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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
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Rüdiger Schäfer

ACD-Adventskalender 2013 - Türchen 2

Startbeitrag von Rüdiger Schäfer am 02.12.2013 07:47

ACD-Adventskalender 2013 - Türchen 2

Küssen ist gesund! Das werden viele sicher gerne hören. Nach Ansicht zahlreicher Mediziner wirkt der Austausch von Zärtlichkeiten von Mund zu Mund wie eine Schluckimpfung, denn dabei werden eine Vielzahl von Erregern übertragen. Was zunächst paradox klingt, ergibt Sinn, wenn man weiß, dass diese Erreger häufig nur in geringer Menge und abgeschwächter Form weitergegeben werden. Dadurch erhält das Immunsystem des Empfangenden Gelegenheit, sich auf die kleinen Biester einzustellen und entsprechende Antikörper zu bilden. Sollte der Feind dann in größerer Stückzahl angreifen, ist der Körper gewappnet und kann sich wehren.
Doch das Küssen tut noch viel mehr. Es macht auch glücklich, denn bei der Berührung der Lippen werden spezielle, rund um den Mund liegende Nervenstränge stimuliert. Der Kreislauf gerät in Schwung, unser Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt und der Körper schüttet die sogenannten Glückshormone (vor allem das Serotonin) aus. Das fördert die Durchblutung, stärkt die Lunge und wirkt wie ein leichtes Sporttraining. Außerdem wird die Psyche positiv beeinflusst und das macht uns stressresistenter. Und schließlich: Ein ausgiebiger Kuss verbrennt 15 Kilokalorien!
Woher das Sympathie- und Liebesritual eigentlich stammt, und warum auch manche Tiere küssen oder sich kussähnlich zur Begrüßung die Schnauze ablecken und beschnüffeln, ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich lässt sich der Kuss zu einem Teil mit der Entwicklungsgeschichte der Säugetiere erklären, denn das Ablecken und Beschnüffeln vermittelt durch die ausgetauschten Duft- und Geschmacksstoffe viele Informationen – über Hunger, Sättigung, Krankheit, Vitalität. Eine andere These geht davon aus, dass der Kuss aus der Brutpflege stammt. Einige Tiere füttern ihre Jungen mit vorgekauter Nahrung.
Ein Mensch verteilt im Laufe seines Lebens mindestens 100.000 Küsse. Je nach Kussintensität bewegt er dabei 34 Gesichtsmuskeln.
Aber ich will nicht die Risiken verschweigen, die ein Kuss bergen kann. In bestimmten Fällen können auch gefährliche Bakterien und Viren übertragen werden. Herpes, Hepatitis, Zahnkaries, Mandelentzündung oder eine Salmonellenvergiftung sind die möglichen Folgen. Dramatische Konsequenzen hatte übrigens ein Kuss für die Kanadierin Christina Desforges. Das junge Mädchen litt unter einer ausgeprägten Erdnussallergie. Als ihr Freund, der Stunden vorher Erdnussbutter gegessen hatte, sie küsste, erlitt die Schülerin einen anaphylaktischen Schock und verstarb. Allerdings handelt es sich dabei um den wahrscheinlich einzigen bekannten Fall, in dem ein Kuss tödliche Folgen hatte.
Übrigens: Umfragen zufolge finden 46 Prozent der Frauen einen guten Kuss besser als Sex; diese Ansicht teilen nur 32 Prozent der Männer.

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