Radio Munot erzielt Gewinn im Jahr 2008

Startbeitrag von Rolf, der Frequenzenfänger am 16.06.2009 04:33

Wie schaffhausen.ch berichtet, konnte Radio Munot im Jahr 2008 einen Gewinn von 40'000 Fr. erwirtschaften. Als Grund für das erfreuliche Ergebnis werden die höheren Fördergelder aufgrund der neuen Konzession genannt.

Mich freut diese Nachricht sehr. Man muss also keineswegs Tag und Nacht das gleiche austauschbare Mainstream-Gedudel senden, um überleben zu können, auch wenn das die meisten Privatsender inzwischen meinen. Die gute regionale Berichterstattung und die Spartensendungen bleiben bei Radio Munot somit hoffentlich auch in Zukunft erhalten!

Zitat

Christian Amsler ist neu im Verwaltungsrat der Radio Munot Betriebs AG. Er wurde heute Abend der Generalversammlung einstimmig gewählt. Amsler ersetzt damit Thomas Spengler, der zurückgetreten ist. Weiter hat die Generalversammlung die Rechnung 2008 genehmigt. Sie schliesst mit einem Gewinn von rund 40’000 Franken. Dies ist der erste Gewinn, den Radio Munot seit seiner Gründung vor 25 Jahren ausweisen kann. Der positive Rechnungsabschluss kam vor allem dank der neuen Konzession zustande. Radio Munot hat dadurch im letzten Jahr mehr Geld erhalten und wird auch in Zukunft auf mehr Bundesgelder zählen können. Dieses Geld soll ins Programm investiert werden.


Quelle: http://schaffhausen.ch/pages/newsdetail.asp?ID=39541&Page=1

Antworten:

Ganz genau! Das ist auch mein Gedanke! Munot konzentriert sich auf das wesentliche und hat (wichtig!) in einem kleinen, überschaubaren Sendegebiet Erfolg mit lokaler BErichterstattung. Es bringt nämlich überhaupt nix, Lokalsendern riesige Sendegebiete zu konzessionieren. Da gibt es doch überhaupt keine lokale Identität mehr. Wen interessiert denn in Schaffhausen, was in St. Gallen passiert? Wen juckt es in Tauberbischofsheim, wenn in Heilbronn ein Sack Reis umfällt?
Radio NEckarburg hat auf deutscher Seite übringens auch seit Jahren schwarze Zahlen. Das Programm und deren antiquierte Ausrüstung mag viel belächelt sein, aber es funktioniert, im Gegensatz zu manchem profi-durchformatierten Hightech-Schuppen, der viel viel Geld an externe Berater, teure Jingleproduktionen und Gerätschaften verpulfert und ein Marketingtbudget hat, das einen Grosskonzern erbleichen lassen würde.
Also weiter so, Radio Munot. Und ruhig mal damit bei anderen Sendern werben gehen, damit die sehen, wie es funktionieren kann!


:spos:

Interessant ist, dass Lokalsender in der Schweiz Fördergelder erhalten. Somit sind sie ja per se keine rein kommerziellen Betriebe. Ist das gar ähnlich wie bei den OLONs in den Niederlanden oder den NKLs in Niedersachsen? Ich habe ja schon lange die Vermutung, dass rein kommerzielle Lokalsender ausserhalb Großstädten es sehr schwer haben. Vor allem die Sendetechnik ist halt ein Kostenfaktor, der nicht einzusparen ist. Er könnte wesentlich niedriger sein, wenn die Quasi-Monopole von Netzbetreibern endlich radikal fallen würden!!


von Peter Schwarz - am 16.06.2009 14:12
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