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vor 8 Jahren, 5 Monaten
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Pinzgaubahn Fan

OT: Ybbstalbahn kämpft ums Überleben

Startbeitrag von Pinzgaubahn Fan am 23.04.2009 19:50

Hallo,

vielleicht haben bereits einige von euch die schmalspurige Ybbstalbahn in Niederösterreich besucht. Leider sieht es um den Fortbestand nicht gut aus. Um genau zu sein ist die Einstellung bereits beschlossen, doch vielleicht können eure Unterschriften doch noch etwas bewirken.

Ich hoffe ihr unterschreibt auf [probahn.at] zahlreich.


Zitat

http://www.kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/313120.php

Bus und Rad lösen Ybbstalbahn ab

Die Demontage eines Großteils der verwahrlosten 55 Kilometer langen Schmalspurstrecke ist beschlossene Sache.

Nun ist es auch amtlich. Im künftigen öffentlichen Verkehrsangebot des Ybbstals wird die Bahn nur mehr eine Nebenrolle spielen. Landesrat Johann Heuras und Landesverkehrsplaner Friedrich Zibuschka präsentierten am Mittwoch das Mobilitätskonzept Ybbstal. Es soll den rund 70.000 Bürgern im Ybbs- und Erlauftal ein effektiveres Angebot, als jenes das die ÖBB mit der Ybbstalbahn derzeit bieten, bringen.

Dienstagnachmittag hätten Gemeindevertreter aller politischen Richtungen im Mostviertler Regionalverband das Konzept einstimmig beschlossen, so Heuras. Der Bund, sprich die ÖBB, hätten die Ybbstalbahn fallen gelassen, die Infrastruktur heruntergewirtschaftet und den Versorgungsvertrag aufgekündigt, kritisierte Heuras. Nur mehr dort wo die Bahn hohe Passagierzahlen habe, würde es Sinn machen, die Strecke zu erhalten.

Deshalb wird im Stadtgebiet von Waidhofen von der NÖVOG (NÖ Verkehrsgesellschaft) eine fünf Kilometer lange stadtbahnartige Strecke weiter betrieben. Als touristische Attraktion genützt und gestärkt soll der Bahn-Abschnitt zwischen Göstling und Kienberg (rund 20 km) werden. Der Rest der Bahnlinie soll vom Land NÖ um einen symbolischen Preis von einen Euro übernommen werden, so Planer Zibuschka. Die ÖBB würden von der Abbruchpflicht entbunden, das Land möchte eine touristisch attraktive Radstrecke auf der Trasse errichten.

Skepsis

Ebenfalls im Regionalverband beschlossen und von Heuras auch beauftragt wurde die Prüfung der Strecke Waidhofen-Hollenstein. Der SP-Abgeordnete und Hollensteiner Bürgermeister Franz Gratzer ist überzeugt, dass der 20 km lange Abschnitt im Gesamtkonzept wirtschaftlich eingebunden werden könnte. Heuras und Zibuschka gaben sich skeptisch. "Nach den Zahlen, die uns vorliegen kostet der Bahnbetrieb 2,5 Mio. Euro pro Jahr, eine Busversorgung nur 300.000 Euro."

Als nächstes wird das Buskonzept europaweit ausgeschrieben. Auch eine Mobilitätszentrale als Servicestation wird eingerichtet. Die geplanten Bus- und Bahnaktivitäten hätten einen Investitionsbedarf von elf Millionen Euro, so Heuras. Um die jetzige Ybbstalbahn auf Schuss zu bringen, seien 33 Mio. Euro notwendig.

Bahnfans aus ganz Europa protestieren gegen die Demontage. Am 3. Mai wird der 110. Geburtstag des Stücks Gstadt-Ybbsitz mit Nostalgiefahrten gefeiert. Vermutlich das letzte Jubiläum.

Artikel vom 23.04.2009 09:39 | KURIER | Wolfgang Atzenhofer


Grüße
Anton

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