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Radioforum Schweiz
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Radio Eviva

Startbeitrag von Heinz Lindenmann am 20.12.2007 13:26

Erneuter Anruf bei Radio Eviva, warten schon seit Jahren auf Bescheid der Zensurbehörde
Bakom, das Märchen ist jetzt schon bekannt, keine freien Frequenzen mehr.
Bescheid erhalten sie vielleicht gegen Ende 2008. Habe keine Hoffnung bei dieser Verhinderungsbehörde.

Die 50 interessantesten Antworten:

Das Märchen mit den knappen Frequenzen kannte die PTT schon in den 80'er Jahren. Warum gibt es noch kein 2. DAB Paket? Nach Abschaltung des analogen Fernsehen hätte es sicher genug.

von Maxtech - am 20.12.2007 15:22
Ich glaube im kanton uri obwalden nidwalden berneroberland wo das zielpublikum ist gibt es genügent freie frequenzen.
Da bakom soll dort mal ihre tests machen.

von odeon333 - am 20.12.2007 16:36
Frequenzen könnte man sicher mit der Abschaltung der Sprachaustauschsender, die sehr weitreichend sind, freigeben,
99,9Mhz Säntis, 106.80 Mhz Rigi. Doch das Bakom wird das sicher nie bewilligen.


von Heinz Lindenmann - am 20.12.2007 17:49
Die Vorschläge von DXBrühlhart könnte man all diese Probleme lösen,
fehlende Frequenzen, bessere Nutzung der vorhanden Frequenzen.
Bakom lies mal diese Studien, falls das Bakom lesen kann.

von Heinz Lindenmann - am 20.12.2007 17:55
Das ist alles gut und recht, was da vorgeschlagen wird, aber

Ich wiederhole mich leider zum 365748327-sten Mal:

Das bringt nichts, denn das BAKOM weiss das alles natürlich auch, aber es duldet keine Volksmusik und schon gar keine Konkurrenz zu DRS. Man muss sich leider damit abfinden: Wir leben in einer Diktatur der 68er-Juristenzunft: Die predigt Internationalismus, ausser natürlich bei den Salären, dort sind sie für Abschottung und fordern selbstverständlich Schweizer Löhne.

Schaut einmal bei Iischers-Radios im Wallis. Die haben ein komplettes UKW-Sendernetz, abgestimmt auf freie UKW-Frequenzen und dürfen pro Jahr einen Monat senden. 11 Monate ist dort nichts zu hören , weil man gemäss BAKOM "zu wenig Frequenzen hat".

von audion - am 20.12.2007 21:30
Zitat

Warum setzt man nicht die 1566 wieder ein,


Diese Frequenz ähnelt schon stark der Kurzwelle und ist nur nachts und auf grosse Distanzen brauchbar. In Zürich war sie schon ungeniessbar (38 km). Darum hat man EVIVA ja auch auf dieses Abstellgeleise geschoben. Aehnlich wie man seinerzeit die CB-Funker auf 27 MHz abgeschoben hat: unbrauchbare Frequenzen. (Letzteres hat mich nicht gestört, da ich selber die KW-Lizenz habe). Man darf jetzt dreimal raten, welche Chance das BAKOM dem DAB+ Ensemble einräumt ;)

von audion - am 20.12.2007 21:36
Also ich höre in der Nacht auf 1566 BBC Bristol in guter Qualität.

http://tx.mb21.co.uk/gallery/taunton-mf.php
Hat nur 750 Watt

von smid - am 21.12.2007 08:20
Zitat

Was ist eigentlich noch auf dem Pizzo Groppera los? Da steht doch noch eine unbenutzte Antenne herum...


Wie schon an anderer Stelle erwähnt ist diese Antenne nur noch ein Denkmal, da sich seit der Betriebszeit einiges sehr zum Schlechten verändert hat:

-- Sender abgebaut und Räume fremdgenutzt (Trafostation)
-- Heutige "Normal"-Empfänger taub und ohne Trennschärfe
-- UKW-Band völlig verfunzelt
-- Heutige "Normal"-Radiohörer haben ihre Kiste fix auf den Ortsdudler eingestellt

von audion - am 21.12.2007 10:24
Zitat

Also ich höre in der Nacht auf 1566 BBC Bristol in guter Qualität.


So ist es. Die SRG verliert alle AM-Frequenzen (ausser vorläufig noch Sottens und Mte. Ceneri), weil sie lieber jede Menge absolut überflüssiger und teurer Internetportale aufbaut (die Zeitungen tun das schon bis zur Genüge). Statt SRG würde man besser sagen: SIG (Schweizerische Internet-Gesellschaft) 1566 kHz und 531 kHz sind bald Geschichte, ebenso die legendären 6165 kHz und 9535 kHz und wie sie alle geheissen haben. Auch letztere wurden durch leistungsstarke ausländische Sender sofort belegt.
Zum Glück gibt es noch die Deutsche Welle um auf Auslandreisen informiert zu sein.

von audion - am 21.12.2007 14:02
Den Pizzo Groppera könnte man schon reaktivieren, wenn man wirklich wollte, man braucht aber ein dick gefülltes Portemonnaie, und gute Rechtsanwälte, wenn man den Groppera wirklich wieder in Betrieb nehmen wollte:
- Ein paar Antennenfelder müsste man erneuern auf der Antenne.
- Es braucht 2 neue Sender da oben, Platz ist in der grossen tunnelartigen Halle sicher noch vorhanden. Die Kabel sind wohl alle noch intakt, ein neues Antennenkabel wurde nach 2000 noch neu montiert.
- Eine Linzenz von Italien zu bekommen, scheint mir heute schwierig, aber nicht unmöglich, dafür brauchte man gute Rechtsanwälte.
- Die extreme Verfunzelung und die nicht sehr guten Empfanger auf der anderen Seite machen eine Frequenzwahl sehr schwierig, die 87,5 wäre machbar und sinnvoll, eine zweite Frequenz, die ich hier nicht reinschreibe, könnte ich mir auch noch recht gut vorstellen. Beide Frequenzen stossen aber auch auf Probleme von Sendern 100 kHz drüber (oder drunter); die 87,5 müsste sich arrangieren mit dem SWR (87,6 SWR1 Hohe Möhr) und mit Radio Pilatus (87,6 mehrere Sender). Das Signal vom Groppera wäre aber stark genung (falls man wieder mit 50 kW Sendeleistung und 8000 kW ERP sendet), um auch auf schwachen Empfängern nun einen recht brauchbaren Empfang zu erzielen.
- Andererseits kann man heute wohl mit Kabelversorgung und Webstreams doch mehr Hörer erreichen, als mit einem etwas verzerrten UKW-Signal, das vielleicht auch noch etwas rauscht.

von dxbruelhart - am 21.12.2007 14:43
Eine Reaktivierung des Groppera würde Radio Eviva (oder wer auch immer dort senden möchte) vermutlich wenig bis gar nichts bringen. Ende der 70er/Anfang der 80er war das Band noch frei und die Leute hatten meist gute Empfänger. Bei mir daheim gelang damals der Groppera-Empfang in guter Qualität auf einem 60er-Jahre-Röhrenradio mit Behelfsantenne. Heute aber ist das UKW-Band übervoll und die Empfänger des Normalhörers sind häufig billiger Schrott. Dass man inzwischen sogar schon in Oerlikon über Füllfunzeln für die Lokaldudler nachdenkt, sagt doch schon alles. In diesem Umfeld noch vom Groppera senden zu wollen, wäre Energie- und Geldverschwendung. Aus rein technischer Sicht wäre meiner Ansicht nach DAB/DAB+ zur Zeit die einzige Hoffnung, wieder etwas mehr Abwechslung und echte Konkurrenz in den Äther zu kriegen. Aber genau das ist ja von den grossen Playern mit vorhandener UKW-Versorgung eben nicht erwünscht.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 21.12.2007 18:00
So ist es, bei aller Nostalgie. Sicher, mir würde es Spaß machen, und wenn ich bei Günther Jauch die 1-Million-Euro-Frage richtig benatwortet hätte, würde ich vielleicht aus Spaß da oben, auf einen anderen Berg oder gar von dxbruelhart's erträumten Heissluftballon aus mal eine Weile senden, einfach nur just for fun! Bis zur Aushebung!
Aber für einen wirtschaftlichen Sendebetrieb ist das uninteressant. Man muß sehen: Südtirol, Groppera, Hohes Venn, Schiffe auf der Nordsee. Das alles hat man ja nicht aus Abenteuerlust gemacht, sondern als Notlösung, weil eben in Deutschland keine Möglichkeit dafür da war. Man hat quasi ohne Konkurrenz gesendet, kleine Firmen, die sich bei den großen Anstalten keine Werbung leisten konnten, waren begeistert.
Heute gibt es massenweise Popradios (nix anderes machten ja mit Verlaub 90% dieser Sender auch, nur eben etwas amateurhafter und daher mit mehr "Charme"), die Begeisterung fürs medium Radio ist abgeflaut, die schlechteren Empfänger kommen hinzu, es gibt Internet und Webradios und ipods, und die kleinen lokalen Werbekunden haben keine Lust mehr, seit sie massenweise Geld beim ersten offiziellen örtlichen Lokalradio versenkt haben.



von Peter Schwarz - am 21.12.2007 23:41
Frequenz-Vorschlag
Abschaltung RSR und TSI auf UKW
Frequenzen für Evia
99,9 MHz Säntis, 106,2 MHz Rigi
106.80 Funzeln, Bergkantone
Träum weiter

von Heinz Lindenmann - am 25.12.2007 09:24
Zitat

Frequenz-Vorschlag
Abschaltung RSR und TSI auf UKW
Frequenzen für Evia
99,9 MHz Säntis, 106,2 MHz Rigi


Es wurde eben gerade umgekehrt gemacht: Um EVIVA (und OPUS-Radio) keine Frequenzen zu geben, hat man RSR und RSI als Sperrfrequenzen errichtet. Hochleistungsfrequenzen mit 0.00001% Marktanteil. Aus guten Gründen werden diese Programme bei der Publicadata (= SRG!) - Radioreichweitenalyse nicht einmal offiziell erhoben und erscheinen demzufolge in der Statistik nicht. Würde die private Wirtschaft, die vielen staatlichen Schwachsinn finanzieren muss, auch so wursteln, wären wir schon lange wieder auf den Bäumen am Bananen-Suchen.

[edit: TSI durch RSI ersetzt]

von audion - am 25.12.2007 09:40
Ja, das verstehe ich auch nicht. Das sind dieselben Zustände wie in NRW!
Gut, über die Rete Uno-Abstrahlung freuen sich wenigstens noch Eisdielen und Trattoria-Besitzer zwischen Alb und Bodensee (dort schon mit eigenen Ohren gehört), RSR wird wirklich keine Sau hören.
Würde man sie über EINEN der beiden Standorte Rigi oder Säntis abstrahlen, würde es schon vollauf reichen!
Eviva über die 99.9 hätte spontan sicher mind. 10% Marktanteil erreicht. Selbst in Baden-Württemberg hätte der noch Hörer gezogen, da SWR4 kaum mehr echte Volksmusik spielt.


von Peter Schwarz - am 25.12.2007 13:29
TSI sendet nicht auf UKW, weil TSI Televisione Svizzera ist,
ist also kein Radio Sender, aber RSI Rete Uno wird in der
Deutschschweiz auf UKW abgestrahlt und hat 400'000 Hòrer,
das ist nicht wenig, DRS 1 hat im Ticino nur 30'000 Hòrer
was allerdings wenig ist bei 1 mio. Jahrestouristen aus Deutschland
und aus Deutschschweiz ist diese Quote sehr mager.

Das der Heinz Lindemann keine Ahnung hat sieht man in den ùbrigen
Threads, stàndig auf UFCOM rumhaken.

Der Heinz hat in keinster Weise gennant das DRS1 eine klare
Ueberversorgung hat, Chestenberg, Dornegg etc. was sehr gute
Reichweitenstarke Frequenzen, also zuerst Doppelversorgung
abbauen und siehe da es hat Frequenzen fùr DRS 4, Opus, Eviva
im genùge, sowie der Grùnten 7 Frequenzen hat, hat auch der
Sàntis mehr als 5

Auch DRS 3 hat eine Ueberversorgung mit zuvielen Umsetzern
und bestfrequenzen, also abtreten und an die Private.

Aber ist halt monopol der SSR das man soviele Frequenzen bekommt.

von Rete_Svizzera - am 25.12.2007 18:07
Rete Svizzera es heist Bakom nicht UFCOM, an andere Stelle haben ich mehre
Male auf die Verfunzelung der Schweiz hingewiesen. Was Du Ueberversorgung nennst. Da sind wir gleicher Meinung.Hoffe Du arbeitest nicht beim Bakom. Leider kommen wir auf das gleiche Ergebnis, bei der
Frequenzplanung, Empfangsfreiheit usw usw. wer steckt hinter all diesen
Facts..........sicher nicht Jelmoli

von Heinz Lindenmann - am 25.12.2007 18:24
Zitat
HEINZ LINDENMANN
Rete Svizzera es heist Bakom nicht UFCOM


Auf Italienisch schon... http://www.bakom.ch/index.html?lang=it :D

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 25.12.2007 18:33
Zitat
HEINZ LINDENMANN
Rete Svizzera es heist Bakom nicht UFCOM,


Bei uns heisst das UFCOM und hat den Sitz in Bellinzona

In der Deutschschweiz heisst es BAKOM und sitzt in Biel/ Bienne.

Heinz klick mal auf den link vom Rolf eingefùgt, da siehst du UFCOM.

Was Empfangsfreiheit von auslàndischen Sendern betrifft sind wir hier in der
Schweiz immer noch Luxus, SWR kann man bis in Wallis, Graubùnden und
Berner Oberland empfangen, ebenfalls die Italienischen Sender gehen fast
in der ganzen Deutschschweiz.

Die Deutschen und Italiener sind auch nicht besser, bei Empfangsfreiheit.

Hingegen unsere SSR Radio Programme sind in Deutschland schon vom
Stuttgart Degerloch und Wendelstein zugemùllt, auch DRS1 in Augsburg
vom DLF zugemùllt. Kurz nach Schopfheim geht der St. Chrischona nicht mehr.

Und so sieht es leider aus:

93.0 DRS1, Castel San Pietro vs. 92.9 Radio Superlecco ( Brunate- Como ) zugemùllt aus Italia
87.8 RSR 1, Castel San Pietro vs. 87.7 Radio Mater ( Brunate- Como ) zugemùllt aus Italia
88.8 RSI 1, Castel San Pietro vs. 88.8 Radio DJ ( Brunate- Como ) zugemùllt aus Italia
88.9 Radio Onda ( Mte. Mottarone ) Gleichkanalstòrung in Stabiò Richtung Grenze.
99.0 RFT ( Mte. San Salvatore ) vs. 98.9 Radio Number one ( Mte. Marzio ) zugemùllt aus Italia

105.7 SWR2 ( Stuttgart ) 80kW vs. 105.6 DRS3 ( Sàntis ) zugemùllt von den Deutschen
105.7 B5 ( Wendelstein ) 100kW vs. 105.6 DRS3 ( Sàntis ) zugemùllt von den Deutschen
100.0 DRadio ( Augsburg ) 15kW vs. 99.9 RSR 1 ( Sàntis ) zugemùllt von den Deutschen
101.5 DLF ( Augsburg ) 500W vs. 101.5 DRS1 ( Sàntis ) zugemùllt von den Deutschen
und und und.......

Man braucht inzwischen DE1103 Empfànger mit 80kHz Filtern um ùberhaupt in diesen
Làndern die SSR Programme noch ùber UKW zu hòren.

Kein TSI mehr in Italia, kein SF DRS mehr in Bayern, kein DRS mehr in Saarbrùcken,
was frùher alles noch ging. Sieht so Empfangsfreiheit aus ?????

Trotz bilateraler Abkommen und offenes Europa geschieht im Radio und TV Bereich
die totale Abschirmung. Leider !

von Rete_Svizzera - am 25.12.2007 18:55
Auch ein interessanter link ist vom UFCOM die Seite:

http://www.bakom.ch/themen/radio_tv/marktuebersicht/radio_lokal/index.html?lang=it



von Rete_Svizzera - am 25.12.2007 19:43
Zitat

aber RSI Rete Uno wird in der Deutschschweiz auf UKW abgestrahlt und hat 400'000 Hòrer,
das ist nicht wenig, DRS 1 hat im Ticino nur 30'000 Hòrer was allerdings wenig ist bei 1 mio. Jahrestouristen aus Deutschland und aus Deutschschweiz ist diese Quote sehr mager.


400'000 Hörer:
:confused: :confused: :confused: :confused: :confused: :confused: :confused:

Da möchte ich dann mal eine Quellenangabe!

30'000 Hörer:
Die Touristen aus Deutschland tragen wahrscheinlich keine Registrieruhr der SRG-Publicadata, werden also gar nicht erfasst. ;) ;) ;)

Aber: DRS 1 gehört im Tessin auch nicht auf UKW, denn es ist dort schon auf DAB vorhanden.

von audion - am 25.12.2007 23:23
Zitat
-faro-
Schaut einmal bei Iischers-Radios im Wallis. Die haben ein komplettes UKW-Sendernetz, abgestimmt auf freie UKW-Frequenzen und dürfen pro Jahr einen Monat senden. 11 Monate ist dort nichts zu hören , weil man gemäss BAKOM "zu wenig Frequenzen hat".

2 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.12.07 22:39 durch -faro-.


Aha, ich verstehe:
Das "BAKOM" hat jedes Jahr 11 Monate zu wenig Frequenzen und während einem einzigen Monat pro Jahr genügend Frequenzen für Ischers-Radio. :cheers:

von MagicMax - am 26.12.2007 01:07
Zitat

Woher diese Angabe mit den 400'000 ReteUno-Hörern kommt, würde mich auch interessieren. Ist das vielleicht pro Jahr gemeint?


Dieses Thema hatten wir im August schon mal gehabt. Ich zitiere mich selbst: http://forum.mysnip.de/read.php?11947,520620,521137#msg-521137

Rete Uno hat in der Deutschschweiz täglich rund 120'000 Hörer/Innen. Das macht fast die Hälfte der Zuhörerzahlen aus, denn im Tessin sinds etwas unter 140'000. In der Westschweiz hat Rete Uno etwa 35'000 Hörer.

RSR-1ERE hat in der Deutschschweiz etwa 80'000 Hörer und im Tessin rund 8000.

Und DRS 1 hat in der Romandie etwa 95'000 Hörer und im Tessin 30'000 Hörer.
Zum Vergleich: Rete Due hat im Tessin ca. 28'000 Hörer und Rete Tre 68'000.


Zitat

Aber: DRS 1 gehört im Tessin auch nicht auf UKW, denn es ist dort schon auf DAB vorhanden.


So ein Käse. Im Tessin ist auf DAB als deutschsprachiges Programm nur DRS Musikwelle drauf. DRS 1 gibt es dort nur auf UKW.






von radiohead - am 26.12.2007 07:49
> Rete Uno hat in der Deutschschweiz täglich rund 120'000 Hörer/Innen.

Toll, aber woher kommen diese Zahlen nun? Diese Antwort bist du uns damals schon schuldig geblieben. Meines Wissens werden die Quoten von einer SRG-Tochterfirma erhoben und sind deshalb mit Vorsicht zu geniessen. Wichtig wäre auch zu wissen, wo diese 120'000 bzw. 400'000 Hörer das Programm hören. Wenn sich ein grosser Teil davon in städtischen Agglomerationen befindet, braucht es keine ReteUno-Brenner auf Säntis, Rigi und Chasseral, sondern man könnte Stadtfunzeln wie Züriberg, SG-Chirchli usw. einsetzen. Der Rest müsste sich dann eben mit DAB begnügen. Komischerweise ist das bei der SRG sonst so beliebte DAB dafür offenbar nicht gut genug.
Na ja, die ganze Diskussion ist eh' sinnlos. An der Situation wird sich in absehbarer Zeit sowieso nichts ändern.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 26.12.2007 08:24
Zitat

Toll, aber woher kommen diese Zahlen nun?


Diese Zahlen habe ich von Publisuisse.

Zitat

wo diese 120'000 bzw. 400'000 Hörer das Programm hören. Wenn sich ein grosser Teil davon in städtischen Agglomerationen befindet, braucht es keine ReteUno-Brenner auf Säntis, Rigi und Chasseral, sondern man könnte Stadtfunzeln wie Züriberg, SG-Chirchli usw. einsetzen.



Woher willst du das wissen, wo all diese Hörer sind? Grossender wie Säntis finde ich ok, damit erreicht man fast jeden Winkel der Nordostschweiz. Eine Züriberg-Funzel, das wäre sinnlos. Damit kann man ein nationales Radio nicht flächendeckend versorgen. Radio wird hauptsächlich im Auto gehört. Rete Uno hat z.B. auch sehr viele Hörer, die Lastwagenfahrer aus Italien sind. (Im Tagi gabs mal einen ganzen Artikel dazu, als Rete Uno auf dem Säntis aufgeschaltet wurde "Una bella radio - national" "Dies freue mehr Leue als man denkt") In diesem Artikel wurden auch die italienischen Lastwagenfahrer erwähnt.

Rete Uno sei schon lange nicht mehr ein "tessiner Lokalprogramm" sondern ein Vollprogramm mit nationaler Verbreitung.

Und was DAB angeht: Hast du schon mal die miesen 56kbps/Mono gehört? Eine Frechheit und Zumutung. Ich jammere bei der SRG schon seit Jahren diese abzuschalten, weil es über DAB eh fast niemand hört, weil über UKW viel bessere Qualität.

von radiohead - am 26.12.2007 09:42
> Diese Zahlen habe ich von Publisuisse.

"Publisuisse - Ein Unternehmen der SRG SSR Idée Suisse"... :rolleyes:

> Eine Züriberg-Funzel, das wäre sinnlos. Damit kann man ein nationales Radio nicht flächendeckend versorgen.

Eine flächendeckende Versorgung wäre via DAB bereits gegeben.

> was DAB angeht: Hast du schon mal die miesen 56kbps/Mono gehört? Eine Frechheit und Zumutung.

Klar habe ich diese Frechheit schon gehört. Da die SRG es bisher nicht für nötig hielt, ihre Versprechen bezüglich des zweiten Ensembles einzuhalten, wird sich daran auch nichts ändern. Warum auch? Die SRG hat ja alles. Die "weitgehende UKW-Versorgung" der ersten Programme wurde ja mittlerweile sogar in der neuen SRG-Konzession (Art. 4) zementiert, damit auch ja niemand auf die Idee kommt, diese Frequenzen in Frage zu stellen.

> weil es über DAB eh fast niemand hört, weil über UKW viel bessere Qualität

DRS1 hört auch niemand über DAB, weil das Regionaljournal fehlt. Könnte man genauso abschalten...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 26.12.2007 10:14
Bei besserer Frequenzoptimierung kònnten alle bestehen, siehe Bayern
Bayern 1-5 und dann Antenne Bayern plus DLF plus DRadio kultur

das sind jeweils 7 Frequenzen fùr òffentliches rechtliches und 1 Landesweite
Frequenz fùr Antenne Bayern, macht 8 Bayernweite Frequenzen
plus zusàtzlich Frequenzen fùr lokale privatsender.

Also in der Deutschschweiz ginge DRS 1-4, Musigwelle, RSI1, RSR1, Opus, Eviva
problemlos auf UKW wenn man die sinnlosen massenumsetzer doppelversorgung
mal abschalten wùrde und die Frequenzen besser nutzen wùrde,
Siehe Database von DXBruelhart.

Mòglich wàre so vieles.

von Rete_Svizzera - am 26.12.2007 10:58
Ich gebe radiohead recht, ReteUno hören sich viel mehr Leute als man annimmt. Zählt nur mal alle Lastwagenfahrer mit ital. Kontrollschildern, inkl. den Rumänen ;-), die hören fast immer ReteUno. Ferner gibt es viele durchreisene Touristen, welche aus dem Süden stammen, die hören mit ziemlicher Sicherheit ReteUno, insbesondere, wenn die im Gotthardtunnel mal den Suchlauf gestartet hatten, dann bleibt dieser Sender meistens eingeschaltet, bis sie unser Land gegen Norden wieder verlassen haben.

Wenn wir beim Thema bleiben, Eviva ist doch in der Mehrheit das selbe wie das Radio Central, für letzteren gibt es eine gar nicht so schlechte UKW-Tunnelreichweite, gehört mitunter zu einem der bestversorgten Tunnelprogramme.;-) Manches Programm könnte von solchen Versorgungsmöglichkeiten nur träumen!

Kleine Anmerkung: wenn Eviva auf UKW etwa so tönen sollte, wie derzeit über Satellit, dann wäre das alleine für mich schon ein Grund, Eviva nicht einzuschalten.

von drahtlos - am 26.12.2007 21:27
Zitat

Zählt nur mal alle Lastwagenfahrer mit ital. Kontrollschildern,


Wieviele davon hören wirklich RSI und nicht iPod + Co ??

Und: Ob das zur Grundversorgung gehört. :confused: :confused:
Zuerst sollen mal die Zwangsgebührenzahler berücksichtigt werden!


Zitat

Eviva ist doch in der Mehrheit das selbe wie das Radio Central,


Den Eindruck habe ich nicht.


Immer wird behauptet, dass RSI in der Deutschschweiz so viele Hörer habe. Dabei werden diese Zahlen gar nicht ausgewiesen ---> reines Wunschdenken. Ich möchte mal eine Quelle dafür! (Und die Kabelhörer müsste man erst noch abzählen).

von audion - am 26.12.2007 22:48
Zitat

Ich möchte mal eine Quelle dafür!


Hab ich ja schon längst genannt!!!!

Geh doch selber mal auf die Homepage von Publisuisse, da kannst du alle SRG-Hörerzahlen selber lesen. Da sieht man sogar wie wenig Hörer z.B. VIRUS im Tessin hat usw.... ich denke diese Zahlen sind schon sehr realistisch und nicht irgendwelches Wunschdenken...

Warum ist bei euch immer alles schlecht, unglaubwürdig usw. wenn es von der SRG kommt? Also mir ist RETE UNO und RSR-1ERE über UKW 10000 x lieber als irgend ein privater Kommerzdudler über Säntis, Rigi usw... Hey, wir leben in der Schweiz mit 4 Sprachen. Das ist Service-Public. Ich bin auch froh, wenn ich im Tessin oder in der Romandie bin und DRS 1 empfangen kann, auch wenn es nicht mein Lieblingssender ist. Aber für Nachrichten und allgemeine Information ist DRS 1 für uns Deutschschweizer unschlagbar.

Zitat

Immer wird behauptet, dass RSI in der Deutschschweiz so viele Hörer habe.


Es gibt sehr viele Italiener, die in der Schweiz leben bzw. Secondos, die vielleicht unterdessen schon Schweizer sind, aber sie sprechen neben Deutsch auch Italienisch... Und wie du weisst hat die Schweiz allgemein sehr viele Ausländer... bin mir nicht sicher aber so um die 20%.... Also noch ein Grund mehr RSR-1ERE und RETE UNO über UKW zu verbreiten.

Ich kenne z.B. einen Spanier, der hört auch Rete Uno... und Albaner können in der Regel auch italienisch und von denen gibt es in der Schweiz auch mehr als genug. Und neben den Deutschen, die Jährlich zu tausenden in die Schweiz ziehen, sind es auch die Franzosen, die es in den letzten Jahren immer mehr in die Schweiz zieht. Also hat RSR-1ERE seine Berechtigung über UKW.

Zitat

wenn Eviva auf UKW etwa so tönen sollte, wie derzeit über Satellit


Nicht nur über Sat. sondern auch im Kabel, klingt ja wie ein 96kbps MP3-Stream... für diese Qualität würde auch eine Mittelwellenfrequenz genügen. Wie wäre es z.B. mit der bald stillgelegten 531?

von radiohead - am 27.12.2007 07:53
Nach den Publisuisse-Factsheets kommt Rete Due in der Deutschschweiz auf beachtliche 100'000 Hörer. Mehr als doppelt so viele wie VIRUS und nur knapp weniger als Rete Uno, aber ohne einen einzigen UKW-Sender. Sorry, aber diesen Zahlen traue ich nicht, zumal nicht klar ist, wie sie erhoben wurden.

Rein inhaltlich habe ich übrigens absolut nichts gegen Rete Uno und La Première, wobei mir bei letzterem allerdings der Wortanteil viel zu hoch ist. Da kann ich mich mit Option Musique deutlich besser anfreunden.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 27.12.2007 09:14
@-faro-
Zitat

Wieviele davon hören wirklich RSI und nicht iPod + Co ??

und etwas OT:
Lastwagenfahrer und iPod? Die haben natürlich Zeit und Geld sich das Zeugs aus dem Internet zu holen und zu kaufen. Ich denke der iPod hat eine andere Käuferschaft. Nicht mal ich - der täglich im Internet ist - benutze einen iPod, weil es mir einfach zu lästig ist ein Gerät immer an einen Computer anzuschliessen um damit Musik downzuloaden. Wenn der iPod wenigstens einen Speicherkartenslot hätte, würde das vielleicht anders aussehen - lassen wir das, gehört nicht hierher....

von drahtlos - am 27.12.2007 09:54
@drahtlos

Zitat

... und etwas OT:


Ja, tatsächlich! Und vom eigentlichen Thema ablenkend:

1. Woher die Hörer-Zahlen (Eine Quellenangabe vermisse ich immer noch) ?
2. Wer zählt die italienischen Lastwagenfahrer, die tatsächlich RSI in der Deutschschweiz eingeschaltet haben?
2. UKW ist ohnehin gar nicht dazu da, italienische Lastwagenfahrer in der Deutschschweiz zu versorgen.

Zitat

Nicht mal ich - der täglich im Internet ist - benutze einen iPod, weil es mir einfach zu lästig ist ...


Es ist immer verdächtig, wenn man sich selber als Referenz setzt. ;)
Im Übrigen muss man den iPod nicht dauernd an den PC anschliessen um Herunterzuladen. Man kann ihn oder eine Karte z. B. einmal mit 500 Musikstücken aus der eigenen CD-Sammlung versorgen und dann reicht es sehr weit.

Die ganze Angeberei mit Hörerzahlen zum Thema RSI auf UKW in der Deutschschweiz ist durch keine Quelle gesichert und entspringt reinem Wunschdenken.

von audion - am 27.12.2007 12:27
Zitat
-faro-
@drahtlos

Die ganze Angeberei mit Hörerzahlen zum Thema RSI auf UKW in der Deutschschweiz ist durch keine Quelle gesichert und entspringt reinem Wunschdenken.


Alle Quoten entsprechen wohl dem Wunschdenken bei der SSR.

Aber nicht zu vergessen in der Deutschschweiz leben immer noch ùber
300'000 Italiener plus secondos plus Portugiesen plus Spanier plus
Ticino Studenten plus Ticinesi festgesessene.
Das ergibt zusammen ùber 800'000 Leute, das die vorwiegend RETE UNO
hòren behauptet RSI immer bei ihren Sendungen, auch beim 75 Jahre
Fest im Studio Besso wurde immer wieder gesagt das man ein national
Radio sei das bis auf 400'000 Hòrer kommt, wird oft auch im Programm
immer wieder erwàhnt, und wenn man fragt woher kommen alle diese
Zuhòrer nòrdlich des San Gottardo, dann gibt RSI diese Bemerkungen an.

Genau messen wird man das nie kònnen, bei keinen Programmen, wer sagt
dann das DRS1 so viele Hòrer hat, das glaub ich auch nicht, in keinem
Ladengeschàft oder in der Migros, Coop und viele andere habe ich jemals
DRS1 aufgeschaltet gehòrt als ich in der Deutschschweiz war.

Also vernùnftige Zahlen wird es wohl nie geben, die SSR ist nun mal eine
vom Monopol abgesicherte Anstalt.

von Rete_Svizzera - am 27.12.2007 12:40
Zitat

...dass die vorwiegend RETE UNO
hòren behauptet RSI immer bei ihren Sendungen, ...


Ja, ja. Die SRG (RSI) selber behauptet das natürlich schon um die Existenzberechtigung dieser UKW-Frequenzen zu proklamieren, aber das ist natürlich keine unabhängige und ernstzunehmende Quelle. ;)

von audion - am 27.12.2007 14:27
Genau messen wird man das nie kònnen, bei keinen Programmen, wer sagt
dann das DRS1 so viele Hòrer hat, das glaub ich auch nicht,
Zitat

in keinem Ladengeschàft oder in der Migros, Coop und viele andere
habe ich jemals DRS1 aufgeschaltet gehòrt als ich in der Deutschschweiz war.

Das glaube ich auch. Wenn es EIN Radioprogramm ist, dass man am häufigsten der
Deutschschweiz in Warenhäuser, Coiffeursalons usw. hört, dann ist es Radio SwissPop,
weil die Werbung und das "Gschnorr" fehlt. Somit hätte eigentlich SwissPop eine ziemliche
Verbreitung, aber vermutlich ist das bei den SRG-Zahlen bereits berücksichtigt! ;-)



von drahtlos - am 27.12.2007 14:52
Damit's nun völlig OT wird: besucht mal den Herblinger Markt in Schaffhausen. Da läuft in letzter Zeit sehr oft Hitradio FFH. Eine Zeit lang war's auch mal Antenne Bayern... :rolleyes:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 27.12.2007 20:42
Also nun muss ich mich doch auch noch zu Wort melden. Ich kann den Ärger, welchen hier viele auf's Bakom und die SRG haben durchwegs sehr gut verstehen und teile diesen zumindest teilweise auch, aber vieles was in den letzten Postings geschrieben wurde ist nun wirklich keineswegs mehr sachlich und teilweise auch nicht wahr.

1. Hörerzahlen, welche von Publicadata publiziert werden: Diese sind ganz bestimmt nicht gefälscht oder erlogen. Die Erfassung der Daten geschieht in der Schweiz seit einigen Jahren mittels Radio Control. Dies ist eine Armbanduhr, welche von einer representativen Gruppe an Leuten in der ganzen Schweiz getragen wird. Die Uhr zeichnet jede Minute eine Sekunde auf und muss nach einiger Zeit zurück zu Radio Control zurück geschickt werden. Dort werden die Daten ausgewertet und es kann genau gesagt werden, welches Programm von der entsprechenden Person wann gehört wurde. Sicher gibt es Leute, welche die Uhr nicht regelmässig tragen, doch im Grossen und Ganzen werden die Ergebnisse ziemlich genau stimmen. Ich kenne selber Leute, welche schon mitgemacht haben und kann sagen, dass keinerlei Druck oder sonstwas auf die Personen, welche mitmachen ausgeübt wird. Die Verteilung dieser Uhren wird nach Alter, Wohnort, etc. ausgeglichen vorgenommen.

2. Kabelradio: Ihr täuscht euch gewaltig, wenn ihr denkt, Radio wird in der Schweiz nur oder fast nur direkt über UKW konsumiert. Ich kann aus meiner Lehrzeit sagen, dass die Stereoanlage in der Stube grösstenteils ans Kabelnetz angschlossen sind und es gibt sehr viele Leute, welche zu Hause im Hintergrund immer das Radio an haben.

3. Internetradio: Die Bedeutung von Internet Radio hat in den letzten Jahren sicher zugenommen und wird in Zukunft sicher auch deutlich zunehmen. Im Moment ist diese jedoch sicher nicht zu überschätzen. Wer hat im Wohnzimmer oder im Auto schon einen Internet Anschluss? Radio wird jedoch sicher vorwiegend im Auto, im Wohnzimmer und im Büro konsumiert. Im Büro wäre der Internet Anschluss wohl noch am ehesten vorhanden, doch viele Arbeitgeber verbieten die Nutzung des Internets zum Radio hören.

von Ostschweizer - am 28.12.2007 13:04
Es geht doch hier gar nicht um die Radiocontrol-Daten, sondern um diese komischen Factsheets mit ihren Phantasiezahlen. Zum Beispiel Rete Due mit seinen angeblich 100'800 Hörern in der Deutschschweiz... fast vier Mal mehr als im eigentlichen Sendegebiet!! Schön mit eindrucksvollen Pie-Charts über Geschlecht, Bildungsstand, Einkommen und Alter (40% der VIRUS-Hörer sind also über 44... ah ja...), aber nirgends ein Hinweis darauf, wie diese Zahlen erfasst wurden. Ohne Nennung der Datenquelle sieht so etwas verdächtig nach einem Gefälligkeitsgutachten des Tochterunternehmens für sein Mutterhaus aus.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 28.12.2007 14:24
Zitat

Also mir ist RETE UNO und RSR-1ERE über UKW 10000 x lieber als irgend ein privater Kommerzdudler über Säntis, Rigi usw... Hey, wir leben in der Schweiz mit 4 Sprachen. Das ist Service-Public.


Bin auch dieser Meinung. Und dieser Fakt ist meiner Ansicht nach mehr Wert als irgendwelche Einschaltquoten, wie auch immer diese erhoben werden.
Persönlich sehe ich auch einen Mehrwert in diesen Programmen, weil dort nämlich Musik angeboten wird, die auf Deutschschweizer Sendern zumeist nicht angeboten wird.

von Adrian Böhlen - am 28.12.2007 20:13
Zitat

Also mir ist RETE UNO und RSR-1ERE über UKW 10000 x lieber als irgend ein privater Kommerzdudler über Säntis, Rigi usw...



Es geht nicht um exklusive Sonderansichten einiger Weniger, sondern um die Redlichkeit bei der Dauerlüge "es hat leider keine Frequenzen mehr" und bei der Angabe der Hörerzahlen ohne Quelle. Es geht den Radiobonzen natürlich nicht um RSR und RSI in der Deutschschweiz, sondern schlicht und einfach um die Verhinderung einer SRG-Konkurrenz mit einem endlich mal andern Angebot als die üblichen Privat-Dudler und im Speziellen natürlich gegen die Volksmusik.

Zitat

...Das ist Service-Public...


Nein, die Verhinderung von Volksmusik ist sicher nicht "Service-Public". Das ist "Service-Mafiosus" auf Kosten des Zwangsgebührenzahlers.

von audion - am 28.12.2007 23:42
Zitat
-faro-
Zitat

Also mir ist RETE UNO und RSR-1ERE über UKW 10000 x lieber als irgend ein privater Kommerzdudler über Säntis, Rigi usw...



Es geht nicht um exklusive Sonderansichten einiger Weniger


Also, so exklusiv kann diese "Sonderansicht" nicht sein - neben radiohead und Adrian teile ich diese Ansicht auch und würde es sehr bedauern, wenn diese beiden Stationen zu Gunsten von kommerziellen Angeboten von der UKW-Skala verschwinden würden!

Ich glaube auch nicht, dass Begriffe wie "Dauerlüge", "Mafiosus" und "Radiobonzen" (und weitere in diesem Thread) in einer sachlichen Diskussion etwas zu suchen haben. faro, hast Du so wenige sachliche Argumente, dass Du zu solchen Beschimpfungen greifst? Mich überzeugen solche Schlagworte jedenfalls nicht, sondern sie halten mich eher davon ab, mich mit den Argumenten dahinter überhaupt auseinanderzusetzen.

Unter den heutigen Planungsvoraussetzungen - UKW-Vollversorgung in Stereo bis in die letzte kleine Siedlung - gibt es in der Tat keine Frequenzen für weitere Programme mehr. Wenn man solche zusätzlichen Frequenzen schaffen will, dann muss man entweder am Versorgungsgrad Abstriche machen (wieviel % der Hörer sollen noch eine UKW-Stereoversorgung erhalten?) oder an der Empfangsqualität (siehe Gleichkanalfrequenzen, Konzept dxbruelhart). Das kann man beides tun, aber dann soll man bitte auch den "Preis" für zusätzliche Programme auf UKW ausweisen, d.h. einen geringeren Versorgungsgrad oder eine schlechtere Empfangsqualität bzw. den technischen Aufwand für eine Synchronisation von Gleichkanalsendern. Es hilft eher wenig bis gar nicht, auf dem Bakom herumzuhacken, das nur die heutigen Planungsgrundlagen umsetzt - sicherlich im Einvernehmen mit der SRG, die davon in mehrfacher Hinsicht profitiert.

Zu den Hörerumfragen: Sicherlich kann man die Daten von Publisuisse (einer Partnerin der SRG, zuständig für die Werbung) als "parteiisch" anzweifeln. Die Art und Weise, wie die Daten erhoben und ausgewertet werden, ist immerhin auf der Website von Publisuisse grob beschrieben. Hat denn jemand bessere Daten oder eine Idee, wie man sie erhalten könnte? Ich lese stattdessen nur Vermutungen.

Ich finde, in einem mehrsprachigen Land sollte zumindest ein Radioprogramm in jeder der grossen Landessprachen flächendeckend zu hören sein, und zwar vorrangig vor Musik-Spartenprogrammen wie Eviva. Es ist mir klar, dass das nicht jeder hier so sieht. Ich schreibe das als Ausländer, der mit Italienisch und Französisch eher Mühe hat, aber den einen oder anderen Westschweizer oder Tessiner im Norden kennt... Wenn die mehrsprachige Versorgung auf UKW auf Kosten von anderen Programmen geht - sorry, aber warum bewerben sich diese anderen Programmanbieter nicht um eine DAB-Konzession?

73 de Uli


von ulionken - am 29.12.2007 17:08
@ulionken

Zitat

Mich überzeugen solche Schlagworte jedenfalls nicht,...


Das ist auch gar nicht nötig.

Zitat

...mich mit den Argumenten dahinter überhaupt auseinanderzusetzen.


Klar, wenn du keine Argumente hast. Dann schwingst du eben statt dessen die Ober-Lehrer-Keule.

Das Ganze dreht sich immer mehr im Kreis herum. Ich habe noch nie ein Argument gehört, warum man ausgerechnet bei den Gesuchen EVIVA und OPUS noch schnell RSI und RSR aufgeschaltet hat.

Zitat

...aber warum bewerben sich diese anderen Programmanbieter nicht um eine DAB-Konzession?


Eine solche Argumentation ist einfach nur peinlich. da lohnt es sich nun wirklich nicht darauf einzugehen.

von audion - am 29.12.2007 17:28
Zitat
-faro-
Klar, wenn du keine Argumente hast. Dann schwingst du eben statt dessen die Ober-Lehrer-Keule.


Sorry, meine Argumente für einen Verbleib der beiden fremdsprachigen Programme habe ich genannt. Du kannst sie oben nachlesen.

Es ging mir auch darum, um einen sachlichen Diskussionsstil zu bitten. Schade dass Du das als "Ober-Lehrer-Keule" auffasst. Bitte bleib sachlich, wenn Du hier ernst genommen werden willst.

73 de Uli


von ulionken - am 29.12.2007 18:01
Zitat

Es hilft eher wenig bis gar nicht, auf dem Bakom herumzuhacken, das nur die heutigen Planungsgrundlagen umsetzt - sicherlich im Einvernehmen mit der SRG, die davon in mehrfacher Hinsicht profitiert.


Da haben wir's! Genau so ist es.

Man [das BAKOM] schafft zunächst fragwürdige einseitige "Planungsunterlagen" um nachher scheinheilig sagen zu können, "wir tun nichts böses", wir setzen nur Planungsunterlagen um. Und dies - wie du richtig sagst - "im Einvernehmen mit der SRG, die davon in mancher Hinsicht profitiert".

Eben: Künstliche "Marktverzerrung" oder auf italienisch: Mafia.

Zitat

Bitte bleib sachlich, wenn Du hier ernst genommen werden willst.


Du bist wohl nicht der Pressesprecher dieses Forums. :cool:

Ebenfalls 73 von Einem, der dies (73, Q-Code etc.) auch für die CW-Prüfung lernen durfte.

von audion - am 29.12.2007 18:54
Zitat
Maxtech
Radio Eviva hat seine Satellitenausstrahlung ab Hotbird eingestellt.


Richtig ist:
Zur Zeit kann Radio EVIVA leider über Satellit nicht empfangen werden. Es gibt zur Zeit Probleme bei der Bodenstation, welche das Programm von Radio EVIVA auf den Satelliten überträgt. Ebenfalls betroffen sind gewisse Kabel-Anbieter, welche das Programm via Satellit ins Kabelnetz einspeisen. Deshalb bitten wir Sie nach Möglichkeit Radio EVIVA via Internet (weltweit) zu hören (oben rechts Central Webplayer oder via http://player.eviva.ch). Ebenso ist in der Schweiz Radio EVIVA über DAB+ empfangbar.
Wir halten Sie auf dem Laufenden und bitten um Ihr Verständnis!
Radio EVIVA

Quelle: eviva.ch

von dastro - am 02.11.2016 11:34
Früher war doch Eviva analog auf dem Teleclub Transponder.
Der jetzige Transponder scheint ja schlecht belegt zu sein. Nur 2 HD Sender aus Italien

von smid - am 02.11.2016 14:36
Genau dieses Signal. Uplink ist via Belgium Satellite Services. Auch Radio 74 sendete über diesen Transponder.
Zur Zeit sind nur die beiden italienischen TV Signale LA7 und LA7d verschlüsselt aktiv.

Seltsam das Eviva genau seit 1. Nov. nicht mehr über Satellit sendet. Das sind immer Daten mit den grössten Änderungen, wenn Verträge auslaufen.

von Maxtech - am 04.11.2016 10:27
Ich war auch ganz überrascht zu lesen, dass Radio Eviva wieder an Radio Central zurück verkauft wurde.
Wollte Radio Central anfänglich das Eviva-Radio einstellen und dann quasi als Notverkauf (an Sepp Trütsch und Co.) weiter laufen lassen? Und jetzt - wo vielleicht die Gelder bei Eviva auch wieder knapper werden - das ganze erneut zurück an Radio Central. Also ist Central jetzt ein Dreigestirn mit Central/Sunshine und Eviva?! Gut für Werbeverträge!

von drahtlos - am 04.11.2016 14:26
Radio Eviva ist seit heute zurück auf neuer Frequenz 11,373 H Symbolrate 27500, FEC 5/6.
Hotbird 13° bleibt gleich.

Jedoch wird zur Zeit nur die Kennung angezeigt. Das Audio fehlt noch.

von Maxtech - am 08.11.2016 13:27
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