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KBS 970 - Forum
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vor 6 Jahren, 1 Monat
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bahnarchiv.net, Bahnarchiv TV, km63.8, razor300, 1044 119, Walter4041, 218 240, Stephan_Leixi, RD, Super Chief

KBS 960: Streckensperrung Scharnitz-Seefeld i.T.

Startbeitrag von Stephan_Leixi am 26.06.2012 13:37

Hallo zusammen.

Der Streckenagend meldet einen Oberleitungsschaden zwischen Scharnitz und Seefeld i.T.!
Somit ist dieser Streckenabschnitt bis auf weiteres erst mal gesperrt.

Gruß, Stephan

Antworten:

Sperre Snz Set wg. LKW

Streckenunterbrechung Karwendelbahn (LKW beschädigt Fahrleitung) zwischen Seefeld in Tirol und Scharnitz
Aufgrund eines Oberleitungsschadens ist die Karwendelbahn im Abschnitt zwischen Seefeld in Tirol und Scharnitz b.a.w. unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr mit Autobussen wird in diesem Abschnitt eingerichtet. Rechnen sie bitte mit Unregelmäßigkeiten und Verspätungen. Nähere Informationen erhalten Sie im ÖBB-Kundencenter unter 05-1717 (österreichweit zum Ortstarif)


bzw.


Aufgrund eines Oberleitungsschaden ist der Streckenabschnitt zwischen Scharnitz und Seefeld in Tirol derzeit gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr ist für Sie eingerichtet. Bitte rechnen Sie mit Kapazitätsengpässen und die Mitnahme von Fahrrädern ist nicht möglich.
Leider können wir auch nicht garantieren, dass Rollstühle und Kinderwagen aufgrund begrenzter Kapazitäten und der Busausstattung befördert werden können


Quelle: ÖBB, DB

von bahnarchiv.net - am 26.06.2012 13:37
Da waren wir wohl zeitgleich :)
[20488.foren.mysnip.de]

von bahnarchiv.net - am 26.06.2012 13:48

Pressemeldungen m4B (ÜBERARBEITET)


Lkw-Kran geriet in ÖBB-Oberleitung - Mittenwaldbahn gesperrt
Da sein Gefährt unter Hochspannung stand, konnte der Lkw-Fahrer erst nach rund einer Stunde aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Innsbruck - Glimpflich hat ein Zwischenfall in Gießenbach in der Gemeinde Scharnitz (Bezirk Innsbruck-Land) Dienstagnachmittag für einen Arbeiter geendet. Der Mann war mit einem am Lkw angebrachten Kran in eine Oberleitung der ÖBB geraten, wodurch das Gefährt unter Strom stand. Nach rund einer Stunde konnte er unverletzt gerettet werden. Die Mittenwaldbahn blieb aber aufgrund der Beschädigung an der Leitung für mehrere Stunden gesperrt.

Auf der Verbindung zwischen Innsbruck über Seefeld und Mittenwald nach Garmisch-Partenkirchen werde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Arbeiter seien an Ort und Stelle, eine Aufhebung der Sperre sei vorerst noch nicht absehbar, sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel auf Anfrage.

Der Zwischenfall ereignete sich kurz nach 15.00 Uhr. Im Moment würden bei Gießenbach Bauarbeiten für die Gemeindewasserleitung stattfinden, schilderte der Beamte. Erst nachdem der Strom abgedreht worden war, konnte der Arbeiter aus seiner misslichen Lage befreit werden. (APA)










TT.com





Mit Kranschaufel in Stromkreis geraten

Riesenglück hatte Dienstagnachmittag ein Baggerfahrer bei Scharnitz. Er war mit einer auf seinem Lkw montierten Kranschaufel in die Oberleitung der Mittenwaldbahn geraten. Dadurch stand sein Fahrzeug unter Strom. Der Fahrer konnte schließlich nach einer Stunde unversehrt aussteigen.

Der Zwischenfall ereignete sich kurz nach 15.00 Uhr. Das Führerhaus fungierte als eine Art faradayscher Käfig - quasi als Hülle, die als elektrische Abschirmung wirkt. Der Mann war im Führerhaus sitzen geblieben. Es dauerte etwa eine Stunde, bis der Strom abgeschalten war und die Leitung geerdet wurde. Dann konnte der Lkw-Fahrer unverletzt aussteigen.



Die Mittenwaldbahn musste aufgrund der Beschädigung an der Leitung vorübergehend gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr wurde zwischen Scharnitz und Seefeld eingerichtet. Mittwochfrüh sollen die Züge wieder planmäßig fahren.


tirol.orf.at

von bahnarchiv.net - am 26.06.2012 15:39

Großer Schaden

Ich war vor kurzem vor Ort und habe mir das angesehen. Der Schaden für die ÖBB dürfte groß sein, immerhin wurde die Oberleitung auf einer nicht unerheblichen Länge regelrecht heruntergerissen. Wie man dem vierten Bild entnehmen kann, dürfte der stumpfsinnige LKW Fahrer der Gemeinde Seefeld mit dem ausgefahrenen Kran den Bahnübergang passiert haben. Wie man sieht, ist dort die Oberleitung regelrecht in die Höhe gezogen worden.

Mich würde außerdem interessieren, wer in diesem Fall für die Kosten (materieller Schaden, Verdienstentgang der Bahn, SEV, Personalkosten) aufkommen muss. Die Haftpflichtversicherung des Verursachers dürfte in so einem offensichtlich fahrlässigen Fall (Durchfahren eines Bahnübergangs mit ausgefahrenem Kran) aussteigen.

von Bahnarchiv TV - am 26.06.2012 18:22

Re: Großer Schaden

Eine Haftpflichtversicherung leistet bei schuldhaftem und fahrlässigen Verhalten, jedoch nicht bei Vorsatz!

Gruss
Peter

von Super Chief - am 26.06.2012 21:20

Unverständlich,...

... dass es eine Stunde gedauert hat, bis der Lenker sein Fahrzeug verlassen konnte. Der Strom ist doch ohne Probleme und rasch abzuschalten, der Seefelder Fdl wird zum NFM und hat doch mEn umgehend zum Unglücksort zu fahren. Auch ist die betroffene EK mittels Video überwacht.

Hat jemand eine Idee, weshalb das Ganze so lange gedauert hat?

von bahnarchiv.net - am 27.06.2012 06:05

Re: Unverständlich,...

Zitat
bahnarchiv.net
... dass es eine Stunde gedauert hat, bis der Lenker sein Fahrzeug verlassen konnte.


Abschalten reicht ja nicht, erst wenn die Fahrleitung vor Ort geerdet ist gilt die Sache als sicher. Wer darf das in Austria machen? Und vielleicht wurde die Zeit ja auch "kaufmänisch" gerundet ...

Gruß, Lutz

von km63.8 - am 27.06.2012 06:10

Re: Unverständlich,...

OK, Abschalten und Erden ist klar, aber eine Stunde...?!?!? Evt. hast ja Recht mit dem kfm. runden: 30 min 01 sec = eine Stunde :D Mit dem Runden haben es die ÖBB ja auch ganz gerne - siehe offizielle Verspätungsstatistiken :D :D :D

von bahnarchiv.net - am 27.06.2012 06:33

Re: Unverständlich,...

So unverständlich ist das nicht. Wie lange braucht man um diese Tageszeit von Innsbruck rauf mit dem Auto?
Der Seefelder als FB-FDL kann nicht so ohne Weiteres seinen Arbeitsplatz verlassen, der ist ja nicht nur für seinen Bf. zuständig. (Rest s. Mail).


Gruß,

Roman

von RD - am 27.06.2012 06:55

2 Bilder - Reparaturarbeiten





von Bahnarchiv TV - am 28.06.2012 14:26

@ Super Chief

Zitat
Super Chief
Eine Haftpflichtversicherung leistet bei schuldhaftem und fahrlässigen Verhalten, jedoch nicht bei Vorsatz!

Gruss
Peter


Servus Peter,

ich kenne "Vorsatz" als wissen und wollen.
Lieg ich da richtig ??


VG
Thomas

von 218 240 - am 28.06.2012 14:54

(Grobe) Fahrlässigkeit?

Könnte es IMO am besten bezeichnen. Vorsatz wohl kaum - hoffentlich!!! ;)

von bahnarchiv.net - am 28.06.2012 15:03

Wer lädt da in Gießenbach eigentlich Schiebewandwagen ...

... Kessel und Müllcontainer sind ja üblich aber das da im Bild?

Gruß und danke für die Aufklärung;).

Lutz

von km63.8 - am 28.06.2012 17:41

Re: Wer lädt da in Gießenbach eigentlich Schiebewandwagen ...

Unweit des Bahnhofes im Seefelder Gewerbegebiet ist mWn eine Druckerei, welche auch den Großversand innehat. Evt. dass hier die Postsendungen verladen werden.

von bahnarchiv.net - am 28.06.2012 17:44

Re: Unverständlich,...

Zitat
bahnarchiv.net
OK, Abschalten und Erden ist klar, aber eine Stunde...?!?!?


Abseits jeder Polemik:
Wenn erst jemand aus Innsbruck anreisen muß, um die Fahrleitung fachgerecht zu erden, ist am späten Nachmittag eine Stunde reine Fahrzeit leicht verbraten...

Aber wenigstens hatte der LKW-Fahrer die Geistesgegenwart, nicht auszusteigen, sondern im Führerhaus sitzen zu bleiben.:spos:

von Walter4041 - am 28.06.2012 18:01

Re: Wer lädt da in Gießenbach eigentlich Schiebewandwagen ...

Zitat
bahnarchiv.net
Unweit des Bahnhofes im Seefelder Gewerbegebiet ist mWn eine Druckerei, welche auch den Großversand innehat. Evt. dass hier die Postsendungen verladen werden.

Danke, ich werde das mal beobachten. Eine Druckerei könnte ja auch Papier angeliefert bekommen, dazu würden die Wagen auch passen.

Lutz

von km63.8 - am 28.06.2012 18:28

Eine Frage stellt sich....

Zitat
Walter4041
Aber wenigstens hatte der LKW-Fahrer die Geistesgegenwart, nicht auszusteigen, sondern im Führerhaus sitzen zu bleiben.:spos:


Es ist daher unverständlich, warum er nicht wusste, dass man mit einem ausgefahren Kran nicht einen Bahnübergang durchqueren kann und im Gegenzug über den faradayscher Käfig genauestens Bescheid wusste. Ohne jetzt dem LKW-Fahrer etwas Böswilliges zu unterstellen, riecht die ganze Sache für mich etwas komisch.

von Bahnarchiv TV - am 28.06.2012 18:29

Die Frage ist doch viel mehr...

Warum bei solchen Kränen es offenbar keine "Fahrsperre" gibt. Es wäre doch technisch sicher einfach zu realisieren dass der LKW nur dann bewegt werden kann, wenn der Arm zumindest auf eine "normale" Höhe eingefahren ist. Von mir aus auch mit einer manuellen Überbrückung, damit man auf der Baustelle nicht 20x den Kran aus- und einfahren muss nur um 2m weiter zu fahren.

Oder zumindest eine Warnlampe oder Hupe (wie bei nicht angeschnallten Beifahrern)

von razor300 - am 28.06.2012 19:00

Spinnen wir diese Frage noch weiter...

Wenn so ein großer Kran ausgefahren wird, dann müssen die seitlichen Stützen zwangsläufig ausgefahren werden, um die Stabilität des Kranes zu gewährleisten. Wenn diese Stützen ausgefahren sind, und der LKW einen Anfahrversuch unternehmen würde, dann würde er nicht weit kommen. Deshalb vermute ich, dass der LKW Fahrer der Gemeinde Seefeld diese Vorschrift mißachtet hat und keine Stützen ausgefahren hat.

von Bahnarchiv TV - am 28.06.2012 19:25

Apropos Güterverkehr,

... in Scharnitz standen heute 3 beladene Rungenwagen. Erfreulich da ich bei meinen letzten Besuchen immer ein leeres Ladegleis vorgefunden habe.

Mfg 1044 119

von 1044 119 - am 28.06.2012 19:31

Re: Apropos Güterverkehr,

Ja, bayrische Frächter verladen dort ca. wöchentlich Rundholz.

von Bahnarchiv TV - am 28.06.2012 19:50
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