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Radioforum Schweiz
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DRS Virus und DRS Musikwelle werden bald eingestellt?

Startbeitrag von radiohead am 23.06.2009 10:26

Die Geschäftsleitung der SRG hat zwei weitere Massnahmenpakete mit Sparoptionen evaluiert, welche Auswirkungen auf Programmangebot und Arbeitsplätze hätten. Da sämtliche Programme der SRG konzessioniert sind, müsste ein Leistungsabbau vom Bundesrat genehmigt werden. Zu den Sparoptionen in einem zweiten Schritt würde laut SRG unter anderem der Verzicht auf den Weiterbetrieb des Radiosenders DRS Virus sowie Programmkürzungen bei HD Suisse gehören. Betroffen wären dann insgesamt 56 Vollzeitstellen.

Ein mögliches drittes Massnahmenpaket beinhaltet laut SRG unter anderem Einsparungen bei den fiktionalen TV-Programmen (Serien, Filme) von SF, TSR und TSI, den Verzicht auf HD-Suisse, den Ausstieg bei 3sat und TV5 sowie den Verzicht auf den Betrieb von DRS Musikwelle. Betroffen wären dann zusätzliche 81 Vollzeitstellen.

Das Projekt "Medienkonvergenz und Wirtschaftlichkeit" welches ohne Zusatzeinnahmen mehr publizistische Leistung ermöglichen soll, wird unabhängig von den Sparmassnahmen aus sieben Synergieprojekten im Bereich der Supportprozesse finanziert. Die Medienkonvergenz steht also in keinem direkten Zusammenhang mit dem Sparpaket.

Antworten:

Das darf nun wirklich nicht sein, dass Virus oder gar die Musigwälle eingestellt werden! Die Musigwälle ist ein hervorragendes Musikprogramm in seiner Art mit mehr als 12'000 Musiktiteln, und bietet somit mehr musikalische Abwechslung als alle privaten Programme in der Schweiz; nachdem nun Beromünster abgestellt wurde, darf nun nicht auch noch die Musigwälle selbst den Bach runtergehen!
Bei Virus könnte man vielleicht die Zusammenarbeit mit DRS3 hinter den Kulissen stärken, ohne aber die Programme zu verwässern; aber man könnte hier wohl so doch noch einiges einsparen.
Eine Aufkündigung der Zusammenarbeit mit 3sat und TV5 wäre auch eine miserable Entscheidung, denn das sind unsere TV-Aushängeschilder in der Welt! Unsere Inlands-TV-Programme werden ja zum grösstenteil nur verschlüsselt ausgestrahlt, deshalb sind 3sat und TV5 für die Schweiz sehr wichtig. Man sollte hier nicht einfach Stellenprozente wegrationalisieren, sondern schauen, wie man an gewissen Orten eingesparte Arbeitsplätze an anderen Orten innerhalb des grossen SRG-Unternehmens wieder brauchen kann.

von dxbruelhart - am 23.06.2009 11:25
Hallo Zusammen,

Heute Vormittag war ein Bericht im Radio DRS da wurde von Einsparungen gesprochen unter Anderem
Lohnstop, Investitionsstop und Verkauf von Liegenschaften. Von Programmreduzierung oder Personalabbau soll nicht die Rede sein.
MFG Det.

von RADIO354 - am 23.06.2009 11:48
@Radio354: Es gibt genau genommen drei Sparpakete. Greift Nr. 1 nicht, folgt Nr. 2, und erst dann Nr. 3. Das wäre dann wirklich das Wort case-Szenario: Ausstieg aus 3sat und TV5, Aus für Musigwälle, Virus und HD Suisse.

von Wiesbadener - am 23.06.2009 12:05
Zitat

Aus für Musigwälle,...

Das ist ein weiterer peinlicher Schachzug der SRG. Wieder einmal sollen die "Alten" den SRG-Karren aus dem Sumpf ziehen (wie bei DAB nach der Beromünster-Abschaltung). Man erpresst einfach die "Alten" in der Hoffnung, dass sie aufschreien und so eine Gebührenerhöhung oder weiss der Geier was durchgeboxt werden kann. Als Vertuschungsmäntelchen hat man noch Virus vorgehängt, da dort kaum jemand reklamiert da es ohnehin keiner hört.

Von Swiss_Classic, Swiss_Pop und Swiss_Jazz spricht die SRG nicht denn dort würde es eher ruhig bleiben, da diese Programme zu wenig bekannt sind [man frage mal auf der Strasse herum]. Dabei kann man sich fragen, wozu wir 2 Klassik-Programme "brauchen".

Die SRG kann fuhrwerchen wie sie will und wie es beim Staat üblich ist: Aufblähen bis zum Exzess und nachher über die Schulden staunen und den Bürger weiter schröpfen.

Am besten schafft man den anachronistischen SRG-Laden einfach ab. Der Staat braucht kein Sprachrohr und Info-Möglichkeiten sind heute bis zum Überdruss vorhanden. Für ein staatliches Info-Grundangebot ist längst kein objektives Bedürfnis mehr da.

Leider wurde auch die Musikwelle aufgebläht (es wird im Gegensatz zum Start [wo sie pro Jahr nur Fr. 120'000 kostete] immer mehr geschwafelt).

Nebenbei: Dass man sich von Radio/TV nicht mehr abmelden kann [denn fast jeder hat heute wohl einen Breitband-Internet-Anschluss], auch wenn man Radio/TV überhaupt nicht nutzt, grenzt an sizilianische Schutzgelderpressung.

von audion - am 23.06.2009 15:36
@faro: Jetzt übertreibst Du es aber ein bissl.
Zum Thema: Sparen kann so ein Koloss wie die SRG an anderer Stelle. Meist ist die Verwaltung unbotmässig aufgebläht. Das Programm Musigwälle sollte bestehen bleiben und endlich auch auf UKW ausgestrahlt werden, nachdem es jetzt im Digitalghetto vor sich hin dümpelt. Sparen könnte man im Hörfunkbereich, in dem man ein paar der unnötigen UKW-Funzeln abschaltet. Aber nein, hier wird stattdessen immer weiter ausgebaut. Einerseits möchte man den Digital-Umstieg forcieren, schaltet die Mittelwelle ab, proklamiert Einsparungsmöglichkeiten, andererseits baut man die analoge UKW-Versorgung immer weiter aus. Das passt für mich alles nicht so recht zusammen...


von Peter Schwarz - am 23.06.2009 16:48
Von mir aus kann man:

DRS Virus
DRS Musikwelle
DRS 4 News
Option Musique
CH-Pop
CH-Classic
CH-Jazz
WRS


einstellen. Dafür gesammtschweizerisch DRS 1 - 3, RSR1 - 3, Rete 1 - 3 und RR über DAB ausstrahlen. Dieses Ensemble hätte mehr Abwechslung und ich könnte endlich Couleur 3 hören und hätte als Zückerli auch noch das ganz gute Rete Tre... :D

von radiohead - am 23.06.2009 16:48
@Peter Schwarz:
Zitat

@faro: Jetzt übertreibst Du es aber ein bissl.

Hallo Peter, ich weiss nicht, ob Du die CH-Zustände kennst:

Hier wird jeder, der einen DSL-Internetanschluss hat, gebührenpflichtig für Radio und TV, auch wenn er keines dieser Geräte besitzt.

Man kann also dem SRG-Koloss gar nicht entgehen, sonst könnten die von mir aus machen, was sie wollen. Fehlt uns noch eine Staatszeitung, die man bezahlen muss, auch wenn man nicht lesen kann. ;)

@radiohead: Es geht beim Finanzproblem der SRG nicht um subjektive Hörer-Privatwünsche, sondern um das "redliche Wirtschaften". ;)

von audion - am 23.06.2009 17:02
@ Wiesbadener,

Danke für die Infos. Gerade war im Fernsehen SF1 nochmals ein Bericht dazu. Der Bundesrat wird
wohl mit involviert werden u.a. zum Beurteilen der SRG Programmen. Mal abwarten was kommt...
MFG Det.

von RADIO354 - am 23.06.2009 17:57
Ich kann hier nun Peter Schwarz zu fast zu 100% zustimmen, nur die Musigwälle würde ich nun nicht auf UKW aufschalten, event. zu einem späteren Zeitpunkt, falls DAB hierzulande wieder stagnieren würde; man könnte aber nun die Abschaltung der Sprachentauschsender auf UKW vorziehen, die Sprachentauschsender würde ich nur noch via DAB terrestrisch senden; die freigewordenen Frequenzen würde ich vorerst nicht mehr belegen; ausser das Bakom erinnert sich an sein Versprechen gegenüber Eviva, und würde Eviva so auf die Sprachentausch-Frequenzen lassen.
Durch den Verzicht auf die Sprachentausch-Sender könnte die SRG gesamtschweizerisch einen Millionenbetrag jährlich einsparen.

von dxbruelhart - am 23.06.2009 20:50
Zitat

... ausser das Bakom erinnert sich an sein Versprechen gegenüber Eviva, und würde Eviva so auf die Sprachentausch-Frequenzen lassen.

Genau eben das wird nicht passieren, denn die Verhinderung von Opus-Radio und EVIVA war ja der Sinn dieser ulkigen Sprachaustauschsender. Die Musikwelle (statt EVIVA) auf UKW wäre dann noch das Tüpfchen auf's i, nachdem ja diese Musikwelle nur gegen Eviva (und SWR 4) errichtet wurde, weil die SRG "merkte", dass das von ihr als nichtexistent bezeichnete Hörersegment sich andern Sendern zuwendet (SWR 4) oder zuwenden könnte (EVIVA).

von audion - am 24.06.2009 06:22
Was genau in den Massnahmepaketen der SRG enthalten ist, und wann was umgesetzt werden soll, ist hieraus ersichtlich: http://www.srgd.ch/fileadmin/user_upload/PDFs/massnahmekatalog_finanzen_srg.pdf
Wichtig ist erstmals nun die Priorität 1, die wird wohl ziemlich sicher so umgesetzt:
Was wir noch nicht wussten (vom Teil 1 des Massnahmenpaktes): Abschaltung Mittelwellle Sottens 765 kHz im Jahr 2011

von dxbruelhart - am 24.06.2009 06:56
Meine Herrn. Priorität 3 wäre ja ein echter Kahlschlag!
Man lese: "Italienische Schweiz: Verzicht auf 1 von 3 Radio-Programmen"


von Peter Schwarz - am 24.06.2009 07:18
Nachtrag
Zitat

Durch den Verzicht auf die Sprachentausch-Sender könnte die SRG gesamtschweizerisch einen Millionenbetrag jährlich einsparen.

Das ist völlig richtig, aber dann würden ja Frequenzen frei und das wird die SRG nie und nimmer zulassen. Man muss die SRG-Politik einfach realistisch und auf Grund von Erfahrungen betrachten.

Zu Sottens:
Natürlich schade, aber eigentlich kam dieser Sender selbst bei Zürich nicht eigentlich gut herein. (Für Detektorempfangs-Freaks also kein Verlust :-) , die müssen auf Kurzwelle ausweichen). Der frequenzmässig benachbarte Sender Ravensburg (DLF) kam - obwohl mit geringerer Leistung sendend - immer wesentlich stärker. Und soviel näher ist der nun auch nicht. :-)

von audion - am 24.06.2009 09:20
Wenn ich mal ein wenig OT dazwischenfragen darf: Für Beromünster und den Monte-Ceneri gab / gibt es doch Interessenten. Was ist denn eigentlich mit denen?

von kielerförde - am 24.06.2009 12:38
Beromünster 531 ist wirklich eine gute MW-Frequenz. Damit lässt sich neben der gesamten Schweiz auch der Westen Österreichs und der Südwesten Deutschlands versorgen. Für ein Nachrichtenprogramm wäre sie z.B. ideal.


von Peter Schwarz - am 24.06.2009 13:01
Zitat
-faro-
@Peter Schwarz:
Zitat

@faro: Jetzt übertreibst Du es aber ein bissl.

Hier wird jeder, der einen DSL-Internetanschluss hat, gebührenpflichtig für Radio und TV, auch wenn er keines dieser Geräte besitzt.


Das ist in Deutschland auch seit Janaur 2007 so.

von DX-Matze - am 24.06.2009 13:41
Eben! Das ist ja die Crux. Da der Trend zur Vernetzung derGeräte gibt und Rundfunk im eigentlichen Sinn nicht von Webanwendungen zu trennen ist, hat man jetzt kurzerhand den Rundumschlag gemacht und kassiert für alles, mit dem theoretisch ein Radioprogramm auf irgendeinem Wege empfangen werden kann. Wobei man da früher schon sehr kleinlich war. Fernsehgeräte, die nur als Monitor (in Schulen und anderen öffent. Einrichtungen) verwendet wurden, mussten entsprechend unschädlich gemacht werden (Antennenbuchse demontieren oder Tuner abklemmen/versiegeln)


von Peter Schwarz - am 24.06.2009 19:03
Es wäre sehr schade um die Mittelwelle 765 Mhz ich hab auf Reisen Option Musique sehr gerne gehört: BITTE NICHT

von DJ DAREK - am 24.06.2009 20:33
Zitat Peter Schwarz
Zitat

Wobei man da früher schon sehr kleinlich war.


Nein! Dort/Früher konnte man eben "abklemmen" und das geht heute nicht mehr! Ein gigantischer Unterschied, völlig nicht zu vergleichen.

Zitat

... Rundumschlag gemacht ...


Rundumschläge sind in Diktaturen üblich :cool:

von audion - am 24.06.2009 21:20
Eine Einstellung von Option Musique auf 765 kHz würde ich auch sehr schade finden, den vorallem nach Einbruch der Dunkelheit geht diese Frequenz extrem gut, auf jeden Fall deutlich besser als die 531 kHz ging. Ausserdem ist Option Musique von der Musikauswahl auch sehr gut hörbar, während die DRS Musikwelle für Nicht-Senioren nicht wirklich erträglich war. Also ich finde sowohl Option Musique als auch der Sender Sottens auf 765 kHz müssen bleiben.

Was ich hingegen für vertretbar halten würde wäre die Einstellung von DRS virus sowie die Einstellung der Beteiligung an 3sat und TV5.

DRS virus: FM Frequenzen für den einfachen mobilfempfang hat DRS virus ja eh nicht, und für den stationären Empfang über Webradio gibt es genug Alternativen. Anders sieht es bei der DRS Musikwelle aus, den deren Hörern ist der Schweizbezug vermutlich extrem wichtig, so das es für diese Hörer nicht soviele Alternativen gibt.

3sat und TV5: Früher war 3sat wirklich die einzige Möglichkeit die Schweiz im deutschsprachigen Ausland zu repräsentieren. Aber heute gibt es ja SF Info das unverschlüsselt zu empfangen ist. Und mehr als SF Info bietet ja 3sat auch nicht. Bei TV5 kenne ich jetzt die Situation nicht so genau, aber denke das es da ähnlich ist.

von Martyn136 - am 24.06.2009 21:31
Nun haben aber grade österreichische und deutsche Zuschauer eher selten eine Schüssel - wenn sie denn eine haben dürfen! - die auf Hotbird gerichtet ist. Ein Ausstieg bei 3sat und TV5 fände ich demnach recht heftig, kann ich mir letztlich aber nicht vorstellen. Schon alleine nicht, solange unser Kultur-TV-Liebhaber Moritz Leuenberger den Posten des Medienministers inne hat.

von Wrzlbrnft - am 24.06.2009 22:26
Zitat
Martyn136

3sat und TV5: Früher war 3sat wirklich die einzige Möglichkeit die Schweiz im deutschsprachigen Ausland zu repräsentieren. Aber heute gibt es ja SF Info das unverschlüsselt zu empfangen ist. Und mehr als SF Info bietet ja 3sat auch nicht.


Der Unterschied ist das allein schon die technische Reichweite von SF Info im restlichen dt. Sprachraum im Vergleich zu 3sat geradezu mikroskopisch ist.



von UM74 - am 24.06.2009 22:36
Den Wechsel von Astra auf Hotbird konnte ich nie nachvollziehen. Tatsächlich haben vielleicht 10%, wenn es hochkommt, Hotbird-Empfang!


von Peter Schwarz - am 25.06.2009 08:17
Wechsel? Bis auf SF 1 haben doch sämtliche SRG-Programme schon immer über HotBird gesendet? Und letzteres macht einfach insofern Sinn, als dass die (weniger stark verkabelte) lateinische Schweiz ihre Schüsseln viel eher auf HotBird gerichtet hat.

von Wrzlbrnft - am 25.06.2009 08:23
Immerhin habe ich schon viele male in einem Hotel irgendwo im Ausland über 3Sat eine Schweizer Tageschau - wenn auch erst so gegen Mitternacht - sehen können. Würde es also schade finden, wenn der Ausstieg aus 3Sat beschlossen würde, das gleiche gilt wohl für TV5 und die franz. sprechenden Schweizer. Natürlich ist 3Sat in den Hotels z.B. in Italien und Frankreich nicht mehr unbedingt weit verbreitet, aber z.B. in D schon noch. WLAN wäre vielleicht eine alternative, würde aber den Sinn von WLANs zu nichte machen, wobei man ein solches gleich wieder zumachen könnte, wenn alle Hotelgäste über WLAN fernsehen würden. Zudem sind freie WLANs in den Hotels immer noch relativ selten.

Was ich gestern in der Tagesschau mitbekommen habe, soll Herr Walpen 2010 in die Pension gehen und zwar mit dem SRG-regulären Alter von 62 Jahren? Ist das wirklich so - und womöglich ohne Verluste für das eigene Portmonnaie? Gibt es noch andere Staatsbetriebe, die mit 62 Jahren das reguläre Pensionsalter haben?

Die Löhne sind ja bei der SRG vermutlich auch nicht die schlechtesten, so dass ein Lohnstopp für eine gewisse Zeit auch etwas bringen könnte - kenne mich da aber nicht so aus. In der Privatwirtschaft wird ja inzwischen auch gespart und entlassen, wo es nur geht. Vielleicht hat die SRG ja auch zuviel Personal und es könnten 1,5 - 1,8 Personen die Arbeit von 2 machen?

Ich meine auch der Verzicht einer bis 2 UKW-Ketten (senderseitig) wäre vermutlich die grössere Einsparung als die Einstellung von einzelnen Programmen welche bereits über DAB zu hören sind. Natürlich nur, wenn man nicht die Sendekosten einzelner Programme über ein DAB Sendernetz mit berücksichtigt. Im Kabel könnten ja die UKW Programme weiterhin verbreitet werden.

von drahtlos - am 25.06.2009 08:25
Zitat
drahtlos
Gibt es noch andere Staatsbetriebe, die mit 62 Jahren das reguläre Pensionsalter haben?


Erst vorgestern im Echo der Zeit gehört: SBB mit 61 Jahren.

von Wrzlbrnft - am 25.06.2009 08:43
Zitat
Martyn136
Ausserdem ist Option Musique von der Musikauswahl auch sehr gut hörbar, während die DRS Musikwelle für Nicht-Senioren nicht wirklich erträglich war. .


Zitat
-faro-
Zitat

Aus für Musigwälle,...

Das ist ein weiterer peinlicher Schachzug der SRG. Wieder einmal sollen die "Alten" den SRG-Karren aus dem Sumpf ziehen (wie bei DAB nach der Beromünster-Abschaltung).


Salü zäme,

ich lese ja gerne hier im Forum immer wieder "anonym" mit.
Doch jetzt möchte ich trotzdem noch Kurz einige Worte verlieren.

Ich hörte sehr gerne und auch viel Radio. Auf dem Weg zur Arbeit, im Geschäft und oft Abends auch zu Hause. Muss jedoch gestehen, dass ich seit dem 28.12.2008 nicht mehr sehr viel gehört habe.

Der Grund: Die Abschaltung des Radiosenders Beromünster. Somit war für mich die Musikwelle 531 nicht mehr mittels Mittelwelle erreichbar und ein DAB-Radio oder Internetempfang ist entweder nicht vorhanden oder umständlich einzurichten (Internet). Und DAB-Radio hab ich auch nicht gekauft, da es evt. schon andere digitale Systeme gäbe, die sich durchsetzen könnten. Und ich bräuchte gleich mehrere Empfänger.



Nun ist Beromünster seit gut einem halben Jahr Tot und es schmerzt mich noch genaugleich wie unmittelbar nach der Abschaltung. Die Landesymne zulezt noch zu spielen war ein Affront gegen den Sender, der seit seiner Auferstehung das Nationale Symbol für unsere Schweiz galt und nun Kalt gemacht wird.

Ich habe die Musikwelle gemocht und gerne gehört, mochte die Musik (Kein Amischrott) und fühlte mich damit als EIDGENOSSE, eifach Volkstümlich.

Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie einfach Schweizerische Sender mit "Volkstümlichen" karaktern wegrationalisiert werden (und die Empfangsmöglichkeit verschlechtert), ohne dass das Volk aufbegehrt. Oder fehlt es den "Volkstümlichen" einfach an der richtigen Organisation? Eine Inniative villeicht? Beromünster - Schweizer Radio?
Würde mich für die Unterschriftensammlung anerbieten.

Es ist schade dass nur noch für die breite Masse gespielt wird und so versucht wird Geld zu machen und unseren Ursprung bald vergessen wird.

Persönlich: Als kleiner Junge fand ich es toll, Beromünster mit einem einfachen Stück Draht, einem Kopfhörer und einer Diode zu empfangen und so war dies auch für mich der erste Kontakt mit dem Medium Radio. Im Berghaus und auf der Alp spielte das gute alte Röhrenradio die Klänge unserer Heimat. Und in der Privatfliegerei Dudelte Beromünster aus dem Funk, zu der traumhaften Bergkulisse die richtige Musik. (Heute dröhnt nur noch der Motor) Weiter diente Beromünster und weitere, noch für die Privatfliegerei zur Mitelwellennavigation.

Beromünster, Sottens, Mte Ceneri, Savièse und Musigwelle 531 wir brauchen Euch.


@Martyn136 und Faro:
Nebenbei bemerkt, ich werde schon auch alt. Mich aber, mit 24 Jahren gleich als Senior zu betiteln, trifft mich schon einwenig hart.

Grüsse,
Ein (in Tränen aufgelösten) Eidgenosse der Schweiz

von Forsti - am 27.06.2009 11:02
Ich wäre dafür DRS2 und DRS4 News zu einem Sender zu fusionieren, dann könnte man einerseits Kosten einsparten und würde andererseits eine komplette Frequenzkette freibekommen.

Einige Frequenzen davon könnte man dann für Private Programmanbieter verwenden, und einige für die DRS Musikwelle.

von Martyn136 - am 27.06.2009 18:23
Nur so am Rande, du hast schon ne Ahnung, worüber du so schreibst?
Zumindest im UKW-Bereich würde durch solch eine Zusammenlegung eben mal überhaupt nichts frei, da DRS 4 News nirgends über UKW verbreitet wird. Dafür wäre immerhin der eigentliche Sinn von DRS 4 News dahin, nämlich ein reines Wort- und Infoprogramm zu verbreiten. Oh Mann...

von Wrzlbrnft - am 27.06.2009 19:08
Es wäre vor allem sinnlos, einen Kultur- und Klassiksender mit einem Nachrichtensender zusammenzulegen.

von Japhi - am 27.06.2009 20:36
Sag das mal Ö1. DRS 2 ist auch nicht so ganz informationsfrei, im Gegenteil...

von Wrzlbrnft - am 27.06.2009 22:18
Ö 1 ist um Galaxien besser als die meisten deutschen Kultur- und Klassiksender. Die bringen das sehr gut unter einen Hut: Tiefgründige Information in allen Facetten, Features, Satire, Hörspiele, Kommentare, Interviews und dazu Musik aus allen Bereichen der sog. "E-Musik" inkl. Jazz. Mit FM4 hat man einen Popkultursender erster Garde. Ö3 ist das Popprogramm und zumindest Radio Salzburg ist ein gutes Landesprogramm mit Unterhaltungsmusik und Volksmusik/Volkskultur. Der ORF ist hier also sehr gut aufgestellt mit Radioprogrammen. Das würde man sich mancherorts in Deutschland (gell, ihr armen Sachsen) so wünschen.



von Peter Schwarz - am 27.06.2009 22:43
@Forsti
Zitat

Mich aber, mit 24 Jahren gleich als Senior zu betiteln, trifft mich schon einwenig hart.

Also ich mag mich nicht erinnern, Dich so bezeichnet zu haben. Aber wenn Du derart interpretierst, kommen mir echt Zweifel an Deinen 24 Lenzen :eek:

Ich habe die "Alten" klar in Anführungszeichen gesetzt, weil implizit dauernd - auch von der SRG - diese Musikwellenhörer als "Alte" abgestempelt wurden/werden. Und genau diese "Alten" aus den 20 bis 100 Jährigen haben der SRG gezwungenermassen den DAB-Karren etwas in Schwung versetzt, weil die SRG in Beromünster den Stecker gezogen hat (Man komme jetzt nicht mit dem Strahlungsgrenzwert, diese Lüge wurde hier schon genug behandelt ---> Suchfunktion!).

Im Übrigen stimme ich Deinen Ausführungen vollumfänglich zu. Du musst nur einen Unterschied zwischen den Alten und den "Alten" machen! Da liegen Welten dazwischen :cool:

(Anführungs- und Schlusszeichen bedeuten etwa das selbe wie "sogenannt" und relativieren damit den Begriff. ;) )

von audion - am 28.06.2009 00:52
Das mit DRS4 News und den FM Frequenzen war natürlich Schmarrn, war etwas neben mir.

Aber richtig ist das DRS2 jetzt nicht soviele Hörer hat, als das man da nicht was besseres mit der Frequenz anfangen könnte, deswegen denke ich das da sowas in der Richtung DRS4 News vermutlich mehr Hörer finden würde als DRS2.

von Martyn136 - am 28.06.2009 01:04
Zitat

Aber richtig ist das DRS2 jetzt nicht soviele Hörer hat, als das man da nicht was besseres mit der Frequenz anfangen könnte,


DRS 2 hat europaweit als Klassik und Kultursender im Vergleich zum Ausland die höchsten Einschaltquoten. Also hat DRS 2 seine Berechtigung auf UKW.

von radiohead - am 28.06.2009 05:34
Zitat

DRS 2 hat europaweit als Klassik und Kultursender im Vergleich zum Ausland die höchsten Einschaltquoten. Also hat DRS 2 seine Berechtigung auf UKW.

Das tönt reichlich absolutistisch ;) . Ich kann mir vorstellen, dass es noch andere Kriterien gibt und man müsste vorerst auch noch prüfen, inwiefern das stimmt.

Letztlich kann jede Gruppe ihr Programm als irgendeinen "Rekordhalter" zurechtbiegen und damit eine "UKW-Berechtigung" proklamieren. :cool:

von audion - am 28.06.2009 07:09
Korrekt. Und niedrige Hörerzahlen sollen auch noch nicht unbedingt die Existenz eines Hörfunkprogramms auf UKW rechtfertigen. Nach diesen Kriterien müssten z.B. auch die ganzen freien Radios sofort eingestellt werden.

von Wrzlbrnft - am 28.06.2009 07:11
Ö1 hat ebenfalls gute Zahlen...und Radio 4 NL und BBC3&4...ganz im Gegensatz zu vielen der deutschen Kultur- und Klassikprogramme, die gerade an der Meßbarkeitsschwelle rumkrebsen. Ob dies jetzt an den unterschiedlichen Erhebungsmodalitäten liegt, an Inhalten und VErmarktung der Programme oder an Hörgewohnheiten, das sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall wäre es besser, in Deutschland einige dieser Wellen zusammenzulegen und wenige vernünftige daraus zu machen. Jetzt sind wir schon relativ weit off-topic, im Titel des Threads taucht ja noch nichtmal DRS2 auf...


von Peter Schwarz - am 28.06.2009 15:19
Zitat
Peter Schwarz
Auf jeden Fall wäre es besser, in Deutschland einige dieser Wellen zusammenzulegen und wenige vernünftige daraus zu machen. Jetzt sind wir schon relativ weit off-topic, im Titel des Threads taucht ja noch nichtmal DRS2 auf...
In Deutschland gibt es ja zusätzlich zu den Landeskulturprogrammen wie Bayern 2, MDR Figaro, Kulturwelle RBB, NDR Kultur, ... noch das bundesweite Deutschlandradio Kultur. Das ist jetzt wirklich genug Kultur.

Zur Qualität der deutschen Kultursender kann ich genauso sagen wie zu DRS2 weil ich diese Sender nicht höre und auch niemanden kenne der sie hört.

Radio dient ja meist entweder der Unterhaltung, vorallem nebenbei, oder dort wo kein Internet verfügbar ist auch der Information.

Deswegen sind in Deutschland auch Programme wie Bayern 5, MDR Info, Inforadio RBB, NDR Info, ... erfolgreicher als Programme wie Bayern 2, MDR Figaro, Kulturwelle RBB, NDR Kultur, ...

In der Schweiz dürfte es wohl ähnlich sein, ich könnte mir da auch vorstellen das DRS4 News auf FM mehr Hörer finden würde als DRS2. Um die Kultur nicht ganz zu streichen könnte man dann ja in einem gemeinsamen Sender einzelne Kultursendungen bringen.

von Martyn136 - am 28.06.2009 16:57
Nein, also da muss ich wiedersprechen. Eine Kulturwelle muss schon sein. Die SRG könnte statt der Großsender für die Sprachtauschprogramme ihre DIgital-Programme on air bringen:
Auf 99.9 Musigwälle
Auf 107.8 DRS 4 News
Auf 106.2 Swiss Jazz oder Swiss Pop
beispielsweise...


von Peter Schwarz - am 28.06.2009 20:34
Zitat
Peter Schwarz
Die SRG könnte statt der Großsender für die Sprachtauschprogramme ihre DIgital-Programme on air bringen:
Auf 99.9 Musigwälle
Auf 107.8 DRS 4 News
Auf 106.2 Swiss Jazz oder Swiss Pop


Was soll denn das? Und wozu haben wir denn hierzulande DAB?

Es waere wohl am vernueftigsten, wenn die SRG dazu angehalten wuerde, die beiden UKW Frequenzketten fuer RSR La Première und RTSI Rete Uno zu versteigern. Beide Programme sind ja bereits gesamtschweizerisch via DAB empfangbar. Die zwei meistbietenden privaten Veranstalter haetten somit die Moeglichkeit, ueberregional auf UKW zu gehen, was auch wieder Geld in die Kasse spuelen wuerde.

Wie ich mir das vorstellen koennte, habe ich bereits vor etwas mehr als einem Jahr hier ausgefuehrt.


von digiradio.ch - am 28.06.2009 20:52
Zitat
-faro-
Im Übrigen stimme ich Deinen Ausführungen vollumfänglich zu. Du musst nur einen Unterschied zwischen den Alten und den "Alten" machen! Da liegen Welten dazwischen :cool:
(Anführungs- und Schlusszeichen bedeuten etwa das selbe wie "sogenannt" und relativieren damit den Begriff. ;) )


@Faro:
Okee, geht klar ;-)
Aber Beromünster vermiss ich trotzdem. Vor genau Sechs Monaten sass ich Fassungslos da, und es hies, "Sit Mitternacht sändet DRSMusikwälle nümme über Mittelwelle.........."

von Forsti - am 28.06.2009 22:54
@Forsti
Zitat

Aber Beromünster vermisse ich trotzdem. Vor genau sechs Monaten sass ich fassungslos da, und es hiess, "Sit Mitternacht sändet DRSMusikwälle nümme über Mittelwelle.........."

Eben, es geht mir genau gleich. :cheers:

von audion - am 29.06.2009 08:05
Zitat
-faro
Eben, es geht mir genau gleich. :cheers:


Wann stürmen wir Beromünster und machen unser Piratenradio "Schwitzer Mittelwälle"?
Der Dudelsender vom Alpenland.

Mich würde es Wunder nehmen, ob die Umliegenden ehemals "Beromünster-Leidenden" überhaupt wieder Probleme hätten? (unruhigen Schlaf, Kopfschmerzen, Kühe die Rahm abgeben, usw.
Als Studie wäre das doch ganz was tolles. Einfach einmal wieder einschalten.

von Forsti - am 29.06.2009 10:14
Zitat

Die zwei meistbietenden privaten Veranstalter haetten somit die Moeglichkeit, ueberregional auf UKW zu gehen, was auch wieder Geld in die Kasse spuelen wuerde.

In welche Abzockerkasse ?? Sicher nicht in diejenige der SRG, das wäre dann doch der Hammer, dass die SRG für abgebene Stör/Sperrfrequenzen noch von den Privaten bezahlt werden müsste. :mad: :mad: :mad:

von audion - am 29.06.2009 19:50
Da ich nicht weiss, wohin das Thema passt, schreib ich es mal hier rein.

Wird bei DRS VIRUS über die DAB-Ausstrahlung schon gespart?

Seit heute gibt es nämlich die lässige Slide-Show (Wetterkarten, Live-Webcam, diverse Logos, Fotos der Moderatoren etc.) nicht mehr...

Es wird wie bei den restlichen SRG-Sendern nur noch dieses Logo ausgestrahlt:



Schade....

von radiohead - am 19.08.2009 19:00
und kaum hab ich das geschrieben geht die Slide-Show wieder...

hääääääää?


Ah ich weiss warum, es war grad 21:00 Uhr und bis dahin war normalerweise die Webcam in Betrieb also von 17:00 - 21:00 Uhr.

Also ist vielleicht nur die Webcam defekt und man hat auf das "Notlogo" umgeschalten...



von radiohead - am 19.08.2009 19:02
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