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KBS 970 - Forum
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PM: Ausschreibung SOB - Mit alten Zügen ins Jahr 2020

Startbeitrag von 218 240 am 14.10.2013 09:05

Südostbayernbahn
Mit alten Zügen ins Jahr 2020

München/Mühldorf – Schlechte Nachricht für die Pendler in Südostbayern:
Obwohl das Streckennetz öffentlich ausgeschrieben wird, dürfte sich wenig ändern:
Vor allem gibt es keine neuen Züge. Die Deutsche Bahn erhält einen Blanko-Scheck.

Ganzer Artikel hier: merkur-online.de/aktuelles/bayern/

.

Antworten:

endlich mal wieder plakativer Unsinn

getreu dem unzutreffenden Motto:
bewährt = alt = schlecht
neu = toll/schön = gut

Ich beglückwünsche die Fahrgäste der SOB für bleibende Qualität und verläßlichen Verkehr. Die Loks werden sich trotzdem (ver-)wandeln und die Fahrgasträume in SOB-Zügen kenne ich als gepflegt und gut instand gehalten. Was will man mehr?

von 217 055 - am 14.10.2013 09:18

Langsam platzt mir der Kragen...

... mit den Schreiberlingen der Presse. Was können die SOB bzw. die DB dafür, dass "Zar Peter" keine Mittel für einen Ausbau der Strecken locker macht?. Mal sehen, was die Schreiberlinge für ein Geheul anstimmen, wenn im Dezember beim Meridian (erwartbar) fast nichts nach Plan laufen wird. Dann wird man jammern, wie gut doch alles bei der DB war.

Nachdenkliche Grüße
Claus

von claus-juergen schulze - am 14.10.2013 09:28

Re: Langsam platzt mir der Kragen...

100 Punkte, Claus - dem ist leider nix hinzuzufügen ....


Gruß
Thomas

von 218 240 - am 14.10.2013 09:43

Re: Langsam platzt mir der Kragen...

Servus !

...mir auch...

...da fragt man sich schon, ob die Verfasser solcher Artikel die letzten 10 Jahr jemals einen Bahnhof, geschweige denn einen Zug von innen gesehen haben, sprich einmal mitgefahren sind...

..fast jede Ausschreibung der letzten Jahre brachte nach Betriebsaufnahme mehr Ärger als Zufriedenheit...und ob die wunderschönen 442 zwischen München und Mittenwald und der Meridian die erwünschten Glücksgefühle bei den Reisenden und Pendlern erhöhen, mag ich doch auch sehr bezweifeln...

...aus meiner Sicht: klar, wenn man als Pendler täglich zwischen Mühldorf und München unterwegs ist...sieht man halt nur die 218, einen uralt n-Wagen oder einen 628, fünf Minuten Verspätung werden zum absoluten Ärgernis und ein Zugausfall zum Drama...aber verglichen mit dem was sonst in Bayern so abläuft...
...Busersatz wegen fehlendem Personal, seit 10 Jahren Probleme mit der Neigetechnik (612) und somit ständig Verspätungen, zu gering bemessene Sitzplatzanzahl in den tollen neuen ET und VT, und so weiter...

...der Betrieb bei der SOB läuft doch, die Fahrgasträume sind in der Regel sauber, die WC auch, die Mitarbeiter freundlich und für die Berufsverkehrszüge gibt es für den Fahrgast zum Doppelstockwagen keine dankbarere Alternative...

...und mal ehrlich: für was brauch ich beispielsweise auf Strecken wie Bogen-Neufahrn, Traunstein-Waging, Mühldorf-Burghausen oder Wasserburg-Grafing beschleunigungsstarke VT mit Klimaanlage ?...bei durchschnittlichen Reisezeiten von weit unter 60 Minuten...für das Geld was die Kosten...können viele kleinere Verbesserungen umgesetzt werden, und da arbeitet die SOB ja beständig dran ;-)...
...und einen Lift für Rollstuhlfahrer könnte man theoretisch auch in einen 628 einbauen...

Pfiats Eich
Oli

von 111227-5 - am 14.10.2013 10:49

Die Frage ist doch vielmehr ...

... warum die BEG eine Ausschreibung herausgibt, die fast exakt das derzeitige Angebot abbildet. Mit anderen Worten: Da die SOB mit abgeschriebenem Material kalkulieren kann, wird sie nicht zu unterbieten sein. Alle andere Bieter sind chancenlos, die BEG bekommt die Leistungen wohl zu einem günstigeren Preis.

Aber warum soll der Auftrag unbedingt der DB zugeschanzt werden? Was ist in vier oder acht Jahren anders? Glaubt da jemand an einen abgeschlossenen Ausbau bis 2018/2022 und will sich nicht auf 15 Jahre an Dieselloks binden?

von ZwoZehn - am 14.10.2013 12:27

Re: Langsam platzt mir der Kragen...

Dein Wort in Gottes Ohr, lieber Claus, aber wissende Leute, auch Schreiberlinge oder Pressefritzen, sind unerwünscht, weil sie vielleicht mehr wissen könnten als man damit zum Ausdruck bringen will/möchte.

Es fehlt daher nicht nur das Hintergrundwissen, sondern auch die Zeit, diesen Mangel durch umfangreiche Recherche zu kompensieren. Gelegentlich kommt es vor, daß Tagesjournalisten noch nachfragen, wenn sie etwas nicht verstehen. Wenn ich mir die Berichte unserer Medien ansehe, dann ist dies nichts anderes als die Übernahme der Pressemeldungen, 1:1 einfach hineinkopiert.

Ist etwas unklar und will man etwas noch dazu wissen, wird, wenn die Frage nicht ins Konzept paßt, einfach nicht geantwortet.

von Bummelbahn - am 14.10.2013 13:58

Re: Die Frage ist doch vielmehr ...

Zitat
ZwoZehn
... warum die BEG eine Ausschreibung herausgibt, die fast exakt das derzeitige Angebot abbildet. Mit anderen Worten: Da die SOB mit abgeschriebenem Material kalkulieren kann, wird sie nicht zu unterbieten sein. Alle andere Bieter sind chancenlos, die BEG bekommt die Leistungen wohl zu einem günstigeren Preis.

Aber warum soll der Auftrag unbedingt der DB zugeschanzt werden? Was ist in vier oder acht Jahren anders?


Naja, auch die BEG wird mitbekommen haben, daß ab Fahrplanwechsel rund um Rosenheim "die Kacke gehörig am Dampfen ist", warum sollte man sich mit grober Absicht gleich den nächsten Problemfall an Land ziehen? Wenn die SOB den Auftrag an Land zieht, haben alle Beteiligten die beste Nachtruh. :)

von Walter4041 - am 14.10.2013 17:57

Re: Die Frage ist doch vielmehr ...

Zitat
ZwoZehn
... warum die BEG eine Ausschreibung herausgibt, die fast exakt das derzeitige Angebot abbildet. Mit anderen Worten: Da die SOB mit abgeschriebenem Material kalkulieren kann, wird sie nicht zu unterbieten sein. Alle andere Bieter sind chancenlos, die BEG bekommt die Leistungen wohl zu einem günstigeren Preis.

Aber warum soll der Auftrag unbedingt der DB zugeschanzt werden? Was ist in vier oder acht Jahren anders? Glaubt da jemand an einen abgeschlossenen Ausbau bis 2018/2022 und will sich nicht auf 15 Jahre an Dieselloks binden?


Ich vergleiche mal zwischen
1. Möglichen Gebrauchtfahrzeugen, die aktuellen Züge sind ja nicht sooo schlecht.
2. Neufahrzeuge, die erstmal nicht zugelassen sind oder vielleicht gar nicht funktionieren.

Zu 1.
Es dürften auch andere Unternehmen mit passenden Gebrauchtfahrzeugen antreten.
Wenn man die sauber macht, paßt es doch auch. Und wenn nicht, ist sowieso nach ein paar Wochen kein Unterschied mehr erkennbar. Einige Fahrgäste sind eben Ferkel, denen man mehr oder weniger erfolgreich hinterherputzt.

Zu 2.
Einige der vielgepriesenen Neufahrzeuge haben schlechten Sitzkomfort (zu hart) oder bescheidenes Fahrverhalten (612er in Dotra, sogar RailJet). Da wird auch recht schnell hinterhergeweint.

Und auch die Wirtschaftlichkeit spielt eine Rolle. Ein 628er schluckt sicher weniger, als eine 218 mit ein paar DoStos am Wochenende. Und das muß auch bezahlt werden, spätestens bei der nächsten Preiserhöhung.

Als Besteller MUSS die BEG ausschreiben, oder zumindest so tun. Sonst klagt einfach mal ein potenzieller Mitbewerber.
Und ja, das nutzt sicher jeder hier, das günstigste Angebot bringt erst der Wettbewerb hervor.

von Marc_Voß - am 14.10.2013 19:05

"Alte Züge...???"

Dem Schreiberling scheint wohl vollends entgangen zu sein, daß die SOB einen Großteil ihrer Züge mit modernen und wie ich finde sehr komfortablen Dostos fährt.
Daß z.T. noch Züge mit 628 und n-Wagen verkehren werden, liegt ja wohl an den Ausschreibungskriterien der BEG.

Wie allerdings dieser "Journalist" mit der 245 mit 160 km/h von Mühldorf nach München fahren will, bleibt wohl sein Geheimnis. Soweit ich weiß, gibt es auf dieser Strecke keine Möglichkeit, dies auch herauszufahren.

Aber Hauptsache, wieder einmal "Bahn-Bashing" gemacht. Vermutlich ist er A 94-Anhänger...

Kopfschüttelnde Grüße

Wolfgang

von 225 030 - am 14.10.2013 21:46
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