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Radioforum Schweiz
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Rolf, der Frequenzenfänger, dxbruelhart, Peter Schwarz, radiohead, Tatzelwurm, drahtlos, Wiesbadener, Bengelbenny, Martyn136, RADIO354, woody1

Neue "Hoffnung" für Radio Energy (SoBliArtikel)

Startbeitrag von Tatzelwurm am 24.05.2009 10:50

Sonntagsblick vom 24.5.:

http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/neue-hoffnung-fuer-energy-119844

(Aber auch wenn die vierte UKW-Frequenz kommt, dann muss diese ausgeschrieben werden. )

Antworten:

Lese ich da jetzt aus den Zeilen heraus, dass der SRG evtl. eine Frequenz an Energy abgeben würde?


von Peter Schwarz - am 24.05.2009 19:30
Die Wahrscheinlichkeit, dass Energy Zürich nun doch noch eine 4. (Uebergangs-) Konzession für die Region Zürich bekommt, ist nun grösser denn je; eine Persönlichkeit aus der Radioszene Zürich hat mir dies auch bestätigt, bzw. dass die 4. Lizenz für Energy nun so gut wie sicher sei.
Trotzdem erwähnt bzw. propagiert Energy DAB in seinem Programm noch gar nicht; Energy sollte nun aber mit aller Marketingkraft DAB pushen, um - falls doch noch alles anders kommt - dann Ende 2009 nicht mit abgesägten Hosen dazustehen; wenn Energy jetzt DAB richtig propagieren würde, könnte Energy bis Ende Jahr deutlich mehr Hörer auf DAB haben als auf UKW; das private DAB-Ensemble wird ja in der ganzen Deutschschweiz (ausser Graubünden und Wallis) zu empfangen sein, über die weitreichenden Sender Uetliberg, Zürichberg, St. Chrischona und Bantiger (event. auch weitere Standorte bereits in diesem Jahr).
Auf UKW werden nun ja auch via Veranstaltungsradios neue Frequenzen für die Region Zürich eingeführt, die 99.1 (war mal für R. 24 Uetliberg vorgesehen), die 87,6 und die 104,2 kommen neu ins Spiel ans Veranstaltungsradiofrequenzen. Zudem könnte wohl auch eine der folgenden Frequenzen noch ins Spiel kommen: 91.7 die jetzt als Füllfunzel eingeschaltet wurde für Energy auf dem Swissôtel Zürich-Oerlikon, sowie die 94.2 (wohl primär als RMC-Frequenz vorgesehen). Die 105,2 könnte nach der Abschaltung von Uster Freudwil-Buechholz wieder nach Zürich zurückwandern.

von dxbruelhart - am 25.05.2009 09:52
Was Energy von DAB hält, ist ja im oben verlinkten Artikel schön zwischen den Zeilen zu lesen:

Zitat

[...]da wir nur mit DAB noch zu lange zu wenig Hörer hätten, um überleben zu können. Falls Energy Zürich keine Übergangskonzession bekäme, müssten wir diese DAB-Unterstützung zurückziehen. Das wäre schlecht für Moritz Leuenberger. Und für die SRG.

Die DAB-Ausstrahlung als notwendiges Übel, um an eine UKW-Konzession zu kommen. Kennen wir ja schon aus Deutschland, und wir wissen auch, wohin es dort geführt hat...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 25.05.2009 10:49
Wenns denn so passiert. Eine "richtige" Konzession wird es wohl nicht geben. Da würde BR Leuenberger ja sein Gesicht verlieren.
Eine "Übergangskonzession/Frequenz" wäre sicher eine Lösung. Nur aber dann nicht in diesem vollem Sendegebiet wie bisher. Und ob "Energy" mit einer Frequenz auf em Züriberg zufrieden ist...?



von Tatzelwurm - am 25.05.2009 11:53
Und was, wenn Energy beim Rekurs Recht bekommt? Passt mal auf, wie laut Ringier dann für eine Verhinderung der vierten UKW-Konzession poltert (so wie schon während der Konzessionierungsphase). Ich hoffe nach wie vor, dass die Politik nicht vor den Verlagsmultis einknickt.

von Wiesbadener - am 25.05.2009 12:45
Zitat

Falls Energy Zürich keine Übergangskonzession bekäme, müssten wir diese DAB-Unterstützung zurückziehen. Das wäre schlecht für Moritz Leuenberger. Und für die SRG.

Ziemlich erpresserische Aussage. Man könnte es jetzt genau umgekehrt machen und Energy die UKW Frequenz ablehnen. Irgendwie sind die doch am kürzeren Hebel - oder irre ich mich da wirklich?

von drahtlos - am 25.05.2009 18:00
Man pokert halt. In der jetzigen Situation bleibt Energy wohl auch nicht viel anderes übrig.
Ausserdem darf man bekanntlich nicht alles für bare Münze nehmen, was die Boulevard-Presse von sich gibt...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 25.05.2009 18:04
mal wieder das dab-märchen..... wollte vorige woche meinen dab highway mit einem fixen
gerät ersetzen. nun, ich suchte einen auto-hifi spezialisten auf und dachte, das gerät könne umgehend eingebaut oder aber bestellt werden (dab+ fähiges gerät). dann die überraschung:
es gibt zur zeit kein update-fähiges dab+ autoradio.... die nachfrage für dab im auto sei minim.

so schnell lies ich nicht nach und besuchte den nächsten mm in der region.
"dab", hies es, führen sie nicht im sortiment, nur auf bestellung. es gab kurzfristig anfang jahr
eine nachfrage nach (mobilen) dab-geräten - wegen der musikwelle. unterdessen bringen sie die
dab-radios (pure) nicht mehr los und müssen schon aktionen starten.

frustriert ging ich wieder und stellt einmal mehr fest, dass das interesse an dab in der schweiz
seeeehr gering ist. und die junge käuferschaft zieht im jahre 2009 die files auf mp3 und wartet
nicht auf ein dab+ bouqet.

das ist die realität - bestimmt hören das nicht alle gerne hier im forum...... wie gesagt, ich bin dab
hörer...

von woody1 - am 25.05.2009 18:13
Zitat

Falls Energy Zürich keine Übergangskonzession bekäme, müssten wir diese DAB-Unterstützung zurückziehen. Das wäre schlecht für Moritz Leuenberger. Und für die SRG.


Ist ja eh klar, dass das 2. Ensemble niemals auf Sendung gehen wird, weil die Interesse immer mehr abnimmt...

Nur schon die kommende Umstellung 12C von DAB zu DAB+ verunsichert und ist meiner Meinung nach absolut unnötig und ist ggü den DAB-Hörern der ersten Studen ein Schlag ins Gesicht.

Und wieviel möchten nun noch auf dem 2. Ensemble senden? 8 oder sind es jetzt sogar nur noch 7? Für das braucht es auch kein DAB+. Und was will eigentlich die SRG noch auf dem geplanten 2. Ensemble ausstrahlen? WRS wollen sie ja auf 12C DAB+ quetschen.

Egal... UKW wird es noch in 20 Jahren geben. DAB, in welcher Form auch immer, in 10 Jahren schon nicht mehr.



von radiohead - am 25.05.2009 19:19
Die SRG wird sicher gewisse Programme in kommenden Jahrzehnt von UKW definitiv auf DAB+ migrieren, also dann konsequent auch auf UKW abschalten. Entweder DRS2 oder DRS3 (oder auch beide) gibts ab ca. 2015 sicher nicht mehr auf UKW, und in den kommen den Jahren wird die SRG noch weitere Programme auf DAB migrieren.
Ich bin jetzt aber auch öfters mit der Bahn unterwegs, und da wird fast nur MP3 gehört von den jüngeren Semestern, Radio (UKW) hat da offenbar keine Chance; unser UKW-Band mit der extremen Belegung erlaubt aber auch kaum mehr Empfang der begehrten Programme (bzw. eben nur mit wirklich guten Empfängern à la Degen DE1103); hier könnte nun DAB bzw.DAB+ eben diese jungen Hörer wieder abholen, da dort Musikprogramme nach ihrem Gusto ab diesem Herbst senden werden; zudem ist der Empfang des neuen DAB+ Ensembles auf 7D viel einfacher, weil diese Frequenz auf weiter Flur alleine ist, und daher auch in einem grossen Gebiet störungsfrei möglich sein wird, auch wenn nur wenige Senderstandorte in Betrieb sind.

von dxbruelhart - am 25.05.2009 21:54
Glaubt mir, die Leute hinter Energy sind politisch mit allen Wassern gewaschen und wissen schon, wie man an Frequenzen kommt. Siehe Salzburg aktuell. Die werden sich nicht geschlagen geben in Zürich. Ich bin gespannt, ob Leuenberger da nicht den Kampf gegen Goliath mit Sang und Klang verliert.
Was das UKW-Radio bei der Jugend angeht, sehe ich das genauso wie brühli. Das ist allenfalls noch Nebenbeimedium, beim Zähneputzen oder beim Frühstück. Ansonsten greift man auf mp3s zurück, und wenn es quäkend aus dem Mobiltelefon ist. Wer zukünftig die Jugend erreichen will, muss noch andere Wege suchen als das Dampfradio.



von Peter Schwarz - am 25.05.2009 23:45
Zitat
dxbruelhart
Entweder DRS2 oder DRS3 (oder auch beide) gibts ab ca. 2015 sicher nicht mehr auf UKW, und in den kommen den Jahren wird die SRG noch weitere Programme auf DAB migrieren.

Deine Glaskugel in allen Ehren, aber ich behaupte, auch 2015 wird UKW angesichts der derzeitigen Entwicklung immer noch der wichtigste Verbreitungsweg sein.
Dass evtl. DRS2 (aber bestimmt nicht DRS3) dann vielleicht nicht mehr oder nur noch teilweise über UKW zu hören sein wird, könnte dennoch stimmen, weil die SRG sicher vieles daran setzen wird, der Musigwälle und evtl. DRS4NEWS UKW-Frequenzen zu besorgen. Die Sprachaustausch-Ketten, vor allem die gut ausgebaute von ReteUno, dürften als erstes dran glauben müssen. Und wo es dann noch Lücken gibt, werden die DRS2-Frequenzen geopfert.

Zitat
dxbruelhart
zudem ist der Empfang des neuen DAB+ Ensembles auf 7D viel einfacher, weil diese Frequenz auf weiter Flur alleine ist, und daher auch in einem grossen Gebiet störungsfrei möglich sein wird, auch wenn nur wenige Senderstandorte in Betrieb sind.

Aber nur, wenn man nicht an der Sendeleistung spart! 10kW sollten es für den Uetliberg schon sein, und für eine flächendeckende Indoor-Versorgung Zürichs wird man 7D auch vom Züriberg senden müssen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 26.05.2009 04:06
Zitat

DRS2 oder DRS3 (oder auch beide) gibts ab ca. 2015 sicher nicht mehr auf UKW


Quelle? Wenn dem tatsächlich so wäre, dann müsste die SRG aber viel mehr Werbung für DAB machen und jetzt schon darauf hinweisen, dass ab 2015 DRS 2 und 3 über UKW nicht mehr empfangen werden können. Davon hab ich bis jetzt aber noch nie etwas gehört.

Wie gesagt, ich glaube es nicht. UKW ist immer noch der beste Verbreitungsweg für den einfachen Radioempfang. DAB ist solange man genügend Signal hat zwar absolut störungsfrei und gut, aber im Zug kann man DAB total vergessen. Da hat man nämlich hauptsächlich gar kein Empfang. Auf UKW sieht es zwar nicht viel besser aus, weil es z.T. gewaltig rauscht, aber man kann immerhin während der ganzen Zugfahrt (ausser in den Tunnels natürlich) Radio hören.

Zitat

zudem ist der Empfang des neuen DAB+ Ensembles auf 7D viel einfacher, weil diese Frequenz auf weiter Flur alleine ist, und daher auch in einem grossen Gebiet störungsfrei möglich sein wird, auch wenn nur wenige Senderstandorte in Betrieb sind.


Auf 12C sendet ja in der ganzen Deutschschweiz auch nur die SRG. Also warum sollte 7D besser empfangbar sein? Verstehe ich nicht...


von radiohead - am 26.05.2009 04:16
Die Nachricht, dass die SRG wohl bis ca. 2015 sowohl DRS2 als auch die Sprachentauschsender von UKW abschalten will, habe ich von der SRG-Radiotechnik; ob da auch das Publikum, das Bakom und die SRG-Direktion voll mitzieht, ist noch nicht 100%ig klar. DAB kann sich auf einem freien Kanal, auf dem kein anderes Ensemble funkt, und auf dessen Nachbarkanälen auch kein anderes Ensemble funkt, viel besser ausbreiten; deshalb erwarte ich von 7D viel bessere Ausbreitungseigenschaften auf von 12C; 12C ist ja eingrahmt von den Nachbarensembles 12B Baden-Württemberg und 12D Graubünden und Bayern. Auf 12C funkt auch das hessische Ensemble und Sachsen-Anhalt mit dem Brocken. DAB hat aussergewöhnlich gute Ausbreitungsbedingungen; als vor 1999 nur das baden-württembergische Ensemble mit der Hornisgrinde mit 32W ERP (und Stuttgart) funkte, konnte ich dies hier in Uster empfangen. Nachdem die Schweizer Sender 1999 eingeschaltet wurden, war es dann mit dem Empfang aus Baden-Württemberg vorerst vorbei (Nachbarkanalproblematik!).
Auf UKW wird aber sicher noch lange gesendet, ich denke, unsere UKW-Empfänger werden auch in 30 Jahren uns noch gut dienen, denn Deutschland und Italien, aber auch die privaten Schweizer Programme werden sicher noch sehr lange im UKW-Band weitersenden.

von dxbruelhart - am 26.05.2009 06:18
Zitat
dxbruelhart
Die Nachricht, dass die SRG wohl bis ca. 2015 sowohl DRS2 als auch die Sprachentauschsender von UKW abschalten will, habe ich von der SRG-Radiotechnik; ob da auch das Publikum, das Bakom und die SRG-Direktion voll mitzieht, ist noch nicht 100%ig klar.

Das tönt doch aber genau nach dem, was ich oben spekuliert habe: die Frequenzen werden nicht abgeschaltet, sondern mit anderen Programmen belegt.
In der aktuellen Situation (wieder mal) UKW-Abschalttermine bekanntzugeben, würde nur von fehlendem Realitätssinn zeugen. Das wurde uns schon viel zu oft erzählt, als dass man es noch ernst nehmen könnte. Viel realistischer erscheint mir dagegen die teilweise Migration der jetzigen DAB-Exklusivprogramme, vor allem der Musigwälle, auf UKW.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 26.05.2009 06:58
Ich sehe auch schon, wie etwa Rete Uno in der Deutsch-Schweiz und der Romandie abgeschaltet werden, damit Musigwälle und Option Musique auf UKW starten können.

von Wiesbadener - am 26.05.2009 07:23
"als vor 1999 nur das baden-württembergische Ensemble mit der Hornisgrinde mit 32W ERP (und Stuttgart) funkte, konnte ich dies hier in Uster empfangen."

Brüllwürfel- oder nur Brühlwürfel-tauglich?


von Peter Schwarz - am 26.05.2009 08:20
Hallo Zusammen,

Ich meine wenn die DAB(+) Bouquets nicht mehr permanent auf benachbarten Kanalteilen
gesendet wird kommen diese auch weiter. Was nun passieren wird muss abgewartet werden.
Das Radio zu digitalisieren wird schwierig, da haben einige schon wichtige Gründe genannt.
Jedenfalls ist die Nachbarkanalproblematik nicht von der Hand zu weisen. Wenn aber auf 2
benachbarten Frequenzen mit gleich starken Sendern gearbeitet werden passieren keine negativen
Beeinträchtigungen Beispielsweise Valzeina auf 12 C und 12 D gehen Beide einwandfrei.
Aber 12 C vom Rüthi- Bismer löscht 12 B aus Baden- Württemberg in 3-5 Km Umkreis aus.
Etwas hervorzusagen was die Privaten mit 7 D machen werden kann man jetzt wohl noch nicht.
Wenn Energy zum Beispiel mit aufschaltet geht das ( fast ) in die Leere. Digitalradio ist schon
bekannter als Beispielsweise in D aber den Meisten wird UKW ausreichen denn vielen ist Radio
nicht so wichtig als dass man unbedingt sofort DAB+ haben muss. In Zürich ist doch bestimmt ein
grosses Sortiment auf UKW drauf. Ich hätte schon einige Wunschkandidaten für DAB+ denn
das System ist Mobil / Portabel nicht schlecht.
MFG aus dem DAB+ Land.
Detlef.

von RADIO354 - am 26.05.2009 10:17
Zitat
RADIO354
In Zürich ist doch bestimmt ein grosses Sortiment auf UKW drauf.

Das wäre mir neu. ;) Tropic ist weg und LoRa ist mir (und sicherlich auch vielen anderen) viel zu "schräg". Alles andere ist mehr oder weniger Mainstream. Abgesehen von den regelmässigen Veranstaltungsradios finde ich die Zürcher UKW-Radioszene ziemlich öd. Da haben auch Radio1 und 105 leider nichts dran geändert. Energy ist sowieso Mainstream-Gedudel pur und wäre somit meiner Ansicht nach absolut kein Verlust...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 26.05.2009 10:32
Ja, das berühmte Trauerspiel der deutschsprachigen Länder: Alles strebt zur Mitte hin. Alles Extreme oder auch Alternative spielt sich im Untergrund ab. Das ist auch der politischen Kultur hierzulande geschuldet, die funktioniert nämlich ähnlich. Wobei es da schon auch wieder Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland gibt. In anderen Ländern, wie z.B. in den USA, wo eher polarisiert wird, zeigt sich eben diese Tendenz sowohl in politischen Bereichen als auch in der Ausdifferenzierung auf dem Radiomarkt.

von Peter Schwarz - am 26.05.2009 11:18
Zitat
Tatzelwurm
Wenns denn so passiert. Eine "richtige" Konzession wird es wohl nicht geben. Da würde BR Leuenberger ja sein Gesicht verlieren.
Eine "Übergangskonzession/Frequenz" wäre sicher eine Lösung. Nur aber dann nicht in diesem vollem Sendegebiet wie bisher. Und ob "Energy" mit einer Frequenz auf em Züriberg zufrieden ist...? .

Es gäbe ja auch den Mittelweg, das Energy zwar Standorte abgeben muss, aber seine beiden wichtigsten Standorte, den Üetliberg (für den Grossraum Zürich) und Neuhausen-Engiwald (für die Gegend um Schaffhausen) behalten darf.

Zitat
dxbruelhart
hier könnte nun DAB bzw.DAB+ eben diese jungen Hörer wieder abholen, da dort Musikprogramme nach ihrem Gusto ab diesem Herbst senden werden; zudem ist der Empfang des neuen DAB+ Ensembles auf 7D viel einfacher, weil diese Frequenz auf weiter Flur alleine ist, und daher auch in einem grossen Gebiet störungsfrei möglich sein wird, auch wenn nur wenige Senderstandorte in Betrieb sind.
Jugendliche und Junge Erwachsene werden sich aber sicher nicht explizit ein DAB oder DAB+ Radio kaufen, sondern man kann die jungen Hörer nur über DAB / DAB+ erreichen, wenn in Zukunft der DAB / DAB+ Empfang mit Geräten wie Handys und MP3 Playern möglich ist.

Aber da können die Programmanbieter nichts machen, sondern da sind die Hersteller wie Apple, Archos, Creative Labs, HTC, LG, Microsoft Zune, Nokia, Odys, Samsung, SonyEricsson, ... gefragt.


von Martyn136 - am 31.05.2009 03:44
Zitat
Martyn136
[...]seine beiden wichtigsten Standorte, den Üetliberg (für den Grossraum Zürich) und Neuhausen-Engiwald (für die Gegend um Schaffhausen)[...]

Worauf stützt sich eigentlich deine schon mehrfach vorgebrachte Theorie, dass Engiwald der zweitwichtigste Energy-Standort sei? Das ist und bleibt Blödsinn, auch wenn du es noch zwanzig Mal wiederholst! Theorie und Praxis sind nunmal zweierlei Dinge.
Diese Funzel hat eine einzige, nach 195° gerichtete Sendeantenne. Richtung Schaffhauser City (~60°) gehen gemäss koordiniertem Diagramm gerade mal 0,6 Watt (!) raus. In der Praxis dürfte es zwar etwas mehr sein, aber in der City ist der Engiwald-Empfang selbst im Autoradio immer wieder lückenhaft und die AF wechselt auf Buchberg-Honegg oder teilweise auch den Uetliberg. Engiwald liefert für einige Teile des Schaffhauser Stadtgebiets kein brüllwürfel-/handyradiotaugliches Signal. Wer's nicht glaubt, möge es bitte selber ausprobieren!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 31.05.2009 06:29
Und ich kann Rolfs Aussage voll und ganz bestätigen, da nutzt selbst der Sichtkontakt überhaupt nix mehr! Ich habs ja selber auch gesehen, dass da in SH selbst der Empfang lückenhaft ist.

Leute, die meinen, sie können hypothetische Aussagen zu Empfangssituationen machen, ohne jedoch überhaupt nur wirklich mal ansatzweise in der Gegend gewesen zu sein, gehen mir langsam auf die Nerven!

von Bengelbenny - am 31.05.2009 07:12
Zu den Gesprächen zwischen Armin Walpen und dem Ringier-Mann Marc Walder hat nun der Sonntag (Sonntagszeitung) hier nochmals genauer recherchiert und folgendes herausgefunden:

Medien

Walpen und Walder: Was läuft da?

Um Radio Energy zu retten, machen der Radiodirektor und der Ringier-Schweiz-Chef gemeinsame Sache

SRG-Boss Armin Walpen will dem todgeweihten Radio Energy eine UKW-Frequenz abtreten. Bad News für die Energy-Fangemeinde: Dazu ist er gar nicht befugt.

von renÉ WORNI

Der Ringier-Verlag nutzt gerne die eigenen Blätter, um die Werbetrommel für sein Radio Energy zu rühren, das bei der Konzessionsvergabe im letzten Oktober leer ausgegangen ist. Jüngstes Beispiel lieferte Ringier-Schweiz-Chef Marc Walder und liess sich im letzten «SonntagsBlick» von dessen Chefredaktor Hannes Britschgi interviewen. SRG-Generaldirektor Armin Walpen habe ihm, Walder, «nach diversen Arbeitsgesprächen» Unterstützung in Sachen Energy zugesichert, liess er seine Leser wissen – und damit auch die stattliche Energy-Fangemeinde, die sich mit einer Petition in Bundesbern für das Weiterbestehen des todgeweihten Senders stark macht.

Was führen Walder und Walpen im Schilde? Offenbar möchte Walpen dem Ringier-Sender eine seiner UKW-Frequenzen zur Verfügung stellen. Eine Bakom-Studie hat verschiedene Szenarien untersucht, wie eine zusätzliche vierte UKW-Frequenz realisiert werden könnte. Eine davon baut auf der heutigen Frequenz von DRS 2 auf, die über den Üetliberg ausgestrahlt wird. «Dieses Szenario haben wir nun mit der SRG verfeinert – mit dem Resultat, dass DRS 2 ohne Üetliberg, aber mit Füllsendern besser zu empfangen wäre als heute», sagt Ringier-Sprecher Stefan Hackh.

Doch SRG-Boss Walpen kann Radio Energy gar nicht helfen. Für einen zusätzlichen Radiosender im Sendegebiet Zürich/Glarus müssten nämlich die Konzessionen neu ausgeschrieben werden – und das nicht automatisch zugunsten von Energy. «Sollte es im Raum Zürich eine weitere Radiokonzession geben, dann ist damit noch nicht gesagt, dass Radio Energy diese automatisch bekommt», sagt Bakom-Sprecherin Caroline Sauser. Dessen ist man sich bei Ringier wohl bewusst. «Egal, welche Lösung wir für Energy suchen, wir sind auf die Kooperation des Bakom angewiesen», sagt Hackh.

Eine vierte Frequenz wäre gemäss Bakom zudem mit grossem finanziellem und zeitlichem Aufwand verbunden. Selbst die Variante mit der genannten Üetliberg-Frequenz vereinfache die Sache zwar, löse aber das Problem nicht. Denn Energy hatte sich im letzten Herbst für die grosse Konzession im ganzen Sendegebiet Zürich/Glarus beworben. «Für dieses Gebiet, das Energy gerne möchte, würde es nicht reichen», sagt Sauser. Die Bakom-Sprecherin dementiert ausserdem, dass es eine andere Studie zu dieser Problematik gebe als die erwähnte. Offenbar seien entsprechende Äusserungen von Medienminister Moritz Leuenberger falsch interpretiert worden.

Medienunternehmer und Energy-Konkurrent Roger Schawinski (Radio 1) kristisiert das Verhalten der SRG grundsätzlich. «Man müsste ja annehmen, dass die SRG überall im Land überflüssige Sendefrequenzen hat, die sie Privaten zur Verfügung stellen sollte.» Es bleibt dahingestellt, ob sich SRG-Boss Walpen mit dem Medienhaus gut stellen will, damit die Ringier-Medien nicht allzu prominent über die SRG-internen Machtkämpfe berichten – jüngst über die Nominierung des neuen Radiodirektors. Immerhin wurden diese am letzten Sonntag in der Sonntagspresse eifrig abgehandelt, bloss dem «SonntagsBlick» waren sie keine Zeile wert.

Ringier wartet jetzt auf den Rekursentscheid des Bundesverwaltungsgerichtes, mit dem man in der zweiten Jahreshälfte rechnet. Sollte das BVG die Sache an die Vorinstanz zurückweisen, könnte sich frühestens vor den Sommerferien entscheiden, wie es mit dem Sender weitergeht.

Ausserdem hofft man auf parlamentarische Unterstützung und auf den Bundesrat: Er möge jenen Sendern eine Übergangsfrist einräumen, die sich beim Aufbau des digitalen Radionetzes DAB engagieren. Andernfalls will sich Ringier wieder von der DAB-Technologie zurückziehen. Energy sendet bereits auf DAB und zahlt dafür der SRG dem Vernehmen nach eine Viertelmillion Franken jährlich.

http://azonline.servicebase.ch/pages/dyn/content/azarchiv/az_archiv.html
© Sonntag / MLZ; 31.05.2009; Seite 49

PS: Energy sendet ja noch nicht auf DAB, das wird in diesem Artikel falsch impliziert.

von dxbruelhart - am 01.06.2009 07:23
Na ja - vielleicht haben sie für das zukünftige DAB+ Sendernetz bereits Geld bezahlen müssen und somit können sie nach ihrem Gutdünken sagen - sie senden ja bereits auf DAB ;-). Die bekommen wohl langsam nasse Füsse? Bin gespannt, wie das weitergeht.... interessant ist es allemal.

von drahtlos - am 01.06.2009 09:30
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