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UKW / TV-DX-Forum
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Jassy, DX-Fritz, Peter Schwarz

Bandscan (DAB): 23.09.2014 - Augstberg/Trochtelfingen - Schwäbische Alb-Rekordscan!

Startbeitrag von Peter Schwarz am 23.09.2014 19:22

Die Lage:
Die Hochfläche der Schwäbischen Alb bietet einige gute DX-Punkte, darunter auch freistehende Hügel, die 40-100m über die leicht wellige, nach Süden zur Donau hin abfallende Fläche herausragen. Eine davon ist der Augstberg bei Trochtelfingen. Die Erhebung fällt in der Umgebung kaum auf, da sie nur 40-50m höher ist als das direkte Umland. Während Trochtelfingen im Tal der Seckach liegt, bewältigt man einen Großteil des Anstiegs nämlich bereits auf der Anfahrt über Steinhilben, einem Teilort, der bereits auf gut 800m Höhe gelegen ist. Vom Wanderparkplatz südlich des Ortes erreicht man dann zu Fuß in 10 Minuten (500m Wegstrecke bei 40m Höhenanstieg) bequem den Augstbergturm. Jener macht es möglich, auf der bewaldeten Kuppe eine hervorragende Rumdumsicht geniessen zu können, bei guter Sicht hat man ein Alpenpanorama von der Benediktenwand im Osten bis zu Eiger, Mönch und Jungfrau in den Westalpen. Der sehr solide und gut unterhaltene Holzturm auf einem Betonfundament ist stets geöffnet. Über die Vertrauen erweckende Holztreppe (nichts knarzt oder quietscht) erreicht man schliesslich eine Höhe von 879m im wettergeschützten Turm. Nacheinander (oder gleichzeitig) kann man dabei Metallschiebetüren öffnen, die den Blick in alle vier Richtungen freigeben. Man kann also auch bei schlechterem Wetter dort ganz gut dxen, ohne dass einem der Wind Frostbeulen auf die Haut zaubert, wenn man nur eine Klappe öffnet und die anderen geschlossen hält.
Das Wetter
Nach einer frischen Nacht (5 Grad am Albtrauf, 2 Grad auf der Alb, in einzelnen Senken sicherlich kälter) und einem hochneblig bewölkten Morgen entwickelte sich der 23.9.2014 zu einem prächtigen, letztendlich wolkenlosen Herbsttag, ideal für eine DX-Tour auf die Alb. Wärmer als 13 Grad wurde es aber nicht mehr, was dort oben für einen Septembertag durchaus normal ist, Hayingen-Teilnehmer werden sich noch erinnern. ;)

Die DX-Session
An Ort und Stelle kam der bewährte Microspot RA318 zum Einsatz. Die 10-Element-BandIII-Antenne habe ich in zusammengeklapptem Zustand auf den Turm befördert und dort in drei Minuten einsatzfähig gemacht. Unter Ausnutzung der verschiedenen Fensterläden wurden alle vier Richtungen abgeklappert. Ein kleiner Wackelkontakt irgendwo am Anschluss des Geräts nervte zwischenzeitlich, so dass sich die Session auf über eine Stunde erstreckte. Ein kurzer Test mit dem UKW-Empfänger (Degen 1103) zeigte, dass der Punkt für UKW-DX aufgrund starker Mischprodukte (direkte Sicht zum Grundnetzsender Raichberg sowie, zumindest bei besserer Sicht, zu den Sendern Säntis, Rigi, Grünten, Pfänder, Waldburg und Schwarzer Grat) nicht geeignet ist.

Das Ergebnis
Kanal Ensemble Signalbalken
5C DR Deutschland 16
7A SMC_DO3 Nord-CH 16
7B HR 5
7D SMC_DO2 16
8B SMC_DO3 BE-FR 2 (schwankend, aber eingelesen)
8D SWR 16
9A DIG_DO4 - Zurich 4 (eingelesen, Wiedergabe schwierig)
9C Augsburg 6
9D SWR 10
10B RMS_FO2 2 (eingelesen, Wiedergabe nicht möglich)
10C Nürnberg 4
11A DRS RP 8
11B DRS BW 16
11C DR Hessen 4
11C Muenchen 0-4 (schwankend, löscht sich mit Hessen aus)
11D BR 16
12A SRG SSR frz. 3 (eingelesen, Wiedergabe nicht möglich)
12C SRG SSR dt. 14
12D DR Bayern 16



146 Programme, wenn sie alle wiedergabefähig gewesen wären (unter Abzug von Dupletten und Regionalfenstern). Das ist nun doch mein neuer Rekord unter normalen oder allenfalls leicht angehobenen Bedingungen.
Es zeigte sich aber auch, dass die Nutzung von Gleichkanälen in recht geringem Abstand für Probleme sorgt.
So konnte das Ensemble Ostschweiz auf 9D nicht eingelesen werden, da das SWR-Ensemble aus Aalen zu stark reinkam. Letzteres liess sich allerdings nullen, eigentlich hätte dann der Standort Rüthi-Bismer empfangen werden müssen. Dasselbe Spiel ergibt sich bei 11A (RP gegen Ingolstadt) und 11C (Hessen gegen München). Auf 12A spielte hier das schwache IRT-Ensemble keine Rolle, hier war SRG-SSR deutlicher Sieger (das IRT-Ensemble ging aber schon vor drei Jahren auf dem Hochgrat im Westallgäu unter Ausnutzung des Berges, obwohl dort auch SRG stärker reinkam).
Das Testensemble von Glarissimo auf 9B kam leider nicht herein.

Am Fuß des Turms findet man auch Bänke für eine Rast und zum Vespern. Auf dem Weg zum Parkplatz ist auch eine großzügige Hütte mit Feuerstelle vorhanden, so dass sich der Hügel auch für einen Familienausflug anbietet (die Kinder grillen und spielen, Papa dxt), ich war heute dennoch alleine da und begegnete trotz schönem Wetter nur einem älteren Pärchen ("Was haben Sie vor?"). Proviant muss man sich aber spätestens in Trochtelfingen besorgen, in Steinhilben fand ich nicht einmal eine Bäckerei, geschweige einen Gasthof.
Für einen UKW-Scan suchte ich dann die gut 18km entfernte Ortschaft Upflamör oberhalb von Zwiefalten auf (der exponierte Wasserturm ist vom Augstbergturm gut erkennbar), wo sich ganz interessante Empfänge ergaben. Diese werden noch dokumentiert. Dort kam auf 9D übrigens das Ostschweiz-Ensemble, allerdings nicht Digris und die Westschweizer Pakete und freilich auch nicht Hessen und Nürnberg.

Antworten:

Satte Ausbeute, gratuliere! :spos:

von DX-Fritz - am 23.09.2014 23:10
Super Scan Peter, klasse gemacht :spos:.

von Jassy - am 24.09.2014 08:44
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