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jan2003, Jonny, terraner, Jason

Die Schere zwischen arm und reich vergrößert sich in den USA dramatisch

Startbeitrag von jan2003 am 02.10.2003 18:28

Die Superkluft

Die Schere zwischen arm und reich vergrößert sich in den USA dramatisch

Die Zahl der US-Amerikaner, die in Armut leben, ist 2002 um 1,7 Millionen Menschen auf insgesamt 34,6 Millionen gestiegen. Laut jüngstem Bericht des US-Census-Bureaus vom 26. September hat damit die Armut bereits das zweite Jahr in Folge zugenommen. Besonders schwer sind von dieser Entwicklung die Staaten im mittleren Westen und die nichtweißen Bevölkerungsgruppen getroffen. Unter den ethnischen Gruppen ging es den Afroamerikanern am schlechtesten mit einem Zuwachs der Armutsrate von 22,7 Prozent in 2001 auf 24.1 Prozent im Jahre 2002.

Ganz anders sieht es an der Spitze der amerikanischen Einkommenspyramide aus. Dort kommt selbst der Letztplazierte auf einer Liste der 400 reichsten Einkommensmillionäre im Jahre 2001 auf ein Jahreseinkommen von etwa 40 Millionen US-Dollar. Da die verschiedenen US-Regierungen in den vergangenen 20 Jahren ein Füllhorn mit immer neuen Steuergeschenken über ihnen ausgeschüttet haben, sind die Reichen in den Vereinigten Staaten – wie anderswo auf der Welt – immer reicher geworden. Zugleich wurde mit fast missionarischem Eifer von den US-amerikanischen Massenmedien, die fast ausschließlich selbst in der Hand von Superreichen sind, darauf hingewiesen, daß absolut kein Zusammenhang zwischen den ärmer werdenden Armen und den reicher werdenden Reichen bestehe. Außerdem, so der Tenor der Medien, bestünde nur dann berechtigte Hoffnung auf Aufschwung und mehr Arbeitsplätze, wenn auch noch die letzten Arbeitsschutzgesetze fallen und die Reichen noch reicher würden. Mit Erfolg, wie die jüngsten Zahlen der amerikanischen Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) belegen. Demnach stieg das durchschnittliche Jahreseinkommen innerhalb der Top-400-»Verdiener« im Jahre 2000 auf fast 174 Millionen US-Dollar und war damit viermal höher als 1992. Damals verdiente ein Angehöriger dieser Einkommenselite durchschnittlich »nur« 46,2 Millionen Dollar im Jahr. Der Anteil der Top-400-Einkommensmillionäre am Gesamteinkommen aller Amerikaner hat sich seit 1992 verdoppelt und belief sich im Jahre 2000 auf über 1,1 Prozent. 400 von 285 Millionen US-Bürgern, das sind weniger als 0,0002 Prozent, beziehen über ein Prozent der Gesamteinkünfte. Die USA haben mit 35835 US-Dollar eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt. Allerdings leistet sich der Staat neben unzähligen Millionären auch 222 Milliardäre. Die verfügen der neuesten Forbes-Liste zufolge über ein Gesamtvermögen von 706 Milliarden US-Dollar. Der reichste von ihnen, Microsoftgründer William Gates, kommt allein auf über 40 Milliarden Dollar Vermögen.

Wer nun glaubt, daß dieser Reichtum durch die zu entrichtenden Steuern etwas relativiert wird, irrt sich. Im Jahre 2000 betrug der Steuersatz der Top 400 durchschnittlich nur noch 22,3 Prozent im Vergleich zu 29,9 Prozent im Jahre 1995. Während der steile Anstieg der Top-Einkommen in die Periode der aufgeblähten Spekulationsblase an den Börsen fällt, »scheinen dennoch andere Faktoren für den größten Teil der Einkommenszuwächse verantwortlich zu sein«, hieß es dazu in der New York Times, die als Beweis dafür u.a. die »Senkung der Kapitalgewinnsteuer im Jahre 1997 von 28 Prozent auf 20 Prozent« aufführt. Anfang dieses Jahres hat Präsident George W. Bush diese Steuer auf nur noch 15 Prozent gesenkt und damit die Politik der Einkommensumverteilung von den Armen an die Reichen zusätzlich beschleunigt.

Während diese Steuerabsenkung den Reichen zusätzliche Millionen beschert, macht Bushs Steuergeschenk für etwa die Hälfte der US-Bevölkerung, die über geringere Einkommen verfügt, durchschnittlich nur ganze 19 US-Dollar Ersparnis pro Steuerzahler aus.

Derzeit liegt in den USA die offizielle Armutsschwelle für eine vierköpfige Familie bei einem Jahreseinkommen von 18392 US-Dollar, für Einzelpersonen bei 9183 Dollar. In Kaufkraft ausgedrückt ist das jedoch weitaus weniger als der in Euro umgerechnete Wert, denn in den USA gibt es z. B. keine Pflichtkrankenversicherung. Nur wer will und entsprechend verdient, der kann sich für viel Geld bei einer Privatversicherung einkaufen. Auch andere Sozialleistungen, die es heute in Deutschland noch gibt, können in den USA nur durch persönliche Zahlungen aus dem Einkommen erworben werden. Das Nacheifern dieses US-amerikanischen Vorbildes wird inzwischen von deutschen Parteien, einschließlich der PDS – siehe deren Politik im Lande Berlin – als »Sozialreform« verkauft, damit, so die neoliberale Propaganda, »jeder in Eigenverantwortung besser für sich selbst sorgen kann«.

Auch in Deutschland läuft die Umverteilung von unten nach oben auf Hochtouren. Anders als in den USA jedoch möchte man hier die Auswirkungen dieser Entwicklung möglichst lange verstecken, weshalb trotz zahlreicher Petitionen von Bürgern und Verbänden die Bundesregierung nach wie vor keinen Armutsbericht anfertigen läßt. In den USA, in denen Reichtum immer noch als Synonym für das Wohlgefallen Gottes gilt und der Arme an seiner Armut selbst schuld sein soll, geht man mit den jüngsten Zahlen des Census Bureaus freimütig um. Das gilt auch für die Menschen, die »in extremer Armut« leben. Diese Schwelle liegt bei einem Jahreseinkommen, das unter der Hälfte der offiziellen Armutssgrenze liegt. Die Zahl der US-Amerikaner, die in »extremer Armut« leben, stieg von 13,4 Millionen 2001 auf 14,1 Millionen im Jahre 2002 an. »Liberale Wirtschaftswissenschaftler vertreten den Standpunkt, daß in Anbetracht des relativen Wohlstandes der Vereinigten Staaten jegliche Zunahme der Armut zuviel ist«, stellte eine führende amerikanische Tageszeitung verwundert fest.

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Iraks Ölminister ohne Quellen

Iraks Ölminister ohne Quellen
Das Rohstoffgeschäft in Bagdad kontrollieren die USA
von Karl Grobe, Frankfurt am Main
Abdullah bin Hamad al-Attiyah, der Energieminister von Katar, wollte gern mit seinem Kollegen aus dem Irak zusammensitzen, und zwar in der Organisation der Erdöl exportierenden Länder (Opec). Schliesslich ist der Irak ein Gründungsmitglied der Opec, sein Erdölminister ist Ibrahim Bahar al-Ullum. Ihn hatte Opec-Präsident al-Attiyah eingeladen. Aber Bagdads Teilnahme an der Konferenz, die am Mittwoch in Wien begann, war umstritten bis zum Schluss. Venezuela hatte zunächst Bedenken angemeldet: Nur souveräne Staaten hätten Anspruch auf einen Platz am U-förmigen Verhandlungstisch. Aber der Irak ist besetzt, und die Vereinten Nationen (UN) haben im Mai mit der Sicherheitsrats-Resolution 1483 den Fonds, der Iraks Erdöl von der Quelle bis zum Exporthafen regiert, an die Besatzungsmacht übergeben. Deshalb hat der Chef der von den USA eingesetzten Beraterkommission für die irakische Ölwirtschaft mehr zu sagen. Dieser heisst Phillip J. Carroll, ist Amerikaner und kommt aus dem Hause Royal Dutch Shell.
Irakisches Öl im nationalen Sicherheitsinteresse der USA?
Präsident George W. Bush sorgte mit der Executive Order 13303 am 28. Mai dafür, dass «alles irakische Erdöl, alle irakischen Erdölprodukte und damit verbundenen Interessen, Vorgänge, Verpflichtungen und finanziellen Instrumente, die mit dem Verkauf oder der Vermarktung verbunden sind», juristisch unanfechtbar dem nationalen Sicherheitsinteresse der USA unterstehen. Wer über Iraks Öl gebietet, ist demnach klar - Erdölminister al-Ullum ist es nicht.
Der Rohstoff ist aus drei Gründen begehrt: Er hat hervorragende Qualität, er ist billig zu fördern, und es gibt sehr viel davon. Das irakische Öl ist schwefelarm und deshalb leicht zu verarbeiten. Die Vorräte im Boden - nachgewiesen sind 112,5 Milliarden Barrel - werden nur von Saudi-Arabien übertroffen, aber das könnte sich bei weiterer Exploration ändern. In der westlichen Wüstenregion Iraks vermutet man Lagerstätten in saudischer Grössenordnung. Seit Saddam Hussein 1980 begonnen hat, Krieg zu führen, ist dort nicht genau nachgeforscht worden. Die irakischen Förderkosten liegen laut Oil and Gas Journal unter 1,50 Dollar pro Barrel; in Russland oder Mexiko muss man bis zu 8, in der Nordsee 12 bis 16 Dollar aufwenden. Selbst in der Golf-Region hat der Irak hervorragende Wettbewerbsperspektiven.
Allerdings müssen sowohl Fördertechnik als auch Transport-Infrastruktur runderneuert werden. In Saddam Husseins Kriegsjahren wurde nur das Notwendigste getan, und das UN-Embargo nach dem Kuwait-Krieg von 1991 erschwerte die Reparaturarbeiten, weil wichtige Ersatzteile nicht eingeführt werden durften. Im vergangenen Monat brachte der Irak rund 1,5 Millionen Barrel täglich (B/d) auf den Weltmarkt, vor dem Krieg höchstens 3, und erst in einigen Jahren kann der Export die saudische Grössenordnung von 7 B/d erreichen. Strategisch bedeutend ist Iraks Erdöl aber schon jetzt.
Wachsende Bedeutung der Golfregion
Aus der Golfregion werden derzeit etwa 22,7 Millionen Barrel täglich exportiert, davon 2,3 Millionen an die USA, die allein rund 40 Prozent der Weltölproduktion verbrauchen. Saudi-Arabien ist mit 1,6 Millionen B/d ihr wichtigster einzelner Lieferant. Wesentlich mehr als vom Golf, nämlich 4,7 Millionen B/d, beziehen sie insgesamt aus Mexiko, Venezuela, Kolumbien, Nigeria und Kanada. Der gegenwärtige US-Verbrauch von etwa 20 Millionen B/d wird sich bis 2020 auf rund 27 Millionen B/d erhöhen, wie die Washingtoner Energy Information Agency (EIA) schätzt. Bisher decken die USA fast die Hälfte ihres Bedarfs, etwa 44 Prozent, aus eigenen Quellen. Doch in einigen Jahren wird es nur noch gut ein Drittel sein (35 Prozent): Erschöpft sind dann die bisher bekannten Vorräte, zu teuer die Förderung. Wahrscheinlich werden die USA aus der Golfregion dann 4,2 Millionen B/d importieren - dreieinhalbmal soviel wie jetzt -, die Golfregion mit dem Irak wird für sie dann um so wichtiger.
Eine politische Krise in Saudi-Arabien kann zur Verringerung der dortigen Produktion führen oder gar eine Regierung an die Macht bringen, deren Ölpreispolitik nicht mehr «im Interesse der Weltwirtschaft» liegt. Dann wird der Irak um so wichtiger für die USA.
Doch die USA sind nicht die einzigen Konkurrenten um billiges Erdöl: Der gesamte Weltverbrauch wird sich bis 2020 von jetzt rund 50 auf 112 Millionen B/d mehr als verdoppeln.
Kontrolle über das Öl bedeutet Macht über die Weltwirtschaft
Vor allem die dynamischen Volkswirtschaften Ost- und Südasiens werden ihre Öl-Nachfrage um jährlich etwa 3,7 Prozent steigern. China allein wird in 15 Jahren 7,2 bis 7,5 Millionen B/d einführen müssen. Schon seit 1993 ist China Netto-Importeur und war 2002 schon der drittgrösste Käufer auf dem Weltmarkt, nach den USA und Japan, das in hohem Masse von der Golfregion abhängt. Das hohe Interesse Pekings und Tokios an einer Zusammenarbeit mit den sibirischen Förderern wie Jukos und mit zentralasiatischen Staaten geht nicht nur auf starken Petroleumdurst zurück, sondern spiegelt auch den Wunsch wider, sich nicht in zu grosse Abhängigkeit vom Nahen Osten und damit der US-Protektoratssphäre zu begeben.
Den weltweiten Bedarf wird aber vor allem die Golfregion decken. Ihr gesamter Export wird bis 2015 von 14,8 Millionen auf wenigstens 33,5 Millionen B/d ansteigen. Die Kontrolle darüber - und über die Preise - bedeutet Macht über die Weltwirtschaft. Die künftige Schlüsselposition der Gesellschaften, die über Iraks Erdöl und seine Wege auf den Weltmarkt verfügen werden, ist deutlich erkennbar.
Die Pipeline von den nordirakischen Ölfeldern zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan ist zurzeit die wichtigste Exportverbindung Iraks. Eine weitere verläuft durch Syrien und Libanon nach Saida. Inzwischen denken israelische Regierungsmitglieder laut darüber nach, die seit fünfzig Jahren stilliegende Leitung von Kirkuk durch Jordanien nach Haifa wieder in Betrieb zu nehmen, wie der arabische Fernsehsender al-Jazzera kürzlich berichtete. Israels Finanzminister Benjamin Netanyahu meinte diesem Bericht zufolge, es werde nicht mehr lange dauern, bis irakisches Öl nach Haifa fliesse. Die Voraussetzung ist politisch: Eine «pro-arabische» Regierung in Bagdad könnte sich zu einer Entscheidung, von der Israel wirtschaftlich profitiert, wohl kaum entschliessen.
Quelle: Frankfurter Rundschau vom 25.9.2003

von jan2003 - am 03.10.2003 09:17

wieder ein text , der bestätigt das USA Krieg gegen irak nur wegen ÖL ..

wenn man die zahlen sich ansieht , weiß man bescheid , das es nur um Öl geht und Ihre Währung Dollar , so vor dem Kollaps zu schützen ,
man stelle sich mal vor IRak und Saudi Arabien , würden ihr Öl nur für EURO verkaufen wollen , so würde der US-Dollar in wenigen monaten , total einbrechen und die Wirtschafts und Militärmacht wäre , wie die Sowjetunion zusammen gebrochen !

von jan2003 - am 03.10.2003 09:21

Ausverkauf der irakischen Wirtschaft

Ausverkauf der irakischen Wirtschaft
von Karl Grobe, Frankfurt am Main
Die irakische Wirtschaft steht vor dem Ausverkauf an internationale Investoren. Finanzminister Kamil al-Gailani präsentierte am Sonntag in Dubai ein umfassendes Programm, dem der von den USA eingesetzte Chef der Übergangsregierung, L. Paul Bremer, vorher zugestimmt hatte.
Künftig kann jedes irakische Unternehmen in fremden Besitz übergehen. Ausgenommen ist lediglich der Rohstoffsektor, darunter die Öl- und Gaswirtschaft. Diese wird bis auf weiteres von einem US-kontrollierten Fonds geführt. Das von Gailani vorgelegte Paket ermöglicht sowohl die volle Übernahme irakischer Staatsbetriebe als auch Kapitalbeteiligungen und die Neugründung von Firmen mit ausschliesslich fremdem Kapital.
Das als marktwirtschaftliches Reformpaket dargestellte Gesetz gilt unter anderem für den Bau-, den Transport- und den Energiesektor sowie für die Banken.
Gewinne, Dividenden, Zinsen und Royalties können ohne Verzögerung und Abzüge unmittelbar ins Ausland transferiert werden. Einkommens- und Körperschaftssteuern werden maximal 15% betragen; bisher war ein Höchststeuersatz von 45% gesetzlich möglich. Bis zum Jahresende besteht überdies Steuerfreiheit. Eine Durchleuchtung («screening») ausländischer Investoren, also eine Überprüfung ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Seriosität, ist trotz gegenteiliger irakischer Wünsche nicht vorgesehen. Wie die Londoner Zeitungen «Guardian» und «Independent» berichten, lehnte die US-Übergangsverwaltung eine entsprechende Klausel ab.
Auf alle Importe wird eine fünfprozentige Wiederaufbauabgabe erhoben; ausgenommen sind «humanitäre Güter» wie Medikamente, Nahrungsmittel und Bücher. Ausserdem wurden Rahmenvorschriften für das Bankwesen erlassen. Sechs ausländische Banken, die im einzelnen nicht genannt wurden, bekommen einen «Fast track»-Zugang zum irakischen Finanzmarkt. In den nächsten fünf Jahren dürfen sie irakische Finanzinstitute vollständig übernehmen. Die neuen Regelungen treten zum Jahresbeginn 2004 in Kraft. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen ungenannten US-Beamten mit den Sätzen: «Dies ist kein Vorschlag. Dies ist Gesetz, alles ist erledigt. In einem Land wie dem Irak kann man Geld machen.»
Quelle: Frankfurter Rundschau vom 23.09.2003

von jan2003 - am 03.10.2003 09:26

Wesley Clark - ein Trojanisches Pferd für die Falken?

Wesley Clark - ein Trojanisches Pferd für die Falken?
F.E. Bevor alle den Demokraten Wesley Clark als Gegner der Kriegspolitik der gegenwärtigen Bush-Regierung im Irak feiern, wäre es gut, sich den Mann näher anzuschauen. Alle Zeichen weisen darauf hin, dass Clark, der während des Kosovo-Krieges 1999 Nato-Kommandeur war, von den Falken in Washington als Alternative aufgebaut werden soll, falls George W. Bush weiterhin an Popularität für die Wahlen im November 2004 verlieren sollte. Bill Clinton spielt bei diesem Versuch auch eine Rolle.
Clark, der öffentlich zugibt, bis zu seiner politischen Konversion im August 2003 ein Republikaner gewesen zu sein, wird von ehemaligen Nato-Partnern nachgesagt, ein «eiskalter Falke» zu sein. Von 1997 bis Mai 2000 war Clark Oberkommandierender der Nato. Er hatte die militärische Leitung im Kosovo-Krieg. Als Nato-Kommandeur befahl er seit dem Zweiten Weltkrieg die erste grundlose Bombardierung einer Stadt, nämlich von Belgrad. Clark wurde als Nato-Kommandeur von Verteidigungsminister William Cohen entlassen, nachdem Clark gedroht hatte, das auszulösen, was ein britischer General den «dritten Weltkrieg» nannte, indem er versuchte, russische Truppen gewaltsam am Betreten des Flughafens Pristina in Kosovo zu hindern.
Clark ist in vielerlei Hinsicht ein Mann, der viele Fragen aufwirft. Während des Kosovo-Krieges hatte er Beziehungen zur Kanzlei des neokonservativen republikanischen Hardliners im Pentagon, Douglas Feith. Clark arbeitete mit Feith und Richard Perle während des Friedensabkommens von Dayton im Jahre 1995 zusammen, bei dem Clark der oberste militärische Unterhändler war. Feiths Kanzlei, Feith & Zell, richtete den Fonds für die Verteidigung Bosniens (Bosnia Defense Fund) ein, der als finanzielles Vehikel dafür diente, für saudische und andere arabische Fonds Waffen für bosnische Moslems zu kaufen und diese dann durch die halbamtliche Military Professional Resources Inc. von ehemaligen US-Militäroffizieren ausbilden zu lassen. Clark arbeitete mit dem Fonds für die Verteidigung Bosniens zusammen.
Noch interessanter ist Clarks Karriere, seit er die Nato verlassen hat. Er ging nach Little Rock in Arkansas, wo auch die Clintons zu Hause sind. Dort wurde er sofort geschäftsführender Direktor der Handelsbank für die Stephens Group Inc. Die Stephens Group Inc. ist eine dubiose Agentur mit Verbindungen zu den Familien Bush und Clinton. Die Stephens Group Inc. war auch in die Skandale um den Konkurs der BCCI-Bank verwickelt, einer pakistanischen Bank, die vor mehr als zehn Jahren zusammenbrach, unter anderem, weil man ihr nachsagte, sie würde Drogengelder waschen.
Bill Clinton und seine Frau Hillary hatten ebenfalls enge Verbindungen zur Stephens Group Inc. in Arkansas. Viele Berater der neuen «Clark for President»-Kampagne kommen aus der Gruppe um Bill Clinton, was viele zur Spekulation veranlasst, die Kandidatur Clarks sei ein Versuch, einer Kandidatur Hillary Clintons Glaubwürdigkeit in militärischen Fragen zu verleihen. Betrachtet man Senator Clintons enge Verbindungen zu den New Yorker Neo-Konservativen, die Hillary Clinton unterstützen, dann überrascht dies nicht.
Sollten sich Clarks Verbindungen zu den Neo-Konservativen um Feith und Perle bestätigen, dann könnte dies bedeuten, dass sich die Neo-Konservativen alle Möglichkeiten für 2004 offenhalten. Bemerkenswert am plötzlichen Aufstieg des weitgehend unbekannten Clark in den letzten Tagen ist die Tatsache, dass sein Bild eine Schöpfung der freundlich gesinnten US-Medien ist. Das alleine, ebenso wie der jüngste Medienrummel um Howard Dean (Präsidentschaftskandidat der Demokraten), sollte skeptisch stimmen. Zumindest stellt Clark, der früher einmal zugab, er hätte wahrscheinlich für die Kriegsresolution zum Irak im Senat votiert, keine Alternative zur gegenwärtigen Militärpolitik der USA dar, die die Nato als Amerikas globale Polizei einsetzen will.

von jan2003 - am 03.10.2003 09:28

weiterhin US-Dollar in Not !

Am internationalen Devisenmarkt geht es rund. Er scheint aus seinem Dämmerschlaf erwacht zu sein, in den er nach dem Statement der sieben führenden Industrieländer (G-7) vom vorletzten Wochenende zunächst gefallen war. Jetzt geht es wohl zur Sache.

Unter der tristen Begleitmusik sehr enttäuschender Konjunkturzahlen aus den USA fällt der US-Dollar nun anscheinend ungebremst besonders gegenüber dem Euro. Dabei setzte der auf breiter Front zu verzeichnende Schwächeanfall des Greenback zunächst gegenüber dem Yen ein.

Der Yen aber wird von der Notenbank in Tokio inzwischen recht gut in Schach gehalten. Noch, sollte einschränkend gesagt werden. Die Verantwortlichen dort erinnern sich nur zu gut daran, dass eine zu starke Aufwertung des Yen gegenüber dem Dollar in den vergangenen 13 Jahren gleich drei zunächst verheißungsvolle Konjunkturerholungen ins Gegenteil umschlagen ließ.

Wir wissen nun, dass die Notenbank in Tokio auch im September massiv zu Lasten ihrer Währung interveniert hat, und zwar weit stärker, als es weithin vermutet worden war. Dresdner Kleinwort Wasserstein weist darauf hin, dass die Interventionen wahrscheinlich auf die erste Septemberhälfte konzentriert waren. Nach Lage der Dinge sei ein monatlicher Rekordbetrag in nur zwei Wochen aufgewandt worden, um den Wechselkurs bei 116 Yen je Dollar zu halten.

Doch das ist inzwischen Vergangenheit. Jetzt versucht es die Notenbank in Tokio, wie sie am Dienstag eingestand, zum einen mit verdeckten Interventionen über die Federal Reserve Bank of New York. Es gilt als sehr fraglich, ob sie damit auf Dauer den gewünschten Erfolg hat. Zum anderen versucht man es in Tokio wieder einmal mit verbalen Interventionen. Doch hier verhält es sich wie mit den Rücktrittsdrohungen des deutschen Bundeskanzlers: Mit mehrfacher Wiederholung verbrauchen sie sich bis zur Bedeutungslosigkeit.

Als den nächsten Halt scheinen sich die Japaner nun die Marke von 110 Yen je Dollar ausgesucht zu haben. Wenn nicht alles täuscht, wird es sehr teuer, sie zu verteidigen. Devisenhändler argwöhnen, dass ein regelrechter Run einsetzt, wenn diese Zone unterschritten wird. Ob sich die Notenbank in Tokio einer solchen Kaufwelle dauerhaft entgegenzustellen vermag, ist sehr zweifelhaft.

Und der Euro? Der Dollar war vor einigen Monaten schon einmal hier. Daher haben die gegenwärtig entstehenden Wechselkurse keinen wirklichen Neuigkeitswert.

Doch wir dürften uns keine Illusionen machen: Der langfristige Aufwertungsprozess des Euro ist noch lange nicht abgeschlossen. Nach Lage der Dinge wird die Konjunktur im Euroraum nach der jetzt zu verzeichnenden leichten Erholung abermals abstürzen. Ein neuerlicher Dämpfer wird von der Exportwirtschaft ausgehen und die ganze Misere nur noch offenkundiger machen. Da helfen auch die jetzt in Deutschland intensiver diskutierten Reformen nicht mehr. Jedenfalls rückt die nächste Zinssenkung seitens der Europäischen Zentralbank nun in greifbare Nähe.

Und der Dollar? Noch ist seine Abwertung von der Regierung in Washington gewollt. Doch wenn dieser Prozess außer Kontrolle gerät und der Greenback zu kollabieren beginnt, werden die Kapitalmarktzinsen dort steigen. Dann ist nicht Holland, sondern Amerika in Not.

Um zu retten, was vielleicht, aber nur vielleicht, noch zu retten ist, wird die Notenbank in Washington (Fed) die Karte der "unkonventionellen" Geldpolitik erneut aus dem Ärmel ziehen, die sie im Juni dort nach kurzem Vorzeigen wieder versteckt hat. Eine Senkung des Leitzinses würde in einer solchen Situation nämlich real nichts mehr bewirken.

"Unkonventionell" würde hier bedeuten, dass die Fed theoretisch unbegrenzt Staatsanleihen aufkauft und/oder Anleihen anderer Emittenten aufkaufen lässt, um die Kapitalmarktzinsen in Schach zu halten und einen völligen Kollaps des amerikanischen Finanzsystems und damit auch der Wirtschaft zu verhindern.

Wie brisant die Situation ist, scheinen die Finanzmärkte noch nicht begriffen zu haben, auch wenn sie nun langsam an ihrer eigenen Verwegenheit zu zweifeln beginnen. Das ist wie ein Dämmerzustand, in dem einem Böses schwant. Doch das richtige Erwachen kann brutal werden.

EK: Seit 2wochen steigen die Aktien nicht mehr , die fallen eher ,
der euro ist gegen über $ von 1,09 auf 1,17 in 1woche gestiegen

Solche texte halte ich für Panik mache seit monaten ließt man immer wieder solche texte , jetzt Kollabiert der Dollar , aber bisher , war da nichts groß artiges mehr passiert. wir warten mal ab

von jan2003 - am 03.10.2003 09:34

die große bankenkrise hat jetzt begonnen !

www.deutschlandluegen.de

die seite befasst sich zwar auch mit scheiß themen , aber über wirtschaft haben sie 1A berichte , ihr solltet mal "Die große Bankenkrise als pff-datei " durch lesen !

von jan2003 - am 03.10.2003 11:55

mal genauer hinschauen!

nicht schlecht.....-
ich empfehle jedem nur wärmstens sich auf der gleichen seite mal die rubrik "verweise" anzutun!!!!!!!! dann bestehen wohl keine zweifel mehr an der art und dem inhalt diser website!

von terraner - am 03.10.2003 21:41

Ist rechtsaussen...

...das ändert aber nichts an der Tatsache, daß das Zinssystem mal wieder einmal an die Grenzen stösst.

von Jason - am 04.10.2003 11:38

Re: mal genauer hinschauen!

Die Website mag schlecht sein.
Das hat aber nichts mit dem Artikel zu tun. Denn der Autor des Artikels ist Chefredakteur der Zeitung "sicheres Geld" und hat mit der Website "deutschlandluegen.de" NICHTS ZU TUN.

von Jonny - am 05.10.2003 21:18
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