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KBS 970 - Forum
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vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
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razor300, 217 055, Patrick Rudin, Bummelbahn, Vorspannlok, Bahnarchiv TV, Schwandorfer, km63.8, (ar), Stephan_Leixi

PM: Eisenbahn-Fan löst Polizeieinsatz aus

Startbeitrag von (ar) am 14.07.2013 08:13

Hier der Bericht zur Überschrift:

Augsburger-Allgemeine - Online

Gruß
Alwin

Antworten:

Muss schon sehr lange her sein :-)

Zitat

Vorsorglich wurde die Bundesbahn verständigt ...


;)

Gruß, Lutz

von km63.8 - am 14.07.2013 08:23
Hallo.

Zitat
Eisenbahn-Liebhaber löst Polizeieinsatz aus


Warum hat der Eisenbahn-Liebhaber den Polizeieinsatz ?

Ich würde sagen es war der sehr Umsichtige Bürger, der die Polizei gerufen hat!

Deswegen sage ich immer: Auch neben dem Gleis als Fan oder Fotograf immer eine Warnweste tragen!
Das kann zwar einer der sich vor den Zug schmeisen will auch, aber ist eher unwahrscheinlich!
Außerdem schützt sich jeder selbst damit!

Gruß Stephan

von Stephan_Leixi - am 14.07.2013 08:24
Zitat
Stephan_Leixi
Ich würde sagen es war der sehr Umsichtige Bürger, der die Polizei gerufen hat!

Es war nicht der umsichtige Bürger, es war der Spießbürger der zuviel Barbara Salesch und Krimis guckt und hinter alles und jedem einen Polizeieinsatz sieht (und auf den Bay. Verdienstorden erhofft). Statt (während der Fahrt vielleicht...) zum Handy zu greifen hätte man auch einfach mal halten, das Fenster runter kurbeln und fragen können...

von razor300 - am 14.07.2013 10:48

Re: Aufruf zum Tragen von Warnwesten

Zitat
Stephan_Leixi
Deswegen sage ich immer: Auch neben dem Gleis als Fan oder Fotograf immer eine Warnweste tragen!
...
Außerdem schützt sich jeder selbst damit!


Guten Abend,

dem hier Geschriebenen möchte ich doch entschieden widersprechen. Die "Warnwesten-Inflation" ist so ziemlich das Letzte, was gegen irgendwas hilft.
Im Gleisbereich (allermindest von nicht abgebundenen Gleisen) hat kein Fotograf was zu suchen, auch nicht mit Warnweste, direkt am Gleis auch nicht.
Außerhalb solcher Aufenthaltsorte braucht man nun wieder ganz sicher keine Warnweste und muß sich auch nicht schützen - außer vielleicht vor Stechvieh oder Privatgelände oder hyperaktiven Polizeimeldern. Dagegen hilft aber keine Warnweste.

Warnwesten haben die unangenehme Eigenschaft, auch dann noch zu leuchten (speziell die Reflektorstreifen), wenn der Träger eigentlich gar nicht mehr zu sehen ist und so kann selbst eine Person "im Busch" (die jemand anderem im Bildausschnitt ist) noch das Bild versauen. Mit Normalkleidung (Fotografen möglichst nicht mit weißer oder gelber Kleidung) wäre eine solche Person entweder unauffällig oder eben ein Spaziergänger, Bauer oder sonstige Person. In einer Warnweste jedoch ist es immer ein Idiot. In Deutschland ist es ja zunehmend bei allen Fahrten auf der Eisenbahn, die irgendjemandem eine Meldung wert sind, so, daß man fast nie mehr allein ein Foto machen möchte, sondern oft auch andere mit diesem Wunsch trifft. Und weil die Vorstellung von Motiven doch mitunter recht verschieden sind, gibt es immer wieder die "anderen im Bild-Steher" (Gewinnen wird immer der mit dem größten Froschauge). Wenn dann diejenigen der Tele- oder Panorama-Fraktion durch Warnwesten-"Affen" noch nicht mal mehr den Spielraum haben, einen Menschen nahe der Strecke durch den Bildaufbau zu tarnen (ist eh nur möglich, wenn nicht noch ein Auto neben dem Menschen steht - womit wir beim nächsten Scheiß-Thema sind), dann kann man solche Ausflüge grundsätzlich gleich streichen. Seit fast 10 Jahren habe ich aus diesen Gründen kein "Event" mehr für Fotos nutzen wollen, meine Foto-Ziele liegen oft möglichst weit weg von den beschriebenen Interessenlagen anderer, um diese Konflikte möglichst auszuschließen. Das geht in Form der Dokumentation des Alltags (bitte ohne Werbeloks) oder die Flucht aus Deutschland mit mindestens 100 km Abstand zur Grenze (besser 300 km), die Nutzung der regulären Arbeitstage anstelle von Wochenenden und Feiertagen und auch des vermeintlich schlechten Wetters.

Und als ob solche allgemeinen Schwierigkeiten beim Fotohobby noch nicht ausreichen, ruft jemand aus dem Fotografenkreis zum Tragen von Warnwesten auf. Da fehlt mir wirklich das Verständnis.
Zur Illustration noch ein Bildlink.

[www.wrphoto.eu]

Hier geht es nicht um die Umstände des Bildes (auf einer Foto-Sonderfahrt), sondern lediglich um die Wirkung von Warnwesten. Ggf. könnte man hier noch eine Brennweiten- und Standort-Diskussion führen, aber das soll hier für mich nicht das Thema sein.


Grüße
217 055

von 217 055 - am 14.07.2013 20:28

Re: Aufruf zum Tragen von Warnwesten

Zitat

Und als ob solche allgemeinen Schwierigkeiten beim Fotohobby noch nicht ausreichen, ruft jemand aus dem Fotografenkreis zum Tragen von Warnwesten auf. Da fehlt mir wirklich das Verständnis.


Die Warnweste hilft eher zum Vermeiden von Schwierigkeiten... Daß man sich niemandem ins Bild stellt sollte selbstverständlich sein und ansonsten gilt doch immernoch das ungeschriebene Gesetz "wer zuerst da ist, bestimmt den Fotopunkt".
Im Gleisbereich selber haben Fotografen sowieso in der Regel nichts verloren. Ich bin aber dennoch froh, wenn jemand auf öffentlichem Gelände, aber an einer ungünstig einsehbaren oder ungewöhnlichen Stelle eine Warnweste trägt. Das schont die Nerven ungemein.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 15.07.2013 01:56

Warnwesten - Die andere Sichtweise

Ich persönlich finde das Tragen von Warnwesten wenig sinnvoll, da man sich als Fotograf sowieso nicht in den unmittelbaren Gefahrenbereich begeben sollte (und wenn, dann nur wenn kein Zug in Sicht ist). Außerdem hat sich noch nie jemand mit Kamera vor den Zug geworfen, dabei ist die Warnweste unerheblich. Wenn sich jemand vor den Zug werfen will, dann kann dieser auch eine Warnweste tragen, um eben bis zu diesem Zeitpunkt unauffällig zu bleiben, damit nicht wie im Beispiel oben die Polizei frühzeitig gerufen wird.

von Bahnarchiv TV - am 15.07.2013 20:23

Re: Aufruf zum Tragen von Warnwesten

Zitat
217 055
Mit Normalkleidung (Fotografen möglichst nicht mit weißer oder gelber Kleidung) wäre eine solche Person entweder unauffällig oder eben ein Spaziergänger, Bauer oder sonstige Person. In einer Warnweste jedoch ist es immer ein Idiot.
[...]
Zur Illustration noch ein Bildlink.

[www.wrphoto.eu]

Hier geht es nicht um die Umstände des Bildes (auf einer Foto-Sonderfahrt), sondern lediglich um die Wirkung von Warnwesten.


Das verlinkte Bild bzw. die Aussage bzgl. der Wirkung verstehe ich nicht. Zumindest erkenne ich nicht den ansprochenen Unterschied "ohne Weste = Bauer" / "mit Weste = Idiot". Ich kenne einige Bauern, aber mitten im Gleis hat noch keiner eine Leiter aufgestellt :D

von razor300 - am 15.07.2013 20:48

(Nicht-)Tragen von Warnwesten

Zitat
razor300
Zitat
217 055

[www.wrphoto.eu]


Das verlinkte Bild bzw. die Aussage bzgl. der Wirkung verstehe ich nicht. Zumindest erkenne ich nicht den ansprochenen Unterschied "ohne Weste = Bauer" / "mit Weste = Idiot". Ich kenne einige Bauern, aber mitten im Gleis hat noch keiner eine Leiter aufgestellt :D


Hallo razor300,

das verstehe ich nun wieder nicht. Schau doch auf dem Bild mal die drei Leute hinter dem km-Stein an. Einer leuchtet, die anderen beiden sieht man zwar, sie treten aber nicht optisch hervor. Im Fall von "im Bild stehen" wären diese beiden ggf. gerade so noch tolerabel (je nach eigener Bewertung), wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Im Fall der Warnweste ist der eigene Abgang aber ohne Diskussion fällig. Und da reden wir noch gar nicht vom ggf. zu erst dagewesen usw..
Und falls es Dir hilft, ich meinte natürlich nicht speziell dieses Bild (schon gar keine Foto-Sonderfahrt). Nur wie viele Bilder mit Warnwesten hat man schon?

Nimm doch mal die Vorstellung an, Du stehst an der gleichen Stelle wie s-lin, dessen Bild ich hier verlinke.
[s1.directupload.net]
Kurz vor Eintreffen des Zuges kommen auf dem parallel zum Gleis verlaufenden Weg zwei Menschen daher. Je nach deren aktueller Position bei Vorbeifahrt des Zuges kann man nun ein Bild machen, oder eben nicht. Ggf. stellen diese Menschen ja gar einen lebendigen Vordergrund dar. Tragen die beiden aber eine reflektierende und leuchtende Weste, dann brauchen wir ja wohl über das Bild nicht mehr zu reden (zumindest bei mir entsteht es erst gar nicht). Alle, denen man das zeigt (zuerst einem selbst), fällt sofort nur der Fehler der zwei Typen, die da nicht hingehören, auf. Da redet niemand mehr über die schöne Kulisse oder das gute Abendlicht.
Allein durch das oft mitgeführte Equipment ist schon schwer, Hobbykollegen nicht nach Hobbykollegen aussehen zu lassen. Wenn man ein Bewußtsein dafür hat, verhält man sich nach dem eigenen Auslösen so wie ein Spaziergänger (und ohne sichtbaren Fotoapparat). Das letzte deshalb, weil man ja öfter im Bild steht, als man denkt und manchmal weiß man das ja auch gar nicht. Bei den oft nur 30s vor dem Zug kommenden Zeitgenossen bin ich mir gar nicht sicher, ob die s-lin überhaupt wahrgenommen hätten. Von einer Anpassung des eigenen Verhaltens im Fall der Wahrnehmung rede ich ja noch gar nicht.
Nimm dafür mal Dein eigenes Bild. Sicher gibt es in diesem Fall nicht viele Varianten, wie Dir jemand ins Bild geraten könnte (es sei denn, der geht direkt am /im Gleis). Die Wirkung einer Warnweste dürfte aber eindeutig sein und die Rücksichtnahme auf Dein Bild mangels Wahrnehmung Deiner Anwesenheit und Deines Zieles kaum realistisch.
[www.br-101.de]


Grüße
217 055

von 217 055 - am 15.07.2013 22:13

Re: Warnwesten - Die andere Sichtweise

Zitat
Bahnarchiv TV
Ich persönlich finde das Tragen von Warnwesten wenig sinnvoll, da man sich als Fotograf sowieso nicht in den unmittelbaren Gefahrenbereich begeben sollte (und wenn, dann nur wenn kein Zug in Sicht ist). Außerdem hat sich noch nie jemand mit Kamera vor den Zug geworfen, dabei ist die Warnweste unerheblich. Wenn sich jemand vor den Zug werfen will, dann kann dieser auch eine Warnweste tragen, um eben bis zu diesem Zeitpunkt unauffällig zu bleiben, damit nicht wie im Beispiel oben die Polizei frühzeitig gerufen wird.


Ich war auch dieser Meinung, bis zu diesem Vorfall vor ziemlich genau 10 Jahren:

[www.drehscheibe-foren.de]

Seither trage ich in Deutschland immer eine Warnweste, wenn ich nicht von einem öffentlichen Weg aus fotografiere. Und das lediglich aus dem Grund, weil ich keine Lust habe, dass wieder ein Passant mit dem Handy die Polizei ruft. An den Stellen, wo ich normalerweise stehe, mache ich mir normalerweise keine Sorgen, dass mich ein Tf für einen Selbstmörder hät (=weit genug vom Gleis entfernt).

von Patrick Rudin - am 15.07.2013 23:13

Re: Warnwesten - Die andere Sichtweise

Bei der Diskussion sollte nicht vergessen werden, daß es Lokführer gibt, die die Fotografen nicht mögen und (unter falschen Angaben) dann die Polizei rufen.

von Bummelbahn - am 16.07.2013 04:27

Re: Warnwesten - Die andere Sichtweise

Das Problem an den Warnwesten ist aber auch, daß sich manche der Fotografen mit der Weste zu sicher fühlen und glauben sich alles erlauben zu können. Eine Warnweste ist kein Freibrief!
Wenn natürlich "übereifrige Bürger" melden darf man es ihnen auch nicht verübeln. Leider gibt es aber auch "Boshaftigkeits-Aktionen" Gab es immer und wird es immer geben.
Ein kleines Beispiel aus dem aktiven Betriebsdienst. Ich warte in der Haltestelle Salzburg Süd auf den RJ 169 um ihn dort abzulösen. Nein, es hat sich niemand verlesen, er wurde umgeleitet da in der Nähe von Raubling ein Radfahrer gemeint hat bei einem Halbschranken kommt immer nur ein Zug, der Talent hat es ihm anders erklärt. Wie gesagt, ich warte auf den 169 und weil ich über eine halbe Stunde zu früh da war bin ich halt am Bahnsteig spazieren gegangen. Es hat nicht lange gedauert kam die Bäurin des Bauernhofes daneben und fragte mich ob ich eh keinen Blödsinn mache, da an diese Stelle schon mehrere Leute "gesprungen" sind. Hab ihr dann alles erklärt und somit war die Situation bereinigt. Mann muß die Leute neben der Bahn auch verstehen, sie sehen oft genug solche Sachen, da bringt auch eine Warnweste nichts.

Wobei ich natürlich schreiben muß und das auch ausdrücklich betonen möchte, daß es wie üblich nur einige wenige sind die die große Mehrheit der Fotografen in Verruf bringen.
Ich kenne beide Seiten, hinter und vor der Kamera und muß sagen es sind oft sehr tolle Gespräche entstanden und wenn ich einen Fotografen darauf angesprochen hab hab ich noch jedes Foto das von mir, bzw. meinem Zug gemacht wurde bekommen hab.

von Vorspannlok - am 16.07.2013 12:51
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