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UKW / TV-DX-Forum
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vor 4 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
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alzarius, PowerAM, eurodab, -, DX-Matze, DaPickniker, nordlyset, _Yoshi_

(UHF) Zimmerantennen - wo liegen die Unterschiede

Startbeitrag von alzarius am 07.03.2013 19:39

Hallo,

Nach einem Blick auf die Palette der verfügbaren Zimmerantennen habe ich festgestellt, dass es eigentlich ganz schön viele unterschiedliche Arten von Antennen gibt.
Zumindest optisch: "Flat"-Antenne, Nudelsieb, Parabolantenne (ich denke an die Klassiker von Zehner wie z.B. AA200)
Mir ist zwar der Unterschied zwischen "nicht-aktiver" und "aktiver" Antenne bekannt, aber selbst unter den "aktiven" (und das sind ja doch die eher interessanteren) gibt es viele Sorten.
Natürlich kann man die Verstärkung von unterschiedlichen Antennen miteinander vergleichen, aber das scheint nicht alles zu sein. Anekdote: ich hatte mal zwei Zimmerantennen (unter gleichen Bedingungen) miteinander verglichen: ein "Markennudelsieb" und eine "Diskountnudelsieb" (beide optisch und was Funktionalität anbelangt quasi gleich), der einzige Unterschied war, dass Letzteres eine größere Verstärkung versprach (ca 5-10dB mehr). Das Ergebnis des Vergleichs war jedoch, dass die Markenantenne deutlich besseren Empfang lieferte.
Bei DVB-T-Empfangsprognosen höre ich häufig "Empfang mit Zimmerantenne möglich". Von welchen Typen wird dabei normalerweise ausgegangen?
Ich hatte mir gedacht, dass wir die Diskussion (der Einfachheit halber) mal auf UHF beschränken.

Antworten:

Also ich habe sowohl mit den Gummi-Gnubbelstäben (à la Autoantenne) als auch mit den runden Sieben (wahlweise mit oder ohne 2 Teleskopantennen an den Seiten) sehr schlechte Erfahrungen gemacht! liefern beide KEINERLEI Signal - auch nicht in Fensternähe!

meine IP 55 von Philips (Philips SDV8622) liefert aber auch indoor tolle Ergebnisse und sieht zudem optisch toll aus - kann überall befestigt werden, indoor und outdoor. Preis ist dafür unschlagbar Kann auch angestrichen werden! die bringt AUCH alle Sender die meine großen Antennen bei Innenmontage bringen, Pegel ist aber teilw. schwächer natürliuch

funktioniert aber wirklich nur mit angeschlossener Stromverbindung!

http://tv-receiver.twenga.de/philips-sdv8622.html

von - - am 07.03.2013 20:45
Hier findet man noch einen Vergleich:

http://www.tvfacts.de/artikel/7935-dvb-t-antennen-so-bleiben-sie-auf-empfang.html

von - - am 07.03.2013 20:48
Zitat
ParadiseFM
Also ich habe sowohl mit den Gummi-Gnubbelstäben (à la Autoantenne) als auch mit den runden Sieben (wahlweise mit oder ohne 2 Teleskopantennen an den Seiten) sehr schlechte Erfahrungen gemacht! liefern beide KEINERLEI Signal - auch nicht in Fensternähe!

meine IP 55 von Philips (Philips SDV8622) liefert aber auch indoor tolle Ergebnisse und sieht zudem optisch toll aus - kann überall befestigt werden, indoor und outdoor. Preis ist dafür unschlagbar Kann auch angestrichen werden! die bringt AUCH alle Sender die meine großen Antennen bei Innenmontage bringen, Pegel ist aber teilw. schwächer natürliuch

funktioniert aber wirklich nur mit angeschlossener Stromverbindung!

http://tv-receiver.twenga.de/philips-sdv8622.html


Da muss ich aber widersprechen! Ich benutze 2 Antennen, eine à la Autoantenne, und eine "Siebschüssel" mit 2 seitlichen Teleskopantennen, beide mit Verstärker. Mit der zweiten kriege ich am Fenster das niederländische DVB-T-Paket ohne Probleme, mit der ersten keine Chance

von nordlyset - am 07.03.2013 21:44
Von dem, was ich so gelesen habe, sind die "Siebschüsseln" im Vergleich zu anderen Antennen (auf dem DVB-T Markt) sehr leistungsstark. (Die Konkurrenzprodukte sind in der Regel nicht so wuchtig/auffällig -- anscheinend können sich viele Leute nicht mit der Optik der Siebschüsseln anfreunden.) Jetzt habe ich aber festgestellt, dass es immer noch die alten "Pseudospiegel" von Zehnder, also AA200 und AA130, (beim Hersteller selbst) neu zu kaufen gibt.
Die gibt es doch schon seit den 80ern. Kamen die "Siebschüsseln" nicht danach? Wenn ja, sind Letztere technisch ausgereifter?
Hat die irgendjemand mal verglichen?

von alzarius - am 09.03.2013 19:14
Habe auch noch die Zehnder AA200 daheim.. Die hab ich noch als Reserveantenne aufgehoben. Kenne keine Zimmerantenne die annähernd so gut geht wie diese. Die bringt bei mir auch in eher ungünstiger Empfangslage noch den ORF vom Pfänder und der Zugspitze her..Dagegen macht zB ne Kathrein BZD40 keinen Stich. Für DVB-T ist die AA200 auf jeden Fall in Sachen Zimmerantenne erste Wahl ;).

Der Unterschied zwischen Siebschüssel und AA200 liegt am Dipol.. DIe AA200 hat da ne richtige Yagi dranne und die Nudelsiebteile meistens nur nen einfachen Dipol. Habe aber auch schon einige Nudelsiebe just for Fun ausprobiert.. Fand die alle gar nicht so schlecht aber die AA200 war immer besser.

Ganz vergessen kann man meiner Meinung nach allerdings diese ganzen kleinen Stabantennen. Die bringen nix und taugen höchstens für die Tonne.

von DaPickniker - am 10.03.2013 17:41
Ich hatte in den 90ern eine Siebschüssel von Zehnder (mit einfachem Dipol und noch zwei Teleskopantennen). Es war der Typ AA96. Hat die jemand mal mit AA200 verglichen?
Ist aufgrund der Tatsache, dass eine Yagi dort fehlt, zu vermuten, dass auch diese Antenne nicht an die AA200 heranreicht. Was bewirkt denn an der AA200 die "Miniyagi"?

von alzarius - am 10.03.2013 19:30
Die AA200 ist die Beste je gebaute Zimmerantenne.
Ich hab bisher keine andere gefunden die UHF so gut Empfängt.
Auch Heute im DVB-T Zeitalter holt die noch einiges raus.

Nur der VHF Dipol war total Miserabel.
Der VHF Verstärker neigte sehr schnell zum Schwingen wenn man die Verstärkung voll aufgedrehet hatte.
Auch hat dieser einen sehr hohen Rauschpegel.

von _Yoshi_ - am 10.03.2013 21:26
Die Rauschzahlen der Verstaerker duerften heute nicht mehr ganz zeitgemaess sein. Im VHF-Bereich gingen sowohl AA130 als auch AA200 schlechter als die langen Antennenstaebe der "Nudelsiebantennen". Die AA200 bot immerhin noch den Vorteil, dass man den VHF-Strang bei Nichtbenutzung auch "zudrehen" konnte, was im UHF-Bereich beim DVB-T Empfang bei Grasnabensignalen ueber Empfang oder Nichtempfang entschied. Bei mir zaehlen die beiden Kanaele vom Helpterberg dazu. Sie machen zwar noch einigermassen Restpegel am noerdlichen Berliner Stadtrand, die AA200 ist und bleibt aber eine Zimmerantenne. Waehrend sich die UHF-Empfangsleistungen von AA130 und AA200 sehr aehnlich sind scheint der nicht regelbare Verstaerker der AA130 bei stark einfallenden Signalen im VHF-Band III generell Probleme zu bekommen. Ich muss die bei meiner Freundin stehende AA130 mit dem VHF-Dipol aus der Hauptempfangsrichtung (Berlin) drehen, wenn ich stabile Signal- und Qualitaetsbalken beim Empfang im UHF-Bereich haben will. Das Herausziehen der VHF-Dipolhaelften brachte den Verstaerker sonderbarerweise auch aus dem Gleichgewicht, die Wirkung war fast schlimmer als die auf Berlin gerichteten Dipole. Wahrscheinlich schwingt sich dann etwas auf. Trotzdem brachten beide Antennen in 16321 Bernau bis zur Abschaltung gute Signale vom polnischen Gruenberg (Zielona Gora) im UHF-Bereich.

Nochmal zu den "Nudelsiebantennen". Sie entsprechen von der Bauform her eine Bi-Quad. Eine Antennebauform mit nicht einmal schlechtem Gewinn bei akzeptabler Richtwirkung und bei korrekter Montage auch einem ganz manierlichen V/R-Verhaeltnis. Wenn die verbauten Verstaerker nicht alles wieder verreissen, dann sind's durchaus brauchbare Antennen! In meinem Freundeskreis besitzt jemand so ein Ding, das leergeraeumt und nur noch mit einem UHF-Inlineverstaerker bestueckt ist. Bringt ihm in guter (freier) Wohnlage am Eberswalder Ostend DVB-T aus Berlin. Antenne steht auf dem Fensterbrett, es gibt alle Berliner Kanaele.

von PowerAM - am 11.03.2013 06:26
Wenn wir uns mal auf den UHF-Bereich beschränken, könnte man sagen, dass zu Analog-Zeiten der Empfang mit AA200 eine deutliche Verbesserung von schwächeren Signalen ermöglichte, d.h. weniger Schnee/Farbrauschen als eine Siebschüssel mit Schleifendipol. Oder wären die Unterschiede eher geringfügig gewesen?

von alzarius - am 20.03.2013 19:50
Ich hab' beide Antennen. Die AA-200 hatte gegenueber dem "Nudelsieb" den kleineren Oeffnungswinkel. Zu Analogfernsehzeiten nahm ich lieber das Nudelsieb, da diese Antenne keine Ausrichtungsaenderung zwischen den Programmen vom Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz und dem Schaeferberg am Wannsee brauchte. Pegel gab's ausreichend. Beim DVB-T Empfang bringt mir die AA-200 als einzige die Kanaele 22 und 23 vom Helpterberg am noerdlichen Berliner Stadtrand.

von PowerAM - am 21.03.2013 06:55
Zitat
plueschkater
Da an diesem Thread über Zehnder-Antennen diskutiert wird: hat bzw. hatte jemand die AS27 und kann etwas darüber berichten?

Hier im Münchner Umland hatte jemand zu Analogzeiten eine solche Antenne auf dem Dach montiert und auf Olympiaturm ausgerichtet - wie gut damit die Privatsender hereinkamen, wäre interessant gewesen.


ich habe die AS27, die AA200, AA130 und noch weitere "historische" Zimmerantennen von Zehnder.
Die AS27 hat ungefähr die gleiche Empfangsleistung wie die AA130. Die AA200 ist aber im UHF-Bereich noch etwas stärker.

Falls weitere Daten von Zehnder-Zimmerantennen benötigt werden, kann ich diese gerne zur Verfügung stellen

von eurodab - am 22.03.2013 08:14
Gern! Denn ueber die tatsaechlichen Faehig- und Fertigkeiten des Verstaerkers von AA-130 und 200 weiss ich nichts. Da der ohnehin nicht sonderlich pralle VHF-Empfang beider Modelle obsolent geworden ist wuerde ich meine auch gern auf UHF-only umbauen und mehr machen als nur die VHF-Dipole nicht anstecken.

von PowerAM - am 22.03.2013 09:10
Zitat
alzarius
Von dem, was ich so gelesen habe, sind die "Siebschüsseln" im Vergleich zu anderen Antennen (auf dem DVB-T Markt) sehr leistungsstark.


In der Tat. Wenn man an keine gebrauchte Zehnder kommt. Ich bin bisher auch recht gut mit der Digitenne 1 von Technisat oder der BZX-31 von Kathrein am Anfang gefahren.

Ich hab ja enge Bekannte bei Zehnder in Tennenbronn, von dort wird wohl auch meine neue Yagi kommen.

von DX-Matze - am 22.03.2013 09:57
Bei der AS27 kann der Verstärker sogar ausgebaut und "zweckentfremdet" werden, da dieser ein Blechgehäuse mt Ein-und Ausgang hat. Ferspeisung via 12V mit Fernspeise-Steckernetzteil.
Dieser Vorverstärker lässt sich somit auch an einer Dachantenne betreiben


Meine Sammlung umfasst auch Modelle von Fuba, Wisi, Kathrein, Hirschmann und FTE. Ich muss mal genaus zählen aber so 10-15 Modelle habe ich. Viele "alte" neue in der originalen Verpackung

von eurodab - am 22.03.2013 10:24
Zitat
PowerAM
Gern! Denn ueber die tatsaechlichen Faehig- und Fertigkeiten des Verstaerkers von AA-130 und 200 weiss ich nichts. Da der ohnehin nicht sonderlich pralle VHF-Empfang beider Modelle obsolent geworden ist wuerde ich meine auch gern auf UHF-only umbauen und mehr machen als nur die VHF-Dipole nicht anstecken.


Bei der AA200 sitzt der Verstärker direkt in der Yagi.
Es reicht sogar die 5V Versorgung eines DVB-T Receivers um den Verstärker zu versorgen. Einfach ein Chinch-Koax-Adapter verwenden und die Yagi der AA200 direkt mit dem DVB-T Receiver verbinden. Funktioniert Perfekt :spos:

von eurodab - am 22.03.2013 10:52
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