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KBS 970 - Forum
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 8 Monaten
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Christof Schröfl, claus-juergen schulze, _korridor, helmut.reese, RD, bluetiger, doku-des-alltags, Kilux

Block Hilperting und Frage dazu

Startbeitrag von claus-juergen schulze am 17.11.2009 22:15

Wer weiß noch, dass Bk Hilperting früher aus zwei Häusern bestand? Fotos aus den Jahren 1972 und 1973 beweisen dies:


116 017 am 29.12.1972 mit N2823


194 121 am 25.02.1973


118 002 am 27.5.1973 mit einem Sonderzug


116 008 am 27. 5. 1973 mit N 2866

Im Sommer 1976 standen noch beide Häuser. Dann war ich einige Jahre nicht mehr in Hilperting, andere Motive an der KBS 950 lockten und nach dem Verschwinden der 116 gab es an anderen Strecken genug zu tun!

Weiß jemand aus dem Forumskreis, wann das Wohnhaus abgerissen wurde?

Viele Grüße
Claus

Antworten:

Hallo Claus,

selbst auf die Gefahr hin, dass gemeckert werden könnte von wegen "äh, bloß lauter Gutmenschen, die sich nix Böses schreiben trauen"... schreibe ich hier:

ECHT GRANDIOSE BILDER

DANKE FÜR DEINE VERÖFFENTLICHUNGEN

Da es sich bei diesem Fotopunkt um so etwas wie meine "zweite Heimat" handelt, bin ich ganz besonders an Informationsdetails interessiert.

Bislang war mir VÖLLIG unbekannt, dass dort ein zweites Häusl stand. Naja, woher hätte ich das auch wissen sollen, Geburtsjahrgang 1980 und erstes Familienmitglied mit dem einschlägigen Hobby, und der "sonstige Kreis der üblichen Verdächtigen" hat nie und nimmer mal ein Wort darüber verloren (warum auch immer).
Daher kann ich Dir leider keinen Lösungsvorschlag anbieten. Jedoch ein paar Anreize:

a) Du kennst doch die Stelle auch heute noch, nicht wahr? Wir könnten die Jahresringe zählen, die der Baumstumpf hat, welcher auf dem Platz des zweiten Hauses gestanden hat, bevor er zum Tischbein umfunktioniert wurde. Du weißt gewiss, was ich meine. Der Baum wurde Anfang 2008 gefällt.

b) Der betonierte Schacht macht nun endlich Sinn. Mag sein, dass auf einem der Betonfertigteile eine Jahreszahl eingegossen ist. Müsste "man" vor Ort prüfen.

c) Beim gegenüberliegenden Bauernhof (in Bach) einfach mal die Austraglerin fragen, vielleicht weiß die ja noch was.

Bei all diesen Dingen möchte ich jedoch auch eine WARNUNG in's Netz stellen:

BITTE BITTE BITTE WER AUCH IMMER HIER WEITERE UNTERSUCHUNGEN VOR ORT ANSTELLT, MACHT SICH BITTE FOLGENDES KLAR:

Das Blockhäusl ist jetzt privates Wochenendhäuschen, und die landwirtschaftlichen Flächen ringsum sind hochwertige Nutzfläche. Insofern bitte "anständig" aufführen, damit uns die Stelle weiterhin als Fotopunkt erhalten bleibt und es nicht zu ... unschönen Dingen ... kommt wie z.B. in St. Jodok oder an der bekannten Stelle an einem der Seen an der Salzkammergutlinie.

Sorry gerade für die letzten Zeilen, aber ich denke, das sollte nicht vernachlässigt werden! Denn wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es auch zurück!!!


Viele Grüße,

Christof Schröfl


P.S.: Claus, sorry, aber Dein letztes Bild ist nicht sichtbar.

von Christof Schröfl - am 18.11.2009 08:23
Hallo Claus,

wann das Gebäude abgerissen wurde kann ich leider nicht sagen.

Umso mehr freu ich mich über die Bilder! Bei den letzten beiden bin ich gerade 9 Tage zuvor 1 Jahr alt geworden ;-)

Es schmerzt mich schon arg, daß ich nie zu den beiden Blockstellen gekommen bin, obwohl ich noch jahrelang die Möglichkeit dazu gehabt hätte.

Danke fürs Zeigen und viele Grüße,
Georg

von doku-des-alltags - am 18.11.2009 08:23
Sorry, irgendetwas scheint bei directupload nicht zu funktionieren. Ich werde das Bild heute Mittag noch einmal hochladen!

Danke für die Blumen! ;-)
Claus

von claus-juergen schulze - am 18.11.2009 09:10
*Meckermodus an*

Und nochwas, Claus: Der Sonderzug wird von 118 002 und nicht von 119 002 gezogen.

*Meckermodus aus*

Sorry ;-)

Christof

von Christof Schröfl - am 18.11.2009 09:15
Also ich hab mich bisher schon ein paar Mal mit dem jetzigen Besitzer des Häuschens angenehm unterhalten. Beim letzten Mal war er noch fleißig am renovieren. Gestern war ich mal wieder dort, aber da war niemand da.

Ich kenne die Stelle jetzt seit Ende 2006. Ich wollte eigentlich schon mal fragen wie es dort früher ausgesehen hat noch mit Formsignalen und so. Wie man sieht hat sich seitdem einiges geändert und dass da mal noch mehr stand, daran hätte ich im Traum nicht gedacht.
Was mich nur etwas wundert. Ich habe mal gelesen, dass an dem Blockhäuschen ein großes Schild "Bk Hilperting" angebracht war. War das 1972 schon abmontiert oder ist das erst später montiert worden?

Letztens war ich mal wieder in Großkarolinenfeld am Bahnhof und da ist mir aufgefallen, dass es dort noch Reste eines aufgelassenen Anschlussgleises gibt. Auch sind noch Reste einer ehemaligen Laderampe oder eines alten Bahnsteiges sichtbar. Da würde mich mal interessieren wie es da vor einigen Jahren oder auch Jahrzehnten ausgesehen hat.

Grüße
Leonhard

von bluetiger - am 18.11.2009 09:36
Hallo,

erstens, jetzt "funzt" das Bild mit der 116 wieder.

Die Schilder "Block Hilperting" befanden sich am Geländer der Blockstelle, da die Schrift stark verblaßt war, ist Sie auf den Farbfotos kaum zu erkennen.

Die Reste des Anschlußgleises in Großkaro kenne ich auch, allerdings war da bereits Anfang der siebziger Jahre nicht viel mehr zu erkennen, bzw. ich habe möglicherweise den aufgegebenen Anschluss nicht hinreichend beachtet.

Viele Grüße
Claus



von claus-juergen schulze - am 18.11.2009 10:54
Hallo Leonhard, hallo Claus,

das Schild "BK Hilperting" war so angebracht, wie im Prinzip auf den Fotos zu erkennen - wenn man weiß, wo man gucken muss - und bis zuletzt vorhanden.

Auf Claus' Bildern ist erkennbar, dass auf dem nordwärts blickenden Schild in der oberen Zeile "BK" und in der unteren Zeile "HILPERTING" steht. Was ich mich jedoch erinnern kann, war seit 1995 (mein erster Besuch dort) bis zum bitteren Ende am 12. März 2000 die Beschriftung einzeilig. Somit steht wohl im Raum, dass die Blechtafeln mal getauscht wurden, oder?

Hinsichtlich Großkaro:
Das Anschlussgleis zum Baustoffhandel hat die bahnparallele Straße gequert. Hiervon gibt's eine Menge Dokumentarbilder. An der heute noch erkennbaren Laderampe entlang führte ein durchgehendes "Gleis 4", von welchem das PA-Gleis abzweigte. Dieses durchgehende Gleis 4 wurde vor 1990 gekappt, also bevor ich wissentlich das erste Mal Großkaro wahrgenommen habe als Fahrschüler. Der südostseitige "Beginn" wurde beibehalten, um das Tanklager zu erschließen, welches dort war, wo jetzt die Fußweg-Ausfädelung ist. Am nordwestlichen Ende wurde auch die Ausfädelung aus Gleis 3 (dem eigentlichen Überholgleis und dritten Bahnsteiggleis) in Gleis 4 beibehalten. Allerdings wurde die eigentliche Anschlussweiche ausgebaut und das Gleis direkt nur noch in den PA geführt, so dass der "mittlere Abschnitt" von Gleis 4 nicht mehr nutzbar war. Eine an und für sich klassische Rückbaumaßnahme, die in dieser Art in zigfacher Ausführung in den alten Bundesländern anzutreffen war/ist.

Anschlussbedienung kenne ich selbst nicht mehr. Mir fehlen bislang auch sonstige Daten. Einzig aus dem EK-Buch "Die Einheitskleinlokomotiven der Leistungsgruppen I und II" ist ein interessanter Hinweis zu entnehmen. Dort, wo die Köf II bei den Bundesbahndirektionen abgehandelt werden, ist eine Bedienungskarte/Einsatzübersicht des Rosenheimer Gebiets gezeigt für das Jahr 1976. Demnach fuhr die Grafinger Bahnhofs-Köf III (sic!) bis Ostermünchen, und Großkaro wurde wohl von Rosenheim aus bedient... hierin erschöpfen sich meine Informationen. Ich denke mal (achtung, persöliche Vermutung!) dass der PA nicht elektrisiert war. Folglich dürfte auch der "legendäre Nahgüterzug", der in den 1960ern von Rosenheim bis München Süd "tingelte", diesen PA nicht bedient haben, denn der war mit E 75 bespannt (was in der Literatur eindeutig belegt ist. EK-Buch über die Baureihe E 75 vom Beginn der 1980er Jahre). Sehr wohl dürfte der jedoch die allgemeine Ortsfracht aus Gleis 4 mitgenommen haben.
Folglich schließe ich, dass der Baustoffhandel entweder von einer Rosenheimer Dieselmaschine bedient wurde, oder dass man auf Hand-/Pferdekraft setzte (wobei ich erstere Version bevorzuge).


Hierbei wird wieder mal eines schmerzlich deutlich:
Über sonstwo auf der Welt sind was-weiß-ich für Details bekannt, und über die Verfahren in der eigenen Heimat ist die Informationslage sehr dünn. Eigentlich schade.
Sorry, das hundertsiebenunddreißigste Standardwerk über die MPSB mag ja ganz nett sein, aber was bringt uns das hier im Süden der Republik?

Natürlich impliziert das auch eine gewisse "eigene Schwäche": Warum stehen wir heute vor einem derartigen Informationsloch? Da sind wirklich die Lokalen gefordert, Licht in's Dunkel zu bringen.
Schön, die Bufe-Bücher sind ein Ansatz. Nicht mehr und nicht weniger. Und zusammengetragenes kollektives Gedächtnis muss vieles ergänzen.


Viele Grüße,

Christof Schröfl

von Christof Schröfl - am 18.11.2009 11:46
Hallo Claus,

erst einmal herzlichen Dank für den Service nach unserem kurzen Gespräch. Ich war nun weiß Gott wie oft in Hilperting, aber leider auch erst ab den frühen 80ern und damit zu Zeiten, als es das gezeigte Haus und Abrißspuren hierzu nicht mehr gab. Und nachdem ich auch sonst von niemandem dazu etwas gehört habe, ist mir das in der Tat auch neu.

Der jetzige Pächter ist noch zu jung, um das selbst erlebt zu haben. Und von den überwiegend ehem. Rosenheimer Rangierern etc, die vor der Umstellung dort zuletzt in der Blockstelle noch gearbeitet haben, hat auch nie jemand etwas erwähnt, obwohl ich sicher dort viele Stunden in Gesprächen zugebracht habe.

Zu "Karo": obwohl ich dort ebenfalls seit den frühen 80ern fotografiert habe, habe ich eine Anschlussbedienung nie beobachten können .Ob da die Bedienung tatsächlich regelmäßig und mit einer Köf erfolgte, halte ich für eher zweifelhaft, weil eigentlich die ganzen "Bedienfahrten rund um den Kirchturm" i.d.R. mit V 100, von denen es eigentlich immer genug gab, gefahren wurden. Da ist zwar eine Köf nicht auszuschließen. Der Regelfall dürfte das aber wohl nicht gewesen sein. Selbst die stärkeren V 60 waren eigentlich überwiegend nur im Bf-Verschub in Rosenheim anzutreffen (vorwiegend am Ablaufberg - auch längst vorbei! - wobei dort bis 1972 noch die 160 002 zum Einsatz kam).Leider liegen mir zu Karo selbst keine Unterlagen vor.

Schöne Grüße
Helmut

von helmut.reese - am 18.11.2009 19:40

Hilperting und Ametsbichl

Hallo Christof,

genau dafür sind die historischen Beiträge ja da, dass Unbekanntes bekannt gemacht wird und durch die dann folgende Diskussion so manches Detail der Vergangenheit entrissen wird.

Noch etwas am Rande zu meinen Besuchen in Hilperting. Von 1972 bis Mitte der achtziger Jahre habe ich eigentlich immer nur am Nachmittag dort fotografiert, weil nur so das Motiv mit Blockstelle und Signalen gut zumzusetzen war. Da der Zugang zur Fotostelle aber nur über den Bauernhof führte ( Man mußte auf dem Hof parken und die Bauersleute um Erlaubnis bitten), habe ich das recht selten gemacht. Die Bauersleute waren zwar sehr nett, aber man wollte Ihnen ja nicht auf die Nerven gehen. So gibt es leider viel zu wenige Fotos von Bk Hilperting.

Bk Ametsbichl war kaum umzusetzen. Der Bewuchs war zu dicht und durch die Lage am Hang fand ich (am Nachmittag) kein brauchbares Motiv. Der Grund lag auch in den E16-Umläufen. Nach den Frühzügen (gegen 6 Uhr morgens) ging es mit dem S-Bahn-Anschlusszügen Rosenheim - Grafing erst am späten Vormittag los. Dann war das Licht in Ametsbichl schon rum.

In diesem Sinne noch einen schönen Abend
Claus

von claus-juergen schulze - am 18.11.2009 20:12
Sehr schöne und interessante Bilder! Habe da auch noch meine ersten Bildversuche mit Formsignalen gemacht und fahre jetzt nahezu täglich dran vorbei - wieder was gelernt!

von Kilux - am 19.11.2009 07:18
Servus Helmut und die anderen!
Da werfe ich doch gleich mal einen Blick in den Buchfahrplan zB vom Sommer 1976: Üg 67415 W/Sa/ Grafing Bf 10.52 - Aßling (Obb) 11.04/11.51 - Ostermünchen 12.01. Üg 67416 W/Sa/ Ostermünchen 12.18 - Aßling 12.28/13.12 - Grafing Bf 13.26. Tfz jeweils 333, Last 200 t. Die Aßlinger Ölzüge wurden zu dieser Zeit elektrisch befördert.
Üg 67430 B Rosenheim 8.06 - Groß-Karolinenfeld (sic!) 8.13. Üg 67431 B Groß-Karolinenfeld 8.36 - Rosenheim 8.43. Tfz jeweils 211, Last 200 t.
Desweiteren gabs zu dieser Zeit Üg Ro - Stephanskirchen und Raubling mit 144, Üg der Raublinger Bahnhofs-323 nach Brannenburg, der Kieferer Bahnhofs-323 nach Fischbach und nach Oberaudorf. Die Priener Bahnhofs-333 fuhr nach Bernau, Awanst Rottau, Übersee und Endorf, die Traunsteiner 323 nach Lauter und Bergen. Die Grafinger 333 fuhr auch nach Zorneding und Forsting. Haar wurde mit einer 332 aus MOR bedient. Die Bedienung von Salzburg-Liefering und Salzburg-Lehen steht auch im deutschen Buchfahrplan, und zwar mit 1161 und 1089.
Viele Grüße vom
korridor

von _korridor - am 19.11.2009 13:26
Mäßigung! Meine Nerven!

:-)

DANKE für diese tollen Offenbarungen!!!

Soweit nun die Pläne. Nehmen wir mal an, dass die auch tatsächlich eingehalten wurden (zumindest im Großen und Ganzen), bleibt summa-summarum:

- Grafinger 333 werktags außer samstags bis MOM,
- Großkaro bedarfsweise von MRO aus bedient durch 211.

Weiters möchte ich auf die Rottauer Bedienung durch die Priener Köf III aufmerksam machen. Insbesondere sei dies unserem Forenkollegen "ZwoZehn" empfohlen... gell, da haben wir jetzt die Gewissheit diverser Rätsel-Sessions :-)


Viele Grüße,

Christof Schröfl

von Christof Schröfl - am 19.11.2009 15:04
Herzlichen Dank!

Da lag ich mit der Annahme der V 100-Leistung und Fahren nach Bedarf nach Karo richtig.

Leider konnte ich von den ganzen aufgeführten Leistungen damals nichts aufnehmen, da ich mich da fern der Heimat in Norddeutschland in der Berufsausbildung befand.

Gruß
Helmut

von helmut.reese - am 19.11.2009 21:00

Köf II, Köf III und Rottau ???

Hallo _korridor,

nach einer Nacht darüber geschlafen ist mir noch was eingefallen:

a)
Deine Info stammt vom Sommer 1976. Ohne jetzt fordernd wirken zu wollen, möchte ich dezent nachfragen, ob vergleichbare Informationen aus den Vorjahren wesentliche Veränderungen aufzeigen. Ich denke, noch 1975 waren sowohl in Prien als auch in Grafing Bhf je eine Köf II anstelle der Köf III. Das grundlegende Bedienkonzept dürfte sich wohl nicht allzu stark geändert haben, seitdem doch etwa 1971 - oder? - ein erstes Knotenpunktsystem eingeführt worden war.

b)
War Rottau wirklich Awanst? Was ich bislang mitbekommen habe, war das bloß eine Anst.
Der Status als Anst bedeutet insbesondere, dass die Sperrfahrt in Bernau beginnt und erst bei Erreichen von Übersee endet. Somit wäre etwa eine Dreiviertelstunde das eine Hauptgleis "dicht", was für eine Hauptbahn diesen Ranges schon ein bedeutsamer "Eingriff" ist. Im Falle Awanst wären die Sperrzeiten erheblich kürzer zu veranschlagen.
Hatte Rottau eine planmäßige Bedienzeit?


Danke im Voraus,

Viele Grüße,

Christof Schröfl

von Christof Schröfl - am 20.11.2009 09:51

Re: Köf II, Köf III und Rottau ???

Servus,
also noch einmal ein Blick in Fahrpläne aus dieser Zeit. Zwischen 1976 und 1981 habe ich kistenweise fahrdienstliche Unterlagen aus dem Chiemgau, und werde mich aus Platzgründen vsl. nächstes Jahr von etlichem trennen. Gute Hände, die das aufnehmen wollen, dürfen sich gerne bewerben ;-)
Nur kurz geantwortet auf deine Fragen:
Zwischen 323 und 333 änderten sich die Planbespannungen gerne von Jahr zu Jahr hin und her. Ob die Loks auch in Wirklichkeit wechselten sei dahingestellt. Im Herbst 1975 waren in Grafing eine 333 und dafür in Prien eine 323 vermerkt. Auch gab es eine geänderte Bedienung von Ostermünchen, nämlich mit dem 67430/31, der über Großkaro hinaus verlängert war und regelmäßig an W/Sa/ im Plan stand. Im Raum Prien - Übersee war alles auf 211 übergegangen, dafür fuhr eine 144 mit einem Üg 67420/21 B nach Großkaro und zurück. Es gab eine eigene Üg Rosenheim - Endorf mit 194 frühmorgens. Die Grafinger 333 kam bis Edling.
Im Frühjahr 1981 waren dann Kleinloks nicht mehr im Streckendienst, das meiste war auf 211 übergegangen. Es gab eine Üg Ro - Raubling mit 218, Ro - Fischbach mit 141.

Zur zweiten Frage: Rottau war Bk und Anst und hatte keine festen Bedienungszeiten, auch wenn die Anlagen noch da waren. Das verwechselte ich mit Niederstraß, das Awanst war und von Freilassing elektrisch bedient wurde, mit 160, 144.5, 194 und 111.

Viele Grüße vom
korridor


von _korridor - am 20.11.2009 16:33

Korrektur

Der untenstehende Text gehört dahingehend korrigiert, daß der Übergang von 323/333 auf 211 1981 war und nicht im Sommer 1975. Sorry.


Zitat
_korridor
Servus,
also noch einmal ein Blick in Fahrpläne aus dieser Zeit. Zwischen 1976 und 1981 habe ich kistenweise fahrdienstliche Unterlagen aus dem Chiemgau, und werde mich aus Platzgründen vsl. nächstes Jahr von etlichem trennen. Gute Hände, die das aufnehmen wollen, dürfen sich gerne bewerben ;-)
Nur kurz geantwortet auf deine Fragen:
Zwischen 323 und 333 änderten sich die Planbespannungen gerne von Jahr zu Jahr hin und her. Ob die Loks auch in Wirklichkeit wechselten sei dahingestellt. Im Herbst 1975 waren in Grafing eine 333 und dafür in Prien eine 323 vermerkt. Auch gab es eine geänderte Bedienung von Ostermünchen, nämlich mit dem 67430/31, der über Großkaro hinaus verlängert war und regelmäßig an W/Sa/ im Plan stand. Im Raum Prien - Übersee war alles auf 211 übergegangen, dafür fuhr eine 144 mit einem Üg 67420/21 B nach Großkaro und zurück. Es gab eine eigene Üg Rosenheim - Endorf mit 194 frühmorgens. Die Grafinger 333 kam bis Edling.
Im Frühjahr 1981 waren dann Kleinloks nicht mehr im Streckendienst, das meiste war auf 211 übergegangen. Es gab eine Üg Ro - Raubling mit 218, Ro - Fischbach mit 141.

Zur zweiten Frage: Rottau war Bk und Anst und hatte keine festen Bedienungszeiten, auch wenn die Anlagen noch da waren. Das verwechselte ich mit Niederstraß, das Awanst war und von Freilassing elektrisch bedient wurde, mit 160, 144.5, 194 und 111.

Viele Grüße vom
korridor


von _korridor - am 20.11.2009 16:37

Re: Korrektur

Hallo _korridor,

vielen herzlichen Dank für die Recherchen. Also, um mit der Tür in's Haus zu fallen: für ausgewählte Fahrplanunterlagen bin ich SOFORT BEREIT !!! Bitte, wie wäre die Möglichkeit, dass wir z.B. über einen der Admins persönlich in Kontakt kommen könnten?

Viele Grüße,

Christof Schröfl

von Christof Schröfl - am 20.11.2009 21:00

Re: Korrektur

Dazu soll sich bitte _korridor bei einem von uns melden, da er seine Mailaddy nicht hinterlegt hat.

Gruß,

Roman

von RD - am 21.11.2009 07:22
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