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Radioforum Schweiz
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Freie Fahrt für DAB

Startbeitrag von Funker am 04.03.2005 17:46

Christoph Vogel schreibt im "LINK, Monatsmagazin des Publikumsrates und der Mitgliedgesellschaften der SRG idéé suisse Deutschschweiz" einen interessanten Aufsatz über DAB. Vogel führt darin aus, dass in der Schweiz rassant steigende Verkaufszahlen von DAB-Geräten feststellbar seien. Weiter erwähnt er wörtlich unter dem Titel "Ostschweiz hat Vorrang" folgendes:

"Es versteht sich von selbst, dass sich da die SRG SSR in ihrer Strategie bestätigt sieht und die DAB-Versorgung, welche ursprünglich auf den Empfang im Auto ausgerichtet war, ausbaut und verbessert. Die derzeit noch ungenügende "Indoor-Versorgung" wird durch stärkere Senderleistungen behoben, und künftig soll der DAB-Empfang auch in Tunnels möglich sein. Die Neugestaltung der Sendernetzplanung wird zuerst in der Ostschweiz, die sich innerhalb der SRG SSR oft benachteiligt fühlte, in Angriff genommen. Zudem wird neu die italienische Schweiz mit DAB versorgt..."

und weiter
"Für die SRG SSR ist Grossbritanien für weitere Erkenntnisse aufschlussreich. Von den heute über 400 DAB-Radio-Stationen verfügt die öffentlich-rechtliche BBC über deren 40 Kanäle, der grösste kommerzielle Konkurrent hingegen übwer 90 DAB-Programme bzw. Sendelizenzen. Dutzende neuer Radio-Formate aus den Sparten Kids, Classic, Rock, Dance, Sport, usw. sind dazugekommen. Auch wurden die Marktanteile auf der britischen Insel neu aufgeteilt, die BBC hat die Marktführereigenschaft eingebüsst. Sind es bei UKW-Radio 52%, so kommt der öffentlich-rechtliche Anbieter bei DAB auf gerade noch 29% Marktanteil. FÜR DIE SCHWEIZ HAT DIE EINFÜHRUNG VON DAB GEMÄSS PIETRO RIBI (LEITER VON SWISS SATELLITE RADIO UND MITGLIED DER ARBEITSGRUPPE DAB DER SRG SSR) KONZESSIONSPOLITISCH WICHTIGE KONSEQUENZEN: DIE HEUTIGE (FREQUENZ)-MANGEL-BEWIRTSCHAFTUNG DES BAKOM WIRD EINEM FREIEN WETTBEWERB PLATZ MACHEN...."

Soweit ein Ausschnitt aus dem Aufsatz von Christoph Vogel. Wieweit dies eine offizielle Meinung der SRG SSR ist, bleibt ungeklärt.

Antworten:

Uuuuh, good news...

Danke für diese Informationen.

Ich denke nicht, dass die SRG selber zugibt, dass durch DAB Ihre Quasi-Monopolstellung in Gefahr ist.

Früher oder später werden Sie sich jedoch auch auf dem dann freien Markt behaupten müssen. Ich hoffe inständig dass viele private Radiomacher - z.B. auch 105 - DAB pushen und so zu einem schnellen Durchbruch verhelfen.

However: a nice weekend!

von binaer - am 04.03.2005 18:51
Hier wird zwar immer wieder behauptet, die SRG haette kein Interesse am Ausbau resp. am Erfolg von DAB; doch das Gegenteil ist der Fall! Schliesslich duerfte DAB insbesondere fuer die Musigwaelle 531 von existenzieller Bedeutung sein. Wird die flaechendeckende DAB Verbreitung just zum Zeitpunkt der Beromuenster-Abschaltung gewaehrleistet sein, zeigt sich der Nutzen von DAB erstmals einer breiten Oeffentlichkeit. Bedenkt man, dass es zu diesem Zeitpunkt wohl auch DAB-Empfangsgeraete fuer weniger als 100 CHF geben wird, duerften wohl auch deren Absatzzahlen in die Hoehe schnellen. Von daher ist es mir voellig unverstaendlich, warum gerade Sender wie Eviva, 105 und Swiss Music Radio ihre Chance nicht wittern und versuchen, bei der SRG auf's Trittbrett zu sitzen. Wollen sie den Anschluss nicht verpassen, muessen sie alles dran setzen, um in ein zweites Ensemble zu kommen oder ggf. auch ein eigenes (vielleicht bloss in wenigen Ballungsgebieten empfangbares) Ensemble zu starten.
105 erwaehne ich deshalb, weil DAB auch fuer VIRUS die einzige Moeglichkeit darstellt, um letztendlich zum Durchbruch zu kommen. Scaglione sollte hier seinen Sender unbedingt in den Windschatten stellen, um der SRG dieses Feld nicht alleine ueberlassen zu muessen!

von Silvio Berlusconi - am 04.03.2005 23:06
@ Silvio Berlusconi

Doch, das ist schon verständlich: Wenn Sender mit bestenfalls 'roten Nullen' in der Bilanz operieren, ist ein DAB-Engagement schlicht nicht möglich. Diese Privatsender können nicht auf ein unerschöpfliches Gebührenpolster wie die SRG zurückgreifen. Mit 'Fördermitteln' würden die noch so gern auf den DAB-Zug aufspringen! Die Spiesse sind einfach zu verschieden lang. Am Anfang steht nämlich eine grosse Durststrecke in Aussicht, bis genügend Hörer auf DAB eingeschaltet sind. Das ist der Stand der Dinge.

von Radiomann - am 04.03.2005 23:22
@Radiomann:
Dem widerspreche ich auch gar nicht. Insbesondere weil sich ein DAB-Engagement fuer einen privaten Veranstalter heute noch nicht rechnen kann, plaediere ich einmal mehr fuer den sog. "Technologiefranken". Ich verstehe ja, dass man mit Leib und Seele fuer eine UKW-Frequenz kaempft. Aber wo man doch weiss, dass die Chancen fuer einen erfolgreichen Gerichtsentscheid bestenfalls etwa 50:50 stehen, sollte man doch mindestens die gleichen Kraefte in die Lobbyarbeit zugunsten des "Technologiefrankens" stecken, oder nicht?

Unverstaendlich ist fuer mich die teilweise recht abwehrende Haltung ggü. DAB, welche einzelne Private an den Tag legen. Beispielsweise erstaunt mich, wie sich Swiss Music Radio ausgesprochen negativ zu DAB aeussert:
http://www.swissmusicradio.ch/aktuell.htm

Ich bleibe dabei: Hier werden Zukunftschancen voellig verkannt!

von Silvio Berlusconi - am 04.03.2005 23:41
@Silvio Berlusconi

100 % Zustimmung zum Technologiefranken! Das wäre DIE Sache und die Probleme wären gelöst. Aber unserer Politik traue ich diesen "mutigen" Schritt nicht zu.

von Radiomann - am 05.03.2005 12:22
Leider zielt die politische Entwicklung hierzulande in eine voellig andere Richtung. Auch die RTVG-Aenderungen in Sachen "Gebuehrensplitting" werden daran herzlich wenig aendern. Schon jetzt koennte ich ein Vermoegen verwetten, dass diese Gelder primaer den heute etablierten Lokaldudlern zukommen, welche damit mehrheitlich die UKW-Funzelei vorantreiben werden :-(

von Silvio Berlusconi - am 05.03.2005 13:47
hallo DAB "Empfänger"

Ich war gestern in der Region Bodensee (Meersburg und Umgebung). Dabei konnte ich z.T. das Schweizer Ensemble empfangen. Etwas enttäuscht war ich vom Empfang des BW-Ensemble, es konnte über weite Strecken auch nicht empfangen werden. Das Problem war, dass ich keine Aussenantenne benutzen konnte, weil diese am anderen Fahrzeug montiert war. Ich klebte eine Blaupunkt DAB2 an die hintere Seitenscheibe. Das ich damit das Schweizer Ensemble empfangen konnte wunderte mich schon sehr. Sofort dachte ich an eine Inbetriebnahme eines neuen DAB Senders. Ist da etwas neu dazugekommen?

Peter

von Radio_Freak - am 05.03.2005 20:04

@ Silvio Berlusconi:
"Von daher ist es mir voellig unverstaendlich, warum gerade Sender wie Eviva, 105 und Swiss Music Radio ihre Chance nicht wittern und versuchen, bei der SRG auf's Trittbrett zu sitzen."

Weder ich noch meine Partner sind momentan motiviert, in eine Technologie zu investieren, bei der am Schluss wieder der Staat die Verteilmechanismen bestimmen wird. Zur Zeit kann sich nur die SRG (dank den Gebührengeldern von uns allen) die Finanzierung eines DAB-Netzes leisten.

In der Schweiz sind bisher lediglich rund 4'000 DAB-Geräte verkauft worden. Es ist deshalb eher so, dass DAB von 105 profitieren würde und nicht umgekehrt. Deshalb sehe ich auch keinen Grund, auch nur einen Franken in diese Technologie zu investieren. Wenn der Staat daran interessiert ist, dass wir DAB mit 105 (und anderen Programmen, die wir in der Pipeline haben) vorantreiben, soll er uns ein entsprechendes Angebot machen...

So oder so müssen wir uns aber mit DAB keine allzu grossen Hoffnungen machen: Die SRG wird alles daran setzen, damit sie ihre Monopol- und Machtstellung auf nationaler/sprachregionaler Ebene auch in Zukunft halten kann. Kommt dazu, dass das Ende der Frequenzknappheit mit DAB ein Mythos ist: Die DAB-Frequenzen werden nicht einmal dafür ausreichen, um die bestehende UKW-Radiolandschaft abzubilden. Von neuen, spannenden Spartenradios kann also keine Rede sein. Wenn überhaupt, werden diese Zweit- und Drittprogramme von den bestehenden Dudelfunk-Radios angeboten (in diese Richtung hat sich z.B. bereits Radio Top geäussert). Ob dies zur oft gewünschten Vielfalt führen wird bleibt fraglich.

Machen wir uns nichts vor: Die SRG und die etablierten Lokalradios haben jahrelang jede Konkurrenz zu verhindern gewusst. Es ist doch eher Wunschdenken, wenn wir davon ausgehen, dass DAB irgendetwas an dieser Haltung ändern soll, oder?

Wir werden jedenfalls in den nächsten Wochen mit spannenden News aufwarten, die nichts mit DAB zu tun haben.

Giuseppe Scaglione / Radio 105

von scaglione - am 07.03.2005 13:01
Dem kann man nur zustimmen, traurig aber wahr!

Der Technologie-Franken wäre eine pragmatische Lösung, aber in der (Radio-)Politik ist Vernunft nicht gefragt, nur Machtgier (SRG) und Bürokratismus (Bakom) agieren dort.

von Radiomann - am 07.03.2005 18:20
@Giuseppe Scaglione:

Danke fuer die klaerenden Worte.

In Deiner Pressemitteilung zum "Ausstritt von 105 aus dem VSP" beschreibst Du ja das hiesige Kraefteverhaeltnis ziemlich treffend. Da haetten wir zum einen die SRG und zum anderen die etablierten Lokalradios (bestehend aus den Verlegerradios sowie den Radios aus den Berg- und Randregionen). Da haette ich mir eben irgendwie schon gewuenscht, dass sich da mal eine neue Kraft formiert haette, welche dieses System etwas aufweicht und die Karten vielleicht sogar neu mischen koennte. Klar, es gibt da ja auch noch die UNIKOM-Radios; doch spielen diese Veranstalter in diesem Zusammenhang wohl eher eine unwesentliche Rolle. Bleibt somit wirklich zu befuerchten, dass sich die erwaehnten Player wohl auch dieses Spielfeld (DAB) aufteilen werden, womit alles - wie Du ja ebenfalls prophezeist - beim alten bleiben duerfte.

Sehr gespannt bin ich natuerlich darauf, welchen Verbreitungsweg Du fuer die digitale Verbreitung von 105 waehlen wirst. Dein Ziel als Unternehmer muss ja letztendlich sein, moeglichst viele Hoerer dort zu erreichen, wo sie das Radio auch als Begleitmedium nutzen koennen. Via Kabel ist 105 ja bereits exzellent praesent; doch beschraenkt sich hier der Wirkungskreis bloss auf das Zuhause, wo eben auch noch andere Medien via TV und Internet locken. Abgesehen davon haben wohl nicht wenige Kids in deren Zimmer gar keinen Anschluss ans Kabelnetz. Auch eine Satellitenverbreitung wuerde hier kaum Abhilfe schaffen.

Wie gesagt, Dein Publikum wirst Du mit 105 auch ausserhalb der eigenen vier Waende erreichen muessen. Soll heissen, am Arbeitsplatz (wo in den seltensten Faellen ein Kabelanschluss vorhanden ist), im Zug, im Bus, im Auto etc. Zu Deinem Entscheid contra DAB duerfte - abgesehen von den unbezahlbaren Infrastrukturkosten - sicher auch gefuehrt haben, dass DAB-Empfaenger fuer Deine Zielgruppe wohl (noch) eher unerschwinglich sind. Noch schlimmer steht's um die (kaum erhaeltlichen) DRM-Empfaenger. Und wie siehts mit UMTS-Handies aus? Gekoppelt an ein Abo koennten diese bestimmt rasch eine hohe Verbreitung erlangen. Doch sind die Netzbetreiber auch wirklich langfristig bereit, Radio- und TV-Programme fuer den User kostenlos zu uebertragen? Die Telcos wollen doch letztendlich nur eins: Airtime verkaufen. Zwecks PR macht dieser Verbreitungsweg zweifelsohne Sinn; doch ob's fuer einen durchschlagenden Erfolg reichen wird?

Wie gesagt, ich bin sehr gespannt, was da auf uns zukommen wird! Hoffen wir, dass sich das festgefahrene System irgendwie aufbrechen laesst - mit welchem Uebertragungsstandard auch immer.

von Silvio Berlusconi - am 07.03.2005 21:52
@scaglione
Zitat

In der Schweiz sind bisher lediglich rund 4'000 DAB-Geräte verkauft worden. Es ist deshalb eher so, dass DAB von 105 profitieren würde und nicht umgekehrt. Deshalb sehe ich auch keinen Grund, auch nur einen Franken in diese Technologie zu investieren. Wenn der Staat daran interessiert ist, dass wir DAB mit 105 (und anderen Programmen, die wir in der Pipeline haben) vorantreiben, soll er uns ein entsprechendes Angebot machen...

Woher stammt diese Zahl 4000? Gibt es überhaupt gesicherte Zahlen? Wenn ich sehe, was über eBay und Co. im Ausland eingekauft wird, wundern mich diese Zahlen schon ein wenig. Ich gehe aber davon aus, dass diese 4000 dann wirkliche Radiohörer sind und nicht welche, die den Radioapparat zur Berieselung eingeschaltet haben. Es gibt im übrigen viele Regionen, wo man nicht mal 5 Programme einwandfrei empfangen kann. Hier hilft DAB auf einen Schlag, dass man ca. 8 weitere Programme empfangen kann.

Ich denke der Staat muss nicht direkt eingreifen. Er könnte nur vieles falsch machen, wie es in Deutschland passierte. Es ist nicht damit getan, etwas für eine bestimmte Zeit zu fördern und wenn dies aufgehoben wird, schalten die Sender sofort ab. Das ist nicht das Ziel einer Förderhilfe, schon gar nicht, wenn nachher "als Belohnung" UKW Frequenzen vergeben werden, nachdem man zuvor "glückstrahlend" Förderhilfe entgegengenommen hatte.

Was kostet eigentlich eine terrestrische UKW-Versorgung pro Jahr, welche ungefähr 8 Sendeorte umfasst? Ich denke dabei an Betreiber wie Radio Zürichsee oder Radio Central, welche vermutlich etwa diese Zahl an Sender in Betrieb haben. Das wird ja auch nicht gratis sein. Bei DAB können sich ja etwa 8 Radios gemeinsam zusammentun und allenfalls gemeinsam Datendienste anbieten. Für DAB reicht meist die Hälfte der für UKW notwendigen Sendestandorte, was schon auch mal eine Verbilligung wäre, ok, Tunnelversorgung kommt meist noch dazu. Aber auch hier teilen sich die Kosten auf 8 DAB-Betreiber.

Ich habe manchmal auch das Gefühl, dass das Bakom und die SRG vielleicht etwas zuviel zusammenarbeiten. Umgekehrt "lebt" das Bakom zu einem grossen Teil von der SRG, dabei denke ich in erster Linie an die Gebühren die anfallen. So etwas sollte natürlich KEINE Rolle spielen. Vermutlich muss auch das Bakom selbsttragend arbeiten und die Löhne dort sind vermutlich nicht die schlechtesten. ;-)

In einem anderen Thread wurde geschrieben, dass sich 105 in Zukunft neu digital ausrichten wird. Was ist da zu erwarten? Wäre schon ziemlich interessant, darüber etwas zu erfahren. Ich sehe in unserer Firma, dass noch oft Web-Radio gehört wird, auch 105 gehört dazu. Firmen werden dies in Zukunft vermehrt unterbinden. Schon jetzt ist bei uns z.B. ein Filetransfer von MP3/MPEG usw. übers Netzwerk gesperrt.

Warum sich jetzt 105 aus dem VSP verabschiedet kann ich zum Teil verstehen. Die "Grossen" sind scheinbar auch ausgestiegen. Man gründete damals wohl diesen Verein um Frequenzen zu bekommen. Jetzt wo die "Grossen" diese Frequenzen haben, ist der "Förderverein VSP" für diese scheinbar nur noch eine Belastung......? Umgekehrt sind sich ja sowieso alle Mitglieder, sofern sie aus der gleichen Region kommen, spinnefeind, da der Konkurrenzdruck immer grösser wird.

DAB für 8 Lokalradios wäre ja an und für sich eine interessante Sache (Kostenteilung). Jetzt wo aber die Grossen immer mehr Sendestandorte und Frequenzen bekommen, sind die natürlich nicht mehr an DAB interessiert. Ich bin immer noch der Meinung, DAB liesse sich bei ebenso günstig realisieren, wenn die Studiotechnik schon voll Digital ist. Die Problematik ergibt sich bei mir nur noch aus der Tatsache ob das Bakom einen weiteren Band III Kanal bewilligt und noch fast wichtiger: und zu welchem Preis. Gehört habe ich, dass in der Schweiz noch ein Versuch mit HD-Radio (IBOC) gemacht werden soll, ist dort 105 dabei (sozusagen als Versuchskaninchen)? Na, vielleicht ist es ja auch DVB-T Radio- oder gar DRM(120) ;-). Ich lasse mal das weitere Spekulieren. Es gibt dann mit Sicherheit über längere Zeit weniger als 4000 Hörer!

Zitat

Kommt dazu, dass das Ende der Frequenzknappheit mit DAB ein Mythos ist: Die DAB-Frequenzen werden nicht einmal dafür ausreichen, um die bestehende UKW-Radiolandschaft abzubilden.

Wie kommt Scaglione dazu, so etwas zu behaupten? Fehlt da das technische Verständnis? Ein Kanal im Band III erlaubt bis zu 4x10 Programme zu verbreiten, das sollte eigentlich mal locker die Programme abdecken, welche die Privatradios haben. Die Problemgegenden für DAB sind eigentlich jene, welche nur 1-2 Privatradios haben.

So, ich lasse es mal damit bewenden, sonst gibts gar keine Kommentare mehr. ;-)

Peter

von Radio_Freak - am 08.03.2005 10:26
DAB zeigt eigentlich vor allem in gebirgigen Regionen seine Vorteile. Um mal den Blick nach Südtirol zu werfen. Dort existiert bereits ein DAB Netz mit relativ wenigen Standorten (neun, alle im 500W-1kW Bereich). Dieses Netz sorgt für quasi flächendeckend störungsfreien Empfang in GANZ Südtirol. Die UKW Versorgung der RAS und RAI ist davon trotz Einsatzes von über 60 Standorten meilenweit entfernt, es zischelt und rauscht an allen Ecken und Enden. Die UKW Versorgung der Privatsender dort ist nochmal um einiges schlechter. Mittlerweile existiert bereits ein zweites Paket der RAS, und ein drittes soll in Kürze in Betrieb gehen mit Privatsendern, die dort wohl zum ersten Mal eine vernünftige Versorgung bekommen werden. Und bei diesem einen Privatsenderpaket wird es wohl auch nicht allzu lange bleiben.

Rein technisch gesehen sehe ich hier eigentlich einen ganz klaren Vorteil zu UKW. Würde man sich bei DVB-T auf den UHF-Bereich beschränken, hätte man mit dem kompletten Band III (K5-13) nun wirklich genug Kapazität, um prinzipiell jedes Programm unterzubringen. Aber auch so wäre meines Erachtens im Endausbau (4-5 Pakete, also ca. 24-30 Programme, in Ballungsräumen mehr) genug Kapazität vorhanden - in der Theorie....

Die Praxis sieht natürlich anders aus, und da scheinen Deutschland, Österreich und Schweiz meilenweit vom Südtiroler Szenario entfernt zu sein. Während man in Südtirol klotzt und wirklich was voran bringt, hadert man hier herum und versucht, die alte Machtaufteilung nach DAB hinüber zu retten, oder aber DAB gezielt den Bach runter gehen zu lassen. Dass Leute wie Scaglione keine Interesse an DAB haben, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Für Privatsender rechnet sich das derzeit halt einfach nicht. Selbst eine Kabelverbreitung ist ja nur ein Notnagel, das einzige was Cash bringt, sind einfach immer noch UKW Frequenzen. Und solange die Situation um DAB so unklar ist, würde ich als Hörfunkanbieter, der ja doch oft auch ums Überleben kämpfen muss, keinen Cent in diese neue Technik investieren, da man hier wohl nur reinsteckt, aber auf absehbare Zeit nix raus kommt. Und wenn es dann wirklich ernst wird mit DAB (wenn es sich quasi doch durchsetzen sollte), hat man nicht mal die Gewissheit, auch künftig mit an Bord zu sein, sprich das Geld, das man in die neue Technologie gesteckt hat, wieder heraus zu bekommen.



von Habakukk - am 08.03.2005 10:51
@Radio_Freak
Zitat

Fehlt da das technische Verständnis?


Kaum, oder vielleicht bei Radio_Freak??

Pro TV-Kanal ist nur ein Ensemble (also 1/4 brauchbar) wegen der Koordination der andern Ensembles auf Nachbargebiete. Und bis weitere TV Kanäle frei sind, geht es wohl noch ein Weilchen.

Scaglione hat also völlig recht!

Sorry, bin nicht eingeloggt, da an anderem PC:
Beweis: Mail: 12391.1198@bluewin.ch

von radiomann - am 08.03.2005 11:02
@Radio_Freak

Und weiter:

10 Programme pro Ensemble ist dann aber in Mittelwellenqualität! Von CD-ähnlich längst keine Rede mehr!

Also: Vorsicht mit Appellen ans "technische Verständnis"!

von radiomann - am 08.03.2005 11:06
danke radiomann! es ist in der tat so, dass es nicht mal für alle heutigen privat- und srg-radios reichen wird (immerhin gibt es über 40 lokalradios in der schweiz). diese 40 lokalradios werden alle sprachregional verbreitet werden wollen, weil das (lokale) L-Band schon vor längerer Zeit gestorben ist. also, machen wir uns keine illusionen. es wird kein platz für alle haben, schon gar nicht für neue programme.

@ Silvio Berlusconi:
danke für dein feedback.
wir sind alle gespannt, wohin die "digitale reise" führen wird. niemand kann heute sagen, welche digitale verbreitungsart sich durchsetzen wird (auch ich nicht). aber eines ist klar: es lohnt sich (zumindest aus meiner sicht) viel eher, auf eine technologie/verbreitungsart zu setzen, bei der papa staat nichts mehr zu melden hat. heute kann man im internet mit 128kbit bereits radioprogramme in guter qualität anbieten. ohne konzession. ohne moritz. ohne bakom. von heute auf morgen. nun mag die nutzung von web-radios zwar noch bescheiden sein, aber wir befinden uns hier auch noch bei einer sehr neuen verbreitungsart. früher oder später (eher früher) wird das internet für die breite masse "mobil" werden. man wird dann zu vernünftigen preisen von überall zugriff auf videos, sound, informationen etc. haben. die telcos haben ein rieseninteresse (und massive geldmittel zur verfügung), damit dieses szenario bald realität wird. spätestens ab dann wird es heissen "content is king". wer interessante inhalte anzubieten hat, wird über diese neuen verbreitungsarten sein publikum finden. im heutigen ukw-szenario ist das problem, dass es mehr anbieter als frequenzen gibt. im digitalen zeitalter wird es umgekehrt sein. ich kann dir leider noch nicht mehr verraten, aber in den nächsten wochen werden wir ein projekt lancieren, das genau in diese richtung geht...

von scaglione - am 08.03.2005 15:21
Actuelle und geplände DAB kanalen zentral Europa:
http://home.wxs.nl/~rabrand/dab channels.pdf
http://home.wxs.nl/~rabrand/dab channels planning.pdf http://home.wxs.nl/~rabrand/dab channels planning.pdf
Ruud

von Ruud - am 08.03.2005 18:55
@radiomann
Angestellt bei Scaglione? Mir kommt es nach der heftigen Reaktion fast so vor....

Also: 1 TV-Kanal im Band III hat Platz für 4 DAB-Ensembles à sagen wir mal 10 Programme (es lässt sich einfacher rechnen). Damit lassen sich schweizweit 40 Programme betreiben (habe ich nicht eben im Posting von Scaglione gelesen, dass es in der Schweiz (nur) 40 Privatradios gibt?). Ferner: im Kanal 13, der meines Wissens in der Schweiz eigentlich praktisch FREI sein sollte, lassen sich weitere 6 Ensembles runterbringen, das heisst nochmals 60 Programme. Ich vertrete übrigens auch die Meinung, dass an einem Sendestandort mehrere Ensembles ausgesendet werden könnten und das es nicht unbedingt von Nachteil ist, weil sich dann die Feldstärken eher gleichmässig verteilen und billige Geräte weniger Probleme haben, andere Ensembles zu empfangen. Nur sollte so ein Betrieb natürlich an allen Sendestandorten durchgezogen werden. Das geht aber in den meisten Fällen nur mit internationaler Absprache, d.h. jeder Staat bekommt einen oder mehrere ganze Band III Kanäle und man muss sich nicht mit den Nachbarstaaten um A/B/C/D streiten. Die Schweiz bringt leider kaum je 40 Programme in einer Region zusammen. Aber man könnte ja ein englisches oder vielleicht noch ein deutsches Ensemble, (sehr zur Freude von der SRG und den Privaten) ;-) mit übertragen. Natürlich könnte auch die SRG mit 2 Ensembles gleich alle ihre Radioprogramme schweizweit empfangbar machen. Ich wäre völlig dafür!

Noch etwas zur Qualität:
10 Programme mit DAB tönen auf JEDENFALL BESSER als auf Mittelwelle, da sind wir uns doch einig? Es tönt zumindestens immer noch wesentlich CD-ähnlicher als auf Mittelwelle. (was CD-ähnlich auch immer heissen mag - genau definiert wurde es wohl noch nie, die Aussage lässt ja vieles zu)
Noch wegen der Tonqualität von DAB: mit geeigneten Codecs, z.B. jene von DMB könnte man viel herausholen. Es gibt auch Firmen, welche bereits heute verbesserte Komprimier-Algorythmen ankündigen, welche auf dem bisherigen DAB Standard basieren sollen. Ferner sind Encoder auf dem Markt, welche sich um (Hör)-Welten von den früheren AVT unterscheiden. Leider sind bei DAB immer noch viele alte Dinger im Einsatz. Aber sind wir mal ehrlich, wie tönen heutzutage die UKW-Programme, insbesondere bei den Privaten? Da wird zum Teufel komm raus, alles per Optimod verschlimm-bessert.

L-Band:
Das L-Band sollte doch kein Thema mehr sein, zumindestens war es für mich NIE ein solches, das wollte vielleicht die SRG und das Bakom für die Privaten haben. In meinen Augen sollten der ÖV das L-Band mit DAB und DMB verwenden (Zugsradio und Zugsfernsehen). Ich denke es wäre höchst sinnvoll gewesen, die S-Bahn in Zürich auch unterirdisch mit dem L-Band zu versorgen. Entsprechende Lösungen/Unterlagen hatte ich schon seit 2003 in der Schublade. Die Zürcher haben sich leider für eine andere Lösung entschieden, irgendwann werden die mal das bereuen, weil im heutigen System eigentlich kein Zugsfernsehen im ganzen Netz à la Hannover oder Berlin vorgesehen ist. :-(

DRC Ostschweiz

von drahtlos - am 08.03.2005 19:06
@drahtlos

1. "...heftige Reaktion": eher nicht. Wenn Einer dem Andern "technisches Unverständnis" vorwirft, muss er damit rechnen, ein Eigentor zu schiessen.
Ich habe lediglich das "technische Unverständnis" an den Absender zurück geschickt :-).

2. Ich bin nicht bei Scaglione angestellt, sondern ein hundsgewöhnlicher Schulmeister im Bereich Math./Physik, also - peinlich zu sagen - Staatsangestellter. Ferner: Stammhörer von SWR 4 und MW 531.

3. Also:

1 Kanal = 4 Ensembles: gut, richtig gerechnet. Also sofort 12 A, 12 B, 12 C und 12 D belegen mit 40 CH-Programmen . Was meinst Du, was da Süddeutschland, Bayern, Frankreich, Westschweiz dazu sagen würden? Man koordiniert ja nicht zum Zeitvertreib. Und: wer weiter rechnet schaue mal nach, welche Datenraten bei 10 Programmen pro Ensemble noch möglich sind. Da können wir gleich über Beromünster weitersenden.

4. Natürlich, wenn das ganze Band lll für DAB frei ist (TV alles auf UHF), geht es. Technisch ist das Ganze überhaupt kein Problem, aber politisch...
Aber wir müssen Lösungen haben, die einigermassen in Sichtweite sind und da sieht es für die Privaten schlecht aus. Mein privater Aerger ist, dass ich MW 531, EVIVA und SWR 4 im Auto wenig bis gar nicht empfangen kann und dass sich dies auf Grund der SRG/Bakom-Diktatur erst ändern wird, wenn z.B. Satellitendirektempfang (mobil) wie in den USA möglich wird. Dann haben Fernmeldebehörden nichts mehr zu melden und es herrscht keine Wettbewerbsverzerrung mit Hilfe von Steuergeldern mehr. Das ist der Grund, warum ich Scaglione sehr gut verstehe, auch wenn ich Ihn nicht kenne.

Zum Kanal 13: Natürlich ginge dieser. Aber daran ist die heutige Filzokratie nicht interessiert und wird sich sperren. Nur künstliche Verknappung sichert Macht und Verwaltungsbetriebsamkeit. Mit Kanal 12 und 13 kämen wir ohnehin - mit dem Ausland koordiniert - auch erst mal nur auf ca 7+ 9 = 16 Programme.

Wie war das doch vor einigen Jahren? Da wurde dummerweise (für SRG und Bakom) "gemerkt" , dass noch Platz für zwei UKW-Senderketten vorhanden ist: Sofort wurde dies mit RSR und RSI belegt, um ja den Platz für private Anbieter zu sperren. Ich möchte mal die ehrlichen(!) Marktanteile dieser Programme in den jeweils anderen Landesteilen sehen. Meines Wissens werden sie gar nicht erhoben, da im "statistischen Rauschen" nicht auszumachen...

Unsere Radiopolitik ist - neben der deutschen -die rückständigste in der sogenannten "westlichen freien Welt".

von Radiomann - am 08.03.2005 19:27
@radiomann
Vom Kanal 12 habe ich eigentlich nicht geschrieben, der ist für mich kein Thema, der ist sicher für die längste Zeit weg. Hingegen haben wir auf den anderen Kanälen bereits einen gewissen Vorsprung gegenüber den Nachbarländern. Ich spreche vom Kanal 10 oder 11 oder 13. Den Kanal 11 hat die SRG bereits reserviert, resp. die TV-Sender dort abgeschaltet, z.T. mit heftigem Protest aus der Politik. Randgebiete wollen eben mehrsprachig versorgt sein. Inzwischen hat sich die Spannung dort etwas gelockert. Also, was macht die SRG mit dem nun freien Kanal 11? Bisher kam noch nichts konkretes an die Öffentlichkeit, ausser hin und wieder die Äusserung, dass er für DAB reserviert sein soll. Ich meine, jetzt könnte die SRG sogar mal DMB/DAB Tests auf dem Kanal 11 machen bis sich eine konkrete Anwendung (Interessenten) dafür findet. Sendeseitig wären solche Geräte ja bereits verfügbar.

Wenn DVB-T das analoge Fernsehen ablösen soll und die Sender im UHF Bereich senden sollen, dann würde ja das Band III frei für DAB. Die Schweiz (SRG) könnte sogar mit einem SFN für DVB-T sogar weiterhin im Band III senden, damit wären dann immer noch eine ganze Menge Kanäle im Band III für DAB frei, weil sie derzeit nur 4 Programme, d.h. einen Kanal, für DVB-T vorgesehen hat. Etwas anders sieht es natürlich aus, wenn kein SFN gemacht wird. Darüber mag ich jetzt an dieser Stelle noch nicht diskutieren.

Scaglione denkt wohl, wenn ich seine Andeutungen richtig verstehe, an Radio mit den Mobil-Telcoms. Da könnte wohl der Schuss hintenhinaus gehen. Natürlich würden die Telcoms anfänglich DVB-H (Radios?) lizenzieren und die Hörer auch gratis daran beteiligen. Aber alles was bei denen anfänglich nichts kostet, wird nachher zur Kostenfalle. Ich glaube die Schweizer sind in dieser Hinsicht nicht anders als Deutschen, Radio, das noch einmal extra kostet, ist nicht erwünscht. Auslöser dazu ist die Bilag Ankündigung, dass, wer ein Handy mit Radio hat, in Zukunft auch Radiogebühren zahlen muss, natürlich ausgenommen wenn man in einem Haushalt wohnt, der bereits Radiogebühren zahlt. Die gleichen Diskussionen gibt es auch zum Radio-Empfang übers Internet.

von drahtlos - am 09.03.2005 01:00
Dem Pay-Radio via Handy gebe ich auch nicht viele Chancen, egal ob via DVB-H oder UMTS oder was auch immer. Vor allem angesichts der Tatsache, dass Handys heute fast schon standardmässig mp3's abspielen können, müssen schon sehr gute Argumente seitens der Anbieter geliefert werden, damit die Leute für ihre Berieselung nochmal zusätzlich in die Tasche greifen.
Andererseits: das Klingelton-Phänomen zeigt, dass man mit geschicktem Marketing jeden noch so unnötigen Scheiss in klingende Münze umwandeln kann... :rolleyes:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.03.2005 07:26
Ein Radio das Werbung bringt und ich dafür noch bezahlen müsste um es mobil hören zu können... nein danke... Mit dem gespartem Geld kaufe ich mir lieber eine gute CD.



von radiohead - am 09.03.2005 07:44
Das sehe ich auch so: Die Programme müssen gratis angeboten werden. Es sei denn, sie wären werbefrei...

von scaglione - am 09.03.2005 08:16
Also DVB-H erachte ich auch als Käse. Denn sollte wirklich ein bezahlbarer mobiler Internetempfang übers Handy mal möglich sein, höre ich mir doch lieber den kostenlosen Webstream an (ich muss ja eh fürs Internet zahlen und wirklich durchsetzen wird sich das auch nur über Flatrates etc...), anstatt zusätzlich für irgendwelche Audio-/Videodienste zu zahlen. Allerdings hätte ich den Leuten auch diesen Klingeltonwahnsinn nicht zugetraut... 3-4 Euro für ein Schnipsel eines eh schon beschissenen Musiktitels, dann noch vom Billigsynthie nachgepiepst, da hauts mir sämtliche Schalter raus, wie doof die Leute sind...



von Habakukk - am 09.03.2005 09:30
@drahtlos

Offenbar ein Missverständnis. Wenn ich lese "1 TV Kanal = 4 Ensembles" ist dies für mich klar K 12, da die andern noch lange nicht koordiniert sein werden und beim K 11 werden wir (Schweiz) auch nur 1 Ensemble (pro Region) erhalten . Und die weitern Band lll Kanäle sind wohl erst im 22. Jahrhundert geräumt. Es wären tatsächlich auch landesweite "Ganzkanäle" sinnvoll, aber derlei wird im 23 Jhdt. koordiniert sein.

Aber das nützt einem "Privat-Radio" nichts. Denn die werden politisch "verar.." und irgendwie müssen die an die Hörer heran kommen, um zu überleben. Und genau hier wird wohl perfid blockiert. Die Blockierer scheinen mir zu sein:

SRG, Bakom und Teile der Bundesverwaltung . Alles sehr komfortabel durch den Steuerzahler ausgestattete Verwaltungsapparate. (Dazu einige Private, die keine andern "Herren" neben sich dulden [Konkurrenzangst]).

Vordergründig ist man zum Schein dafür und hinten herum werden alle Weichen so gestellt, dass "es" nicht gefährlich wird. Man bietet DAB an, wohlweislich, dass unter den gegebenen Umständen kein Privater anbeisst im vollen Bewusstsein des sonst unausweichlichen finanziellen Ruins. Daran ändert sich nichts, solange die SRG mit "Steuergeldern" ihre (teuren) DAB-Sender betreiben kann und die Privaten dies selber berappen müssten.

Interessant ist auch der Bakom/SRG-Satz: "... die SRG bietet Privaten eine Zusammenarbeit an, aber leider besteht von den Privaten dafür noch kein Interesse". (So nachzulesen auf der Internet-Seite des Bakom). Wieso eigentlich Zusammenarbeit? Sollen da SRG-Kontrollinstrumente eingebaut werden?

Sollte aber in den nächsten 5 Jahren ein VHF-Kanal (K 12) für die SRG und einer (K 11) gleichberechtigt(!) für die Privaten on air gehen, dann werde ich alles zurücknehmen und öffentlich Busse tun ;-)

von Radiomann - am 09.03.2005 13:17
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