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KBS 970 - Forum
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
km63.8, mapic, 218 240, MSMN, Dennis-H, Johannes Heigl, Thomas Dittrich

Frage an Signalexperten und ein paar andere Bilder (9 B)

Startbeitrag von Johannes Heigl am 21.04.2010 18:42

Ein Servus ins Forum!

Anbei ein Bild, das ich am 02.04.2010 kurz vor Langenbach gemacht habe.
Die Situation ist heute noch die selbe.
Ist jetzt der Schilderwald auch bei DB Netz ausgebrochen? Welches der beiden Schilder für eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist jetzt gültig?
Hängt das vom zukünftigen Laufweg ab, falls im Bahnhof Langenbach in den Abzweig gefahren werden muss?
Sind dann die beiden Magnete „scharf“ oder nur derjenige den es gerade betrifft oder ist die Lösung ganz anders?
Ich bin sicher in diesem Forum wird das geklärt werden können.


Am 09.04. hatte nochmals 232 105-9 die Garchinger Übergabe von BMW am Haken.
Hier bei der Durchfahrt Lohhof auf dem „falschen“ Gleis nachdem beide Alexe durch waren.
Wohin ist denn diese Lok entschwunden?


Nachfolgerin scheint ja ER20-005 der PCT zu sein, die ich am 19.04. unverhoffterweise sichten konnte. Sie war wieder schneller als ich,
da die Ampeln an der Kreuzung wegen der Schlüsselung des Bahnübergangs lange Zeit auf Rot standen.


Am gleichen Tag abends bei der Brücke in der Nähe von Langenbach. 115 346-9 hatte den „Schadwagenzug“
Richtung Landshut am Haken. Leider im vollem Gegenlicht.
Dafür war 183 003 schön in der Sonne. Das Licht dreht so gegen 18:00 um die Gleisachse.


An diesem Tag pendelte 425 143-5 zwischen Landshut und Freising.


Mit der 183 005, die den Gegenzug zog, versuchte ich es mal wieder mit einem Mitzieher.mit einem Mitzieher.

Am 20.04. kam mittags 185 539-4 leer aus dem Tanklager in Milbertshofen gefahren.


Auch die nächst höhere Nummer gab sich gleichzeitig ein Stelldichein. 185 540-2 der TXLogistik mit Werbung für den EC Kassel Huskies brachte einen langen Autozug.
Daneben steht 294 766-1 mit einem „Blechrollenzug“ für Eching? Im Hintergrund spitzt die V60 der NOB hervor.


Dann rauschte noch die Landplage in Form der 185 171-6 mit einem Güterzug durch. Fast habe ich das Gefühl die Reihe 185 ist allgegenwärtig.


Bis die Tage und viel Spaß beim Fußballspiel wünscht

Johannes Heigl

Antworten:

Gültig ist natürlich die Langsamfahrstelle mit 90km/h

Die langsamfahrstelle ist offensichtlich auch mit PZB-Magneten versehen.

Die Lf's der Langsamfahrstelle erkennt man an den gelben leuchten links oben, rechts unten.

Gruß, Dennis

von Dennis-H - am 21.04.2010 19:05

Re: Frage an Signalexperten und ein paar andere Bilder

Zitat
Johannes Heigl
Ist jetzt der Schilderwald auch bei DB Netz ausgebrochen? Welches der beiden Schilder für eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist jetzt gültig?
Hängt das vom zukünftigen Laufweg ab, falls im Bahnhof Langenbach in den Abzweig gefahren werden muss?
Sind dann die beiden Magnete „scharf“ oder nur derjenige den es gerade betrifft oder ist die Lösung ganz anders?
Ich bin sicher in diesem Forum wird das geklärt werden können.


Naja, die 140 sind offenbar dauerhaft, aber jetzt gelten vorübergehend die 90... Es werden wohl auch beide Magnete scharf sein - aber das ist ja eigentlich irrelevant, denn wenn man 90 fährt, ist das natürlich auch langsamer als 140. Wenn die 90 nicht gelten würden, wär das Ding ausgekreuzt, eine Tüte darüber o.ä....

von Thomas Dittrich - am 21.04.2010 19:08

Re: Frage an Signalexperten und ein paar andere Bilder

Also zu den Magneten:
Das 140er Schild hat überhaupt keinen Magneten, da wäre wenn dann ein Prüfabschnitt mit 2000 Hz Magnet ein paar hundert meter weiter.
Alle sichtbaren Magneten gehören zum Lf1 der 90er Langsamfahrstelle und stellen auch einen Prüfabschnitt dar, der dann eine 1000 Hz Beeinflussung bewirkt, wenn er schneller als 105 km/h befahren wird. Ob der Magnet also scharf ist oder nicht hängt von der Geschwindigkeit des Zuges ab.

Gültig ist natürlich die vorübergehende 90er La. Die 140er Schilder sollten eigentlich konsequenterweise ausgekreuzt oder zugehängt werden, aber auch so ist das ganze eigentlich trotzdem eindeutig geregelt, denn im Zweifelsfall gilt immer das was in der La steht oder einfach grundsätzlich zur sicheren Seite die niedrigere Geschwindigkeit.

Dass die höhere Geschwindigkeit dann aber nicht ausgekreuzt wird, kommt in solchen Fällen öfter vor.

von mapic - am 21.04.2010 19:17

Re: Lf Signale

Das Lf1 mit der "9" überbietet das Lf6 mit der "14". Es sind verschiedene Signale. Das Lf1 ist die Ankündigung für vorübergehende La Stellen und Lf6 für ständige Geschwindigkeitsbeschränkungen. Der Magnet 1000Hz ist "scharf" ab 105km/h und würde einen Reisezug üblicherweise zwingen auf unter 85 km/h abzubremsen.

Und natürlich wie immer schöne Bilder :-).

Gruß, Lutz

von km63.8 - am 21.04.2010 19:18

Re: Frage an Signalexperten und ein paar andere Bilder

Zitat
mapic
Die 140er Schilder sollten eigentlich konsequenterweise ausgekreuzt oder zugehängt werden, aber auch so ist das ganze eigentlich trotzdem eindeutig geregelt, denn im Zweifelsfall gilt immer das was in der La steht ..........


Nein, sie werden nicht zugehangen. Die 140 km/h können ja über viele Kilometer gelten und die La Stelle ist 50 Meter lang. Es gibt Orientierungsschwierigkeiten wenn die Geschwindigkeitswechsel laut Fahrplan bzw Ebula "in der Landschaft" nicht vorkommen.

Gruß, Lutz

von km63.8 - am 21.04.2010 19:31

Re: Frage an Signalexperten und ein paar andere Bilder

Hmm, aber ein Wechsel zu einer höheren Geschwindigkeit wurde doch sonst auch nie signalisiert, auch wenn in letzter Zeit immer öfter entsprechende Schilder auftauchen....

Wieso sollte es Orientierungsschwierigkeiten geben? Die würde es dann geben, wenn man auf die Hektometertafeln verzichten würde.
Wenn man am Lf 3 vorbei ist, dann gilt die Buchfahrplangeschwindigkeit, und die ist doch eindeutig, egal ob davor ein Lf 6 +7 war oder nicht.

von mapic - am 21.04.2010 19:41

Re: Frage an Signalexperten und ein paar andere Bilder

Wer sagt denn, dass die 90 dort enden müssen, wo die 140 beginnen?
Rein theoretisch wäre es möglich, dass das Lf1 (Kz 9) und Lf6 (Kz 14) am selben Platz stehen, das Lf2 jedoch ca. 100m vor dem Lf7, und das Lf3 50m vor dem Lf7 (Kz 14).
Somit wäre auf 50m zwischen Lf3 und Lf7 (Kz 14) die "vorherige" Buchfahrplangeschwindigkeit erlaubt (z.B. 160 km/h).

In diesem Fall wäre es so, dass das Lf7 keine Heraufsignalisierung ist, sondern eine Geschwindigkeitsbeschränkung, aufgrund der 50m, auf denen 160 km/h erlaubt sind.

Ist zwar praktisch nicht ganz sinnvoll (wer schafft es innerhalb von 50m, von 90km/h auf über 140 km/h zu beschleunigen? ;-), von der Theorie her aber möglich.

Der von mir geschilderte Fall trifft womöglich auf Langenbach nicht zu, soll ja aber nur die theoretische Möglichkeit zeigen.

Grüße
MSMN

von MSMN - am 21.04.2010 21:26

Standorte Lf Signale im Bf Langenbach

Aktuell wird im Bf Langenbach von der Fa. ASSNER aus Waal/Buchloe für den neuen Mittelbahnsteig
eine BUF (Bahnsteigunterführung, mit beidseitig barrierefreien Rampen) gebaut.

Gestern waren mein Vermesser und ich im Bf Langenbach zum Einmessen der Bestandsgleise.

Dabei konnten folgende Standorte der Lf-Signale gesichtet werden:
- Bf Langenbach (Oberbayern) : km 50,4
- Lf 2 - Anfangscheibe: ca. km 50,3
- Lf 3 - Endscheibe: ca. km 50,5


Baubeschreibung:
Die bisherigen, niedrigen Bahnsteige werden durch neue, nach Osten auf km 50,473 bis km 50,683 verschobene 76 cm hohe und 210 m lange Bahnsteige südlich von Gleis 1 und zwischen Gleis 2 und 3 liegend ersetzt.
Dazu wurde im Oktober 2009 das derzeit für Güterzüge zum Kraftwerk Zolling genutzte Gleis 3 von km 50,343 bis km 50,735 um einige Meter nach Norden verschoben, um Platz für den Bahnsteig zu schaffen.
Die Bahnsteige werden durch eine neue BUF bei km 50,465 erschlossen, die auch eine neue Verbindung zum nördlich gelegenen Ortsteil herstellen soll.
Bis dahin halten seit dem Juni 2008 alle RB in Langenbach auf Gleis 1. Dazu wird regelmäßig bereits ab Moosburg auf dem linken Gleis im sogenannten Gleiswechselbetrieb bis Langenbach gefahren.
Der schienengleiche Zugang zu Gleis 2 wurde aus Sicherheitsgründen bereits abgebaut.
Die Weichenverbindung am Ostende des Bahnhofes zwischen Gleis 2 und 3 wurde im November 2009 so gedreht, dass die Kohlenzüge von Moosburg jetzt direkt nach Gleis 3 einfahren können und nicht mehr Gleis 1 oder 2 blockieren.
Gleichzeitig wurde für Gleis 3 ein neues Ausfahrsignal (98N3) aufgestellt, das direkte Zugfahrten auf dem linken Streckengleis bis Moosburg ermöglicht.
Die durchgehende Elektrifizierung von Gleis 3 erfolgte im Dezember 2009, so dass das Gleis 3 nun auch für Überholungen und Ausweichfahrten während der Bauarbeiten genutzt werden kann.


Gruß von der Baustelle,
Thomas

Tante EDIT hat die Baubeschreibung ergänzt.

von 218 240 - am 22.04.2010 06:19
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