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Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum Schweiz
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
faro, Patrick - HB9OMZ, Rete_Svizzera, dxbruelhart, Rolf, der Frequenzenfänger

Menzingen Ochsengutsch: 3 neue Frequenzen 89,6 93,4 und 95,7 koordiniert

Startbeitrag von dxbruelhart am 17.01.2006 11:13

Im aktuellen BNetzA-Update http://forum.mysnip.de/read.php?8773,376162 wurde folgende Koordination publizert:
89,6, 93,4, 95,7 Menzingen Ochsengutsch (83556, 471043), 848m, 28m, 50 Watt vertikal, ND, HAAT 436m
Aktuell sendet bereits Radio Sunshine von diesem Standort auf 88,0
Zwei dieser drei Frequenzen sind im Grunde wahnsinnig, da diese direkt gegen 2 ausländische Hauptfrequenzen gerichtet sind:
Auf 89,6 sendet OE3 vom Pfänder, das wird mit dieser Funzel dann im Zielgebiet und in Uster definitiv unhörbar! Auf 95,7 sendet France-Inter von Mulhouse, auch dieses Programm wird so unhörbar gemacht zumindest im Zielgebiet und in Uster!
Nachdem ich an 3 verschiedenen Stellen angefragt habe, weiss ich nun auch, wer diese 3 Freqeunzen nutzen wird: Radio Sunshine wechselt seine Freqeunz, und zusätzlich kommen auf diesen Standort Radio Central und Radio Pilatus. Wer welche Freqeunz zugeteilt bekommt, weiss ich noch nicht.

Antworten:

Das ist ja wieder mal eine meisterliche Funzel-Leistung! Bald wird brauchbarer UKW-Auslandsempfang wohl nur noch in unmittelbarer Grenznähe möglich sein. :rolleyes:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 17.01.2006 11:40
Man kann es einfach nicht glauben, dass hier nicht systematische Absicht dahinter steckt :mad:

Wenigstens hat es diesmal nicht den SWR 4 getroffen :cool:

Eigentlich müsste die Radio-Zwangsgebühr sinken, da der UKW-Empfang laufend verschlechtert wird :hot:

von faro - am 17.01.2006 14:03
@ Rolf, der Frequenzenfänger

Bald wird brauchbarer UKW-Auslandsempfang wohl nur noch in unmittelbarer Grenznähe möglich sein.

Fùr die SSR programme im benachbarten ausland ist dies schon làngst der Fall,
ein anstàndiges Signal kommt da nicht mehr rein. Auch viele deutsche haben sich
schon beschwert das da oberhalb Basel der DRS empfang ganz schnell abricht.
Da helfen auch kein Rigi oder Sàntis, wenn das antennendiagramm so bleibt wie es ist.

- RSI kommt kaum ùber Como hinaus.
- RSR empfang ist knapp nach Genève und Mulhouse schluss.
- DRS oberhalb von Lòrrach ist dann schnell mal ende, ein gutes signal reicht kaum 30 km.

Warum sollen dann die auslandssender die halbe Schweiz mit UKW versorgen wàhrend
unsere Programme knapp nach der Grenze ganz schwach empfangbar sind.

von Rete_Svizzera - am 17.01.2006 16:47
Zitat

Warum sollen dann die Auslandsender die halbe Schweiz mit UKW versorgen?


Ganz einfach, das ist Entwicklungshilfe an die Schweiz:

Weil in Deutschland (ich kenne nur das) das Musikspektrum wesentlich breiter ist. Sowas wie SWR 4 gibt es in der Schweiz nicht. Wir haben nur Mainstreamdudler bzw. Einheitsbrei. Nichts gegen diese Dudler, aber auch die "Grauen Panther" bezahlen einen sehr grossen Anteil an Radiogebühren und gehen in der Schweiz leer aus. Kaum ist man am Bodensee lohnt es sich, das Autoradio einzuschalten und da traut man den Ohren nicht. :hot:

von faro - am 17.01.2006 18:50
Zitat

Warum sollen dann die auslandssender die halbe Schweiz mit UKW versorgen wàhrend
unsere Programme knapp nach der Grenze ganz schwach empfangbar sind.


Während Kaltkrieg war alles Klar : Jede strahlt auch richtung nah Ausland zu ein ander.
Mit Ausslandsmedien ist die Kultur zerstreut, "wir" wissen und verstehen franzose- deutsche- und italier- Meinungen, weil wir mit diesen Medien geleben hat.
Seit 10 Jahren hat alles geändert :

- Privatisierung der Telekom
- Neukonservatismus (Identitätskrise, Blocher...)
- Mit Globalisierung hat Wirtschaft immer mehr zu sagen. Private schweizer Medien haben keine Interesse zu ausländische freie Konkurrenz.
- Die reiche Schweiz zählt jeden Rappen

Die heutige Scheissfunkmedienstrategie sieht klar aus :

- Alle UKW Frequenzen sperren mit Bedeckugproblemeausrede.
- Diffusionsrechte sind mehr überwacht. Darum ist Digitalsatelliten empfang von schweizer Fernsehprogamme verschlüsselt.
- Ueberkontrolle, dass Programme seine erlaubte Bedeckungszone nicht überschreitet. Der unmögliche Empfang von Radio Emme in Stadt Bern mit einem ganzen "guten" gewählte Standort in Belpberg ist ein Beispiel. Die hätten besser mit NUR eine Frequenz mit 1kW aus Napf ausstrahlen, und scheissegal wie weit empfang möglich ist.
- Starke Sender ersetzen mit mehrere kleine Funzel. La Dôle ist fast ausgeshaltet aber ist mit überwiele Funzeln.
- Unklare Strategien wie teilweise Privatisierung. Sat1 darf schweizer Programme erstellen zu französiche Privatradios dürfen über Schweitz nicht ausstrahlen.

ALLES KLAR?



von Patrick - HB9OMZ - am 18.01.2006 10:57
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