Neue Soundeinstellung bei DRS 3?

Startbeitrag von radiohead am 20.01.2004 21:24

Hallo Radioköpfe!

Mir ist bei den 22:00 Uhr Nachrichten grad aufgefallen, dass die Stimme des Nachrichtensprechers viel mehr "Bass" als üblich drauf hat... Hatte gleich mal mit den Sendern DRS 1 und DRS 2 verglichen und tatsächlich DRS 3 hört sich ungewohnt anders an... viel mehr tiefen und irgendwie auch "lauter"... Und jetzt bei der Sendung "Sounds!" kommt der Sound viel kräftiger rein und die Stimme des Moderators Matthias Erb ebenfalls total basslastig...

Weiss jetzt nicht ob mir das jetzt gefällt oder nicht... aber es erinnert mich etwas an die Soundeinstellungen von Radio 24... fällt mir bei den Stimmen besonders auf...

was meint ihr... hört ihr den Unterschied auch?

Antworten:

Es klingt in der Tat recht basslastig im Moment. Zusammen mit der schrecklichen Dynamik-Kompression ergibt das ein ziemlich unangenehmes Klangbild (speziell bei den Titeln, die in den letzten paar Minuten liefen). Aber das sind wir von DRS3 ja gewohnt...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 20.01.2004 22:00
PFUI !!! ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 21.01.2004 12:34
Ich muss diesen alten Thread wieder mal hoch holen...
Ich finde, das Soundprocessing bei DRS3 ist in der letzten Zeit noch schlimmer geworden! Am Klang wurde zwar offenbar nichts mehr geschraubt, aber das 'Pumpen' finde ich jetzt extremer als je zuvor (vielleicht werde ich aber auch immer sensibler...). Jedenfalls klingt DRS3 mittlerweile so grauenhaft, dass ich ihn auf einer hochwertigen Stereoanlage nicht mehr anhören kann! Ich zappe in letzter Zeit wieder öfters zu DRS3, weil sie jetzt immerhin wieder eine deutlich breitere Musikauswahl bieten. Aber so gut die gespielten Lieder manchmal auch sein mögen: den gequetschten Sound ertrage ich nicht länger als eine halbe Stunde! Wenn eine leisere Passage kommt oder ein Abschnitt, wo das Schlagzeug mal kurz aussetzt, zieht der Soundprocessor sofort (mit nur ganz kurzer Verzögerung) den Pegel hoch. Das hat dann auch zur Folge, dass Moderation und Nachrichten immer viel lauter klingen als die Musik und man ständig am Lautstärkeregler fummeln muss. Wirklich grauenhaft und auf Dauer unerträglich!!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 29.03.2004 22:14
> ich selbst höre ja Radio meistens per Kopfhörer

Oh! Sehr mutig! Hoffentlich führt das im Falle von DRS3 nicht zu bleibenden Schäden... :D
Ich habe das jetzt auch gerade mal probiert: dann hört man die Artefakte des digitalen Quellmaterials so richtig schön und die Stimmen der Moderator/-innen hören sich so wunderbar kratzig an (trotz des breitesten Filters (280kHz) im Yamaha T-85 und einwandfreiem Empfang!). Nicht zu vergessen natürlich das dauernde Pumpen der Lautstärke. Wirklich ein 'Hochgenuss'!
Das mit dem Aussetzen eines Kanals ist mir bei meiner (zugegeben nur kurzen) Hörprobe nicht aufgefallen. Bei den Nachrichten hatte ich jedoch den Eindruck, dass sich manchmal ganz kurz die Balance etwas nach links oder rechts verschiebt. Möglicherweise verleitet das "Bett" den Soundprocessor zu solchen Aktionen. Einen kompletten Aussetzer eines Kanals habe ich aber nicht beobachtet.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 31.03.2004 06:44
am besten vergleicht man es mit dem DAB Empfang. Hier finde ich die Tonqualität ok (wenn man mal von der niedrigen Datenrate absieht..... ) ;-)

von Radio_Freak - am 31.03.2004 16:29
@ Radio_Freak: ja, das glaube ich dir sofort! Das ist wohl Bestandteil des Plans "Einführung von Digitalradio mit der Holzhammermethode". Aber dieser Schuss kann ebensogut auch nach hinten losgehen. Denn der Normalhörer kümmert sich nicht um technische Spitzfindigkeiten. Er merkt, dass es schlecht klingt, wird die Schuld aber nicht beim "altmodischen" UKW-Verfahren suchen, das er noch aus gut klingenden Zeiten kennt, sondern beim Programmveranstalter oder noch schlimmer: beim Medium Radio im allgemeinen. Und das ist dann auch das Todesurteil für DAB. Ausserdem: sollte DAB tatsächlich mal noch zum Massenmedium werden, wird's dort genauso losgehen mit dem Soundprocessing!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 31.03.2004 19:20
Nein, nicht unbedingt Holzhammermethode.

Ich finde ich die Sache mit den 11 Programmen im gleichen Ensemble eher als "Holzhammer-Methode".
Die Idee ist nicht so schlecht, denn genau die Tonqualität interessiert den grösseren Teil der Hörer nicht unbedingt, wenn wir mal von denen absehen, welche wirklich über eine richtige Hi-Fi Anlage Radio wollen. Was ich bis jetzt festgestellt habe, so tönt DAB nicht matschig. Leider kann ich das nur vom Autoradio aus prüfen, da ich zu Hause über die Hi-Fi Anlage und Hotbird höre. Natürlich habe ich auch Zuhause einen Spitzen-UKW Tuner, diesen schalte ich aber noch höchstens ein, wenn ich Programme hören will (muss...) welche nur auf UKW senden. Die Programme sind aber durchwegs nicht mein Geschmack. Ich höre am liebsten Klassik oder Jazz, natürlich auch Blues und verwandte Musikstilrichtungen. Für Klassik rauscht mir UKW im Kabel zu sehr, für die anderen Musikstilrichtungen hat mir UKW einfach zu wenig Dynamik. Ein guter Vergleich ist für mich auf UKW jeweils der Jazz-Apero ab 17.00 Uhr auf DRS2 auf der Heimfahrt von der Arbeit. Da DRS2 auf UKW weniger Sender hat als DRS1 oder DRS3 schaltet mein Blaupunkt-Radio immer relativ spät um. Somit ist natürlich das Hören auf DAB ein Genuss gegenüber UKW. Wenn mir dann mal ein Musikstück vom Jazz-Apero nicht unbedingt gefällt, schalte ich auf Swiss-Jazz um. Ich glaube so eine Möglichkeit hat ein Jazz/Blues Liebhaber wohl kaum im Deutschsprachigen-Europa ;-).
Ich begreife nicht, warum man in Deutschland es nicht mal mit ebensovielen DAB Programmen versucht. Wenn die Käufer dann an der Programmvielfalt gefallen finden, könnte man jederzeit diese 11 Programme wieder auf 2 Ensembles verteilen. So bleibt dort einfach das Henne > Ei Problem weiterhin bestehen.

von Radio_Freak - am 31.03.2004 20:24
> Für Klassik rauscht mir UKW im Kabel zu sehr

Kabelradio kann ja auch nicht als UKW-Referenz herhalten! Mit meiner Antenne kriege ich diverse Klassiksender absolut rauschfrei (Bayern 4, DRS2, SWR2, Ö1).

> Da DRS2 auf UKW weniger Sender hat als DRS1 oder DRS3 schaltet mein Blaupunkt-Radio immer relativ spät um.

Wo wohnst du denn, dass du mit dem mobilen DRS2-Empfang auf UKW solche Probleme hast? Hier in der Region Schaffhausen kommt DRS2 überall auf mindestens drei Frequenzen in Ortssenderfeldstärke. Einen DAB-Sender für SH gibt's dagegen immer noch nicht... wo die Reste aus Winti und ZH nicht gehen, ist's Essig mit dem Digitalempfang!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 31.03.2004 22:01
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.