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UKW / TV-DX-Forum
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Nederland 1 - Reichweite früher und heute

Startbeitrag von alzarius am 09.03.2013 19:25

Zu analogen Zeiten sendeten ja mehrere Sender Nederland 1 im deutschen Grenzgebiet auf einem VHF-Kanal (Markelo K7 und Roermond K5). Die wurden ja im Zuge von DVB-T gestrichen. Jetzt wird im UHF-Band gesendet und die Reichweite müsste doch wesentlich kleiner sein. Mich würde mal interessieren, wie weit früher östlich der Empfang von Ned1 möglich war (mit welchem Aufwand) und wie weit das Signal jetzt kommt.

Antworten:

Wird das Signal nicht massiv vom Sender Nordhelle gestört ?
http://de.wikipedia.org/wiki/WDR-Sendeturm_Nordhelle

von Eheimz - am 09.03.2013 19:44
Die größte reichweite müsste damals Lopik gehabt haben.
Der sendete im Band I auf E4.
Schon bei geringen Tropo war der schon zu sehen.

von _Yoshi_ - am 09.03.2013 20:27
Hier in Krefeld war der Empfang mit Dachantenne zwar möglich, aber nicht so dolle. Am stärksten kam Nederland 1 bei uns rein, am zweitstärksten Nederland 2 und am schlechtesten Nederland 3. Keine Ahnung, warum das so war. Zusätzlich ging hier je nach Wetterlage das Regionalfernsehen aus Gelderland. Alle genannten Sender waren aber verrauscht, selbst Nederland 1, bei Tropos ging TV Gelderland manchmal rauschfrei.

Im Moment brauche ich eine Drahtsieb-Antenne mit 2 seitlichen Teleskopantennen und eingebautem Verstärker, damit kriege ich aber je nach Wetterlage bis zu 3 Standorte mit Nederland 1-3 und L1 TV, der Rest ist ja verschlüsselt

von nordlyset - am 09.03.2013 21:42
In NRW war der Empfang auch aufgrund der Sprachbarriere nicht besonders interessant. In Niedersachsen sieht es anders aus, da dort das Plattdeutsche noch verbreitet ist, allerdings hatte sich Smilde schon immer ganz heftig mit dem Brocken gebissen, sogar auf niederländischem Staatsgebiet konnte sich zeitweise das DDR-Fernsehen durchsetzen.

von RheinMain701 - am 10.03.2013 17:43
Es verwundert mich ein bisschen, dass das Interesse nicht so groß war.
Ich fand, dass sich NED1 doch deutlich an der BBC orientierte. Es liefen dort doch auch so einige Serien aus den USA oder Großbritannien im Original.
Bei uns im Ruhrgebiet (nordlicher EN-Kreis) hatten wir NED1 aus Roermond (K5), aber man konnte es meistens nur erahnen (wenn nicht gerade Tropo war). Das muss ein Abfallprodukt gewesen sein, da von uns aus Langenberg (K9) so ziemlich die gleiche Richtung war wie Roermond.
Ich frage mich, ob man da durch spezielles Equipment noch etwas hätte machen können.

von alzarius - am 10.03.2013 19:40
Zitat
alzarius
Zu analogen Zeiten sendeten ja mehrere Sender Nederland 1 im deutschen Grenzgebiet auf einem VHF-Kanal (Markelo K7 und Roermond K5). Die wurden ja im Zuge von DVB-T gestrichen. Jetzt wird im UHF-Band gesendet und die Reichweite müsste doch wesentlich kleiner sein. Mich würde mal interessieren, wie weit früher östlich der Empfang von Ned1 möglich war (mit welchem Aufwand) und wie weit das Signal jetzt kommt.

Du unterschlägst hier den (fast wichtigeren, aus Deutscher Sicht) Sender Smilde auf E06. Der sorgte hier damals beim Empfang vom Brocken E06 immer ein Jalousienmuster...
Smilde steht zwar nicht in Grenznähe, war aber hier leichter zu empfangen als der viel näher gelegene Sender Markelo (viel kleinerer Sendeturm).

von WiehengeBIERge - am 10.03.2013 19:42
Stimmt. Von den UHF-Kanalen aus Smilde gab es bei Tropo auch häufig Besuch.
Den K6 haben wir nie bekommen, da unsere VHF-Antenne in Richtung Südwesten stand (also falsche Himmelsrichtung).

von alzarius - am 10.03.2013 19:54
E6 Smilde war hier fast Ortssender.
Den konnte man mit ein Stück Draht in der Antennenbuchse empfangen.

von _Yoshi_ - am 10.03.2013 21:20
In Ostfriesland waren auch viele Antennen nach Smilde ausgerichtet.

von iro - am 10.03.2013 21:26
Zitat
alzarius
Es verwundert mich ein bisschen, dass das Interesse nicht so groß war.
Ich fand, dass sich NED1 doch deutlich an der BBC orientierte. Es liefen dort doch auch so einige Serien aus den USA oder Großbritannien im Original.


In NRW war auch in weiten Teilen BFBS-Fernsehen (SSVC) zu empfangen, dennoch wurde es von der Masse der Bevölkerung ignoriert. Bei uns im Kreis Kleve wurde durchaus viel niederländisches Fernsehen geguckt, aber für die im Südkreis ebenfalls empfangbaren Belgier wurde schon in der Regel kein Geld mehr für eine Antenne ausgegeben, für BFBS schon gar nicht. Dann eher für eine lange Yagi für den K56 (Südwest 3) aus Ahrweiler oder sogar eine Monsterantenne für den K7 (RTL), bevor die Sender in NRW den Sendebetrieb aufgenommen haben. Dass ich damals selbstverständlich alle technisch möglichen Programme auch empfangen konnte und auch geguckt habe, war da eher eine Ausnahme. :D

von Bolivar diGriz - am 11.03.2013 08:36
K5 Ned1 aus roermond kam im essener süden in höhenlagen mit der auf langenberg gerichteten vhf-antenne nur gelegentlich bei tropo rein. im nordwesten war markelo ohne besonderen aufwand empfangbar. im süden war bei freier sicht nach norden, nordwesten markelo ned 2 und ned 3 in den 80er jahren mit der nach wesel gerichteten uhf-yagi störungsfrei zu empfangen. dort kam bei tropo sogar manchmal die bbc von tacolneston in farbe sowie dr1 und tv2 von apenrade rein. auch ssvc von mülheim (wrexham barracks) lies sich blicken. ebenso die sat1-funzel von bottrop als erster sat1 sender.
insbesondere ned2 und ned 3 (später) haben wir viel gesehen.

von ahnungsloser - am 11.03.2013 08:48
Zitat
Exidor
Zitat
alzarius
Es verwundert mich ein bisschen, dass das Interesse nicht so groß war.
Ich fand, dass sich NED1 doch deutlich an der BBC orientierte. Es liefen dort doch auch so einige Serien aus den USA oder Großbritannien im Original.


In NRW war auch in weiten Teilen BFBS-Fernsehen (SSVC) zu empfangen, dennoch wurde es von der Masse der Bevölkerung ignoriert. Bei uns im Kreis Kleve wurde durchaus viel niederländisches Fernsehen geguckt, aber für die im Südkreis ebenfalls empfangbaren Belgier wurde schon in der Regel kein Geld mehr für eine Antenne ausgegeben, für BFBS schon gar nicht. Dann eher für eine lange Yagi für den K56 (Südwest 3) aus Ahrweiler oder sogar eine Monsterantenne für den K7 (RTL), bevor die Sender in NRW den Sendebetrieb aufgenommen haben. Dass ich damals selbstverständlich alle technisch möglichen Programme auch empfangen konnte und auch geguckt habe, war da eher eine Ausnahme. :D


Das mit SSVC könnte daran liegen das dieser mit einen anderen Tonabstand gesendet hatte.
Ich denke mal mit 6,0MHz.

von _Yoshi_ - am 11.03.2013 18:11
Ich habe ja rund 2 Jahre in Brugge gewohnt, keine 50 km von der nl. Grenze weg.
Dort war schon zu Analogzeiten der Empfang niederl. TV-Programme wie auch Radios eine Katastrophe und nur mit gewaltigem Aufwand zu stemmen.

Die 3 Stationen kamen nur stark verrauscht und oftmals ohne Ton rein.
Auch auf UKW geht der Tx. Goes noch halbwegs, aber Vlissingen, Terneuzen usw. sind kaum zu gebrauchen. Eher geht noch Lopik besser

von - - am 11.03.2013 20:58
@Yoshi: Das ist korrekt. Der passende Konverter wurde in den Fernseher eingelötet, hatte mich im Jahre 1985 80 DM gekostet. Geräte aus den 1990ern konnten oftmals ab Werk beide Normen, da es teurer gewesen wäre, verschiedene Tuner zu bauen.

von Bolivar diGriz - am 12.03.2013 15:55
Ist ja mehr nur eine zusätzliche Ton ZF Platine (TBA120T mit 6,0MHz Keramikfilter).
Und da dann die NF umschaltbar machen.

So hab ich das auch beim Roadstar CTV-506 (DX-Glotze) gemacht.
Diesen hab ich mit einer zusäzlichen Ton ZF Platine 6,5MHz tauglich gemacht.

von _Yoshi_ - am 12.03.2013 19:34
Bei Tropo schlug im UHF-Band ein Sender von Nederland 1 immer sehr stark durch. War dann wesentlich besser als das, was im VHF-Band ankam. Das muss so um K50 gewesen sein (genaue Frequenz ist mir entfallen). Weiß jemand, von wo der kam?

von alzarius - am 14.03.2013 19:36
Sicher Arnheim. Der sendete genau auf K50. Von dort kam auch Nederland 2 auf K53, Nederland 3 auf K43 und Omroep Gelderland auf K58.

von RheinMain701 - am 14.03.2013 21:21
Ja, das muss wirklich Arnheim gewesen sein. Vielen Dank RheinMain701!
Die anderen Kanäle kommen mir sogar heute noch bekannt vor. K43 und K58 drangen bei Tropo auch immer gut durch.
Jetzt verstehe ich auch endlich, wieso bei uns niemals bei Tropo Nederland 2 vernünftig durchgekommen ist. Der 500kw-WDR-Sender auf K53 vom Florianturm (Dortmund) war da im Weg.
Bei sehr starkem Tropo machte sich jedoch Ned2 durch Gleichkanalstörungen bemerkbar (habe nie gewusst, dass das Ned2 war - es gab halt Jalousien).
Wie stark waren diese Sender aus Arnheim? Bei den ganzen Diskussionen auf diesem und anderen Threads ist eigentlich immer von anderen Standorten aus NL (Smilde, Markelo, Lopik, Roermond) die Rede.

von alzarius - am 16.03.2013 19:14
Nederland 1/2/3 wurde mit 30 kW angegeben, Omroep Gelderland mit 32 kW, also ganz minimal stärker. Hierbei handelte es sich eigentlich nur um einen Füller für die Gegend um Arnheim, weswegen der Standort in Deutschland nicht so sehr bekannt ist.

von RheinMain701 - am 16.03.2013 21:42
Genau, Arnhem ist eigentlich nur ein grosser Füllsender gewesen.

von Jassy - am 17.03.2013 12:12
Bei uns in Castrop-Rauxel (Stadtteil Merklinde, Grenze zu Dortmund) gingen früher die NL-Programme aus Markelo recht gut. Sowohl der VHF Kanal 7, wie auch die beiden UHF Kanäle für NED2 und NED3 gingen in Farbe, leicht angerauscht. Daneben ging mit Band I Antenne auch Lopik in stark wechselnder Qualität. Heute geht aus NL bei normalen Bedingungen via DVB-T überhaupt nichts mehr.

von UKW/DAB/TV - am 17.03.2013 13:19
Das hätte ich nicht gedacht. Mir war immer schon aufgefallen, dass Markelo auf UKW 91.4MHz in Bochum sehr gut im normalen Autoradio ankam, aber dass selbst noch in Castrop-Rauxel die Sender aus Markelo reingehen, hätte ich nicht gedacht. Wir haben damals gerade mal 13km (Luftlinie) weiter südlich von Deinem Standort gewohnt und da ging eigentlich nichts.
War Kanal 7 denn besser als die UHF-Kanäle zu empfangen (mich interessiert die Zeit vor dem Wechsel von SAT1 aus Essen auf diesen Kanal - von da an gab es wahrscheinlich stärkere Probleme)?
Wie sah denn bei Euch die typische Ausrichtung der Antennen aus? Ich hätte vermutet, dass man vorwiegend im UHF-Bereich auf Schwerte (RTL, SAT1, VOX) und Dortmund (ZDF, WDR) ausrichtete. Hattet Ihr mehrere VHF-Antennen?

von alzarius - am 17.03.2013 17:04
Ich denke auch das Kanal 22 aus Hengelo/Enschede deshalb nicht geht da auch Wuppertal auf K22 funkt und die sich in ein grossen Bereich gegenseitig stören. Die K42 aus Doetinchem/Arnhem wäre dann eine Alternative, vor sofern da nichts anderes drauf ist.

von Jassy - am 17.03.2013 17:49
Ich hatte in den 80er Jahren in Dortmund-Süd eine 91-ele UHF-Antenne mit Kanalverstärker, die auf Osnabrück E56 (Nord 3) ausgerichtet war. Bei guten Tropo-Bedingungen kam damit auch NED-2 Markelo (E54) von der Seite her herein, aber das war selten. Ach ja, auf UKW war am gleichen Empfangsort damals der Markelo-Empfang mit Aussenantenne überhaupt kein Problem (91.40, 96.20, 98.40), das ging alles fast rauschfrei in Stereo.

73 de Uli

von ulionken - am 17.03.2013 18:08
K56 (Schleptruper Egge) hatten wir auch in den 80ern (hier in EN).
Der Empfang war aber grenzwertig: starkes Farbrauschen und Jalousien.
Ende der 80er wurde die entsprechende Yagi auf Wesel gedreht.
ulionken, konntet Ihr auch die entsprechende Version der ARD (K50) empfangen (da gab es zu der Zeit ja ein eigenständiges Vorabendprogramm). Bei uns ging der überhaupt nicht rein.
Wäre in den 90ern eigentlich noch der N3-Empfang möglich gewesen, oder kamen da zu viele störende Funzeln aus NRW in die Quere?

von alzarius - am 17.03.2013 19:51
Rauschfrei war der E56 bei uns in Dortmund-Süd in de Regel damals auch nicht, trotz der nach Norden freien Hanglage. Der E50 (ARD-NDR) ist im Prinzip auch gegangen, ohne Verstärker war das Signal ähnlich wie auf E56. Aber es waren knapp 20 m von der Antenne bis zum Hausverstärker, ohne ferngespeisten Vorverstärker ging es also nicht. Wegen Dortmund E53 kam für mich nur ein Kanalverstärker für E56 in Frage. Im Raum Münster gab es damals Bereichsweichen, die E50-E56 durchgelassen haben, aber dort war schliesslich E53 auch kein Ortssender.

Wie es in den 90er Jahren weiterging, das weiss ich nicht. Ich bin vorher ausgezogen, und meine Eltern haben einen Kabelanschluss bestellt. :rolleyes:

73 de Uli

von ulionken - am 17.03.2013 20:55
Zitat
alzarius
Das hätte ich nicht gedacht. Mir war immer schon aufgefallen, dass Markelo auf UKW 91.4MHz in Bochum sehr gut im normalen Autoradio ankam, aber dass selbst noch in Castrop-Rauxel die Sender aus Markelo reingehen, hätte ich nicht gedacht. Wir haben damals gerade mal 13km (Luftlinie) weiter südlich von Deinem Standort gewohnt und da ging eigentlich nichts.
War Kanal 7 denn besser als die UHF-Kanäle zu empfangen (mich interessiert die Zeit vor dem Wechsel von SAT1 aus Essen auf diesen Kanal - von da an gab es wahrscheinlich stärkere Probleme)?
Wie sah denn bei Euch die typische Ausrichtung der Antennen aus? Ich hätte vermutet, dass man vorwiegend im UHF-Bereich auf Schwerte (RTL, SAT1, VOX) und Dortmund (ZDF, WDR) ausrichtete. Hattet Ihr mehrere VHF-Antennen?


Also zunächst einmal waren wir schon relativ hoch und mit freier Sicht Richtung Nord/Nordwest gelegen. Von daher waren die Bedingungen günstiger als in anderen Stadtteilen. Für den Kanal 7 hatten wir eine 10 Element VHF Antenne, für die UHF Kanäle eine 91 Element Antenne. Die Qualität war annähernd gleich, allerdings kam der Kanal 7 bei Tropo immer gleich glasklar. Nach dem Wechsel von SAT1 in Essen auf den Kanal 7 gab es starke Jalousien und damit war das Thema Nederland 1 für uns eigentlich gegessen. Etwas später bin ich dann auch weggezogen.

Die typische Antennenkonstellation war bei uns VHF Antenne auf Langenberg, UHF Antenne auf Wesel. Damit konnte man RTL aus Wesel mit empfangen, SAT 1 Essen ging oft über die VHF Antenne mit. Einige haben RTL und SAT1 auch aus Dortmund geholt, der Empfang war aber schwieriger als RTL aus Wesel. SAT 1 aus Recklinghausen (K39) ging auch noch, es gab hier aber auch irgend einen Gleichkanalstörer und damit oft leichte Jalousien.

von UKW/DAB/TV - am 18.03.2013 09:09
Nur so aus Interesse: Welcher SAT1-Sender ging bei Euch so am besten: RE, DO oder E?
Wurde Ortssenderqualität erreicht?

von alzarius - am 18.03.2013 20:00
als er eingeschaltet wurde natürlich k7 essen, vorher die bottroper funzel

von ahnungsloser - am 19.03.2013 11:03
Wenn terrestrisch der Empfang von Ned1-3 so weit in den Osten von NRW ging, waren doch wahrscheinlich im Kabel diese Programme auch flächendeckend drin. Weiß jemand, welche niederländischen Programme genau drin waren und wann sie in etwa herausgeflogen sind?

von alzarius - am 20.03.2013 19:54
In NRW waren die Niederländer nur im äußerstem Westen im Kabel, sie wurden längst nicht überall eingespeist, wo es möglich gewesen wäre - eben weil von Deutscher Seite aus kaum Interesse an den Programmen bestand.
Bei uns war es so, dass im Nachbarkreis (Osnabrück) Niederländer eingespeist wurden, bei uns aber nicht mehr...

von WiehengeBIERge - am 21.03.2013 11:19
in essen waren anfang der 90er jahre ned1-3 und die radioprogramme im kabel. grundlage war, dass sie in teilen essens "ortsüblich empfangbar" waren (von den antennen auf dem postscheckamt hochhaus am bahnhof). sie wurden dann aber schrittwesie von den üblichen verdächtigen verdrängt.

von ahnungsloser - am 21.03.2013 12:28
Ziemlich neidisch war ich damals auf die Anlage eines Freundes in Hückelhoven-Doveren. Mit nur einer Kathrein UHF Antenne > 80 Elemente kam bei fester Ausrichtung nach SSW 13 Programme rein:

NL1 51
NL2 54
NL3 48
BRTN1 44
BRTN2 47
Tele21 42
Canal+ 39
ARD 24
ZDF 37
WDR 58
RTL 26
Sat1 27
VOX 60

Alles in Farbe ohne Rauschen! Mann war ich neidisch, denn bei uns 3Km weiter westlich war bis auf 1,2,3 alles verzerrt durch Gleichkanalstörer. 3 Kanäle hätte er noch mit weiteren Antennen ranholen können, aber da sa er keinen Bedarf. Das waren RTBF K8, SWF3 auf 56 und SSVC auf 49.

von TobiAC - am 22.03.2013 10:44
In RE waren alle 3 Niederländer im Kabel, wetterabhängig aber mit Jalousie oder teilweise sogar GB-Empfang nach Sendeschluss der Niederländer.
NDR1 und N3 hat man ebenfalls terrestrisch empfangen und eingespeist.

von Marc_RE - am 22.03.2013 10:51
Also im östlichen Ruhrgebiet war nahezu kein niederländischer Sender mehr unter Normalbedingungen zu empfangen. Lediglich K7 NED1 Markelo sowie K4 NED1 Lopik waren auf Anhöhen, leichten Bergen und mit guten Antennen zu empfangen. Auf einem dieser Berge, mit Westausrichtung wohnte ich kurzzeitig und konnte so regelmäßig NED1 gucken, war ganz nett gewesen. Bei Tropo kamen sehr gut Smilde, Markelo und Roemond (+Genk) durch, das war im Herbst usw. natürlich recht oft. Mittlerweile alles Geschichte, selbst bei großer Tropo lässt sich gerade mal K22(?) mit den NED1-3 usw. normal empfangen.

OT: @alzarius
Der Kanal 50 aus Osnabrück ging in Kamen (nordöstlich DO) sogar besser als der K56. Der beste Kanal aus Osnabrück war K39 ZDF. Bei uns wurde lange Zeit N3 vom K56 ins Kabel eingespeist, der mit einer ordentlichen Antenne ziemlich problemlos zu empfangen. Übrigens war hier bei uns in der Gegend für die privaten (RTL, Sat1, Vox) eindeutig Schwerte der Haus und Hofsender, Hamm ging ziemlich schlecht.
/OT

von Jens1978 - am 22.03.2013 21:54
Der Kanal 4 Lopik-Ijsselstein hatte auch wirklich eine beeindruckende Reichweite:
Mit Bild und Ton ging der auch noch in Merchweiler, im Saarland; auf meinem AOR AR5000 problemlos mit Bild- und Tonträger, mit der für diese tiefe Frequenz eher ungeeigneten Burdewick ATA-2; wer also dort eine nordexponierte Lage hatte und sich eine Kanal 4-Antenne aufs Dach setzte, konnte also NED1 auch im Saarland geniessen.
Bis in die Region Uster wellte gar der Bildträger von Lopik-Ijsselstein, den konnte ich fast dauerhaft empfangen mit der gleichen Ausrüstung, z.B. auf der Burg in Uster. Aufgrund von stärkeren Gleichkanalsendern wäre in Uster aber auch mit Monster-Antennenausrüstung kein richtigeer Empfang mehr möglich gewesen, da stand der Raichberg; Monte Penice und La Dôle solchen Plänen im Wege.

von dxbruelhart - am 23.03.2013 06:40
Nederland 1 terrestrisch im Saarland ist ja wirklich beachtlich.
Welche Leistung hatten denn die niederländischen Grundnetzsender im VHF Band?
Roermond war 50kW. Der Rest 100kW?

von alzarius - am 23.03.2013 19:42
Lopik 4 100 kW
Roermond 5 50 kW
Smilde 6 40 kW
Markelo 7 30 kW

von RheinMain701 - am 23.03.2013 19:56
Weiß vielleicht jemand, ob auf DVB-T im Paket Publieke Omroep (hier Kanal 54) in letzter Zeit irgendwas an der Reichweite oder ERP geändert wurde?
Ich konnte bisher hier in Krefeld mit einer verstärkten Zimmerantenne ("Drahtsiebschüssel" mit zwei seitlichen Teleskopantennen) das Paket mit NED1-3 sowie L1 TV ohne weiteres am Fenster empfangen, indem ich die Antenne in Richtung Venlo gedreht habe. In letzter Zeit kann ich das so nicht mehr empfangen, erst nach viel Rumprobieren kriege ich ein gutes Signal aus Richtung Roermond. Laut der Liste von UKWTV hat sich nichts geändert und Venlo müsste weiterhin besser als Roermond durchkommen... (laut Wikipedia hat Roermond jedoch 10 und nicht 20kW...:confused: )

Ist da irgendwas ausgefallen, oder wurde in Richtung D mehr ausgeblendet, oder irgendwas anderes? Hat vl jemand was gehört? Die Antenne funktioniert, es ist zugegeben nicht die allerbeste, aber bis vor Kurzem gings ja... das ist echt nervig, erst 10min rumprobieren zu müssen, wo es vorher doch prima ging :(

von nordlyset - am 13.05.2013 00:32
Hm, komisch, konnte K54 bisher immer ganz leicht bekommen, in letzter Zeit (am Koninginnedag ist es mir zum ersten Mal aufgefallen) ist es aber hier in Krefeld deutlich schlechter geworden... na gut, muss ich demnächst antennentechnisch wohl schwereres Geschütz auffahren... :D

von nordlyset - am 13.05.2013 22:12
Moin, das Thema ist zwar jetzt schon ein paar Tage her, aber es scheint wohl so zu sein. Ich habe jetzt nach langer Zeit mal wieder meine gute AA-130 und AA-200 von Zehnder, sowie meinen DVB-T-Receiver von RADIX angeschlossen und getestet.
Ergebnis : Auch ich bekomme die Holländer hier in Meerbusch-Osterath nicht mehr rein,lediglich noch Kanal 24, 27 und 34, und diese aufsteigend schwächer werdend, Kanal 34 hat nur noch ca. 50 Prozent Qualität, Kanal 51 und 54 hingegen kommen gar nicht mehr. Damals ging Kanal 54 noch sauber. Also scheint das der klare Beweis zu sein, dass mindestens in Richtung Deutschland die Leistung reduziert wurde.:-(

von peppi477 - am 19.08.2013 10:29
Wo bleiben die niederländischen analogen TV-Piraaten auf E4?:spos:

von Bolivar diGriz - am 19.08.2013 14:50
Zitat
Exidor
Wo bleiben die niederländischen analogen TV-Piraaten auf E4?:spos:

Das wäre mal was. ;)

von _Yoshi_ - am 19.08.2013 15:33
Einen Fernsehsender auf die Beine zu stellen ist mit erheblichem finanziellen und technischen Aufwand verbunden. Nicht einmal offiziell lizenzierte Lokalsender schaffen das manchmal. Dort wird zum Teil noch in Schwarz-Weiß gesendet, drei Viertel der Sendezeit mit Pornos und Teleshopping angefüllt oder es fällt stundenlang der Sender aus und niemand merkt es. Ob das für einen Piraten lohnenswert ist, bleibt die Frage. Immerhin würde er vermutlich bereits nach wenigen Stunden entdeckt werden, weil wieder irgendeiner seine Blubbersender im Dabradio nicht mehr sauber empfangen kann dank Funzelleistung.

Es ist aber jeder gern selbst eingeladen, sich einmal daran zu versuchen. Ein "Piratenfernsehsender" ist eine ganz andere Liga als einen Minizünder an eine Yagi zu klemmen und damit auf dem Dachboden ein paar MP3s zu funken!

von - - am 19.08.2013 17:25
So schwierig ist das gar nicht ;-). Hat man ja früher auch hinbekommen. Nur hatte das damals ja auch noch Sinn. Bringt nur heute nix mehr, man könnte analog rumzünden, das ist nicht so das Problem, nur es wird quasi gar keine Zuschauer geben, weil niemand mehr terrestrisch analog fern sieht in dieser Gegend Europas...

von WiehengeBIERge - am 19.08.2013 18:04
Zitat

weil niemand mehr terrestrisch analog fern sieht in dieser Gegend Europas...


Das mag für NRW und das südliche Niedersachsen zutreffen, weil die interessanten Programme aus den Niederlanden, Flandern und Wallonien weitgehend verschlüsselt abgestrahlt werden.

Hier im Grenzgebiet zu Österreich wird aber nach wie vor der ORF gerne mit den alten K 32-Antennen angepeilt, nun halt im digitalen Modus mit einr zusätzlichen Box. Diese gibt es bereits um 20 Euro und das ist die Mühe wert. Schließlich senden hier ja diverse Privatsender, auch SAT.1 Gold, Tele 5 und Sixx. Ab Herbst kommt dann noch ProSieben MAXX mit dazu. Das Programmangebot ist also schon interessant für Camper oder auch für die Gartenlaube und Zweitgeräte. Man sieht zuweilen in grenznahen Orten bei entstehenden Neubaugebieten sogar ein bis zwei Jahre alt Einfamilienhäuser mit einem Masten, an dem neben der obligatorischen Satschüssel auch eine kleine Yagi oder eine verschalte Antenne für den ORF montiert ist.

Auch im Bodenseeraum spielt (digitales) Antennenfernsehen noch immer eine wichtige Rolle, weil man darüber bereits mit geringem Aufwand neben dem ORF auch die Schweizer Programme (3x deutsch, je 1x italienisch und französisch) bekommt. Gerade ORF 1 und SF2 sind wegen des Originaltons bei diversen Serien und den werbefreien Spielfilmen von Interesse. Die sind dort besser empfangbar als die deutschen Programme und bieten doch einen gewaltigen Mehrwert, da sie alle unverschlüsselt in DVB-T1 Norm senden. Wer Bekannte drüben in Bregenz oder Lochau hat, kann sich auch ein SimpliTV-Abo besorgen und bekommt damit um die 30 Programme, darunter ORF, ARD und ZDF sowie diverse Privatsender (RTL, ProSieben, Sat.1, VOX) in HD.

Analog schaut heutzutage freilich niemand mehr, es gibt ja auch keinerlei Programme mehr in Mitteleuropa. Allerdings haben wohl einige Leute ihre alten Antennen für das neue Dabradio hergenommen - mit mehr oder weniger großem Erfolg...

von - - am 19.08.2013 18:14
Zitat

Das mag für NRW und das südliche Niedersachsen zutreffen, weil die interessanten Programme aus den Niederlanden, Flandern und Wallonien weitgehend verschlüsselt abgestrahlt werden.

Genau um den Bereich ging es hier doch auch ;-).

von WiehengeBIERge - am 19.08.2013 18:34
In UHF Bereich ist das kein Problem, da gibt es ja passende Modulatoren.
Da braucht man nur noch einen Linearen Verstärker und entsprechende Filter nach schalten und man hat einen Halbwegs anständigen TV Sender.
Als Antenne kann man eine fürs Senden umgebaute UHF Antenne nutzen.

von _Yoshi_ - am 20.08.2013 20:09
Zurück zur eigentlichen Frage meinerseits :
Weiß wer Genaueres, ob Roermond die Leistung in Sachen DVB-T reduziert hat ?

von peppi477 - am 21.08.2013 13:02
Ich empfange Roermond K54 mit einer vertikalen Dachantenne (ca. 43 Elemente). Heerlen ist durch ein Gebäude abgeschattet. Die Signalreserve war, als ich die Antenne ausrichtete, nicht sonderlich groß. Der Empfang ist aber unverändert einwandfrei.

von koslowski - am 21.08.2013 17:00
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