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Radioforum Schweiz
Beiträge im Thema:
17
Erster Beitrag:
vor 6 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Westwind, dxbruelhart, wolfgangF, radiohead, audion, LogPer, raeuberhotzenplotz1, Rolf, der Frequenzenfänger, drahtlos

Details zur Abtretung des oberen UHF-Bandes an den Mobilfunk

Startbeitrag von Westwind am 01.09.2011 15:09

Bekanntlich werden die TV-Kanäle E-60-69 (oberhalb 800 MHz) in Zukunft für den Mobilfunk geräumt (Frequenz-Neuvergaben).


Das BAKOM äussert sich heute detailliert dazu:

http://www.bakom.admin.ch/themen/frequenzen/03569/index.html?lang=de

Antworten:

Derzeit senden bei uns ja noch etliche Muxe auf den Kanälen 61-69, so z.B. als Grossender der Chasseral auf Kanal 62; dazu habe ich in diesen Bakom-Unterlagen aber nicht gefunden.
Wann soll denn der Chasseral z.B. umstellen auf einen anderen Kanal, und auf welchen anderen Kanal?

von dxbruelhart - am 02.09.2011 09:05
Gemäss einem Bericht von Radio DRS wird das BAKOM neue Vorschriften erlassen, wonach alle Funkmikrofone von Schulen, Instituten, Kirchen, Radio- und TV-Studios usw. (welche um 900 MHz herum senden) ausgetauscht werden müssen.

Es gibt auch Fernsteuerungen für Garagentore und Fernbedienungen/Funkschlüssel für Autos auf UHF-Frequenzen. Ist da nicht ein "Frequenzsalat" vorprogrammiert, und reagiert das BAKOM nicht zu spät?!

von Westwind - am 10.09.2011 10:26
Die Zukunft der drahtlosen Mikrofone im Detail hier publiziert:

http://www.bakom.admin.ch/dokumentation/Newsletter/01315/03806/03808/index.html?lang=de

von Westwind - am 14.10.2011 22:08
Naja, in der Schweiz ist ja DVB-T technisch sowieso kaum etwas in der Luft, nur ein MUX landesweit. Da ist es schwer die LTE-Abtretung zu verhindern.

Neben Telerätia kenne ich sonst keine anderen DVB-T Stationen, oder irre ich da? Gibt's in Zürich mehr Kanäle?

von raeuberhotzenplotz1 - am 14.10.2011 22:14
Weitere DVB-T-Empfangsmöglichkeiten in der Schweiz (neben SRG/SSR/TSI und Telerätia bzw. Swisscom Broadcast)


Valaiscom, DVB-T-Versorgung mit in- und ausländischen TV-Programmen im Kanton Wallis (Oberwallis) ähnlich wie Telerätia in Graubünden
http://www.valaiscom.ch/produkte-services/tv/digitnet/empfang/liste-der-kanaele

Léman Bleu TV, Genf, DVB-T K E50
http://www.lemanbleu.ch/notre-chaine/comment-capter-leman-bleu-tv

Tele 1, Luzern, DVB-T K E26
http://www.tele1.ch/ueber-uns/sendeempfang


von Westwind - am 14.10.2011 23:50
Bei einem flächenmässig kleinen Land wie der Schweiz sind ausserdem die Einstrahlungen aus den Nachbarländern nicht zu unterschätzen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 15.10.2011 04:19
@raeuberhotzenplotz

bei mir ist das Spektrum gut belegt
*****************************************
11 verschiedene MUX,
54 verschiedene Programme,
einige verschlüsselt,
einige HD.

****************************************
Mich stört, wenn hier im CH-Forum
einzelne Schreiber Kommentare
schreiben, ohne zu wissen worüber
sie schreiben
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von LogPer - am 15.10.2011 05:42
Zitat

Mich stört, wenn hier im CH-Forum
einzelne Schreiber Kommentare
schreiben, ohne zu wissen worüber
sie schreiben


Na ja, so schlimm kann das ja nicht gewesen sein. Ich habe auch schon mal etwas geschrieben, welches im Nachhinein nicht stimmte. Im übrigen hatte raeuberhotzenplotz1 ja recht, es gibt ja eigentlich nur einen nationalen Mux (pro Sprachregion).

von drahtlos - am 15.10.2011 16:04
Zitat

... oder irre ich da?


@LogPer:

raeuberhotzenplotz hat ja nur gefragt und nichts falsches behauptet!

Warum also die penetrante Unfreundlichkeit gegenüber ihm??

Zitat

bei mir ist das Spektrum gut belegt

11 verschiedene MUX,
54 verschiedene Programme,
einige verschlüsselt,
einige HD.


Na ja, bei mir auch im Ferienhäuschen auf 1450 Meter ü. M., aber das ist wohl nicht typisch.

Richtig ist - und so war es auch wohl gemeint: In der Schweiz ist DVB-T - leider! - eine reine Alibiübung. Ein offizieller sprachregionaler Mux ohne jede Marktfähigkeit. Selbst das Schweizer Programm wird weit mehr über Satellit hereingeholt, als über DVB-T. Da schaue man sich einmal Italien an! Dort lohnt sich eine Sat-Antenne vielfach nicht, weil man bereits über DVB-T (über-)versorgt ist. Die anderen (Schweizer) Muxe sind "nur" + - regionale drahtlose Kabelanlagen, weil eine Verkabelung DORT zu teuer wäre.

Zitat

Mich stört, wenn hier im CH-Forum einzelne Schreiber Kommentare schreiben, ohne zu wissen worüber sie schreiben


... im Gegensatz zu anderen Foren, in denen nur Fachleute und natürlich fehlerfrei posten.

Der Sinn eines Forums ist ja gerade das Austauschen von Meinungen und nicht das Proklamieren von letzten Weisheiten. :rolleyes:

von audion - am 15.10.2011 16:49
Immerhin aber stellt die DVB-T-Verbreitung den einzigen Weg dar, wenigstens ein bisschen grenzüberschreitend, so wie hier im Raum Donaueschingen, die SRG-Programme auch im Ausland zu empfangen, worüber ich mich sehr freue. Denn über Satellit ist ja alles, außer SF info, verschlüsselt.

von wolfgangF - am 15.10.2011 21:32
Jetzt läuft die Auktion der gesamten Mobilfunkfrequenzen, Angeobte laufen ständig ein beim Bakom; GSM, UMTS, LTE, 925-960 MHz, 1805-1880 MHz, 1900-1920 MHz (neu für UMTS), 2110-2170 MHz, 2500-2690 MHz und eben das obere Ende des UHF-Bandes 791-862 MHz gelangen jetzt unter den Hammer. Alle Frequenzen können neu verteilt werden in dieser Auktion, also auch die GSM-Frequenezn können nochmals komplett umgestellt werden.

von dxbruelhart - am 22.02.2012 06:43
Jetzt soll LTE im 800 MHz-Band doch schon ab 2013 genutzt werden können, siehe http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/26001.pdf

800 MHz: Die Frequenzen können ab dem 1.1.2013 genutzt werden. Aufgrund bestehender DVB-T Verteilnetze im Graubünden und im Oberwallis können
einzelne Frequenzblöcke in diesen Regionen erst ab Ende 2013 genutzt
werden.


Telerätia und Valaiscom erhalten also eine Galgenfrist, die SRG und die Swisscom Broadcast müssen aber jetzt rasch umstellen, z.B. am Chasseral (Kanal 62).

von dxbruelhart - am 23.02.2012 09:21
Mobilfunkauktion hat Folgen für Funkmikrofone und -kameras:

Agenturmeldung vom 3. Juli 2012:

Biel (awp/sda) - Die Neuvergabe aller Mobilfunkfrequenzen an Sunrise, Orange und die Swisscom in der Auktion vom letzten Februar hat Folgen für Funkmikrofone und -kameras. Geräte, die auf gewissen Frequenzen senden, dürfen künftig nicht mehr verwendet werden.
Bei den Funkkameras stehe das Frequenzband zwischen 2'500 Megahertz (MHz) und 2'690 MHz nicht mehr zur Verfügung, erklärte Frequenzspezialist Lucio Cocciantelli vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) am Dienstag an der Jahresmedienkonferenz in Biel. Funkkameras werden beispielsweise bei der Übertragung von Radrennen auf Motorrädern oder in Helikoptern verwendet.
Der Frequenzbereich zwischen 2'500 und 2'690 MHz wurde den Mobilfunkanbietern Sunrise, Orange und Swisscom zugeteilt. Damit keine Störungen auftreten, dürfen in diesem Spektrum keine drahtlosen Kameras mehr eingesetzt werden.
FUNKMIKROFONE AUCH BETROFFEN
Auch gewisse Funkmikrofone, die im 800 MHz-Frequenzband senden, können ab dem 1. Januar 2013 nicht mehr betrieben werden. Denn dieses Frequenzband war nach der Abschaltung des vom Sendemast ausgestrahlten analogen Fernsehens ebenfalls den Telekomkonzernen übergeben worden.
Hier ist allerdings die Frage, welche Mikrofone noch erlaubt sind und welche nicht, komplizierter als bei den Funkkameras. Die Zulässigkeit hängt einerseits von der konkreten Funkfrequenz ab, andererseits teilweise auch von der Sendeleistung der Mikrofone.
Heutige Nutzer hätten zwei Möglichkeiten, sagte Cocciantelli: Entweder könnten sie die Arbeitsfrequenz des Geräts ändern, falls dies möglich sei. Oder sie müssten sich ein neues Gerät kaufen.
ENDE DER KONZESSIONSPFLICHT
Zudem soll auf nächstes Jahr die Konzessionspflicht für drahtlose Mikrofone und andere Anwendungen wie CB-Funk oder Radar auf Binnenschiffen abgeschafft werden. Ab Januar werde dann die Koordination der Frequenzen von Funkmikrofonen, die beispielsweise an Konzerten, Ausstellungen oder Pressekonferenzen zum Einsatz kommen, nicht mehr vom BAKOM übernommen.
Das Bundesamt greife dann auch bei Störungen, die mehrere Funkmikrofone auf der selben Frequenz verursachen, nicht mehr ein, erklärte Cocciantelli. Durch den technischen Fortschritt würden moderne Mikrofone sowieso selbstständig freie Frequenzen suchen.
Da sei es nicht mehr nötig, die Konzessionspflicht aufrecht zu erhalten. Die entsprechende Revision der Verordnung soll im Sommer lanciert werden und ab Januar in Kraft treten.
cp


von Westwind - am 03.07.2012 14:31
Aufgrund der kommenden LTE-Abdeckung auf 800 MHz wird nun das DVB-T Bouquet der SRG Deutschschweiz auf dem Chasseral umgeschaltet von Kanal 62 auf neu Kanal 48, und zwar am 1. Oktober 2012, zwischen 13 und 17h.

Quelle: http://www.broadcast.ch/xportal/tools/getPortalDoc.aspx?docID=560

Frequenzwechsel von Kanal 62 auf Kanal 48

Der Frequenzwechsel betrifft nur TV-Zuschauer/innen, welche die SRG-Fernsehprogramme in den erwähnten Gebieten über Antenne empfangen. Eine Texteinblendung auf dem Bildschirm macht auf die Umschaltung aufmerksam. Der Hinweis wird während einer Woche vor der Umschaltung täglich mehrmals eingeblendet.
Wer diese Laufschrift sieht, muss das Fernsehgerät oder die Empfangsbox nach dem Frequenzwechsel auf den neuen Kanal umprogrammieren beziehungsweise einen neuen Sendersuchlauf durchführen. In seltenen Fällen ist eine kanalselektive Empfangsantenne vorhanden, die allenfalls auszutauschen ist.
Sollten Probleme entstehen, wenden Sie sich an Ihren Fachhändler oder kontaktieren Sie uns:
Helpdesk Distribution SRG SSR: 0848 88 44 22
Erreichbarkeit Mo. - Fr.: 08:30 - 20:00 oder jederzeit per mail an info@broadcast.ch.


von dxbruelhart - am 19.09.2012 06:40
Zwei DVB-T Senderstandorte im Val Poschiavo wechseln am 4. Juni den Kanal wegen LTE von Kanal 62 schaltet man um auf Kanal 24:

http://www.broadcast.ch/xportal/tools/getPortalDoc.aspx?docID=586

- Brusio-Garbela und
- Poschiavo-Selva

Es wird also im Laufe von 2013 wohl LTE 800 von der Swisscom bei uns eingeschaltet.

von dxbruelhart - am 14.05.2013 04:53
Am HB Winterthur kann man über Sunrise nun endlich auch LTE empfangen.

von radiohead - am 17.06.2013 05:34
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