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KBS 970 - Forum
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vor 8 Jahren, 4 Monaten
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Christof Schröfl, RN232, gast, km63.8, doku-des-alltags, claus-juergen schulze

[JP] Was mag uns dieses Schild wohl mitteilen wollen ??? [m1B] - EDIT: Gelöst

Startbeitrag von Christof Schröfl am 10.02.2010 06:19

Werte Rätselfreunde,

was mag uns dieses großformatige Schild am Bahnhof Oimachi der Tokyu Corporation wohl mitteilen?

Ich kenne zwar nicht jedes Kanji und kann auch nicht wörtlich übersetzen (zumindest nicht ohne Wörterbuch), aber die Kernaussage ist durchaus verständlich. Ich denke, mit ein bisschen Rätseln ist auch ganz ohne Sprachkenntnisse draufzukommen, möglicherweise.




Viel Spaß (und Erfolg :-)) beim Rätseln wünscht

Christof Schröfl

Antworten:

Re: [JP] Was mag uns dieses Schild wohl mitteilen wollen ??? [m1B]

Na das ist wohl so eine Art Wagenstandsanzeiger, der anzeigt, wo die Wagen der ersten Klasse sind!

Viele Grüße nach Japan
Claus

von claus-juergen schulze - am 10.02.2010 07:03

Re: [JP] Was mag uns dieses Schild wohl mitteilen wollen ??? [m1B]

Hallo Claus,

"eine Art Wagenstandsanzeiger" ist richtig, aber Deine Folgegedanken gehen in eine falsche Richtung. Sorry.

Viel Spaß beim Weiterrätseln ;-)

Christof Schröfl

von Christof Schröfl - am 10.02.2010 07:10

Was da steht....

Mit meinem bruch Japanisch bin ich so weit gekommen:


Ich nehme an das ist eine "private line" wobei ich nie von den Bahnhöfen gehört habe? ich hasse Kanji vielleicht sollte ich anfangen Mangas zu lesen dann werde ich schlauler lol.

Grüße nach Tokyo

von RN232 - am 10.02.2010 07:18

Kurswagen, o. ä. ?

Hallo Christof,

Bezeichnet das vielleicht Kurswagen? Allerdings sind ja alle Wagen mit den gleichen Zeichen beschriftet. Aber zumindest unten in der letzten Zeile werden die roten Wagen noch extra erklärt. Somit dürften die roten Wagen etwas besonderes sein.

Vielleicht heißts auch:
- die ersten 2 Wagen fahren nur bis xy
- der 5. Wagen fährt nur bis xy

;-)

Soweit im Dunkeln gestochert.

Viele Grüße,
Georg

von doku-des-alltags - am 10.02.2010 08:19

Re: Was da steht....

Ja, ganz gut :-) das eine fehlende Kanji in der dritten Zeile hat was mit "öffnen" zu tun und kann entweder transitiv oder intransitiv verwendet werden (je nach der folgenden Hiragana). In dem Fall trifft das intransitive "sich öffnen" zu.

Die Katakana "doa-" beschreiben lautmalerisch einen englischen Ausdruck, was nun eventuell zu erraten ist.

Der Betreiber dieser Linie ist die "Tokyu Corporation", eine Privatgesellschaft mit ich weiß nicht wieviel Beteiligung der Öffentlichen Hand, die im Süden des Kerngebiets von Tokyo zahlreiche Nahverkehrslinien betreibt. Die Linie wird zu "normalen Verkehrszeiten" im Fünfminutentakt, zu "Schwachlastzeiten" und "in Tagesrandlagen" im Zehnminutentakt bedient.

Die Stationen, die genannt werden, sind - und Achtung, jetzt kommt ein Wink mit dem Zaunpfahl - sind *sehr kleine Haltepunkte*.

@Djosh: Sorry, um Kurswagen handelt es sich nicht. Sehr wohl *passiert* aber mit den rot markierten Wagen an den jeweiligen Stationen *irgendetwas*...

... tja, nur was...

:-)

Leute, Kompliment, Ihr seid echt gut, muss ich schon mal lobend feststellen :-)

Weiter so :-)

Christof

von Christof Schröfl - am 10.02.2010 08:41

Re: Was da steht....

Zitat
Christof Schröfl
Die Stationen, die genannt werden, sind - und Achtung, jetzt kommt ein Wink mit dem Zaunpfahl - sind *sehr kleine Haltepunkte*.


Die rot gemalten Wagen stehen bei manchem Stationen nicht am Bahnsteig?

Habe gerade Deinen Beitrag bei DSO gesehen, super!

Viele Grüße, Lutz

von km63.8 - am 10.02.2010 08:50

Re: Was da steht....

*BINGO*

Richtig, Lutz, das ist es :-)

Eine für den Mitteleuropäer eher ungewohnte Angelegenheit:
Die Garnituren bestehen aus Fünfwagenzügen, jedoch sind an den genannten Stationen die Bahnsteiglängen nur für drei bzw. vier Wagen ausreichend. Durch eine ganz gewöhnliche selektive Türfreigabe durch den Zugbegleiter wird die Angelegenheit geregelt.

Bei der Annäherung an jede Station wird durchgesagt, auf welcher Seite sich die Türen öffnen. Bei den genannten Haltepunkten kommt zusätzlich der Satz, dass nur aus den Wagen 5-3 bzw. 4-1 ausgestiegen werden kann. Die Orientierung ist ziemlich einfach, weil in jedem Wagen großformatig die Wagennummer angeschlagen ist. Dennoch habe ich es schon erlebt, dass Leute an einer verschlossenen Türe gestanden sind und dann Hals-über-Kopf in den Nachbarwagen gehechtet sind, um noch hinauszukommen :-)

Was wohl das EBA zu sowas sagen würde? Ich denke mal, das würde schlicht die maximale Zuglänge auf die minimale Bahnsteiglänge festlegen. Ohne Rücksicht darauf, dass der reale Fahrgastwechsel an diesen kleinen Stationen völlig problemlos über weniger Waggons als die gesamte Zuglänge abgewickelt werden kann.
Nicht auszudenken, wenn auf dieser Strecke nur Dreiwagenzüge laufen würden oder zumindest alle dort haltenden Züge nur Dreiwagenzüge wären. Dann wäre die durchschnittliche Belegungsrate nicht 120% sondern 200%, mit allen Konsequenzen.

Warum die Bahnsteige dort so kurz sind? Nun ganz einfach: Weil längere baulich einfach nicht möglich sind, weil dort einfach kein Platz ist (schwer vorstellbar, gewiss, ist aber echt so). Der Fahrgastwechsel ist zwar schon rege, so dass ein Nichtbedienen dieser Stationen nicht gerechtfertigt wäre, aber nicht so überbordend dass alle fünf-mal-vier Türen benötigt werden.

Ach ja, weiters gibt es auch "Expresszüge" auf dieser Linie, die jedoch nur an Stationen halten, deren Bahnsteiglängen ausreichend sind.
Übrigens eine nette Denksportaufgabe: Express-U6 zwischen Lokal-U6 einbinden, um die TUM-Studenten zum Haupt-Campus nach Garching zu kutschieren... aber das ist ein ganz ein anderes Thema...


Jaja, den Eintrag bei DSO International habe ich mal probiert, damit auch die dort rege aktiven Japanisten wie z.B. "tokkyuu", "futsuu" oder dieser "martin67" was abbekommen. Ich weiß nicht, inwieweit die hier mitlesen.
DANKE für das Verlinken, hätte mir auch einfallen können... sorry...


Viele Grüße,

Christof Schröfl


EDIT: Hier und da noch ein bisschen was eingefügt.

von Christof Schröfl - am 10.02.2010 09:11

Zug zu lang; Bahnsteig zu kurz

Das ist in der FV geklärt:

Ein Reisezug darf länger sein als die Bahnsteige, wenn die Sicherheit der Reisenden durch betriebliche Anweisungen des Eisenbahnverkehrsunternehmen gewährleistet ist.


Wird ihnen als Zugführer bekannt, das Schwierigkeiten beim Aussteigen zu erwarten sind, müssen Sie dafür sorgen, dass

1. sich ein Zugbegleiter in dem betroffenen Wagen sich aufhält, um ein Aussteigen aus diesem Wagen möglichst zu verhindern,

2.die Reisenden bis zu einem für das Aussteigen geeigneten Wagen durchgehen.

Ideal wäre es natürlich, wenn es zusätzlich bei allen Zügen möglich wäre, die Waggontüren selektiv zu sperren.

von gast - am 10.02.2010 10:06

Re: Was da steht....

Zitat
Christof Schröfl
Ja, ganz gut :-) das eine fehlende Kanji in der dritten Zeile hat was mit "öffnen" zu tun und kann entweder transitiv oder intransitiv verwendet werden (je nach der folgenden Hiragana). In dem Fall trifft das intransitive "sich öffnen" zu.

Die Katakana "doa-" beschreiben lautmalerisch einen englischen Ausdruck, was nun eventuell zu erraten ist.

Der Betreiber dieser Linie ist die "Tokyu Corporation", eine Privatgesellschaft mit ich weiß nicht wieviel Beteiligung der Öffentlichen Hand, die im Süden des Kerngebiets von Tokyo zahlreiche Nahverkehrslinien betreibt. Die Linie wird zu "normalen Verkehrszeiten" im Fünfminutentakt, zu "Schwachlastzeiten" und "in Tagesrandlagen" im Zehnminutentakt bedient.


Dank für die Kanji auffrischung! Ich erinner mich jetzt auch das das Kanji immer auf den Knöpfen der Türen stand! der Süden Tokyos ist mir etwas fremd ich gehe meistens immer in den Norden da hat man "ruhe".

von RN232 - am 10.02.2010 10:16
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