Oktoberfest Info

Startbeitrag von Wali am 12.09.2001 15:30

Die Nachrichtenagentur AP meldet folgendes:

Mittwoch 12. September 2001, 16:08 Uhr


Oktoberfest und Cannstatter Volksfest fraglich
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Entscheidung fällt in nächsten Tagen
München (AP) Nach den verheerenden Terroranschlägen in den USA wird auch über die Absage des Oktoberfests und des Cannstatter Volksfests nachgedacht. Die Entscheidung darüber soll in den nächsten Tagen fallen, wie die Stadtverwaltungen in München und Stuttgart mitteilten. Die beiden zweiwöchigen Volksfeste sollen nach den ursprünglichen Plänen am Samstag kommender Woche (22.09.) eröffnet werden.

In München wird sich nach diesen Angaben der Ältestenrat der Stadt am Freitagvormittag zu einer Sondersitzung treffen. Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) zweifelt jedoch daran, dass an diesem Tag schon eine Entscheidung fällt. Er rechne mit einem Ergebnis Anfang nächster Woche. Im Moment gehe es zunächst um das Mitgefühl und die Solidarität mit den USA. «Ich finde es fast makaber, sich auf Münchner Vergnügungen zu konzentrieren.»

Die Stadtführung habe sich bisher auch noch nicht festgelegt. «Beide Entscheidungen wären äußerst schmerzhaft», sagte Ude. Es gehe einerseits um die Gefühle der Menschen, aber auch um Sicherheitsfragen. «Wir kennen die Verletzlichkeit der Wiesn seit dem Oktoberfestattentat», sagte Ude. Er warnte vor Trittbrettfahrern. Von einem eingeschränkten Volksfest, zum Beispiel ohne Musik halte er nichts.

Der Münchner SPD-Chef Franz Maget sagte, er verstehe die wirtschaftlichen Interessen, die für eine Austragung sprechen. Er sagte aber auch, dass ein möglicherweise «falsches Signal» einen großen Imageschaden für München und damit auch großen wirtschaftlichen Schaden verursachen könne.

Die CSU, die größte Stadtratsfraktion, hat sich bis Mittwoch noch keine abschließende Meinung gebildet, wie ihr Sprecher Marian Offman sagte. Aber es «darf im Grunde nicht sein, dass der Terrorismus das öffentliche Leben bestimmen darf». Bürgermeisterin Gertraud Burkert (SPD) sprach sich in der «Bild»-Zeitung gegen eine Absage aus. «Ich fürchte, viele Menschen sind dann so erbost über die Absage, dass die Trauer über den Terror-Anschlag davon überlagert wird.»

Bei Absage entgingen München 1,4 Milliarden Mark
Dem Ältestenrat, der am Freitag um 08.30 Uhr tagt, gehören neben Ude, Burkert und dem dritten Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne) die Fraktionsspitzen des Stadtrats an. Bereits am (heutigen) Mittwochnachmittag sollte unter Leitung des Kreisverwaltungsreferenten Wilfried Blume-Beyerle eine Sitzung zur Sicherheit auf der Wiesn stattfinden. Das Fremdenverkehrsamt sagte die zweite große Pressekonferenz zum Oktoberfest am (morgigen) Donnerstag ab.

Das Oktoberfest, zu dem auch immer zahlreiche Gäste aus den USA kommen, soll nach den ursprünglichen Plänen vom 22. September bis zum 7. Oktober stattfinden. Allein die Wirte und Schausteller auf der Wiesn rechnen mit rund 450 Millionen Mark Einnahmen. Hotels und Pensionen dürften ihren Gästen etwa 560 Millionen Mark in Rechnung stellen. Insgesamt lassen rund sechs Millionen Oktoberfest-Besucher etwa 1,4 Milliarden Mark in München. Bereits der Aufbau der Zelte und Fahrgeschäfte hat die Betreiber bereits mehrere Millionen Mark gekostet.

Antworten:

Ich denke, man sollte das öffentliche Leben jetzt nicht komplett einstellen, andererseits muss die Sicherheit solcher Grossveranstaltungen gewährleistet sein.
und das wird schwierig !!!! Feiern ist in einer solchen Situation vielleicht etwas makaber.
Mein Vater fährt morgen auch nicht zur IAA-Eröffung und ich überlege auch noch, ob ich nächste Woche fahren soll.

von Guido - am 12.09.2001 16:25
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