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Der Kampf um die SRG-Spartenprogramme

Startbeitrag von DAB-Swiss am 17.02.2017 11:19

Hier meine heute bei der Radioszene veröffentlichte, ganz persönliche Meinung zu dieser leidigen Sache für Euch. Wie lautet Eure Meinung dazu?

"Momentan ist in Bundesbern gerade wieder einmal kräftiges «SRG-Bashing» angesagt. Dabei nimmt man ohne Rücksicht auf Verluste in Kauf, einer der innovativsten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Europas die Flügel schmerzhaft zu stutzen und die Hörer einer ganzen Reihe beliebter Spartenprogramme zu berauben. Dieser Gruppierung von Bürgerlichen unterstelle ich, dass dabei wenig Redlichkeit im Spiel ist. Als bürgerlicher Wähler, in früheren Zeiten ebenfalls bürgerlicher Kommunalpolitiker und Befürworter von grosser Vielfalt und Qualität im Äther, kann ich bei solchen, durchschaubaren Ansinnen nur den Kopf schütteln. Es geht einmal mehr nur um das große Geld und darum, dem politischen Gegner eins auszuwischen. So verliert die Politik abermals die Bodenhaftung, die Glaubwürdigkeit und verfolgt ausschliesslich Eigeninteressen. Dieser Schuss könnte bei den Wählern nach hinten losgehen.

Doch um was geht es eigentlich? Schon länger sind bürgerlichen Kreisen die teilweise doch recht linken Standpunkte der SRG ein Dorn im Auge. Auch mich ärgert dies zwischendurch ein wenig. Es ist jedoch kein Grund, um sich auf Teilbereiche der SRG einzuschiessen. Kommt dazu, dass es die Wirtschaftsvertreter nicht gerne sehen, wenn eine öffentlich-rechtliche, vom Steuerzahler finanzierte Rundfunkanstalt, Programme auf hohem Niveau anbietet und damit die von Werbeeinnahmen abhängigen Privatradios indirekt konkurrenziert. Bei der Abstimmung über das revidierte RTVG im Jahr 2015 hat man zudem hauchdünn verloren und will jetzt zum grossen Gegenschlag ausholen, unter dem Vorwand der Verschleuderung von Gebührengeldern. Konkret geht es um die beantragte Abschaltung der SRG-Programme, Swiss Pop, Swiss Jazz und Swiss Classic, Virus, Musigwälle und Option Musique – allesamt in der Bevölkerung beliebte und breit verankerte Nischenangebote. Für viele waren genau diese Programme DER Grund für eine Umstellung auf’s Digitalradio, DAB+, sie sind sogenannte «DAB-Flagschiffe» schlechthin. Die nationalrätliche Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) in der Schweiz fordert jetzt einem Medienbericht zufolge den Bundesrat auf, die Zahl der Radio-Spartensender der öffentlich-rechtlichen SRG zu senken.

Für Eigeninteressen geht man einmal mehr über Leichen und versucht den Bürger damit zu blenden, dass diese Spartenprogramme reine Verschleuderung von Gebührengeldern seien. Wer jedoch genau hinsieht, erkennt das politische und wirtschaftliche Kalkül und lässt sich davon nicht blenden. Die SRG-Spartenprogramme abzuschalten wäre ein herber Verlust und wer sich nur ein bisschen mit der Geschichte dieser Angebote befasst, hat dafür auch nur Kopfschütteln übrig.

Swiss Pop, Classic und Jazz sind aus dem Telefonrundspruch entstanden, welcher technologisch nicht mehr mithalten konnte und anno dazumal beispielsweise in Spitälern und anderen öffentlichen Räumen äusserst beliebt war. Die SRF Musigwälle entstand aus dem ehemaligen Mittelwellenangebot von Beromünster und hat die Volksmusik- und Schlagerangebote übernommen, welche von SRF1 ausgelagert wurden, da sie dort zunehmend an den Rand gedrängt wurden, um allen gerecht zu werden. Option Musique ist wohl das einzige Programm in der Schweiz, welches sich auch französischen Chansons widmet, entstanden aus dem Mittelwellenangebot des Senders Sottens. Bleibt da nur noch SRF Virus, welches mit seinem Angebot für eine jüngere Klientel tatsächlich in direkter Konkurrenz zu einigen privaten Anbietern steht. Trotzdem hat auch Virus eine treue Stammhörerschaft aufbauen können. Bis anhin haben die Privatradios, bis auf einige wenige, löbliche Ausnahmen, absolut keine Anstalten gemacht, Angebote von annähernd solcher Qualität ins Leben rufen zu wollen. Zwar hat die ENERGY-Gruppe kürzlich über DAB+ auch eigene Spartensender gestartet, welche jedoch momentan noch eintönige, lieblos zusammengestellte Festplattenmusik spielen (vielleicht hat man damit aber noch weiterführende Pläne, hält diese aber noch bedeckt), Radio Top strahlt mit Top Two ein sehr beliebtes Angebot für Popmusik und Rock aus und FM1 bietet mit Radio Melody über DAB+ ebenfalls ein Spartenprogramm für Schlager und Oldies an. Bei Swiss Pop, Classic und Jazz können die Hörer interaktiv wirken und das Programm so massgebend mitgestalten. Zudem wird vielen, sonst eher unbekannten Schweizer Musikschaffenden eine wertvolle Plattform geboten, während sich die meisten Privatradios komplett dem Mainstream hingeben und in kleinen Rotationen tagtäglich dieselben paar Dutzend aktuellen Hits abspielen.

Was die Initiatoren des Antrages jedoch dabei ganz vergessen, ist, dass sich mehr Wettbewerb für den Konsumenten nicht immer nur positiv auswirkt. Nicht überall kann knallhart das Verursacherprinzip angewandt werden. Es gibt in einer freien Demokratie auch Einrichtungen und Organisationen, welche von der Gemeinschaft getragen werden müssen und sollen. Die einen profitieren mehr davon, die anderen weniger. Das wollen viele Politiker einfach nicht begreifen. Die SRG ist genau eine solche Organisation für eine breite Öffentlichkeit, von welcher eine hohe Qualität, ein attraktives Angebot und auch Nischenprodukte für kleinere Interessensgruppen erwartet werden. Dieser Anforderung entspricht der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Schweiz momentan voll und ganz. Es kann nicht sein, dass man nun wieder Rückschritte in die Radiosteinzeit macht, mit einem äusserst begrenzten Angebot. Ich kann nur schwerlich glauben, dass die privaten Anbieter der Schweiz die durch den Wegfall der SRG-Spartenprogramme entstandenen Lücken füllen werden. Zu wenig rentabel sind auf dem Werbemarkt solche Nischenangebote, wie beispielsweise Option Musique. Nein, da wird wohl viel eher in weitere, langweilige Mainstreamprogramme mit seichten Wortbeiträgen investiert. Dank den Gebührengeldern von uns allen kann es eigentlich nur die SRG schaffen, Nischenprogramme anzubieten und diese auch attraktiv zu gestalten. Wollen wir das wirklich auf’s Spiel setzen?

Damit ist das zweischneidige Ansinnen der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) durchschaut und findet hoffentlich im Bundeshaus und in der breiten Öffentlichkeit kein Gehör. Viel sinnvoller ist eine starke, fruchtbare Zusammenarbeit zwischen SRG und Privaten, wie die Umstellung auf DAB+ in der Schweiz eindrücklich bewiesen hat. Ich wage zu behaupten, dass sich die Schweiz ohne die starke Zugkraft der SRG noch immer auf verlorenen, digitalen Posten befinden würde.

In diesem Sinne: PRO SRG-Spartenprogramme und starke Gemeinschaft, CONTRA Polit- und Wirtschaftsspielchen! Hören wir endlich damit auf, auf einem solch’ hohen Niveau zu jammern und lassen wir Angebote laufen, welche sich über Jahre bewährt haben!"

Antworten:

Auf die Unterstützung der breiten Öffentlichkeit würde ich nicht hoffen.

Die SRG ist bei den Jungen nicht mehr besonders beliebt. Siehe diverse Meinungsäusserungen zum Thema in öffentlichen Leserbriefen oder Kommentaren von 20 Minuten/Blick und Co.
Ich hoffe, dass die KVF nicht auf solche Schreibereien und Umfragen hereinfällt. Natürlich ist der Kostendruck allgegenwärtig ein Thema, insbesondere bei der SRG.

Ansonsten bin ich natürlich der Meinung des TE. Aber es gibt schon ein paar Sachen welche bei der SRG in letzter Zeit geändert wurden, mit denen ich überhaupt nicht mehr einverstanden bin - als FAN der SRG und seinen Spartenprogrammen.

von drahtlos - am 17.02.2017 16:44
Ich denke, die unmoderierten Programme könnten in Frage gestellt werden. Was aber auch irgendwie nachvollziehbar wäre. Die Diskussion müsste aber auch SRF3 treffen.
SRF3 differenziert sich von den Privaten doch seit langer Zeit nur noch wegen Sendungen wie Sounds oder Black Music Spezial. Das ist definitiv zu wenig.

von woody1 - am 17.02.2017 17:33
Zitat
woody1
Ich denke, die unmoderierten Programme könnten in Frage gestellt werden. Was aber auch irgendwie nachvollziehbar wäre. Die Diskussion müsste aber auch SRF3 treffen.
SRF3 differenziert sich von den Privaten doch seit langer Zeit nur noch wegen Sendungen wie Sounds oder Black Music Spezial. Das ist definitiv zu wenig.


Ich bin ganz Deiner Ansicht, woody1.

von Radiomonitor - am 17.02.2017 18:21
Die SRG muss ihre Programme weiterhin verbereiten können, und es wäre sehr sinnvoll, wenn die SRG weitere Musikspartenprogramme starten kann (z.B. Rock, Techno, Dance, Ethno-Weltmusik - das wären schon vier weitere Programme; die Musikspartenprogramme kosten sehr wenig Geld, da hier Musik gespielt wird, die bereits im grossen Fundus der SRG sind, und die Programme sind nicht moderiert.

PRO SRG-Spartenprogramme und starke Gemeinschaft, PRO starke SRG!

von dxbruelhart - am 17.02.2017 20:44
Gewisse Dinge kann und wird der Privatfunk nicht liefern ( Ich sage nur Swiss Jazz ).
Meiner Meinung nach sollten die Spartenprogramme on air bleiben. Sie dienen der Hörerbindung. Die
Hörerbindung ist für eine Öffentlich Rechtliche Rundfunkanstalt Publik Service.

von RADIO354 - am 17.02.2017 21:55
Zitat
RADIO354
Gewisse Dinge kann und wird der Privatfunk nicht liefern ( Ich sage nur Swiss Jazz ).
Meiner Meinung nach sollten die Spartenprogramme on air bleiben. Sie dienen der Hörerbindung. Die
Hörerbindung ist für eine Öffentlich Rechtliche Rundfunkanstalt Publik Service.


Jazz ist eine Sparte und die Sparte ist schon besetzt. Natürlich startet so kein Privatfunk.
Allenfalls als Festplattendudler zur Frequenz-/Sendeplatzverstopfung oder als Abschreibungsprojekt zur Steuervermeidung.

von 2-0-8 - am 18.02.2017 21:44
Zitat
DAB-Swiss
...Konkret geht es um die beantragte Abschaltung der SRG-Programme, Swiss Pop, Swiss Jazz und Swiss Classic, Virus, Musigwälle und Option Musique – allesamt in der Bevölkerung beliebte und breit verankerte Nischenangebote. Für viele waren genau diese Programme DER Grund für eine Umstellung auf’s Digitalradio, DAB+, sie sind sogenannte «DAB-Flagschiffe» schlechthin...


Genau so laufen doch die Spielchen in der Politik: Mit einer überzogenen Forderung an den Start gehen, damit die Leute aufschreien und man am Schluss, nach dem Nachgeben, das bekommt, was man eigentlich wollte.
Ich vermute, dass sich am Ende gar nichts ändern soll, man aber wenigstens auf den Volkswillen verweisen will.

Und mal ganz provokant gesagt: Wenn man wirklich was sparen wollte, könnte man die UKW-Kette von SRF2 abschalten und den paar Hörern, die sich darüber aufregen, ein DAB-Radio schenken.

von 2-0-8 - am 18.02.2017 22:01
Ohne grosses Aufheben könnte man die starken Sprachtausch-Frequenzen auf UKW abschalten, wie z.B. Säntis 107,8 99,9 und Rigi 106,2 Chasseral 107,3 etc. Dasselbe natürlich auch im Tessin und in der Romandie.
Diese Programme laufen auch schon lange per DAB.

von dxbruelhart - am 19.02.2017 07:35
Rete Uno geht an meinem QTH gleich 4 X via FM. Da könnte man nun wirklich `ran.
Wobei Diese Sprachaustauschfrequenzen wohl gar nicht zur Diskussion stehen.

von RADIO354 - am 19.02.2017 08:51
Oder die 107,8 / 107,3 / 106,2 für den Rest der Zeit bis 2024 DRS 4 ehm SRF 4 draufschalten:D

von DJ Taifun - am 19.02.2017 10:25
Im Anhang zu den Swiss Satelite Radios ein Kommentar aus dem Ktipp 4/2017.
[attachment 8847 Ktipp Kommentar.pdf]

von digirad - am 21.02.2017 09:25
Zitat
K-Tipp
Im Coiffeursalon läuft Radio Swiss Pop, im Hallenbad und im Sportgeschäft auch


Ganz ehrlich: Ich würde es sehr schätzen, in der Hallenbad-Garderobe nicht jedesmal von Swiss Pop mit nervigen Abfallprodukten der Popmusik (z.B. Savage Garden oder Charles & Eddie :rolleyes: ) zwangsbedudelt zu werden.

Virus, Musikwelle, Jazz, Classic und Option Musique haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, aber Swiss Pop würde ich echt nicht vermissen.

(Meine ganz persönliche Meinung, hiermit ausdrücklich als solche gekennzeichnet!)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 21.02.2017 18:05
Die Spartenprogramme wie Swiss Pop sollten eingestellt werden. Das gehört m.E. nicht zum Service Public. Swiss Pop, Jazz und Classic sind reine Musikprogramme ohne redaktionellen Mehrwert.

Es gehört m.E. auch nicht zum Service Public, dass ein gebührenfinanziertes Radio wie Swiss Pop et al, auch wenn es "nur" 13 Stellen braucht, um diese zu produzieren, bis nach Moskau in jedem Hotel zu hören ist. Mit unseren Billag-Gebühren finanzieren wie tausenden von Hotel, Restaurants und Shops die musikalische Berieselung. Ist das der Auftrag von Service Public resp. sind für diese Art von Programmen unsere Gebührengelder wirklich richtig eingesetzt?

Speziell ist auch die Verbreitung von Swiss Pop et al beispielsweise im Südtirol. Dort hört man Swiss Pop ebenfalls in jedem Hotel. Sehr speziell im Südtirol ist zudem, dass auch im ganzen Südtirol Swiss Pop, Swiss Jazz und Swiss Classic über DAB+ verbreitet wird. Ich frage mich, wer diese teure Verbreitung bezahlt. Ich nehme nicht an, dass der DAB Betreiber dies kostenlos verbreitet. Nebst der Verbreitungskosten fallen in den einzelnen Ländern zudem SUISA resp. ifpi-Gebühren an. Frage: wer bezahlt diese Gebühren? Wird das auch über die Billag-Gebühren finanziert?

Hand aufs Herz: für was braucht es 13 Stellen, um drei Festplatten-Dudler zu programmieren?

Ich finde gut, was in Bundesbern passiert und dass man diesen SRG-Wildwuchs der letzten Jahre kritisch hinterfragt und hoffentlich im Sinne des Service Public bereinigt.

von SXA - am 21.02.2017 20:25
Swiss Jazz ist immerhin das meistgehörte Progamm der SRG per Webstreams, und das sollte man einstellen, das erfolgreichste Programm der SRG?
Die Musikprogramme sind nicht umsonst so beliebt!

von dxbruelhart - am 21.02.2017 21:01
Zitat
SXA
Speziell ist auch die Verbreitung von Swiss Pop et al beispielsweise im Südtirol. Dort hört man Swiss Pop ebenfalls in jedem Hotel. Sehr speziell im Südtirol ist zudem, dass auch im ganzen Südtirol Swiss Pop, Swiss Jazz und Swiss Classic über DAB+ verbreitet wird. Ich frage mich, wer diese teure Verbreitung bezahlt. Ich nehme nicht an, dass der DAB Betreiber dies kostenlos verbreitet.


Deine Annahme ist nicht richtig, siehe https://www.ras.bz.it/de/ueber-uns/, z.B.:

Zitat
RAS
Die Arbeit der RAS wird durch öffentliche Beiträge des Landes Südtirol finanziert.

Wussten Sie, dass …

[...] die Rundfunkanstalten ARD, ORF, SRG und ZDF der Südtiroler Bevölkerung ihre Programme kostenlos zur Verfügung stellen?


Swiss Pop ist mir persönlich völlig egal, aber ich begrüsse es sehr, dass viele Rundfunkanstalten im Rahmen des Service public zumindest ihre Radioprogramme europaweit verbreiten und kostenlos die Weiterverbreitung gestatten. Ich selbst höre z.B. öfters BBC Radio 4 oder 6 Music ab Satellit.

Wenn das umgekehrte Beispiel Schule machen würde und man überall mit dem Argument kleinlicher Kostenrechnungen die Verbreitung auf die jeweiligen eigenen Staatsgebiete begrenzen würde, dann würde übrigens auch die Radiolandschaft in der Schweiz ziemlich eintönig werden, um nicht zu sagen armselig. Man stelle sich nur mal den Wegfall von ARD, ZDF, ORF, RAI und France Télévisions auf den TV-Bildschirmen vor...

73 de Uli

von ulionken - am 21.02.2017 22:06
SRG Wildwuchs.... ?
Die Musikprogramme stammen zum Teil noch aus der Zeit des Schweizerischen Telefonrundspruch.
Wer diese Programme bislang hört wird sich nach Deren Abschaltung was Andres suchen.
Wohl aus dem Ausland. Diese Hörer sind, mit dem Angestrebten " Publik Service " - Kahlschlag, der
SRF auf Dauer verloren gegangen. Kein Bundesberner Politiker kann Das Ernsthaft wollen.
Auf den Musikprogrammen gibt es die Möglichkeit per Abstimmung als Musikjury die Musikauswahl
mitzubestimmen. Das sind eben keinesfalls nur Festplattendudler die in den Kübel gerührt gehören.
Die SRF macht ein sehr gutes Programm. Das muss einfach so bleiben.

von RADIO354 - am 22.02.2017 13:45
Dass die SRG sparen muss, ist verständlich, zumal wir viele öffentlich-rechtliche Programme haben (im Verhältnis zur Einwohnerzahl) und dann noch vier Sprachregionen.

Auch wenn es weh tut: Am ehesten würde ich in der Deutschschweiz SRF Virus und Swiss Pop rauswerfen. Ich habe Verständnis für eure Meinungen, weil viele Privatradios auf Dauer echt nervig sind.

Meine Variante Sparen-light: Swiss classics unmoderiert weiterbetreiben, auf diese Weise braucht es nicht drei Fassungen und die Angaben zu den Stücken stehen sowieso im DLS von DAB+ und auf der Homepage.

von digirad - am 23.02.2017 20:42
SRF Virus opfern und die Festplattensender weiterlaufen lassen? Wie willst du das als Service Public verkaufen? Kenne in Europa keine öffentlich-rechtliche Station mit unmoderierten Stationen.

von woody1 - am 24.02.2017 22:11
Zitat
digirad
Meine Variante Sparen-light: Swiss classics unmoderiert weiterbetreiben, auf diese Weise braucht es nicht drei Fassungen und die Angaben zu den Stücken stehen sowieso im DLS von DAB+ und auf der Homepage.


Oder die Voicetracking-Ansagen wieder abwechselnd in D/F/I laufen lassen, wie früher. Ein bisschen Konfrontation mit den anderen Landessprachen schadet den Hörern nicht. Im Gegenteil.

Der Spar-Effekt würde sich aber wohl in Grenzen halten.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 25.02.2017 06:17
Zitat
woody1
SRF Virus opfern und die Festplattensender weiterlaufen lassen? Wie willst du das als Service Public verkaufen? Kenne in Europa keine öffentlich-rechtliche Station mit unmoderierten Stationen.

Ich habe auch schon über eine Zusammenlegung von SRF 2 und SRF 3 nachgedacht. Sounds! gabs ja beispielsweise auch bereits vor dem Start von DRS 3, das damals auf DRS 2 lief. Hierzu hat jedoch SRF 3 zu viele Hörer und der Anteil an Kultur auf SRF 2 würde drastisch verkleinert, weshalb dies auch keine Option ist.

Auf alle Fälle bin ich froh, dass ich das nicht entscheiden muss!

von digirad - am 25.02.2017 21:17
An diejenigen, die unbedingt SRF Virus rausschmeißen wollen: Ihr wisst schon alle, was für Musik auf Virus läuft und welche Zielgruppe der Sender bedient? Kleiner Tipp: Es sind nicht die Energy- und 105-Hörer.

von Wrzlbrnft - am 26.02.2017 06:07
Man koennte auch die Regional Journale kippen, das machen die Privaten besser und auch schneller wenn ein spezielles Ereignis passiert. In der West und Sued -Schweiz gibts die ja auch nicht.

Gruss obraendl

von obraendl - am 26.02.2017 09:35
- SwissPop ist beliebt in den Geschäften, weil keine "Fremdwerbung" kommt
- Regional Journale gibt es im Westen und Süden nicht, weil die Regionen zu klein sind

- VIRUS würde ich auch behalten - obwohl ich eher selten dort hineinhöre

Bei den 3 Sparten Klassik-Programmen könnte man 2 einsparen. Ich denke aber, dass mit so einer Massnahme nicht sehr gespart werden kann. Zudem bieten die Privaten ja kein Klassik-Programm an. Bei den über 100 Programmen, die ich empfangen kann, sind maximal 1 Handvoll Klassikprogramme dabei. Ein kleiner Prozentsatz, der sich nicht ändern müsste.

- Die Musikwelle ist dem einen oder anderen Privaten möglicherweise ein Dorn im Auge. Ich denke aber nicht, dass dieses Programm auf der "Streichliste" bleiben wird. Mich überrascht inzwischen, dass Eviva langsam vom Volksmusiksender zum Schlagersender übergeht.

Gestern habe ich mal kurz auf dem Dach (2. OG) gearbeitet und dabei mit dem RA-318 mal einen Scan gemacht. Bei 150 Programmen war der Suchlauf beendet. Und das mitten im Dorf, wo ich wohne und ohne Höhenlage (444m). Da sind nur ein kleiner Teil ÖR Programme dabei gewesen. Da wird wieder unnötig viel Lobbyarbeit der Politiker für das Private Radio gemacht. Von den 150 Programmen tönen aber über 100 genau gleich, d.h. gleicher Musikstil. Da wünsche ich mir mehr unmoderierte Spartenprogramme, obwohl mit denen vermutlich kaum Geld zu verdienen ist. Darum unterstütze ich die 3 Programme von Swiss Satellite Radio. Aber nicht jeder hat halt die gleichen Wünsche. Moderiertes Radio ist halt nicht so mein Ding.

von drahtlos - am 26.02.2017 15:10
Ich würde Virus und SRF3 fusionieren (von beiden die besten moderierten Sendungen), nur ein mehrsprachiges Swiss Classic ausstrahlen. Zudem würde ich statt den vier sprachregionalen DAB-Multiplexen zwei Landesweite machen, auf denen alle SRG Programme flächendeckend in guter Qualität mit Slideshows ausgestrahlt werden.

von Stefan Heimers - am 27.02.2017 09:24
Mit Classix-Radio gibt's von der Energy-Gruppe einen Klassiksender. Ich persönlich habe ja nichts gegen die Festplatten-Programme der SRG, aber ich verstehe jeden, der sagt, ein Nonstop-Programm sei kein Auftrag nach Service-Public. Für Geschäfte und Restaurants muss die SRG kein Spartenprogramm finanzieren. Das gibt's im Web zu genüge.

von woody1 - am 27.02.2017 10:08
Gibt es für die SRG eine Aufstellung vergleichbar z.B. dieser vom BR?
http://www.br.de/unternehmen/transparenz-offensive-rundfunkbeitrag-104.html

Falls ja: würde mich sehr wundern, wenn da etwas anderes herauskäme als die Feststellung, dass ein Radioprogramm nur lächerlich wenig Geld kostet verglichen mit TV-Programmen, Sportrechten etc - und ein unmoderiertes Programm kostet nochmals deutlich weniger als ein redaktionell intensiv betreutes Programm.

Allein links oben: DRadio 0,48 EUR/Monat - das sind die werbefreien Programme Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und D-Radio Wissen, zumindest die beiden erstgenannten Programme sind äusserst aufwendig in der Produktion und betreiben 2 grosse Funkhäuser in Köln und Berlin.

Diese 48 Cent im Monat sind freilich von allen Gebührenzahlern in Deutschland und nicht nur von den deutlich wenigeren in Bayern. Aber selbst das ebenfalls sehr aufwendige Bayern 2 kostet bei Finanzierung durch die Bayerischen Gebührenzahler nur 70 Cent im Monat (!) - etwa 2 Cent pro Tag. Natürlich kommt da noch anteilig etwas aus den Bereichen Ausstrahlung, Technik/IT, Verwaltung hinzu, aber viel ist das nicht. Und einiges wird ohnehin durch Synergieeffekte im Funkhaus mitgenutzt.

Noch besser passt zu den SRG-Spartenprogrammen die Kostenbilanz von "Bayern plus" - 4 Cent je Monat sollen das an reinen Programmkosten sein.

Das Thema Kosten halte ich in jedem Fall für lächerlich und vorgeschoben. Es geht um etwas ganz anderes, es geht um das Zurückdrängen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Wir haben das gleiche immer wieder in Deutschland in der Diskussion, vor allem von den Rechtspopulisten, aber auch ganz allgemein in der Bevölkerung (wobei die vermutlich kein Bewusstsein dafür hat, wie wenig ein Radioprogramm kostet). Die Motivation ist meist politisch, also letztlich Hass.

Ein anderes Thema ist für mich dabei die Tatsache, dass in Deutschland in den vergangenen 25 Jahren massiv Inhalte aus den etablierten UKW-Programmen der öffentlich-rechtlichen Anstalten entfernt wurden, um dann günstigstenfalls digitale Spartenprogramme mit diesen Inhalten zu starten.

In der jüngsten Vergangenheit ist das auffällig mit deutschem Schlager passiert: die Anstalten haben ihn aus den Programmen (in der Regel waren das die regionalen "Heimatwellen" weitgehend entfernt und durch englische Oldies aus den 70er und 80er Jahren ersetzt. Protestierende Schlagerfreunde wurden teils regelrecht vorgeführt, beleidigt, diskriminiert. Es gibt Zeitungsartikel dazu, wie schlecht deutscher Schlager "testen" würde und dass man mit der Zeit gehen müsse. "Blöderweise" boomt der deutsche Schlager und einige Privatsender widmen sich ausschließlich dem Schlager (Paloma, Schlagerparadies - bundesweit auf DAB, Radio B2). Und plötzlich erfinden die ARD-Anstalten neue Schlagerwellen (MDR, NDR) und bieten diese via Livestream, DAB und teils über Satellit an.

Das gleiche mit Jugendkultur: man hat sie weitgehend aus den etablierten Programmen entsorgt. Manche Anstalten bieten keinerlei Jugendkultur mehr an, andere leisten sich separate Jugendwellen, auf denen dann auch meist kaum etwas mit gehobenem Niveau zu finden ist. Diese Jugendwellen verdrängen dann die jeweilige Kulturwelle von UKW. Sowohl der hr als auch der SWR haben Frequenzen von der "ernsten" Kulturwelle an die Jugendwelle verschoben, der BR wird BR Klassik künftig komplett von UKW nehmen.

Und das ist für mich ein Skandal. Ich betrachte es als Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Programme, ohne Diskriminierung bei den Verbreitungswegen alle Bereiche der Kultur zu bedienen. Die wertvollen Inhalte gehören in die Hauptprogramme und nicht ausgelagert! Und wenn das zur Folge hat, dass man zwei "gehobene" Wellen je anstalt betreiben muss, um die kulturelle breite abzudecken, dann ist es halt so. Selbst eine öffentlich-rechtliche Popwelle sollte nicht auf dem Nullniveau eines Privatfunkers laufen, sondern erkennen lassen, dass die Menschen hierfür Gebühren entrichten. Dann müssen am Abend halt Spezialsendungen laufen, die musikkulturelle Nischen abdecken. Und wenn das Quote kostet, dann ist das halt so. Das spricht dann nicht gegen das Programm, sondern gegen die Bevölkerung.

Und warum sollte Jazz nicht wöchentlich in ausreichend vielen Sendestunden auf einer regulären Kulturwelle angeboten werden? Der NDR tut dies z.B. vorbildlich abends auf NDR Info (!). Eine nonstop-Versorgung mit unmoderierten Musikschleifen ist dann wirklich entbehrlich, das kann man sich heute tatsächlich aus anderen Quellen beschaffen.

Die Inhalte müssen aber weiterhin präsent sein und hochwertig angeboten werden. Eine private Klassikwelle ist dazu aber vermutlich kaum in der Lage, oder ist dieses Classix-Radio wohltuend hochwertiger verglichen mit Deutschlands Klassik-Schänder "Klassik Radio", auf dem Häppchenklassik in schauderhaft komprimiertem Sound angeboten wird?

von Chris_BLN - am 27.02.2017 19:18
Mich wundert ein bisschen, dass SRF 1 offenbar von niemandem in Frage gestellt wird. Die Informations- und Hintergrundsendungen sind nicht das Thema – die gibt es allerdings auch auf SRF 4 News. Aber musikalisch bietet SRF 1 im wesentlichen nicht mehr viel anderes als Chart-Hits der letzten 40 Jahre und Schweizer Neuerscheinungen. Grosse Unterschiede zu beliebigen privaten Lokalsendern sehe ich da nicht mehr. Weiter oben war von Fusion zwischen SRF 2 und 3 die Rede. Fände ich persönlich schlecht – zu gross sind da in meinen Augen die Unterschiede. Aber SRF 1 und 3 könnte man ohne weiteres fusionieren. Die meisten SRF 1-Moderatoren waren früher eh bei DRS 3.

von Adrian Böhlen - am 01.03.2017 08:58
Zitat
Adrian Böhlen
Mich wundert ein bisschen, dass SRF 1 offenbar von niemandem in Frage gestellt wird. [...] Grosse Unterschiede zu beliebigen privaten Lokalsendern sehe ich da nicht mehr. [...] Aber SRF 1 und 3 könnte man ohne weiteres fusionieren. Die meisten SRF 1-Moderatoren waren früher eh bei DRS 3.


Dass andere dasselbe machen, genügt meiner Ansicht nach nicht, um etwas in Frage zu stellen. Ich halte es für keine gute Idee, SRF 1 und 3 zu fusionieren. Man würde damit nur die Hörer beider Programme vergraulen. Die Älteren erinnern sich bestimmt noch an die Zeit vor dem November 1983, als es noch kein DRS3 gab und die Jüngeren das erste Programm gemieden haben wie die Pest. Wollen wir wirklich wieder dahin zurück?

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 01.03.2017 11:44
SRF1 in Frage zu stellen ist unnötig - man beachte die unglaublich hohen Einschaltquoten.

von woody1 - am 01.03.2017 15:05
Zitat
woody1
man beachte die unglaublich hohen Einschaltquoten.

Naja, mit den Einschaltquoten ist das so eine Sache: Ich frage mich, wieviele einfach deshalb SRF 1 hören, weil ihr Radio seit 30 Jahren auf derselben Frequenz eingestellt ist. Habe das selber schon erlebt. Und sich dann beschweren «da chunnt ja afe nümm rächts» oder so. Aber diesbezüglich ist der Mensch eben schon ein Gewohnheitstier.

Zitat
woody1
SRF1 in Frage zu stellen ist unnötig

Grundsätzlich sollte in solchen Diskussionen alles in Frage gestellt werden dürfen.

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
als es noch kein DRS3 gab und die Jüngeren das erste Programm gemieden haben wie die Pest.

Vermutlich glauben viele SRF 3-Hörer immer noch, auf SRF 1 laufe vorwiegend Schlager und solche Sachen. Auch diese Haltung habe ich selber schon erlebt. Genauso betrachten wohl viele SRF 1-Hörer das dritte Programm immer noch als den «amtlich bewilligten Störsender» von einst. In Tat und Wahrheit kommen die beiden Programme heute im Tagesprogramm so ähnlich daher, dass es manchmal schwierig zu sagen ist, was gerade eingschaltet ist...

von Adrian Böhlen - am 01.03.2017 18:23
Naja. Da ist mir SRF 3 musikalisch (und auch inhaltlich - vom grossartigen Echo der Zeit abgesehen) immer noch um einiges näher als das musikalisch wesentlich ältere und "spiessiger" wirkende SRF 1.

von Wrzlbrnft - am 07.03.2017 20:57
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Bundesrat-steht-zu-SRF-Virus-und-Musikwelle-19156367

"Der Bundesrat will Spartensender wie Radio Swiss Classic, Radio SRF Virus oder die Musikwelle nicht abschaffen. Er lehnt eine Motion der Fernmeldekommission des Nationalrats (KVF) mit dieser Forderung ab."

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 13.04.2017 17:50
Das gefällt mir :spos:
Ich hoffe, dass diese Diskussion nun Endgültig vom Tisch ist.

von RADIO354 - am 13.04.2017 18:42
Und ich fürchte, dass der SVP-Rickli-Goldbach-Dunstkreis dies nun zum Anlass für eine neue Volksinitiative nehmen wird.

von Wrzlbrnft - am 14.04.2017 07:02
Wird Radio SwissJazz abgeschafft?

Derzeit läuft in der Schweiz eine Debatte über die Zukunft der Spartenradios der SRG SSR. Zu diesen Sendern zählen nebst Musikwelle, Virus und Option Musique auch die drei Programme Radio Swiss Jazz, Radio Swiss Pop und Radio Swiss Classic.

Der Grund für die Diskussion ist die Motion der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats, welche die Abschaffung der Radio-Spartensender der SRG vorsieht. Sie argumentiert, dass diese von der SRG betriebenen Sender keinen eigentlichen Service-public-Auftrag wahrnehmen würden. Zudem könnten mit der Einstellung dieser Kanäle mehr Wettbewerb geschaffen und einige Millionen an Gebührengeldern gespart werden.

Unterdessen hat der Bundesrat zu der Motion Stellung genommen und beantragt die Ablehnung der Motion. «Der Gesetzgeber geht von der Vorstellung aus, dass im Lichte eines dynamischen Funktionsauftrages die Zulassung solcher Angebote möglich sein muss, weil in einer stark segmentierten Gesellschaft ein Teil des Publikums unter Umständen nur noch durch spezifische Angebote erreicht werden kann (…) Damit soll den zum Teil unterschiedlichen Bedürfnissen verschiedener Bevölkerungsgruppen (z. B. Jugend, Senioren usw.) Rechnung getragen werden können», heisst es in der am 12. April 2017 publizierten Stellungnahme des Bundesrates.

Befürworter der Spartenradios finden sich unter anderen bei den Musikverbänden in der Schweiz, welche in der Dachorganisation Schweizer Musikrat zusammengefasst sind. Dieser wehrt sich gegen die Motion und koordiniert eine Petition für die Erhaltung der Spartensender. Als nächstes muss der Nationalrat über die Motion entscheiden; diese kommt voraussichtlich in der kommenden Herbstsession zur Abstimmung.

Quelle: Newsletter von Radio SwissJazz

von drahtlos - am 08.06.2017 09:12

Fehlende Slideshow bei allen SRG Programmen; Einstellung unmoderierter Spartenprogramme ?

Was ist los im DAB Vorzeigeland Schweiz? Ich muß zugeben, ich war sehr überrascht, als ich auf meiner diesjährigen Urlaubsfahrt in den Engadin auf der A96 auf Swiss Pop umgeschaltet habe und keine Slideshow auf dem Autodisplay auftauchte. Sinkende Datenraten, Abschaltung der Slideshow und bald auch noch die Abschaltung der besten Radioprogramme der Schweiz-nicht moderierte Spartenmusikprogramme.
DAB+ kann viel mehr als Musik abspielen. Sehr gute Klangqualität mit entsprechender Datenrate, Slideshow für Zusatzinfos mir dynamischer Verlinkung zu den HTML Seiten der Programmveranstalter, EPG, Journaline, digitaler Verkehrsfunk (der im Autoradio an das NAVI angebunden ist) Als Empfänger braucht es nur ein Smartphone, das mit einer angesteckten 40 cm Drahtantenne mit seinem integrierten DAB Empfänger empfängt und per Bluetooth an das Autoradio oder an den, an den Hifi- Verstärker im Wohnzimmer angeschlossenen Bluetooth- Empfänger, weiterleitet. Über die dynamische Verlinkung der Slideshow-Bilder gelangt man durch anklicken der Slideshow zu den Internetseiten der Sender. Der EPG der Programme kann aufgerufen werden, um Informationen der nächsten Sendungen zu erhalten. In Deutschland hatte der DLF einen Test, in dem von Sendungen des Tages im EPG die Podcast aufgerufen werden konnten. Der Zusatzdienst Journaline kann leider erst von wenigen Empfängern dargestellt werden. Auch die Hybrid-App vom IRT für das erste DAB-Smartphone kann noch kein Journaline, Slideshow, EPG und dynamische Verlinkung der Slideshow-Bilder funktionieren aber perfekt.
So könnte das Radio der Zukunft funktionieren, DAB+ mit zusätzlichen Funktionen des DAB Systems in Kombination mit einem Smartphone, das sowieso fast jeder besitzt.
Mit den geplanten hohen Sendeleistungen in der Schweiz geht das dann in jedem Auto und zu Hause ist nur ein billiger Bluetooth Empfänger für die Stereoanlage notwendig.
Und was macht die Schweiz, Dienste einstellen, Datenraten senken und Spartenprogramme ohne Moderation einstellen wollen. Ich denke, das ist der falsche Weg in die digitale Radio-Zukunft in der Schweiz.
Liebe Grüße aus dem Engadin.

von jug - am 01.07.2017 20:33
Hallo jug,

Von den Vielen Möglichkeiten DAB+ zu etablieren wurde Die meiner Ansicht nach Schlimmste gewählt.
Als Folge Dessen höre Ich zum Beispiel Radio SRF 1 Nach 9 Jahren zu Hause wieder via UKW. ...
Hatte 2008 Alles auf DAB+ umgestellt.
Steht die Schweiz sonst als Inbegriff für Qualität und Wertigkeit wird Dieses Credo bei DAB+ nicht
umgesetzt. Ich hatte mich Seinerzeit Schriftlich bei den Verantwortlichen beschwert.
Der 15. November, Tag der DAB+ Umstellung in der Schweiz ( DAB Alt wurde abgestellt ) wird mir
noch lange als Trauriger Moment in der Schweizer Radiogeschichte in Erinnerung bleiben....
MfG aus der Ostschweiz.
Det.

von RADIO354 - am 02.07.2017 12:39
@RADIO354

Könntest Du Deine Aussage noch begründen?

Radio ist übliche dilettantische Politik (von Juristen und Ideologen statt Technikern) und da kann man nichts erwarten.

Zum Trost: Schaue mal diesbezüglich nach Oesterreich oder Deutschland, da ist die Schweiz vergleichsweise Spitze. Slideshows und sonstiger Digital-KrimsKrams sind gerade beim wichtigsten Zielpublikum im Auto auf der Prioritätenliste nicht gerade zu oberst. Wetten, dass vor allem die Musik-Titel und natürlich Sendernamen interessieren (auch zu Hause) und das ist auf dem Display zu sehen :cool:

von audion - am 02.07.2017 13:58
Ob Spartenprogramme zu einem Grundversorgungs-Auftrag gehören und mit allgemeinen Steuergeldern zu bezahlen sind, ist nicht unbedingt zu bejahen. Die Antworten hängen von den persönlichen 'Weltanschauungen' ab und diese sind in einem Forum kaum repräsentativ vertreten.

von audion - am 02.07.2017 14:10
@ audion,

Zitat
audion
@RADIO354

Könntest Du Deine Aussage noch begründen?.......



Als am 15. November der DAB+ / DAB Alt Simulcast im 12 C beendet wurde hoffte Ich auf eine Verbesserung
der Qualität in dem bis zum 15. November 2016 vollgestopftem 12 C. Aber genau das Gegenteil ist
passiert. Das ist der Grund meiner Aussage.

Hier wurde das Thema
auch noch diskutiert.

von RADIO354 - am 02.07.2017 17:33
@ RADIO354
Aha, danke, alles klar!

Leider ist heute eben überall die Masse und nicht die Qualität gefragt. Begonnen hat dies mit dem Einstampfen des DSR (Digitales Satelliten Radio) von TVsat 2. Der hat noch unkomprimierte 'wav'-Dateien verbreitet :hot:

von audion - am 02.07.2017 19:56
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