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KBS 970 - Forum
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 9 Monaten
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Eibacher, KBS-973, 111227-5, KBS 955, ER-20, 218473, D. Bernhard, Patrick Rudin, RD, 225 030, ... und 5 weitere

644er Talente für Südostbayernbahn?

Startbeitrag von Eibacher am 01.05.2015 17:13

Hallo allerseits,

nur mal eine Überlegung... nachem die SOB ja noch etliche Jahre das Mühldorfer Netz bedient, sieht es so aus, als würden die dortigen BR 628 noch ein ganzes Weilchen erhalten bleiben. Im Gegenzug dazu werden die bisher im Kölner Dieselnetz eingesetzten dieselelktrischen Talente der BR 644 jetzt sukzessive nach Hamm ins Stillstandsmanagement überführt, obwohl es sich hierbei um wesentlich modernere Fahrzeuge handelt, die nebenbei deutlich besser beschleunigen als die 628 (was für die Leistungen speziell nach München nicht uninteressant sein dürfte - kürzer Fahrzeiten bedeuten auf einer eingleisigen Stecke mehr Kapazität). Mehr Türen, mehr Sitzplätze, geschlossene WC-Anlage und eine Klimaanlage sind weitere Aspekte pro 644.

Was spricht eigentlich dagegen, die 644 zu überholen/modernisieren und dann von Mühldorf aus einzusetzen? Die seit gut einem Jahr bei der BOB eingesetzten 643er sind ungefähr gleich alt wie die Kölner 644 und nach ihrer Aufarbeitung recht ansehnlich.

Ciao

Eibacher

Antworten:

Entsprechende Überlegungen hat es durchaus schon gegeben - wurden m.W. wegen der deutlich höheren Unterhaltskosten und der evtl. nur für wenige Jahre notwendigen Umbauarbeiten an der Werkstatt Mühldorf nicht weiterverfolgt.

von ChristianMUC - am 01.05.2015 17:37
Das ist eigentlich schade, denn die 628er sind wirklich nicht mehr zeitgemäss, und mit der Vergabe bis Dezember 2024 besteht ja ein relativ langer Zeitraum zur Amortisation der Anpassungsarbeiten.

Aber wenn die BEG meint, ihre Leistungen freihändig vergeben zu sollen, darf man sich nicht wundern, dass die so "beschenkte" SOB sich in Sachen Modernisierung vornehm zurückhält...Das ist keine Kritik an der Zuverlässigkeit und Kundenfreundlichkeit der SOB, mir geht es hier rein um das eingesetzte Material.

Ciao

Eibacher

von Eibacher - am 01.05.2015 18:02
Zitat
Eibacher
..., mir geht es hier rein um das eingesetzte Material.


Naja, man kann nicht bei allen Ausschreibungen nur nagelneues Material fordern, irgendwo müssen die Gebrauchtfahrzeuge aus ausgelaufenen Aufträgen auch weiterverwendet werden. Teilweise sind die so freigesetzten Fahrzeuge ja nur zehn Jahre alt...
Dass das bislang nur schlecht gelingt, bedarf glaube ich keiner Diskussion. :rolleyes:

von Walter4041 - am 01.05.2015 18:11
Zitat
Eibacher
Hallo allerseits,

nur mal eine Überlegung... nachem die SOB ja noch etliche Jahre das Mühldorfer Netz bedient, sieht es so aus, als würden die dortigen BR 628 noch ein ganzes Weilchen erhalten bleiben. Im Gegenzug dazu werden die bisher im Kölner Dieselnetz eingesetzten dieselelktrischen Talente der BR 644 jetzt sukzessive nach Hamm ins Stillstandsmanagement überführt, obwohl es sich hierbei um wesentlich modernere Fahrzeuge handelt, die nebenbei deutlich besser beschleunigen als die 628 (was für die Leistungen speziell nach München nicht uninteressant sein dürfte - kürzer Fahrzeiten bedeuten auf einer eingleisigen Stecke mehr Kapazität). Mehr Türen, mehr Sitzplätze, geschlossene WC-Anlage und eine Klimaanlage sind weitere Aspekte pro 644.

Was spricht eigentlich dagegen, die 644 zu überholen/modernisieren und dann von Mühldorf aus einzusetzen? Die seit gut einem Jahr bei der BOB eingesetzten 643er sind ungefähr gleich alt wie die Kölner 644 und nach ihrer Aufarbeitung recht ansehnlich.

Ciao

Eibacher



Servus,

Hör mir auf mit den VT 643 die bei der BOB laufen. Die nun seit dem Planwechsel im Dezember eingesetzten Fahrzeuge brauchten ewig lange, um technisch umgerüstet zu werden für den Einsatz auf der SZB Strecke und weiteren Arbeiten. Außerdem ist das vermehrte Kuppeln und Trennen ein großer Unterschied zu den DB Zeiten, wo sie überwiegend zusammenhängend im Einsatz waren oder nur als Einfachgarnitur.
Die haben lange gebraucht bis sie ohne Probleme funktionierten. Angeblich sind die nun aktuell verkehrenden Talente genauso alt oder sogar etwas älter wie die Integrale.


Bei der SOB gab es auch mal das Gerücht, man wolle VT 612 einsetzten, hat sich aber bereits vor der Ausschreibung wieder verflüchtigt. Die 643 und 644 wurden auch öfters genannt, wurde von der BEG aber nicht so gewollt.


Gruß
Andreas

von KBS 955 - am 01.05.2015 19:01
Zitat
Eibacher
Das ist eigentlich schade, denn die 628er sind wirklich nicht mehr zeitgemäss, und mit der Vergabe bis Dezember 2024 besteht ja ein relativ langer Zeitraum zur Amortisation der Anpassungsarbeiten.

Aber wenn die BEG meint, ihre Leistungen freihändig vergeben zu sollen, darf man sich nicht wundern, dass die so "beschenkte" SOB sich in Sachen Modernisierung vornehm zurückhält...Das ist keine Kritik an der Zuverlässigkeit und Kundenfreundlichkeit der SOB, mir geht es hier rein um das eingesetzte Material.

Ciao

Eibacher


Servus !

Ehrlich Antwort: für was und wen brauchst du auf Strecken wie Prien-Aschau, Traunstein-Waging, Traunstein-Traunreut, Mühldorf-Trostberg, Mühldorf-Burghausen, Mühldorf-Simbach oder Neufahrn-Bogen 643 oder 644, bei durchschnittlichen Reisezeit teilweise weit unter 30 Minuten ? Und was verstehst du in diesem Zusammenhang unter zeitgemäss ? Außerdem wird hier im Rahmen von SOB2024 sehr wohl was modernisiert...und zwar die Fahrgasträume der 628 :-).

Gruß und Pfiat Di
Oli

von 111227-5 - am 01.05.2015 20:09
Zitat
KBS 955
......
Die haben lange gebraucht bis sie ohne Probleme funktionierten. Angeblich sind die nun aktuell verkehrenden Talente genauso alt oder sogar etwas älter wie die Integrale.


Bei der SOB gab es auch mal das Gerücht, man wolle VT 612 einsetzten, hat sich aber bereits vor der Ausschreibung wieder verflüchtigt. Die 643 und 644 wurden auch öfters genannt, wurde von der BEG aber nicht so gewollt.


Gruß
Andreas


Hallo,

bei den "neuen" Talenten der BOB handelt es sich um die alten OLA Fahrzeuge. Diese wurden 1998/99 bei Talbot gebaut.

von ER-20 - am 01.05.2015 21:40
Hi Oli,

"Und was verstehst du in diesem Zusammenhang unter zeitgemäss ?"

ich sag' mal, was ich unter unzeitgemäß verstehe:

Klettereinsteige wie anno Donnerbüchse
offene Plumpsklos wie anno Donnerbüchse
die Kombination aus "Fenster, die sich nicht öffnen lassen" und "keine Klimaanlage".

also solche Dinge, die mehr für den Fahrgast als für den fotografierenden Fuzzi interessant sind. Übrigens, den ersten und den dritten Punkt erfüllen heute die meisten Busse im bayerische Nahverkehr...Merkst 'was?

"bei durchschnittlichen Reisezeit teilweise weit unter 30 Minuten"

Was hat die durchschnttliche Reisezeit damuit zu tun, ob das Fahrzeug zeitgemäß ist? Und es sind halt gerade die 644, die momentan frei werden.

Ciao

Eibacher

von Eibacher - am 02.05.2015 06:32
Hallo Andreas,

"Außerdem ist das vermehrte Kuppeln und Trennen ein großer Unterschied zu den DB Zeiten, wo sie überwiegend zusammenhängend im Einsatz waren oder nur als Einfachgarnitur."

Hm, so viel wie bei der BOB wird bei der SOB aber nicht getrennt und gekuppelt, das dürfte nicht kritisch sein. Und wenn mal gekuppelt wird, sind die Talente mit der Schaku gegenüber den 628ern ein weiteres Mal im Vorteil.

Ciao

Eibacher

von Eibacher - am 02.05.2015 06:36
Unbestritten. Damit sind sie ungefähr ebenso alt wie die 644er und ebenso um mindestens eine Generation moderner (wenn auch nicht viel jünger) als die 628er.

Ciao

Eibacher

von Eibacher - am 02.05.2015 06:37
Zitat
Eibacher

Klettereinsteige wie anno Donnerbüchse
offene Plumpsklos wie anno Donnerbüchse
die Kombination aus "Fenster, die sich nicht öffnen lassen" und "keine Klimaanlage".

Eibacher


Servus!

"Klettereinstiege" ... ja, da hast du Recht. Aber es gibt immer Zugpersonal oder Reisende, die beim Ein- oder Ausstieg helfen. Mitgekommen ist noch ein jeder.

"Offene Plumpsklos?" Nee, geschlossenes WC-System, die dank der gut geplanten Entsorgung auch weitgehend störungsfrei arbeiten. Es sei denn, sie werden durch subversive Elemente vorsätzlich verstopft.

"Fenster, die sich nicht öffnen lassen" - stimmt nicht ganz. Der obere Teil kann geöffnet werden. Wenn dann bei heißen Temperaturen die Abteiltüren offen gelassen werden, kann der Luftzug schön durchziehen. Die Fahrgäste sollen mal vorne (wenn der Triebwagen Richtung Sonne steht) mitfahren ... da ist eher subtropisch!

Schönen Gruß
Gabriel

von JimKnopff - am 02.05.2015 08:32

Vollste Zustimmung !

Grüß Gott "Eibacher",

diese Überlegung kam mir auch schon, auch für andere Einsatzgebiete/Baureihen:

abgestellte 642 nach Kempten für 628
abgestellte 612 nach Ulm für 611

Im Falle der 644 sehe ich wirklich nicht, wo ein 628 für Betrieb und Fahrgast Vorteile gegenüber den zugegeben hässlicheren 644 haben sollte.

Servus
210 004-8

von 210 004-8 - am 02.05.2015 09:43
Zitat
Eibacher
Hi Oli,

"Und was verstehst du in diesem Zusammenhang unter zeitgemäss ?"

ich sag' mal, was ich unter unzeitgemäß verstehe:

Klettereinsteige wie anno Donnerbüchse
offene Plumpsklos wie anno Donnerbüchse
die Kombination aus "Fenster, die sich nicht öffnen lassen" und "keine Klimaanlage".

also solche Dinge, die mehr für den Fahrgast als für den fotografierenden Fuzzi interessant sind. Übrigens, den ersten und den dritten Punkt erfüllen heute die meisten Busse im bayerische Nahverkehr...Merkst 'was?

"bei durchschnittlichen Reisezeit teilweise weit unter 30 Minuten"

Was hat die durchschnttliche Reisezeit damuit zu tun, ob das Fahrzeug zeitgemäß ist? Und es sind halt gerade die 644, die momentan frei werden.

Ciao

Eibacher



Servus !

Ich merke a.) das du als fotografierenden Fuzzi wohl mich meinst (was übrigens nicht stimmt) und b.) das du die letzte Zeit wohl kaum in einem 628 mitgefahren bist, denn sonst wüßtest du a.) das es da scho etliche Jahre keine offenen WC`s mehr gibt und b.) das die Kombination Druckbelüftung/Kippfenster im Fahrgastraum oft eine angenehmere Atmosphäre schafft als eine richtige Klimaanlage, so sie überhaupt funktioniert. Zum Thema Einstieg hat ja Gabriel scho was geschrieben.

Zu den 644: ich denke das sich die Verantwortlichen der SOB wohl überlegt haben, was sie machen. Was nützt es wenn 644 frei sind, die VT aber nach wenigen Einsatzjahren scho ziemlich runter gefahren sind bzw deren Zustand nicht gut ist und zusätzlich noch Kosten für eine Anpassung der Werkstatt anfallen.

Die Reisezeit hat damit schon was zu tun, weil die 628.4 für diese Zwecke noch gut genug sind.

Pfiats Eich
Oli

von 111227-5 - am 02.05.2015 16:38

Die 628er sind komfortabel und funktional

Hallo miteinander,

ich begrüße den weiteren Einsatz der 628er bei der Südostbayernbahn.
Zu den 643/644 kann ich leider nix sagen, da mir die Inneneinrichtung aus Fahrgastsicht nicht bekannt ist. Aber was ich bisher an neuen Triebwagen "genießen" durfte ist meist nur noch der minimal Komfort den man bekommt. Darauf kann ich getrost verzichten, dass diese im südostbayerischen Raum zum Einsatz kommen. Auch 612, 642 und Co. dürfen dort bleiben wo sie sind ....

Der Fahrgastkomfort der 628 ist meist weit über jenen Fahrzeugen der "neuen" Generationen:
- komfortable Sitze (hier fühle ich mich noch wohl und kann hierauf auch noch mehrere Stunden sitzen, lange Strecken wie auf der Rottalbahn lassen sich hier gut aushalten. Vergleich: den Ausflugszug München - Lindau werde ich meiden, da dieser jetzt mit 642 statt n-Wagen fährt. Wer bitte hällt es auf diesen unbequemen Sitzen und dazu noch ohne Armlehne 3 Stunden aus?)
- große Fahrgasträume ohne irgendwelche einengenden Raumtrenner
- große Mehrzweckabteile (hier ist mein "Gepäck", das Fahrrad gut verstaut), Vorteilhaft finde ich hier die Anordnung an den Enden der Fahrzeugen. Die Kombination mit WC, wie in allen neuen Triebwagen, ist alles andere als gut gelöst. Aus eigenen Erfahrungen kommen sich hier ein-/aussteigende Fahrgäste, Gepäck, Räder, WC-Gänger und die tlw. räumliche Enge in die Quere.
- rel. großes WC (inwiefern es geeignet ist für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste kann ich nicht beurteilen. Von der Größe her dürfte es noch relativ akzeptabel sein.)
- ruhiges Laufgeräusch (im Steuerwagen sind keine Motorengeräusche zu hören, selbst im Motorwagen ist das Motorengeräusch weitaus erträglicher als z. B. im 612)
- Klimatisierung via Druckbelüftung und zu öffnende Klappfenster reicht meist aus (die wenigen Tage im Jahr kann man das schon mal aushalten, dass es etwas wärmer ist. Die Klimaanlagen in den neuen Fahrzeugen sind meist sowieso katastrophal eingestellt, bzw. lassen sich nicht richtig einstellen. Der 642 z. B. ist eine Kühltruhe, viel Spass im Sommer wenn man z. B. mit dem Rad und kurzen Sachen unterwegs ist und vlt. auch noch etwas schwitzt. Die Erkältung im Hochsommer ist garantiert. Das durfte ich leider auch schon mitmachen.)

Ein Manko mag sein, dass der 628 noch Hocheinstiege besitzt. Aber hier bei uns in Südostbayern helfen sich die Menschen meist noch gegenseitig. Es hat jahrzehnte, gar jahrhunderte funktioniert in den Zug zu steigen. Früher ging's fast vom Schotter rauf in den Zug, aber man hat sich geholfen. Ich hoffe, dass es weiterhin so ist, denn dann wird sich auch keiner über die Art der Einstiege beschweren.

Weitere Sichtweisen sind hier immer gerne gesehen, sofern Sie auf von Erfahrung sprechen.

Weiterhin gute Fahrt im 628.

Viele Grüße

Bernhard

von D. Bernhard - am 03.05.2015 17:59

Re: Die 628er sind komfortabel und funktional

Zitat
D. Bernhard
Hallo miteinander,

ich begrüße den weiteren Einsatz der 628er bei der Südostbayernbahn.
Zu den 643/644 kann ich leider nix sagen, da mir die Inneneinrichtung aus Fahrgastsicht nicht bekannt ist. Aber was ich bisher an neuen Triebwagen "genießen" durfte ist meist nur noch der minimal Komfort den man bekommt. Darauf kann ich getrost verzichten, dass diese im südostbayerischen Raum zum Einsatz kommen. Auch 612, 642 und Co. dürfen dort bleiben wo sie sind ....

Der Fahrgastkomfort der 628 ist meist weit über jenen Fahrzeugen der "neuen" Generationen:
- komfortable Sitze (hier fühle ich mich noch wohl und kann hierauf auch noch mehrere Stunden sitzen, lange Strecken wie auf der Rottalbahn lassen sich hier gut aushalten. Vergleich: den Ausflugszug München - Lindau werde ich meiden, da dieser jetzt mit 642 statt n-Wagen fährt. Wer bitte hällt es auf diesen unbequemen Sitzen und dazu noch ohne Armlehne 3 Stunden aus?)
- große Fahrgasträume ohne irgendwelche einengenden Raumtrenner
- große Mehrzweckabteile (hier ist mein "Gepäck", das Fahrrad gut verstaut), Vorteilhaft finde ich hier die Anordnung an den Enden der Fahrzeugen. Die Kombination mit WC, wie in allen neuen Triebwagen, ist alles andere als gut gelöst. Aus eigenen Erfahrungen kommen sich hier ein-/aussteigende Fahrgäste, Gepäck, Räder, WC-Gänger und die tlw. räumliche Enge in die Quere.
- rel. großes WC (inwiefern es geeignet ist für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste kann ich nicht beurteilen. Von der Größe her dürfte es noch relativ akzeptabel sein.)
- ruhiges Laufgeräusch (im Steuerwagen sind keine Motorengeräusche zu hören, selbst im Motorwagen ist das Motorengeräusch weitaus erträglicher als z. B. im 612)
- Klimatisierung via Druckbelüftung und zu öffnende Klappfenster reicht meist aus (die wenigen Tage im Jahr kann man das schon mal aushalten, dass es etwas wärmer ist. Die Klimaanlagen in den neuen Fahrzeugen sind meist sowieso katastrophal eingestellt, bzw. lassen sich nicht richtig einstellen. Der 642 z. B. ist eine Kühltruhe, viel Spass im Sommer wenn man z. B. mit dem Rad und kurzen Sachen unterwegs ist und vlt. auch noch etwas schwitzt. Die Erkältung im Hochsommer ist garantiert. Das durfte ich leider auch schon mitmachen.)

Ein Manko mag sein, dass der 628 noch Hocheinstiege besitzt. Aber hier bei uns in Südostbayern helfen sich die Menschen meist noch gegenseitig. Es hat jahrzehnte, gar jahrhunderte funktioniert in den Zug zu steigen. Früher ging's fast vom Schotter rauf in den Zug, aber man hat sich geholfen. Ich hoffe, dass es weiterhin so ist, denn dann wird sich auch keiner über die Art der Einstiege beschweren.

Weitere Sichtweisen sind hier immer gerne gesehen, sofern Sie auf von Erfahrung sprechen.

Weiterhin gute Fahrt im 628.

Viele Grüße

Bernhard



Servus !

Mich würde mal interessieren, ob es theoretisch möglich wäre, an den Doppeltüren im 628.4 jeweils einen Hublift für Rollstuhlfahrer einzubauen ?

Gruß und Pfiats Eich
Oli

von 111227-5 - am 03.05.2015 22:17
Die 644ger haben aber noch ein ganz anderes Problem.
Die Einstiege im 644 sind für einen S-Bahn ähnlichen Verkehr ausgelegt. Die Baureihe 644 hat eine Einstiegshöhe von 80 cm...
Der 643 er nur 59 cm und wäre demnach eher für die Region wie Mühldorf geeignet. Aber die 643er sind momentan eher Mangelware.
Die Talente die bei der BOB laufen sind übrigens auch 643er, also mit der geringeren Einstiegshöhe.

Wenn man nun auf 644er für Mühldorf pochen würde, wäre also nicht gewonnen, er wäre eher eine Verschlechterung statt eine Verbesserung für Mühldorf.
Über Toiletten und Co wurde ja schon ausreichend geschrieben.
Gruss Stefan

PS: Die Werkstatt müsste auch noch geschult werden, der 644 ist im Gegensatz zu 643 und 628 dieselelektrisch ;)

von 218473 - am 03.05.2015 22:45
Zitat
218473
....
Die Talente die bei der BOB laufen sind übrigens auch 643er, also mit der geringeren Einstiegshöhe.
.....


Hallo,

die Einstiege von den BOB Talenten wurde auf die Einstiegshöhen im BOB Netz angepasst. Es wurde am Einstieg ein Podest eingebaut. Somit haben die Fahrzeuge eine Einstiegshöhe von ca. 72cm. Folgende Nachteile sind da durch entstanden:
- Personen mit einer Größe von 2,1m Stoßen sich an den Zielanzeigen im Fahrgastraum. (Bei einer Körpergröße von 1,9m zieht man den Kopf automatisch ein).
- Rampen vom Einstiegsbereich in den Niederflurteil. Daher ist der Zugang zum WC und der Mehrzweckbereiche schlechter geworden.
- Eine große Tal und Berglandschaft im Fahrgastraum durch die vielen unterschiedlichen Höhen.
- Zwischen der Türe und dem Bahnsteig ist ein größerer Spalt entstanden, durch das eingebaut Podest.

Die Talente, welche bis Dez 2013 eingesetzt worden sind, hatten eine Einstiegshöhe von 80cm. Dadurch war der Innenraum auch anders gestaltet. Bei den Fahrzeugen mit einem Einstieg von 59cm hätte man die Innenräume auch höher machen können, dies wurde aber nicht von Bombardier damals gemacht.

von ER-20 - am 04.05.2015 07:53

Re: Die 628er sind komfortabel und funktional

Einen einzigen habe ich mal auf Altomünster gesehen, der hatte dort wo einige einen Automaten haben eine Klapprampe verstaut wie die im 423. Wenn der Bahnsteig jetzt nicht unbedingt dem Niveau Schienenoberkante entspricht, recht die eigentlich. Lifte sind bloß wieder Störquellen die gern kaputtgehen.

von Martin H. - am 04.05.2015 09:54
Zitat
ER-20
Zitat
218473
....
Die Talente die bei der BOB laufen sind übrigens auch 643er, also mit der geringeren Einstiegshöhe.
.....


Hallo,

die Einstiege von den BOB Talenten wurde auf die Einstiegshöhen im BOB Netz angepasst. Es wurde am Einstieg ein Podest eingebaut. Somit haben die Fahrzeuge eine Einstiegshöhe von ca. 72cm. Folgende Nachteile sind da durch entstanden:
- Personen mit einer Größe von 2,1m Stoßen sich an den Zielanzeigen im Fahrgastraum. (Bei einer Körpergröße von 1,9m zieht man den Kopf automatisch ein).
- Rampen vom Einstiegsbereich in den Niederflurteil. Daher ist der Zugang zum WC und der Mehrzweckbereiche schlechter geworden.
- Eine große Tal und Berglandschaft im Fahrgastraum durch die vielen unterschiedlichen Höhen.
- Zwischen der Türe und dem Bahnsteig ist ein größerer Spalt entstanden, durch das eingebaut Podest.

Die Talente, welche bis Dez 2013 eingesetzt worden sind, hatten eine Einstiegshöhe von 80cm. Dadurch war der Innenraum auch anders gestaltet. Bei den Fahrzeugen mit einem Einstieg von 59cm hätte man die Innenräume auch höher machen können, dies wurde aber nicht von Bombardier damals gemacht.




Servus,

Muß zu meiner Schande gestehen, ich war nur 1 mal im "neuen" Talent drin. Kann Dir in Deinen aufgeführten Punkten vollstens zustimmen. Als 1,90 m große Person muß man wirklich beim Durchqueren des Fahrzeuges aufpassen, um nicht mit dem Kopf irgendwo anzustoßen. Der Fahrgastraum ist eine große Berg- und Tallandschaft, das ist auch zutreffend.

Werde echt demnächst mal beim Mitfahren aufpassen um die genannten Punkte mir zu verinnerlichen.

Gruß
Andreas

von KBS 955 - am 04.05.2015 17:27

Re: Die 628er sind komfortabel und funktional

Zitat
D. Bernhard
Hallo miteinander,

ich begrüße den weiteren Einsatz der 628er bei der Südostbayernbahn.
Zu den 643/644 kann ich leider nix sagen, da mir die Inneneinrichtung aus Fahrgastsicht nicht bekannt ist. Aber was ich bisher an neuen Triebwagen "genießen" durfte ist meist nur noch der minimal Komfort den man bekommt. Darauf kann ich getrost verzichten, dass diese im südostbayerischen Raum zum Einsatz kommen. Auch 612, 642 und Co. dürfen dort bleiben wo sie sind ....

Der Fahrgastkomfort der 628 ist meist weit über jenen Fahrzeugen der "neuen" Generationen:
- komfortable Sitze (hier fühle ich mich noch wohl und kann hierauf auch noch mehrere Stunden sitzen, lange Strecken wie auf der Rottalbahn lassen sich hier gut aushalten. Vergleich: den Ausflugszug München - Lindau werde ich meiden, da dieser jetzt mit 642 statt n-Wagen fährt. Wer bitte hällt es auf diesen unbequemen Sitzen und dazu noch ohne Armlehne 3 Stunden aus?)
- große Fahrgasträume ohne irgendwelche einengenden Raumtrenner
- große Mehrzweckabteile (hier ist mein "Gepäck", das Fahrrad gut verstaut), Vorteilhaft finde ich hier die Anordnung an den Enden der Fahrzeugen. Die Kombination mit WC, wie in allen neuen Triebwagen, ist alles andere als gut gelöst. Aus eigenen Erfahrungen kommen sich hier ein-/aussteigende Fahrgäste, Gepäck, Räder, WC-Gänger und die tlw. räumliche Enge in die Quere.
- rel. großes WC (inwiefern es geeignet ist für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste kann ich nicht beurteilen. Von der Größe her dürfte es noch relativ akzeptabel sein.)
- ruhiges Laufgeräusch (im Steuerwagen sind keine Motorengeräusche zu hören, selbst im Motorwagen ist das Motorengeräusch weitaus erträglicher als z. B. im 612)
- Klimatisierung via Druckbelüftung und zu öffnende Klappfenster reicht meist aus (die wenigen Tage im Jahr kann man das schon mal aushalten, dass es etwas wärmer ist. Die Klimaanlagen in den neuen Fahrzeugen sind meist sowieso katastrophal eingestellt, bzw. lassen sich nicht richtig einstellen. Der 642 z. B. ist eine Kühltruhe, viel Spass im Sommer wenn man z. B. mit dem Rad und kurzen Sachen unterwegs ist und vlt. auch noch etwas schwitzt. Die Erkältung im Hochsommer ist garantiert. Das durfte ich leider auch schon mitmachen.)

Ein Manko mag sein, dass der 628 noch Hocheinstiege besitzt. Aber hier bei uns in Südostbayern helfen sich die Menschen meist noch gegenseitig. Es hat jahrzehnte, gar jahrhunderte funktioniert in den Zug zu steigen. Früher ging's fast vom Schotter rauf in den Zug, aber man hat sich geholfen. Ich hoffe, dass es weiterhin so ist, denn dann wird sich auch keiner über die Art der Einstiege beschweren.

Weitere Sichtweisen sind hier immer gerne gesehen, sofern Sie auf von Erfahrung sprechen.

Weiterhin gute Fahrt im 628.

Viele Grüße

Bernhard



Hallo Bernhard,

da muss ich jetzt mal eine Lanze für den 612er brechen. Ich fahren jeden Tag mit Wackeldackel 612er mit und finde den für einen neuen Triebwagen gar nicht schlecht.
Die Sitze sind einigermaßen bequem und dei Beinfreiheit ist auch ausreichend. Aber vorallem sind die Züge meiner Beobachtung/Warnehmung nach sehr zuverlässig, auch bei Kuppelmanöveren (kommt vorallem beim flügeln bzw. kuppeln in MIMS bei jeder Fahrt vor). Kann mich hier an nur sehr wenige Ausfälle, bzw. Verspätungen erinnern... die Ausfälle der letzten Zeit sind nicht technisch bedingt... GDL......
Deshalb kann ich es nicht ganz nachvollziehen, warum der 612er immer so "schlecht" gemacht wird.

Mit dem 642 gebe ich dir recht, der ist wirklich nicht ganz geglückt.

Grüße aus dem Allgäu
Florian

von KBS-973 - am 04.05.2015 20:03

612 vs 642

Zitat
KBS-973
..
Deshalb kann ich es nicht ganz nachvollziehen, warum der 612er immer so "schlecht" gemacht wird.

Mit dem 642 gebe ich dir recht, der ist wirklich nicht ganz geglückt.


Der 642er hat immerhin eine 2+1-Bestuhlung in der 1. Klasse und eine angenehmere Beleuchtung. Bin vor Jahren mal Lindau-Buchloe damit gefahren (über Memmingen) und fand es nicht allzu unangenehm. Das war meine bislang längste Fahrt damit. Gibt es diesen Zuglauf noch?

Beim 612er kommt es vor allem drauf an, wie lange man dadrin fährt (darf ich Dich konkret fragen?).
Lindau-München mit 2+2-Bestuhlung und starren Armlehnen ist nicht meins, Kurzstrecke bis ca. 1 Stunde ist OK. Triebwagen mit Ledersitzen sah ich bislang keine, dafür sind die Stoffsitze zum Teil derart verschlissen, dass ich mal an einer optisch durch den Tisch verdeckten - durch die Schaumstoffunterlage hervorstehenden - scharfen Kante der Sitzwanne die Hose zerrissen und die Wade blutig gekratzt habe. Die DB hat dann auf meine Reklamation (Sitznummer und Fahrzeugnummer, war 612 091) genau diesen einen Sitz neu bezogen - wobei man das dem Zustand des Fahrzeuges und nicht der Bauart anlasten muss.
Dazu kommt die grelle Beleuchtung und die komplett als Ruhebereich ausgewiesene 1. Klasse, was nur falsche Erwartungen weckt und Konflikte schürt...

Dazu kommt auch, dass die 612er für den Fahrradtransport völlig ungeeignet sind. Die Neigetechnik dagegen empfinde ich als eher angenehm.

von Patrick Rudin - am 04.05.2015 21:55
Der 642/5022 in original Siemena Vollausstattung jst okay, die DB-Sparvariante hingegen eine Zumutung, da gebe ich Dir Recht.

von RD - am 05.05.2015 15:59

Mein Statement zu 612 und 642

Hallo Florian,

ich habe mich hier auf die 628 konzentriert, die bereits bei der SOB unterwegs sind und sich über deren Ablösung unterhalten wird.
Daher habe ich hier die positiven Seiten dieses Triebwagens, zumindest meinerseits und aus Erfahrungen, dargelegt.

Auch die neuen Triebwagengenerationen können durchaus angenehm für den Fahrgast sein.
Hierbei ist aber hervorzuheben, dass es darauf ankommt, wie ich das Fahrzeug ausstatte.
Die aufgelisteten Vor- und Nachkeile können hier subjektiv wie auch objektiv sein. Hierbei legt ein jeder den Schwerpunkt anders!

642
Vorteile:
- niederfluriger Einstieg
- vis-a-vis Sitzplatzanordnung
- Klimaanlage
- große Fenster
- behindertengerechtes WC
- relativ angenehmes Laufverhalten
- Motorengeräusche akzeptabel
- annehmbare Fahrgastraumaufteilung

Nachteile:
- magelhafte Einstellung der Klimaanlage
- Komfort Bestuhlung (wenig Polsterung, steile Rückenlehne, keine Armlehnen)
- wenig Abfallbehälter

612:
Vorteile:
- Klimaanlage (vorhandensein, wie Einstellbarkeit und Empfinden)
- Komfort Bestuhlung (gute Polsterung, Rückenlehne annehmbar, Armlehnen)
- ausreichend Abfallbehälter
- Laufruhe relativ gut

Nachteile:
- Hocheinstieg
- kleine Fenster
- Fahrgastraumaufteilung
- Motorengeräusche relativ unangenehm (außer an den Wagenenden)

Betriebliche Vor- und Nachteile habe ich beiseite gelassen.
Für mich als Fahrgast wäre der Komfort immer noch an vorderster Stelle. Wenn man viel Zeit im Zug verbringt, dann ist für mich der Sitzkomfort das wichtigste Kriterium. Dieser lässt bei den neueren Fahrzeugen leider meist zu wünschen übrig. Es ging auch anders, ist aber aus Kosten, Kapazität und anderen Faktoren meist nicht gewollt.

Allen eine gute Reise in dem von ihm "gelobten" Fahrzeug.

Viele Grüße

Bernhard

von D. Bernhard - am 05.05.2015 19:30

Re: Mein Statement zu 612 und 642

Zitat
D. Bernhard
Hallo Florian,

ich habe mich hier auf die 628 konzentriert, die bereits bei der SOB unterwegs sind und sich über deren Ablösung unterhalten wird.
Daher habe ich hier die positiven Seiten dieses Triebwagens, zumindest meinerseits und aus Erfahrungen, dargelegt.

Auch die neuen Triebwagengenerationen können durchaus angenehm für den Fahrgast sein.
Hierbei ist aber hervorzuheben, dass es darauf ankommt, wie ich das Fahrzeug ausstatte.
Die aufgelisteten Vor- und Nachkeile können hier subjektiv wie auch objektiv sein. Hierbei legt ein jeder den Schwerpunkt anders!

642
Vorteile:
- niederfluriger Einstieg
- vis-a-vis Sitzplatzanordnung
- Klimaanlage
- große Fenster
- behindertengerechtes WC
- relativ angenehmes Laufverhalten
- Motorengeräusche akzeptabel
- annehmbare Fahrgastraumaufteilung

Nachteile:
- magelhafte Einstellung der Klimaanlage
- Komfort Bestuhlung (wenig Polsterung, steile Rückenlehne, keine Armlehnen)
- wenig Abfallbehälter

612:
Vorteile:
- Klimaanlage (vorhandensein, wie Einstellbarkeit und Empfinden)
- Komfort Bestuhlung (gute Polsterung, Rückenlehne annehmbar, Armlehnen)
- ausreichend Abfallbehälter
- Laufruhe relativ gut

Nachteile:
- Hocheinstieg
- kleine Fenster
- Fahrgastraumaufteilung
- Motorengeräusche relativ unangenehm (außer an den Wagenenden)

Betriebliche Vor- und Nachteile habe ich beiseite gelassen.
Für mich als Fahrgast wäre der Komfort immer noch an vorderster Stelle. Wenn man viel Zeit im Zug verbringt, dann ist für mich der Sitzkomfort das wichtigste Kriterium. Dieser lässt bei den neueren Fahrzeugen leider meist zu wünschen übrig. Es ging auch anders, ist aber aus Kosten, Kapazität und anderen Faktoren meist nicht gewollt.

Allen eine gute Reise in dem von ihm "gelobten" Fahrzeug.

Viele Grüße

Bernhard


Hallo Bernhard,

bei einigen Kritikpunkten, wie z.B. dem lauten Motorengeräusch, muss ich dir recht geben. Aber es ist wahrscheinlich auch bei jedem das persönliche Empfinden.
Ich zum Beispiel mag diese vis-a-vis Sitzordnung überhaupt nicht, aber das ist wahrscheinlich auch meiner Größe (1,98) geschuldet.

Das perfekte Fahrzeug gibt es wahrscheinlich gar nicht, da selbst die Infrastruktur (z.B. Bahnsteige) sehr verschieden ist. Wenn du von München mit einem niederflurigen 642er
ins Allgäu fährst, musst du in München erstmal "eine Stufe" nach unten in den Zug einsteigen, weil der Bahnsteig zu hoch ist. Somit ist der Vorteil der Niederflurfahrzeug auch
wieder ein Nachteil.

Das Hauptproblem ist wie du schon geschrieben hast, dass bei den neuen Triebwagen an allen Ecken und Enden gespart wird. Man könnte die Züge bestimmt so ausstatten,
das es für den Fahrgast komfortabler wird. Doch bei der Ausschreibung durch die BEG wird anscheinend hauptsächlich darauf geachtet, wer das billigste Angebot abgibt (vgl. S-Bahn Nürnberg).

Gruß Florian

von KBS-973 - am 06.05.2015 06:22

Re: 612 vs 642

Zitat
Patrick Rudin
Zitat
KBS-973
..
Deshalb kann ich es nicht ganz nachvollziehen, warum der 612er immer so "schlecht" gemacht wird.

Mit dem 642 gebe ich dir recht, der ist wirklich nicht ganz geglückt.


Der 642er hat immerhin eine 2+1-Bestuhlung in der 1. Klasse und eine angenehmere Beleuchtung. Bin vor Jahren mal Lindau-Buchloe damit gefahren (über Memmingen) und fand es nicht allzu unangenehm. Das war meine bislang längste Fahrt damit. Gibt es diesen Zuglauf noch?

Beim 612er kommt es vor allem drauf an, wie lange man dadrin fährt (darf ich Dich konkret fragen?).
Lindau-München mit 2+2-Bestuhlung und starren Armlehnen ist nicht meins, Kurzstrecke bis ca. 1 Stunde ist OK. Triebwagen mit Ledersitzen sah ich bislang keine, dafür sind die Stoffsitze zum Teil derart verschlissen, dass ich mal an einer optisch durch den Tisch verdeckten - durch die Schaumstoffunterlage hervorstehenden - scharfen Kante der Sitzwanne die Hose zerrissen und die Wade blutig gekratzt habe. Die DB hat dann auf meine Reklamation (Sitznummer und Fahrzeugnummer, war 612 091) genau diesen einen Sitz neu bezogen - wobei man das dem Zustand des Fahrzeuges und nicht der Bauart anlasten muss.
Dazu kommt die grelle Beleuchtung und die komplett als Ruhebereich ausgewiesene 1. Klasse, was nur falsche Erwartungen weckt und Konflikte schürt...

Dazu kommt auch, dass die 612er für den Fahrradtransport völlig ungeeignet sind. Die Neigetechnik dagegen empfinde ich als eher angenehm.


Hallo Patrik,

ich fahre normalerweise immer nur ca. 30 Minuten und einmal im Monat ca. 2 Stunden bis nach München.
Mit den Ledersitzen muss ich dich enttäuschen, da ist nur die Kopfstütze aus Leder. ;)

Desweitern kommt dazu, dass mir die Sitze in der 1. Klasse unbequemer und härter vorkommen als in der 2. Klasse.

Gruß Florian

von KBS-973 - am 06.05.2015 06:28

der 612 ist besser als sein Ruf

Im Allgäu wird schon kräftig in die 612er inverstiert. In der 2. Klasse werden die Sitze neu gepolstert, dazu dann der Austausch der Kopfteile von Stoff gegen solche aus Leder.
Noch auffälliger hat sich aber die 1. Klasse verändert... vier Tische in Vis-Vis-Bestuhlung. insgesammt 8 Steckdosen wurden eingebaut und das Licht wurde gedimmt.
In der 1. Klasse ist es nun um einiges dunkler als vorher. Es wird die nächsten Jahre noch einiges folgen nicht nur Hublifte, aber das wird noch nicht verraten.
Gruss Stefan

von 218473 - am 06.05.2015 23:19

Der Wagenzug bleibt das Maß der Dinge

Servus,

unter all den genannten Fahrzeugen bleiben die Wagenzüge kompromisslos im Komfort.
Daher war ich sehr erfreut, daß nun endlich die Dosto-Züge auch im Allgäu fahren, nachdem man hier seit Jahren nur mit Altbau-Zügen und den meiner Meinung nach unkomfortablen 642 und 612 vorlieb nehmen mußte.
Die Dostos haben alles: Niederflureinstieg, zugfreie Klimaanlage, niedriges Geräuschniveau und bequeme Sitze.
Leider setzt ja die BEG in Zukunft nur noch auf die Krachmacher 612 und der Alex fällt auch weg. Schöne Aussichten...

Grüßle
Wolfgang

von 225 030 - am 07.05.2015 05:12
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