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Chasseral: Der Sendeturm

Startbeitrag von radiohead am 22.12.2004 11:22

Seit 24 Jahren steht er da und hat es zu einer Prominenz gebracht wie nur wenige Berner: der Sendeturm auf dem Chasseral. Seine Funktionen sind allerdings kaum bekannt. Ein Blick ins Innere des Giganten.


Der Mont Vully im Süden und der Moron im Norden, der Weissenstein im Osten und der Creux du Van im Westen sind markante, landschaftlich sehr unterschiedliche Aussichtspunkte. Obwohl sie zudem rund 60 Kilometer auseinander liegen, verbindet sie etwas: Der Blick reicht bis zum Chasseral, gelenkt vom kolossalen Sendeturm: ein rostiger Sockel mit einer eleganten, rot-weiss geringelten Spitze, 120 Meter hoch.

Es ist dieser Turm der Swiss-com-Broadcast AG, der den Chasseral zum markantesten Gipfel des Juras macht. Der Turm weist den Wanderern den Weg, und dank seiner Grösse erscheint er bereits aus zehn Kilometern Entfernung zum Greifen nah: Ein trügerischer Eindruck, doch der Sender wirkt wie ein überdimensionaler Magnet, der müde Beine motiviert.
Allerdings nur an klaren Tagen. Denn oft wabert eine dicke Tarnkappe aus Nebel um den Turm. Erst ab 20 Metern Distanz lässt sich erahnen, dass da etwas ist: Im düsteren Grau zeichnet sich schemenhaft etwas Konturloses, noch Dunkleres ab. Dass hier der Sendeturm steht, sieht man erst, wenn man fast mit dem Kopf dagegen stösst.
An solchen Tagen, ganz besonders im Winter, wenn der Schnee die Strasse vom Hotel Chasseral zum Turm versteckt, wird der Arbeitsweg der Swisscom-Mitarbeiter zum Abenteuer: Der eine lenkt das orange Pistenfahrzeug, der andere klebt mit der Nase an der Windschutzscheibe und sucht nach Orientierungspunkten. Denn bei Nebel oder im Schneesturm riskieren selbst Ortskundige, den Weg zu verfehlen und dann droht Absturzgefahr. Entlädt sich direkt über dem Turm ein Gewitter oder tobt ein Orkan mit einer Windgeschwindigkeit bis zu 210 Stundenkilometern, kann der Arbeitsplatz auf 1600 Metern Höhe weder betreten noch verlassen werden, dies wäre lebensgefährlich. Sitzen die Männer im Turm fest, sehen sie die Blitzschläge als violette Lichter; das Grollen des Donners wird gedämpft durch die einen Meter dicke Betonfassade.
Der Turm gehört Swisscom-Broadcast, er ist das Herz einer ganzen Radio- und TV-Region sowie Teil einer Kette von Sendetürmen in der Schweiz. Würde die Elektronik im Turm versagen, wären das Seeland und ein Teil der Romandie von vielen Informationen abgekoppelt: Die TV-Programme von SF1 und 2 sowie Tele Bärn würden ausfallen. Funkstille herrschen würde ebenfalls im Radio: Ohne Sendeturm könnten DRS 1, 2 und 3, Couleur 3, RSR, Espace 2 sowie Rete Uno nicht empfangen werden.
Die Station - seit 1945 in Betrieb und 1983 durch einen neuen Bau ersetzt - wird deshalb rund um die Uhr überwacht. Sie verfügt über ein Notstromsystem, das ähnlich wie jene in Spitälern funktioniert: Eine beeindruckende Reihe Batterien liefert Notstrom, falls eine Panne die Zufuhr von den Berner Kraftwerken unterbrechen sollte. Dauert der Stromausfall länger, werden im Untergeschoss, vier Meter unter der Erdoberfläche, die beiden grossen Dieselmotoren gestartet: Sie sind im Ernstfall die Herzschrittmacher, die den Stromkreislauf stabilisieren.
In den Stockwerken darüber befinden sich Sendeanlagen, die Ventilation, der Faradaysche Käfig, der die empfindliche Elektronik von unerwünschten Signalen schützt sowie die Radiotelefonie.
Optisch erinnert das Innenleben des Sendeturms frappant an das Raumschiff Enterprise: Die blitzblanken Innenräume sind voller Elektronik in mehr als mannshohen Kästen, die stramm wie Soldaten in Reihen stehen. Wie im Cockpit eines Raumschiffen blinken hunderte Lämpchen in verschiedenen Farben. Statt herkömmlichen Fenstern gewähren sechseckige Luken mit dicker Doppelverglasung einen Blick auf die gebirgige Umgebung - würde Kapitän Kirk zur Tür hereinkommen und den Befehl zum Starten geben, es würde kaum erstaunen.
Abheben wird der Koloss auf dem Chasseral allerdings nie. Doch von der höchsten Plattform aus bietet sich eine Aussicht, wie sie sonst nur Gleitschirmflieger kennen: Auf die bucklige Krete, die zum Chasseral hinauf führt. Auf die Juraketten, die gegen den Horizont hin immer bläulicher wirken. Auf das wattigweisse Nebelmeer, das von den markanten Alpen begrenzt wird.
Der 24 Jahre alte Sendeturm, ein rein technisches Gebäude, ist längst eine der wichtigsten touristischen Attraktionen des Berner Juras. Nicht nur wegen seiner funktionalen Ästhetik: Ohne ihn wäre der Chasseral ein Berg unter vielen. Einer, der sich aus der Entfernung kaum von den anderen unterscheidet.

Quelle: Bieler Tagblatt

Antworten:

Fotos vom Chasseral gibts im Web hier:
http://www.picswiss.ch/BE-L82.html
Seit der Chasseral (seit Dezember 95) auch auf UKW in Betrieb ist, können wir ein hochwertiges, feines Radio in weiten Teilen der Deutschschweiz empfangen, nämlich Couleur 3!



von dxbruelhart - am 22.12.2004 12:02
So gingen am Chasseral die UKW-Frequenzen in Betrieb:

- Am 27.11.95 wurde vom Standort Chasseral die Frequenz 105,3 mit einem Sinuston aufgeschaltet. Am 4.12. wurde das Programm von DRS 3 auf dieser Frequenz eingeschaltet; ERP 20 kW.
- Am 5.12.95 wurden folgende Frequenzen vom Standort Chasseral eingeschaltet:
100,3 RSR 2 Espace 2, 102,3 RSR 1 La première, 104,2 RSR 3 Couleur 3., alle mit 20 kW ERP.
- Am 5.12.95, 10.05 h wechselte am Standort Banitger DRS 3 von bisher 102,3 auf neu 99,3..
- Seit 16.1.95 ist vom Chasseral auf 103,0 DRS 1 in Betrieb.
- Am 30.1.96 wurde am Chasseral die 6. und letzte Freqzenz in Betrieb genommen, nämlich
RSI 1 - Rete uno, vorerst nur mit ca. 1 kW ERP.



von dxbruelhart - am 06.01.2005 15:03
@ dxbruelhart

Interessant, interessant...
Du hast geschrieben, DRS3 habe von Bantiger mal auf 102.30 gesendet. Wie war das denn mit den Frequenzen von DRS1, DRS2 und La Première. Waren die schon immer dieselben wie heute?
Freue mich auf eine Antwort :-)

gruss - xyz

von xyz - am 07.01.2005 16:23
@ xyz: Vom Bantiger kamen bis1995:
88.2 DRS 1 600W
93.2 DRS 2 600W
95.1 RSR1 La première 5 kW
99.3 RSR2 Espace 2 5 kW
102.3 DRS3 600W
Auffällig war damals eben, dass die RSR-Programme mit wesentlich mehr Leistung abgestrahlt wurden als die SRG-Programme.



von dxbruelhart - am 08.01.2005 06:51
Hallo dxbruelhart, ich korrigiere dich ja ungern :-) , aber bei deinem letzten Posting müsste es ja wohl eher heissen:
...mit wesentlich mehr Leistung abgestrahlt wurden als die DRS-Programme.
Die RSR- (und RSI-) Programme gehören ja ebenfalls zur SRG (SSR idée suisse)!

Herzliche Grüsse, SEBASTIAN . SÜESS



von SEBASTIAN . SÜESS - am 08.01.2005 09:52
Also hatte RSR2 die heutige DRS3-Frequenz. RSR 2 wird heute ja nicht mehr vom Bantiger aus gesendet. Das mit den höheren Sende- Leistungen der RSR-Programme ist mir auch ein Rätsel.
Fest steht nur, das der Chasseral mit seinen 20kW hier in der Region sehr gut reinkommt, so dass ich eigentlich den Bantiger gar nicht brauche. Selbst in der Stadt Bern kommt z.B. DRS 3 auf 105.3 in rauschfreier Qualität, so wie alle anderen Chasseral- Frequenzen. Bei mir zuhause wechsle ich dann schon eher auf die Niederhorn- Frequenzen.

die heutigen Sende- Stärken:
Bantiger:
88.2 DRS 1 5kW
93.2 DRS 2 5kW
99.3 DRS 3 5kW
95.1 RSR1 La premiére 5kW

Chasseral:
103.0 DRS 1 20kW
105.3 DRS 3 20kW
102.3 RSR 1 La Premiére 20 kW
100.3 RSR 2 Espace 2 20kW
104.2 Couleur 3 20kW
107.3 RSI 1 Rete Uno 20kW



von MagicMax - am 08.01.2005 10:20
Mich erstaunt noch, dass da noch RSR2 und dann noch mit hoher Leistung gesendet wurde...
Besten Dank für die Information, dxbruelhart.
Ich wohne auch an so einem Ort, wo eigentlich der Bantiger dafür zuständig wäre (südlich von Bern), der Chasseral hat aber der bessere Standort und kann in diesem hügeligen Gebiet viel besser in Chrachen, Gruben und Täler hineinsenden. Wenn man z.B. von Bern nach Schwarzenburg fährt, kommt der Chasseral schon oberhalb von Köniz besser als der Bantiger.
Ich kann MagicMax also zustimmen, den Bantiger würde es nicht unbedingt brauchen, zumal der Chasseral ja auch mehr Programme bringt!

gruss - xyz

von xyz - am 08.01.2005 15:35
Hmmm...ich kann mich noch daran erinnern, DRS3 auf 107.3 vom Standort Magglingen gehört zu haben.

Wieviele Watt hatte eigentlich der Standort Magglingen?

Die 88.2 vom Bantiger war schon früher eine ziemlich bekannte Frequenz, die bei Autoradios in unserer Region (Lyss) häufig eingestellt war. Das war noch in der Prä-RDS Zeit gewesen...

von Tropo X - am 12.01.2005 08:42
Soweit ich mich errinnere, haben die Sender der SRG vom Standort Magglingen-La Comtesse jeweils mit 1 kW ERP gesendet. Von dort sendet immer noch DRS2 auf 99,7.
Auf Sendung waren von diesem Standort noch die 96,4 mit DRS1 und die 103,0 mit RSR1-La première.



von dxbruelhart - am 12.01.2005 11:29
Das Erstaunliche am Bantiger ist, dass ja auch BE1, RABE und Xtrabern von dort aus mit angeblich 600W senden. In Lyss selber ist der Empfang aber kaum möglich, im Gegensatz zu den alten DRS-Frequenzen gegen Ende der 80'er Jahre.

Da scheint wohl das Abstrahldiagramm geändert zu haben...?

von Tropo X - am 12.01.2005 13:05
@Tropo X:
Radio Xtrabern und Radio BE1 senden mit jeweils 500W vom Bantiger aus. Radio RaBe sogar noch schwächer, mit lediglich 100W.
DRS1, DRS2,DRS3, sowie RSR1-la premiere aber jedoch mit 5000W, was auch den schlechteren Empfang der Lokalsender in Lyss erklären lässt. Ob bei diesen Sendern noch zusätzlich mit verändertem Abstrahldiagramm gesendet wird, weiss ich leider nicht.

Ich habe aber die festgestellt, dass die beiden Programme Extrabern und Be1 seit dem Wechsel auf den Bantiger wesentlich weiter empfangbar sind. So hörte ich z.B. auch schon Extrabern bis nach Solothurn in guter Qualität. Richtung Seeland scheint es aber wirklich Störungen zu geben. In der Stadt Biel ist der Empfang, je nach Ort nicht gerade sehr gut. Bei Extrabern und Be1 rauscht es oft, im Gegensatz zu den DRS-Frequenzen vom Bantiger, welche in relativ guter Qualität reinkommen.

Der Chasseral kommt übrigens in Biel, vor allem im westlichen Stadtteil nur sehr schlecht rein, weshalb man ja den Sender Biel-Jutzhubel für DRS und RSR, sowie RSI 1 hat. Ich bin jedoch der Meinung, dass wenn man beim Bantiger die Sendeleistung erhöhen würde, sagen wir auf etwa 20 kW, könnte man auf diesen Sender verzichten.

RaBe ist von allen Bantiger-Programme das schwächste. Bei mir in Rüfenacht ist Empfang desshalb kaum mehr in guter Qualität möglich. Xtrabern und Be1 kommen hier, je nach Standort in besserer Qualität vom Belpberg.



von MagicMax - am 12.01.2005 13:27
Der Jutzhubel würde uns im Seeland lustigerweise recht gut versorgen, von Ins über den Frienisberg bis Solothurn kann man den Sender hören.

Interessant ist, wie extrem verzerrt z.B 105.3 DRS3 und 103.0 DRS1 vom Chasseral in Biel klingen.

Für den Bantiger wird der Frienisberg schnell zu einem Problem...allerdings kommt die 99.3 DRS3 am Bielerseeufer stärker rein als die 105.3, was durch die Abschattung logisch ist.

Bei uns im Seeland trifft man zum Teil auf recht interessante Empfangseigenschaften.

von Tropo X - am 12.01.2005 13:48
Zum Sender Bantiger:

In einer alten Sendertabelle von Ende der 70er-/Anfang der 80er-Jahre habe ich für 88,2 DRS 1 und 93,2 DRS 2 je 600 W und für 95,1 RSR 1 und 99,3 RSR 2 je 12 kW als Sendeleistung vermerkt. Die Quelle weiss ich aber leider nicht mehr.

Laut einer UKW-Empfangskarte der SRG von 1978 (habe ich damals beim Inkrafttreten des Genfer Wellenplans für AM von Radio DRS bekommen) versorgte der Bantiger u.a. auch fast das gesamte Westufer des Neuenburger Sees sowie die Grossräume Biel und Fribourg mit den RSR-Programmen. Den UKW-Sender Magglingen gab es da noch nicht.
Vielleicht erklärt das die früher hohe Sendeleistung von RSR 1 und RSR 2 am Bantiger?


DRS 3 kam vom Bantiger in den ersten Jahren (ab '83) auf 101,7. Und Couleur 3 müsste in diesen Jahren auf 102,3 gewesen sein. Da bin ich fast sicher. ;-)


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QTH in diesen Jahren war:
Bad Säckingen/D (30 km nach Basel; je 60 km nach Zürich und Schaffhausen)

von Manager. - am 12.01.2005 20:07
Seltsam, aber so ist es wirklich: Vom Banitger kommt als einziger Privatsender zuverlässig bis in meine Gegend Rabe durch; gemäss den Infos, die mir bekannt sind, und die auch vom Bakom stammen, senden alle 3 Privaten mit 600 W ERP vom Bantiger. Rabe sendet aber wohl mit einer anderen Antennenrichtung als die beiden anderen Privatprogramme.



von dxbruelhart - am 12.01.2005 22:09
Dann hab ich micht trotzdem nicht getäuscht?

RABE geht von den 3 privaten bei uns in Lyss am besten! Zum Glück, kann ich nur sagen! Die anderen 2 Stationen sind ja echt zum Lachen und eine Beleidigung für das Ohr, bzw. die Intelligenz...

von Tropo X - am 13.01.2005 07:37
@ Manager.DRS 3 kam vom Bantiger in den ersten Jahren (ab '83) auf 101,7. Und Couleur 3 müsste in diesen Jahren auf 102,3 gewesen sein. Da bin ich fast sicher.

DRS 3 war auf 101.7 (600W) spàter auf der 102.3 (600W) und dann fùr 3 Wochen auf 99.3 mit 12 kW noch vom alten Bantiger Turm ! Vom neuen Turm dann mit 5 kW.
Also Couleur 3 sendete nie vom Bantiger, RSR 1 und 2 sendeten mit 12 kW ERP
weil man ja auch den Neuenburgersee ufer und Bieler see ufer versorgen musste.
der La Dòle kam da nicht so gut rein, war im Funkschatten, Couleur 3 hatte
damals klar eine ganz schwache versorgung in der Romandie ( Fribourg, Neuchàtel, Lac de Bienne ) alle mussten auf die 100,7 den schlechten empfang vom La Dòle aufnehmen. Spàter kam dann Biel Magglingen und der empfang war
im Seeland um einiges besser, aber am see ufer von Neuchàtel und Biel, war kein
brauchbarer Couleur 3 empfang mòglich, wenn dann nur vom La Dòle.
Die alte 12 kW RSR vom Bantiger versorgte
damals sehr gut, die 600 W fùr die DRS Programme war unbrauchbar.



von Rete_Svizzera - am 13.01.2005 11:10
Also gegen eine Erhöhung der Leistung für die SRG-Programme auf dem Bantiger hätte ich gar nichts, das eine oder andere Funzeli liesse sich so abschalten (Jutzhubel, Schaltenrain...)
Meines Wissens sendet RaBe tatsächlich mit weniger Leistung als die beiden "grossen" ExtraBern und BE1. In meiner Wohnung, etwa 25 km in südlicher Richtung vom Bantiger aus, jedoch kein Sichtkontakt, kommt RaBe trotzdem einiges besser rein als ExtraBern... Mit BE1 habe ich keine grosse Probleme.

gruss - xyz

von xyz - am 13.01.2005 11:18
@ Rete Svizzera:

Danke für die Infos und Korrekturen.

Weisst du "zufällig" noch die anderen Standorte und Frequenzen mit denen Couleur 3 startete?
Ich konnte Couleur 3 am Hochrhein vom Start weg sehr gut über den Sender "Les Ordons" empfangen. Auch heute noch geht Couleur 3 dort perfekt über die 104,8.

Die alte 12 kW RSR vom Bantiger versorgte
damals sehr gut, die 600 W fùr die DRS Programme war unbrauchbar


So habe ich es auch noch in Erinnerung. Wenn ich in diesen Jahren mal nach Genf zum Autosalon unterwegs war, war Radio DRS immer schon kurze Zeit hinter der Sprachgrenze im Rauschen verschwunden, trotz gutem BLAUPUNKT-Receiver.

von Manager. - am 13.01.2005 11:55
@ Manager & Rete Svizzera: Danke auch Euch für die Details, die mir nicht mehr geläufig waren.
Couleur 3 startete am 24. Februar 1982 und war vorerst ausschliesslich über 100,7 La Dôle und auf MW 1485 Savièse zu hören. IMHO wurden dann ab Herbst 1983 weitere Sender eingeschaltet.
Der Sender La Dôle, der ab 86/87 dann auf 100,1 sendete, war die einzig brauchbare Empfangsmöglichkeit von Couleur 3 im Raum Zürich/Uster bis 1995 (damals sendete noch Radio Zürisee auf 104,9 - daher war kein brauchbarer Empfang des schwachen Les Ordons-Signals möglich).



von dxbruelhart - am 13.01.2005 12:32
IMHO wurden dann ab Herbst 1983 weitere Sender eingeschaltet.


...und genau DIE suche ich gerade. La Dôle und MW Savièse wusste ich noch, aber die anderen kriege ich nicht mehr zusammen.

Bantiger meinte ich gehörte auch dazu, aber dem war ja nicht so, wie Rete Svizzera oben bereits geschrieben hat.

von Manager. - am 13.01.2005 13:26
And die 100.1 kann ich mich noch gut erinnern. War eine der bestempfangbaren Frequenzen im Seeland, nur wusste ich damals nicht, dass es sich hier um die La Dole handelte.

Hatten die dort nicht 25Kw?

von Tropo X - am 13.01.2005 14:38
Zitat

An die 100.1 kann ich mich noch gut erinnern. War eine der bestempfangbaren Frequenzen im Seeland, nur wusste ich damals nicht, dass es sich hier um die La Dole handelte.

Hatten die dort nicht 25Kw?


Ich auch. Ich mag mich erinnern, Couleur 3 früher hier bei mir, ca. 15 Km. östlich von Bern, auf 100,1 von der La Dôle in bester Qualität empfangen zu haben.



Zitat

Also gegen eine Erhöhung der Leistung für die SRG-Programme auf dem Bantiger hätte ich gar nichts, das eine oder andere Funzeli liesse sich so abschalten (Jutzhubel, Schaltenrain...)
Meines Wissens sendet RaBe tatsächlich mit weniger Leistung als die beiden "grossen" ExtraBern und BE1. In meiner Wohnung, etwa 25 km in südlicher Richtung vom Bantiger aus, jedoch kein Sichtkontakt, kommt RaBe trotzdem einiges besser rein als ExtraBern... Mit BE1 habe ich keine grosse Probleme.

@xyz:
Ist schon komisch, bei mir, 15 km östlich von Bern ohne direkte Sichtberbindung zum Bantiger (weiter vorne im Dorf sieht man nur knapp die Turmspitze), kommt Rabe am schlechtesten rein. Extrabern kommt meiner Meinung nach am besten, eben noch etwas besser als Be1. Heute hab ich aber noch einen Test mit einer HiFi-Anlage im Haus gemacht ohne Antennenkabel (hatte den Finger in die Antennebuchse). Ergebniss: Rabe 95,6=am wenigsten verauscht, Extrabern 97,7=verauscht, Be1 101,7= kein Empfang.

Es häng wahrscheinlich auch noch ein Wenig mit dem verwendeten Empfänger zusammen. Ich hatte einmal gehört, je tiefer die Frequenz, je besser stärkerer der Empfang. Wenn dies stimmen sollte, hättet ihr mit Rabe recht. Der hat die tiefste Frequenz



von MagicMax - am 13.01.2005 15:22
@ MagicMax

Hmmm...
Ich hab das soeben gerade mit verschiedenen Empfängern ausprobiert. Und vor allem bei Geräten mit nicht wahnsinnig gutem Empfang kommt bei mir tatsächlich RaBe am besten, dann Be1, ExtraBern ist am schwächsten. Mit dem trennscharfen Weltempfänger kommen dann aber alle drei gleich...
Ich wohne in einer Region mit hügliger Topographie, und da ist man recht bald mal in einem Bantiger-Loch, ich werde bei Gelegenheit mal schauen, wies dort so ist mit diesen drei.

gruss- xyz

von xyz - am 13.01.2005 18:08
Couleur 3 sendete ab dem 20.1.87 auf dem Biel Magglingen auf der 103,0 MHz
mit 1 kW ERP gerichtet richtung 150° Richtung Lyss.
Am anfang hatte der La Dòle 45 kW Couleur 3 auf 100,7 dann spàter auf der 100,1
und noch spàter nur noch mit 19 kW.
Vom Les Ordons wurde ab dem 20.5.1983 auf der 100,8 Mhz mit 1,5 kW rundstrahlung gesendet.



von Rete_Svizzera - am 13.01.2005 18:23
@ dxbruelhart und Rete Svizzera:

Vielen Dank für die Daten zum frühen Couleur 3.

Vom Les Ordons wurde ab dem 20.5.1983 auf der 100,8 Mhz mit 1,5 kW rundstrahlung gesendet.


Ja, das passt gut. Ich konnte nämlich Couleur 3 schon einige Zeit hören bevor DRS 3 und die Privaten auf Sendung gingen.

von Manager. - am 13.01.2005 20:39
Die Berner Lokalsender machen auf der A1 etwa ab Kirchberg zum Teil schon Probleme, jedenfalls ist in Lyssach der Empfang schon heikel (mit mülligen Empfängern oder Antennen).

In Richtung Biel ist bei Bundkofen etwa Schluss mit Spitzenempfang (Frienisberg).

Der Bantiger kommt dafür weit ins Welschland rein (Moudon)...wo sich allerdings bis auf Reisende kaum Jemand für die Programme interessiert.

von TropoX82 - am 13.01.2005 20:50
Wann kommen die Sendeleistungserhöhungen am Chasseral?
Auf UKW wurden sowohl DRS1 als auch Couleur 3 auf 50 kW hochkoordiniert, die sind aber beide noch nicht durch - Status in der BNetzA-Liste ist A. Die weiteren Chasseral-UKW-Frequenzen sind bereits auf 50 kW hochkoordiniert; gesendet wird aber bislang mit 20 kW.
Das DAB-Ensemble auf 12A mit Couleur 3 soll ja gar auf 6,3 kW verstärkt werden, in Richtung Zürich sollen dann die ganzen 6,3 kW rausgehen, dann sollte der Empfang auf 12A im Raum Uster/Winterthur/Schaffhausen möglich werden (heute geht es ja schon auf gewissen Anhöhen in der Region); die neue Konfiguration mit 6,3 kW hat in der BNetzA-Liste nun den Status K4.

von dxbruelhart - am 07.03.2012 07:27
Zitat
dxbruelhart
Das DAB-Ensemble auf 12A mit Couleur 3 soll ja gar auf 6,3 kW verstärkt werden, in Richtung Zürich sollen dann die ganzen 6,3 kW rausgehen, dann sollte der Empfang auf 12A im Raum Uster/Winterthur/Schaffhausen möglich werden


Im Kanton SH aber allenfalls im westlichen Kantonsgebiet und sicher nicht mobiltauglich. In der Stadt Schaffhausen und im Ostteil des Kantons spielt der Chasseral keine Rolle. Der teilweise an höheren Lagen mögliche 12A-Empfang dürfte ausschliesslich von Les Ordons kommen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 07.03.2012 11:30
Zitat

Das DAB-Ensemble auf 12A mit Couleur 3 soll ja gar auf 6,3 kW verstärkt werden, in Richtung Zürich sollen dann die ganzen 6,3 kW rausgehen, dann sollte der Empfang auf 12A im Raum Uster/Winterthur/Schaffhausen möglich werden (heute geht es ja schon auf gewissen Anhöhen in der Region); die neue Konfiguration mit 6,3 kW hat in der BNetzA-Liste nun den Status K4.


Heute empfängt man 12A in der Region Winterthur nur auf höheren Gebieten mit freier Sicht Richtung Westen. Die 6.3 kW reichen aber leider niemals aus um sauber diese Region zu versorgen. Dafür ist der Chasseral leider zu weit weg. Es geht dann höchstens an gewissen Stellen etwas besser...

von radiohead - am 07.03.2012 11:57
Zitat
radiohead
Zitat

Das DAB-Ensemble auf 12A mit Couleur 3 soll ja gar auf 6,3 kW verstärkt werden, in Richtung Zürich sollen dann die ganzen 6,3 kW rausgehen, dann sollte der Empfang auf 12A im Raum Uster/Winterthur/Schaffhausen möglich werden (heute geht es ja schon auf gewissen Anhöhen in der Region); die neue Konfiguration mit 6,3 kW hat in der BNetzA-Liste nun den Status K4.


Heute empfängt man 12A in der Region Winterthur nur auf höheren Gebieten mit freier Sicht Richtung Westen. Die 6.3 kW reichen aber leider niemals aus um sauber diese Region zu versorgen. Dafür ist der Chasseral leider zu weit weg. Es geht dann höchstens an gewissen Stellen etwas besser...


Derzeit gehen vom Chasseral wenige Watt in unsere Richtung (maximal 50W); somit wird der Chasseral nach der Sendeleistungserhöhung mit mindestens 120facher Sendeleistung zu uns senden; die UKW-Sender vom Chasseral sind heute richtig gut (mit RDS) empfangbar; daher gehe ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es mit 12A auch klappen wird, sobald da mit 6,3 kW gesendet wird.

von dxbruelhart - am 07.03.2012 12:42
@ dxbruelhart,

Hallo Christian.

Der Chasseral wird aber nicht Rundstrahlend senden.
Nach Zürich, das ist ca. in 50 bis 70° gehen dann 120 W (50° ) 524 W ( 60°) und 1071 W ( 70° )
heraus. Zu wenig. Ich dachte nämlich auch das Hier der Empfang dann besser werden könnte
aber dazu ist der Sender dann nicht in der Lage.
MfG Det.

von RADIO354 - am 07.03.2012 14:38
@ Radio 354: Uster liegt in Richtung 80° vom Chasseral aus gesehen, da werden künfitg immerhin 2,5 kW rausgehen; heute gehen da nur rund 25 Watt raus; mit einer Verstärkung um den Faktor 100 wird man sicherlich eine deutliche Empfangsverbesserung bemerken können. Um den Faktor 100 bis 500 wird die Leistung auch Richtung Zürich und Winterthur verstärkt.

von dxbruelhart - am 07.03.2012 15:34
Jetzt geht 12A hier (ohne Tropo) an der richtigen Stelle im Zimmer mit aussetzerfreiem DAB+ Ton, Couleur 3 ist hier angekommen! Der Chasseral sendet also nun mit definitiv hoher Leistung; vielleicht helfen auch noch die nun verschneiten und vereisten Gärnisch-Wände; sobald der Winter in den Bergen Einzug gehalten hat, habe ich hier doch verbesserten Empfang aus dem Jura.
Der Empfang gelingt mit dem Microspot RA318 und seiner Teleksopantenne.
Tropo gibts derzeit keines.

von dxbruelhart - am 04.11.2012 07:39
Kann bestätigen, neu am oberen Zürichsee auch Indoor-Empfang von 12A - war vorher nicht (oder gelegentlich) möglich.

von Westwind - am 04.11.2012 22:12
Hier die Bestätigung von emetteurs.ch:
Der Chasseral sendet neu mit 12 kW!

http://www.emetteurs.ch/wiki/index.php/Nouveaut%C3%A9s_du_site

2 novembre 2012 modification puissance émetteur DAB Chasseral de 4 Kw à 12 Kw et ajustement des directions d'antenne

von dxbruelhart - am 05.11.2012 09:26
Hallo Radiofreunde,

" Empfangsbericht " Ostschweiz/ Werdenberg : Kein Empfang.
Philips DA 9011/2 mit Kopfhörerkabelantenne portabel. 1 Balken blinkt punktuell mal.
MfG Det.

von RADIO354 - am 05.11.2012 09:44
Ich merke leider nichts von der Leistungerhöhung. Weiterhin kein Empfang von 12A.

von radiohead - am 05.11.2012 09:45
Dito für Schaffhausen. Hätte mich aber auch gewundert, da hier in der Gegend auch auf UKW so gut wie nichts vom Chasseral ankommt.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 05.11.2012 11:16
Leider sind Antennendaten bei Emetteurs mit der Sendeausstrahlung von 140-270 Grad nicht gerade für Deutschweizer Hörer gedacht, sonst müsste es mit dieser Leistung um viele Ecken weitergehen (Zürich indoor). Ich denke das hat noch mit dem Vorarlberger Ensemble zu tun, welches auch in (?) Jahren auf Kanal 12A mal senden sollte. Dass es trotzdem bis nach Rapperswil (indoor) geht, erstaunt mich umsomehr, wobei Rapperswil in diese Richtung schon relativ offen ist - besser als nach Zürich!

von drahtlos - am 05.11.2012 14:05
Rund um den Bahnhof Bern liest der Cowon D2 jetzt auch das Romandie-Ensemble ein. Ortssenderempfang ist es mit diesem tauben Gerät zwar keiner, aber man bekommt 12A jetzt wenigstens überhaupt mal rein.

von Wrzlbrnft - am 05.11.2012 20:44
Hier in Olten blubbert es nun weniger. Ein 12A Empfang ist nun wesentlich einfacher.

von mkey - am 06.11.2012 07:20
War heute in Amden und kann bestätigen, dass 4 DAB-Ensembles fast gleich stark hereinkommen:

7D (SMC),
12A (Suisse Romande),
12C (SRG Deutschschweiz),
12D (Graubünden).
8D (SWR) ist nur noch halb so stark empfangbar, jedoch mit Einlesung im Empfänger und störungsfreiem Audio (aber Fading wegen Reflexionen und Schnee),
übrige Ensembles: nur Wahrnehmbarkeitsgrenze

von Westwind - am 06.11.2012 15:51
Ich glaube, ich muss in den nächsten Tagen doch wieder mal den Microspot durch's Mittelland fahren...

von Wrzlbrnft - am 07.11.2012 12:55
Ist ja lustig, hier geht 12A jetzt gar nicht mehr. Ich dachte immer, dass ich bis jetzt schon immer den Chasseral empfangen habe, das war aber wohl offensichtlich Les Ordons. Nun sind hier wahrscheinlich beide ziemlich gleich stark und löschen sich aus.
Das Amateurfunkrelais auf dem Chasseral kann ich mit 5 Watt aus der Hand erreichen.
Naja, immerhin habe ich beim Suchen nach einer Postition ein paar unbekannte Feldberg-8D Stellen in der Wohnung gefunden :)

Edith:
Jetzt klappt es mit 12A wieder. Und sogar besser als früher - hätte mich auch echt gewundert wenn es nicht gehen würde.

von Olli / Widen - am 08.11.2012 19:33
Gestern war ich mal wieder seit langer Zeit auf meinem Lieblingsscan Hügel bei Zünikon.

Früher ging SRG-F01 12A nur auf dem Hügel, jetzt kann man 12A immerhin sogar unten im Bauerndorf Zünikon an einigen Stellen empfangen.

Auf diesem Scanhügel gehen übrigens 7D, 8D, 9A, 11D, 12A, 12C und 12D problemlos.

5C geht dort leider immer noch nicht, obwohl man dort oben super Aussicht hat.

von radiohead - am 11.04.2013 12:47
Da musste ich jetzt selber mal nachsehen, wo das liegt... (die Tatsache, dass da kein Bus hinfährt, erklärt für mich immerhin, warum ich dort noch nie war :D)

Wieviele Programme konntest du dort nun einlesen?

von Wrzlbrnft - am 11.04.2013 14:16
Zitat

Wieviele Programme konntest du dort nun einlesen?



Weiss es nicht mehr auswendig... hab die Liste wieder gelöst. Wohl irgendwas um die 80 Programme. (mit PURE Move 2500)

von radiohead - am 12.04.2013 04:35
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