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Radioforum Schweiz
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 5 Monaten
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Rolf, der Frequenzenfänger, dxbruelhart, sedes, radiohead, Maxtech, Wiesbadener, tommy_radiofan, Wrzlbrnft

Neue Radiokonzessionen Link der NZZ Neue Zürcher Zeitung

Startbeitrag von tommy_radiofan am 06.03.2008 19:20

http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/wagt_bundesrat_leuenberger_eine_revolution_im_zuercher_aether_1.676600.html

Antworten:

Auch der Tagi widmet sich heute der Zürcher Radio- und TV-Szene: klick

Zitat

Zürcher Regierung für Schawinski

Tele Top, Radio 1 und Radio Zürisee: An diese Sender will die Zürcher Regierung die Konzession im Lokalfernseh- und im Radiobereich vergeben.

Offen lässt der Zürcher Regierungsrat, ob die dritte UKW-Konzession für das Gebiet Zürich-Glarus an Radio 24 (Tamedia) oder an Energy Zürich (Ringier) gehen soll. Beide Sender seien sich in ihrem Mainstream-Programm sehr ähnlich, argumentierte Regierungssprecherin Susanne Sorg-Keller heute vor den Medien. Diesen Entscheid delegiert die Regierung deshalb an das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).

Unbestritten sind für den Regierungsrat die Radiokonzessionen für Radio 1 von Roger Schawinski und Radio Zürisee (Zürichsee Medien, Verlegerfamilie Gut). Das Programm von Radio 1 unterscheide sich am deutlichsten von den übrigen Bewerbern und spreche eine andere Zielgruppe an, begründet die Regierung ihre Empfehlung. Auch Radio Zürisee verfolge ein eigenständiges Angebot und ergänze Radio 1 sinnvoll.

Kein Gehör beim Regierungsrat gefunden hat dagegen der fünfte Bewerber, Giuseppe Scagliones Radio 105Züri.

Tele Züri auch so stark genug

Die Fernsehkonzession geht nach dem Willen der Regierung an Tele Top in Winterthur (Günter Heuberger). Im Zentrum der Überlegungen hätten für den Regierungsrat die Meinungs- und Medienvielfalt gestanden, sagte Sorg-Keller heute. Tele Top habe das Potenzial, zu einem zweiten starken Regionalfernsehen nebst dem Mitbewerber TeleZüri (Tamedia) zu werden. Dieses sei wirtschaftlich stark genug, um auch ohne Konzession wirtschaftlich überleben und sich allenfalls weiter ausdehnen zu können. Die Voraussetzungen für einen Leistungsauftrag könnten beide Gesuchsteller erfüllen, sagte Sorg-Keller.

Das bisherige Sendegebiet von Tele Top umfasst die Städte Winterthur und Frauenfeld und die ländlichen Räume der Ostschweiz. Eine Ausdehnung auf die städtischen Gebiete Zürichs würde zur publizistischen Vielfalt in der grössten Schweizer Stadt beitragen und gleichzeitig die ganze Metropolitanregion weiterhin mit dem bisher gepflegten Angebot bedienen, ist der Regierungsrat überzeugt. Der zu erwartende Anstieg der Zuschauerzahlen und die finanzielle Unterstützung durch die Konzession werde die Konkurrenzsituation der Regionalfernsehen in der Ostschweiz bereichern.

Gemäss neuem schweizerischen Radio- und Fernsehgesetz benötigt nur noch eine Konzession, wer Gebührengelder in Anspruch nimmt oder unter bevorzugten Bedingungen knappe Frequenzen nutzen will.



von Rolf, der Frequenzenfänger - am 07.03.2008 08:22
„Dieses sei wirtschaftlich stark genug, um auch ohne Konzession wirtschaftlich überleben und sich allenfalls weiter ausdehnen zu können. Die Voraussetzungen für einen Leistungsauftrag könnten beide Gesuchsteller erfüllen, sagte Sorg-Keller.“


Ne blöde Frage :-)

Kann man den eine Radio-Fernsehstation betreiben auch ohne Konzession?
Wie soll das gehen?




von sedes - am 07.03.2008 11:28
Wenn ich das richtig sehe, muss 24 oder Energy - einer von beiden - gehen. Heftig, sind ja beides etablierte Sender. Tippe mal, NRJ kann schon mal die Koffer Richtung Frankreich packen, denn 24 war vorher da (Pionier-Bonus) und ist zudem erfolgreicher.

von Wiesbadener - am 07.03.2008 12:25
Zitat
sedes
Kann man den eine Radio-Fernsehstation betreiben auch ohne Konzession?
Wie soll das gehen?


Soweit ich weiß, besteht in der Schweiz für nicht terrestrisch ausgestrahlte Programme nur noch eine Meldepflicht. Die Konzession von der im Artikel die Rede ist, beinhaltet gleichzeitig einen finanziellen Zustupf aus den Billag-Gebühren für Lokalsender, welche diesen im Sinne des Service public einsetzen sollen. Dafür werden auch die jeweiligen Verbreitungs-/Konzessionsgebiete eingeschränkt, während ein Sender ohne diese Konzession grundsätzlich im ganzen Land via Kabel, IP-TV, wasweißich verbreitet werden dürfte. (Stichwort Empfangsfreiheit™ ;) )

TeleZüri dürfte als einziger Lokalsender den Schnauf haben, finanziell ohne diese Konzessionszustüpfe auszukommen, allerdings wird man auch hier auf eine Konzession setzen, kann man sich damit doch wirtschaftlich bedeutend besser absichern.

Was die künftige Radiolandschaft in Zürich anbelangt, glaube ich kaum an Änderungen. Selbst wenn Energy Zürich den Hut nehmen müsste (was ich mir schlicht nicht vorstellen kann), die angekündigten Nachfolger reißen mich auch überhaupt nicht vom Hocker. Am Interessantesten klingt mir hier noch der Stadtfilter aus Winterthur (sofern der sich nicht auf die 102,1 setzt), der aber wohl sowieso kommen wird...

von Wrzlbrnft - am 07.03.2008 13:52
Eine Konzession brauchen nur noch UKW-Radioprogramme in der Schweiz.
Es kann also auf Mittelwelle, auf Kurzwelle oder auf DAB oder via DRM heute gesendet werden ohne Lizenz und ohne Segen des Bakom, es besteht also nur eine Meldepflicht.
Auch TV-Programme brauchen keine Lizenz mehr zum senden: TV-Programme dürfen ohne Lizenz auf DVB-T, über Satellit, im Kabel und im Internet senden. Lizenzierte Programme unterstehen allerdings strengen Regeln betreffend Sendegebiete etc.

von dxbruelhart - am 07.03.2008 14:36
Zitat

Am Interessantesten klingt mir hier noch der Stadtfilter aus Winterthur (sofern der sich nicht auf die 102,1 setzt), der aber wohl sowieso kommen wird...


Ja, auf Stadtfilter freue ich mich auch. Und da es keine Konkurrenz gibt, hat Stadtfilter die Konzession eigentlich schon auf sicher. Und falls dummerweise grad die 102.1 besetz würde (was ich aber immer noch nicht ganz glauben kann), dann wär das jetzt auch nicht mehr so schlimm, da ja FM4 nun digital im Kabel empfangen werden kann. :-)

von radiohead - am 07.03.2008 14:47
Zitat
dxbruelhart
Es kann also auf Mittelwelle, auf Kurzwelle oder auf DAB oder via DRM heute gesendet werden ohne Lizenz und ohne Segen des Bakom, es besteht also nur eine Meldepflicht.

Aber zumindest die Frequenz muss doch sicher (national und international) koordiniert werden. Und die Sendeanlage muss bestimmt auch vom BAKOM abgesegnet sein. Oder kann nun wirklich jeder einen AM-Zünder kaufen und auf einer selbst ausgewählten Frequenz mit einigen Kilowatt sein Programm verbreiten? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 07.03.2008 15:10
Die Sendefrequenz und damit auch die Leistung muss koordiniert werden, aber das Bakom darf niemandem die Sendemöglichkeit verwehren. Jetzt könnte also jemand auf MW 1566 senden, diese Frequenz ist immer noch koordiniert, hier könnte also direkt jemand anfangen zu senden, ohne Segen des Bakoms; die Frequenz muss dann einfach gemeldet werden, der Sender selbst muss nicht vom Bakom abgenommen werden, er muss aber schon der Koordinierung entspechen; er darf also nicht mehr Leistung als koordiniert abstrahlen, er darf auch nicht mehr Oberwellen ausstrahlen, als dies nach ITU-Vorgaben erlaubt ist.
Wenn jetzt z.B. 10 Programme auf Mittelwelle senden wollen, muss das Bakom 10 Frequenzen für diese 10 Programme koordinieren.

von dxbruelhart - am 07.03.2008 15:17
> Wenn jetzt z.B. 10 Programme auf Mittelwelle senden wollen, muss das Bakom 10 Frequenzen für diese 10 Programme koordinieren.

Und da würden dann wahrscheinlich lauter unbrauchbare Koordinierungen herauskommen, so dass die Reichweite ein paar Häuserblocks nicht übersteigt.
Es müsste jemand mit dem nötigen Kleingeld den Beromünster-Sender kaufen, wenn er zum Jahresende abgeschaltet wird. Es wäre interessant, welche Ausrede das BAKOM dann finden würde, um einen privaten Sendebetrieb von dort zu verhindern... ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 07.03.2008 15:51
Wie bitte TV Sender dürfen auch ohne Lizenz über DVB-T senden? Das wäre doch dann die Lösung für alle Lokalsender. Den am Bodensee gibt es einige Gemeinden die nicht am Kabelnetz angeschlossen sind.

Warum wird das nicht realisiert? Zu kostspielig ?


von sedes - am 07.03.2008 17:08
Zitat

Jetzt könnte also jemand auf MW 1566 senden,


Theoretisch ja, praktisch nein. Da hätte der Gigaherz Jakob in Schwarzenburg noch Schlafstörungen vom Elektrosmog von Beromüsnter :joke:

Mittelwelle ist endgültig gelaufen. Eine Nutzung ist nur noch möglich wie z.B. in Spanien mit lokalen 1-2 kW Sendern.

von Maxtech - am 11.03.2008 18:28
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