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Radioforum Schweiz
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Erster Beitrag:
vor 9 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
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audion, PeterA, Phil75, Westwind, Bobcat, dxbruelhart, Heinz Lindenmann, LogPer

Für die "Freunde" von Billag und Co

Startbeitrag von audion am 25.11.2008 21:37

Ein vernünftiges Aufwand/Nutzen-Verhältnis hat wahrscheinlich:

http://www.byebyebillag.ch/de/home/

Auch die Leserbriefe hier sind interessant:

http://www.blick.ch/news/schweiz/weg-mit-der-billag-106048

Und hier geht dann die Post ab:

http://www.facebook.com/group.php?gid=44378883424

Antworten:

Ich bin persönlich ein Befürworter des öffentlichen Radio/TV. Die SRG soll auch in Zukunft geügend Geld haben um ihren Auftrag zu erbringen. Das Geld sollte aber möglichst ins Programm statt in den Verwaltungsapparat fliessen.
Die Art und Weise wie die Gebüren eingezogen werden finde auch ich nicht ok.
Die SRG sollte direkt über den Bundeshaushalt finanziert werden via Steuern.
Durch den eingesparten Apparat "Billag" könnten die Gebühren wohl gesenkt werden, ohne dass die Programmmacher weniger Geld zur Verfügung hätten.
Das dann alle Zahlen müssten, statt nur diejenigen die etwas angemeldet haben, wird dadurch dass die Steuern einkommensabhängig sind mehr als wettgemacht.

von Phil75 - am 26.11.2008 10:31
Absolut gegen eine Schwächung der öffentlichen Sender, damit stärkt man nur die ausländischen
Privat-Sender, besser in der Schweiz, die privaten und die öffentlichen stärken.


von Heinz Lindenmann - am 26.11.2008 11:40
Die Änderung des Systems des Gebühreneinzugs muss ja nicht eine Schwächung des öffentlichen Rundfunks bedeuten. Wenn dies richtig gemacht wird, könnte sogar mehr Geld für das Programm trotz geringeren Gebühren für den Durchschnittsverdiener bedeuten.
So wie es jetzt läuft, wird einfach die Anzahl der Scharzseher/Hörer zunehmen. Das kann auch nicht im Sinne des öffentlichen Rundfunks sein.

von Phil75 - am 26.11.2008 12:07
Zitat

.. besser in der Schweiz, die privaten und die öffentlichen stärken.


Das ist wohl ein Widerspruch ;)

Bei einem Kuchen, der an zwei Parteien (ungleich) verteilt ist, kann man nicht beide Stücke gleichzeitig grösser machen. Wenn das eine grösser wird, wird das andere entsprechend kleiner (frei nach Adam Riese).

von audion - am 26.11.2008 14:20
Bei der aufgedeckten Abzockerei rund um die schweizeische "Gebühreneintreiberzentrale" gestatte ich mir die grundsätzliche Frage, weshalb diese überhaupt mit dem Namen Bill (ig) AG gegründet wurde....

von Bobcat - am 26.11.2008 18:12
Man hat gewissermassen den Wolf (Rechnung, Abzocke) durch "Anglifizierung" im Schafspelz (englisch: bill) versteckt. Trojanische Pferde sind heute ja wieder modern ;) .

"ag" kommt dann von Aktiengesellschaft. Es sind natürlich ganz wenige und ungefährliche Aktionäre daran beteiligt (ich nehme an, das gesetzliche Minimum von 3, was mit "Strohmännern" etc. leicht zu machen ist). :cool:

von audion - am 26.11.2008 18:23
Ich denke Bill(ag) kommt eher vom englischen bill (Abrechnung). Man verwendet in der Schweiz ja gerne Englisch um statt keine Sprachgruppe gleich alle zu diskrimnieren :-)

von Phil75 - am 26.11.2008 18:24
http://www.easymonitoring.ch - nach Billag suchen...

von LogPer - am 26.11.2008 18:45
@faro & Philipp

Spass muss zwischendurch auch sein...

Zum Eintrag von Philipp:
So wie es jetzt läuft, wird einfach die Anzahl der Scharzseher/Hörer zunehmen. Das kann auch nicht im Sinne des öffentlichen Rundfunks sein.

Für mich ist dieser Umstand schon längst nachvollziehbar dass es Schwarze Schafe gibt !
Die Dunkelziffer muss seit der Gründung der Billag stetig zugenommen haben, da man sich ein Empfang der SRG/SSR- Programme mittlerweile auch über "andere Technologien" erschleichen kann.

Erinnern wir uns zurück als die Konzessionsgelder gleich mit der Telefonrechnung der PTT zu begleichen waren.
Falls die Rechnung trotz mehrmaligen Mahnungen nicht bezahlt wurde, kappte man dabei gleich die Amtsleitung für das Telefon.
Monopole waren damals auch positiv zu werten, insbesondere da die Administrationskosten dadurch auch tief gehalten werden konnten.


von Bobcat - am 26.11.2008 19:59
Mich stört der blöde Comicstrip der Billag während der Werbung vor der Tagesschau, welchen auch wir mit unseren Gebührengeldern bezahlen müssen.

von Westwind - am 26.11.2008 20:11
Zitat

Erinnern wir uns zurück als die Konzessionsgelder gleich mit der Telefonrechnung der PTT zu begleichen waren.


Ja, ich hatte auch mal plötzlich keinen "Summton" mehr am Telefon (zu Recht) :) Diese Methode war simpel, preisgünstig und wirksam. Aber heute muss alles möglichst bürokratisch und kompliziert sein und vor allem viele Juristen beschäftigen. Ein "fehlender Summton" ginge heute bis vor Bundesgericht. Damals hat man einfach die versäumte Rechnung bezahlt und der Summton war wieder da.
Welch wunderbare Zeiten waren das!

von audion - am 26.11.2008 20:16
So viele Schwarzseher gibt es auch wieder nicht, dass man die SRG-Gebühren gleich auf 100 Franken reduzieren kann.

Grundsätzlich wäre ich auch für eine Gebühr pro (erwachsene) Person, direkt von den Steuern abgezogen.

von PeterA - am 26.11.2008 21:09
Zitat

So viele Schwarzseher gibt es auch wieder nicht, dass man die SRG-Gebühren gleich auf 100 Franken reduzieren kann.


Nun, das sagt ja auch niemand

Es kommen zu den (marginalen) Schwarzmännern dazu die Einsparungen durch Aufgabe der Billag, aber vor allem auch durch Zurückstutzen der SRG auf ihren Auftrag (Grundversorgung und nicht Überversorgung).

von audion - am 26.11.2008 21:57
Zitat
-faro-
Es kommen zu den (marginalen) Schwarzmännern dazu die Einsparungen durch Aufgabe der Billag, aber vor allem auch durch Zurückstutzen der SRG auf ihren Auftrag (Grundversorgung und nicht Überversorgung).


Vom zurückstutzen der SRG-Leistung steht aber in dieser Website nichts.


von PeterA - am 27.11.2008 08:24
Ich glaube das ist die persönliche Meinung von Faro. Meine ist es nicht.
Die Diskussion über das wie man die Gebühren einzieht (und von wem wieviel) ist eine andere als die über den Auftrag der SRG. Das sollte man nicht vermischen.

von Phil75 - am 27.11.2008 09:09
Ja aber die Initianten wollen ja die Gebühren auf CHF 100 pro Person (AHV/Studenten CHF 50) beschränken.

Damit wieder gleichviel Geld zusammenkommt, müssten ja pro Haushalt 4-5 Erwachsene Personen sein.



von PeterA - am 27.11.2008 09:43
Phil75
Zitat

Ich glaube das ist die persönliche Meinung von Faro.


Oh nein. Wenn man die von mir zu oberst angegebenen alle drei Links wirklich liest, sieht man klar, dass ich nur sinngemäss den gesamten Hintergrund unter die Lupe genommen habe. :cool: Das ist ein altbewährtes Konzept im politischen Alltag.

Ich setze hier im Forum natürlich das Wissen voraus, dass bei einer Initiative die "echten" Beweggründe via "marktoptimale" Gründe "kommuniziert" werden. Es ist doch sonnenklar, dass wenn an der Gebührenschraube gedreht wird, implizit damit auch der Gürtel der SRG enger geschnallt werden soll. Wozu soll das explizit noch in den Initiativtext?

Es wird dort (bei den Links) ganz klar dargestellt, dass eine Grundversorgung nicht 18 Radioprogramme und x TV-Programme bedeutet (TV interessiert mich nicht).

Folgendes ist jetzt aber meine private Meinung: Sonst sollte man so ehrlich sein und den SRG- Auftrag auf "Vollversorgung" umstellen, was Bern natürlich aus politischen Gründen nicht wagt.

Zitat

Damit wieder gleichviel Geld zusammenkommt, müssten ja pro Haushalt 4-5 Erwachsene Personen sein.


Nach oben gesagtem muss ja gar nicht gleich viel Geld zusammenkommen ;)

von audion - am 27.11.2008 11:24
Dann wird einfach SRG kontern, es gibt dann nur noch Tageschau und keine Sportübertragungen mehr, man erinnere sich an die Diskussion über Formel-1 Übertragungen.

von PeterA - am 27.11.2008 13:02
Zitat

Dann wird einfach SRG kontern, es gibt dann nur noch Tageschau und keine Sportübertragungen mehr,


Ja ja, natürlich, so läuft's in der Politik :cool: : Man umschifft das eigentliche Problem und lenkt von ihm ab mit einer "Erpressung" auf einem Nebenschauplatz. Für diesen Taschenspielertrick eignet sich der Sport besonders. Mit der Aufgabe von Music Star, Soaps und viel ähnlichem Schrott bringt man niemanden auf die Barrikade. Jede fette Bürokratie, die zur Konzentration auf ihre eigentliche Aufgabe gemahnt wird, streikt dann genau bei dieser, weil ein Streik beim überflüssigen und eigentlich beanstandeten "Fettanteil" niemanden treffen würde.

Es geht aber hier zunächst mal um die 18 Radioprogramme und die jedes Mass übersteigenden Internetaktivitäten der SRG. Was hat das mit einem ohnehin in der heutigen Zeit überholten Grundversorgungsauftrag zu tun? Darauf möchte ich mal eine Antwort hören/lesen.

Zitat

..man erinnere sich an die Diskussion über Formel-1 Übertragungen.


Das war ein plumper Erpressungsversuch Walpens, eine Gebührenerhöhung durchzuboxen, um den Apparat weiter aufzublähen. Klar durchschaubar und nicht der Rede wert.

von audion - am 27.11.2008 13:19
Jetzt fordert unser Preisüberwacher Stefan Meierhans zusammen mit der Stiftung für Konsumentenschutz SKS (Simonetta Sommaruga) die Abschaffung der Billag!
Die Empfangsgebühren sollen stattdessen mit der Bundessteuerrechnung eingezogen werden, und die so eingesparten Millionen könnten so für Gebührensenkungen und/oder Programmausbau bei der SRG verwendet werden: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Preisueberwacher-will-Billag-abschaffen/story/21240050

von dxbruelhart - am 15.02.2009 06:08
Aha, jetzt haben Politker (u. a. Preisüberwacher Meierhans) gemerkt, dass die Zeit günstig ist, auf den von byebyebillag.ch gestarteten Zug aufzuspringen, da dessen Fahrt sehr gut verläuft. Da will man sich doch auch etwas vom Kuchen abschneiden, womöglich noch als Initiator der Sache dastehen und den wirklichen Initianten die Show stehlen.

Die Tage der Billag dürften wahrscheinlich 2014 gezählt sein, aber im Parlament wird man sich um "Schadensbegrenzung" bemühen:

1. Verschleppen der Initiative und der ganzen Sache.

2. Starten eines Rettungsversuches wenigstens der SRG-Gebühren in ihrer vollen Höhe. Das geschieht so: Die Billag wird als "Bauernopfer" unter politischem Getöse abgeschafft, aber gleichzeitig werden die zu hohen SRG-Gebühren mit keinem Wort erwähnt, womit man von diesen ablenken kann.

3. Es ist sogar ein politisches Horror-Szenario nicht völlig unwahrscheinlich, dass die "eingesparten 55 Mio. Billaggebühren" der SRG "zur Verbesserung der Programme" zugeschlagen werden, "da es ja schon lange keine Gebührenerhöhung mehr gegeben hat". :rolleyes: :mad:

von audion - am 15.02.2009 10:01
Ungemütliche Post für die SRG :D

http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/initiative_bye_bye_billag_wird_im_herbst_lanciert_1.2906236.html

von audion - am 07.07.2009 14:30
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