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KBS 970 - Forum
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Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Marc_Voß, IR 2162 Alpsee, makna

Neufahrner Kurve kommt 2018

Startbeitrag von makna am 12.04.2013 15:19

Die Anbindung des Münchner Flughafens an den ostbayerischen Regionalverkehr aus Richtung Regensburg - / Passau - Landshut - Freising soll im Jahr 2018 realisiert werden.



Der Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die dafür zu bauende "Neufahrner Kurve" wurde heute, am 12. April 2013,
von Bahnchef Dr. Rüdiger Grube und Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil im Beisein von Flughafenchef Michael Kerkloh unterzeichnet.

Die Presseinfo gibt's hier:

[www.deutschebahn.com]

Damit ist nach Jahrzehnten der Diskussion unterschiedlichster schnellerer Anbindungen (Direkt-Anbindung von Landshut
via "Marzlinger Kurve" unter Umgehung Freisings; Transrapid-Anbindung von München Hbf)
die am einfachsten zu realisierende Variante gewählt worden.



Ein Ringschluss der S-Bahnen via Erding wird weiter verfolgt, ebenso die Anbindung der Mühldorfer Strecke durch die
Walpertskirchner Spange - nur wann? Dazu wurden bei der heutigen Vertragsunterzeichnung keine Aussagen getroffen.



Die Neufahrner Kurve jedenfalls ist die erste Baustufe des Gesamtvorhabens "Erdinger Ringschluss". Hier wird
ungefähr auf Höhe km 33 von der Strecke München - Regensburg eine zweigleisige Ausfädelung erfolgen:



Die Regionalzüge aus Richtung Regensburg und Passau - in fünf Jahren dürfte es freilich keine 111-Sandwich-Garnituren
mehr geben - werden dann ungefähr an dieser Stelle nach links Richtung Flughafen ausfädeln.



Hinter km 33 der hier im Bild zu sehenden Neufahrner Spange soll dann das Überwerfungsbauwerk der Neufahrner Kurve
über die Autobahn A92 und die jetzige Anbindung von Neufahrn gehen.



Die 2,3 Kilometer lange zweigleisige Neufahrner Kurve wird dann ungefähr hier (wo "Jubiläums-S-Bahn" 423 089 heute
mittags aufgenommen wurde) auf Höhe der Autobahn-Ausfahrt Freising Süd in das bestehende Doppelgleis einfädeln:
"Höhenfreie mittige Einfädelung in die jeweiligen vorhandenen Strecken, Führung der Gleise in Damm- bzw. Hochlage"
steht dazu in dem bei der heutigen Vertragsunterzeichnung vorgelegten Faktenblatt.

Hierin wurde festgestellt: "Im Zuge dieser Maßnahme sind keine neuen Haltepunkte und Bahnhöfe vorgesehen.
Im Rahmen der Planung wurde die Möglichkeit zur Anordnung eines Haltepunktes - Hp Mintraching - im Bereich
des Gewerbeparks "Römerweg" der Gemeinde Neufahrn bei Freising berücksichtigt."

Eine Realisierung dieses Haltepunkts - so die Auskunft auf Nachfrage - wäre freilich erst nach einem neuen Verkehrskonzept
der Münchner S-Bahn nach Inbetriebsnahme der 2. S-Bahn-Stammstrecke zu erwarten.

Minister Zeil gab sich freilich in anderer Hinsicht vollmundig: "Natürlich ist es unsere Perspektive, dass eines Tages auch der ICE
zum Flughafen fährt." Das klingt für Laien sicher gut - welches Verkehrskonzept dahinter stehen solle, wurde nicht hinterfragt ;-)

Die ab 2018 zu realisierende Anbindung mit Regionalbahnen der Relationen München - MUC - Freising - Landshut - Regensburg / - Passau
wurde nach jetzigem Planungsstand mit 20 Zugpaaren pro Tag angegeben.

Die Anbindungs-Zeiten via ÖPNV von Landshut bzw. Regensburg verringern sich durch das Direkt-Anfahren des Flughafens je um 30 Minuten.
Um wie viele Minuten sich die Fahrzeiten Freising - München durch die Flughafen-Anbindung verlängern, wurde nicht gesagt.

Für Fernzüge ohne Wendezugeinrichtung - wie beispielsweise der hier zu sehende ALX 353 München-Prag - käme die neue Anbindung nicht in Frage.



Aber wer weiß heute schon, was für Zuggarnituren welcher Betreiber in den Jahren 2018 ff. verkehren?

Gleichwohl ist mit dem Vertrag zur Neufahrner Kurve wieder ein wichtiger Meilenstein zum Ausbau der Bahn-Infrastruktur gesetzt worden !!!



BG makna

Antworten:

Zitat
makna
Die Anbindungs-Zeiten via ÖPNV von Landshut bzw. Regensburg verringern sich durch das Direkt-Anfahren des Flughafens je um 30 Minuten.
Um wie viele Minuten sich die Fahrzeiten Freising - München durch die Flughafen-Anbindung verlängern, wurde nicht gesagt.

Für Fernzüge ohne Wendezugeinrichtung - wie beispielsweise der hier zu sehende ALX 353 München-Prag - käme die neue Anbindung nicht in Frage.


Warum sollte sich die Fahrzeit von Freising nach München verlängern? Die ausgeschriebenen Leistungen zum Flughafen sind zusätzliche Züge. Die bisherigen RE und ALX fahren ganz normal durch, ohne Halt am Flughafen.
So wichtig ist der Lufthafen auch nicht, schließlich dürften weit über 90% der Fahrgäste nach München fahren.

Selbst mit Wendezugeinrichtung oder was auch immer, eine Fahrt über den Flughafen würde die Fahrzeiten massiv verlängern. Daher muss man auch diese sogenannten "ÜFEX" ausschreiben und wahrscheinlich werden diese Züge am Flughafen enden oder wenn sie weiterlaufen, dann einen kompletten Fahrgastwechsel erfahren.

von IR 2162 Alpsee - am 13.04.2013 21:54
Zitat
IR 2162 Alpsee
Warum sollte sich die Fahrzeit von Freising nach München verlängern? Die ausgeschriebenen Leistungen zum Flughafen sind zusätzliche Züge. Die bisherigen RE und ALX fahren ganz normal durch, ohne Halt am Flughafen.


Na also,
Zug von Regensburg - oder wo auch immer - huscht in den unterirdischen Bahnhof, Kurzwende, und wieder raus.
Das ganze im Stundentakt und fertig.
Die S-Bahnen werden somit nicht behindert. Die haben auch relativ kurze Wendezeiten.

Achja,
Was mich nervt, sind die 18 Minuten Wartezeit auf die nächste Sause, wenn die Fluggäste in den vorderen Reihen mal wieder 2,5 Minuten länger gebraucht haben, um ihren Mantel anzuziehen und das Gepäck aus dem Fach zu angeln.

Allerdings sind die 18 Minuten nix gegen 58 Minuten um auf den Zug nach Regensburg - oder wo auch immer - zu warten.

Übrigens, die stündliche Taktzeit ist fiktiv, aber muß einer ganzzahligen Vielfachen von 20 Minuten entsprechen.

von Marc_Voß - am 14.04.2013 17:34
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