplen T-Stücke aus dem Baumarkt( welche Wurlitzer schon angesprochen hat ) taugen auch nix. Da is meistens nur ein Stück Draht drin und durch die fehlende Entkoppelung passt auch der Wellenwiderstand nicht mehr wodurch es zu Stehwellen/Reflexionen kommen kann und diverste Frequenzen zu stark bedämpft werden was durchaus Probleme machen kann.

von DaPickniker - am 03.09.2014 12:17
Habe meine Antenne in Amden umgebaut, Herausforderung war, ohne Richtungsänderung (Rotor) und mit geringem Antennenaufwand möglichst viele Programme zu empfangen
- mit einem vertikalem Dipol (Wittenberg WB 301) ging es am besten.

Empfange nun 157 Programme (inkl. Doppelbelegungen) mit sauberem Audio (Signalstärke 75-100%):

5 C Bundesmux
7 A SMC 03
7 D SMC 02
8 B SMC 03 BE-FR
8 D SWR BW
9 A Digris D04
9 D SMC 02 Ostschweiz
10 B RMS F02
11 B SWR Digital Radio Südwest
11 D Bayern
12 A SSR F01
12 C SRG D01
12 D SRG GR

Beim Bundesmux, Westschweizer RMS, und SWR Südwest gibt es allerdings zeitweise Pegelschwankungen und vereinzelt auch Aussetzer.
Vermutlich ist das auch auf die gegenwärtig starke Sonnenaktivität zurückzuführen.

Aufgrund der Kanal-Interferenz mit SRG Graubünden (12D) ist Bayern Digital nicht empfangbar.

von Westwind - am 11.09.2014 21:37
Zitat
DAB-Swiss
Gerade beim durchzappen meiner DAB-Programme wieder ein interessantes Programm aus Deutschland gefunden: New Pop Festival. Ein Sonderprogramm von SWR3 zum gleichnamigen Festival. Offensichtlich ist das Programm vom 11. bis 14. September im SWR-Ensemble aufgeschaltet. :-)


Das Sonderprogramm New Pop Festival wird im ganzen Südwesten, also Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, auf den entsprechenden Muxen verbreitet. Kurzlabel ist NEW POP, Langlabel NEW POP FESTIVAL. Gesendet wird mit 72kbps. Tagsüber wird SWR3 in der jeweiligen Landesversion übernommen, abends kommen dann Konzerte.
Warum schafft sowas nicht auch mein Heimatsender hr? Platz wäre noch genug. Der Mux für Rheinland-Pfalz reicht auch ganz gut ins Sendegebiet des hr.
Schönes Wochenende
Reinhold

von Reinhold Heeg - am 12.09.2014 15:06
Zitat
Westwind
.........
Aufgrund der Kanal-Interferenz mit SRG Graubünden (12D) ist Bayern Digital nicht empfangbar.


So, dieses Problem sollte nur noch bis maximal 29.05.2015 dauern, denn die RTR hat dem BR die Bewilligung für den Wechsel von 12D auf 10D auf dem Pfänder erteilt und folgendes erwähnt:

Die Befristung der mit Bescheid vom 28.11.2013, KOA 1.004/13-003
erteilten Bewilligung zur Errichtung und zum Betrieb der Funkanlage
„BREGENZ 1 – Pfänder Kanal 12D“ wird zur Umstellung des Kanals von
12D auf 10D dahingehend abgeändert, dass die Bewilligung der Errichtung
und des Betriebs der Funkanlage „BREGENZ 1 – Pfänder Kanal 12D“ bis
29.05.2015 befristet
wird.

von drahtlos - am 27.03.2015 23:07
Hmmm, bin wieder einmal mit Ziel Bundesmuxx-Empfang am Basteln und nicht sonderbar zufrieden. Nach dem Studium von diverser Fachliteratur, habe ich nun die zwei Koax-Kabel zwischen Antenne und 2-fach Verteiler genau gleich lang gemacht. Dazu habe ich ein auf 120db abgeschirmtes Kabel gekauft. Resultat: der Empfang ist schlechter als vorher!

Ebenfalls habe ich den Axing-Verstärker im Verdacht, dass er mit dem Signal mehr Probleme macht als verstärkt. Ein guter Empfang ist nämlich nur möglich, wenn ich so lange an den Kabeln ruckle, bis sie genau in einer bestimmten Stellung liegen. Die Kabel habe ich bereits mehrmals überprüft und ausgewechselt, aber mit dem Verstärker hüpft die Siganlstärke beispielsweise beim SWR-Ensemble zwischen Emfpangsqualität 20 und 70% hin und her. Meine Antennenanlage ist also alles andere als optimal eingerichtet und irgendwie muss ich nun noch herausfinden, wo ich die grössten Signaleinbussen produziere...

von DAB-Swiss - am 04.11.2015 14:27
Die Qualität des Antennenverstärkers ist genau so wichtig wie die Antenne selbst.

Das ist ein guter DAB-Verstärker (Abbildung/Link unten), rauscharm und gross-signalfest, auch in der Schweiz erhältlich. Zusammen mit einem vertikal montierten Dipol auf dem Dach empfange ich zwischen 120 und 180 DAB-Ensembles.
Einige davon sind aber wetterabhängig (BundesmuxX 5C, SWR 11B, Bayern 10D und 11D). Bei Nebellagen kommen noch ein paar dazu (Augsburg, Hessen usw.)

Nach dem Ausbau in Süddeutschland (Sender Hochrhein, Donaueschingen, Ravensburg, Höchsten usw.) dürfte sich der Empfang des Bundesmuxx auch bei uns deutlich verbessern.


http://www.conrad.ch/medias/global/ce/5000_5999/5000/5030/5031/1330843_BB_00_FB.EPS_1000.jpg

von Westwind - am 04.11.2015 20:17
Ich habe den Axing Antennenverstärker auch im Einsatz.
Bei Radioprogrammen, welche am Standort der Antenne mit dem microspot RA 318 einen Gewissen
Pegel an der Teleskopantenne bringen, läuft dann Drinnen mit dem Angeschlossenen Microspot RA 319 das Programm
mit Audio.
Der von @ Westwind vorgeschlagene Verstärker dürfte Besser sein. Ich glaube aber nicht, dass Dieser
mit den Schwachen 11 B DRS BW Dauerhaft mit Audio in die Stube bringt.

Denn zum Ersten ist beim 11 B an Empfängern mit Teleskopantenne Draussen manchmal kein Pegel.
Zum Zweiten muss Ich das Signal per Flachband- Fensterdurchführung in die Stube einleiten.
Das dämpft das Signal doch Deutlich.
Bei Allen Anderen Dauerhaft Vor Ort Empfangbaren Muxen ist die Aktuelle Empfangskonfiguration
Optimal genug.
Was mir Fehlt wäre ein Rauscharmer VV Ferngespeisst per Antennenleitung für Aussenmontage bzw.
Wenn er klein genug ist passt der VV eventuell sogar in die Antennendose der Telanor 4 Element K 5- 12 Antenne hinein.
Gibt es das Überhaupt ? Ich habe bisher auch nicht Danach gesucht.....

von RADIO354 - am 04.11.2015 21:58
Zitat
DAB-Swiss
Ebenfalls habe ich den Axing-Verstärker im Verdacht, dass er mit dem Signal mehr Probleme macht als verstärkt.


Gut möglich. Vermutlich hat er ein Rauschmass von 6 oder 7dB. Da geht ein schwaches Signal buchstäblich im Rauschen unter.

Oft ist eine Einzelantenne mit rauscharmem Vorverstärker im Anschlusskästchen effizienter als eine Zwillingsanordnung mit passiver Zusammenführung (-3dB) und nachgeschaltetem "Rauschgenerator".

Was den 5C angeht, würde ich jetzt sowieso noch einen Monat warten, bis alle Standorte an der deutschen Südgrenze in Betrieb sind. Eventuell ist dann gar kein grosser Aufwand mehr nötig.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 05.11.2015 05:10
@Westwind: Ja, diesen Verstärker von Wittenberg und den HUMAX HHV 30 habe ich gestern bestellt, um zu vergleichen. Danke für den Tipp. Werde die Verstärker dann in einem Testbericht gegenüberstellen, damit andere auch von den Erfahrungen profitieren können.

@Rolf: Ja, da hast Du recht. Aber bevor ich nur Ansatzweise versuchen kann, den Bundesmuxx reinzubekommen, muss erstmal der SWR vom Feldberg mit an die 100% Signalqualität ankommen. Sonst wird das nichts. Dann bleibt bloss noch die Frage, ob ich die Anlage horizontal oder vertikal polarisiert belasse. Bis jetzt bewährt sich horizontal gut, weil der Feldberg das schwächste Signal liefert, manchmal auf Kosten des SMC Nordschweiz Ensembles.

Eventuell versuche ich es mal sogar mit der Zusammenschaltung von drei Antennen, wenn dies überhaupt empfehlenswert ist. ;)

von DAB-Swiss - am 05.11.2015 06:18
Gestern habe ich übrigens die ganze Sache auch noch einmal mit und ohne Verstärker durchgetestet. Resultat: keine Veränderung beim Nordschweiz-Ensemble (Signalqualität zwischen 40 und 60%). Gleiche Empfangsstärke mit und ohne. Beim SWR-Ensemble war ohne Verstärker jedoch nur ein stotterndes Signal möglich, mit Verstärker lief Audio ohne Unterbrüche. Aufgefallen ist mir jedoch, dass der Empfangspegel auch ohne Verstärker sehr stark auf und ab springt, zwischen 30 und 80%.

Dann machte ich auch noch den Test mit nur einer Antenne "standalone". Das geht beim Nordschweiz-Ensemble mit und ohne Verstärker recht gut, aber beim SWR habe ich mit einer Antenne keine Chance.

Also, wir schauen mal... :rolleyes:

von DAB-Swiss - am 05.11.2015 08:59
@DAB-Swiss:
Das weiss ich leider gar nicht. Meine Erfahrungen waren noch zu DAB-alt-Zeiten, mit dem Pure Evoke 1-XT-Triband. Das hatte noch die auf einer F-Buchse aufgeschraubte Teleskopantenne. Fand ich damals eine pfiffige Idee, so konnte man das Radio sowohl an der Teleskopantenne, als auch an einer Dachantenne betreiben. Leider war das Ding nicht DAB+tauglich und dient heute einer Freundin als UKW-Kuechenradio.
Der Eltax Tangent (stationaerer Tuner) war halt eine ziemlich taube Nuss, entsprechend weit aufgedreht waren meine Verstaerker. Als ich dann mal das Pure hatte, wunderte ich mich total ueber den deutlich schlechteren Empfang, bis ich dann drauf gekommen bin, mal die Verstaerkung zurueck zu drehen. Ich hab das Pure mit der hohen Verstaerkung einfach total ueberfahren, es reichte dafuer dann auch 1 Verstaerker locker aus.

Meine Erfahrungen zeigen halt, dass man selbst bei tauben Tunern mit einer Verstaerkung der Signale oft noch was rausholen kann, und dass es vermutlich fuer jeden Tuner eine andere Feinjustierung der ganzen Kette braucht.

von Habakukk - am 05.11.2015 10:27
So, ich kann die Katze schon einmal aus dem Sack lassen. Heute habe ich die zwei neuen Antennenverstärker erhalten und natürlich sofort erste Tests durchgeführt, mit überraschendem Resultat. 1. Verstärker: Axing TVS 5-00 Mehrbereichsverstärker (den hatte ich bislang im Einsatz). 2. Verstärker: Wittenberg DAB+ Verstärker. 3. Verstärker: Humax HHV 30 Hausverstärker. Das klare Verdikt lautet: Sieger ist mit Abstand der Wittenberg. :spos:

Getestet habe ich mit dem SWR-Ensemble auf Kanal 8D, dem schwächsten bei mir empfangbaren Signal. Mit dem Axing ist eine maximale Signalqualität von 73% möglich, bei sehr grossen Schwankungen. Der Humax bringt es immerhin sogar auf maximal 81%. Der Spitzenreiter von Wittenberg auf erstaunliche 100%. Mit letzterem ist auf Kanal 5C sogar ein ganz schwaches Signal des Bundesmuxx auszumachen. Somit ist klar, mit was ich in Zukunft arbeiten werde.

Ausführlicher Bericht folgt in Kürze auf der Homepage, www.dab-swiss.ch.

Nächster Test: Empfangsqualität mit drei statt zwei Antennen! :D

von DAB-Swiss - am 06.11.2015 20:43
Zitat
DAB-Swiss
@Westwind: Ja, diesen Verstärker von Wittenberg und den HUMAX HHV 30 habe ich gestern bestellt, um zu vergleichen. Danke für den Tipp. Werde die Verstärker dann in einem Testbericht gegenüberstellen, damit andere auch von den Erfahrungen profitieren können.

@Rolf: Ja, da hast Du recht. Aber bevor ich nur Ansatzweise versuchen kann, den Bundesmuxx reinzubekommen, muss erstmal der SWR vom Feldberg mit an die 100% Signalqualität ankommen. Sonst wird das nichts. Dann bleibt bloss noch die Frage, ob ich die Anlage horizontal oder vertikal polarisiert belasse. Bis jetzt bewährt sich horizontal gut, weil der Feldberg das schwächste Signal liefert, manchmal auf Kosten des SMC Nordschweiz Ensembles.

Eventuell versuche ich es mal sogar mit der Zusammenschaltung von drei Antennen, wenn dies überhaupt empfehlenswert ist. ;)




Land Kanal Sendername Status ERP H ERP V StOHöhe AntHöhe Polaris AntChar Datum Änd
D BW 5C Feldberg (Schwarzwald) A4 34.8 1480 62 H N 19.10.2015



Der Bundesmuxx 5C vom Feldberg wird nur Horizontal optimal zu empfangen sein. Vertikal geht kein Signal raus! Ich nehme an, das SWR-Ensemble 8D wird weiterhin auf Horizontal belassen?

von Mike - am 09.11.2015 19:57
Hallo Zusammen,

Der Wittenberg DAB+ Verstärker ist schon Eingetroffen und läuft schon.
Zunächst war die Signalqualitätsanzeige auf dem 11 B nach dem Umbau um einiges Schwächer.
Aber Ich habe Den einfach laufen lassen und nun ist die Signalqualitätsanzeige etwas Höher als mit
dem Axing.
Die Bedingungen sind offensichtlich auch nicht im Normalzustand. Der 11 B ist Heute viel Stärker
Vergleichen kann Ich es Erst dann wenn der 11 B wieder den Normalen, kaum Vorhandenen Pegel
aufweisen wird. Dann wird sich Zeigen ob der Wittenberg das Nutzsignal noch ausreichend Verstärken
kann.
Aussen am Gebäude sind momentan auch Bauarbeiten im Gange, es sind Diverse Maschinen in Betrieb
und einen Einfluss dieser Baumaschinen auf die Empfangsanlage möchte Ich nicht ausschliessen.
Einen Kaskadierungstest Beider Verstärker könnte Ich auch noch in Betracht ziehen da Ich ja wieder
2 Empfänger an der Antenne haben will.
Somit kann Ich die Verteilverluste kompensieren.

von RADIO354 - am 11.11.2015 14:42
Hallo Zusammen,

Ich habe Nochmals den 11 B Empfang mit den Antennenverstärkern von Wittenberg und Axing getestet.
Das Ergebnis habe Ich auf den 2 angehängten Bildern Dokumentiert :
Bild 1 Empfang mit dem Wittenberg Verstärker :

[attachment 6256 P1010117.JPG]

Auf dem Bild 2 folgt der Axing :

[attachment 6257 P1010116.JPG]

Wir sehen, dass der Axing einen Höheren Wert in der Signalqualität bringt.
Erwartet hätte Ich eher das Gegenteil.
Heute gegen 14:00 Uhr war der Wert beim Wittenberg- Verstärker noch etwas Schwächer, zum
Teil unter 40 % und Aussetzern beim Audio.
Ich habe insgesamt 4 x die Antennenverstärker gewechselt. Der Axing zeigte immer die Höhere
Signalqualität auf dem 11 B an. Ich habe nun wieder den Axing am laufen.

Der Wittenberg scheint aber nicht kaputt zu sein.
Ich habe eine Zimmerantenne an den Wittenberg angeschlossen und konnte bei Eingeschaltetem
Wittenberg Verstärker den Bundesmux auf 5 C einwandfrei empfangen. Bei Ausgeschaltetem
Wittenberg Antennenverstärker verschwand das Signal.

von RADIO354 - am 12.11.2015 15:35
@ DAB- Swiss,

Ich habe den Axing TVS 5-00 Mehrbereichsverstärker Hier.
Das sollte das Gleiche Modell sein was Du auch genutzt hast.
Die Praxis verhält sich nicht immer wunschgemäss. Für den Wittenberg werde Ich mir noch eine Arbeit
suchen, kommt darauf an wie der 5 C ab dem 17. Hier " Einschlagen " wird.
Ich fürchte der Sensia wird den nicht Ohne Nachhilfe empfangen und dann werde Ich den Wittenberg
einsetzen. Aber jetzt ist abwarten angesagt.

Mir sind 3 Zusammengeschaltete Antennen für Derartige Zwecke bisher nicht bekannt.
Ich bin immer von Geraden Zahlen dabei ausgegangen, eben 2, 4 oder auch 8 Antennen. Aber mit 3
Antennen hätte Ich von mir aus nie etwas probiert.

von RADIO354 - am 12.11.2015 16:43
Hallo,

da Anbieter von terrestrischen Antennen und Verstärkern immer weniger werden, muss man sich ja inzwischen in halb Europa umschauen. In UK gibt es "Fringe Electronics Ltd" Die haben "Masthead Amplifiers" im Programm. Zum Beispiel: Modell VHF1220-3 mit 20dB Verstärkung bei 1,8dB Rauschmaß zum Preis von £ 17.26 + Shipping.

Link: http://www.fringeelectronics.co.uk/standardrange.html oder bei E-Bay (260996658142)


Bei "pausat" gibt es 14 Elemente VHF Langyagi für 26,00 € + Versand (Versand nach CH anfragen)

Link: http://www.pausat.de/catalog/product_info.php/dab-antenne-1411-p-72

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 22.11.2015 17:49
Weiß eigentlich jemand, warum die DAB+- Sender teilweise horizontal, teilweise vertikal und teilweise horizontal UND vertikal senden? Der Sender Witthoh (hier bei mir in der Nähe) sendet den SWR vertikal, der Sender Donaueschingen ( "Fürstenberg" ) sendet den Bundesmux horizontal und vertikal.

Wie werden eigentlich die Schweizer Programme gesendet - vertikal, horizontal? Vielleicht baue ich mir hier auch 'mal eine Antenne für den DAB- Radioemfang (für das schweizer Ensemble) an meinen Balkon....muß ich diese dann vertikal oder horizontal montieren?

Die vertikale Anordnung bringt ja evtl. Verbesserungen bei Empfang mit Stabantennen (ist das wirklich so?), aber der Nachteil ist ja die Montage von (größeren) Außenantennen, da ja hier (wenn keine Vormastmontage möglich) der Antennenmast (ist ja meist metallisch) störend sein kann.

Ich kenne das zumindestens von früher, als im Band III das 1. Programm (bei mir das DDR-Fernsehen...) vertikal sendete und es hier zu Reflexionen kam. Faustregel war, dass der Mast bei vertikaler Montage immer mindestens 1...2 Dipollängen vom Mast entfernt mit einem Ausleger befestigt werden sollte, das ist dann manchmal mechanisch ein wenig aufwendig...

Übrigens bin ich im Internet 'mal auf eine slowenische Seite gestoßen (eine Firma "Iskra Ljubljana" ), in deren Katalog gibt es eine ziemlich große VHF- Antenne Typ "VF-13" (über 2m lang), diese scheint nach den dort angegebenen technischen Daten "ziemlich leistungsfähig" zu sein. Kennt jemand diese Antenne?

von alf - am 29.12.2015 08:29
Zitat
alf
Weiß eigentlich jemand, warum die DAB+- Sender teilweise horizontal, teilweise vertikal und teilweise horizontal UND vertikal senden? Der Sender Witthoh (hier bei mir in der Nähe) sendet den SWR vertikal, der Sender Donaueschingen ( "Fürstenberg" ) sendet den Bundesmux horizontal und vertikal.


Man sagt, die horizontale Polarisation ginge besser durch den Wald. Der Hochrheinsender strahlt 5C nach hinten recht flach in den Schwarzwald, horizontal polarisiert. Nach vorne geht's vertikal relativ steil auf Sicht ins Tal, ohne störende Bäume.

Ob es darum geht? Oder doch wie hier schon mal vermutet darum, dass sich die beiden separaten Antennen für den Hochrhein und den Schwarzwald nicht gegenseitig stören?

von Stefan Heimers - am 29.12.2015 10:19
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.