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ACD-Forum
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Rüdiger Schäfer, KDL, Christian Hermann, Harald Bestehorn, Joe P., JoJa

Eine hübsche Geschichte ...

Startbeitrag von Rüdiger Schäfer am 15.04.2005 06:13

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler
in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben
den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen,
was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können
und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde,
bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre
Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen
auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihr
Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem
Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle.

"Wirklich?" hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgend
jemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen"
waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die
Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren
Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren
Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die
Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Sie hatte noch nie einen
Soldaten in einem Sarg gesehen - er sah so stolz aus, so erwachsen. Die
Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den
jungen Mann geliebt hatte, ging am Sarg vorbei und erteilte ihm die letzte
Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort
stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen zu ihr: "Waren Sie
Marks Mathe-Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft
von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks
früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie
warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir
wollen Ihnen etwas zeigen", sagte derVater und zog eine Geldbörse aus seiner
Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden
es erkennen."Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das
offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet
worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter
war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über
Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie
das gemacht haben" sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das
sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.
Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch.
Sie ist in der obersten Lade in meinem Schreibtisch". Chucks Frau sagte:
"Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe
meine auch noch" sagte Marilyn. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff
Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre
abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei
mir", sagte Vicki und meinte dann ohne mit der Wimper zu zucken: "Ich
glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt,
dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle
seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden. Im Zusammenleben mit unseren
Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet. Und dass
wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den
Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas
Besonderes und Wichtiges sind. Sag es ihnen, bevor es zu spät ist.

Antworten:

typisch Amikanisch - die lieben so was. Garantiert geschönt und redaktionell auf Wirkung bearbeitet. Passt genau zu all dem "ich bin ein Amikaner and proud" (und machst du nicht was ich sage, hau ich dir eine in die Schnauze) -Geschichten, die den Leuten dort von staatswegen eingeflüstert (oder in Bootcamps und Straflagern eingebläut) werden. #6 #B

von KDL - am 15.04.2005 07:38
KDL: Ich liebe Dich!

:-)

von Rüdiger Schäfer - am 15.04.2005 08:34
Hoffendlich war das nicht sarkastisch gemeint :confused:

von KDL - am 15.04.2005 09:13
Was auch immer die Herren Clubhonoratioren miteinander verbinden mag...
Ich wünsche allerseits ein schönes Wochenende!

von Joe P. - am 15.04.2005 09:18
KDL schrieb:

Zitat

typisch Amikanisch - die lieben so was. Garantiert geschönt
und redaktionell auf Wirkung bearbeitet. Passt genau zu all
dem "ich bin ein Amikaner and proud" (und machst du nicht was
ich sage, hau ich dir eine in die Schnauze) -Geschichten, die
den Leuten dort von staatswegen eingeflüstert (oder in
Bootcamps und Straflagern eingebläut) werden. #6 #B


Ich hab eine amerikanische Freundin, die schickt mir jede Woche solche Stories. Okay, das Land ist groß und sicher passiert sowas dort täglich, aber mich wundert schon, daß da immer eine heldenhafter oder zumindest ehrenvoll gestorbener Soldat oder eine ähnliche Figur auftaucht... Würd' mich nicht wundern, wenn da ein Nest wäre. Sprich: jemand im Pentagon schreibt die Dinger und verbreitet sie dann übers Net.

Muß auch schon alt sein, die Story, wegen Vietnam und so...

Hier eine Meldung aus SPIEGEL online von vorgestern: auch das sind die USA:

Ehebrecher wohnte wochenlang im Schrank

Der Liebhaber einer verheirateten Frau aus dem US-amerikanischen Nashville hat sich einen Monat lang in einem Kleiderschrank versteckt. Als der Ehemann seinen Nebenbuhler schließlich schnarchen hörte und entdeckte, rastete der Ertappte aus. Er erschlug den Gatten.

Nashville - Der Liebhaber hatte etwa einen Monat lang in dem Wandschrank gelebt, wie die Polizei von Nashville mitteilte. Die Frau ließ ihn dort ohne Wissen ihres Mannes wohnen. Da das Haus über vier Schlafzimmer verfügt, war dem gehörnten Ehemann zunächst nichts aufgefallen.

Am Sonntag hörte er jedoch ein Schnarchen aus dem Schrank und fand den dreisten Liebhaber. Er forderte seine Frau auf, diesen hinauszuwerfen, bis er von einem Spaziergang zurückkomme. Doch bei seiner Rückkehr bedrohte ihn der Freund seiner Frau mit einer Schrotflinte, drängte ihn in ein Badezimmer und erschlug ihn dort.

Übrigens: fällt Euch auf, daß bei der SPIEGEL-Story ein Ort genannt worden ist, während in der anderen Story nur ein Allerweltsvorname steht...

Liebe Grüße, Jo

von JoJa - am 15.04.2005 09:51
Auch wenn es schmalzig klingt, ist die Idee gut. Sollte man mal bei uns probieren.

von Harald Bestehorn - am 16.04.2005 10:35
Ich kenn den Text. Zum Kotzen. Aber dummerweise denken die Amis tatsächlich so und das ist halt das Üble ...

von Christian Hermann - am 16.04.2005 17:24
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