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tazdiss
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Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 4 Monaten
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Karl., patric k

Profis vs. Amateure auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten

Startbeitrag von Karl. am 23.02.2005 11:48

Die Bezeichnungen "Profi" (- professionell, effizient -) und "Amateur" (- kommt von "Liebhaber(ei)", Leidenschaft -) werden je nach Weltbild, Situation und sonstiger Perspektive bewertet.

Eigentlich können beide Bezeichnungen etwas positives sein. Im Fussball gilt das Profitum allerdings als Beispiel einer zwar modernen und unweigerlichen, aber kalten und menschenverachtenden Kommerzialisierung und damit als Ausdruck einer eben solchen Gesellschaft.

Der Amateurfussball ist leistungsschwächer, bietet aber - zumindest in der Vorstellung - hier und da noch Reservate des echten und menschlichen.

Die realität sieht nun so aus, dass die Profiteams oben spielen und die Amateurteams in den unteren Spielklassen. Und für beides ist der gleiche nationale Fussballverband zuständig, welcher wiederum eine Unterabteilung der FIFA, des Weltfussballverbandes ist.

Dieser richtet 2006 die Fussball-Weltmeisterschaft, an der alle 5 Kontinente beteiligt sind, zum zweiten Mal nach 1974 in Deutschland aus.

Der deutsche Fussball ist in der Krise. 2004 in Portugal abgekackt und frühzeitig nach Hause gedüst. Und das, wo doch das Motto der Profis keineswegs lautet: "Dabei sein ist alles!"

Denn "dabei" sind "die Deutschen" bei der WM 2006 im eigenen Land sowieso automatisch. Als freundschaftlicher Gastgeber für die Welt braucht die DFB-Truppe diesmal keine Qualifikation zu durchlaufen. Da ist schon mal eine kleine Erleichterung angesagt.

Aber was wird sein, wenn Deutschland, dessen Triumpf über einen aus den "Top 10" der Weltrangliste vor allem Oma und Opa noch im Gedächtnis sind, auf die Grossen dieser Welt trifft?

Holland! Frankreich! Brasilien! oder auch: Australien!

Man weiss es nicht. Denn schliesslich ist man kein Hellseher. Das weiss nur der Fussballgott im Fussballerhimmel, wo die Guten hinkommen, aber der sagt's zum Leidwesen der vielen Fussball-toto-Fans nicht.

Unterhaltsam wird es so oder so, denn der Ball ist rund und der eckige Kahn soll verhindern, dass er ins Eckige kullert. (Oder umgekehrt.)

Hinter den Kulissen ist wie immer Theater, aber diesmal bringt's der indiskrete Durch-und-durch-Vollblutprofi "Kaiser Franz" Beckenbauer ans Licht.

Schau'n ma mal:

Zitat

"Kaiser" prangert Krisenmanagement an - 17.02.2005 10:29
Warum Beckenbauer Alarm schlägt


Der Krach schwelt schon lange. Differenzen zwischen WM- Organisationskomitee mit Franz Beckenbauer an der Spitze und DFB-Führung gibt es seit Monaten. Durch das Krisenmanagement im Wettskandal gerät die im Oktober installierte Doppelspitze des DFB hart unter Beschuss, vor allem Gerhard Mayer-Vorfelder steht im Kreuzfeuer der Kritik. Jetzt haut Franz Beckenbauer auf den Tisch.

Da wackeln sicherlich die Schnapsgläser der Umsitzenden, besonders das von Mayer-Vorfelder.

Zitat

Die Stimmung in der DFB-Spitze (Präsidium und Vorstand) ist aggressiv, die Atmospäre im OK für die WM 2006 angesichts der Dauerkrise im mit 6,3 Millionen Mitgliedern weltgrößten Fachverband fast schon depressiv. Am Dienstag platzte es aus OK-Präsident Franz Beckenbauer heraus: "Wir sind seit Monaten nur noch damit beschäftigt, einen Brand nach dem anderen zu löschen."

Seit dem Scheitern der Nationalelf bei der EURO 2004 in Portugal sieht Beckenbauer die Probleme. Angefangen bei der "Trainerfindungskommission", die nach dem Rücktritt von Rudi Völler nach langer Suche Jürgen Klinsmann als neuen Bundestrainer verpflichtete, über die Berufung der "Doppelspitze" mit Gerhard Mayer-Vorfelder und Dr. Theo Zwanziger als DFB-Präsidenten beim Bundestag am 23. Oktober in Osnabrück bis hin zu den vielen Ungereimtheiten in der Aufarbeitung des Schiedsrichter-Skandals. Wenn nicht umgehend wieder eine klare Linie gefahren wird beim DFB, gibt es für Beckenbauer nur einen Schluss: "Dann können wir zusperren!"

Ooooch! Nicht schon wieder zusperren!

So eine Fussball-Veranstaltungs-Moderation kann doch schon mal unfähig sein.

Aber Franz, Du weisst doch: "The show must go on!"

Scheiss Deinen Haufen ruhig zusammen. Der ist sowieso nur für sich selbst da und repräsentiert sich selbst.

Aber dies - das siehst Du richtig, Franz1 - sollte natürlich nicht so sein. Denn es geht schon um die runde Sache selbst.

Oder doch um Personen?

Zitat

Mit offenen Karten wird in der DFB-Führung seit dem gescheiterten Putsch der Amateurverbände im Juli mit dem Ziel, Mayer-Vorfelder aus dem Amt des Präsidenten zu stürzen, nicht mehr gespielt. Im Präsidium vertraut Mayer- Vorfelder nur Wilfried Straub, dem Vorsitzenden der DFL-Geschäftsführung. Allein die bevorstehende WM 2006 verhindert offenbar einen neuen Aufstand - einen außerordentlichen Bundestag mit dem Ziel, Mayer-Vorfelder zu stürzen. Der Stuttgarter steht im Brennpunkt der Kritik. "Die Doppelspitze funktioniert in der Krise nicht", sagt Wolfgang Holzhäuser, Vizepräsident der Liga, bricht aber eine Lanze für Mayer-Vorfelder: "Was mit ihm im Moment menschlich angestellt wird, ist unter jeder Menschenwürde."

Hat da jemand "Hetze" gesagt? Oder gar "Doppelhetze" gegen die Doppelspitze? :rolleyes:

Der einst geniale Meister des Doppelpasses betont jedoch, nicht ad personam und auch nicht ad hominem (- was ja beides nicht das selbe ist! -) zu argumentieren.

Er sieht allein die Sache und ihr Wohlgelingen. Andere sehen nur Personen, die im Mittelpunkt stehen sollen oder auch nicht:

Zitat

Beckenbauer hat sich lange auf die Lippen gebissen, bis er jetzt mit seiner Kritik an die Öffentlichkeit gegangen ist. Schon am Vorabend des DFB- Bundestages am 23.Oktober war ihm der Kragen geplatzt. Da wollte der DFB-Vorstand ein Protokoll anfertigen, wer wann, wie und wo im Vorfeld und während der WM 2006 repräsentieren darf. Sinngemäß ließ Beckenbauer den Vorstand wissen: Wenn diese Nebenschauplätze wichtig sind, blasen wir die WM am besten ab!

Auch im WM-OK gab es mehrmals Reibung. Mayer-Vorfelder, Vorsitzender des Aufsichtsrates, lässt es sich nicht nehmen, an jeder Sitzung des OK- Präsidiums teilzunehmen. Im Herbst 2004 schaltete Franz Beckenbauer seinen Freund Herbert Henzel, früherer Deutschlandchef der weltweit operierenden Unternehmensberatung McKinsey, ein. Als Moderator, auch wenn das bestritten wird. "Wir wollten wissen, wo wir stehen in unserer Operation. Ob wir richtig aufgestellt sind, ob wir Defizite haben, ob wir organisatorische Änderungen noch vornehmen müssen, wie wir die Gemengenlage zwischen DFB und OK austarieren", sagte Theo Zwanziger Anfang des Jahres dem kicker. Mit Henzels Analyse konnte das OK zufrieden sein. Der Berater merkte aber auch an, dass es außergewöhnlich sei, dass ein Aufsichtsratsvorsitzender an allen Sitzungen des Vorstandes eines Unternehmens teilnimmt und, über seine Kontrollfunktion hinaus, im operativen Geschäft mitsprechen will.

Beckenbauer betont heute, dass seine Kritik nicht gegen Personen, sondern gegen Funktionen und Konstruktionen gerichtet ist. Der Fall ist klar: Der OK- Präsident ist sauer, weil sich die Mehrheit der DFB-Funktionäre im Präsidium und Vorstand bis in die Regional- und Landesverbände auf einem Jahrmarkt der Eitelkeiten bewegt und jeder darum kämpft, sich an möglichst exponierter Stelle bei der WM 2006 präsentieren zu dürfen. Deren Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" wird von den Funktionären seit Monaten konterkariert. Jetzt soll geschlichtet werden: Zwanziger kündigte am Mittwoch eine Aussprache mit Beckenbauer und Mayer-Vorfelder an.

[www.kicker.de]

Ob's gelingen wird?

11 Freunde sollt ihr sein, vergesst das nie! ;-)

(Fortsetzung folgt ...)

Antworten:

Du hast vergessen zu erwähnen, wem wir die WM 2006 überhaupt verdanken:

niemand anderem als TITANIC !

von patric k - am 23.02.2005 14:21
patric k schrieb:

Zitat

Du hast vergessen zu erwähnen, wem wir die WM 2006 überhaupt
verdanken:

niemand anderem als TITANIC !

Seit TITANIC kann man Humor kaufen. Man braucht selber keinen mehr zu haben.



























*gacker*

von Karl. - am 23.02.2005 14:49
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