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DAB UPC BBC Radio 1???

Startbeitrag von woody1 am 12.08.2015 11:36

Nicht schlecht staunte ich gestern, als beim Senderdurchlauf, mitten in der Stadt Luzern,
BBC Radio 1 auf DAB, auftauchte. Plant da UPC etwas, evtl. DAB+ über Kabel?
[attachment 5687 image1.JPG]

Die 50 interessantesten Antworten:

Ich war gestern auch in Luzern; ich habe vor allem im Bereich Fluhmattstrasse-Zürichstrasse bis zur Kappelerbrücke getestet, mit dem hochempfindlichen Microspot RA318, und in diesem Bereich bekam ich keine Spur, nicht ein Balken von einem möglichen Signal auf 5C, geschweige denn etwas zum Einlesen.
In Luzern gibt es aber zwei ursprünglich völlig unterschiedliche Netze von Cablecom; das "normale" und das Würzenbach-Netz.
Vielleicht ist das DAB-Signal wohl nur auf dem einen Netz vorhanden, jedenfalls nicht auf jenem, welches im Zentrum vorhanden ist?

von dxbruelhart - am 19.08.2015 06:20
Ich habe gestern versucht bei der Hauptzentrale per Telefon eine Auskunft zu bekommen, leider auch vergebens. Ich denke über Tests sagt man dort nichts oder man weiss es wirklich nicht, was im Feld passiert. Man müsste wohl eher mit einem Mitarbeiter der UPC-Cablecom-Filiale in Luzern darüber sprechen.

Aber so wie die Bilder hier es zeigen, ist es schon die Cablecom welche etwas neues testet, vermutlich ähnlich wie man es in Lausanne macht. Mal gespannt, ob es bei einem Test bleibt und ob man wirklich im Sinn hat, DAB ins Kabel zu bringen. Vielleicht können auch nicht alle normalen DAB-Empfänger die Codecs decodieren, welche man im Kabel verwendet. Mal schauen, was der woody1 mit dem F-Stecker noch hinbekommt. Spannend bleibt das ganze ja. Kann ja sein, dass man am RadioDay in 7 Tagen mehr darüber erfährt.

von drahtlos - am 20.08.2015 10:07
Und hier kommt die Lösung des Rätsels. UPC Cablecom hat doch noch geantwortet:

"Danke für Ihr Mail. Wir führen tatsächlich lokal in Luzern einige Tests durch. Von Planen kann aber (noch) keine Rede sein. Auch um weitere Details zu nennen, ist es noch zu früh. Wir werden zu gegebener Zeit informieren, falls sich in dieser Hinsicht etwas konkretisieren sollte."

Hoffe, Euch mit diesen Infos zu dienen... :xcool:

von DAB-Swiss - am 24.08.2015 14:26
Zitat
smid
Dann wäre das aber ein Kabelleck, oder?


Kabelleck ja, wenn die Programme angezeigt werden aber kein Audio kommt.
Habe jetzt noch nichts von woody1 gehört, ob er jetzt das Radio direkt an die Antennendose anschliessen konnte. Eigentlich müsste er ja auch Audio empfangen oder bei der UPC in Luzern sind die Coder/Multiplexer (noch) nicht richtig konfiguriert.

von drahtlos - am 25.08.2015 09:21
Hallo Zusammen,

Ich bin neu in diesem Forum.

Gestern (Sonntag 30.8.15) konnte ich bei Bekannten im Maihofquartier (Luzern) den UPC DAB Kabel Test empfangen. :)
Aktuell (30.8.15) werden offenbar folgende 16 DAB+ Programme auf Kanal 5C gesendet.

Bayern 1
Bayern 2
Bayern 3
BBC R 1
France Culture
France Inter
France Musique
Oe 1
Oe 2 Vorarlberg
Oe 3 Hitradio
Rai R1
Rai R2
Rai R3
SWR 1 BW
SWR 2
SWR 3


Im Link ist ein kurzes YouTube Video, welches ich vor Ort gemacht habe.

https://www.youtube.com/watch?v=1JuKWFiF60Q

[attachment 5786 BBC1UPC_DAB.jpg]
[attachment 5787 BBC1UPC_DAB2.jpg]

von DX-radio-CH - am 31.08.2015 20:35
Danke für die Aufnahme und das noch als Neuling hier im Forum!:spos:

Fragen:

- mit Verbindungskabel zur UPC-Kabeldose oder mit Teleskop-Antenne?
- ein Wintal-Radio in der Schweiz? Woher bekommen?

Jetzt warte ich nur noch, bis man auch Slideshows übertragen wird, dann hat DAB-Kabel-Radio endgültig DVB-C Radio abgelöst, zumindest was Auswahl der möglichen Empfänger betrifft.

von drahtlos - am 01.09.2015 10:13
Nicht schlecht! Damit dürfte UPC der erste Kabelnetzbetreiber sein, der einen DAB-Mux selbst zusammenstellt. Bisher kannte ich nur (ganz wenige) Betreiber, die einen terrestrischen Mux 1:1 einspeisen.

Es ist zwar nur ein Test, aber ich hoffe nicht, dass diese 56 kbit/s auch in einem möglichen Regelbetrieb verwendet werden. Eigentlich sollte, selbst bei 16 Programmen, doch eine höhere Bitrate möglich sein. Weiß jemand was zum Fehlerschutz? Den könnte man im Kabel doch ganz runterschrauben und dafür den Programmen mehr Bits geben.

von GLS - am 01.09.2015 11:06
Zitat
drahtlos

Fragen:

- mit Verbindungskabel zur UPC-Kabeldose oder mit Teleskop-Antenne?
- ein Wintal-Radio in der Schweiz? Woher bekommen?


Ich habe die Teleskop-Antenne mit einem Klemmkabel an der UPC Kabeldose angeschlossen. Das Signal kommt übrigens aus der TV-Buchse des Anschlusses und nicht aus der für Radio! (TV: 15/15 schwarze Balken Radio Anschluss: nur 6/15)

Den Radio habe ich über Ebay gekauft. Der Versand ist zwar recht teuer, der Empfang jedoch super.:-)


Beim Thema Fehlerschutz kann ich leider nicht weiterhelfen.

von DX-radio-CH - am 01.09.2015 11:58
Ja, ich wusste, dass das Gerät aus Australien stammt. Aber das ein Forum-Neuling so etwas aus Australien bestellt, hat mich schon etwas erstaunt. Die Portokosten waren ja hier im Forum mehr oder weniger bereits diskutiert worden..

Das spricht ja mal direkt dafür 100 Geräte zu importieren. Das Porto dürfte dann aber nicht das 100-fache betragen.....

Das mit den ersten 8 Sekunden im Video habe ich wohl verpasst - sorry

von drahtlos - am 01.09.2015 17:28
Offenbar macht UPC jetzt ernst

Damit Sie in Zukunft vom neuen DAB+ Radiostandard profitieren können, kommt es zu Umstellungen bei den TV-Sendern. Dafür bitten wir Sie um Verständnis. Sollten Ihnen nach dem 7. September plötzlich Sender fehlen, erfahren Sie hier, was zu tun ist. Klicken Sie einfach auf die Empfangsart, die Sie nutzen:


Quelle:
https://www.upc.ch/de/support/produktuebersicht/fernsehen/change/

von smid - am 08.08.2016 13:54
Das Öffnet 2 Möglichkeiten :

1. die UPC stellt Diverse TV Kanäle um auf Diesen DAB+ auszukabeln.
Ich könnte also meine DAB+ Geräte an die Kabeldose Stöpseln und könnte Radio via Kabel hören
Ohne eine Zwischengeschaltete Konverterbox.
Nachteil : Eventuell niedrigere Bitraten wie bei DVB- C das könnte den Klang schmälern.

2. Es gibt Interferenzen zwischen den Kabelsignalen und den Terrestrischen DAB+ Programmen.
Die UPC ändert deshalb die Kanalbelegungen.

Mal sehen was es wird....

von RADIO354 - am 08.08.2016 14:06
DAB kann also auf 178 und 186 MHz kommen, da können acht Ensembles mit maximal je 24 Programmen drauf kommen - also 192 Programme sind maximal möglich. Auf dem Kabel sind so viele Programme möglich, weil es keinen Fehlerschutz braucht - und mit guten Encodern braucht man sich nicht zu fürchten, dass es eine schlechte Tonqualität gäbe.
Wird DAB dann wohl schon zum Change Day im September aufgeschaltet - vielleicht nur als Test, noch nicht offiziell?

von dxbruelhart - am 09.08.2016 04:55
Davon gehe ich auch erst mal aus. Eventuell werden ja schon mal die Testmuxxe aufgeschaltet, die in Teilen Luzern bereits aufgeschaltet zu sein scheinen.
192 (theoretische) Programme sind letztlich recht ordentlich, auf DVB-C werden von UPC aber bereits heute über 200 Programme übertragen, die verschlüsselten Stingray-Kanäle (ex-MusicChoice) noch nicht mitgerechnet.

Ich hoffe mal, dass die geplanten DAB+-Kanäle keinen Abbau des DVB-C-Angebots zur Folge haben. Im Gegenteil würde ich mir wünschen, dass auch bislang nicht via DVB-C empfangbare DAB+-Programme 1:1 ab Antenne "umgemuxxt" und in UPC-eigene Ensembles verpackt werden, so z.B. die Programme aus dem Bundesmuxx, den Digris-Inseln oder den an den Grenzen zur Lombardei, Südtirol und Vorarlberg/Bayern empfangbaren DAB+-Ensembles.

von Wrzlbrnft - am 09.08.2016 06:45
Aber der Otto-Normalverbraucher müsste schon wieder in die Tasche greifen.
Ist er dazu bereit? Zudem hat sich die Streaming-Variante in den eigenen vier Wänden doch schon recht gut durchgesetzt. Mit dem Yamaha CD-NT670D kann ich alles empfangen (FM und DAB+aus der Steckdose, Streaming etc.). Aber sonst gibt's neben einem Gerät von Onkyo und eines DAB+Tuners von Yamaha reichlich wenig für den DAB+-Heimgebrauch aus der Steckdose. Da müsste UPC etwas nachhelfen, wollen Sie DAB+ für zu Hause wirklich pushen.

von woody1 - am 09.08.2016 07:05
Indem sie diese Empfangsmöglichkeit überhaupt anbieten, dürfte sich mittelfristig durchaus etwas am Gerätemarkt tun. Gut möglich auch, dass die Erfahrungen in der Schweiz in wenigen Jahren auch in UPC-Netzen anderer Länder ihren Niederschlag finden, etwa in den sehr kabelradio-affinen Niederlanden. Es geht letztlich wohl auch darum, das UKW-Band für Breitband-Internet (DOCSIS 3.1) freizuschaufeln. Diesen Bedarf wird man nicht nur in der Schweiz haben.

von Wrzlbrnft - am 09.08.2016 07:35
Zitat
Wrzlbrnft
Indem sie diese Empfangsmöglichkeit überhaupt anbieten, dürfte sich mittelfristig durchaus etwas am Gerätemarkt tun. Gut möglich auch, dass die Erfahrungen in der Schweiz in wenigen Jahren auch in UPC-Netzen anderer Länder ihren Niederschlag finden, etwa in den sehr kabelradio-affinen Niederlanden. Es geht letztlich wohl auch darum, das UKW-Band für Breitband-Internet (DOCSIS 3.1) freizuschaufeln. Diesen Bedarf wird man nicht nur in der Schweiz haben.

Aber ich dachte Glasfaser ist die Zukunft des Internets!
Ist ja eh schneller!

von RadioZombieCH - am 09.08.2016 07:50
Wieso muss sich etwas am Gerätemarkt ändern ? Es gibt inzwischen viele Micro-Hifi Anlagen mit DAB+ Tuner von verschiedenen Herstellern (Philips, Denon, Panasonic, Sony etc).
Man muss einzig darauf achten dass ein external Antennenanschluss vorhanden ist, also keine eingebaute Antenne oder fest angeschlossene Wurfantenne.
Allerdings haben die meisten Geräte einen F-Anschluss für die Antenne, hier braucht es einen Adapter (F zu IEC) zum Anschluss an die Kabeldose.

von PeterA - am 09.08.2016 13:18
Zitat
RadioZombieCH
Aber ich dachte Glasfaser ist die Zukunft des Internets!
Ist ja eh schneller!


Mag sein. Aber schau dir mal an, wo Glasfaser bislang überhaupt verfügbar ist. Selbst in meiner Gemeinde gleich neben Basel gelegen wird es wohl noch auf Jahre hinweg kein Glasfaser geben. Swisscom hat kein Interesse und die Gemeinde möchte ihr eigenes Kabelnetz nicht konkurrenzieren, also wird auch da kein Ausbau forciert.

Im Übrigen müsste auch UPC erst mal neue Glasfaserleitungen legen, um echten Glasfaser-Speed (1 Gbit/s synchron wie bei Init7) zu erreichen. Über den DOCSIS-3.1-Standard lassen sich solche Geschwindigkeiten auch in Kabelnetzen nach bisherigem Ausbaustandard erreichen.

@dxbruelhart: Warum kann ein "DAB+-C-Ensemble" nur auf den von dir genannten zwei Frequenzen aufgeschaltet werden? Stehen da nicht noch mehr zur Verfügung?

von Wrzlbrnft - am 10.08.2016 12:24
Hallo Zusammen,

Ich habe Heute mal den Microspot RA 319 an die Kabeldose ( UPC Netz Chur ) gestöpselt.
Sowohl an der Radio- als auch der TV Buchse wurde nach DAB+ Programmen gescannt.
Eingelesen wurde Nichts...villeicht noch Nichts ?
Mal schauen was UPC aus DAB+ im Kabel machen wird. Das DVB- C Angebot nutze Ich Selten.
Ein Attraktives DAB+ Angebot via Kabel könnte mich schon veranlassen die Stereoanlage dran zu
hängen.
Auf der Internetseite von UPC ist nichts von einer Auflistung Geplanter DAB+ Programmen zu finden.
Man räumt wohl zunächst nur die TV Kanäle ( auf ).

von RADIO354 - am 13.08.2016 15:21
Die Cablecom teilt mit (hier hängen solche Infoblätter herum):

Änderung des Radiostandards

UPC Cablecom passt am 07.09.2016 den Radiostandard an….

Medienmitteilung UPC Cablecom:

Die Zukunft ist rein digital – wir bereiten das Kabelnetz für Sie darauf vor.
Wie Sie vielleicht bereits aus den Medien vernommen haben, wird der schweizweite Radioempfang in den nächsten Jahren schrittweise auf den neuen Radiostandard DAB+ umgestellt. UPC bereitet schon heute die Infrastruktur vor, damit Sie und Ihre Bewohner in Zukunft den neuen Radiostandard DAB+ auch über den Kabelanschluss nutzen können.

Am 7. September 2016 zwischen 8.00 und 17.00 Uhr werden diverse Frequenzanpassungen vorgenommen. Diese erfolgen automatisch, d.h. wir bieten hierfür keine Techniker auf. Dabei kommt es zu Umstellungen bei den TV-Sendern. Alle Infos und eine Schritt für Schritt-Anleitung erhalten Sie ab dem 8. August unter upc.ch/umstellung.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Fernsehdienste in Ihrer/Ihren Liegenschaft/en während der Umstellung von Unterbrüchen betroffen sein können. Falls Sie eine DigiCard oder einen Fernseher ohne zusätzliches Empfangsgerät nutzen, ist am 7. September nach 17.00 Uhr ein Sendersuchlauf notwendig. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Kunden über die bevorstehenden Änderungen rechtzeitig zu informieren.

Sollten Sie weiteren Fragen zu dieser Umstellung haben, stehen Ihnen Ihr zuständiger Key Account Manager sowie unser Grosskundenteam (grosskunden@upc.ch) gerne zur Verfügung. Bei technischen Fragen steht Ihnen unsere Hotline unter 0800 66 88 66 zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude und gute Unterhaltung.
Freundliche Grüsse
Ihre UPC

von dxbruelhart - am 18.08.2016 08:00
Die UPC wird in absehbarer Zukunft das analoge Radio durch DAB ablösen im Kabel; es werden künftig etwa 70 Programme via DAB+ angeboten, dies verkündete Jürg Aschwanden, UPC, am Swiss Radio Day gestern im Kaufleuten in Zürich; die Cablecom wird DAB-Empfänger anbieten, die eine Antennensteckdose fürs Kabel wie auch eine Teleskopantenne haben werden. Dieser Wechsel wird nicht sofort über die Bühne gehen, die UPC will das ganze erst ausführlich testen; ich rechne bald mit der Aufschaltung der DAB+ Programme, aber da wird es noch eine Weile, vielleicht auch bis zu einem Jahr eine Parallelphase geben, danach werden die UKW-Programme im Kabelnetz abgeschaltet.

von dxbruelhart - am 26.08.2016 05:45
Wahrscheinlich ist der Ersatz von Kabel UKW durch diese 70 Programme angedacht.
Via Kabel UKW kommen so um die 40 Programme herein.
Wahrscheinlich wird DVB- C auch weiterbestehen, :spos: da sind ja Heute schon weit mehr als 70 Programme vorhanden.
Die Entscheidende Frage wird sein, welche Programme die UPC für DAB+ hernehmen wird. Auf Jeden
Fall die Heute auf Kabel UKW vorhandenen plus X.

von RADIO354 - am 26.08.2016 14:21
Also habe Ich mal durchgezählt :

Alle Dopplungen, Regionalprogramme und Simulcast gesendeten Programme zählte Ich nur einmal.
Dann kann Ich mit Teleskop/ Aussenantenne 69 DAB+ Programme aus der Luft holen.
Nehme Ich noch den Wackligen 11 B dazu, welcher Mittags oft schwächelt, sind es 82 Programme.

Da UPC DAB+ als Ersatz für Kabel UKW verwenden wird kann Ich von der DAB+ Auskabelung Diverser
Programme aus Österreich ausgehen. Deswegen zähle Ich noch die 7 vor Ort Einwandfrei Empfangbaren
UKW aus Österreich dazu und habe Gesamthaft 89 Terrestrische Programme.
Trotzdem bin Ich auf das Geplante Sortiment der UPC gespannt. Unter Umständen kann man ja
Kombinieren.

von RADIO354 - am 27.08.2016 13:57
Ich rechne nochmals ein bisschen. Basis ist das Netz Zürich.
Lausanne hat etwa 80 DAB+ Programme im Kabel und nutzt 5A/B/C/D
5A ist bei 174 Mhz, 12D ist auf 229.
Zurzeit hat UPC Muxe auf 170, 194, 202, 210,218 und 226.
Dann ist mit kleinen Ausnahmen ziemlich alles belegt bis 586.
Laut meinem Modem ist der Downstream von 594 bis 714.
Jetzt ist die Frage wohin UPC die Sachen hinschieben wird. Wenn man schon Change Day macht, wird man wohl 170, 194 und 202 verschrieben. Dann hat man doch einiges an Platz. Kanäle die schon belegt sind wie ein 5C wird man wohl nicht nutzen. Aber 5A/B/D ginge.
Schauen wir mal, was am 7. September belegt ist.

von smid - am 28.08.2016 07:46
@drahtlos:
Ich denke mir halt, dass ein Kabelanschluss ja etwas ist, wo ein DAB-Ensemble konstant mit starkem Signal ankommt, da braucht man ja praktisch keinen Fehlerschutz mehr.

Ohne Fehlerschutz geht es nicht, aber man könnte halt so weit runter gehen wie möglich. Würde man z.B. in EEP-4A statt EEP-3A senden, dann würde man nur noch 2/3 des Platzes belegen und könnte mehr Audiodatenrate spendieren (statt 56kbps wären gut 80kbps möglich), oder mehr Programme unterbringen. Alternativ ginge sogar EEP-4B, dann wären bei der Audiodatenrate aber nur noch Vielfache von 32kbps möglich.

von Habakukk - am 13.09.2016 11:45
Zitat
dh5ym
Mich würde mal interessieren, ob die Kanäle so bestehen bleiben. In dem Fall müsste man ja spezielle Radios dazugeben, die die Kanäle auch empfangen können.
Gibts da Verlautbarungen zu ?


Das wäre aber eigentlich nicht Sinn der Sache. Da wären spezielle DVB-C-Radioempfänger, wie sie UPC Österreich anbietet, viel sinnvoller. Die Idee soll ja wohl sein, dass man normale DAB-Empfänger am Kabelanschluss nutzen kann, so wie bisher schon UKW-Radios.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 15.09.2016 10:42
Die Kanäle bleiben wohl nicht so bestehen. Sonst würden ja praktisch keine DAB-Radios diese Programme empfangen können.

Ich empfange im Moment auf jedem der 4 gescannten Kabel-Kanäle die gleichen Programme:

BBC Radio 1
BBC Radio 2
BBC Radio 3
BBC Radio 4 FM
BBC Worldservice
Bayern 1
Bayern 2
Bayern 3
France Culture
France Inter
France Musique
Oe 1
Oe 2 Vorarlberg
Oe 3 Hitradio
Rai Radio 1
Rai Radio 2
Rai Radio 3
SWR 1 BW
SWR 2
SWR 3

Alle mit / HE-AAC v1 / 56kbit/s / EEP 3-A (ich dachte alle werden unterschiedlich senden - kommt vielleicht noch).

von drahtlos - am 15.09.2016 10:58
Die Frequenzen wurden offenbar relativ zu den Kabel-Sonderkanälen S14 aufwärts gewählt. Die Abstände sind quasi identisch zu den normalen Abständen der bekannten Kanäle 5A-12D.

Im Prinzip sind das von den ehemaligen Sonderkanal-Frequenzen ausgehend (um 0,002 MHz hin oder her):

251,936 MHz: S14A
253,648 MHz: S14B
255,360 MHz: S14C
257,072 MHz: S14D
258,928 MHz: S15A
260,640 MHz: S15B
262,352 MHz: S15C
264,064 MHz: S15D

265,936 MHz: S16A
...

Die Liste kann mit den bekannten Abständen (1,712 MHz zwischen Block A,B,C,D eines TV-Kanals, wechselweise 1,856 bzw. 1,872 MHz zwischen den TV-Kanälen) beliebig nach oben oder unten erweitert werden.

Die ehemaligen Analog-TV-Sonderkanäle waren:
S11 231,25 MHz (überschneidet sich mit dem DAB-Kanal 13)
S12 238,25 MHz (überschneidet sich mit dem DAB-Kanal 13)
S13 245,25 MHz
S14 252,25 MHz
S15 259,25 MHz
S16 266,25 MHz
S17 273,25 MHz
S18 280,25 MHz
S19 287,25 MHz
S20 294,25 MHz

von Habakukk - am 15.09.2016 11:16
Eine aktuelle Info von Andreas aus Zürich für Euch:

"Habe grade wieder mal einen Scan gemacht mit meinem Sony dab radiöli und war erstaunt auf einmal BBC, SWR, Bayern, ORF, RAI und France zu empfangen! Paket ist UPC DAB. Also strahlt vom Kabelanschluss aus.
Auf UPC Seite und Senderlisten steht nichts davon."

Der Test scheint also auf allen Netzen der UPC Cablecom zu laufen. Ich frage mal noch, auf welcher Frequenz das Ensemble empfangbar ist... ;)

von DAB-Swiss - am 19.09.2016 18:38
Ich habe aus aktuellem Anlass vorhin ebenfalls einen Test gemacht und zwar von Kanal 5 A bis 260,640 MHz. Ebenfalls nichts auf den normalen DAB-Frequenzen, leider nur die 4 "versteckten" wurden gefunden. SNR ist ziemlich stark, wenn ich mit dem terrestrischen Empfang vergleiche. (bei mir mind. 20 dB über dem terr. Empfang)

Könnte es sein, dass es in Zürich ein Spiegelfrequenz Problem ist und man mit dem genannten Sony Empfänger allenfalls die Spiegelfrequenzen von den höheren Frequenzen empfangen kann. Kenne die ZF beim Band III DAB-Empfang gerade nicht. (2x 10,7 MHz = 21,4 MHz)?

Nebenbei:
der Andreas aus Zürich kann ja sicher die Frequenz oder den Kanal nennen, wo er die Programme empfangen hat? Möglicherweise auch ein Empfang einer Direktausstrahlung vom Uetliberg? Je nach Antennenkabel (Draht?) welches er verwendet hat um den Kabelempfang zu testen.

von drahtlos - am 19.09.2016 19:59
Zitat
Habakukk
Warum nutzt man im Kabel nicht einfach den Kanal 13? Der ist doch terrestrisch wegen Militär usw. eh nicht zu gebrauchen, und wird trotzdem von allen Geräten supportet?


Das habe Ich mir auch schon überlegt.
Aber die Würfel sind gefallen. Beim Vergangenen Change Day wurde offensichtlich der K 05 für DAB+ frei geräumt.
Ob es in der Schweiz darüber Hinaus Einschränkungen zur Verwendung des K 13 gibt entzieht sich
meiner Kenntnis.

von RADIO354 - am 22.09.2016 07:59
Zitat
smid
Ich hab mir so eine Antenne geklickt
https://www.digitec.ch/de/s1/product/hama-krokokoax-schwarz-250m-antennen-sat-kabel-5653628
Damit kann man in der Tat das Angebot auch mit einer Wurfantenne empfangen.


Das sind HF-Schleudern. Ohne Masse sind das strahlende Kabel.
Für DX Empfang in der Nähe solcher Verbindungskabel ungeeignet.
Habe diese Kabel für Fr. 9.-- ebenfalls, aber bis zur Krokoklemme mit Doppelschirmung.

von Maxtech - am 19.10.2016 08:07
@ Cha,

Hallo,

Ich sehe einen Erweiterten Frequenzbereich bis 260 Mhz. Der Terrestrische DAB Bereich geht bis 239,200 Mhz. Das ist der K 13 F .
Wäre gut, wenn UPC die DAB+ Kabelprogramme in diesen Bereich oberhalb des K 13 F legt um Probleme
mit den Terrestrischen Muxen zu minimieren. Wenn dann noch das Stationssortiment OK ist werde
Ich es mal mit dem Kabel DAB Gerät versuchen....

von RADIO354 - am 20.10.2016 13:05
Naja,

Wenn Ich Hier die Seite `runterscrolle bis zu der Frage " Wer kann ein DAB+ Empfangsgerät erwerben "
Ist die Anfängliche Euphorie schnell verschwunden. " Das Gerät ist ausschliesslich für Kunden, welche im Umstellungsgebiet in Luzern wohnen "
Die Radiozukunft findet ( Zunächst ? ) nur in Luzern statt.

von RADIO354 - am 20.10.2016 13:57
Der grösste Blödsinn ist ja, dass der von UPC angebotene DAB-Empfänger offenbar nicht einmal über einen Antenneneingang verfügt. Man wird also quasi dazu angehalten, den Kabelanschluss über irgendeine Bastellösung an die Teleskopantenne des DAB-Empfängers anzuschliessen und so die Umgebung mit Störungen für den normalen, drahtlosen Empfang zu verseuchen. :angry:

73 de Uli

von ulionken - am 20.10.2016 22:11
Also: Am 24.11. schaltet die Cablecom nur in dem einen Luzerner Netz (da gibt es ja 2 UPC Cablecom-Netze in der Stadt Luzern) das analoge UKW ab - die Reaktionen werden den Weg aufzeigen, wie das gesamtschweizerisch weitergeht - in Oesterreich hat ja die UPC ja das analoge UKW bereits weitgehend abgeschaltet, und bis Ende 2016 ist da ganz Aus mit dem analogen UKW auf den Kabelnetzen.
An dem Empfänger der UPC Cablecom sollte ja die Antenne abschaubbar sein, und dort sollte man den Kabelanschluss anschrauben können; genaueres werden wir aber wohl dazu erst sagen können, wenn jemand von uns dieses Gerät hat.
Das wird spannend...

von dxbruelhart - am 21.10.2016 05:40
Wenn UPC UKW in der ganzen Schweiz abschalten sollte, verlieren sie einen weiteren Trumpf.
Kein Wunder sind die Anschlusszahlen in den letzten Jahren rückläufig.
So wird mancher überlegen ob er nicht besser Sunrise oder Swisscom TV zulegt, zumal UPC in meinem Fall der teuerste Anbieter wäre.

Das UKW Band nützt zur Zeit dem Betreiber nichts, da die terr. Einstrahlung für eine andere Nutzung stört.

von Maxtech - am 21.10.2016 18:29
Zitat
ulionken
Der grösste Blödsinn ist ja, dass der von UPC angebotene DAB-Empfänger offenbar nicht einmal über einen Antenneneingang verfügt. Man wird also quasi dazu angehalten, den Kabelanschluss über irgendeine Bastellösung an die Teleskopantenne des DAB-Empfängers anzuschliessen und so die Umgebung mit Störungen für den normalen, drahtlosen Empfang zu verseuchen. :angry:

73 de Uli


Da würde ich mir jetzt noch keine Sorgen machen. Das abgebildete Radio ist eine Whitelable Visualisierung. Will heissen, upc kann bei der Ausstattung des Geräts und der eingesetzen Software mitreden.

von mkey - am 24.10.2016 13:39
Bleibt noch die Frage wegen dem erweitertem Frequenzbereich bis 260 Mhz.
Falls DAB+ ausgekabelt wird, werden auch Kabellecks da sein. Daran dürfte kein Zweifel bestehen.

Wenn UPC nun Ihre DAB+ Programme ausschliesslich in dem Bereich Oberhalb vom K 13 auskabeln
sollte, was möglich ist aber ( noch ? ) nicht feststeht, wäre man zwar an das UPC Modell gebunden aber
im Gegenzug gibt es dann eben beim Terrestrischen DAB Empfang die Gefürchteten Störungen
durch DAB aus dem Kabel nicht. Für mich Zweifelsfrei das Kleinere Übel.

Da wohl zuerst nur in Luzerner Quartieren umgestellt werden soll wird sich das Ganze noch etwas hinziehen.

von RADIO354 - am 24.10.2016 15:12
Zitat
Japhi
Ich finde es weiterhin sonderbar, dass man einen Frequenzbereich nutzt, den kein normales DAB-Gerät empfangen kann und der für Fernsehen geeignet wäre.


Umständlich ist es sicher, aber so vermeidet man wenigstens Interferenzen und terrestrische Empfangsstörungen durch Kabellöcher.
Wenn es aber schon ein Extra-Gerät sein "muss", wäre mir die Variante von UPC Österreich lieber. Dort verkauft UPC reine DVB-C-Standalone-Radioempfänger, die so mit Sicherheit auch im Schweizer UPC-Netz eingesetzt werden könnten und erst noch eine wesentlich bessere Klangqualität liefern würden, da in der Regel das hochwertige Satellitensignal 1:1 eingespeist wird.

von Wrzlbrnft - am 11.11.2016 13:03
Bei mir überträgt nun UPC offiziell DAB auf 4 Frequenzen: (möglicherweise sind es mehr?)

UPC DAB 1: (255,360 MHz) 17 Audiodienste

FM1
Planet 105
RTS la 1ere
Radio Rumantsch
Radio SRF1
Radio SRF2
Radio SRF3
Radio SRF4 News
Radio SRF Virus
Radio Top
Radio Stadtfilter
SRF Musikwelle
Suedost Schweiz
Swiss Classic
Swiss Jazz
Swiss Pop
toxic.FM

UPC DAB 2: (257,072 MHz) 17 Audiodienste

Energy Basel
Fiume Ticino
Kanal K
Option Musique
RSI Rete due
RSI Rete tre
RSI Rete uno
RTS Couleur 3
RTS Espace 2
Radio 32
Radio 3iii
Radio Argovia
Radio Basilik
Radio BeO
Radio RaBe
Radio neo1
Suisse Classique

UPC DAB 3: (258,928 MHz) 17 Audiodienste

Canal 3 D
Energy Bern
Energy Zuerich
Radio 1
Radio 24
Radio 3fach
Radio Bern1
Radio Central
Radio Cite
Radio Freiburg
Radio LoRa
Radio Pilatus
Radio Sunshine
Radio X
Radio Yes.fm
Radio Zuerisee
Rouge FM

UPC DAB 4: (260,640 MHz) - 17 Audiodienste

BBC 6 Music
BBC Radio 1
BBC Radio 2
BBC Radio 3
BBC Radio 4 FM
BBC WorldService
Canal 3 F
Lausanne FM
RFJ-BNJ
RJB-BNJ
RTN-BNJ
Radio Chablais
Radio Fribourg
Radio GRRIF
Radio NRJ Leman
Radio One FM
Temp Radio

So wurde heute die Liste beim Suchlauf ausgelesen.

Nachtrag: 56kbit / HE-AAC v1 / EEP 3-A (gemäss DAB-Player)

Was ich noch anmerken möchte: keine Regionaljournale der SRG! Die machen vielleicht nicht
den Blödsinn der SRG/SRF mit. Hier kann man erkennen, wie wichtig die Regionalsendungen
der SRG sind ;-).

von drahtlos - am 23.11.2016 16:03
Es stimmt - die Ausland-Programme werden mehr als stiefmütterlich bedient. Da gab es sogar auf UKW im Kabel viel mehr Auswahl. Möglicherweise kommen da aber noch ein paar dazu oder einen ganzen Kanal mit Auslandsprogrammen. Der Clou wird dann sein, wenn die UPC dann DAB auf die ehemaligen UKW-Kanäle verschiebt - wenn das ihr Empfänger allenfalls bereits schon kann! Ich warte mal auf die Nachricht für einen neuen Suchlauf! ;-)

...und EEP3-A - die wissen vermutlich nicht, wo man das einstellen könnte oder die Encoder können es nicht.

In Zukunft halte ich mich an LIMUS/DIGRIS, wenn es um die Tonqualität geht! ;-) Armes Radio-Land Schweiz. Der günstigste Anbieter für die Programmbetreiber hat die beste Tonqualität - irgendwie ein Anachronismus - oder - sagen wir es besser: verkehrte Welt!

von drahtlos - am 23.11.2016 21:14
Interessant, die Stellungsnahme, welche ich heute zu DAB+ Cable von UPC erhalten habe:

"Sehr geehrter Herr Gruenig,

es handelt sich hier um ein Pilotprojekt in Luzern und nicht um eine schweizweite Umstellung. Deshalb betrifft es ausschliesslich jene Kunden, die wir vorab informiert haben. Für alle anderen Schweizerinnen und Schweizer ändert sich aktuell nichts. Es gibt kein schweizweites Projekt und somit gibt es keinen Handlungsbedarf.

Detailpläne und Termine zu einem Projekt in der ganzen Schweiz gibt es zurzeit nicht. Das weitere Vorgehen ist vom Testpilot und auch von der Entwicklung des Marktes betreffend Endgeräte abhängig.

Beste Grüße,

S N"

Heisst für mich: und wenn's dann nicht so gut funktioniert, haben die Testkunden aus Luzern das Empfangsgerät für die Katz gekauft. Oder verstehe ich etwas falsch? :rolleyes:

In einer Nachtragsmail werde ich noch darüber informiert, dass die Aufschaltung weiterer Gebiete im Jahr 2017 so nicht bestätigt werden kann.

*ironiemodus an* Ich staune nur immer wieder, mit welch' genialer Transparenz und mit welch' hochstehendem, technisch versierten Inhalt grosse Firmen über ihre laufenden Projete informieren. *ironiemodus aus* Das ist schon übel... :-(

von DAB-Swiss - am 24.11.2016 12:04
Interessant, danke für die Informationen, @DAB-Swiss!


Zitat
DAB-Swiss
Heisst für mich: und wenn's dann nicht so gut funktioniert, haben die Testkunden aus Luzern das Empfangsgerät für die Katz gekauft. Oder verstehe ich etwas falsch? :rolleyes:


Ja, so klingt es - ich gehe zwar davon aus, dass das UPC-Gerät auch die "normalen" DAB-Kanäle beherrscht, die terrestrisch benutzt werden, aber dafür hätte man dann nicht noch ein extra Gerät gebraucht.

Zur Info nochmals der Verweis auf die offizielle UPC-Site zum Thema DAB+; da ist inzwischen auch die Senderliste aufgeschaltet worden: https://www.upc.ch/de/support/produktuebersicht/fernsehen/digital/dab-plus-cable/#KannichdasDABEmpfangsgeratPTECgotthardanmeineStereoanlageanschliessen

Gestern erschien dazu auch ein Bericht in der Handelszeitung (online): http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/upc-zwingt-kunden-zum-kauf-von-radios-1273453

Grund für die Verwendung von nicht-standard-DAB-Frequenzen sei demnach ein Konflikt mit "neuen Standards für Internet-Traffic über Kabelnetze". Konkret benötige der Kabelnetz-Standard Docsis 3.1 jene Frequenzen, die üblicherweise von DAB+ belegt werden.

von sonoro - am 24.11.2016 12:55
Ich würde auf diesen vier Ensembles Programme einspeisen, die ansonsten terrestrisch nicht oder nur mit höherem Aufwand empfangbar sind.
Also z.B. die Programme des BR, des ORF, von Radio France und der BBC (die BBC Programme sind ja schon drin). Aber ein Replizieren des terrestrischen Angebots ist nicht wirklich sinnvoll, weil die privaten Schweizer Programme und die SRG-Programme sind von wenigen Ausnahmen abgesehen alle im normalen DAB-Angebot empfangbar.

von dxbruelhart - am 28.11.2016 08:09
Bastler nach vorne!

Zitat
drahtlos
Bei mir überträgt nun UPC offiziell DAB auf 4 Frequenzen: (möglicherweise sind es mehr?)

UPC DAB 1: (255,360 MHz) 17 Audiodienste
UPC DAB 2: (257,072 MHz) 17 Audiodienste
UPC DAB 3: (258,928 MHz) 17 Audiodienste
UPC DAB 4: (260,640 MHz) - 17 Audiodienste


Ich zitiere mich mal aus nem anderen Forum:

Mal die Frequenzen angeschaut? Die Nachkommastellen sind alte Bekannte, die tauchen in oben genannter Reihenfolge auch bei offiziellen DAB-Kanälen auf. Die Zählung beginnt bei der UPC aber bei Block C:

6C 185,360
6D 187,072
7A 188,928
7B 190,640

8C 199,360
8D 201,072
9A 202,928
9B 204,640

10C 213,360
10D 215,072
11A 216,928
11B 218,640

Wir haben es also bei UPC letztlich mit nicht normkonformen DAB-Blöcken S14C, S14D, S15A, S15B zu tun. Oder so in der Art.

Damit sind obige Kanäle irgendwas, was man über einen Versatz von 70 MHz, 56 MHz oder 42 MHz in reguläre DAB-Blöcke überführen könnte. Solche glatten Umsetzungen bekommt man mit Band-III-Kanalumsetzern für Kopfstellen hin. Dann wirft man sich tatsächlich so ein olles nicht mehr benötigtes Teil hintern Schrank, hängt ein Steckernetzteil ran und kann ein normales DAB-Radio benutzen.

Hat jemand zufällig sowas rumliegen, also z.B. analoge Kanalumsetzer für Kopfstellen mit 7 MHz Kanalbreite, Oberflächenwellenfiltern, eingangs- und ausgangsseitig einstellbarer PLL (meist so 250-KHz-Raster)? Wisi OH45 beispielsweise, im passenden Grundgestell. Damit sollte man bei Versatz um o.g. Werte normkonforme DAB-Blöcke bekommen. Kann das jemand mal testen, ob man damit dann auf normale DAB-Empfängern Empfang bekommt?

von Chris_BLN - am 29.11.2016 11:40
UPC stoppt die UKW-Abschaltung in den Kabelnetzen

Die Kabelbetreiberin UPC legt ihre Pläne, die Radio-Verbreitung im Kabelnetz zu digitalisieren, vorerst auf Eis. Das bestätigt Pressesprecher Bernard Strapp gegenüber der «Handelszeitung». Auch die damit verbundene Abschaltung des analogen UKW-Empfangs sei derzeit kein Thema. In Luzern fand seit November ein Pilottest zur Umstellung auf DAB+ statt. Diesen bezeichnet Strapp rückblickend als «einmalig» angelegte Sache. Im Vorfeld hatte das noch etwas anders getönt. Im Herbst hatte UPC intern mitgeteilt, man teste die Digitalisierung «in verschiedenen Regionen». Zu einem späteren Zeitpunkt werde das Kabelradio dann «komplett» digitalisiert.

Grund für das Umdenken dürften die Reaktionen in Luzern gewesen sein. Zwar bezeichnet Strapp die Rückmeldungen der Kunden als «durchwegs positiv». Intern kommunizierte UPC vor kurzem aber, die Nachfrage nach den passenden DAB-Radios sei «sehr bescheiden» ausgefallen. Das bedeutet faktisch, dass in Luzern niemand mehr Radio hörte. Andere als die von UPC vertriebenen Empfänger waren mit den getesteten Frequenzen nämlich gar nicht kompatibel, was die Stiftung für Konsumentenschutz damals zur Bezeichnung «Set-Top-Box mit Lautsprecher» verleitete.

Quelle: http://www.presseportal.ch/de/pm/100009535/100803391?utm_source=directmail&utm_medium=email&utm_campaign=push

von dxbruelhart - am 07.06.2017 14:54
Meine Worte.
Warum man auf diese sonderbare Lösung mit Spezial-Geräten setzt, die erst noch weitere Kapazität im Kabel schluckt, ist mir sowieso schleierhaft. Die Variante von UPC in Österreich halte ich für wesentlich zielführender. Die Klangqualität ist über DVB-C erst noch wesentlich besser, da oft das hochwertige Satellitensignal 1:1 übernommen wird.

Punkten hätte UPC auch können, indem man die verschiedenen, nur lokal empfangbaren DAB+-Ensembles (SMC-Regionalensembles, RMS in der Westschweiz, Digris-Inseln, grenznahe Muxxe zu Deutschland und Italien) übernommen und neu zusammengemuxxt hätte. Es werden aber umgekehrt bereits heute einige DAB+-Programme ins DVB-C-Angebot eingespeist.

von Wrzlbrnft - am 08.06.2017 06:28
Was an der Öffentlichkeit kommuniziert und was im Hintergrund diskutiert wird, geht oft meilenweit auseinander! Wie hier bereits diskutiert, war der ach so erfolgreiche DAB-Test in Luzern doch nicht so geräuschlos.

Tsstsstsss, Unternehmenskommunikation: etwas vom unglaubwürdigsten und schönfärberischsten, was es gibt. :joke:

Zitat:

"Mit einer DAB+ Innovation wartete UPC am Branchenforum auf. Das Telekomunternehmen erweitert den DAB+ Standard um einen neuen Frequenzbereich (ab 250 MHz) und hat dadurch grundsätzlich mehr Upload-Geschwindigkeit zur Verfügung. DAB+ Geräte verfügen bereits heute über einen Tuner, der über 250 MHz hinaus funktioniert. Allerdings müssen die Geräte für diese höheren Frequenzen freigeschaltet werden.

UPC ist weltweit das erste Unternehmen, das einen solchen Kabelstandard anbietet und auch anderen Netzbetreibern zur Verfügung stellt. Im November 2016 testete UPC das neue DAB+ cable in einem Pilotprojekt in der Region Luzern. Bei rund 1200 Kunden wurde das UKW-Radioangebot abgeschaltet und mit DAB+ cable mit rund siebzig Radioprogrammen ersetzt. Das Ergebnis: keine technischen Probleme und vor allem kein einziges negatives Kundenfeedback. Das lässt aufhorchen."

von DAB-Swiss - am 20.06.2017 19:04
Zitat

DAB+ Geräte verfügen bereits heute über einen Tuner, der über 250 MHz hinaus funktioniert. Allerdings müssen die Geräte für diese höheren Frequenzen freigeschaltet werden.


:joke: Als ob sich irgendein Hersteller dazu herablassen würde, deswegen ein Firmware-Update herauszugeben. Eventuell müsste dann sogar eine neue BAKOM-Typenzulassung für das Gerät beantragt werden.

Dass UPC "weltweit das erste Unternehmen" sei, das DAB im Kabel anbietet, stimmt ja grad auch nicht (siehe Lausanne Citycâble). Neu ist nur der verwendete Frequenzbereich.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 20.06.2017 21:30
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