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UKW / TV-DX-Forum
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
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Natrium, Mathias Volta, Grenzwall DX, Jassy, Felix 99, Pirate and the Pea, Erich Hoinicke

Meteor-scatter heute nacht

Startbeitrag von Erich Hoinicke am 13.12.2006 17:41

Ich weiß, Meteor-DX ist schon etwas sehr Spezielles und auch ich war bei Meteorschauer lieber draußen, Sternschnuppen zählen, als am Rx. Aber wenn man schon das Datum des Geminiden-Maximums hat, nämlich heute nacht 13./14.12. kann man ja mal eine freie Frequenz einstellen... ;)

Antworten:

Habe bisher noch keine Erfahrung mit MS, aber spaßenshalber mal den Techni mit Teleskopantenne in Abwesenheit laufen lassen in der hoffnung vielleicht doch etwas mit RDS zu loggen - leider fast schon erwartungsgemäß erfolglos.

Meine Frage:
Daß die Chance mit besserer Ausrüstung natürlich besser ist, liegt auf der Hand, aber könnte man theoretisch via MS überhaupt mit verhältnismäßig einfachem Equipment in diesen wenigen Sekunden des Empfangs quasi auch mit einfacherem Gerät Sender mit RDS loggen?

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 14.12.2006 03:15
Zitat

aber könnte man theoretisch via MS überhaupt mit verhältnismäßig einfachem Equipment in diesen wenigen Sekunden des Empfangs quasi auch mit einfacherem Gerät Sender mit RDS loggen?

Guten Morgen in die Runde! Ja, man kann. Ich habs sogar schon im Autoradio geschafft, Rete Italia mit RDS zu empfangen, während ich durch die Cottbuser Betonburgen kurvte.

Heute morgen war ich von 02:50-03:50 UTC draußen im Garten. Ich hatte gestern abend schon meine Yagi (v-pol) aufgestellt. Und nun bin ich, mit allerlei Leckerlichkeiten bewaffnet, raus in die Nacht. Da wir auf halbem Wege zwischen Berlin und Dresden fast nur Cirrus-Bewölkung hatten, konnte ich beim DXen auch noch die Nase in den Himmel stecken. Die Sterne waren noch erkennbar. Ich hab, genauso wie Mathias, das Radio auf eine freie Frequenz gestellt und gewartet. Dummerweise war mir nicht bekannt, in welcher Richtung der Geminiden-Radiant stand. Somit mußte ich die Empfangsrichtung erst mal ausknobeln. Am Ende stellte sich heraus, daß ich nur Empfänge aus Süd bis Südost hatte. Aus anderen Richtungen kam bei mir gar nichts. Ich hab mit dem Sat'700 und der Yagi eine Reihe von zeitlich eher kurzen Reflexionen empfangen (< 10 s Dauer). Auf 87,5 waren mehrfach Italiener hörbar, bei 91,1 hörte es sich Türkisch an. Auch der Balkan war dabei. Wirklich identifiziert habe ich keinen Sender. Auch bei sehr starken Signalen konnte ich keinen PI-Code empfangen, da entweder gleich zwei sich störende Sender herein kamen oder extremes Fading während der Reflexion herrschte.

Mir fiel auf, daß es mehrere schwache "Peaks" gab, also kleinere Maxima im Auftreten der Meteore. Immer, wenn am Himmel was los war, kam auch Leben in die freie Frequenz. Wobei die Schnuppe über mir natürlich nicht direkt für den empfangenen Sender verantwortlich war (Reflexionswinkel viel zu steil). Die erwähnten Peaks dauerten meist nur ganz wenige Minuten und traten bei mir gegen 03:00 / 03:20 / 03:35 / 03:50 UTC auf. Zeitgleich habe ich in den 60 Minuten, die ich draußen verbrachte, noch 18 Sternschnuppen visuell beobachtet (meist zwischen Zenith und Südwesthorizont).

Die IMO sagt das Maximum der Geminiden voraus für: 14.12.06 / 10:45 UTC (+/- 2,3 Std.). Der Radiant geht laut Auskunft meines Kollegen, der Astronom ist, gegen 10:30 UTC unter. Danach wird wohl nicht mehr viel zu hören sein. Insgesamt sind die Geminiden vom 07.-17.12. aktiv. Viel Spaß beim Reinhören! Ingo

von Grenzwall DX - am 14.12.2006 06:36


von Pirate and the Pea - am 14.12.2006 15:23
Zitat

Die Meteor-Scatter sind doch auch tagsüber zu empfangen, oder?

Ja, so lange der Radiant überm Horizont steht. Das ist der Punkt, aus dem die Meteore scheinbar ihren Ausgangspunkt haben.

von Grenzwall DX - am 15.12.2006 09:39
Heute nacht haben die Quadrantiden ihr Maximum. Die visuelle Beobachtung wird 2007 aber sehr vom Mond gestört. Die Radiobeobachtung dagegen ist zum Glück davon unabhängig. Stärke etwa wie bei den Geminiden.

von Natrium - am 03.01.2007 19:38
also, es lohnt sich die radio's auf zu stellen? :)

von Jassy - am 03.01.2007 22:06
Vielleicht. Such dir eine freie Frequenz und dann warte...

Praktisch wäre es, ein Audiomitschnittprogramm (WaveRec, GoldWave, oder sonstwas) für einige Stunden autonom "das Rauschen" über Nacht aufnehmen zu lassen. Dann kann man später im Audioprogramm optisch erkennen, wo das Rauschen durch einen echten Sender ("Meteorping oder -burst") unterbrochen worden ist.

von Natrium - am 03.01.2007 22:22
Welche freie frequenz sollte ich denn nehmen? Oder ist das egal? (Ich habe hier ja ein ziemlich leeres UKW Band!)

Niedrig, Hoch?

von Jassy - am 03.01.2007 22:30
Ich bin kein Experte aber ich ich glaube, dass das im Bereich 87,5 bis 108,0 MHz ziemlich egal ist. :D

von Natrium - am 03.01.2007 22:34
Muß widersprechen:
Chance auf MS besteht dem Ionisationsgrad der Spur entsprechend eher auf den unteren Frequenzen des UKW-Bandes ! :p

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 04.01.2007 01:41
Hab von 22:30 bis fast 3 Uhr das Radio auf der einzig hier freien Frequenz 87.8MHz
eingestellt gehabt und ausser nem reinfadenden WDR2 war leider nix zu hören :(

von Felix 99 - am 04.01.2007 11:12
Während vergangene Nacht auf Pro7 dieser lustige B-Film mit dem Killerhai lief, hatte ich den Techni auf den hier weitestgehend freien 88,3 bzw. 88,6 MHz in Abwesenheit laufen.
Fast schon erwartungsgemäß keine Resultate...

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 05.01.2007 00:11
Die Quadrantiden haben ein sehr spitzes Maximum. Das heißt, dass die Hauptaktivität innerhalb eines kurzen Zeitraums stattfindet. Deshalb ist die Aktivität einen Tag später schon sehr deutlich niedriger.

von Natrium - am 05.01.2007 07:45
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