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Radioforum Schweiz
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Erster Beitrag:
vor 5 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 2 Tagen, 8 Stunden
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dxbruelhart, Maxtech, Mike, Stefan Heimers, ulionken, uhf, audion, Heinz Lindenmann, PeterA

BAKOM - Vergabe neuer Mobilfunkfrequenzen: Konsultation gestartet: LTE 700 und mehr

Startbeitrag von dxbruelhart am 31.05.2017 08:58

Ab 2019 sind neue Mobilfunkfrequenzen nutzbar. Deshalb startet das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) eine Konsultation zur Art der Vergabe der neuen Ressourcen. Die Konsultation wird im Auftrag der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) durchgeführt und dauert vom 31. Mai bis am 31. Juli 2017.

Es geht jetzt um die Vergabe folgender Bänder:
LTE 700 - abermals zulasten des terrestrischen TVs
LTE 1450 - das L-Band, früher auch für DAB genutzt (heute noch in Tschechien), wird jetzt auch zum Mobilfunkband
LTE 3500/3700: Von 3400-3800 MHz steht ein Band für 5G zur Verfügung
LTE 2600 Restfrequenzen: 2685-2690 (und entsprechender Upload)

Siehe https://www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/das-bakom/organisation/rechtliche-grundlagen/vernehmlassungen/vergabe-neuer-mobilfunkfrequenzen.html

Antworten:

LTE700 kann der Todesstoss sein für Tele Rätia, eigentlich sollten wir uns mit Haut und Haar dagegen wehren, da der Frequenzbereich für das terrestrische TV immer kleiner wird (und damit werden Pläne des Bakom, das terrestrische TV ganz abzustellen zugunsten des Mobilfunks befeuert). Der Kampf gegen LTE 700 könnte aber auch ein Kampf gegen Windmühlen sein; den Netzbetreibern müssen wir aber auch die Attraktivität von LTE 2600 viel besser aufzeigen, gerade im ländlichen Raum lassen sich da hunderte Quadratkilometer mit einem erhöhten LTE 2600 Standort versorgen.

von dxbruelhart - am 31.05.2017 20:42
Zitat
dxbruelhart
LTE700 kann der Todesstoss sein für Tele Rätia, eigentlich sollten wir uns mit Haut und Haar dagegen wehren, da der Frequenzbereich für das terrestrische TV immer kleiner wird (und damit werden Pläne des Bakom, das terrestrische TV ganz abzustellen zugunsten des Mobilfunks befeuert). Der Kampf gegen LTE 700 könnte aber auch ein Kampf gegen Windmühlen sein; den Netzbetreibern müssen wir aber auch die Attraktivität von LTE 2600 viel besser aufzeigen, gerade im ländlichen Raum lassen sich da hunderte Quadratkilometer mit einem erhöhten LTE 2600 Standort versorgen.


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Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Erhalt der Terrestrik !
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Nicht nur, weil ich gerne Euer Schweizer Fernsehprogramm als süddeutscher Nachbar schaue
- sondern, weil ich der festen Überzeugung bin, dass der Erhalt der Terrestrik - aktuell über DVB-T2 mit HEVC - der richtige Weg ist, um die Bürger im Rahmen des Informationsauftrages als Staat zu versorgen.

von uhf - am 31.05.2017 21:21
2013 hatten ja Uli Onken und ich eine Antwort an die BNetzA gesandt, als sie eine öffentliche Konsultation zu LTE 700 gemacht hatten; vielleicht sollten wir auch diesmal eine Antwort ans Bakom senden - einen grossen Teil könnten wir von der damaligen Stellungnahme übernehmen.

von dxbruelhart - am 01.06.2017 08:42
Nun steht es fest das für DVB-T nur noch bis Kanal 50 reserviert ist.
Medienmitteilung Bakom

von Maxtech - am 08.11.2017 10:02
Zitat
Maxtech
Nun steht es fest das für DVB-T nur noch bis Kanal 50 reserviert ist.
Medienmitteilung Bakom


Das stimmt nicht ganz und steht auch so nicht in der Bakom-Mitteilung. Die Kanäle 49 und 50 liegen nämlich bereits im Frequenzbereich 694 bis 790 MHz, der an den Mobilfunk abgetreten wird. auch Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzen_der_Fernsehkan%C3%A4le#Westeuropa_2. DVB-T geht also nur noch bis Kanal 48.

Zeitlich und sachlich irgendwie passend ist es, dass zufällig am Tag der Medienmitteilung der DVB-Sender Hochrhein (D) abgeschaltet wurde. :(

73 de Uli

von ulionken - am 08.11.2017 20:08
Zitat
ulionken

Zeitlich und sachlich irgendwie passend ist es, dass zufällig am Tag der Medienmitteilung der DVB-Sender Hochrhein (D) abgeschaltet wurde. :(

73 de Uli


Was, wiebitte? Ganz aus, nicht auf T2 umgestellt? Das kann doch wohl nicht wahr sein!

von Stefan Heimers - am 09.11.2017 09:01
Doch, der Hochrhein-Sender wurde fernsehmässig aufgegeben durch das neue DVB-T2 Regime in Deutschland - und das ist so gar nicht gut...

von dxbruelhart - am 09.11.2017 09:11
Zitat
dxbruelhart
Doch, der Hochrhein-Sender wurde fernsehmässig aufgegeben durch das neue DVB-T2 Regime in Deutschland - und das ist so gar nicht gut...


Wie empfängt man in Waldshut und Bad Säckingen und weite Teile der Schweiz ARD + ZDF terrestrisch?
So wie ich das lese nur noch via Kabel und IPTV. Korrekt?

von Maxtech - am 09.11.2017 10:11
Terrestrisch empfängt doch niemand mehr ARD+ZDF, entweder hat man Satellit oder Kabel.

von PeterA - am 09.11.2017 17:29
Ich bin erschüttert das der Hochrhein mit DVB-T aufgegeben wurde. Ich hatte diese Signale genutzt um in Thun deutsches DVB-T fernzusehen... :-(

von Mike - am 11.11.2017 19:37
Mike, hast du keinen Kabelanbieter, Swisscom, UPC? DVB-T ist ein Auslaufmodell...

von Heinz Lindenmann - am 12.11.2017 12:52
Bei den vorangehenden Beiträgen wird teilweise wohl nicht beachtet, dass es um den terrestrischen Empfang an sich geht und nicht um den Empfang des ZDF. Hardliner - ich gehöre auch dazu - empfangen eben terrestrisch, denn für diese ist dies der eigentliche Reiz des Fernsehens. Kämen noch die Testbilder, würde ich sogar die Billag noch 'gern' bezahlen.

von audion - am 12.11.2017 18:59
Ich gehöre auch zu den "Hardlinern" - noch Möglichkeit empfange ich meine Radio- und TV-Programme terrestrisch, sonst via Sat. Wozu sollte ich mich denn in Abhängigkeit eines Kabelnetzbetreibers und dessen Politik der Programmauswahl begeben oder gar von Netflix & Co. meinen Medienkonsum tracken lassen?

Im übrigen ist hier im Dreiland DVB-T kein Auslaufmodell, trotz dieser Tendenzen in der Schweiz und in Deutschland: Die üblichen französischen Inlandsprogramme kommen hier terrestrisch komplett rein, die meisten davon in HD, während die Kabelnetze nur eine Auswahl bringen und via IP-TV ausserhalb von Frankreich das Geoblocking zuschlägt... Ohne die Terrestrik gäbe es in den Schweizer Kabelnetzen auch kaum österreichisches oder französisches TV, weil das meiste davon über Sat verschlüsselt ist und ohne die Terrestrik die rechtliche Grundlage für die Weiterleitung im Kabel entfallen würde!

73 de Uli

von ulionken - am 12.11.2017 20:49
Ich kann mich hier voll und ganz Uli Onken anschliessen. Der terrestrische Empfangsweg ist auch für mich der Königsweg. Daher sind alle Abschaltungen und Leistungsreduzierungen absolut zuschauerfeindlich, auch wenn wir nur noch eine Minderheit sind.

von dxbruelhart - am 12.11.2017 21:01
Waren eigentlich auf den zwei DVB-T Mux des Hochrhein-Senders ein Hinweislaufband zur Abschaltung zu sehen? Ich hatte es leider nicht geprüft.

von Mike - am 13.11.2017 20:50
Ich muss mich ulionken und dxbruelhart ebenso anschließen.
Abschlatungen vonm Sendern und Leistungsreduzierungen sind zuschauerfeindlich.

Und in ein ein paar Jahren gibt es alles nur noch über IP
- und kein DVB-S, kein DVB-C.

Die Rechte Mafia freut sich.
Endlich kein freies Europa.

Wo ist das freie Europa für das unsere Generation einsteht ?

von uhf - am 14.11.2017 00:13
Zitat
Heinz Lindenmann
Mike, hast du keinen Kabelanbieter, Swisscom, UPC? DVB-T ist ein Auslaufmodell...


Das Grundangebot im Kabel ist viel zu teuer (nochmals fast so viel wie Billag), und dann sind nicht mal alle Sender drin, die man per DVB-T empfangen kann (oder konnte). Meine Eltern in Basel haben jetzt kein ZDF-Neo mehr, trotz teurem Kabelanschluss (ist nur verschlüsselt im Kabel, kostet nochmals zusätzlich). Aus Frankreich kommen per DVB-T auch noch einige mehr als im Kabel sind, deshalb habe ich die Antenne weiterhin in Betrieb. Frankreich sendet sogar trotz altem DVB-T Standard schon in HD.

von Stefan Heimers - am 14.11.2017 16:25
Zitat
uhf
Und in ein ein paar Jahren gibt es alles nur noch über IP
- und kein DVB-S, kein DVB-C./quote]

Dann wird überall die Abschaffung der Zwangsgebühren laut, nicht nur in der Schweiz mit der NoBillag. Mit IPTV ist Pay per View problemlos möglich.

DVB-S wird nicht so schnell eingestellt, da längst nicht überall hohe IP Gschwindigkeiten möglich sind.


von Maxtech - am 15.11.2017 18:18
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