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UKW / TV-DX-Forum
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9
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
PowerAM, Mathias Volta, LukeDX, pete04, MHM

DX: 20.12.2006 - Sporadic E (TV) ?

Startbeitrag von Mathias Volta am 20.12.2006 22:13

Habe heute am späten Nachmittag mal meinen Silver startklar gemacht, um mit etwas Glück vielleicht um Weihnachten und Silvester rum etwas im Band I zu loggen.

Konnte in den gesamten Abendstunden auf E2 zeitweise einen reinfadenden unstabilen Bildträger beobachten.
Um 18:39 / 19:57 / 20:39 und 22:20 kam jeweils ein Bild tw. mit S=2 zustande, konnte allerdings nichts genaueres erkennen mit Ausnahme des letzten, wo ein Sprecher zu sehen war.

Will mich nicht 100%ig auf sporadic-e festlegen - daher das Fragezeichen in der Kopfzeile, halte es aber für unwahrscheinlich, daß die bei mir eher seltene ARD-Göttelborner Höhe reinkam.
Die Art und Weise, wie das Fading war hatte ich auch an ruhigen Tagen im Sommer beobachtet.

Vielleicht geht ja in den nächsten Tagen sporadic-e technisch was ! :-)

Grüße,
Matze

Antworten:

Um die Jahreswende ist aber allgemein die Sporadic-E-Aktivität hoch und kann manchmal bis ins Band II hineinreichen. Verantwortlich dafür ist wohl der Windwechsel in der winterlichen Ionosphäre.

von MHM - am 21.12.2006 07:38
Also bei mir sind zumindest angehobene Bedingungen.
99.6 RTV Oost kommt mit Holzmichel O=4 an :-)
99.1 100%NL kommt angerauscht....

MFG Peter

von pete04 - am 21.12.2006 08:46
Und ich dachte schon, man würde es mir nie glauben:

20.12.2006, 15h45 - 16h30: RAI Uno, ItA, Gameshow, evtl. Reisequiz?

-> Auffällig hier war langsames und tiefes Fading. Für Minuten stabiles
Signal und dann längeres Fadeout. Also nicht das Es-typische schnelle
"Flatterfading".

Das Signal brach mit Einsetzen der Dämmerung immer mehr ein. Ganz
schwach hatte ich auf ItB das gleiche Programm. Sonst keine weiteren
Beobachtungen.

von PowerAM - am 21.12.2006 08:54
Vielleicht lässt sich das ganze durch Sproradic-E via Aurora erklären. Gestern nachmittag lagen die Werte sehr weit oben und das Erdmagnetfeld hat sehr stark "gewankt".

von LukeDX - am 21.12.2006 15:39
Müßte da nicht der Empfang deutlich instabiler sein?

von PowerAM - am 22.12.2006 00:45
Zitat
PowerAM
-> Auffällig hier war langsames und tiefes Fading. Für Minuten stabiles
Signal und dann längeres Fadeout. Also nicht das Es-typische schnelle
"Flatterfading".


Stabile Signale allerdings nicht mit tiefen, sondern geringem und gelegentlichen Fading habe ich im Sommer eigentlich sehr häufig gehabt, insbesondere wenn der Sender Ortssenderqualität erreichte. Flatterfading hatte ich eher seltener im Band I.
Gibt es hier unterschiedliche Vorgänge via Es oder hat hier sogar die Empfangsantenne Einfluß auf den Empfang?

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 22.12.2006 01:23
Gute Frage!? Als Band-I Antenne verwende ich einen vertikalen Drahtdipol, dessen eines Ende an einer Holzleiste befestigt ist und am anderen Ende eine schwerere Unterlegscheibe hat. Diesen pendelnden Dipol drücke ich mit der Holzleiste maximal 2 m von der Fassade weg. Das bietet mir den Vorteil, lokales QRM weitgehend zurückdrängen zu können. Die Antenne sollte (abgesehen von den Abschattungen durch das Haus) rund empfangen. Auch die vertikale Polarisation war bislang offenbar kein Nachteil.

Ich hatte unterschiedliche "Qualitäten von Es-Empfang. Wie oben beschrieben gab es oft Empfänge in Ortssenderstärke, die über Stunden stabil waren. Meist mit glasklarem Bild, manchmal leicht verrauscht.

Daneben hatte ich aber auch Empfangsbedingungen, die an den Empfang eines starken europäischen MW-Senders über die Raumwelle erinnern. Das gab in den Spitzen sehr starke Signale mit gutem Bild - oft sogar für mehrere Minuten. Manchmal kam das Signal so stark, daß es sogar VT-tauglich war. Längere Fadouts brachten dann für Minuten kein Signal mehr. Es lohnte sich aber trotzdem, den Kanal eingestellt zu lassen! Sehr oft ging das nämlich auch so weiter und erlaubte den Empfang mit Abstrichen über einige Stunden.

Die dritte Kategorie zeichnet sich durch absolut instabilen Empfang aus, der meist auch nicht sonderlich starke Signale mitbringt. Hierbei hat man schnelles Fading, bei dem sich Empfang und Fadeout im Sekundentakt abwechseln. Das Signal "flattert". Von den erreichbaren Entfernungen hatte ich hier meist den größten Erfolg, auch wenn das Identifizieren des empfangenen Programms sehr schwierig ist. Wichtig ist hier, daß der Fernseher kein Stummschaltung für den Ton und auch keinen Bluescreen hat.


Worin liegen die Ursachen für die so unterschliedlichen Empfänge?

von PowerAM - am 22.12.2006 13:40
Janek, bin mir jetzt nicht 100%ig sicher, aber ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, bei Verwendung eines gekreuzten Dipols das Fading etwas zu unterbinden, da sich die Polarisation des Signals via sporadic-e ändert. Will mich hier aber nicht festlegen und kann leider keine Quelle nennen.
Am häufigsten hatte ich bei Band I - Empfang via Es die von Dir beschriebene zweite Variante, denke hier besonders an unseren allseits bekannten Gast aus Navacerrada...
Um meiner gestellten Frage vielleicht selbst eine Antwort zu geben: Ich könnte mir hier vorstellen, daß die Intensität der sporadic-e - Wolke hierfür ausschlaggebend sein könnte. Aber auch hier will ich keine Garantie übernehmen.

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 23.12.2006 03:26
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