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Radioforum Schweiz
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St.Chrischona, Seefunk, RTL und UFCOM

Startbeitrag von Rete_Svizzera am 26.09.2007 11:16

Ich habe vom UFCOM gehòrt das Seefunk und das damalige RTL Radio-
der Oldiesender auf den St.Chrischona 103.1 MHz durfte,
allerdings nicht wie vom Genfer Wellenplan vorgesehenen Diagramm
und Sendeleistung es sollen starke Einzùge gemacht werden Richtung
Schweiz und es darf auch nicht die gleiche Diagramm und Antennen
eingesetzt werden wie beim SWR, das ganze sollte dann so aussehen:

103.1 MHz Richtung nord und nordost mit 5kW
Richtung Basel 270° mit 150W
Richtung 180° Sùd mit 150 W
Richtung 90° Rheinfelden mit 150W

Die Antenne darf nur am untersten Punkt vom Sendeturm
angebracht werden, auf der Hòhe von 99m wie bei Radio X
anstatt 140m (geplant laut Genfer Wellenplan) 80er Jahre

Radio Seefunk sowie auch das damalige RTL Radio Sùdbaden-Der Oldiesender
haben dieses schlechte Angebot vom UFCOM abgelehnt und wollten wie es
beim Genfer Wellenplan koordiniert wurde gleich wie der SWR abstrahlen,
also mit 500 W Richtung Schweiz.

Das war auch der Hauptgrund warum das damalige RTL Radio sich zurùck
gezogen hat aus dem Hochrhein Gebiet, wegen der schlechten Frequenzen
und Senderstandorte.

Ich verstehe die UFCOM nicht, da erlaubt man hier im Ticino, Radio Campione
von Campione aus mit 0° voll Richtung Lugano mit 1,2 kW senden und
RTO 99.3/100.0 Lattemiele, RTL102.5 làsst man mit voller Leistung Richtung
Schweiz senden, nur bei Basel ist dies nicht erlaubt.

Radio Campione RCI 102.8 hat nur ein Antennenfeld und das Richtung
Lugano mit 0° gezùndet, Richtung Sùd wird von Campione Standort
nicht gezùndet, also man strahlt nur Richtung Lugano Monte Ceneri.
Und dies ohne eine CH Konzession zu haben, auch Radio Studio Star 101.5
zùndet nur Richtung Bellinzona und Locarno.

Was ist das fùr eine Radio Politik vom UFCOM ?

Antworten:

Zitat

Was ist das fùr eine Radio Politik vom UFCOM ?


= Willkürpolitik, hat aber beim UFCOM/BAKOM Tradition. :mad:

von audion - am 26.09.2007 12:19
Tatsächlich versuchen unsere Fernmeldebehörden den Auslandempfang einzuschränken und die SRG-SSR Idée Suisse zu bevorzugen - jedenfalls ergibt sich dieser Eindruck!

Vor 25 Jahren wohnte ich in der Westschweiz. ARD (Feldberg K8, Hornisgrinde K9) und UKW (SWF 1,2,3) waren bis ins Genferseegebiet empfangbar. Bis auf eine Linie Avenches, Fribourg, Schwarzsee sogar sehr gut. Das ZDF (Freiburg K33, Hochrhein K39), zeitweise auch SW3 empfing ich sogar in Grandsivaz, Avry-sur-Martan, Neuenegg, Düdingen, St. Antoni und Heitenried noch, mit der Zeit wurde alles zugestopft und mit CH-Sendern und -umsetzern überlagert.

Bis ins Jahr 1990 war Satelliten-Empfang verboten, eine Firma erstritt sich ihr Recht bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg (vgl. http://ig.cs.tu-berlin.de/oldstatic/s98/1332l506/vl07/autronic.html). Seither erleben die Satelliten-Schüsseln einen wahren Verkaufsboom.

Auch das Internet ist rechtlich ein Freiraum. Praktisch jedes Schweizer Lokalradio ist übers Web empfangbar. Das Jungunternehmen Zattoo (www.zattoo.com) überträgt etwa 40 TV-Sendern übers Internet. Wer zusätzlich experimentieren möchte kann dies mit der Software "Medienpiraten" tun http://www.winload.de/download/54276/Internet/News,RSS/Mediapiraten-1.0.html) - mehrere Hundert TV- und Radiosender - absolut legal!!

von Westwind - am 26.09.2007 18:57
Zitat

Tatsächlich versuchen unsere Fernmeldebehörden den Auslandempfang einzuschränken


Genau, aber auch denjenigen von privaten Schweizer Sendern, die ein wirklich anderes Programm bringen würden: OPUS-Radio, Radio EVIVA u. a. . Unsere Fernmeldebehörde macht genau das Gegenteil von dem, was ihre Aufgabe wäre: Für ein breites Radiospektrum zu sorgen.

Mittelfristig wird aber das Feudalsystem SRG/BAKOM einfach überholt. Das Problem im Moment ist einfach, dass Radio zum grössten Teil dort stattfindet, wo keine Kabel- oder Internetanschlüsse sind: Werkstatt, Auto, Küche, Schlafzimmer usw. Wer keine UKW.Frequenz hat, kämpft letztlich auf verlorenem Posten. Und der DAB-Kuchen ist entgegen der bundesrätlichen Absichtserklärung von 1998 *) bereits zu 100% an die SRG verschachert. Bis DAB+ flächendeckend eine Bedeutung erlangt - falls es je soweit kommt - vergehen noch viele(!) Jahre. Darum hat ja die SRG ihre beiden neuen Programme noch schnell vom 2. Ensemble ins erste hinübergerettet und hat für mindestens die nächsten 5 Jahre wieder Ruhe vor Konkurrenz und kann bei der Billag weiterhin die Milliarden Zwangssteuern abholen.

Bei DVB-T ist es nicht besser. Dutzende von Millionen werden in ein System gesteckt, das (fast) niemand braucht (ausser im Wallis und in Graubünden). Entweder ist man am Kabel oder an einer Satellitenantenne. Beide bringen die SRG-Programme. DVB-T hätte nur Sinn, wenn man wie in Deutschland wenigstens 10 Programme sehen könnte, also z. B. alle privaten TV-Sender der Schweiz. In DL herrscht wenigstens eine gewisse Konkurrenz zwischen ARD und ZDF, sowie unter den Dritten auf DVB-T.

*) "...ab 2003 sind die DAB-Kapazitäten hälftig zwischen der SRG und Privaten aufzuteilen..."

von audion - am 26.09.2007 20:47
Man muss aber dazu sagen, dass die momentane Lösung Rührberg 103,1 MHz für Seefunk wesentlich schlechter ist als das damalige UFCOM-Angebot mit St- Chrischona. Die 103,1 kommt kaum raus und schwächelt Richtung Norden schon knapp hinter der deutsch-schweizerischen Grenze. Da gehen selbst die Baseler Lokalsender aus St. Chrischona weiter.

von Wiesbadener - am 27.09.2007 10:19
@Rete Svizzera

Ich verstehe die UFCOM nicht, da erlaubt man hier im Ticino, Radio Campione
von Campione aus mit 0° voll Richtung Lugano mit 1,2 kW senden und
RTO 99.3/100.0 Lattemiele, RTL102.5 làsst man mit voller Leistung Richtung
Schweiz senden, nur bei Basel ist dies nicht erlaubt.

Radio Campione RCI 102.8 hat nur ein Antennenfeld und das Richtung
Lugano mit 0° gezùndet, Richtung Sùd wird von Campione Standort
nicht gezùndet, also man strahlt nur Richtung Lugano Monte Ceneri.
Und dies ohne eine CH Konzession zu haben, auch Radio Studio Star 101.5
zùndet nur Richtung Bellinzona und Locarno.

Was ist das fùr eine Radio Politik vom UFCOM ?


Ganz einfache Sache, Bakom/Ufcom hat nur Entsscheidungs-Befugnisse für Sender, die auf Schweizer Hoheitsgebiet positioniert sind. Campione liegt aber in Italien. Da hat das Bakom nichts zu sagen. Da könnte man nur mit zwischenstaatlichen Vereinbarungen was erreichen. Ich erinnere an Radio 24, das von Italien aus illegal Richtung Schweiz sendete. Da konnte auch kein Schweizer Techniker zur Sendeanlage gehen um sie abzuschalten, man intervenierte deshalb vom Bund aus bei den italienischen Behörden.

von Funker - am 27.09.2007 10:23
Heute wäre aber die Verlagerung doch kein Problem mehr, auch wenn man nur Richtung Deutschland vom St. Chrischona aus senden könnte, in der Schweiz selbst bietet der Wannenberg 107,0 in weiten Teilen, von Basel bis in die Region Zürich/Schaffhausen, und auch bis ins Glarnerland, recht guten Empfang von Seefunk-Radio. Somit wäre heute wirklich der Zeitpunkt gekommen, wo man den Senderstandort der 103,1 vom Rührberg auf den St. Chrischona-Turm verlegen sollte und könnte. Wer oder was hindert Seefunk-Radio heute noch, dies zu tun?

von dxbruelhart - am 27.09.2007 10:30
Gibt es beim Chrischona nicht auch Probleme wegen der NIS? Ich erinnere mich an eine Mail von der SRGdist, dass dies mit ein Grund war, weshalb die DRS Sender nach Norden so abgeschwächt wurden.

von CBS - am 27.09.2007 13:31
Zitat

Ich erinnere an Radio 24, das von Italien aus illegal Richtung Schweiz sendete. Da konnte auch kein Schweizer Techniker zur Sendeanlage gehen um sie abzuschalten, man intervenierte deshalb vom Bund aus bei den italienischen Behörden.


Nun, man hat ja heute Distanz zu dieser Geschichte und ich bin alles andere denn ein Radio 24-Fan, aber die Geschichte ist so einfach nicht:

Die Intervention erfolgte nicht weil der Sender "illegal" war (nach welchem Gesetz denn, die Italiener sahen das anders), sondern aus rein radiopolitischen Gründen, aber es wurde "Illegalität" an Stelle der Wahrheit vorgeschoben. DRS wollte den Konkurrenten nicht dulden. Gestört wurde nämlich keine CH-Frequenz, denn man diskutierte PTT-intern sogar, Radio 24 mit einem Störsender(!) zu belegen, hatte dann aber doch Bedenken wegen Assoziationen zur UdSSR. Damals pilgerte der heutige SRG-Grossverdiener und Kleinverantwortungsträger Armin Walpen noch als junger "BAKOM (PTT)-Jurist" mehrmals nach Rom, um dort die Abschaltung zu "erzwängeln". Ein guter Start für eine "Karriere" bei der SRG. Das Ende für Radio 24 qth Groppera kam aber nicht aus juristischen Gründen, die waren zu wackelig, sondern durch einen Kuhhandel: In der Schweiz wurde als Antwort DRS 3 aus dem Boden gestampft und die Behörden boten Radio 24 einen Sendeplatz auf dem Üetliberg an, wenn es den Groppera aufgebe und eine Sendepause von einem Monat einhalte. Dies natürlich um die Startposition von DRS 3 zu verbessern. Man kann dies ohne weiteres als Erpressung bezeichnen. Und ich mag mich noch gut erinnern, wie dann DRS 3 drei Tage vor dem offiziellen gemeinsamen Start-Termin losgelassen hat. Hätte ein Privater sich dies erlaubt, hätte es einen behördlichen Aufschrei gegeben.

NB.: Radio 24 musste auf den Kuhhandel eingehen, weil sich rein technisch gezeigt hat, dass trotz der hohen Leistung von 7000(!) kW ERP (also 7 MW) Richtung Zürich der Empfang über die Alpen hinweg witterungs-/jahreszeitenabhängig war. Dies führte dann zur "Gleichwellen-Relais-Station" (technisch genial) auf dem Etzel. Letzteres war illegal, spielt aber in der ganzen Geschichte keine Rolle.

von audion - am 27.09.2007 14:19
Zitat
dxbruelhart
Wer oder was hindert Seefunk-Radio heute noch, dies zu tun?


Ich denke die Swisscom wird eine ganze schòn hohe Summe wollen, der
SWR zahlt ja ganz tùchtig um vom St.Chrischona Turm zu senden.

Die andere Frage ist ob Seefunk dieser Antennen murgs und das schlechte
speziale Antennendiagramm ùberhaupt will,
Kann mir gut vorstellen das die UFCOM die gleichen Murgsantennen
wie bei Radio 32 Dornegg anordnen wùrde, da wùrde ich als privater
Betreiber auch nein sagen.


von Rete_Svizzera - am 27.09.2007 16:59
Zitat
dxbruelhart
Heute wäre aber die Verlagerung doch kein Problem mehr, auch wenn man nur Richtung Deutschland vom St. Chrischona aus senden könnte, in der Schweiz selbst bietet der Wannenberg 107,0 in weiten Teilen, von Basel bis in die Region Zürich/Schaffhausen, und auch bis ins Glarnerland, recht guten Empfang von Seefunk-Radio.

Die Frequenz Wannenberg 107.00 MHz ist in Basel nur schlecht zu empfangen, in den südlich gelegenen Gemeinden wegen Abschattungen praktisch gar nicht. Die bessere Empfangbarkeit nördlich von Weil am Rhein bei gleichzeitigen Reichweiteverlusten nach Süden nach einem Wechsel zum Chrischona-Turm wäre bei den Auflagen für das Richtdiagramm ein schlechter Tausch!

73 de Uli

von ulionken - am 30.09.2007 22:44
Aktuell, Radio Seefunk weiterhin nicht auf Top Standort St.Chrischona !
Grund immer noch die gleichen wie frùher, siehe anfangs thread.

von Rete_Svizzera - am 31.07.2009 11:20
Da baggern sie eher das Matterhorn weg als dass sie Seefunk oder Big FM auf Chrischona lassen!

von Peter Schwarz - am 31.07.2009 15:43
Meines Erachtens strahlt der SWR Richtung Schweiz sogar mit mehr als 500 W, ca. 1-1,5 kW. Der Rührberg hat lediglich den Nachteil, daß die Masthöhe bei weitem nicht an die Turm- und Masthöhe von St. Chrischona heranreicht. Generell haben Rührberg und Chrischona in Wyhlen, Herten und Degerfelden deutliche Verzerrungen ! (außer 94,5 die sogar einbricht, weil sie mehr Richtung Westen/Südwesten strahlt). Daher wundert es mich mittlerweile, daß der SWR überhaupt je erwogen hat, sich auf dem Chrischona-Turm miteinzumieten. Die versuchsweise Anfang der 80er Jahre für SWF1 betriebene Lösung Säckingen/Eggberg ist meines Erachtens die bessere. Dann hätte man sich die Füllsender Grenzach-Wyhlen und Laufenburg erspart und hätte mit Weil/Tüllinger mit Hauptrichtung NW nur einen SWR-Füllsender gehabt.
Für die Schweizer Programme mag der Chrischona-Turm natürlich gut sein.

von Stefan Z. - am 06.08.2009 12:51
Zitat

... hätte mit Weil/Tüllinger mit Hauptrichtung NW nur einen SWR-Füllsender gehabt.

Da gibts wohl keine koordinierten Frequenzen für diesen Standort.

von tommy_radiofan - am 06.08.2009 17:25
Zitat

Generell haben Rührberg und Chrischona in Wyhlen, Herten und Degerfelden deutliche Verzerrungen !

Beim Rührberg bin ich mir nicht sicher, da ich dies schon viele Jahre nicht mehr richtig getestet habe, aber beim St. Chrischona konnte ich in den letzten Jahren in Wyhlen, Herten und Degerfelden nur leichte Verzerrungen ausmachen; ebenso am Grenzacher Horn sowie starke Verzerrungen in Beuggen nähe Tschamberhöhle. Ein RDS-fähiges Autoradio (also fast alle) schaltet dort teilweise auf Blauen und Hohe Möhr um. Daher halte ich die ersatzlose Abschaltung des SWR-Senders Grenzach-Wyhlen weiterhin für richtig.


Zitat

Daher wundert es mich mittlerweile, daß der SWR überhaupt je erwogen hat, sich auf dem Chrischona-Turm miteinzumieten. Die versuchsweise Anfang der 80er Jahre für SWF1 betriebene Lösung Säckingen/Eggberg ist meines Erachtens die bessere. Dann hätte man sich die Füllsender Grenzach-Wyhlen und Laufenburg erspart und hätte mit Weil/Tüllinger mit Hauptrichtung NW nur einen SWR-Füllsender gehabt.

Da ich auch noch die Situation von vor 1984 aus eigener, tagtäglicher Erfahrung kenne, muss ich dir da heftig widersprechen. Der Empfang von SWF1 war damals in Rheinfelden/Baden, in den Gemeinden auf der Südseite des Dinkelbergs, in Schwörstadt, in Wehr und im westlichen Hotzenwald trotz SÄK/Eggberg 89,5/0,6 schlechter als heute mit St. Chrischona. Bei SWF2 und SWF3, die keine Eggberg-Frequenz hatten, war der Unterschied nach Aufschaltung in St. Chrischona natürlich noch viel grösser.

Du hättest auf dem Eggberg also richtig aufdrehen müssen (5 kW), um zum gleichen Ergebnis zu kommen. Das war aber mit dem kleinen, inzwischen abgerissenen Eggberg-Mast nicht möglich. Somit hätte man dort kräftig investieren müssen; ebenso auf dem Tüllinger Berg, wo es noch keine UKW-Infrastruktur gab, um den Empfang in LÖ-City zu verbessern. Da war es sicher klüger sich auf dem neu gebauten Turm in St. Chrischona einzumieten anstatt 2 eigene Standorte auf-/auszubauen.

Und auf Laufenburg hätte man auch dann nicht verzichten können, da der Eggberg nach Osten Abschattungen durch andere Berge und dadurch Verzerrungen hat. Hab das gerade erst vor knapp 2 Wochen getestet. Schon in Rippolingen und östlich von Obersäckingen schaltet das RDS von Radio Argovia daher von Eggberg 100,5 auf Waldshut 91,8 um.


von Manager. - am 06.08.2009 18:47
Laut Google Maps gäbe es sowohl nördlich als auch südlich von Inzlingen auf Deutscher Seite einige Kuppen, die eine Alternative zu Chrischona sein könnten, wenn man einen Sendemast dort hinstellen würde.

von Martyn136 - am 06.08.2009 23:50
@Manager:
Ich habe jahrelang in Herten gewohnt und kann sagen, daß die Verzerrungen am Grenzacher Horn, in Whylen, Degerfelden und Beuggen nicht ganz ohne sind. Herten selbst geht noch. Selbst die 100,5 und 106,4 Eggberg, obwohl sie nicht hauptsächlich Richtung Westen strahlen, sind dort überall eine Alternative, bis auf das Grenzacher Horn natürlich, was, wie bereits angemerkt, auch vom Blauen gut versorgt wird, Auf der 100,5 und 106,4 habe ich von Osten kommend bis Grenzach hinein guten Empfang. Der wäre im Fall Eggberg 5 kW noch besser. Den Nachteil sehe ich nur im Bereich Löörach/Weil und Efringen-Kirchen, da der Blauen hinterm Tüllinger und in der Nähe des Isteiner Felsens Probleme hat. Die Gegend östlich des Eggbergs müßte bei genügendem Mast-Aufbau bis ca. Laufenburg versorgt werden, ich empfange jetzt schon die 100,5 bis fast Laufenburg.

von Stefan Z. - am 07.08.2009 08:22
Zitat

Ich habe jahrelang in Herten gewohnt und kann sagen, daß die Verzerrungen am Grenzacher Horn, in Whylen, Degerfelden und Beuggen nicht ganz ohne sind. Herten selbst geht noch.

@ Stefan Z.:
Verzerrungen gibt es dort zweifellos; besonders in Beuggen.


Zitat

Auf der 100,5 und 106,4 habe ich von Osten kommend bis Grenzach hinein guten Empfang. Der wäre im Fall Eggberg 5 kW noch besser.

Das stimmt. Mit 5 kW vom Eggberg gäbe es dort überall störungsfreien Empfang.


Zitat

Den Nachteil sehe ich nur im Bereich Löörach/Weil und Efringen-Kirchen, da der Blauen hinterm Tüllinger und in der Nähe des Isteiner Felsens Probleme hat.

Genau. Diese Problemzone konnte man nur vom Tüllinger Berg oder von St. Chrischona aus erreichen.


Zitat

Die Gegend östlich des Eggbergs müßte bei genügendem Mast-Aufbau bis ca. Laufenburg versorgt werden, ich empfange jetzt schon die 100,5 bis fast Laufenburg.

Ja, aber mitten in Laufenburg/Baden am Bückle (350 m) ist dann Schluss mit dem Empfang; trotz des vor einigen Jahren neu errichteten viel höheren Sendemastes. Das wäre auch bei 5 kW so. Die 50 m tiefer gelegenen Altstädte von Laufenburg/Baden und Laufenburg/AG wären auch dann weiterhin im Funkschatten. Auch Wannenberg geht dort übrigens nicht, da die Juraausläufer mit bis zu 550 m Höhe dazwischen liegen.
Gäbe es den SWR-Sender Laufenburg nicht, hätte der SWR Laufenburg/Baden sowie den Abschnitt zwischen Laufenburg und Waldshut durch einen UKW-Füllsender am SWR-Standort Waldshut-Aarberg (früher ARD K21) versorgen müssen. Dann wäre der SWR-Empfang im südlichen Hotzenwald (z.B. im Albtal) aber schlechter gewesen als er heute ist. Auch vom Eggberg aus kann man dieses Gebiet nur teilweise versorgen.
Dort gab es übrigens bis zuletzt Ecken ohne analoges dt. TV-Programm. In Tiefenstein (nomen est omen) konnte man bis zum Aufbau eines TV-Füllsenders Mitte der 80er-Jahre nur DRS (heute SF1 genannt) via Uetliberg E03 empfangen.
Der Feldberg ist zwar auch nicht weit von dort weg; strahlt aber aus großer Höhe weit über die tief eingeschnittenen Täler hinweg.

von Manager. - am 08.08.2009 06:49
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