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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
bernhardjenny, Ursula Liebing, Elisabeth S.

aussendung schausberger

Startbeitrag von bernhardjenny am 06.06.2003 07:52

folgendes habe ich gestern vom büro der grünen an uns weitergeleitet bekommen:
(da zieht es einem/einer die schuhe aus!)
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Trotz geänderter Bedingungen bleibt Bildungsniveau erhalten

Schausberger: Keine Einsparungen bei Integration und unverbindlichen Übungen
05.06.2003



LK Ÿ Trotz geänderten Rahmenbedingungen auf dem Pflichtschulsektor werde das hohe Bildungsniveau in
Salzburg auch im kommenden Schuljahr gehalten werden. Auch der Bildungsbereich steht unter großem
ökonomischen Druck. Eltern und Pädagogen sehen natürlich auch die pädagogischen, gesellschaftlichen und
bildungspolitischen Notwendigkeiten. Soweit wir das in Salzburg können, haben wir uns bemüht, gleichzeitig
sparsam und ressourcenorientiert, aber auch pädagogisch verantwortlich vorzugehen. Dies betonte heute,
Donnerstag, 5. Juni, Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger in einem Informationsgespräch. Für das
Schuljahr 2003/2004 habe er sich daher zu folgenden Vorgaben entschlossen:


Keine Einsparungen bei der Integration;


keine Einsparungen bei den unverbindlichen Übungen;


Weiterbeschäftigung aller befristet angestellter Junglehrer;


gerechtes Vorgehen bei unvermeidbaren Klassenzusammenlegungen;


Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zählen doppelt.

Zu den neuen Rahmenbedingungen im Pflichtschulbereich erklärte der Landeshauptmann, dass sich die Zahl der
Pflichtschüler in Salzburg im Jahresvergleich um rund 500 Schülerinnen und Schüler verringern werde.
Andererseits sei nach dem geltenden Finanzausgleich der Schüler-Lehrerfaktor (Lehrer pro Schüler) in
Hauptschulen von 9,6 auf 9,8 angehoben worden. Dazu komme, dass die Stundentafeln in den Volksschulen um
zwei Stunden (in vier Jahren) und an Hauptschulen um sieben Stunden (ebenfalls in vier Jahren) gekürzt
worden sind. Aus diesen Faktoren ergibt sich im Pflichtschulbereich für Salzburg ein Rückgang der
Planstellen für Lehrerinnen und Lehrer um 55 auf 4.286.

Trotz dieser ungünstiger gewordenen Rahmenbedingungen kann die Qualität der Pflichtschulausbildung in
Salzburg mit einem hohen Maß an Kreativität und einem Willen zum Miteinander aller Schulpartner auch im
kommenden Bildungsjahr gesichert werden. Die Schulen verfügen, so Schausberger, über einen ausreichenden
Spielraum, um die autonom gewählten Schwerpunkte (z. B. Sport, EDV, Musik) weiter führen zu können. Dies
sei vor allem deshalb von großer Bedeutung, da ein großer Teil der Schulen durch die Nutzung der
Schulautonomie attraktive Profile und Schwerpunkte entwickelt habe. Für die Hauptschulen sei es nur so
möglich, im Konkurrenzkampf mit der Unterstufe der Gymnasien zu bestehen.

Stunden für unverbindliche Übungen können für 2004 im gleichen Ausmaß wie heuer zugeteilt werden, wobei die
Prioritäten in den Bereichen Sprachen, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie musikalische
Bildung liegen.

Auch das landesweit hohe Niveau der sonderpädagogischen Förderung, insbesondere der Integration, kann im
kommenden Schuljahr beibehalten werden. Dies ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil dem Land Salzburg
nach den Richtlinien des Finanzausgleiches nur für 2,7 Prozent der Schüler/innen ein sonderpädagogischer
Förderbedarf (z. B. für Sonderschulen und Integration) zustehen würde. Salzburg habe mit einer Quote von
3,3 Prozent aber einen wesentlich höheren Standard in der Integration aufzuweisen. Er liegt nicht nur
wesentlich über dem Richtwert von 2,7 Prozent, sondern auch über dem Durchschnitt der österreichischen
Bundesländer. Auf Grund der Schülerfluktuation gibt es auch bei der Integration naturgemäß Veränderungen.
So habe sich beispielsweise im Bezirk St. Johann durch zusätzliche Kinder ein Mehrbedarf von rund 100
Stunden ergeben, der auch abgedeckt wird.

Landeshauptmann Dr. Schausberger teilte ferner mit, dass für kleine Volksschulen mit weniger als 60
Schülerinnen und Schüler landesweit ein einheitlicher Maßstab für die Klassenbildung festgelegt wurde. So
ist ab 20 Schüler/innen eine Zweiklassigkeit, ab 40 eine Dreiklassigkeit und ab 60 eine Vierklassigkeit
vorgesehen. Außerdem müssen wegen der sinkenden Schülerzahlen und der vom Bund gesetzlich vorgegebenen
Teilungszahl von 31 Schüler/innen einige Klassen zusammen gelegt werden.

Durch eine vorausschauende Personalplanung während des laufenden Schuljahres werde es, so Landeshauptmann
Schausberger, im Gegensatz zu anderen Bundesländern trotz einer Verringerung um 55 Dienstposten möglich
sein, alle befristet angestellten Junglehrer weiter zu beschäftigen. Vor allem diese Junglehrer müssen aber
mit Versetzungen in andere Bezirke rechnen, weil sich der Bedarf unterschiedlich entwickelt. Bei den
Versetzungen müssen die pädagogischen Kriterien, familiäre Sorgepflichten und der Zeitraum des Wartens auf
diese Maßnahme gegeneinander abgewogen werden. Im Laufe des Schuljahres könne auch wieder mit
Neuanstellungen von Pädagog/innen, die derzeit noch auf der Warteliste stehen, gerechnet werden. Das Ausmaß
hängt zu einem großen Teil von den Pensionierungen in den nächsten Monaten ab. Durch die noch offenen
Punkte der bevorstehenden Pensionsreform haben sich viele Lehrerinnen und Lehrer noch nicht entschieden, ob
sie in den Ruhestand treten werden.

Vorrangiges Ziel der Landespolitik sei, die Qualität im Bildungswesen auch langfristig aufrecht zu
erhalten, sagte der Landeshauptmann. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nach einem kürzlich
veröffentlichten Ranking des World Economic Forums Österreich unter den 80 wichtigsten Ländern beim
staatlichen Schulwesen an erster Stelle rangiert und Salzburg unter den österreichischen Bundesländern nach
Aussagen von Experten wiederum zu den Spitzenreitern zähle. Auch für die Zukunft gelte es, diese
international höchsten Qualitätsmaßstäben gerecht werdende Standards aufrecht zu erhalten.

Trotz des Druckes der Richtlinien des Stellenplanes müsse der Standard der Maßnahmen zur Integration von
Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf unbedingt gesichert werden, forderte der Landeshauptmann.
Abschließend sagte Dr. Schausberger, dass durch den Schülerrückgang organisatorische Maßnahmen, wie
Klassenzusammenlegungen, nicht vermieden werden können. Dabei müsse danach getrachtet werden, in allen
Schulen des Landes nach einheitlichen Maßstäben vorzugehen. Trotzdem müsse jedoch die individuelle
Situation von Klassen mit fast 30 Schülern berücksichtigt werden, wenn sich überdurchschnittlich viele
„schwierige" Schüler in der Klasse befinden. H108-30


Franz Neumayr wird den Redaktionen für das Landespressebüro Fotos anbieten, die danach als digitales
druckfähiges Bildmaterial in der Bilddatenbank des Landes unter www.salzburg.gv.at/bilddatenbank zur
Verfügung stehen. Zum schnellen Auffinden geben Sie bei der Suche die Kennzahl am Ende dieser Pressemeldung
(z.B. G43-10) ein.

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[salzburg.orf.at]

von bernhardjenny - am 06.06.2003 13:24
Dem Hernn LH gebührt ja der Nobelpreis. Ihm ist anscheinend die Quadratur des Kreises gelungen. Beim Nachrechnen bin ich noch nicht durch, da fehlen mir scheinbar einige schauserhafte Qualifikationen.

von Elisabeth S. - am 06.06.2003 14:03
ähnliches steht heute auch in der SN im Lokalteil unter dem Aufmacher Klassenzusammenlegung. Da haben wir anscheinend also auch schon alle aktuellen Zahlen. Und da bleibt man/frau doch sprachlos....

Wie schön dass die Qualität der Bildung so vorrangig ist und so kompetente Gutachter wie das WEF uns hier auch großen Erfolg bescheinigen. In diesem SInne ist sicher die Medizinuni auch ein weitere Meilenstein hin zu mehr Bildungsqualität in internationaler Spitzenklassenmanier! UNd nachhaltig soll sie auch sein, die Bildung, da trifft er sich ja glatt mit unseren Forderungen.

Mein Vorschlag daher: Schausberger wird Ehrenmitglied der Plattform!!!!!!

oder fällt uns doch noch was anderes ein?
lg
uschi

von Ursula Liebing - am 06.06.2003 20:44
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