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km63.8, Ilztalbahner

Die Rückfahrt im RE 27004 (26 Bilder)

Startbeitrag von Ilztalbahner am 12.12.2014 15:19

Willkommen zur Rückfahrt durch das Rottal im RE 27004!
Während also die für morgen verplante 218 404 die zweifelhafte Ehre hat, den letzten Bäderzug zwischen Mühldorf und Passau zu bespannen, reisen wir heute bereits nochmal durch die Jahreszeiten über die Rottalbahn. In diesem Teil werden dann auch die bislang noch fehlenden Loks des Bw Mühldorf berücksichtigt werden, schließlich sollen auch alle in Frage kommenden Maschinen hier vertreten sein.



Tatsächlich war der 218 498 also doch auch noch ihr Einsatz am Rottaler vergönnt – und zwar am drittletzten Fahrtag des Zuges. Nachdem die Lok bereits in der Vorwoche in München an den Zug gegangen wäre, tauschte man sie in Mühldorf gegen die 245 010 ein. Eine hier bereits breit diskutierte, von mir persönlich aber hundertprozentig bejahte Aktion, wenngleich der Preis wegen der 498 dann halt doch recht hoch war. Doch Mühldorf wäre nicht Mühldorf, hätten die Eisenbahner dort nicht versucht, der letzten noch auf der Strecke fehlenden Lok eine weitere Chance zu geben. So durfte ich am letzten Novemberwochenende 2014 also doch noch Zeuge werden, wie die 218 498 sich auf den eben aus Hamburg auf Gleis 1 eingetroffenen IC 1987 setzte, um dessen vier Schlusswagen als 27004 zu übernehmen – eine zugegebenermaßen recht spontane und dilettantische Aktion, als „Stativ“ wurde unser Buggy missbraucht. Weitere Bilder waren bei der Kälte leider undenkbar, da das „Stativ“ es dann vorzog, sich zu bewegen... Ach ja, dass natürlich genau die wichtigste Bahnsteigleuchte kaputt war, brauch ich wohl nicht extra zu erwähnen, oder?


Am letzten Wochenende vor der Verlegung der Abfahrtszeit in Passau von 15.04 Uhr auf 17.09 Uhr reichte das Spotlight im Neuburger Wald gerade noch für ein Bild von 218 445, die im steilen Anstieg aus dem Donautal hoch hier ihre liebe Mühe mit dem 27004 hatte.


An bewölkten Wintertagen gefiel mir dieser Abschnitt immer am besten – so rein gar nichts ließe hier einen derartigen Zug vermuten, den die 218 440 den Berg hoch wuchtet. Im Februar 2009 noch alltäglich, ab morgen tatsächlich Geschichte.


Sie werden mir fehlen, die samstäglichen Spaziergänge durch den Wald...


Wie der Hektometerstein verrät, hat die 218 402 an diesem Aprilnachmittag 2009 den von Kilometer 4,5 bis 9,1 dauernden Anstieg durch den Wald gleich gemeistert, ehe es bis Sulzbach trotz eines weiterem Auf und Ab nun eher wieder talwärts gehen wird.


Die Chance auf derartig geleckt aussehende Loks wie die 218 463 stand zuletzt erheblich schlechter als noch im September 2010. Echt schade, dass die Baureihe ausgerechnet jetzt, wo alle Mühldorfer 18er eine Lackversiegelung erhalten, von den Kurven der Rottalbahn verschwindet.


Großkampftage im September 2005 – nur einen Tag vor der Fotofahrt mit 213 333 nach Traunstein schickte man die Touri noch einmal quer durch Südostbayern – hier zu sehen am mittlerweile längst zugewachsenen Damm zwischen Pfenningbach und Neukirchen.


In Gegenrichtung ergibt sich folgender Ausblick über das Inntal Richtung Österreich. Lokbespannte Züge waren hier nur dann umzusetzen, wenn der RE 27004 mal wieder aus einem nach Mühldorf geschobenen Wendezug bestand, wie an diesem herrlich klaren Augustabend 2012 mit 218 437.


Gerade am Nachmittag, zumindest als der Zug noch um 15 Uhr fuhr, boten sich hinter jeder Kurve neu interessante Nebenbahnblickwinkel. Die letzte orientrote 218.4, 218 400, war damals natürlich gern gesehener Gast. Meist leider als Schlechtwetterlok im Verruf, brauchte man sich über diesen Oktobernachmittag 2004 wahrlich nicht aufregen.


Anlaufstelle Nummer 1, auch für die ganzen Fotografen von Auswärts, war die Bauernhofkurve hinter Neukirchen. Sowohl vor der Fahrzeitverlegung waren die Züge hier in der Mitte der Kurve attraktiv, wie die 218 444 im Juli 2007,...


… als auch zwei Stunden später am Ausgang der 90°-Kurve. Obwohl der Rottaler seinen letzten Frühling erlebte, rechnete ich an diesem Apriltag 2014 nicht wirklich damit, ein Foto von ihm zu machen. Nicht, dass ich was gegen die ursprünglich vorgesehene 218 418 gehabt hätte, aber der angekündigte Hochnebel tauchte das niederbayerische Hügelland rund um Passau dann auch tatsächlich in eine befürchtete unfotogene gelblich-gräuliche Suppe. Nach dem Ausfall der Mühldorfer Lok in München ging es für die Ersatzmaschine, 218 343 (eine Ulmerin!) vormittags aber doch kurz nach Neustift für ein Beweisbild. Dass es pünktlich zur Rückfahrt des Zuges dann so aufreißen würde, war weder vorhergesagt, noch eine Stunde zuvor absehbar. Also schnell rauf zum Bauernhof für die Ulmerin in Niederbayern. Was mir in dem Vierteljahrhundert ihrer Mühldorfer Beheimatung von immerhin 1976 bis 2001 nicht gelang, sollte heute nachgeholt werden.


Obwohl sich das Jahrtausendhochwasser im Juni 2013 rund um Passau langsam zurückzog, floh die 218 465 kreischend durch die engen Kurven aus der Dreiflüssestadt.


Rapsfelder zieren die ganzen 90°-Kurven rund um Neukirchen nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Herbst. Am letzten Wochenende vor der Zeitumstellung 2012 hätte die 218 428 ihre vier DoStos wirklich keine fünf Minuten später in den Sonnenuntergang schieben dürfen.


Nach dem Überqueren des Simbacher Baches in der Niederreischinger Senke kann die 218 416 mit ihrem Kurzzug im Januar 2010 im folgenden Anstieg ein wenig geschont werden.


Eine Szene, die auch im Hochsommer Spaß macht. Von der 218 421 erforderte der fünfteilige Wagenzug im Juli 2010 allerdings ein wenig mehr Power unterhalb des Fürstenzeller Flugplatzes. Obwohl ich damals noch einen Busch auf Höhe der Pfeiftafel entfernt habe, hätte ich mich besser auch mal um die hier noch unscheinbaren Äste gekümmert – bei meinem letzten Besuch in diesem Frühling war geschockt vom Bewuchs...


Dass unmittelbar hinter der noch im nächsten Gefälle liegenden Brücke in Aspertsham die Einfahrweiche des Kreuzungsbahnhofes Fürstenzell liegt, ist auf diesem Bild vom Februar 2005 nicht zu erahnen, als die 218 418 ihren pünktlich Zug abbremst, um in Kürze auf Gleis 2 zum Stehen zu kommen.


Mittlerweile wartet der entgegenkommende 628 den IC ab, was für die 218 401 im Juni 2014 freie Fahrt durch den Landbahnhof bedeutet.


Am Einfahrsignal aus der Gegenrichtung hat die 218 421 an diesem Märztag 2009 noch genau 80 der insgesamt 97 Kilometer bis Mühldorf vor sich.


Die Kirche von Bad Höhenstadt kennen wir schon vom RE 27005. Am Silvesterabend 2005 strebt die 218 418 wie ein bunter Fleck in der winterlichen Landschaft durch die letzten Sonnenstrahlen des Jahres auf Engertsham zu.


An exakt der selben Stelle, nur aus anderem Blickwinkel waren die Tage im Februar 2005 noch, bzw. schon etwas länger.


Ein weiterer Blick in Richtung Österreich, der nur mit einem Triebwagen oder geschobenen Wendezug umsetzbar ist, ist dieser hier auf Höhe des Engertshamer Haltepunkts, der im Sommer 2014 von der 218 422 passiert wird.


Auch wenn ich das Bild von der 218 418 bei der Durchfahrt in Sulzbach im September 2005 durch etwas zu späte Auslösung versemmelt habe, möchte ich es trotzdem zeigen.


Fast noch mehr, als die eigentliche Durchfahrt, gefiel mir die Szenerie ein paar Meter weiter. Nebenbahn pur rund um 218 463 im Herbst 2010 im unteren Rottal...


Kaum im Rottal angekommen, wird die Landschaft wieder weiter. Zwischen Sulzbach und Ruhstorf bieten sich aber noch einige Ausblicke von den Nordhängen in Richtung Neuhaus, wo die Rott in den Inn fließen wird. Auf Höhe Rottersham schien Österreich im April 2014 hinter dem RE 27005 zum Greifen nahe.


Noch weniger Bilder als vom RE 27005 schon, gibt es vom 27004 jenseits von Pocking. Im Nachhinein eigentlich fast ein wenig schade. Unter anderem von der 218 428 gibt es aber ein Bild vom Bahnhof aus dem Frühling 2010. Die unübliche Zeit von 17 Uhr war einer einstündigen Verspätung geschuldet, die der Zug im Zulauf aus Hamburg mitbrachte.


Mit dem aus der Niederreischinger Senke schon bekannten Fünfwagenzug rollt es sich im nur sehr sanft ansteigen Rottal hinter Bayerbach jetzt deutlich leichter für die 218 421 Ende Juli 2010.


Zum Abschluss nochmal die 218 400 kurz vor Bad Birnbach im Herbst 2004. Hätte man mir damals gesagt, es würde den Zug noch zehn weitere Jahre geben, ich hätte mich gefreut. Erstaunlich, wie schnell die Zeit dann aber doch durch die Lande zog...

In den letzten zwei Jahren hat meine Motivation, den Rottaler zu fotografieren deutlich nachgelassen. Lok und Wagenmaterial waren nur für wenige Überraschungen gut, ganz im Gegensatz zu meiner Anfangszeit Ende der 90er Jahre. Und auch die zahlreichen Samstagsschichten auf der Ilztalbahn schnitten sich zeitlich immer entweder mit der Hin- oder der Rückleistung. Aber was soll's – Fotos vom „Rotti“ hab ich genug und in Zukunft kann ich mich dann vielleicht endlich mal den 628ern auf der Strecke ein wenig widmen. Diese waren für die 218 bislang immer sträflich vernachlässigt worden...

Viele Grüße vom

Antworten:

Beide Teile sind ein Traum :-)

Danke für den Nachruf :-).

Gruß, Lutz

von km63.8 - am 13.12.2014 09:18
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