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Radioforum Schweiz
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Adrian Böhlen, dxbruelhart, MagicMax, Mike

Unterbruch Radio Emme 103,6 MHz

Startbeitrag von MagicMax am 24.10.2007 18:59

Im Moment ist die Frequenz 103,6 (Sender Belpberg- Fuhren) von Radio Emme stumm. Es ist ein Leerträger drauf.

Heute ca. 17:30 lief der Sender noch normal.
Der Sender wird ja per Ballempfang von Sender Konolfingen 94,1 angespiesen. Habe diesen abgejeckt, der läuft.

Wieso fällt wohl der Sender 103,6 so plötzlich aus?

Jetzt, wo auf 103,6 ein Leeträger zu höhren ist, sieht man wie mieserabel die Frequenzplanung des Bakom ist: hier bereits geschrieben, wurde ja die Frequenz 103,6 in kurzer Distanz bereits wieder vergeben an Radio Freiburg für einen Sender in Gurmels. Jetzt lassen sich Störungen durch diesen Sender in Rüfenacht, vor allem südlich- südwestlich dadurch feststellen, dass es beim mobilen Empfang im Auto teilweise zu ganz kurzen Überlagerungen kommt.
Die Frequenz 103,6 für einen weiteren Sender zu vergeben, welcher weniger als 30 Km Luftlinie entfernt ist, zeugt wirklich von einer schlechten Frequenzplanung, es hätte sicherlich eine Handvoll andere Frequenzen gegeben, welche sich besser eingnen würden und nicht's stören.

Bravo Bakom, einfach überwältigend eure Frequenz- Planung!

Antworten:

Seltsam scheint mir auch wirklich, dass in der Stadt Bern dieser Sender nicht empfangen werden kann; in Bern empfängt man auf 103,6 DRS3 von St. Chrischona oder gar RPR1 vom Kalmit (268 km entfernt), aber kein Radio Emme, obwohl dieser Sender auf dem Belpberg ist, quasi direkt vor der Haustüre (der Bandscan Bern findet sich übrigens hier http://www.myradiobase.de/fmlist/fi_bsall.php?omid=821 ).

von dxbruelhart - am 25.10.2007 06:19
Das kommt daher, dass der Sender nicht "auf" dem Belpberg, sondern in relativ geringer Höhe in einer Geländemulde steht, die in Richtung Bern abgeschattet ist. Zudem ist der Sender nur leistungsschwach, und vermutlich auch nicht rundstrahlend.

von Adrian Böhlen - am 25.10.2007 09:18
Das ist so. Selbst wenn man den Sender mit Sichtkontakt von Norden her sieht, ist der Empfang verrauscht.

von Mike - am 25.10.2007 17:02
Zitat
dxbruelhart
Seltsam scheint mir auch wirklich, dass in der Stadt Bern dieser Sender nicht empfangen werden kann; in Bern empfängt man auf 103,6 DRS3 von St. Chrischona oder gar RPR1 vom Kalmit (268 km entfernt), aber kein Radio Emme, obwohl dieser Sender auf dem Belpberg ist, quasi direkt vor der Haustüre (der Bandscan Bern findet sich übrigens hier http://www.myradiobase.de/fmlist/fi_bsall.php?omid=821 ).

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QTH: CH-8610 Uster, 08E 43 40 / 47 N 21 08


Es ist in der Tat so.

1. Ist der Sender nicht auf dem Belpberg selber, sondern wie Adrian Böhlen schon geschrieben hat, in einer Geländemulde. Die genauen Koordinaten sind: 7° 32' 28" E / 46° 51' 52" N Link Google- Earth

2. Hat der Sender keine Rundstrahlung, sondern starke Einzüge damit er in Bern nicht empfangen werden kann.
Als der Sender in Betrieb ging, gab es ein riesen Tamtam dass man diese Einzüge machen musste, damit Radio Emme auch ja nicht in Bern empfangen werden kann!
Gemäss meinen Messungen, ist es teilweise trotzdem möglich, in der Stadt Bern Radio Emme zu empfangen, wenn auch sehr verauscht. Auf der Autobahn A6 (Thun Richtung Bern) ging Radio Emme vor der Aufschaltung von Radio Freiburg auf derselben Frequenz relativ gut bis kurz vor den Sonnenhof- Tunnel in Bern-Ostring. Beim Rasthof "Grauholz" wird das Signal sogar wieder besser (dies bestätigen auch die Radio-Mobile Karten von diesem Sender).

Ich verstehe echt nicht, warum man in der Stadt Bern so ein Theater macht, wenn andere, benachbarte Lokalsender ins Gebiet einstrahlen!
Die beiden kommerziellen Privatradios Capital FM und Radio BE1 sind ja wirklich nur Schwachstrom im Mainstream und nach 19:00Uhr haben sie kaum noch moderierte Sendungen.

- Radio Emme musste am Belpberg Einzüge machen, damit der Sender in der Stadt Bern nicht empfangbar ist.

- Radio 32 musste beim Sender auf dem Weissenstein ebenfalls Einzüge machen, damit der Sender nicht bis nach Bern kommt (kommt er jedoch trozdem, je nach Wetterlage sogar gut bis sehr gut)

- Radio Beo hat sein Sendernetz auch so, dass in der Stadt Bern selber kein guter Empfang mehr möglich ist.

Woher diese "Abschottungspolitik" wohl kommt? Die Lobby von den beiden Veranstalter Capital FM und BE1 kann doch nicht wirklich so gross sein?

Kommt noch dazu, dass die Stadt Bern geografisch ideal gelegen ist, um radiomässig "abgeschottet" zu werden, da die Stadt in einem Kessel liegt.

In anderen Orten geht so eine Abschottung meist nur schlecht, weil sich ja Funkwellen ja bekanntlich nicht an "Bakom Konzessionsgebiets- Grenzen" halten.

Also kein Radio Emme in der Stadt Bern! Dafür aber in Thun (zwar ebenfalls nicht im Konzessionsgebiet, aber Empfang sehr wohl möglich) und in der Region Egerkingen (SO)!, längstens ausserhalb des Sendegebiets (an der "Bölchen-Rampe" beim Rasthof sogar einwandfreies Signal mit RDS!), aber Hauptsache der Sender kommt in der "abgeschotteten" Stadt Bern nicht rein.
Ich finde dies schade, da es

1. Sehr viele Pendler gibt, welche täglich vom Emmental aus nach Bern oder in die Region Bern zur Arbeit fahren

2. Die beiden Lokalradios aus Bern weit ins Sendegebiet von Radio Emme heinreinsenden (z.B. Burgdorf oder Konolfingen usw.). Radio Emme wird also in solchen Gebieten konkurenziert. Wenn Emme bis an den Stadtrand von Bern empfangbar wäre, oder von mir auch auch in der Stadt selber, denke ich trotzdem kaum, dass dieser Sender die in Bern ansässigen Capital FM oder BE1 konnkurenzieren würde.


Da könnte man sich einmal ein Vorbild an Zürich nehmen:
Dort gibt es auch 2 kommerzielle Radios (Radio 24 und Energy Zürich), aber Radio Zürisee kann man seit längeret Zeit auch in der Stadt Zürich gut empfangen und auch Radio Top (ebenfalls nicht in Zürich ansässig), sendet vom Zürichberg und versorgt so die Stadt Zürich. Wo bleibt da die Abschottung? Die Lobby der beiden in Zürich ansässigen Radio 24 und Energy?


von MagicMax - am 25.10.2007 17:49
In der Stadt Bern geht gemäss dem Bandscan Bern Radio Emme auf 94,1 Konolfingen-Hubel mit Ortssenderqualität. Radio Beo geht in Bern auf 88,8 Beisseren und auf 95,9 Aeschiried-Aeschiallmi mit richtig gutem Signal.

von dxbruelhart - am 25.10.2007 21:48
Leider gibt es bei Radio Emme Bestrebungen, ab nächstem Jahr die Volksmusik und andere Spartensendungen aus dem Programm zu kippen (entsprechende Beiträge waren in der BZ und in der Wochenzeitung zu lesen), auch wenn dies offiziell noch nicht bestätigt und begründet wird.

So gesehen würde also der praktische Nutzen, Radio Emme in Bern zu empfangen, gleich null sein, da es dann einfach ein Hitdudler mehr sein wird.

von Adrian Böhlen - am 26.10.2007 05:48
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