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SMC DAB+ Ensemble

Startbeitrag von Rabbit76 am 29.07.2009 16:11

Nach der Homepage von Lifechannel, sieht es danach aus als ob das DAB + Esemble mit mehr als 2 KW Leistung senden wird. Seht ihr das auch so?

DAB + Empfang

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: DAB+ Esemble "Wenn´s am 15 Oktober los geht"

Zitat

Digitalradio DAB+ geht in der Schweiz auf Sendung

Es ist geschafft: Die neue Digitalradio DAB+-Senderkette wird Realität – schon im Herbst, wahrscheinlich am 15. Oktober 2009, wird die erste Teiletappe in den Großräumen Zürich, Bern, Basel mit rund 600 000 Haushalten auf Sendung gehen, danach folgen ab dem 1. Quartal 2010 die Innerschweiz, die Region Winterthur und die Region Mittelland Bern-Baselland-Olten-Aarau, anschliessend ab dem 4. Quartal 2010 die Ostschweiz und ab 2011 werden die restlichen Gebiete der Deutschschweiz erschlossen.

Als erste Programme erwartet Rolf Schurter, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Swissmediacast, die 8 durch das BAKOM konzessionierten Radiostationen:
- Radiolab
- Radio for Youngsters
- Swiss Mountain Holiday Radio
- SoundCity
- Radio Eviva
- Radio.ch
- RadioJay
- djradio DELUXE

Bereits als sicher gelten dazu die folgenden Programme:
- Radio Top Two
- ERF mit dem Life Channel
- 5 SRG Programme (müssen noch festgelegt werden)

radio.ch startet über Digitalradio
radio.ch, das DAB+-Projekt der Zürichsee Medien AG, wird voraussichtlich Mitte November 2009 auf Sendung gehen. "Da es derzeit jedoch noch sehr viele Fragezeichen gibt, haben wir entschieden, aus Kostengründen vorerst mit einem reinen Musikprogramm zu starten", so Radio Zürisee Chefredaktor Tony Immer gegenüber der radioWOCHE.

djradio begräbt vorerst Pläne für das Digitalradio
"Wir tendieren eher kein Radioprogramm auf DABplus zu verbreiten. Die hohen Kosten, welche die Verbreitung über diese Technology verursachen, lassen sich durch Werbung nicht refinanzieren am Markt", sagte DJ Radio Geschäftsführer Egon Blatter gegenüber radioWOCHE.CH. Blatter weiter: "Bei der ursprünglichen Planung waren wir davon ausgegangen, dass wir eine UKW-Frequenz erhalten. Leider, hat das BAKOM bei der UKW Konzessionsvergabe die neuen Radios stark berücksichtigt, welche keine Verbreitung über DABplus anstreben. Grundsätzlich entstehen auf DABplus von bestehenden Veranstaltern Programme, welche zu wenig innovativ und jung sind. Bei DJ Radio sehen wir den Erfolg von DABplus dadurch gefährdet. Die jungen Radioveranstalter können bei diesen hohen Kosten nicht mitmachen. Den Zutritt zum Markt wird ihnen damit verwehrt". Abschließend sagte Blatter: "Wir warten den Rekursentscheid von Energy Züri ab. Falls das BAKOM hier Energy gegenüber anderen bevorzugt, werden wir uns definitiv aus dem DAB Markt zurückziehen".

Life Channel ist zum Start dabei
Allerdings mehren sich nunmehr Spekulationen wonach nicht alle lizenzierten Radioprogramme auf Sendung gehen werden. Einzig der Life Channel des ERF hat seinen Digitalradio Sendestart schon bestätigt. Dank einer grosszügigen Einzelspende sind die zusätzlichen Kosten bereits für drei Jahre gesichert.

[radioWOCHE]


Micht nimmt wunder welche 5 SRG-Programme es sein werden? Die Chance, dass Couleur 3 doch noch in der Deutschschweiz aufgeschaltet wird ist ja somit enorm hoch oder?

von radiohead - am 05.08.2009 08:22

Re: DAB+ Esemble "Wenn´s am 15 Oktober los geht"

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Sollte denn nicht auch WRS auf das neue Paket kommen?


Urspruenglich war stets die Rede davon, DRS 4 News und WRS ins neue Paket zu nehmen. Doch WRS wird ja nun bereits ins erste Ensemble kommen, wenn RSR La Première und Rete Uno auf DAB+ migriert werden. Das hat zumindest den Vorteil, dass wir WRS bereits ab Jahresbeginn 2010 gesamtschweizerisch via Digitalradio hoeren koennen.

Trotz allem Aerger ueber die geplanten Doppelausstrahlungen von DRS 4 News und Radio Swiss Classic: Option Musique, c'est la bonne nouvelle!

Das neue Paket nimmt nun also allmaehlich Formen an. Spaetestens am Donnerstag duerften dann wohl weitere Details bekannt werden.

Heute schon faellt auf, dass nicht wenige der neuen Programme auf ein "tendenziell erwachsenes Publikum" zielen (Top Two, Eviva, Radio.ch und jetzt eben auch Option Musique). Und die bereits im Kabel etablierten Sender werden wohl bald damit beginnen, ihre Fangemeinde fuer DAB+ zu begeistern. Addiert man die installierte Basis der Musikwelle Hoerer sowie die anspruechsvolle Hoererschaft von Swiss Jazz und Swiss Classic hinzu, kommt man in der Zielgruppe 40+ ploetzlich auf ein beachtliches Hoererpotential! Eigentlich muessten jetzt gerade jene Anbieter aufhorchen, welche eben diese Zielgruppe ansprechen wollen.

Ich hoffe einfach, dass bei allem Gedudel, welches dieses neue Ensemble ebenfalls mit sich bringen wird, auch ein paar spannende "Programme mit Charakter und Profil" dabei sein werden.


von digiradio.ch - am 24.08.2009 21:47

Re: DAB+ Esemble "Wenn´s am 15 Oktober los geht"

Zitat
Rabbit76
Ist es nun klar nach dem Radioday wann das dab+ ensemble ab uetliberg zu empfangen ist und welche Programme darauf starten?


Der offizielle Start werde am 15. Oktober erfolgen. Diesbezueglich gab's fuer einmal keine Widersprueche; saemtliche Referenten erwaehnten dieses Datum. Lokale Tests wuerden ab 15. September durchgefuehrt.

Was die teilnehmenden Programme anbelangt, wurden anlaesslich der offiziellen Praesentationen lediglich folgende Namen genannt:

- radio.ch [das Projekt von Radio Zürisee / Start jedoch erst ab November]
- SwissMountainHolidayRadio
- DRS4News

In den Gaengen war zudem zu erfahren, dass folgende Veranstalter einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet haetten:

- Top Two
- Life Channel
- Radio Eviva

DJradio Deluxe hat anlaesslich einer Praesentation bestaetigt, dass mit einem Start bis auf weiteres zugewartet wird. Ein entsprechender Entscheid stehe in direktem Zusammenhang damit, ob ENERGY ebenfalls auf DAB+ loslegen werde - oder eben nicht.

Alles in allem eine recht schwache Ausbeute! Man hatte den Eindruck, dass die verschiedenen Akteure in der ganzen Zeit kaum bis gar nie miteinander gesprochen haben. Dass der Spardruck gross ist und demzufolge ueberall mit voll angezogener Handbremse operiert werden muss, ist auch fuer mich angesichts der momentanen Wirtschaftslage voellig nachvollziehbar und verstaendlich. Doch fragt man sich allgemein schon, ob gewisse Veranstalter nicht besser gaenzlich die Finger von entsprechenden Projekten lassen wuerden!

Mein Fazit:
Mit einem Programm-Mix, wie er sich heute praesentiert, ist bestimmt kein Blumentopf zu gewinnen! Abgesehen von Radio Eviva und LifeChannel spricht kaum jemand neue Hoerersegmente an. Vielmehr herrscht die Devise "keine Konkurrenz zum eigenen Programm" (O-Ton Tony Immer von Radio Zürisee). Die Roadmap bez. Endausbau von radio.ch ist von daher wohl nichts mehr als ein Haufen Makulatur.

Weitere Schlussfolgerungen folgen bei anderer Gelegenheit...




von digiradio.ch - am 27.08.2009 19:09

Re: DAB+ Esemble "Wenn´s am 15 Oktober los geht"

Zitat

Ist es nun klar nach dem Radioday wann das dab+ ensemble ab uetliberg zu empfangen ist und welche Programme darauf starten?

Also, gesprochen wurde immer vom 15. Okt. und die Tests ab dem 15. Sept.

Gesendet wird am Anfang ab 3 Standorten (Zürich / Bern / Basel).
Im Jahre 2010 kommen weitere Gebiete dazu. Im Februar 2011 sollte der Ausbau abgeschlossen sein.

Zu den Programmen:

Sicher ist bei den Privaten nur:

- Top two
- Lifechannel

diese beiden sind bereits eingerichtet und sind sendebereit.

2 weitere sind in den Startlöchern:

- Radio.ch
- Swissmountain Holiday Radio
(die Router von Cisco sind anscheinend noch nicht eingetroffen.)

ersteres ist wie bekannt: Radio Zürisee, jedoch aus Spargründen vorerst nur als Harddisk-Abspielprogramm mit Nachrichten von Radio Zürisee. (red. Budget Fr. 100'000.- !). Bei Vollprogramm nachher das 4-fache!

Das zweite setzt sich zusammen aus Privat-Radios aus 10 Kantonen, welche jeweils eigene Programmteile dazu beisteuern. Da sind z.B. dabei: Radio Central / Radio Rottu / Radio Neo1 aus dem Emmental/Entlebuch / Radio Berner Oberland / Radio Freiburg, 2 aus dem Bündnerland. Die Nachrichten würde man gerne von DRS4 übernehmen, ist aber noch offen. Budget Fr. 400'000.-

Nachdem sich kurz vorher Herr Blatter vom DAB+ Ensemble verabschiedet hatte, angeblich aus Kostengründen. Wenn ich seine Interpretation richtig verstanden habe, möchte er vorerst nicht eigenes (schwer) verdientes Geld in eine etwas unsichere Sache investieren. Er will mal sehen, wie die DAB+ Sache anläuft, wie es mit den DAB+ Empfängern aussieht und ob diese auch in die serienmässigen Autos kommen werden. Angeblich soll er aber 5 Sponsoren gehabt haben, welche eine Zusage erteilt haben. Habe die Sache nicht so ganz verstanden, ob diese jetzt sich wieder zurückgezogen haben oder er diese Gelder für sein Internet-Radio verwendet. Interessant war noch seine Argumentation betr. NRJ und eine UKW-Frequenz. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, würde er, wenn NRJ auf DAB+ kommen würde sich wieder überlegen mitzumachen.

Die SRG kommt mit 4 Programmen, einzig ReteTre ist wegen der Konzession in der Deutschweiz, noch ein offenes Problem, das gelöst werden muss.

WRS kommt ins 12C Ensemble. Dort gibt es wie bekannt einige Rochaden nach DAB+.





von drahtlos - am 27.08.2009 20:11

Re: DAB+ Esemble "Wenn´s am 15 Oktober los geht"

Hier nun die Links zu den Praesentationen vom RadioDay:

http://www.radioday.ch/2009/docs/radio.ch.pdf

http://www.radioday.ch/2009/docs/20090827_Praesentation_SwissMountainHolidayRadio_Radioday.pdf

Der Ansatz von SwissMountainHolidayRadio ist noch ganz interessant, will man doch das "Bergradio ins Tal" bringen. Da sich gleich sieben beteiligte Sender die Kosten teilen koennen und diese Veranstalter auch noch einen grossen Stock an Content beisteuern koennen, stehen die Erfolgchancen fuer dieses Projekt gar nicht mal so schlecht. Jedenfalls lastet darauf nicht ein so enormer Erfolgsdruck, da die Lasten doch recht gut verteilt sind.

Beim Projekt von Radio Zürisee (radio.ch) frage ich mich noch immer, ob das denn nun wirklich das Programm ist, auf welches die Schweiz gewartet hat. Ob Startphase oder Endausbau - wirklich ueberzeugend klingt das fuer mich jedenfalls nicht.

Wie schon so oft gesagt: Am bis dato bekannt gewordenen Programm Mix fehlt mir irgendwie die Vielfalt. Radio Eviva, LifeChannel und der Open Broadcast Channel werden das Angebot gewiss bereichern. Wird auch Radio 32 Goldies ins Boot steigen, fuehlen sich bestimmt noch weitere Hoerer angesprochen. Wuenschswert waere schliesslich, wenn auch ein "Erwachsenen Sender", ein Programm mit "Rock Format" und eines im Stil von Radio Tropic den Weg ins Ensemble finden wuerden.


von digiradio.ch - am 03.09.2009 15:12

Re: DAB+ Esemble "Wenn´s am 15 Oktober los geht"

Also, es geht ja nicht nur ums Einschalten, da steckt doch ein wenig mehr dahinter.... ist ja nicht einfach UKW!

- es müssen Datenleitungen geordert werden - die Swisscom hat auch so seine Lieferfristen (Stand Radioday: 2 Modems vorhanden!)
- alle Teilnehmer müssen die Verträge unterschrieben haben - gar nicht mal so selbstverständlich (insbesondere, wenn noch nicht alle Teilnehmer feststehen... )
- vermutlich muss sogar vorher etwas Geld eingezahlt werden - wer macht das schon gerne, insbesondere bei so hohen Beträgen und unbekannter Zukunft...
- das Ensemble muss konfiguriert werden - es ist weitaus schwieriger, wenn verschiedene Teilnehmer daran beteiligt sind (ist auch in der Schweiz Neuland!)
- der Standortausbau muss auch noch überall vollendet sein - die Antennen sind meist das kleinste Problem
- wenn es mal läuft ist immer alles einfacher - vielleicht sind die im Moment nicht mal untereinander einig, wer mit welcher Datenrate senden soll

usw. usw. usw.

Ich denke Verträge und Geld sind vermutlich die Hauptprobleme, er recht wenn dann doch noch kurzfristig NRJ ins Ensemble reinrutschen sollte...
Ich denke auch beim Swiss Mountain Radioverbund brauchts Zeit, bis dort alle Betreiber unter Dach und Fach sind

Also genug Gründe - sich noch etwas in Geduld zu üben - da warte ich lieber ein wenig bis alles fertig ist, damit es kein Provisorium wird

FAZIT: man kann nicht loslegen, bevor alle Beteiligten bekannt sind!

@radiohead
na, das Bild sprengt aber den Rahmen schon ein wenig...

von drahtlos - am 17.09.2009 12:19

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Zitat
radiohead
Zitat

am 14. Oktober werden wir zum ersten mal das private Ensemble auf 7D empfangen können.


Wieso bist du dir da so sicher? Offiziell (ich meine jetzt da vor allem die SRG) wurde immer noch nirgendwo erwähnt, dass am 15. Oktober das DAB+ Ensemble auf 7D startet.

Vor etwas mehr als einer Woche schrieb mir Radio Eviva, dass es in den nächsten Tagen bereits zu einem Testbetrieb kommen wird. Von Energy bekommt man gar keine Antwort, aber da wundert mich bei dieser miesen Geschäftsleitung sowieso nichts mehr.

Tja, irgendwie hab ich das Gefühl, dass das DAB+ Ensemble auf sehr wackligen Beinen steht. Weil wenn Energy keine UKW-Frequenz mehr hat, werden sie vermutlich auch nicht mehr über DAB+ senden wollen. Also sind es gerade mal noch 3 Private, die über DAB senden wollen.

Naja....


Ich habe die Information vom SRG-Technikverantwortlichen bekommen, dass ja eben am 14. Oktober die Pressekonferenz der Swissmediacast stattfinden wird und deshalb auch der Uetliberg eingeschaltet wird. Die weiteren Senderstandorte folgen am Tag darauf, am 15. - mit Ausnahme des Bachtels, der wohl erst im Dezember eingeschaltet wird. Von Oliver Flückiger und von Sascha Wanner (beide bei Energy) weiss ich definitiv, dass Energy zum Start des DAB+ Ensembles trotz bzw. wegen allem unwiderruflich dabei sein wird.
Definitiv dabei sind von den Privaten nun: Energy, Life Channel, Radio Top Two, Radio Eviva, Radio Zürisee und Open Broadcast werden nun also zum 14./15. Okktober auf Sendung sein, das wurde mir auch von der SRG-Technik (die nun federführend ist für die Ausstrahlung) bestätigt; es werden also 11 Programme auf dem Ensemble auf 7D auf Sendung gehen Mitte Oktober.

von dxbruelhart - am 22.09.2009 22:23

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Zitat
-faro-
Aber für Regionales wären/sind nach BR-Vorgaben ohnehin die Privaten zuständig. Die SRG grast hier wieder einmal ungestraft und mit Steuergeldern in fremdem Gebiet.

@faro:
Na das sind aber wieder ganz sonderbare Theorien. Wo hast Du denn diese Thesen wieder her?

Die Regionaljournale gibt es seit 1978. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch weit und breit kein Lokalradio in der Schweiz. Schawinski startete gut ein Jahr spaeter mit Radio 24 vom Pizzo Groppera. Die ersten Lokalradios gingen schliesslich im November 1983 auf Sendung.

Wenn dem wirklich so waere, dass es tatsaechlich eine "Vorgabe" des Bundesrates geben wuerde, waere die Schliessung der Regis ja wohl laengst beschlossene Sache. Aber wenn ich mich so an diese Zeit zurueck erinnere, zeigte sich die hiesige "Radiowelt" damals ohnehin noch ganz anders:

Erstens waren es primaer die Kreise des "politisch eher rechten Spektrums", welche sich gegen das Aufkommen dieser "freien" Radios wehrten. Man(n) fuerchtete sich wohl damals zu sehr davor, das Wirken "autonom" agierender Radiojournalisten nicht mehr kontrollieren zu koennen.

Zweitens waren die damaligen Lokalradios ja noch ueberhaupt nicht in der Lage, ganze Regionen mit Informationen zu versorgen. Es gab naemlich zu dem Zeitpunkt noch keinen Leistungsauftrag fuer die Privatradios. Ausserdem war der Radius des Lokalradio Sendegebiets damals noch auf 20km beschraenkt.


Zitat
sedes
auch der BR selber sendet mit Bayern 1 regionale Programme

Wusste gar nicht, dass unser Bundesrat im Ausland ein Radio betreibt :D


von digiradio.ch - am 25.09.2009 15:57

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

http://www.a-z.ch/news/vermischtes/energy-schub-fuer-das-digitale-radio-3593270

Zitat

Energy-Schub für das digitale Radio
Quelle: PD
Mit privaten Programmen soll DAB in der Schweiz in Schwung kommen. Auf das Digitalradio setzt auch Energy Zürich. Für den Zürcher Lokalsender geht es dabei ums Überleben.


Martin Uebelhart

Am 15. Oktober geht in der Schweiz die zweite DAB-Programmpalette auf Sendung. Mit von der Partie ist Energy Zürich. Der Sender interessierte sich nicht erst seit dem drohenden Verlust der Konzession für die Technologie. «Energy Zürich war schon früher bei neuen Technologien an vorderster Front dabei», sagt Energy-Geschäftsführer Dani Büchi gegenüber a-z.ch. «Wir wollten ohnehin über DAB senden. Jetzt hat das für uns eine andere Bedeutung erhalten: Es wird von einem Innovationsprojekt zu einem Überlebensprojekt.» Zwingend für den Sender ist beim Wechsel auf DAB allerdings eine Übergangslösung auf UKW. Mit der alleinigen Ausstrahlung via digitales Radio hätte die Station keine Überlebenschance, so Büchi.

Für eine UKW-Lösung seien aber noch einige Hindernisse aus dem Weg zu schaffen. Erste Gespräche in der Woche seit dem Konzessionsentscheid des Bundesverwaltungsgerichts zeigten positive Signale, sagt Büchi. Doch es brauche das Wohlwollen verschiedener Parteien, unter anderen auch Mitbewerber, die zum Teil andere Interessen hätten.

Wann Energy Zürich - eine UKW-Zwischenlösung vorausgesetzt - gleich viele Hörerinnen und Hörer über DAB erreicht wie heute über UKW lässt sich laut Büchi nur schwer voraussagen. «Wir hoffen auf eine Initialzündung im DAB-Bereich.» Büchi ist überzeugt davon, dass die neue Programmpalette mit Energy Zürich und weiteren privaten Radioprogrammen dem digitalen Radio in der Schweiz Schub verleihen wird. Er kann sich sogar vorstellen, dass ein Erfolg von DAB in der Schweiz europaweite Konsequenzen haben könnte. Etwa in Deutschland, wo derzeit in Sachen digitales Radio eher eine abwartende Haltung vorherrscht.

SRG ist froh um Private

Einen Schub für das Digitalradio erwartet mit den neuen Programmen auch Ernst Werder, Produktmanager Digitalradio bei Schweizer Radio DRS: «Es ist die Chance, DAB in der Schweiz zum Fliegen zu bringen.» Die SRG sei froh, dass nun auch private Stationen über DAB senden würden.


Neue Programme


Gemäss Informationen der Swissmediacast, der Betreiberin der zweiten Programmpalette in der Deutschschweiz, werden am 15. Oktober folgende Programme über DAB+ zu hören sein:

Energy Zürich
Radio Top Two
LifeChannel / ERF Schweiz
Radio Eviva
DRS 4 News
Radio Swiss Classic
Option Musique
RSI 3 - Rete Tre

Die Programme sind zunächst in den Grossräumen Zürich, Bern und Basel empfangbar. Das Netz wird laufend ausgebaut. Ab dem ersten Quartal 2010 werden die Zentralschweiz, die Region Winterthur und die Region Mittelland Bern-Baselland-Olten-Aarau, anschliessend ab dem vierten Quartal 2010 die Ostschweiz und ab 2011 die restlichen Gebiete der Deutschschweiz erschlossen.

Die Technologie fristete bis jetzt in der Schweiz eher ein Schattendasein. Vor rund zehn Jahren eingeführt, versorgte DAB zunächst einen Korridor entlang der A1 von St. Gallen nach Genf. Der Fokus lag beim mobilen Empfang. Allerdings kosteten die wenigen damals verfügbaren DAB-fähigen Autoradios mehrere tausend Franken. «Praktisch niemand hörte zu», sagt Werder.

Mit Blick auf Grossbritannien, wo DAB sehr erfolgreich ist, beschloss die SRG Mitte des laufenden Jahrzehnts, das Digitalradio vorwärts zu bringen und auch den Empfang mit portablen Geräten zu verbessern. Heute können rund 90 Prozent der Bevölkerung die SRG-Radio-Programme digital empfangen.

Ende 2006 gab es gerade einmal 25 000 digitale Radios in der Schweiz. Heute sind es rund 330 000 - im Vergleich zu rund 9 bis 10 Millionen analogen Radiogeräten. Allein im ersten Halbjahr 2009 habe der Handel 100'000 abgesetzt, sagt Werder. Dabei dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass die Verbreitung der DRS Musikwelle über Mittelwelle Ende 2008 eingestellt worden ist.

Mehr Informationen zu DAB: www.digitalradio.ch, www.digiradio.ch

Quelle: a-z.ch News


http://www.kleinreport.ch/meld.phtml?id=53364

Zitat

Archiv - Donnerstag, 24. September 2009 zurück
«Energy hat Potenzial für DAB-Hype»
Des einen Freud, des andern Leid: Wenn das Zürcher Lokalradio Energy Ende Jahr den UKW-Sender abschalten muss, wittern jene Radiomacher, die auf die neue Verbreitungstechnologie DAB setzen, Morgenluft.

So hofft etwa Egon Blatter, Chef des Internetsenders DJ Radio, dass Energy notgedrungenermassen sein Programm künftig auf DAB ausstrahlen muss. «Energy hat das Potenzial, einen DAB-Hype in der Schweiz auszulösen», sagte Blatter am Donnerstag auf Anfrage des Klein Reports. Als Inhaber einer DAB-Konzession hat Blatter ein Interesse, dass die neue Technologie in der Schweiz möglichst rasch populär wird. «Wenn Energy auf DAB kommt, werde ich in Erwägung ziehen, auch DJ Radio auf DAB zu bringen», erklärte er.

Blatter ist ein gebranntes Kind. Er verlor durch ein juristisches Hickhack die UKW-Konzession für das Zürcher Jugendradio an Radio 105. «Das ist ein komplettes Gaga-Radio», wettert Egon Blatter, angesprochen auf den erfolgreichen UKW-Start von Giuseppe Scagliones Radio 105. Die Musik töne genau gleich wie das vorgängige Programm auf Kabel, so der CEO von DJ Radio. Doch Blatter gibt nicht auf: «Es gibt in acht Jahren bei der nächsten Vergabe der UKW-Konzessionen neue Chancen», meint er kämpferisch. Er sei in Gesprächen mit verschiedenen Exponenten der Medienbranche und offen für neue Projekte.

Nachdem Blatter die UKW-Konzession für das Jugendradio verloren hatte, machte er finanziell schwierige Zeiten durch. Jetzt sei er geschäftlich aber wieder gut unterwegs. «Ich geniesse es, derzeit ausserhalb der Medienbranche unternehmerisch tätig zu sein», erklärte Blatter gegenüber dem Klein Report. Die Website seines Internetsenders DJ Radio wird derzeit überarbeitet. Der Web-Stream auf www.djradio.ch ist daher zeitweise unterbrochen.




von radiohead - am 25.09.2009 19:24

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

@Martyn136

Wenn ich das schon höre: Apple.... endlich haben die es geschafft, überhaupt einen UKW-Empfänger in eines ihrer Geräte zu integrieren - nicht mal mit HD - was dafür jetzt Microsoft mit dem Zune-HD denen vormacht. Apple ist für mich höchstens von der Bedienung und vom Aussehen her ein Trendsetter, aber eher weniger von der Ausstattung, zumindest was die ultraportablen Geräte betrifft. Da liegt Apple immer eine Generation hintendran, vermutlich aber mit Absicht und schlauer Voraussicht weil man weiss, wie man alles 2x verkaufen kann, während die besser ausgerüstete Konkurrenz es nur 1x verkauft.

Bei Nokia weiss man, dass die nur im allerschlimmsten Szenario DAB einsetzen würden, z.B. wenn DVB-H "verboten" würde;-). Daher ist auch von dort keine freiwillige Unterstützung von DAB zu erwarten.

TomTom und Garmin sind ja nicht effektiv im Broadcast-Bereich tätig. Da blieben noch die anderen, Archos denke ich, wird DMB und damit auch DAB mit plus bringen, wenn Frankreich mit ihren 300 Programm-Anwärtern für DMB-A(R) auf Sendung gehen wird.

Samsung und LG haben beide DMB-Geräte im Regal (Korea-Version). Leider sind die hier nicht zu gebrauchen. Daher bleiben wohl zurzeit aus Korea nur iRiver und Cowon die Renner. Navis gibt es in Korea aber zu hundertausenden mit DMB im Einsatz, auch Handys mit DMB gibt es dort. Total etwa 8 Millionen Geräte. Nur was will ein Hersteller mit vielleicht 1 Million Geräte auf der übrigen Welt, wenn im eigenen Land die 8-fache Menge abgesetzt werden konnte. Hoffen wir mal auf Australien und Frankreich.

Die Schweiz kann mit der DAB+ Alleinstellung in Europa zurzeit nichts bewirken. Deutschland wäre mit Sicherheit notwendig gewesen.

Im übrigen sind ja noch die Engländer da, welche ja glücklicherweise bereits heute DAB+ Chipsets einsetzen. Die Verkaufszahlen sind ja schon sehr hoch und gehen in die Millionen, die können im Moment den Markt gut in Schwung halten.

aufgepasst, wir werden hier mit dieser Hersteller-Diskussion ein wenig OffTopic


von drahtlos - am 26.09.2009 10:40

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Zitat

drahtlos: Bei den 3,55 kW weiss ich auch nicht, ob das die Sendeleistung am TX ist oder die abgestrahlte Leistung an der Antenne.


Das ist im kommerziellen Bereich - also auch hier - immer die ERP (effective radiated power), also die "scheinbar abgestrahlte Rundleistung, betrachtet aus einer Vorzugsempfangsrichtung".

(Bei Funkamateuren gibt man demgegenüber die Senderausgangsleistung an, weil die Keule der "Bastler"-Antenne meist unbekannt/"undefiniert" ist ;) , dafür nennt man jeweils den Antennentyp)

[Grobe Schätzung ohne Berücksichtigung von Kabelverlusten] Auf dem Uetliberg steht ein 1 kW Sender. Das Antennensystem verliert 3 dBd wegen Rundstrahlung, gewinnt aber wieder etwa 6 dBd wegen vertikaler Bündelung. Gibt also ca 3 dBd "Gewinn" in der flachen Rundstrahlrichtung --> 1 kW --> 3.55 kW [/Schätzung]

(Damit Missverständnisse ausbleiben: Wenn der TX 1 kW liefert, strahlt jede Antenne insgesamt natürlich auch 1 kW ab. Sonst würde entweder Wärme entstehen oder man hätte ein Perpetuum Mobile. Durch Bündelung können gewisse Richtungen bevorzugt werden, auf Kosten anderer Richtungen. So kann eine Bündelung in einer Keule einen 1 kW TX z. B. als 5 kW Rundstrahler "vortäuschen")

Zitat

Heinz Lindenmann: Hoffe der Uetliberg ist am 07.10.2009, wirklich auf Sendung.


Das hoffen hier viele ;) Notfalls könnte es der 8. sein :(

von audion - am 05.10.2009 14:58

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

@Rabbit76
Ziegelbrücke liegt nicht im Osten??? Ok, zugegeben eher Südosten, trotzdem immer noch Osten. Dafür profitiert Ziegelbrücke von Reflektionen aus den Bergen, ein DAB Vorteil, wie wir alle wissen.

Ich meine Winterthur hatte immer schon ein wenig Probleme mit Programmen vom Uetliberg. Ob Sichtverbindung nach Winterthur besteht bin ich auch nicht so sicher. Bei Rolf geht es auch in die Region Schaffhausen. Wallisellen hat ja das Problem des Zürichberges, das war früher schon bei den Radiodays so. Wallisellen hätte ja eher etwas mit Norden zu tun, da klappt es ja - zumindest in grösserer Entfernung - wo die Hügel in der Umgebung nicht so viel Einfluss haben. Es kann ja noch sein, dass man mit den Antennen noch testet. Ich denke auch, dass 7D noch zeitweise abgeschaltet wird um alles zu optimieren. Die sind vermutlich auch erschrocken, wie weit es tatsächlich gehen kann. Ich meine die Versorgungskarten bei Lifechannel waren in Richtung Nordosten ziemlich weiss - habe ich das falsch verstanden?

Rete tre:
ich glaube auch, dass es mit Rete tre noch ein Problem betr. der Lizenz gibt. Zumindest hat dies Hr. Werder an der CE-Messe gesagt. Man wird es vermutlich schon richten.

@alle
Bereits mehrere Stationen haben über den DAB+ Sendebeginn berichtet. Gehört habe ich es bei Eviva (oder war es Central?). Bei Lifechannel war es ja selbstverständlich, die sind im Grunde genommen die grossen Promoter der ganzen Sache gewesen (Netzkarten usw.). Ich meine sogar bei Energy bereits davon gehört zu haben. Bei Radio Basel habe ich noch nie eine Stimme gehört, bin leicht enttäuscht - ok, es ist ein Testbetrieb des Netzes.

Es gibt übrigens eine interessante neue DAB-Kampagne bei der SRG. Man kann einen "berühmten" Künstler zu sich nach Hause gewinnen. Je nach Region einen Deutschweizer oder Westschweizer oder Tessiner. (ist wohl das Fernsehen mit dabei?)



von drahtlos - am 10.10.2009 10:41

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

diese Mail habe ich von SMC bezüglich empfang in Uzwil bekommen:

Der Uetliberg weist - entgegen Ihrer Annahme - ein Rundstrahldiagramm auf. Grundsätzlich wird also in alle Richtung in etwa dieselbe Leistung abgestrahlt. Infolge der Konstruktion der Sendeantennen sind in der Praxis zwar in einigen Richtungen kleine Abschwächungen vorhanden; diese wirken sich jedoch auf den Empfang nicht aus.

Es ist technisch nicht geplant, dass der Uetliberg in Uzwil empfangen werden kann. Das DAB+ Sendernetz ist ein Gleichwellennetz: alle Sender strahlen auf der gleichen Frequenz aus. Um Eigeninterferenzstörungen zu vermeiden, dürfen einzelne Sender nicht allzu weit empfangbar sein. Sonst überschreiten die Signale der einzelnen Sender die Bedingung des "Time Gap Interval". Uzwil liegt eindeutig ausserhalb des Empfangsgebiets.

Das Time Gap Intervall ist die maximal erlaubte Zeitdifferenz, mit der die Signale aus verschiedenen Richtungen (von verschiedenen Sendern oder von Reflektionen) an einem Empfangsort eintreffen dürfen. Wird dieses Time Gap Intervall überschritten, dann kann das Empfangsgerät die Zeitdifferenzen nicht mehr ausgleichen; es ergeben sich Empfangsstörungen. Ziel der technischen Planung eines DAB-Sendernetzes ist nun, in einem inneren Bereich möglichst viel Energie von verschiedenen Sendern zu kombinieren, in einem äusseren Bereich aber keine Energie mehr zu haben, um diese Interferenzen zu vermeiden.


Das ist sicher nicht das wahre:( In Wallisellen habe ich mit meinem iriver b20 schon viele unterbrüche... auch mit dem pure one mini, das selbe. Wenn ich mich bewege.

von Rabbit76 - am 13.10.2009 18:47

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Apropos SwissMediaCast. Zuerst hört man gar nichts, homepage inexistent und dann die etwas gar vom hohen ross der neuen digitalen welt herab gemachten vergleiche zwischen UKW und digitaler verbreitung.
http://www.swissmediacast.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=55&Itemid=73
Die wagemutige behauptung erinnert stark an die zu anfangszeiten von der SRG vekauften DAB in CD qualität, dazu passt noch der text von der homepage von SMC:


Mich ärgern die dropouts bei schlechtem empfang, dann lieber ein verrauschtes UKW signal, dass stört mich weniger. OK Eine verbesserung gegenüber dem katastrophalen blubbern bei DAB ist da.

Ihre hörprobe würde ich doch gerne einmal mit einem guten HIFI tuner mit UKW direktempfang (sorry nicht CC) und einem entsprechendem DAB/DAB+ empfänger nachvollziehen.

Da wäre ich mal gespannt wie sich die 256kB datenrate auf UKW gegenüber den DAB+/DAB datenraten von 64...96kB AAC gegenüber den 128/164 MPEG1/L2 schlagen würde (bei DRS 2 zum bsp.)

Übrigens kein wort über den testbetrieb auf der homepage, bin nur gespannt ob am 15. dann Chrischona und Bantiger online gehen werden.
Und als laie muss man sich selber herauslesen, dass für den empfang ihres Muxes zwingend ein DAB+ empfänger notwendig ist. Das zwischen den zeilen herauslesen ist nicht jedermans ding. Für mich schon fast information auf bauernfänger niveau!
Oder sehe ich das zu eng? (verärgert über den katatrophalen hörvergleich auf ihrer homepage?)

von offair - am 14.10.2009 21:26

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Bin nach einer Abendtour im Breisgau mittlerweile wieder daheim und konnte nun auch 7D wieder einlesen (nach einigen wilden Kopfhörerkabelschwenkungen auf der Dreirosenbrücke ist nun auch 12A aus der Romandie wieder in meinem Cowon drin :spos: ). Demnach höre ich Energy Zürich also grade tatsächlich "nur" über die Eggfluh. (grade gab's noch einen "Energy Zürich kämpft"-Jingle :D :D :D )

Das Signal ist jetzt in Basel auf jeden Fall deutlich stärker als noch am Mittag, ich habe jetzt nur noch wenige Aussetzer. Auch in meiner nach Eggfluh völlig abgeschotteten Wohnung kommt das DAB+-Ensemble noch recht stark. Da freue ich mich ja schon richtig auf Samstag (auf welchen auch immer :D).

Auf meiner kleinen Reise nach Müllheim habe ich auf 12A+C noch Bahn-DX betrieben (alter Silberling-Wagen - nicht abgeschottet): 12C verstummt spätestens nach Rheinweiler, hingegen bleibt 12A noch etwa bis irgendwo Höhe Bad Bellingen ein guter, wenn auch von Aussetzern geprägter Begleiter. Auch am Bahnhof Müllheim konnte ich das Romandie-Ensemble stellenweise noch auffangen.
Während an diesen Stellen die herkömmlichen DAB-Signale nur mit ordentlichem Blubbern zu empfangen sind, konnte ich das Echo der Zeit auf DRS 1+ ;) störungsfrei empfangen. Wo aber nicht mal mehr Blubbern und Zwitschern zu hören war, gab's dann auch kein DAB+ mehr, so meine Beobachtungen.

Mir gefällt's jedenfalls, dass in meinem Cowon D2 jetzt schon hübsche 37 DAB-Sender eingespeichert sind. :)


P.S.: Im Trubel heute Nachmittag bin ich euch übrigens noch die Bitrate von "DRS 1+" auf 12A schuldig geblieben: 32 kbps

von Wrzlbrnft - am 15.10.2009 19:11

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Zitat
dxbruelhart
Zu HD-Radio: Angeblich soll es nun eine neue Technik geben, die das Nachbarkanalrauschen unterdrückt, die also die sehr störende Belegung von 4 Nachbarfrequenzen unterdrückt, sodass die Nachbarn wieder frei bleiben, und Programme, die sich auf diesen Frequenzen befinden, wieder empfangen werden können. Dies hörte Heinz Lindenmann so am HD-Radio Tag. Digiradio.ch, kannst Du das auch so bestätigen?
Kann man jetzt in der Region Zug/Luzern wieder auf 87,9 SWR1 und auf 88,2 DRS1 empfangen?

@dxbruehlhart:
Ehrlich gesagt, war ich waehrend den technischen Praesentationen - und es waren nicht wenige - nicht gerade sehr aufmerksam. Denke, L.E. von RadioTrend koennte Dir bestimmt mehr dazu sagen. Der HD Radio Feldversuch dauert ja noch bis Ende 2009 an. Ruoss wird keine Verlaengerung des Feldversuchs mehr beantragen. Bis dahin kann eigentlich noch fleissig getestet werden. Mit meinem DEGEN DE1103 hoere ich hier in LU jedenfalls auf 87.9MHz nur Sunshine und auf 88.2MHz gar nichts. Allerdings bin ich ja auch nicht unbedingt der leidenschaftliche DXer :rolleyes:

Zitat
dxbruelhart
Fréderic Dru sagte aber eben leider auf dem Radioday, dass ihm die jährlichen Kosten auf dem Swissmediacast-Ensemble zu teuer seien; er braucht also wirklich nochmals einen Investor, der ihm die Auffahrt auf dieses Ensemble ermöglicht.

Eigentlich koennte sich ja die Zürisee Medien AG das Investment fuer radio.ch sparen und stattdessen ein Joint Venture mit Frédéric Dru gruenden, welches dann eben Radio Tropic auf DAB+ bringt. Waere jedenfalls viel erfolgsversprechender, als dieses halbherzige Engagement mit radio.ch.


von digiradio.ch - am 16.10.2009 19:17

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Zitat
dxbruelhart
Radio Zürisee hat nun die Flinte ins Korn geworfen in Sachen DAB, sie wollen bis auf weiteres nicht senden auf dem DAB+ Ensemble

Mir waere am liebsten, wenn die ihre DAB+ Konzession fuer radio.ch gleich zurueckgeben wuerden, wodurch dann auch jeglicher Anspruch an Kapazitaet auf dem 2. Layer verfallen wuerde. Solange diese konzessionierten Veranstalter ihre Option lediglich halten, ohne wirklich auf Sendung zu gehen, bleibt wertvolle Kapazitaet ganz einfach blockiert. Und solange nicht klar ist, ueber welche Kapazitaeten tatsaechlich noch verfuegt werden kann, ist SwissMediaCast wohl oder uebel genoetigt, mit angelegten Handschellen zu verhandeln.

Es gaebe Anbieter, die wuerden liebend gerne mehr Kapazitaet nutzen, als man ihnen heute zugesteht (beispielsweise wuerde Open Broadcast gerne 128kbps statt bloss 64kbps nutzen).

Open Broadcast lud uebrigens heute Abend zu einer ersten Praesentation ihres Projekts ins "Studio 54" an der Utengasse 15 in Basel. Echt spannend, dieses Projekt. Dahinter stecken hoch-intelligente Leute, welche in ihrer Experimentierfreude kaum zu bremsen sind und schon seit laengerer Zeit dabei sind, ein weltweites Netzwerk bestehend aus Contents und kreativen Koepfen aufzuziehen. Ich freue mich sehr auf den eigentlichen Start dieses Projekts.

Noch zwei, drei Infos fuer technisch interessierte: Focus liegt zuerst auf DAB+. Ab Januar soll ein Livestream hinzukommen, wobei man auch hier den Anspruch hat, mit mehr als bloss 128kbps online zu gehen. Ausserdem beabsichtigt man, zur Bekanntmachung des Programms ab Januar waehrend eines Monats auch auf UKW zu senden. Ferner ist angedacht, die DAB+ Plattform auch fuer Datendienste zu nutzen.

Naechste Praeso am Di, 10.11. / 21h in Zürich (Kunstraum Walcheturm).


von digiradio.ch - am 09.11.2009 23:00

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Zitat

Auf den Sonntag hat SwissMountainHolidayRadio überraschend angekündigt, via DAB+ auf Sendung zu gehen. Ist der Sendestart geglückt, nutzen nun acht private und vier SRG-Programme das DAB-Netz der Swiss Media Cast (SMC). SwissMountainHolidayRadio ist eines der konzessionierten DAB-Radios. Es besteht aus sechs privaten «Mutterradios» von zehn Kantonen der Berg- und Randregionen. «Unser Ziel ist, die Bevölkerung im Mittelland in die Berge zu holen», erklärte der Gesellschaftsvertreter Christian Stärkle am Freitag gegenüber dem Klein Report.

Derzeit wird ein reines Musikprogramm gesendet. Es besteht aus einem hohen Anteil Schweizer Musik gekoppelt mit Rock- und Pop-Klassikern. Stärkle hofft, dass die Technik im Studio der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur bald so weit ist, um die Nachrichten von «Radio Grischa» und andere Berichte der Kooperationspartner einzuspeisen. Die HTW hat am Samstag «den Letter of Intent» für die Kooperation unterzeichnet. «Geplant ist, dass wir im Januar mit den Wortbeiträgen starten können», so Stärkle. Es sei auch denkbar, dass talentierte HTW-Studenten eigene Sendungen moderieren.

Sobald die Werbeeinahmen stimmen, wird SwissMountainHolidayRadio professionelle Moderatorinnen und Moderatoren anstellen. Dies dürfte noch eine Weile dauern. Schweiz Tourismus hat als wichtiger Sponsor die finanzielle Unterstützung auf das Jahr 2011 verschoben. «Das Problem war, dass derzeit fast keine DAB-Geräte mit Farbdisplay im Umlauf sind», erklärte Christian Stärkle. Dies sei aber wichtig, da Schweiz Tourismus analog zu den iPhone-Applikationen Bilder der Wetterkameras und andere multimediale Inhalte auf die DAB-Geräte spielen möchte. Die Medienkonvergenz soll beim Projekt generell gefördert werden.

SwissMountainHolidayRadio wird zu gleichen Teilen getragen von Radio Berner Oberland, Radio Engiadina, Radio Grischa und Radio Rottu Oberwallis. Zusätzliche Kooperationen sind mit Radio Emme und Radio Fribourg vorgesehen.


Quelle: http://www.kleinreport.ch/meld.phtml?id=54021

von radiohead - am 16.11.2009 05:05

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Zitat

Fünf von acht DAB-Konzessionen sind ungenutzt ausgelaufen

Der Sonntag war für die Anhänger des digitalen Radiostandards
DAB+ ein wichtiger Tag. Dann nämlich erloschen die
DAB-Konzessionen jener Konzessions-Inhaber, die bis dann noch
nicht auf Sendung gingen. Dies war gemäss Recherchen des
Klein Reports bei den geplanten Projekten Radio for Youngsters -
RFY von Energy Zürich, Djradio Deluxe von Egon Blatter und RadioJay
von Oliver Flückiger der Fall. Es kann zwar jeder auch später
noch via DAB senden, er hat dann aber keine Garantie auf eine
Verbreitung. Derzeit kann Swiss Media Cast (SMC), die für die
Verbreitung der Programme auf DAB+ zuständig ist, gemäss
eigenen Angaben noch mindestens 3 der 18 DAB-Kanäle vergeben.

Energy Zürich liess die Konzession von Radio for Youngsters
gezwungenermassen auslaufen. «Ob wir das Projekt ohne
Konzession lancieren, ist derzeit noch offen», sagte
Dani Büchi, Geschäftsführer von Energy Zürich, am Samstag
gegenüber dem Klein Report. «Da Ringier mit Energy Zürich
und dem Berner Radio BE1 bereits zwei Konzessionen hat,
können wir gar kein zusätzliches konzessioniertes Radio betreiben»,
so Büchi. Das Konzept von Radio for Youngsters sieht eine ganz
junge Zielgruppe im Alter von 10 bis 14 Jahren vor.
Das Programm soll massgeblich aktuelle Musik und viel dazugehörige
Information bieten. Es ist eine Einbettung in eine
Internetcommunity vorgesehen.

Egon Blatter, der bereits die UKW-Konzession für DJ Radio
an Radio 105 abgeben musste, liess seine DAB-Konzession
zähneknirschend auslaufen. Er hatte gehofft, dass Energy Zürich
nächstes Jahr in jedem Fall nicht mehr auf UKW sendet und die
ganze Hörerschaft auf DAB wechselt. Der Klein Report weiss:
Aus Sicht von Blatter sind Privatradioprogramme auf DAB+
betriebswirtschaftlich nicht zu finanzieren. Er will seine
Bedenken im Verwaltungsrat der Swiss Media Cast diskutieren.

Oliver Flückiger hat gegenwärtig kein Interesse mehr,
sein RadioJay auf DAB zu starten. Radio.ch und Sound City haben
bereits vorgängig dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom)
mitgeteilt, dass sie auf die Nutzung der DAB-Konzession
verzichten. Open Boradcast und «Eviva sind bereits auf DAB.
Swiss Mountain Holiday Radio hat auf den Sonntag den Sendestart
angekündigt. Damit sind fünf der acht DAB-Konzessionen
ausgelaufen.


Quelle: Klein Report

von radiohead - am 16.11.2009 08:20

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Ob nun Zürisee oder radio.ch - beim besten Willen kann ich in keinem dieser zwei Programme ein Format erkennen, welches "das Zeug zum Zugpferd" haette. Dennoch glaube ich, dass wohl die Aktionaere von SwissMediaCast frueher oder spaeter die Klausel fallen lassen, welche die "Parallelausstrahlung eines Hauptprogramms" explizit ausschliesst. Energy Zürich macht ja schon jetzt nichts anderes (wobei zwar gerade jetzt die Frage wieder aktueller denn je ist, ob denn der Sender ueberhaupt noch auf UKW bleiben kann). Faellt die selbst verordnete Klausel, so wird wohl Radio Basel umgehend das Hauptprogramm aufschalten. Mich persoenlich wuerde zudem nicht ueberraschen, wenn dann sogar Günter Heuberger sein Top Two einstellen und stattdessen Radio Top aufschalten wuerde.

Das finanzielle Polster der SwissMediaCast - wir sprechen ja hier immerhin von einem einbezahlten AK von 1 Mio. CHF - duerfte schon noch eine ganze Weile ausreichen. Wenn die Zahlen, die Günter Heuberger anlaesslich des RadioDays 2008 aufgezeigt hat, noch einigermassen stimmen, sprechen wir ja von CHF 50'000.-, die ein Veranstalter in der Startphase pro Jahr beisteuern muss. Bei den derzeit 11 Programmen, welche der Layer heute umfasst, kommt so doch immerhin etwas mehr als eine halbe Million in die Kasse. Zu befuerchten ist halt einfach, dass der Ausbau des Sendernetzes schleppender voran schreitet, wenn es bei dieser halben Million pro Jahr bleibt. Und schleppender Ausbau des Netzes bedeutet eben auch, dass der Tarif erst viel spaeter auf die angepeilten CHF 300'000.- pro Jahr und Veranstalter angehoben werden kann.

Mit dem christlichen Programm wird in den naechsten Monaten jedenfalls ein weiterer Veranstalter hinzu kommen. Um SwissMountainHolidayRadio ist tatsaechlich wieder sehr still geworden. Fragt sich schon, ob die nun den Vertrag unterzeichnet haben oder eben nicht. Auffallend ist uebrigens auch, dass Radio 32 nicht genannt wurde, als die Veranstalter publiziert wurden, welche ein konkretes Interesse an HD Radio bekundeten. Gut moeglich, dass die beim aktuellen Tarif doch wieder eher ein Interesse an DAB+ haben, um Radio 32 Goldies auch terrestrisch zu verbreiten.

Wie dem auch sei, bei der aktuellen Belegung sprechen wir somit von rund 6 freien Programmplaetzen. Bei derzeitigem Stand des Netzausbaus geht es hier also "bloss" um das Potential von weiteren CHF 300'000.-, die in einem Jahr generiert werden koennten.


von digiradio.ch - am 16.12.2009 23:39

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Die Radiowoche schreibt nun auch zum Sendestart von Radio Maria, Quelle ist da auch auch die kipa.
http://www.radiowoche.de/index.php?p=news&area=1&newsid=9098&name=radio-maria-deutschschweiz-steht-vor-sendebeginn

Radio Maria Deutschschweiz steht vor Sendebeginn

[Kipa] - Radio Maria Deutschschweiz hat seinen Probebetrieb aufgenommen. Das bestätigte Domherr Christoph Casetti, Informationsbeauftragter des Bistums Chur, am Mittwoch, 16. Juni, auf Anfrage. Getragen wird das Radio vom Verein "Radio Maria Deutschschweiz". Dieser zähle bisher noch wenige Mitglieder, so der Bistumssprecher. Radio Maria versteht sich als ein wirksames Instrument der Evangelisierung, um den Menschen von heute das Wort Gottes "klar, verständlich und mit grosser Liebe" nahezubringen. Sitz von Radio Maria Deutschschweiz ist in Adliswil ZH.


Man habe mit dem Start des Radios schnell handeln müssen, weil die Fristen für den Erhalt einer digitalen Konzession abliefen. Der Schweizer Verein sei von der "Weltfamilie Radio Maria" finanziell unterstützt worden, so Casetti. Hintergrund der Gründung sei die Absicht gewesen, dass das katholische Radio Horeb Deutschland sich in der Deutschschweiz niederlassen wollte. Dies sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich gewesen.
Radio Maria Deutschschweiz sendet

Die beiden katholischen Sender Radio Horeb und Radio Gloria seien darum im Verein Radio Maria zusammengezogen worden. Radio Maria benützt in seinem Probebetrieb laut Casetti Sendungen von Radio Gloria. Radio Gloria war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Bild: Plakat Radio Maria

Zum Programmangebot von Radio Maria gehören Gottesdienstübertragungen als "Herzstück des Programms", heisst es auf der Homepage von Radio Maria Österreich. Das kirchliche Stundengebet und der Rosenkranz sind weitere Programmeckpunkte. Weitere Sendungen betreffen die Lebenshilfe und Soziales Aspekte sowie die Nachrichten. Einen wesentlichen Auftrag sieht Radio Maria in der Glaubensverkündigung.
Seit April eingetragen

Der Verein wurde am 14. April als Non-Profit-Organisation für wohltätige Zwecke mit Sitz in Adliswil ZH in das Schweizer Handelsregister eingetragen. Er wurde gegründet, um über Radio und Presse regelmässig erscheinende Mitteilungen kultureller, ethischer und religiöser Natur zu verbreiten. Dies geschehe durch die Veröffentlichung von Druckschriften und durch die Übertragung verschiedener vom Verein selbst produzierter oder von Dritten erworbener Radioprogramme, welche insbesondere Informationsbeiträge über religiöse, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse enthalten.

Alle notwendigen Medien würden verwendet, um "die Botschaft des Evangeliums, die eine Botschaft der Freude und der Hoffnung für Familien und Kranke ist, gemäss dem Geist und der Lehre der Katholischen Kirche zu verbreiten, mit besonderem Augenmerk auf unter Armut leidende Menschen“, heisst es im Handelsregistereintrag.

Das neue Radio wird auf "DAB+" in der Deutschschweiz zu empfangen sein. Radio Maria stehe in keiner Verbindung mit dem umstrittenen "Radio Maryja Polen", das nicht Mitglied des Dachverbandes (World Family of Radio Maria) ist, heisst es bei Radio Maria Österreich.

(kipa/gs/ak)

Geschrieben von: Stephan Fischer am 17.06.2010

von dxbruelhart - am 17.06.2010 05:40

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Hallo Zusammen,

Ich habe mal den Mobilempfang vom SMC D 002 auf 7 D getestet.
Ich fuhr also in Haag auf die A 13 in Richtung St. Gallen. In Höhe Anschluss St. Margrethen
wurde das Ensemble eingelesen. Auf dem Rohrschacher Berg genau in Höhe des Parkplatzes
war das Signal kurz auf Vollanschlag. Ich befuhr dann ab Meggenhus die Strecke in Richtung
Kreuzlingen. Auf diesem Wege ist der Empfang noch nicht Beifahrertauglich. Pegel wird aber
zumeist angezeigt. In Kreuzlingen ist während der Stadtdurchfahrt in Richtung Konstanz kein
Signalpegel vorhanden. Wenn man über die Grenze nach Konstanz kommt ist dann der Pegel
wieder vorhanden. Durchgehendes Audio gibt es dann auf der Rheinbrücke.
Das Signal bleibt auf der Strecke in Richtung Radolfzell / Singen stabil mit Audio vorhanden.
Vor der Inbetriebnahme der Sendestation Winterthur gab es da noch kleinere Stellen ohne
Audio. Auf der A 81 in Richtung Stuttgart ist bis zur Anschlusstelle Tuningen, das liegt ca.
20 Km Südlich von Rottweil durchgehend Empfang mit Audio vorhanden.
Auf der Rückfahrt ebenso bis zur Schweizer Grenze Autobahn Kreuzlingen.
Dann habe Ich auf der A 7 / A1 von Kreuzlingen über Frauenfeld / Attikon nach St Gallen getestet.
Wenn man aus Richtung Kreuzingen den Ersten Tunnel verlässt kommt das 7 D Signal wieder
herein und geht schnell auf Vollanschlag. Beifahrertauglich mit ( von 2 Aussetzern an AS Wil ab-
gesehen ) durchgehendem Audio läuft`s dann bis St. Gallen Winkeln. In Höhe der Shopping-
Arena wird das Signal dann für Audio zu schwach.
Villeicht hätte die SMC mehr auf Molilempfang setzen sollen und statt in Winterthur auf dem
Säntis zuschalten sollen ? Das versorgte Gebiet wäre immens.
Jedenfalls hat das Einschalten des Senders in Winterthur den Beifahretauglichen Mobilempfang
in Richtung Ost auf der A1 von Matzingen bis St Gallen- Winkeln erweitert.
MfG Det.

von RADIO354 - am 20.06.2010 14:58

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Zitat
dxbruelhart
Die Swissmediacast lässt sehr wohl Programme das bestehende UKW-Programm über das DAB-Ensemble senden, sofern diese keine DAB-Konzession des Bakom haben, und auch jene Programme, deren DAB-Konzession des Bakom verfallen ist (z.B. Radio Zürisee). Weder Radio Energy noch Radio Basel haben eine DAB-Konzession des Bakom.
Nur die vom Bakom konzessionierten Programme dürfen nicht dasselbe Programm wie auf UKW über DAB senden.

Nicht ganz richtig! Die SwissMediaCast darf eigentlich grundsaetzlich fast alles auf den Layer nehmen. Einzige Einschraenkung des BAKOM: Konzessonierte UKW Programme, welche auch vom Gebuehrensplitting profitieren, duerfen ausschliesslich in deren konzessionierten Gebieten terrestrisch verbreitet werden. Soll heissen: Radio 1, Radio 24 oder Radio Sunshine duerften ohne weiteres auf den DAB+ Layer; Radio neo 1 oder Radio BeO eben nicht.

Von den urspruenglich fuer DAB+ konzessionierten Privatradios sind heute grademal deren drei auf dem Layer: Radio Eviva, Open Broadcast (konzessioniert als Radiolab) und SwissMountainHolidayRadio. Die anderen 5 Inhaber einer Konzession haben diese ungenutzt verstreichen lassen (DJ Radio DELUXE, Radio Zürisee mit radio.ch, RadioJay, Energy mit Radio for Youngsters, SoundCity). Radio Basel, LifeChannel, Top Two, Backstage Radio, Radio Inside und Radio Maria Deutschschweiz sind als "meldepflichtige Programme" auf dem Layer.

Was Radio Sunshine anspricht, ist die Vertragsklausel, welche sich die SwissMediaCast selber auferlegt hat. Diese sieht naemlich ausdruecklich vor, dass keine bereits auf UKW verbreiteten Programme auf deren DAB+ Layer kommen sollen. Energy Züri und Radio Basel halten sich offenbar nicht an diese Klausel. Gut moeglich, dass diesbezueglich eine Sondervereinbarung mit Energy Züri besteht, solange das rechtliche Gerangel um die UKW Konzession noch immer nicht ganz vom Tisch ist.

Mit dieser Vertragsklausel will die SwissMediaCast wohl sicherstellen, dass die Belegung etwas vielfaeltiger ausfaellt, was DAB+ an sich fuer die HoererInnen interessanter machen wuerde. Faellt diese Klausel, duerften sich wohl in Kuerze verschiedene bestehende Lokalradios auf die freien Kapazitaeten stuerzen und diese Plaetze mit ihrem bestehenden Hauptprogramm bestuecken (der Weg des geringsten Widerstands eben). Dies waere wohl fuer die wenigsten HoererInnen ein Gewinn.


von digiradio.ch - am 29.06.2010 23:06

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Interessant, danke andimik!

Würde mich interessieren, was für ein Chipset da drin ist, DAB+ und HDTV über DVB-T ist nicht gerade alltäglich. Sogar UKW ist noch vorhanden - eine fast einmalige Kombination.

Mal schauen, wer in nächster Zeit für mich nach Australien fliegt...

Nachtrag:

kurz gegoogelt und schon jemanden in Deutschland gefunden, der so ein Teil in Australien gekauft hat.

Hier der Link zu einem Forum (natürlich ein Car-PC Forum - was sollte es anders sein - sind irgendwie die grössten Freaks, die ich kenne;-))

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Forum:

Zitat

DAB (Digitales Radio)
"26" Sender gefunden! Einige davon:

220.35 MHz, Qualität 100, Glasklar:
Digital Classix, Fantasy Bayern, Gong Mobil DAB, Deluxe Radio

222.06 MHz ......100, Glasklar:
BR Verkehr DAB+, Bayern 1 Süd, Bayern 2 Süd, Bayern 3, Bayern 1 Nord, B5

229.07 MHz ......100, Glasklar:
BR-Klassik, B5 Plus, Bayern Plus, on3-Radio, BR-Verkehr, Rock Antenne, Radio Galaxy

!Kein einziger Sender der kompletten DAB-Palette kommt UNTER 100 rein!
==================================================

Also das Ergebnis hat mich echt vom Hocker gehauen!

http://www.car-pc.info/phpBB2/viewtopic.php?t=26059

Und noch ein Forum in Australien entdeckt - interessant wegen DAB+:
http://www.mp3car.com/vbulletin/road-runner/140543-support-dabby-dvb-t-dab-usb-device.html

Nachtrag2:
Chipset samt Tuner habe ich inzwischen herausgefunden, also nicht mehr für mich suchen.
Nun schliesse ich mal das Thema in diesem Thread, weil wir jetzt doch langsam OT sind!?

von drahtlos - am 30.07.2010 11:56

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Hallo Radiofreunde,

Ich habe Heute Nachmittag hier in Gams den Microspot RA 318 an meine externe VHF Antenne
angeschlossen. Das hatte zur Folge Ich empfange auf diese Art und Weise stabil den Multiplex
auf Kanal 7 D selbst wenn das Radio per Netzteil mit Strom gespiesen wird.
Es werden 4 dieser Quadrate angezeigt und Signalerrorrate von 38 Prozent. Ich habe das Signal
mal per Auxleitung auf die Stereoanlage ( Dual DAB 102 ) gegeben.
Die VHF Antenne ist eine 4 Elementyagi, vertikal per Standfuss auf dem Ostbalkon in Richtung
Ost- Südost ausgerichtet. Ich werde den 10 db Lineverstärker ( Axing ) eventuell mal noch gegen
einen 30 db Verstärker ( auch Axing, mit identischem Aussehen ) austauschen und dann noch
einen 2- Fachverteiler dahintersetzen. Den Microspot mit einem Externen Antenneneingang
auszustatten ziehe Ich auch in erwägung.
Der Netzbetreiber hat hier http://www.swissmediacast.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=54&Itemid=74
Seine Darstellungen zum Netzausbau modifiziert und den Aktuellen Stand an den Heutigen realen
Netzausbau angepasst. Interessant die Darstellung der " Nächsten Etappe " leider stehen da
keine Zeitpläne dabei. Jedenfalls macht die SMC ganz schön " Dampf " und liegt wohl gut im Plan.
Ich habe da mal noch 2 Bildchen angehängt :




MfG Det.

von RADIO354 - am 06.08.2010 17:00

Re: DAB+ Ensemble "Wenn's am 15. Oktober los geht"

Ich stell mal wieder meine alt bekannt blöde Frage:

Wann kommt endlich Couleur 3 auf DAB+ in der Deutschschweiz?

Denken wir mal ein paar Jahre in die Zukunft. Ab Ende 2012 wird 12C fast komplett auf DAB+ umgestellt. Einzig DRS 4 News, DRS MW und vermutlich DRS 1 werden noch bis ca. 2015 parallel in DAB mit 56kbps ausgestrahlt.

Also ich mache mal eine Übersicht:

12C aktuell bis Ende 2012

DRS 1 alt 128kbps
DRS 2 alt 160kbps
DRS 3 alt 128kbps
DRS 4 alt 56kbps
DRS MW alt 128kbps
DRS Virus alt 128kbps
Pop alt 128kbps
Jazz alt 112kbps
Classic alt 128kbps
Rumantsch alt 56kbps
Rete Uno alt 32kbps
RSR-1ERE alt 32kbps
WRS alt 32kbps

Total 1248kbps

--------------------------------------

12C neu ab Ende 2012

DRS 1 neu 80kbps
DRS 2 neu 96kbps
DRS 3 neu 80 kbps
DRS 4 neu 72kbps
DRS MWneu 80kbps
DRS Virus neu 80kbps
Pop neu 80kbps
Jazz neu 80kbps
Classic neu 96kbps
Rumantsch 72kbps
Rete Uno 72kbps
RSR-1ERE 72kbps
WRS 64kbps

DRS 1 56kbps MP2
DRS 4 56kbps MP2
DRS MW 56kbps MP2

Total 1192kbps


Es sind also noch 56kbps frei auf 12C und auf 7D werden 1 x 96kbps für CH-Classic und 1 x 64kbps für DRS 4 News überflüssig. Was kommen dann von der SRG für Programme auf 7D ab Ende 2012 darauf? ;-)


von radiohead - am 17.08.2010 19:29
Zitat
Rabbit76
Also 1 Million Verbreitungskosten sind ja gewaltig übertrieben, da begreife ich viel Privatsender die das nicht bezahlen können.

Kosten kann man nicht "uebertreiben", sie entstehen nun mal. Ist bei den Printmedien nicht anders: Wer seine Tageszeitung national vermarkten will, muss nun mal mit viel groesseren Kosten fuer die Verteilung an die Verkaufsstellen resp. Zustellung an die Haushalte rechnen, als dies der Anbieter eines Lokalblatts tun muss. Strebt ein Programmveranstalter eine nationale oder eben bundesweite Verbreitung seines Programms an, ist er sich der Distributionskosten zum vornherein bewusst. Die Alternative waere ansonsten eine lokale Verbreitung in einem regionalen Mux. Gilt logischerweise fuer die Schweiz ebenso wie fuer Deutschland. Also, da gibt es nicht viel zu ueberlegen: Ist letztendlich bloss eine Frage von Strategie und Ausrichtung.

In der Schweiz haben wir derweil beim Digitalradio eine etwas andere Ausgangslage. Hier beginnt allmaehlich ein "Kampf um die letzten freien Plaetze" im nationalen Layer. Etablierte Privatradios, welche sich in den letzten knapp 30 Jahren zu respektablen Groessen mausern konnten, verfuegen heute ueber entsprechend grosse Kriegskassen. Die Anstrengungen der letzten Jahre zielten primaer darauf, moeglichst viele UKW Frequenzen zu belegen. Auch im Digitalradio wird es nun darum gehen, allfaelligen neuen Konkurrenten so wenig Terrain wie moeglich zu ueberlassen. Mit einer installierten Basis von > 500'000 Geraeten wurde hierzulande zudem bereits ein nicht mehr zu ignorierender Markt geschaffen.


von digiradio.ch - am 10.01.2011 09:39
Zitat
digiradio.ch
Nein, alles deutet darauf hin, dass die Hauptprogramme aufgeschaltet werden. Die Veranstalter wollen primaer ihr Hauptprogramm staerken. Die Klausel scheint endgueltig gefallen zu sein. Warum sonst sollte Radio Top mit einem zweiten Programm auf dem Layer in Erscheinung treten? Und warum Radio Central, das ja schon mit Eviva auf dem Layer ist?


Radio Central will auf das DAB-Ensmeble, weil ihr UKW-Sendegebiet durch die Frequenzumstellung am Etzel und andere missliche Frequenzen massiv beschnitten wurde. Die Stadt Zürich wurde früher optimal erreicht mit dem Etzel auf 101,8 - heute funkt Central auf 91,3 vom Etzel, auf 91,3 sendet aber auch DRS3 vom Sender Froburg, der ist in Zürich meist stärker als der Etzel. In der Stadt Zürich hat Radio Central aber sehr viele Hörer; daher will Central aufs DAB-Enemble von Swissmediacast, um das frühere Sendegebiet wieder richtig erreichen zu können.
Radio Top ist wohl auf den Geschmack gekommen, sie haben wohl jetzt festgestellt, wie viele Hörer Top2 auf dem DAB-Ensemble bereits gefunden hat; zudem versucht Radio Top bereits seit 11 Jahren, hier im Zürcher Oberland einen UKW-Sender aufzubauen und in Betrieb zu nehmen, was bislang aber nicht gelang (heute ist auch das UKW-Band viel zu voll) (Top hat aber wohl seit Ende 2005 einen Sender auf dem Feusisberg-Strickli, der wird aber eher stiefmütterlich behandelt, fällt öfters aus und wird nicht so schnell wieder in Betrieb genommen); so könnte Radio Top gewisse Gebiete, die sie nicht richtig auf UKW erreichen können, via DAB versorgen.

von dxbruelhart - am 15.01.2011 17:54
Heute Test mit dem SMC-Ensemble gemacht - und zwar im Zug vom Lötschberg-Basistunnel in Richtung Bern, Zürich - im Intercity-Doppelstockwagen, obere Etage.
Geräte waren ein iRiver B20 und ein Microspot 318. Bei beiden Geräten wurden die Teleskopantennen benutzt, zwischendurch mal ein Cowon D2 um mit dem B20 zu vergleichen. Ganz klarer Sieger war der Microspot 318, mit dem hatte ich praktisch nie einen Unterbruch, ausser im Bahnhof Bern und in den Tunnels. Empfangen wurde DRS4+ im SMC-Ensemble, teilweise zum Vergleich auch DRS4 vom SRG-Ensemble. Keine Chance hatte das B20, auch das D2 lag etwa in der gleichen Kategorie. Es ist erstaunlich, wie das Microspot aufspielte, praktisch 100% und das B20 hatte nur auf 10% der Strecke einen ungestörten Empfang. Für mich überraschend war, dass das SMC-Ensemble bereits kurz nach dem Lötschberg-Basistunnel mit dem RA-318 empfangen wurde.

Leider hat es auf der Strecke Bern-Zürich extrem viele (auch längere) Tunnels, so dass der Empfang etwas getrübt wurde. Bei kürzeren Tunnels (bis gegen 200m) funktionierte z.T. sogar das SMC-Ensemble, was mich überraschte. Da muss ein SMC-Sender in der Nähe gewesen sein. Ganz schlecht finde ich die Situation im Bahnhof Bern. In diesem Bahnhof stehen die meisten Züge relativ lange, bevor die Fahrt weitergeht, da oft auf Anschlusszüge gewartet wird und z.T. die Loks gewechselt werden müssen. Weil man hier selbst mit einem Microspot 318 (im Zug) nichts empfangen kann macht eigentlich eine Versorgung im Bahnhof mit Repeater für das SRG und das SMC-Ensemble unentbehrlich. Ich hoffe, das dauert nicht Jahre....

In ca. 2 Wochen wird es dann eine Fahrt nach Genf geben, wo zuerst die Empfangs-Situation in der Westschweiz getestet wird und später am Autosalon noch Informationen zu bekommen, welche Hersteller ab Werk lieferbare DAB(+) Autoradios anbieten werden.

Nachtrag: weiss jemand, wieviele km Tunnels es zwischen Bern und Zürich gibt - vielleicht mit den Tunnellängen? Ich habe im Internet leider nichts gefunden.

von drahtlos - am 18.02.2011 20:25
Ja, bezueglich Argovia ist davon auszugehen, dass die Aufschaltung noch in dieser Woche erfolgen wird (ich tippe mal auf Donnerstag). Allerdings glaube ich kaum, dass die vorgezogene Aufschaltung von Central etwas mit dessen "UKW Unterversorgung" im Raume ZH zu tun hat. Wenn dem wirklich so waere, haette man kaum bis zum 20. April warten muessen, sondern den Vertrag schon Ende des letzten Jahres unterschreiben und gleich auf Sendung gehen koennen. Ausserdem ist mir aufgefallen, dass der Moderator des Central Vorabendprogramms vom 20.4. jedenfalls noch nicht wusste, dass der geneigte Hoerer das Programm jetzt auch ausserhalb des Konzessionsgebietes auf terrestrischem Weg empfangen kann (er hatte da grad einen Hoerer aus Basel dran, welcher angab, er muesse fuer den Empfang des Programms jeweils auf eine Anhoehe steigen ;-) ). Als Betreiber von Eviva duerfte den Verantwortlichen des Senders wohl rasch einmal aufgefallen sein, dass einem Programm mit der blossen Praesenz im DAB+ Layer der SMC "fast schon automatisch" neue Hoerer beschert werden. Fuer die Hochrechnung der naechsten Hoererzahlen kann es da natuerlich zum Vorteil werden, wenn man einen guten Monat vor der Konkurrenz in Erscheinung tritt. Die Konkurrenz fuer ihren Teil macht eine andere Rechnung, indem sie eben so lange wie moeglich mit der Aufschaltung zuwartet. Schliesslich laesst sich mit jedem Monat ein 5-stelliger Betrag einsparen.

Allgemein gehe ich nicht davon aus, dass eines dieser "neuen" Programme seine Hoererschaft sehr aktiv auf die Praesenz im DAB+ Layer aufmerksam machen wird, schliesslich wimmelt es ja "dort" nur so von moeglichen Alternativen. Radio Basel und Energy machen's zuweilen heute schon so...


von digiradio.ch - am 26.04.2011 11:28
Zitat

Der Leiter von ERF Medien Schweiz, Hans-Peter Hugentobler (Pfäffikon), berichtete, dass DAB+ ein Erfolgsmodell in der Schweiz sei. Bisher seien rund 700.000 Geräte verkauft worden und damit verfügten 20 Prozent der Haushalte über DAB+. Der ERF bietet dort sein Programm Life Channel an. Noch in diesem Jahr plane man auch das Programm ERF Radio schrittweise aufzuschalten, so dass spätestens 2015 Hörer in ihrem Autoradio vom Gotthard bis Flensburg ERF empfangen können.

ERF Radio wird dieses Jahr ganz sicher nicht auf dem 2. Layer aufgeschaltet! Dazu muessten naemlich die zwei anderen Bewerber (Radio 24 + 105) deren Antraege wieder zurueck gezogen haben oder ein weiterer der bisherigen Veranstalter seine Segel streichen. Bei Radio 24 ist es durchaus denkbar, dass der Antrag vorlaeufig auf Eis gelegt wurde; bei 105 duerfte aber durchaus noch Interesse an einer baldigen Aufschaltung bestehen. Die Aussage von Hans-Peter Hugentobler interpretiere ich vielmehr so, dass mit einer „schrittweisen Aufschaltung“ die regionalen Layer gemeint sind. Es ist allerdings ziemlich unwahrscheinlich, dass der erste regionale Layer schon in diesem Jahr starten wird.

Ferner weiss ich, dass die Parallelausstrahlung von Swiss Classic und DRS 4 News zumindest in diesem Jahr noch nicht eingestellt wird. Daher mutmasse ich mal, dass Espace 2 wohl ganz einfach zusaetzlich in den SMC Layer genommen wird. Die erforderliche Kapazitaet wuerde schliesslich seit der Reduktion der Bandbreite von Radio Swiss Classic gerade noch ausreichen.


von digiradio.ch - am 04.05.2011 07:19
Um 13:40 Uhr war es soweit. Ohne Ansage - nichts - hörte Openbroadcast auf zu senden. Ein paar Sekunden später zeigte mein Empfänger ein ?-Zeichen vor dem Sendernamen an. Scheinbar versuchen sie aber immer noch über das Bakom noch etwas Preis-Druck auf den Betreiber SMC auszuüben. Eigentlich schade für einen Anbieter der eine echte Bakom Konzession hatte.

Im Openbroadcast-Blog wird nun gejammert, das DAB für sie nicht finanzierbar wäre. Die sollten aber bedenken, das inzwischen das SMC-Ensemble immer weiter ausgebaut wurde und somit auch die Kosten dadurch immer grösser werden. Es begann ja mal mit der Versorgung von 3 Städten und ende Jahr soll das SMC-Netz ausgebaut sein (ohne Rheintal, da der Sendestandort Pfänder ziemlich teuer sei). Ich hatte daher mal vorgeschlagen den Hohen Kasten als Ersatz zu nehmen, da soll es aber event. NIS-Probleme geben. Man nehme aber den Gedanken mal auf.

Im nächsten Jahr sind 6 regionale Ensembles geplant, somit könnten die kleineren Rundfunk-Veranstalter 1/2 bis 2/3 an Kosten sparen. Natürlich mit dem viel kleineren Sendegebiet und allenfalls ohne die Vorteile der mehreren verlinkten Sendestandorte.

Leider haben zurzeit noch keine der neuen Bewerber einen Vertrag unterschrieben, daher wird in den nächsten Tagen vermutlich noch kein Ersatz für Openbroadcast on Air gehen. Aber die entsprechenden Verträge könnten ja jeden Tag eintreffen;-).

Ich denke wenn die hören, was seit heute in Deutschland alles angekündigt wurde, werden die sich beeilen....

Noch etwas ist mir gestern oder vorgestern aufgefallen, Radio BeO sendet wirklich auch auf SMH-Programmplatz. Das habe ich bisher nicht bemerkt. Wer hat schon mal Radio Rottu oder Radio Freiburg gehört. Was ist eigentlich Radio neo? Bis jetzt konnte ich immer nur die Radio Grischa Nachrichten empfangen. Gerne hätte ich auch mal News/Infos und Musik aus anderen Regionen der Schweiz, für so etwas wurde dieser Programmplatz ja eingerichtet.

Zu den vielen heutigen guten DAB-News aus Deutschland gehört leider auch eine Negative:
Auch die Post wird vermutlich die höhern Kosten für die Erweiterung des Sendegebietes für das Backstageradio nicht mehr übernehmen, so dass dieses auch verschwinden könnte - finde ich schade. Wer hat einen guten Draht zur Post und ermuntert diese, doch die höheren Kosten zu übernehmen;-)

So, das war's wieder mal von mir mit einem längeren DAB Beitrag.

von drahtlos - am 05.05.2011 16:44
Freitag, 6. Mai 2011 Darum gehen nicht alle auf DAB+ zu hohe Kosten[/color]Drastische Stellenkürzung bei Radio 32 Goldies

Der personell ohnehin knapp besetzte Sparten-Radiosender Radio 32 Goldies streicht aus Spargründen Programm und Moderationsteam zusammen. Die aus Solothurn sendende Radiostation der AZ Medien Gruppe verzichtet ab Anfang September gänzlich auf die Tagesmoderation, nur abends werden in den sogenannten «Specials» weiterhin die bekannten Goldies-Stimmen zu hören sein. Der drastische Schritt wird nur wenige Wochen vor dem Senderjubiläum vollzogen, ging doch das über das Kabelnetz und das Internet empfangbare Musikprogramm erstmals am 24.
Oktober 2001 auf Sendung.

«Wir sparen 75 der bisher rund 150 Stellenprozente bei Goldies ein», bestätigte Radio-32-Geschäftsführer Thomas Denzel gegenüber dem Klein Report. Diese seien bisher auf ein mehrköpfiges Moderationsteam verteilt gewesen. Die 10-Prozent-Pensen von Sonja Spring, Doris Howald und André Hess würden allesamt gestrichen.
Hess bleibe aber Sendeablauf-Chef bei Radio 32 Goldies.
35 bis 40 Stellenprozente würden bei Christoph Stöckli wegfallen.

Grund für die Stellenkürzung sei der starke Kostendruck.
Rund 150 000 Franken kostet der Sendebetrieb, die mit den lokalen Werbemassnahmen - der Sender profitiert hier von einem Werbekombi mit dem erfolgreichen Muttersender Radio 32 - nur knapp gedeckt werden können. «Auf nationaler Ebene sind beim Kabel-Radiosender Goldies die Einnahmen gleich Null», so Denzel. Dies wiegt umso schwerer, da in den kommenden Monaten grosse Investitionen anstehen.
«Wir stellen auf eine neue Sende-Automatik um. Bei beiden Programmen wird die Technik erneuert, das bisherige Digimedia-System wird von DABIS abgelöst», so Geschäftsführer Thomas Denzel. Trotz des rigorosen Sparprogramms verspricht Denzel gegenüber dem Klein Report aber: «Am Musikprogramm wird nichts geändert.»

Das Programm von Radio 32 Goldies richtet sich an Oldies- Liebhaber und bietet Musik aus den 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahren sowie abendliche Spezialsendungen zu den Sparten Country, Schlager oder Volksmusik.


von Heinz Lindenmann - am 06.05.2011 05:19
So nun mal ein paar Antworten auf eure Kommentare:

@Stefan Heimers:
Es ist einfach lustig, wie man 700'000 Empfänger auf ein paar 1000 herunter dividieren kann.
Es gibt verschiedene Preisvergleiche für UKW und DAB, was der Betrieb der beiden Netze kostet. Von Fachleuten wird immer erwähnt, dass ein DAB-Betrieb für das einzelne Programm nur etwa 15-35 % gegenüber UKW kostet. Natürlich muss man die Reichweite berücksichtigen und den Simulcast-Betrieb ausklammern. Kleine Veranstalter bekommen ja ab nächstem Jahr die Gelegenheit der Regional-Ensembles mit etwa 1-5 Sendestandorte. Damit können die Verbreitungskosten dem Budget angepasst werden. Ich denke man ist dann so ab Fr. 60-80'000 dabei. Nebenbei habe ich dem SMC vorgeschlagen, auch mal die kanadische LINUX Version anzusehen, welche man inkl. Antenne, Filter, Klein-Leistungssender und aller Hard- und Software für ca. 3500¤ bekommen kann. Gerade für die regionale Verbreitung ein Quantensprung an Kosten. Natürlich nicht so professionell wie R&S oder Faktum. Wenn man sich das ganze noch durch 6-10 Programme teilt, wird es relativ günstig. Natürlich wird das ganze aufwendiger, wenn mehrere Sendestandorte sind und die Sendeleistung im kW-Bereich liegt. Die 3500¤ sind die allerunterste Grenze z.B. für ein Veranstaltungsradio, wie es z.B. der Autosalon 2011 in Genf war. Da sind natürlich keine Leitungsmieten, Stromkosten, Sendestandorte, Installationsarbeiten usw. inbegriffen.

@RADIO354:
Quellenangabe: Ein leitender Mitarbeiter von SMC, den ich etwa 3x in der Woche sehe, wobei nicht sehr oft über SMC gesprochen wird;-)
Der Säntis wird relativ schnell in Betrieb genommen, davon könnten doch einige im Rheintal profitieren. Ich bin sogar der Meinung, dass zusammen mit der Valzeina und mit etwas Antennenaufwand beim Empfänger auch ohne Pfänder das Rheintal vorerst gar nicht so schlecht bedient ist (auch ohne Rüthi-Bismer). Klar kommt es auf die Antenne und die Sendeleistung auf dem Säntis an, darüber herrscht aber noch eisernes Schweigen;-). Persönlich denke ich auch, dass es für eine gute Versorgung am Bodensee schon den Pfänder braucht. Ein hoher Standort wie den Säntis ist nicht unbedingt sehr für die Indoor-Versorgung geeignet, da die Distanz zu den potentiellen Hörern meistens relativ weit ist. Der NIS Einwand beim Hohen Kasten kam auch nicht von mir, sondern von SMC, aber es kam mir vor wie eine Schutzbehauptung...;-).

@woody1:
Vor 1-2 Jahren hat man in weiten Teilen Europas über die Deutschen gelacht, weil sie nichts zustandebrachten. Da gab es Ankündigungen - passiert sind aber eher Abschaltungen (ausgenommen Bayern). Knapp 30 Programme bald fast in der ganzen Deutschweiz, da kann zurzeit 80% von Deutschland nur träumen. Ich lasse mich wirklich überraschen was man dort bis am 1. Aug. bzw. 1. Okt. 2011 fertigbringt. Es würde mich nicht wundern, wenn wieder vieles nach hinten geschoben wird!

@alle:
Die Idee von SMC möglichst viele Programme ins Ensemble zu nehmen gefällt mir gar nicht, aber was will man machen. Ich kann nur hoffen, dass mit den Regional-Ensembles wieder ein wenig Platz frei wird für mehr Audio-Qualität. Wobei einzelne Programme sich mal selber überprüfen sollten und vielleicht Vergleiche mit anderen Programmen machen sollten. Optimod gehört nur sparsam angewendet, sonst haben wir dann wirklich holländische Verhältnisse.
Ich habe nicht geschrieben, dass das Backstage-Radio auf jedenfall abgestellt wird. Sollte es jedoch passieren, könnte 105 kommen, möchte die aber auch nicht, die haben sich lange genug gegen DAB ausgesprochen. Ich glaube es gibt auch "potentere" Interessenten für das SMC-Ensemble.

Ich bin immer noch enttäuscht, dass man nochmals ein Klassikprogramm aufnehmen will - Couleur 3 wäre die bessere Lösung - nur die anderen Programme haben vermutlich lieber Espace2;-). Ich möchte auch nicht noch ein weiteres religiöses Programm. Es war übrigens mal Rock-Antenne angefragt worden, welche ein gewisses Interesse gezeigt haben. Ich denke aber werbemässig ist die Schweiz für sie nicht interessant. Warum kann SMC nicht einen Kanal für Veranstaltungs-Radios frei halten (z.B. für OpenAir's oder StreetParade usw.). Wird vermutlich auch nichts..., weil auch die SMC finanziell über die Runde kommen möchte. Trotzdem meine ich - 16 Programme sind genug, sonst leidet die Qualität. Für Veranstaltungsradios würde ich aber kurzfristig auch mal ein Auge "zudrücken".


von drahtlos - am 09.05.2011 18:44
@ drahtlos

Danke für deine Beobachtungen mit dem DUAL DAB4


So und ich kann nun auch genaueres sagen über die seltsamen Unterbrüche mit dem DUAL Pocket DAB.

Mir ist jetzt nämlich aufgefallen, dass diese Unterbrüche erst nach einer gewissen Betriebszeit auftreten. Klingt jetzt vielleicht total komisch, ist aber so. Also das Radio hatte ich in meiner Hosentasche und wärmte sich in den nächsten 10 Minuten auf meine Körpertemperatur auf und ab da kamen dann auch auf einmal wieder diese dämlichen Unterbrüche beim DAB/DAB+ Empfang.

Ich weiss jetzt echt nicht mehr, ob es nun am korrupten DAB+ Signal liegt oder ob das Radio keine Temperaturen von über 30 Grad verträgt. Aber wenn dem so ist, wäre mir das ja schon längst aufgefallen, denn den Pocket DAB hab ich ja schliesslich nicht zum ersten Mal in der Hosentasche und das Radio ist ja nun schon seit rund einem Jahr in Betrieb und das ist mir wirklich noch nie aufgefallen.

Also ist es doch das DAB+ Signal, welches der DUAL auf einmal nicht verträgt? Ist ja schon seltsam genug, dass die DUAL Radiostation beim Senderwechsel auf irgendeinen SMC Sender die ersten 5 - 8 Sekunden nur abgehackt wiedergegeben werden. Das war vorher nie der Fall. Zum Vergleich: Beim Senderwechsel auf 12C im DAB+ gibt es auf WRS, RSR1 oder RETE UNO diese seltsamen Unterbrüche nicht.

Also da muss irgendwie seit Neuem ein fehlerhaftes Byte auf 7D übertragen werden, das anscheinend sämtliche DUAL Radios verwirrt.

Anders kann ich mir vorerst das Phänomen nicht erklären.

von radiohead - am 13.05.2011 21:37
@radiohead
Ich habe heute noch einmal mein Dual DAB4 getestet und zwar mit dem RA-318. Die Unterbruchsproblemematik scheint bei beiden Geräten zu bestehen. Nur, das RA318 hat nur ein Signal error von ca. 20, während das DAB4 so um die 60 anzeigt. Mit den 20 beim RA-318 gibt es keinen Unterbruch, bei den 60 vom DAB4 gibt es einen Unterbruch. Ob sich so etwas an anderen Orten wiederholen lässt kann ich nicht beurteilen. Die Signaleinbrüche könnten ja auch lokal bei mir z.B. durch Elektrogeräte entstehen. Ich werde das ganze noch ein wenig beobachten.

@digiradio.ch
Die Regional-Ensembles sind wirklich geplant, auch das Oberwallis. Es gibt dort Planungen mit 4 Standorten. Ich denke die SRG wird sich "vermutlich" mittels Miete daran beteiligen. Natürlich gibt es - denke ich mal;-) - noch keine unterschriebene Verträge. Graubünden ist aber ein ganz anderes Kaliber. Ich denke ein Regionaljournal ist doch dort gar nicht notwendig - oder täusche ich mich? Radio Rumantsch kann doch problemlos ein Regionaljournal senden - oder gibt es dort mehrere unterschiedliche Regionaljournale?

@alle
Wenn ich mir die SMC-Endausbaukarte ansehe ist rund um den Säntis ein relativ grosser weisser Fleck. Den müsste doch der (geplante?) Säntis problemlos "rot" einfärben können!

Schöne kalte Sophie!

Noch etwas "heisses":
SMC möchte TPEG realisieren. Ideen gibt es: Staumeldungen / Parkplatzangebot / Benzinpreise und ein paar Contents welche für TPEG Neuland darstellen dürfte. Als Empfänger wurde ein Becker (DAB+ !?) Gerät gesichtet, welches, wenn ich es richtig mitbekommen habe nicht von Becker selbst stammen sollte (gibt es dort eine Nachfolge- resp. Vertriebsfirma?).

von drahtlos - am 14.05.2011 18:40
Flash! vom Mittwochabend, 25. Mai 2011 KLEIN REPORT

Radio 24 erhält begehrten DAB+-Sendeplatz
Der Zürcher Sender Radio 24 ist demnächst in der ganzen Deutschschweiz über Digitalradio (DAB+) empfangbar. «Von Zürich nach Bern, von Luzern nach Basel, ins Bündnerland oder in die Ostschweiz - wer ab dem 1. August durch die Deutschschweiz reist, kann Radio 24 ohne Unterbruch hören», bestätigte Programmleiterin Karin Müller Informationen des Klein Reports. «Digitales Radio kann im Gegensatz zu UKW-Wellen auch in einer Tiefgarage, am See oder auf der Wanderung empfangen werden», erklärt Müller die Technik. «Nach einer einmonatigen Testphase im Juli starten wir mit Radio 24 am Schweizer Nationalfeiertag mit der digitalen Verbreitung unseres UKW-Programms.»


Das Privatradio aus dem Tamedia-Konzern übernimmt den frei gewordenen DAB+-Sendeplatz, auf den das Basler Radioprojekt Open Broadcast kürzlich aus finanziellen Gründen verzichtete. Um die frei gewordene DAB+-Konzession, deren Technik sich beim Publikum in der grossen Masse noch nicht durchgesetzt hat, ist in den letzten Wochen ein Gerangel entstanden. Nebst Radio 24 ist auch Radio 105 von Giuseppe Scaglione auf der Warteliste für eine Konzession. Scaglione hat gemäss Recherchen des Klein Reports gute Chancen auf den nächsten DAB+-Platz (Layer 2), da ein weiterer Kandidat für die Konzession an einen Rückzug denkt. Grund dafür sind unter anderem die doch beträchtlichen Investitionskosten. Auch ein deutscher Anbieter hat ein Angebot für den möglichen freien Platz eingegeben.

«Die digitale Radioverbreitung hatte in Europa einen schwierigen Start. Nach einer Anfangseuphorie Ende der 1990er-Jahre ist die Entwicklung ins Stocken geraten», so Radio-24-Programmleiterin Karin Müller. Erst in den letzten zwei Jahren sei der Absatz von
DAB+-Geräten in der Schweiz richtig angelaufen. «Radio 24
ergänzt mit Digitalradio die bisherige Verbreitungsstrategie mit UKW, Internet und Mobile. Es ist immer aufregend, bei technologischen Weiterentwicklungen dabei zu sein», sagt die Chefin des grössten Schweizer Privatradios.

Über die Vergabe der einzelnen DAB+-Sendeplätze entscheidet im Übrigen nicht etwa das Bundesamt für Kommunikation (Bakom).
Dieses hat 2008 nur eine Konzession für die «Ausstrahlung von
18 Radioprogrammen in der Schweiz» erteilt. Wer im zukunftsträchtigen Digitalradiomarkt zum Zug kommt, entscheidet allein die Betreiberfirma Swiss Media Cast AG, wobei hier die SRG Mehrheitsaktionärin ist. Sie belegt mit ihren Radioprogrammen den gesamten Layer 1 und hat bereits einen zweistelligen Millionenbetrag in die Technik investiert.

Die Entwicklung von DAB+ ist in der Schweiz ein Auf und Ab. Wobei die Swiss Media Cast AG daran nicht ganz unschuldig ist. Erst seit Oktober 2010 können die Radiomacher mit ihren bereits bestehenden UKW-Programmen auf den Layer 2. Vorher hätten sie ein anderes Programm für die digitale Distribution entwickeln müssen, was kein Privatradio interessierte, da die kumulierten Hörerzahlen aus UKW und digital matchentscheidend sind. Wenn alles nach Plan verläuft, sollte im 1. Quartal 2012 die Versorgung mit DAB+ abgeschlossen und 80 Prozent der Schweizer Haushalte fähig sein, das digitale Signal über Luft zu empfangen. In Planung ist dann der Layer 3, auf den vor allem die Regionaljournale und weitere private Anbieter digital-regional distribuieren können.

Verwaltungsratspräsident der Swiss Media Cast AG ist Günter Heuberger. Neben dem Medienunternehmer aus Winterthur (Tele Top, Radio Top) sitzen Heinz Gantenbein (SRG) als Vizepräsident sowie Egon Blatter, Marco Castellaneta (Ringier AG), Christoph Romer, Markus Ruoss, Bernhard Schmid und Christian Stärkle im Gremium.





von Heinz Lindenmann - am 25.05.2011 16:33
Jetzt ist es offiziell: Backstage Radio beendet den DAB+ Sendebetrieb per 30. Juni 2011:

Zitat

Backstageradio.ch - DAB+ Testphase abgeschlossen

Seit dem 15.November 2009 verbreitet backstageradio.ch jeden Tag 24h Schweizer Musik per DAB+ in der Deutschschweiz und per Webstream in die Welt. Auf der Website backstageradio.ch und per iPhone- oder Android- App bestimmt das Publikum, welche Musik zu hören ist. Laut Publicadata erreicht backstageradio.ch alleine auf DAB+ jeden Tag über 12‘000 Personen (2.Semester 2010). Der DAB+ Testbetrieb wird mit einer Sondersendung am 30.Juni 2011 eingestellt. Weiter geht es danach exklusiv im Internet per Stream.

Backstageradio.ch dankt allen am Test Beteiligten und freut sich auf mehr im Internet.

Testbetrieb DAB+

Mit der Zusammenarbeit zwischen radiolab (dem Betreiberverein von backstageradio.ch), mx3.ch (Portal für Schweizer Musik) und PostFinance haben sich Partner gefunden, die die Schweizer Musik bekannter machen wollen. Dass dies am besten über Radio funktioniert zeigt die Geschichte und auch der 20 monatige Testbetrieb.
Mit dem Test hat Backstagradio viele Erfahrungen gesammelt. Unter anderem hat sich gezeigt, dass es tatsächlich möglich ist mit einer (noch) Nischentechnik und Schweizer Musik Publikum zu gewinnen und sogar eine Community aufzubauen rund um die Option, die Musik im Radio selber auszuwählen. Die über 12‘000 täglichen Hörerinnen und Hörer (bei 700‘000 verkauften DAB+ Geräten im Markt) zeigen, dass es dafür ein echtes Interesse gibt. Nun geht backstageradio noch einen Schritt weiter und versucht, ein Publikum als IP Radio aufzubauen.

Über Backstageradio

Der Slogan ,wechsle die Musik und nicht den Sender‘ ist die Grundidee des Senders. Die Besucherinnen und Besucher können direkt im Internet bestimmen, welches Lied als nächstes im Radio gespielt werden soll. Dies geht ohne kostenpflichtige SMS-Abstimmungen oder „Klickdichtod“ - Polls, sondern folgt dem einfachen Prinzip „anmelden, auswählen und im virtuellen Studio auflegen“. Dies läuft sehr kultiviert ab: Wer zuvorderst in der Schlange steht, kann ans Mischpult und an die Turntables. Die Bedienung ist so intuitiv, dass auf der Plattform nur wenige, knappe Erklärungen notwendig sind. In jedem Jingle erklingen mind. 3 Landessprachen (auch Rumantsch). Backstageradio sendet ausschliesslich Schweizer Musik aus dem Répertoire von mx3.ch. Der Sender wird durch den Verein radiolab betrieben und von PostFinance unterstützt.

Für weiter Fragen steht Ihnen Melina Roshard vom Verein Radiolab unter +41 76 428 30 53 zur Verfügung.


Quelle: Pressemitteilung Radiolab/MX3


von digiradio.ch - am 05.06.2011 22:12
Zitat

Auf Backstageradio läuft gerade eine dreisprachig (!) moderierte DAB+-Abschiedssendung. Darin werden auch IP-Radios an die Hörer verlost. Ich finde es weiterhin schade, in dem Programm steckt Potenzial.


Ja, finde es auch schade, dass mit Backstageradio ein weiteres Alternativradio DAB verlässt. Aber ich muss zugeben, dass ich dieses Radio doch eher selten gehört habe. Denn Schweizer Musik entdecke ich hauptsächlich auf Couleur 3 und auch auf DRS Virus wird ja sozusagen die ganze Nacht MX3-Musik gespielt.

Gestern hatte ich übrigens mal aus reiner Neugier Espace 2 gehört und war grad etwas positiv überrascht über die Musikauswahl, die zwischen 18.00 bis 19.00 Uhr lief.

Ohio Players
Funky worm
Nova Records, Disquesoffice (dist.), 2004

Louis Chedid
Ver de terre
Philips, 1994

Elvis Presley
Fever
RCA, 1983

Mills Brothers
Glow worm
MCA, 1987

Bill Holman and His Orchestra
Peggy Lee
I'm gonna go fishin' [= fishing]
Capitol Jazz, 1997

Tinariwen
Tamodjerazt assis = regret is like a worm
Independiente, Musikvertrieb (dist.), 2009

The Beach Boys
Do You Like Worms
Capitol, 2000

Pierre Louki
Un ver bissextil
Saravah, 1997

Dop
Worm hunting
Circus Company, Namskeio (dist.), 2010

Malika Zarra , Malika Zarra , Francis Jacob , Jasser Haj Youssef , Brahim Fribgane , Brahim Fribgane , Michael Cain , Mamadou Ba , Harvey Wirht
Leela

Motéma, 2011
Stephen Marley
Break us apart

Tuff Gong, Universal Republic, 2011
John Courtney
Love Is
Vibrations, Harmonia Mundi, Disques Office (dist.), ____

Brian Eno
Pour It Out
Warp, 2011

De Frank Professionals
Afe ato yen bio
Analog Africa, Namskeio (dist.), 2010

John Coltrane Quartet
The inch worm
Jasmine, 1962


von radiohead - am 01.07.2011 07:25
Zitat
jug
Zitat
RADIO354
@ jug,

Hallo,

Es gibt hier : http://broadcast.ch/map.aspx Prognosekarten.
Dort ist auf der A 13 für 7 D eine Lücke zu sehen. Von Ausfahrt Krissern bis etwa Rheineck.
Der tatsächlich nicht erreichte Bereich könnte kleiner sein. Ich habe eine aktive Autodachantenne
in Betrieb und da geht 7 D oftmals weit ausserhalb des Prognostizierten Bereichs.
Gute Antenne ist hierbei das A und O.
MfG Det.


Danke Det. für die Infos.
Ich werde morgen den Kanal 7 testen und hier berichten, wie die Magnetantenne und das Pure Highway die Pegel auf der A13 verarbeiten werden.


Hallo DAB+ Radiofreunde in der Schweiz,

nach meinem Urlaub im Oberengadin möchte ich euch meine Eindrücke zum DAB Empfang in der Schweiz mitteilen. Als Empfänger dienten mobil ein Pure Highway mit Magnetantenne (vor der Haifischantenne des PKW angebracht) und per Aux an das Radio angeschlossen und ein Pure Evoke 2S für den stationären Betrieb im Hotelzimmer.
Von der Tonqualität der DAB+ Programme mit 80-96 kbits war ich beeindruckt. So müßte DAB Radio überall gesendet werden! Der Qualitätsunterschied von Swiss Pop über DAB mit 128 kbits und DAB+ mit 80 kbits war auf beiden Geräten deutlich hörbar. Also ich kann der SRG nur empfehlen bald den 12C /12A auch auf DAB+ umzustellen, um die Tonqualität damit zu verbessern. Über die DAB Empfangspegel in der Schweiz kann man eigentlich nur eine Aussage treffen, in der Regel Vollausschlag 6 Balken auf dem Highway-einfach genial!
Auf der Rückfahrt habe ich auf der A13 von Thusis bis Bregenz das SMC Paket getestet. Gehört habe ich TOP Two .Die Tonqualität ist bei Top Two in Ordnung. Andere Privatsender sind trotz der selben Datenrate von 64 kbits grenzwertig! Zurück zum Empfang vom 7D,bis Höhe Lichtenstein hatte ich Vollausschlag, danach schwankte der Pegel zwischen 4-5 Balken. Von der Ausfahrt Krissern bis zum Rheineck sollte der Empfang ja nicht mehr möglich sein, aber ich hatte auf der ganzen Strecke Empfang! Toll SMC, wie geht das, ohne Rühti? Nach Oberied gab es einen Aussetzer(1 Balken) für 1-2 Sekunden und ebenso in Hard am Grenzübergang und dann noch mal kurz im Ort einen Aussetzer, das war es an Empfangsstörungen, danach stiegen die Pegel bis Bregenz wieder an, schwankend auf 4-6 Balken. Man hatte den Eindruck der Pfänder wäre schon in Betrieb, ist er aber nicht! Wenn ich richtig gezählt habe waren in Bregenz 45 DAB Sender zu empfangen, mit zukünftigen neuen Programmen aus Deutschland und dann Österreich sind da dort über 70 DAB Sender möglich. Willkommen im DAB Paradies östliches Bodenseegebiet! Der Kanal 7D St Gallen mit 1,82 KW war in Deutschland bis Höhe Leutkirch zu empfangen, der Pfänder 12C mit seinen 2 KW auch nur so weit. Da kann man gut vergleichen, wie weit man mit Rundstrahlung vom Pfänder kommen würde!
Leider gibt es diese paradiesischen DAB Empangsbedingungen wie in der Schweiz in Deutschland noch nicht. Da ist man zufrieden, keine Aussetzer zu haben und den Standard von 3 Balken zu erreichen! Ausnahme das Gebiet des 11D in Bayern mit 10 KW Versorgung, das ist dann mit der Schweizer Versorgung zu vergleichen.

Grüße aus dem unterversorgten Norden Deutschlands
jug


von jug - am 04.07.2011 13:43
Mich freuen laute Programme überhaupt nicht! Ich möchte, wenn es geht, alle Programme in gleicher Lautstärke haben. Es ist wie bei Werbeeinblendungen am Fernsehen - wer regt sich nicht darüber auf, dass diese viel lauter sind als die übrigen Sendungen.

Heute ein paar interessante Artikel darüber im Hauptforum gesehen:

Zitat

Das Problem beim Soundprocessing ist daß es meist übertrieben eingesetzt wird. Pumpender Sound, Null Dynamik oder gar negative Dynamik (ursprünglich laute Stellen sind leiser als ursprünglich leise Stellen) und Clipping finde ich persönlich schon auf UKW ätzend. So ein verhunzter Sound ist nicht besonders geeignet für verlustbehaftete Audiocodecs, da diese per Psychoakustik Töne herrausfiltern welche das menschliche Gehör nicht wahrnehmen kann. Keine Psychoakustik ist perfekt, diese sind aber so weit angepasst daß sie mit natürlichen Klängen (Sprache, akustische Instrumente, einfache Synthesizerklänge) gut funktionieren. So ein vermurkster Sound mit geändertem Volumen, Phasenverschiebungen und abgeschnittenen Oberwellen kann dazu führen das die falschen Frequenzen herrausgefiltert werden, was dann zu Klangveränderung, Preecho, Smearing oder Ringing führt. In manchen Fällen bringt es etwas die Datenrate zu erhöhen um das Quantisierungsrauschen zu vermindern, aber oftmals verwandelt man durch Soundprocessing einen natürlichen Klang in ein ein Problemsample daß selbst bei höchster Datenrate nicht ohne hörbaren Fehler wiedergegeben werden kann.


oder

Zitat

Übertriebenes Soundprocessing ist grausam, da stimme ich zu.
Ich kenne die clippenden, zerrenden Sounds.
Ich hatte aber auf den WDR-Programmen nie den Eindruck, dass sie es übertreiben, wie auf manch anderen Programmen.
Das gleiche gilt für Musikproduktionen.
Man findet viel Murks, aber nicht alles ist übertrieben.
Im Dance-Bereich gibt es bei einigen Produzenten anscheinend so eine Art inoffizieller Wettbewerb, wer der lauteste ist.
Während es einige schaffen, laut zu sein ohne alles zu verhunzen, ist es anderen wohl egal, dass es nur noch verzerrt klingt.


oder

Zitat

Soundprocessing an sich kann eine tolle Sache sein - wenn das jeder für sich individuell einstellen kann. Was mich daran aber stört, dass mir übertrieben eingestelltes Soundprocessing heute überall *aufgezwungen* wird. Im Radio sowieso schon lange, aber seit Ende der 90er massiv auch bei CD-Produktionen. Jegliche Dynamik flachgeklopft, dass es nur so pumpt, Bässe und Höhen massiv angehoben, dazu ein Hall, wo er nicht hingehört, Phasenverschiebungen für Raumklang. Wer braucht den ganzen Mist? Natürlich, die breite Masse scheint drauf zu stehen, auf diesen "fetten" Sound, sonst würde das nicht so exzessiv betrieben. Aber der Musikliebhaber wendet sich mit Grausen ab.
Beim Radio stört mich das nicht mehr, das schalte ich schon lange nicht mehr zum "Musikgenuss" ein, da ohnehin selten etwas nach meinem Musikgeschmack läuft. Aber auf Kauf-CDs stört mich das massiv. Das hat auch nichts mehr mit künstlerischer Freiheit zu tun, da ja jede neuere CD so produziert ist. Nur noch selten gibt es Ausnahmen wie z.B. "Blackfield - Welcome to my DNA", wo es tatsächlich noch sowas wie Dynamik gibt und die Lautstärkespitzen des Schlagzeugs nicht gekappt wurden.


Man könnte die Diskussion beliebig weiterführen.


von drahtlos - am 13.07.2011 15:59
Radio 105 neu auf DAB+

Der Jugendsender Radio 105 hat einen Digitalradioplatz erhalten.
Nach einer Testphase im November geht Radio 105 dann
am 1. Dezember 2011 in der ganzen Deutschschweiz digital on Air.
Miteigentümer Giuseppe Scaglione erklärte auf Anfrage des
Klein Reports am Mittwoch: «Eigentlich waren alle Programmplätze der
sprachregionalen DAB+-Palette belegt. Es bestand aber grosses
Interesse daran, dass 105 auf DAB+ sendet. Deshalb hat man für
uns einen Platz geschaffen. Das ehrt und freut uns sehr.
Man hat wohl das grosse Potenzial, das in 105 steckt, erkannt.»

Das Hin und Her, welcher technischer Standard im Radiobereich
sich durchsetzen wird, hat die Radiobranche seit Jahren gelähmt.
Vor ein paar Wochen hat der Zürcher Privatsender Radio 24
einen der begehrten Sendeplätze erhalten und etwas Schwung
in die Sache gebracht.

Nun folgt mit Wirbelwind Scaglione und seinem Team ein weiterer
innovativer Radiomacher. Scaglione: «Noch vor ein paar Jahren
war ich, was DAB angeht, sehr skeptisch. Das hat sich verändert,
weil sich der Markt verändert hat. Wenn man heute in einen Laden
geht, haben dort von zehn neuen Radiogeräten sieben DAB-Empfang.
Nun ist auch Deutschland verstärkt eingestiegen und die
Autohersteller ziehen auch mit. Mit einem kleinen Adapter kann
man auch auf dem iPhone DAB-Programme hören, ohne dass Kosten
anfallen.»

Radio-105-Geschäftsführer Giuseppe Scaglione, der mit seinem
Sender zum Radio of the Year 2011 in der Deutschschweiz geehrt
wurde, freut sich über das neue Verbreitungsgebiet: «Das Erste,
was ich tun werde, sobald wir auf DAB aufgeschaltet sind, ist
eine ausgedehnte Rundfahrt durch die Deutschschweiz mit dem Auto:
von Basel nach Biel, Bern und Thun, dann nach Zug und Luzern,
weiter nach Zürich, über Winterthur nach St. Gallen und Chur.
Überall wird man Radio 105 in perfekter Qualität hören
können», sagte er gegenüber dem Klein Report. «Für Radio 105
beginnt damit eine neue Ära. Zu einem späteren Zeitpunkt werden
wir, wenn möglich, auch mit Radio Monte Carlo und Rock Nation
den digitalen Betrieb aufnehmen», so Scaglione weiter.

Allgemein geht man davon aus, dass Digitalradio längerfristig
UKW ablösen wird. Um Digitalradio zu empfangen, braucht es ein
entsprechendes DAB+-Radiogerät, das im Fachhandel erhältlich
ist. Je nach Schätzung und Statistik sind in der Deutschschweiz
500 000 bis 700 000 DAB/DAB+-Geräte auf dem Markt.

Quelle: Klein Report

von radiohead - am 14.09.2011 11:26

Radio 105 neu auf DAB+ Kleinreport 14.09.2011
Der Jugendsender Radio 105 hat einen Digitalradioplatz erhalten.
Nach einer Testphase im November geht Radio 105 dann am 1. Dezember 2011 in der ganzen Deutschschweiz digital on Air.
Miteigentümer Giuseppe Scaglione erklärte auf Anfrage des Klein Reports am Mittwoch: «Eigentlich waren alle Programmplätze der sprachregionalen DAB+-Palette belegt. Es bestand aber grosses Interesse daran, dass 105 auf DAB+ sendet. Deshalb hat man für uns einen Platz geschaffen. Das ehrt und freut uns sehr.
Man hat wohl das grosse Potenzial, das in 105 steckt, erkannt.»

Das Hin und Her, welcher technischer Standard im Radiobereich sich durchsetzen wird, hat die Radiobranche seit Jahren gelähmt.
Vor ein paar Wochen hat der Zürcher Privatsender Radio 24 einen der begehrten Sendeplätze erhalten und etwas Schwung in die Sache gebracht.

Nun folgt mit Wirbelwind Scaglione und seinem Team ein weiterer innovativer Radiomacher. Scaglione: «Noch vor ein paar Jahren war ich, was DAB angeht, sehr skeptisch. Das hat sich verändert, weil sich der Markt verändert hat. Wenn man heute in einen Laden geht, haben dort von zehn neuen Radiogeräten sieben DAB-Empfang.
Nun ist auch Deutschland verstärkt eingestiegen und die Autohersteller ziehen auch mit. Mit einem kleinen Adapter kann man auch auf dem iPhone DAB-Programme hören, ohne dass Kosten anfallen.»

Radio-105-Geschäftsführer Giuseppe Scaglione, der mit seinem Sender zum Radio of the Year 2011 in der Deutschschweiz geehrt wurde, freut sich über das neue Verbreitungsgebiet: «Das Erste, was ich tun werde, sobald wir auf DAB aufgeschaltet sind, ist eine ausgedehnte Rundfahrt durch die Deutschschweiz mit dem Auto:
von Basel nach Biel, Bern und Thun, dann nach Zug und Luzern, weiter nach Zürich, über Winterthur nach St. Gallen und Chur.
Überall wird man Radio 105 in perfekter Qualität hören können», sagte er gegenüber dem Klein Report. «Für Radio 105 beginnt damit eine neue Ära. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir, wenn möglich, auch mit Radio Monte Carlo und Rock Nation den digitalen Betrieb aufnehmen», so Scaglione weiter.

Allgemein geht man davon aus, dass Digitalradio längerfristig UKW ablösen wird. Um Digitalradio zu empfangen, braucht es ein entsprechendes DAB+-Radiogerät, das im Fachhandel erhältlich ist. Je nach Schätzung und Statistik sind in der Deutschschweiz 500 000 bis 700 000 DAB/DAB+-Geräte auf dem Markt.




von Heinz Lindenmann - am 14.09.2011 18:07
«Dank DAB erstmals gleiche Ausgangslage wie SRG»

Von Freitag an ist der Jugendsender Radio 105 über DAB+ in der ganzen Deutschschweiz zu empfangen. Für Radio-105-Gründer und -Inhaber Giuseppe Scaglione eine emotionale Angelegenheit, wie er dem Klein Report erklärte.

«Der Start von DAB+ hat für Radio 105 eine sehr grosse Bedeutung, weil wir dadurch unser Sendegebiet massiv erweitern können. Für mich persönlich hat der DAB+-Start zudem auch eine sehr emotionale Bedeutung», sagte er im Gespräch mit dem Klein Report. «Als ich vor über 15 Jahren die Idee eines Jugendradios für die Schweiz hatte, stellte ich mir immer vor, dass man den Sender in der ganzen Deutschschweiz hören kann - und zwar auch mobil», so Scaglione.

Das sei leider medienpolitisch nie möglich gewesen. Bisher habe nur die SRG national senden dürfen, während die Privaten sich mit einer lokalen Abdeckung begnügen mussten. «Mit DAB+ haben nun zum ersten Mal in der Schweizer Mediengeschichte alle die gleiche Ausgangslage», freute sich Scaglione. «Zum ersten Mal gibt es nationale Privatradios, die auch terrestrisch - und somit mobil - empfangbar sind», so der 105-Inhaber.

DAB+ bleibt aber ein teures Vergnügen: «Ich möchte keine
finanziellen Angaben machen. Es ist aber klar, dass der DAB-Einstieg für uns kein Nebenschauplatz oder Hobby ist», führte Giuseppe Scaglione aus. 105 sei aber von DAB+ überzeugt und investiere entsprechend viel Mittel in dieses Projekt.
Der DAB+-Start ist denn auch Anlass für ein spezielles Tagesprogramm. «Wir werden heute im Rahmen eines `Special Day` den DAB+-Start in unseren Sendungen zum grossen Thema machen.
Für die nächsten Tage und Wochen sind zudem verschiedene Aktionen und Promotionen geplant», verriet Scaglione dem Klein Report. Gröbere Programmanpassungen werde es «im Moment» dagegen nicht geben. «Wir sind mit unserem Konzept bereits in der ganzen Deutschschweiz erfolgreich. Es gibt - zumindest momentan - keinen Grund, etwas zu ändern», sagte er.

Auf den Einwurf, dass Radio 105 dennoch von Aussenstehenden häufig als Zürcher Sender wahrgenommen werde, meinte Scaglione:
«Das ist natürlich kein Zufall. Radio 105 hat eine Zürcher UKW-Konzession und konzentriert sich deshalb auch auf den Raum Zürich», sagte er. «Unser Vorteil ist aber, dass wir lange vor unserer UKW-Sendetätigkeit durch die Kabel- und Internetverbreitung eine Realität in der ganzen Deutschschweiz waren und deshalb heute überall Hörer haben. Radio 105 ist keine lokale, sondern eine nationale Radiomarke.
Darin unterscheidet sich Radio 105 von vielen Mitbewerbern», erklärte er.

Scaglione zeigte sich überzeugt, dass das urbane Konzept von Radio 105 auf die ganze Deutschschweiz anwendbar ist. Der Musikgeschmack der jungen Leute sei in Bern oder Basel nicht dramatisch anders als in Zürich. Ein Indiz dafür: «Wenn die Moderatoren die Hörer zur Teilnahme auffordern, kommen Mails und Telefonanrufe aus der ganzen Deutschschweiz», so Scaglione.
«Kommt dazu, dass die meisten grossen und national relevanten Ereignisse in Zürich stattfinden. Durch die Abdeckung dieser Ereignisse schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir sind sowohl für die Zürcher Zuhörer wie auch für alle anderen in der Deutschschweiz relevant und interessant», sagte er.

2011 scheint jedenfalls zum Erfolgsjahr für Radio 105 zu werden:
«Wir können uns nicht beklagen. Es läuft sehr gut. Wir merken, dass Radio 105 immer beliebter wird, was sich nicht nur in steigenden Hörerzahlen manifestiert, sondern auch in der immer besseren und engeren Zusammenarbeit mit Kunden und Sponsoren», sagte Giuseppe Scaglione. «2011 war bisher eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte von Radio 105», sagte er dem Klein Report.



von Heinz Lindenmann - am 25.11.2011 10:00
Interessenabklärung für dritte digitale Radiobedeckung in der Deutschschweiz

Biel/Bienne, 26.01.2012 - Um die Nachfrage nach Verbreitungskapazitäten für digitale Radioprogramme zu erheben, führt das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) eine Interessenabklärung für eine dritte, nach Regionen auftrennbare DAB-Bedeckung in der deutschen Schweiz durch. Interessenten, die beabsichtigen, ein Verbreitungsnetz mit acht regionalen Teilgebieten (Allotments) in der DAB+-Norm aufzubauen und zu betreiben, können ihr Interesse bis Ende Februar 2012 beim BAKOM anmelden.


Umfragen bei den Radioprogrammveranstaltern haben eine deutliche Nachfrage für regionale digitale Teilgebiete ergeben. Deshalb hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) Ende 2011 acht Frequenz-Blöcke im VHF-Band III für die Versorgung der deutschen Schweiz mit digitalen Radioprogrammen in der DAB+-Norm freigegeben. Konkret sollen mit diesem dritten Verbreitungsnetz diejenigen Privatsender, die nicht die gesamte sprachregionale Versorgung anstreben, Gelegenheit erhalten, ihre Programme in einem oder mehreren Teilgebieten regional auf einer digitalen Plattform zu verbreiten. Neben regionalen privaten Radioprogrammen sollen in jedem dieser acht Teilgebiete auch mindestens zwei Regionaljournale der SRG SSR übertragen werden.

Die Zuständigkeit für die Erteilung der entsprechenden Funkkonzession ist abhängig von der Anzahl Interessenten. Melden sich mehrere Interessenten mit konkreten Eingaben, erfolgt die Konzessionserteilung aufgrund einer Ausschreibung durch die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom). Geht dagegen nur eine ernsthafte Interessensbekundung beim BAKOM ein, kann das Amt die Funkkonzession direkt erteilen.

Digitales Radio in der Schweiz
In der Schweiz sind derzeit vier sprachregionale Plattformen für die digitale Verbreitung von Radioprogrammen mit DAB (Digital Audio Broadcasting) in Betrieb: zwei in der Deutschschweiz (SRG SSR und SwissMediaCast) sowie je eine in der Westschweiz und im Tessin (SRG SSR). Mit der dritten Plattform in der Deutschschweiz wird es möglich, die Abdeckung einer Sprachregion in Teilgebiete einzuteilen und entsprechend Radioprogramme auf eine Region zu beschränken. Mit einer kleinräumigeren Verbreitung entstehen den Radios weniger Kosten.

Adresse für Rückfragen:

von Heinz Lindenmann - am 26.01.2012 15:57
Zitat
drahtlos
Ok, für den Layer 3 war das nicht anders zu erwarten. Schliesslich ist daran auch die SRG beteiligt. Ich denke mir aber, lokales, unabhängiges DAB+ wird schon noch kommen. Die Unikom oder vielleicht ein anderer lokaler Anbieter wird es schon noch versuchen, sobald mal 50% der Bevölkerung über ein DAB Gerät verfügen.


Diesbezueglich bin ich heute nicht mehr so optimistisch. Wird die SMC den Zuschlag fuer den 3. Layer einmal erhalten haben, duerfte die Sache in der Deutschschweiz mehr oder weniger gelaufen sein. Natuerlich kann es da und dort noch ein lokales DAB+ Layerchen geben, welches auf Basis von mmbTools/opendigitalradio betrieben wird, doch dürften solche Layer kaum über die Stadtgrenze von Zürich und vielleicht noch anderen Städten hinaus reichen.

Die SMC wird ihrerseits bestimmt so gnaedig sein, und in den einzelnen Regionen auch den lokalen Hitdudler auf den 3. Layer lassen (also Pilatus in der Innerschweiz, FM1 in der Ostschweiz, Basilisk in der Nordschweiz etc.). Daneben wird es zudem noch ein paar ganz wenige Veranstalter geben, die es sich leisten koennen, einen Platz auf mehreren dieser Regional-Ensembles zu ergattern. Dabei denke ich beispielsweise an die Programme mit religioesem Hintergrund und vielleicht noch andere Gruppierungen/Lobbyisten. Den Rest werden schliesslich Ringier und die anderen beteiligten Privatfunker mit irgendwelchen Sparten-Festplatten-Dudlern belegen.

Echte Innovationen, welche sich ja auch auf dem 2. Layer nicht wirklich breit machen konnten, wird es auch im 3. Layer nicht geben. Die Chance, dass sich hier etwas neues etablieren koennte und das Radio eine Art Renaissance erleben koennte, wurde leider gruendlich vertan. Dass sich unter diesen Voraussetzungen noch jemand finden wird, der über ausreichende finanzielle Power verfuegt, um einen 4. Layer aus dem Boden zu stampfen, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.

von digiradio.ch - am 24.02.2012 14:33
Zitat
drahtlos
Vielleicht kommt die SMC mal auf einen vernünftigen Jahres-Preis zurück, wenn sich der Netzaufbau amortisiert hat oder das eine oder andere Programm im 2. Layer sich auf den 3. Layer zurückzieht. Wenn das Layer 2 Ensemble wieder etwas Luft bekommt, passt man vielleicht die Sendekosten an.


Es wird wohl kaum soweit kommen. Der Preis muesste in diesem Fall ja fuer alle Programmplaetze gesenkt werden. Beim jetztigen Tarif waere ein temporaerer Wegfall eines Programms auf dem 2. Layer sodenn finanziell auch besser zu verkraften.

Zitat
drahtlos
OpenBroadcast und Backstage-Radio sind für mich eigentlich Nationale Grössen.


Richtige Zugpferde waren diese zwei unmoderierten Programme jedoch auch nicht (jedenfalls nicht viel mehr als Radio Argovia, Central oder Top). Immerhin hat der Digitalradio Ausbau in der Schweiz dazu geführt, dass ein Nachrichtenprogramm wie DRS 4 News eine geeignete Plattform erhalten hat sowie weitere SRG Programme wie die DRS Musikwelle, Option Musique oder WRS endlich schweizweit und in guter Qualitaet empfangbar wurden. Dass sich aber keine weiteren neuen Formate etablieren konnten, ist an sich schon ein rechtes Armutszeugnis. Fuer Programme vom Kaliber "Radio Tropic", Lounge FM oder Superfly, Dance-Formate à la "Radio FG", ein Rock- und/oder ein Oldie-Format etc. waere der 2. Layer regelrecht geschaffen gewesen. Daran wird leider auch der 3. Layer nichts aendern, zumal die SMC auf seiner Website ja schon seit laengerem davon spricht, dass ueber letzteren grademal 12 zusaetzliche Programme verbreitet werden sollen.

von digiradio.ch - am 25.02.2012 12:19
Zitat
digiradio.ch
Nach dieser Logik ...


0.1% MA bedeutet etwa (!): Jedes tausendste Radio läuft im Durchschnitt auf Virus. Es ist nun wirklich nicht Aufgabe des "Service Public" als Grundversorger, derlei zu bedienen. Das war so ganz nebenbei auch die Logik der SRG: Jahrelang hat sie das Spektrum der Musikwelle-Hörer als unbedeutendes "Segment" bezeichnet und entsprechend behandelt. Erst als ein Privater damit kam und der SWR 4 nicht mehr tot zu schweigen war, wurde die SRG aktiv.
Es ist schliesslich auch nicht Aufgabe der SBB, Züge zu führen, wo jeder tausendste Platz belegt ist (das wäre etwa in jedem zwölften Wagen eine Person).
Es ist aber eine etwas sonderbare Logik, als Alternative zur Abschaltung von Virus das Abhören von Lady Gaga und Co zu sehen ;-) Wer diese Gagel-Frau hören will, hört sie ohnehin mit oder ohne Existenz von Virus.

Es gibt noch bedauernswertere Bezahler der Billag (obwohl genau die Virus-Hörer vielfach gar keine solche Steuer bezahlen, da viele im Hotel Mama wohnen): Eine blinde Nachbarin von mir wird von der Billag schriftlich drangsaliert, die TV-Gebühr zu bezahlen, obwohl sie eine Glotze weder vermag, noch betrachten könnte. Im letzten Moment konnte ich dies mit einem Juristen verhindern. Bald wird sie diese Steuer aber dennoch bezahlen müssen, denn das Parlament ist bekanntlich vor der SRG einmal mehr eingeknickt. Das Sinngemässe gilt für die KMU, dort wird in der Regel gearbeitet und nicht geglotzt.

Im Übrigen ist der Marktanteil von Virus noch auf 0.1% hinauf frisiert, aber das ist eine andere Sache. Insider sollten den dabei angewandten Mechanismus eigentlich genau kennen ... :-)

von audion - am 16.03.2012 07:56
Donnerstag, 31. Mai 2012 Klein Report

SwissMediaCast blickt auf Geschäftsjahr zurück

SwissMediaCast (SMC), die Betreiberin des Rundfunknetzes für den Digitalradio-Standard DAB+ der Privatradios, hat im Geschäftsjahr 2011 die letzten vier der insgesamt
18 Programmplätze des sprachregionalen Netzes Deutschschweiz (Layer D02) vergeben und erklärt: Digitalradio befindet sich in der Schweiz weiter im Aufwind. Dies geht aus dem Jahresbericht 2011 vor, den die Generalversammlung der SwissMediaCast AG am Mittwoch verabschiedet hat.

Um der ungebrochenen Nachfrage, insbesondere von Privatradiostationen auf lokaler Ebene, gerecht zu werden, habe SMC Mitte 2011 beim Bundesamt für Kommunikation ein Gesuch für eine Funkkonzession zu einem dritten Layer eingereicht, das am 10. April 2012 bewilligt wurde.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 waren auf dem DAB+-Netz
14 Programme aufgeschaltet. Im Laufe des Jahres konnte SMC sechs neue Programme aufschalten, darunter Radio Argovia, Radio TOP, Radio Central, Radio Sunshine, Radio 24 sowie Radio 105.
Openbroadcast (Digris AG) habe seine Konzession zurückgezogen und die SRG SSR auf einen ihrer Programmplätze (Radio Swiss
Classic) verzichtet. «Damit ist nun die Vollauslastung der
18 Programmplätze erreicht», heisst es am Mittwoch in der entsprechenden Medienmitteilung.

Die erste Planungsstufe im Layer D03 für die Region Nordschweiz mit den Agglomerationen Aargau, Zürich, Schaffhausen und Glarus habe SMC bereits per Ende 2011 abgeschlossen. Die Einschaltung dieses Regionalnetzes sei auf Dezember 2012 vorgesehen. «Nach Vorliegen der Konzession vom Bundesamt für Kommunikation treibt SMC nun den weiteren Aufbau zügig voran. Neben Privatradiostationen sollen auch SRG-Regionaljournale aufgeschaltet werden.»

Im kommenden Jahr sei der Aufbau der Regionen Zentralschweiz und Ostschweiz geplant. Im Endausbau solle das Empfangsnetz bis
2015/16 sieben unabhängige Regionalnetze umfassen.

von Heinz Lindenmann - am 31.05.2012 05:18
Zitat
Rabbit76
ERF plus wurde nun eingeschaltet. Der erste deutsche Sender , der über ein Schweizer Sendenetz sendet.


Danke für die Mitteilung! Genau derlei Infos sind der Grund, warum ich hier überhaupt noch mitlese.

Zitat
radiohead
Jetzt schon 3 Religionssender... :rolleyes:


Na und, warum nicht?

Hat noch den Vorteil, dass Radio Gloria und Radio Maria endlich zu einer Zusammenarbeit im ergänzenden und nicht konkurrenzierenden Sinne gezwungen werden, im Idealfall auch etwa so, dass R Gloria das jüngere und R Maria das ältere Publikum bedient, wie das ERF LCH und ERF Plus genau richtig machen.

Zitat
radiohead
Frag mich wer hört sowas? Klar gibt bestimmt ein Publikum dafür aber das ist sicher verschwindend klein.


Diese Sender kommen auf Grund der Rückmeldungen offenbar zu einem anderen Schluss. Ich höre mir gerade zum ersten Mal ERF Plus und da läuft gerade ein Wunschkonzert, wobei ich gar nicht den Eindruck habe, dass da verschwindend wenig Leute zuhören.

Zitat
radiohead
Ohne Religion gäbe es übrigens auf dieser Welt viel weniger Kriege.


Dieser längst abgedroschene "copy/paste-" Spruch verrät ein undifferenziertes unterschichtiges Menschen- oder Geschichtsbild. Stalin, Hitler, Paul Pot und Konsorten , um nur einige zu nennen, sassen nun ja nicht gerade in der vordersten Kirchenbank. Kriege gibt es mit und ohne Religion genau gleich, nur das Aushängeschild würde ändern. Der Mensch ist das Problem, nicht "die Religion".

von audion - am 07.11.2012 09:09
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