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vor 4 Jahren, 7 Monaten
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KDL, Rüdiger Schäfer

ACD-Adventskalender 2013 - Türchen 12

Startbeitrag von Rüdiger Schäfer am 12.12.2013 07:15

ACD-Adventskalender 2013 - Türchen 12

Neun von zehn Menschen hätten gerne eine besondere Fähigkeit, wie man sie für gewöhnlich von Superhelden kennt. Wäre es nicht schön, wenn man – wie Hiro Nakamura aus der TV-Serie »Heroes« – die Zeit manipulieren könnte? Oder wenn man – wie Kelly Bailey aus der TV-Serie »Misfits« – die Gabe der Telepathie beherrschte?
Menschen, die an Synästhesie leiden, könnte man durchaus als Menschen mit Superkräften bezeichnen, denn sie sind in der Lage, zwei oder mehrere normalerweise getrennte Wahrnehmungsbereiche miteinander zu koppeln, wenn auch nicht willentlich. Ein Synästhet hört einen Klang zum Beispiel nicht nur, er schmeckt ihn auch. Bei C-Dur hat er Schokolade im Mund, eine große Terz erinnert an Sahne. Jeder Ton ist im Gehirn mit einer Geschmacksempfindung gekoppelt.
Etwa vier Prozent aller Menschen besitzen die Fähigkeit der Synästhesie, die sich am häufigsten in der Verbindung zwischen Tönen und Farben zeigt: Die Betroffenen hören etwas und sehen gleichzeitig Farben dazu. Für eine Synästhetin ist der Ton A beispielsweise blau, vor den Augen einer anderen zieht bei einem Klavierkonzert eine grüne Landschaft vorüber und ein Dritter empfindet das Lachen einer Frau als saftiges Rot.
Viele Synästhetiker sind sich der Besonderheit ihrer Wahrnehmung selbst nicht bewusst und erkennen ihre Synästhesie erst, wenn man sie darauf aufmerksam macht. Daher gibt es eine hohe Dunkelziffer. Für manche Betroffene gehört zur Synästhesie ein soziales Zusammengehörigkeitsgefühl. Früher wagten Synästhetiker selten, anderen von ihrer besonderen Wahrnehmung zu erzählen, da sie als Wahrnehmungsstörung angesehen wurde. Dies hat sich in jüngster Zeit geändert. Heute wird Synästhesie nicht mehr als Störung klassifiziert, zumal sie von den meisten Synästhetikern als sehr angenehm erlebt wird. Zur Zeit erscheinen in den Medien relativ viele Beiträge über Synästhesie, so dass die Öffentlichkeit inzwischen deutlich besser informiert ist als noch vor wenigen Jahren.
Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich den sehr guten Wikipedia-Artikel zum Thema.

Antworten:

ich gehöre leider zu der 97%-Mehrheit, die nur hören oder sehen oder riechen. Wäre doch toll: ich sitze am Rechner, im Hintergrund läuft das Radio und die Textzeilen psychedelisieren in allen Farben über den Monitor :D (allerdings könnte das eventuell der Produktivität schaden :confused: )

von KDL - am 12.12.2013 20:04
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