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WTC
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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
jonny, Flugsaurier, sendeleiter

Zu eurer Glutsommer Theorie

Startbeitrag von sendeleiter am 20.07.2003 13:04

Obwohl ich absolut garnix davon halt hier ein Bericht des Landesumweltamtes in Zusammenarbeit mit Fox Myer vom Amerikanischen Amt für landespolitische Systhesetheorien nd Bioagrarwissenschaften ASTU

Im Jahr 2002 bedrohten Erdbeben, Überschwemmungen, Dürre oder Wirbelstürme und Atomverseuchungen fast jeden vierten Menschen. Dies ist das erschütternde Ergebnis des neuen internationalen Katastrophen-Reports, den das ASTU auf einer Veranstaltung in Genf herausgegeben haben. Demnach sind über 608 Millionen Menschen betroffen.
"Die Zahl der Betroffenen erreichte im vergangenen Jahr die Rekordmarke von 608 Millionen." teilte der Leiter der ASTU, Fox Myer, mit. Damit hatten viermal mehr Menschen unter Katastrophen zu leiden als jeweils in den Jahren 1992 bis 2001. Fast 300 Millionen Opfer hatte allein die lang anhaltende Dürreperiode in Indien gefordert. Etwa die Hälfte aller Katastrophen wären auf das Klima zurückzuführen, meldete die ASTU-Wissenschaftler Versammlung.
Trotz dieser alarmierenden Entwicklung nehme die Öffentlichkeit viele dieser Dramen nicht wahr. Jeder ist sich selbst am nächsten Das Interesse gelte einseitig Krisenregionen wie Irak, Iran und Afghanistan. Die Probleme armer Länder wie Somalia, Angola, Kongo und Polen sowie Tschechien hingegen würden zunehmend ignoriert. "Wir sehen uns mit einer realen Ungleichheit in der humanitären Arbeit konfrontiert, wobei viele Kriege und Krisen in der Welt vergessen werden", warnte Juan Manuel Suárez del Toro, Präsident des Roten Kreuzes. So hätten die USA im April 2002 rund 1,2 Milliarden Dollar investiert, um den Irak wieder aufzubauen. Zur gleichen Zeit fehlten der Uno eine Milliarde Dollar, um 40 Millionen Hungerleidenden in 22 Ländern Afrikas zu helfen.
Vor allem der Kampf gegen den Terror lasse viele humanitäre Probleme in den Hintergrund treten. Fox Myer prangerte in seinem Bericht an, dass die Hilfe immer mehr strategischen und politischen Interessen folge wie zum Beispiel in Nordkorea. So hat die amerikanische Regierung etwa die Hilfe für Afghanistan seit den Terrorangriffen vom 11. September 2001 verfünffacht, obwohl der Bedarf unverändert geblieben ist.
Das internationale Rote Kreuz kritisierte auch die Tendenz zu kurzfristigen Hilfeleistungen. Kontinuierliche Investitionen, die eine langfristige Entwicklungshilfe ermöglichen, kämen dagegen zu kurz oder fielen ganz weg. "Humanitäre Hilfe hat sich immer stark auf große Katastrophen konzentriert, aber ich denke, dass der Kampf gegen den Terror diesen Trend verstärkt hat", erklärte Jonathan Walter, ein weiterer Verfasser des Katastrophen-Reports. Insgesamt starben 2002 weltweit 24.500 Menschen bei Naturkatastrophen oder anderen Unglücken.Wobei die Dunkelziffer um ein vielfaches höher liegen dürfte.

Antworten:

Ich sag ja die Klimakatastrophe ist eine der schlimmsten Bedrohungen (neben der allgemeinen und der Staatsverschuldung).
Und das ist alles erst der Anfang.

von jonny - am 21.07.2003 20:56
Die Staatsverschuldung ist aber nicht unvorhergesehenes, spätestens seit Kohl und nun Schröder wird ganz bewußt auf eine Seite gehäuft. Bezahlbar sind die Schulden ohnehin nie mehr, man müßte sich das Geld von den Bonzen zurückholen, dann vielleicht.
Gregor Gysi hat einmal erwähnt, dass es ein Notgesetz gibt, um diese Schulden notfalls einzutreiben. Weiß jemand was genaueres?

Gruß: Flugsaurier

von Flugsaurier - am 21.07.2003 21:06
Die Klimaveränderung kommt auch nicht unvorhergesehen. Ich kann mich erinnern, dass schon in den 80-Jahren darüber diskutiert wurde.

von jonny - am 21.07.2003 21:19

Re: Hitze nagt am Matterhorn

Sonntag 20. Juli 2003, 13:12 Uhr
Das Matterhorn bröckelt - Hitzeschock für Schweizer Wahrzeichen

Genf/Zermatt (dpa) - Nach der Swissair bekommt in diesen Tagen ein weiteres Schweizer Wahrzeichen Risse: Das Matterhorn, der mit 4478 Metern bekannteste Berg der Schweiz, bröckelt. Seit am Dienstag tonnenweise Gesteinsmassen aus 3400 Meter Höhe zu Tal donnerten, war das «Hörnli» bis zum Wochenende für Bergsteiger gesperrt.

Die wochenlange Hitze hat zunächst den Schnee weggeschmolzen und dann den Dauerfrost angegriffen. Wo normalerweise Minustemperaturen herrschen, knallt die Sonne jetzt ungehindert auf die Felsen. Als Folge wird der Berg brüchig. «Alarm: das Matterhorn bricht ab» titelte die Boulevardzeitung «Blick» am Mittwoch. Geologen sehen das zwar nicht ganz so schlimm, sind aber doch besorgt.

Rund 150 Bergsteiger wollen in der Hauptsaison pro Tag auf das Horn. Schon immer bröckelte es zwischen ihren Füßen, Fehltritte kosten pro Jahr etwa zehn Menschen das Leben. Jetzt ist es offiziell gesperrt, was es noch nie gab, und was sich nach Angaben des Bergführerpräsidenten von Zermatt, Miggi Biner, nicht kontrollieren lässt. «Wir haben den Berg jetzt für gesperrt erklärt. Wenn einer trotzdem raufgeht, wäre das kompletter Selbstmord», sagt Biner.

Etwa 90 Bergsteiger wurden am Dienstag fünf Stunden lang mit Hubschraubern vom Berg geholt. Kurz zuvor hatten sich hunderte von Kubikmetern Gesteinsmassen in 3400 Meter Höhe gelöst. Das Geröll löste sich im Bereich der Hauptroute am Hörnligrat. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Aber dieses Glück muss es nicht ein zweites Mal geben, warnen Bergführer. Keiner von ihnen ist derzeit bereit, auf den Berg zu gehen, sagt Biner. Geologen prüfen, ob etwa durch Sprengungen weitere Abstürze kontrolliert ausgelöst werden können. «Es sind noch mehrere lose Felsblöcke zu sehen», weiß Biner.

Jetzt werden durch das Tauwetter Felswände gelockert, die normalerweise durch das Eis zusammen gehalten werden. Tauwasser unterspült die Felsen, wirkt wie Seife, über die das Gestein weggespült wird. Permafrost oder Dauerfrostboden ist ein Untergrund, der für mindestens zwei Jahre eine Temperatur von null Grad nicht überschreitet. Jetzt liegt die Null-Grad-Grenze an vielen Tagen bei über 4400 Meter.

Eine Schweizer Schokoladenmarke hat es sich sogar patentieren lassen: Das charakteristische Erscheinungsbild des Matterhorns, als ein in den blauen Himmel ragendes Dreieck. Fast drei Millionen Besucher kommen jedes Jahr nach Zermatt, um einen Blick auf den Berg zu werfen. Wobei er unter Kennern nur von der Schweiz aus schön und majestätisch aussiehNichts versperrt hier die Aussicht auf das Horn. Von Italien aus gleicht es aber eher einem Stein- oder Schutthaufen. Droht im dieses Schicksal auch in der Schweiz? Wenn der Permafrost sich auflöst, ist die «Sphinx der Alpen» wirklich in Gefahr, fürchten Wissenschaftler.

von jonny - am 21.07.2003 22:13
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