Scott Ritter ruft zum «Regime-Wechsel» in Washington auf

Startbeitrag von Sentinental am 15.07.2003 15:04

Scott Ritter ruft zum «Regime-Wechsel» in Washington auf

New York (AP) Scott Ritter, ehemaliger Chefinspektor der Vereinten Nationen in Irak, hat US-Präsident George W. Bush in einem neuen Buch eine verlogene Politik vorgeworfen und zum «Regime-Wechsel» in Washington aufgerufen. Bei der Buchvorstellung am Sitz der Vereinten Nationen in New York wandte sich Ritter scharf gegen die politischen Schlüsselfiguren in den Wochen vor Beginn des Irak-Krieges am 20. März.

Bush habe das amerikanische Volk und den Kongress in der Frage von irakischen Massenvernichtungswaffen belogen, sagte Ritter, der von 1991 bis 1998 die erste UN-Kommission zur Abrüstung in Irak geleitet hatte. Dem UN-Generalsekretär Kofi Annan habe es an Mut gegenüber den USA gefehlt und UN-Chefeinspektor Hans Blix sei «ein moralischer und intellektueller Feigling». Frankreich und Deutschland hätten es versäumt, nach Kriegsbeginn eine UN-Resolution zu erwirken, die den Krieg verurteilt und den sofortigen Rückzug der amerikanischen und britischen Invasionstruppen verlangt hätte.

Das 209 Seiten umfassende Buch «Frontier Justice. Weapons of Mass Destruction and the Bushwacking of America» legt dar, dass es keinen Beweis für illegale Massenvernichtungswaffen in Irak gebe. Daher hätten «die USA einen illegalen Aggressionskrieg geführt». Das wirkliche Ziel der US-Regierung sei es gewesen, das Regime von Saddam Hussein loszuwerden. Das Buch schließt mit den Sätzen: «Was in Amerika gebraucht wird, ist ein Regime-Wechsel. Irgendetwas anderes als Bush und Cheney.»

[de.news.yahoo.com]

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