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Radioforum Schweiz
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 4 Monaten
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Radio Digital Schweiz, Heinz Lindenmann, dxbruelhart, Peter Schwarz, world-in-union, Tatzelwurm

Roger Schawinski will nun auch die Lizenz, die Radio 24, Radio Energy und Radio Zürisee wollen bzw. haben

Startbeitrag von dxbruelhart am 06.12.2007 19:21

Heute sind Radio Zürisee, Radio 24 und Radio Energy für die Lizenz der Lizenzregion 23 gesetzt, die den ganzen Kanton Zürich, die Region March-Gaster-See-Höfe und das Glarnerland versorgen.
Jetzt will Roger Schawinski eines dieser 3 Programme verdrängen und eine dieser 3 Lizenzen für diese Region ergattern:

Persoenlich.com schreibt: http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=72369

Radio 1

Schawinski will auch im Raum Zürich-Glarus senden

Zwei Konzessionsgesuche eingereicht.


Der Schweizer Medienunternehmer Roger Schawinski hat für seinen neuen Sender "Radio 1" beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) zwei Konzessionsgesuche eingereicht. Das eine betrifft den Raum Zürich-Glarus, das andere den Grossraum Zürich.

Schawinski glaubt, alle für das grosse Versorgungsgebiet 23 (Zürich-Glarus) vom Bakom geforderten Bedingungen "in optimaler Weise zu erfüllen", wie er am Donnerstag vor den Medien in den künftigen Räumlichkeiten von Radio 1 an der Hottingerstrasse in Zürich ausführte. Denn das private Radio 1 werde ein qualitativ sehr hoch stehendes Programm senden mit fachlich bestens ausgewiesenen Mitarbeitenden. Zudem erfülle das Radio das Kriterium der Angebotsvielfalt, da es sich ausdrücklich an Erwachsene richte.

Laut Schawinski leistet Radio 1 einen klaren Beitrag zur im Gesetz geforderten Meinungsvielfalt. Wichtig sei auch, dass Radio 1 publizistisch und wirtschaftlich völlig unabhängig und nicht Teil eines Medienkonzerns sei, sagte er weiter. Ausser einem Gesuch für das Versorgungsgebiet 23 hat Schawinski auch ein Gesuch für das Versorgungsgebiet 24 (Zürich) eingereicht. Dieses entspricht dem heutigen Verbreitungsgebiet von Radio 24 (Tamedia) und Radio Energy (Ringier).

Radio 1 habe in seinem Gesuch ausgeführt, dass es sich alternativ auch für eine Konzession für das Versorgungsgebiet 24 bewerbe, falls es vom Bakom nicht die Konzession für das Gebiet Zürich-Glarus zugeteilt erhalten sollte. Radio 1 geht aus "Radio Tropic" hervor. Dieses sendet noch bis Ende Jahr. Ab Januar 2008 strahlt Schawinski ein Testprogramm aus, Sendestart ist im Frühling. Die Konzession läuft im Sommer aus. Schawinski zeigte sich zuversichtlich, eine neue Konzession für Radio 1 zu erhalten.

Antworten:

Das heisst also: Entweder Radio 24 , Energy oder Radio Zürisee werden den Sendebetrieb einstellen müssen, da sie keine Konzession mehr erhalten...!!??


von Tatzelwurm - am 06.12.2007 21:03
Was ich glaube ist, dass er die Lizenz von Radio Tropic übernehmen kann, alles andere ist kaum vorstellbar. Aber nix ist unmöglich.
Aber er hat noch die grosse Konkurenz von 105, der auch ein Gesuch eingereicht hat,
da wird aber mit grossen Löffeln die Ganze Radiolandschaft in und um Zürich durchgeschüttelt!!!
Und viel Zündstoff zum schreiben gemacht.



von Radio Digital Schweiz - am 06.12.2007 22:40
Wann wird denn überhaupt über die Vergabe der neuen Konzessionen entschieden? Welchen Termin gibt es da?

von world-in-union - am 07.12.2007 08:49
Wie heute im Tagi geschrieben wurde, wird heute Abend bekannt gegeben, wer und welche die Konzessionsgesuche eingereicht haben.
Im Frühling 2008 wird entschieden, wer welche bekommt.

Ich hoffe, das habe ich so richtig gelesen.

von Radio Digital Schweiz - am 07.12.2007 13:00
Hier ist dieser Artikel aus dem (Papier-)Tagi

Schawinski attackiert Platzhirsche der Radioszene

Roger Schawinski bewirbt sich mit seinem Sender Radio 1 um eine der drei Konzessionen für das neue Versorgungsgebiet Zürich-Glarus. Erreicht er sein Ziel, droht ein Rechtsstreit.
Von Stefan Häne

Zürich. - Roger Schawinski geht in die Offensive: Nachdem er ein halbes Leben lang versucht hatte, die Monopolstellung der SRG zu knacken, bringt er nun die Privatradios in Bedrängnis. Für seinen neuen Sender Radio 1 hat der Medienunternehmer beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) gleich zwei Konzessionsgesuche eingereicht. Damit, so Schawinski, wolle er die «verkrustete Radiolandschaft» aufbrechen. Mit dem einen Gesuch bewirbt er sich um eine der beiden Konzessionen für das Versorgungsgebiet 24 (Grossraum Zürich); mit dem anderen - für ihn wichtigeren - will er eine der drei Konzessionen für das Versorgungsgebiet 23 (Gebiet Zürich-Glarus) ergattern.

Seine Pläne erläuterte Schawinski gestern in spezieller Umgebung: in den künftigen Räumlichkeiten seines Senders an der Hottingerstrasse in Zürich - inmitten von Staub, Brettern und Isolationsmaterial. Schawinski zeigte sich siegesgewiss und geizte nicht mit Superlativen: «Wir erfüllen alle geforderten Bedingungen in optimaler Weise.» Radio 1 werde ein qualitativ «sehr hochstehendes» Programm anbieten. Garant dafür sei das «erfahrenste und beste Team» aller hiesigen privaten Radiostationen. Tatsächlich ist es Schawinski gelungen, der Konkurrenz namhafte Moderatoren und Journalisten abzuluchsen: von Radio 24 etwa David Karasek und Iwan Santoro.

«Wirtschaftlich unabhängig»

Wie Schawinski weiter ausführte, erfüllt Radio 1 auch das Kriterium der Angebotsvielfalt, da es zum ersten Mal ein Programm für die Zielgruppe der Erwachsenen geben wird. Entscheidend sei zudem, dass Radio 1 einen wichtigen Beitrag zu der im Gesetz explizit geforderten Meinungsvielfalt leiste. Im Gegensatz zu den anderen Bewerbern sei Radio 1 publizistisch und «wirtschaftlich völlig unabhängig» und nicht Teil eines Medienkonzerns. Gemäss dem Radio- und Fernsehgesetz müsse bei mehreren gleichwertigen Bewerbungen jene bevorzugt werden, welche die Meinungs- und Angebotsvielfalt am meisten bereichere.

Mit seinem Vorpreschen macht Schawinski den grossen Privatradios der Region - Radio 24, Radio Energy Zürich und Radio Zürisee - ihren Platz im Versorgungsgebiet 23 streitig. Entsprechend gross ist die Nervosität bei den Sendern, wie informelle Gespräche mit Mitarbeitern zeigen. Gegen aussen gibt man sich jedoch gelassen. «Jeder, der Lust hat, kann sich bewerben», sagt Radio-24-Programmleiter Markus Mager. Aus seiner Sicht gibt es «keine rational vorstellbaren Gründe», weshalb sein Sender die Konzession nicht mehr erhalten sollte. Radio 24 verfüge über einen 30-jährigen Leistungsausweis und zeichne sich unter anderem durch den höchsten Informationsanteil aller Privatradiostationen aus.

Radio Zürisee vor Bundesgericht?

Tony Immer, Geschäftsleiter von Radio Zürisee, räumt zwar ein, dass mit Roger Schawinski ein «ernst zu nehmender Konkurrent» die Radiobühne betrete, «trotzdem bleiben wir relativ gelassen. Wir gehen davon aus, dass wir eine der drei Konzessionen erhalten werden.» Der «Landsender» habe seinen Leistungsauftrag stets ernst genommen. Im Gegensatz zu Radio 24 und Radio Energy berichte er regelmässig aus den ländlichen Gemeinden, speziell auch aus dem Glarnerland. Falls Radio Zürisee am Ende dennoch leer ausgehen sollte, droht ein Rechtsstreit. «Notfalls werden wir den Entscheid bis vor Bundesgericht anfechten», kündigt Immer an. Es stünden 30 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Von Radio Energy war für eine Stellungnahme gestern niemand erreichbar.

Konzession: Entscheid fällt 2008

Am 1. April ist das neue Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) in Kraft getreten. Aus diesem Anlass vergibt das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) landesweit die Konzessionen neu: deren 41 für Radio- und 13 für regionale TV-Stationen. Die Eingabefrist für die Gesuche ist am Mittwoch abgelaufen. Wie viele Bewerbungen eingegangen sind, wird das Bakom voraussichtlich heute Freitag bekannt gegeben. Wer den Zuschlag erhält, wird sich im Frühling weisen. Der Entscheid für das umkämpfte Zürcher Versorgungsgebiet 23 dürfte laut einer Bakom-Sprecherin erst in der zweiten Jahreshälfte fallen.

Roger Schawinski bewirbt sich nebst Zürich auch in der Südostschweiz um eine Radiokonzession. Mit Radio Südost versucht er, das Bündner Monopol der Südostschweiz-Mediengruppe mit den Privatradios Grischa und Engiadina zu sprengen. Der neue Sender plant ein regionales 24-Stunden-Programm, zum Teil in italienischer und rätoromanischer Sprache. Auch im Kanton Aargau möchte Schawinski mit Radio AG ein neues Lokalradio lancieren. Im Visier hat der Medienunternehmer damit Radio Argovia, das zur AZ-Mediengruppe von Verleger Peter Wanner gehört. (sth)

von dxbruelhart - am 07.12.2007 13:13
Schawi will mehr oder weniger deutschschweizweit senden, das wird mittlerweile klar. Die Bewerbung auf die Tropic-Funzel war nur ein zarter Anfang. Jetzt setzt er auf die grosse Karte. Er will wohl erst mal auf der 93.0 beweisen, was er drauf hat mit diesem Konzept und so das Bakom überzeugen.


von Peter Schwarz - am 07.12.2007 13:46
Hoffe die 93.00 Mhz wird auf den Uetliberg verschoben, damit wir in der Zentralschweiz einen guten Empfang haben werden, doch mit diesem Bakom
verein, nicht wahrscheinlich.
Empfangsfreiheit für Lokalsender

von Heinz Lindenmann - am 07.12.2007 18:21
die 93,0 bleibt auf dem Zürichberg!!

von Radio Digital Schweiz - am 08.12.2007 07:50
Aus welcher Quelle stammt die Information mit 93.00 MHz auf dem Zürichberg?

von Heinz Lindenmann - am 08.12.2007 09:15
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