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WTC
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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Jason, alfrad, HasiHasi

Hatten auch hier Terroristen vom BND ihre Finger im Spiel?

Startbeitrag von HasiHasi am 27.04.2004 18:17

Deutsche Tschetschenen

BERLIN/DRESDEN/MÜNCHEN - In eine im Jahr 2002 verübte tödliche Geiselnahme tschetschenischer Terroristen sind deutsche Spionageorganisationen involviert. Dies hat die Bundesregierung aufgrund eines Presseberichtes einräumen müssen. Demnach konnten Vorbereitungen für die Aktion, bei der in einem Moskauer Musicaltheater 130 Menschen starben, trotz vorausgehender Warnungen russischer Behörden in Deutschland durchgeführt werden. Die deutsche Polizei griff nicht ein. Prominente tschetschenische Separatisten werden von deutschen Organisationen unterstützt und pflegen mit maßgeblichen deutschen Außenpolitikern Kontakte. Ein illegales ,,Vertretungsbüro der Tschetschenischen Republik von Itschkeria" darf unbehindert in München residieren. Duldung und Begünstigung der tschetschenischen Aktivitäten ermöglichen der deutschen Regierung die verdeckte Einflussnahme im Kaukasus, wo derzeit erbitterte Machtkämpfe zwischen der Russischen Föderation, den USA und Deutschland bzw. der Europäischen Union stattfinden.
Wie die ,,Dresdner Neuesten Nachrichten" berichten, hielt sich der mutmaßliche tschetschenische Terrorist Arbi Daudov im Juli 2002 in Dresden auf. Von dort hielt er telefonischen Kontakt zu konspirativen Wohnungen in Moskau, in denen die Geiselnahme in dem Musicaltheater vorbereitet wurde.1) Obwohl die deutschen Sicherheitsbehörden aus Russland gewarnt wurden, konnte sich Daudov frei bewegen. Bei seiner intensiven Reistätigkeit nutzte er deutsche Visa, die nach Presseberichten auch für andere tschetschenische Kriminelle ausgestellt wurden.2) Über die näheren Umstände ihres ungewöhnlich liberalen Umgangs mit verdächtigen Ausländern verweigert die Bundesregierung konkrete Auskünfte und beruft sich auf Geheimschutz (,,nachrichtendienstlicher Hintergrund").
Von Interpol gesucht
Im Januar diesen Jahres hatte sich der von Interpol gesuchte tschetschenische Separatistenführer Achmed Sakajew (,,Vizepremier der Tschetschenischen Republik Itschkerija") unbehelligt in Berlin aufgehalten und war dort mit maßgeblichen deutschen Außenpolitikern zusammengetroffen.3) Zu Sakajews Gesprächspartnern gehörten u.a. Friedbert Pflüger (CDU), Winfried Nachtwei (Bündnis 90/Die Grünen), Harald Leiprecht (FDP), Ralf Fücks (Heinrich-Böll-Stiftung) und Alexander Rahr (Russlandexperte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik/DGAP). Der international gesuchte Separatist, der auf Einladung der SPD-Außenpolitiker Gert Weisskirchen und Markus Meckel in die deutsche Hauptstadt gereist war, traf darüber hinaus mit dem georgischen Ministerpräsidenten Michail Saakaschwili zusammen.4) Georgien gilt als Rückzugsgebiet illegaler tschetschenischer Truppen, die Krieg gegen die russische Armee führen.
Zu Europa
Finanziert und gedolmetscht wurde Sakajews Berlin-Aufenthalt von der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft, einer angeblich privaten Organisation, die der Berliner Außenpolitik zuarbeitet. Die Organisation erklärt die ,,nord- und südkaukasischen Länder und Völker" zur ,,geschichtlich gewachsene(n), zu Europa gehörende(n) kulturelle(n) Einheit" und Tschetschenien zum Opfer des russischen ,,Kolonialismus". Sie ,,nimmt Spenden für tschetschenische Flüchtlinge entgegen" und ,,betreut ständig Gäste aus dem Kaukasus", darunter den ,,Außenminister" der ,,Tschetschenischen Republik Itschkerija", Ilyas Achmadov. Der Organisation eng verbunden sind der im Jahr 1999 zum ,,Vize-Premier für Soziales" der fiktiven ,,Tschetschenischen Republik Itschkerija" ernannte Apti Bisultanov sowie Said-Chasan Abumuslimov, ein ehemaliger Vizepräsident Tschetscheniens (1996-1997). Abumuslimov wird seinerseits mit dem ,,Vertretungsbüro der Tschetschenischen Republik von Itschkeria" in Verbindung gebracht, das in München angesiedelt ist. In örtlicher Nähe zur deutschen Spionageorganisation BND (Bundesnachrichtendienst) bemühte sich bereits Mitte der 1990er Jahre ein tschetschenischer Separatist um den Aufbau eines ,,Tschetschenien-Informationsbüros".5) Der Mann war auf Betreiben des Münchner CSU-Europaabgeordneten Bernd Posselt aus russischer Haft entlassen worden und wurde von der ,,Paneuropa Union Deutschland"6) unterstützt.
Einflussmittel
Die Deutsch-Kaukasische Gesellschaft, die u.a. mit der ,,Menschenrechtsorganisation" Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)7) und der Heinrich-Böll-Stiftung8) zusammenarbeitet, stellt ihre Kontakte zu führenden tschetschenischen Separatisten der Berliner Außenpolitik zur Verfügung. So ging dem Berlin-Aufenthalt Sakajews ein ,,Arbeitsgespräch" Bisultanovs, Abumuslimovs und des Gründers der Gesellschaft, Ekkehard Maaß, mit den SPD-Außenpolitikern Gert Weisskirchen und Markus Meckel am 28. November 2003 voraus. Die Kontakte zu führenden tschetschenischen Separatisten erlauben Berlin, in Moskau als ,,Vermittler" aufzutreten und die eigenen Kaukasus-Interessen verdeckt zu befördern.9)

Antworten:

danke, guter artikel + link. dies ist sicher nur ein beispiel. ich bin überzeugt, daß genauso auch in anderen ländern gehandelt und aggitiert wird. aber hier so etwas im original und offen lesen zu können, ist schon eine pracht.

interessant sind auch die anderen seiten auf der angegebenen website. da kann man schön lange stöbern und infos saugen.

danke nochmal.

von alfrad - am 28.04.2004 13:30

Geheimdienste...

...der Name ist schon die Frage.
Wem dienen sie im Geheimen?
Bestimmt nicht der Allgemeinheit.

von Jason - am 28.04.2004 14:27
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