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218 240, mapic, JonasH, ER-20, KBS 955

[940] PM: Offene Schranken am BÜ Wasentegernbach/Dorfen - Dorfbewohner haben Angst um ihr Leben

Startbeitrag von 218 240 am 16.06.2015 09:33

Quelle: http://www.merkur.de/lokales/erding/dorfen/


PROTEST IN WASENTEGERNBACH

Dorfbewohner haben Angst um ihr Leben


Was wie eine Szene aus einem schlechten Actionfilm anmutet, ist in Wasentegernbach Realität: Die Schranken sind offen, urplötzlich rast ein Zug vorbei. Sechs mal ist dies laut Beobachtungen von Dorfbewohnern seit März diesen Jahres schon geschehen. Dass niemand zu Schaden gekommen ist, grenzt an einer Wunder. Nur um Haaresbreite ist eine Autofahrerin am Sonntagnachmittag des 15. März einer Katastrophe entgangen. Vom Kirchenberg kommend fuhr sie auf der Kreisstraße Richtung Dorfen auf den unübersichtlichen Bahnübergang zu. Die Schranken standen offen. In diesem Moment raste aus Richtung Schwindegg ein Personenzug der Südostbayernbahn heran.

Dass der Autofahrerin nichts passiert ist, hat sie der Wasentegernbacherin Anni Weilnhammer zu verdanken. Sie ging in diesem Moment gerade im Ort spazieren – und reagierte sofort. Durch ihr heftiges Gestikulieren gab der Zugführer ein Warnsignal ab, die Autofahrerin hielt vor dem Übergang an. Sekunden später raste der Zug durch.

Dass der Schrankenwärter von der Bahn sofort vom Dienst suspendiert wurde, beruhigt die Wasentegernbacher nicht. „Wir machen uns große Sorgen um unsere Sicherheit, ja sogar um unser Leben am Bahnübergang mitten in unserem Dorf“, sagt Feuerwehrkommandant Franz Bauer. Er und Christian Rössler, Albert Schmid, Rudi Schwabl und Anni Weilnhammer haben eine Unterschriftenaktion gestartet. Die Wasentegernbacher wollen die Bahn zwingen, endlich zu handeln. Seit dem Zwischenfall mit der Autofahrerin kam es fünf weitere Mal zu Situationen mit geöffneten Bahnschranken, berichtet Bauer. Doch bei diesen Vorfällen waren die Lokführer vorher offenbar informiert worden, bremsten jedesmal stark ab und überquerten den Übergang im Schritttempo.

Unter Bewohnern kommt Wut auf

Am Wochenende trafen sich etwa 50 Wasentegernbacher am Bahnübergang um zu protestieren. Am Freitag war es erneut zu einem Vorfall gekommen. Teilweise macht sich Wut breit, die Wasentegernbacher glauben, dass die Bahn die gefährlichen Situationen nicht ernst nimmt. Einige der Dorfbewohner wären sogar zu harten Maßnahmen bereit – etwa die Blockade der Bahngleise. Doch erst einmal hofft man doch noch auf ein Einlenken der Bahn. Bürgermeister Heinz Grundner war bei der Protestaktion dabei. Er sagte den Wasentegernbachern seine volle Unterstützung zu. Die Umstände „sind nicht haltbar“. Die Bahn müsse bei dem Übergang „für eine zeitnahe Lösung des Problems sorgen“.

Der Wasentegernbacher Bahnübergang ist mit einer Technik aus dem Jahr 1953 ausgestattet. Es gibt keine Lichtzeichenanlage, nur ein Andreaskreuz. Die Halbschranken können nicht automatisch geschlossen werden. Daher sitzt ein Mann im Bahnwärterhäuschen neben dem Übergang, der die Schranken per Hand bedient.

„Es kam in den letzten 50 Jahren etwa 600 Mal vor, dass die Schranken nicht oder nicht rechtzeitig geschlossen wurden“, berichtet Feuerwehrkommandant Bauer. Nicht zuletzt deshalb habe die Bahn seit einigen Jahren ein Vieraugenprinzip eingeführt – hier stehen ein Fahrdienstleiter und der Bahnwärter in telefonischem Kontakt. Der Zug, etwa aus Dorfen kommend, darf dort erst losfahren, wenn der Bahnbedienstete in Wasentegernbach bestätigt, dass er die Schranken geschlossen hat.

Doch dadurch haben sich auch die Schließzeiten der Bahnschranken signifikant verlängert. Auch hier gibt es Ärger: Denn dass Autofahrer vor den heruntergelassen Schranken bis zu zehn Minuten warten müssen, ist die Normalität. „Aber wir konnten uns wenigstens in dieser Zeit sicherer fühlen beim Überqueren des Bahnübergangs“, sagt Bauer.

Bahn weiß nur von einigen Vorfällen

Doch auch dieses Vieraugenprinzip ist für menschliches Versagen anfällig, wie die Vorfälle der vergangenen Monate zeigen. Die Wasentegernbacher wollen nicht zuwarten, bis im Dorf eine Katastrophe passiert. Gefordert wird zumindest eine magnetgesteuerte Sicherheitsschleife, die bei offenen Schranken den Zug automatisch zum Stehen bringt. Noch besser wäre für die Dorfbewohner der Ausbau des Bahnübergangs nach dem heutigen Stand der Technik.

Wegen des geplanten zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke ist für die Bahn die Sache aber nicht so einfach. „Wir sind an dem Thema dran“, sagt ein Sprecher der Deutschen Bahn AG. Möglich wäre etwa eine dem Bahnausbau vorgezogene Übergangsbeseitigung. Vorrangig müsse aber für eine solche Variante die Frage nach der technischen Machbarkeit und Genehmigungsfähigkeit mit dem Eisenbahnbundesamt geklärt werden.

Nicht bestätigen will die Bahn, dass es zu so vielen Vorfällen mit offenen Bahnschranken gekommen ist, wie die Wasentegernbacher behaupten. „Es besteht ein Riesenunterschied zwischen dem, was die Bürger feststellen, und was wir dokumentiert haben. Belegt ist bei uns der Vorfall vom März.“ Der Vorfall vom Freitag ist ebenfalls dokumentiert. Hier will die Bahn aber wegen interner Untersuchungen keine Einzelheiten nennen. Ein weiteres Mal sei der Streckenposten kurzfristig erkrankt. Der Lokführer habe davon gewusst und habe gemäß Sicherheitsvorschriften vor dem Bahnübergang angehalten. Der Übergang sei dann mit Abgabe von Warnsignalen im Schritttempo überquert worden. Die Sicherheit sei für die Bahn das Allerwichtigste – „da wird nichts vertuscht“.

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[940] PM: BÜ Wasentegernbach - Mehr Sicherheit durch Sechs-Augen-Prinzip

Quelle: http://www.merkur.de/lokales/erding/dorfen/mehr-sicherheit-durch-sechs-augen-prinzip-5120152.html


Mehr Sicherheit durch Sechs-Augen-Prinzip


"Dorfen - Erster Erfolg für den Bürgerprotest in Wasentegernbach: Die Deutsche Bahn führt zur Sicherung des Bahnübergangs im Ort ein „Sechs-Augen-Prinzip“ ein. Die Gefahr menschlichen Versagens soll so minimiert werden.

Der massive Protest in Wasentegernbach zeigt bei der Deutschen Bahn Wirkung. Die DB Netz hat gestern Abend mitgeteilt, dass für den Bahnübergang in Wasentegernbach ab sofort ein erweitertes Sicherungsverfahren im Einsatz ist – solange bis mittel- und langfristig bauliche Lösungen greifen. „Künftig wird der Zugverkehr zwischen Dorfen und Schwindegg im Sechs-Augen-Prinzip gesichert. Im Fall einer Fehlbedienung der Schrankenanlage kann von dritter Seite eine Schnellbremsung ausgelöst werden. Bisher erfolgte die Sicherung für diesen Abschnitt auf Grundlage des technisch genehmigten und bahnüblichen Vier-Augen-Prinzips“, heißt es in der Stellungnahme.

Doch auch wenn die DB Netz beteuert, „dass die Sicherheit im Bahnbetrieb für die Deutsche Bahn AG und ihre Mitarbeiter an höchster Stelle“ steht, eine bauliche Veränderung am Bahnübergang wird es kurzfristig nicht geben. Mittelfristig soll jedoch eine „zusätzliche Einzelfalllösung“ für den Bahnübergang in Wasentegernbach entwickelt werden. Dazu soll der Anlage aus dem Jahr 1953 mit einer elektrischen Sicherung versehen werden. Dafür müsse allerdings in einer aufwändigen Einzelzulassung durch die Bahn der Nachweis für den hohen Sicherheitsstandard erbracht werden.

Langfristig wird nach Angaben der Bahn eine Auflassung oder ein kompletter Neubau des Bahnübergangs angestrebt. Dies wird aber nur im Rahmen der laufenden Vorplanung für den zweigleisigen Ausbau der Strecke München-Mühldorf-Freilassing erfolgen.

Am Wochenende hatten über 50 Dorfbewohner am Bahnübergang protestiert (wir berichteten). Die Wasentegernbacher Bürger haben Angst um ihre Sicherheit, um ihr Leben. Sechs Mal in den vergangenen Monaten rauschten Züge teilweise mit über 100 Stundenkilometer durch den Bahnübergang mitten im Ort, ohne dass die Schranken geschlossen waren. Einige Dorfbewohner kündigten sogar eine Blockade der Gleise an, wenn die Bahn nicht rasch handle."

von 218 240 - am 18.06.2015 14:31

Da gibt es auch im "Oberlandbahnnetz" eine "besondere" Schranke....

Servus,


.... und zwar in Hausham, die vor einiger Zeit mehrmals Schlagzeilen in der örtlichen Presse machte. Diese Schranke blieb auch einige Male offen, obwohl Züge unterwegs waren. Passiert ist gottseidank nichts, positiverweise hat man nichts mehr in letzter Zeit gehört.
Vielleicht wurde der betreffende Schrankenwärter versetzt ?


Gruß
von der KBS 955

von KBS 955 - am 18.06.2015 17:31

Zugehörige PM vom 19.02.15

Servus Andreas,

in der Tat, auch am BÜ Hausham gibt es einen wärterbedienten BÜ mit nicht immer ganz geschlossenen Schranken .... :rolleyes:


Nachfolgend die damalige PM vom Merkur:


***********************************************

Quelle: http://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/hausham/bahnuebergang-hausham-offene-schranken-durchfahrendem-4748948.html

Schon wieder: Zug fährt durch - bei offenen Schranken

"Hausham - Es soll unmöglich sein, ist aber schon wieder passiert: Kürzlich ist ein Zug der Bayerischen Oberlandbahn bei offenen Schranken über den Bahnübergang in Hausham gefahren.

Irgendetwas ist bei der eigentlich bombensicheren Prozedur falsch gelaufen: Wieder hat ein Zug der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) den Bahnübergang in Hausham passiert, ohne dass die Schranken geschlossen waren. Es ist der elfte verbürgte Fall seit 1999. Pannen, die im schlimmsten Falls tödlich enden können. Die Rufe nach einer zügigen Verlegung des Bahnübergangs werden wieder lauter.

Es ist schon einige Jahre her, als die Deutsche Bahn das Prozedere am Haushamer Bahnübergang änderte. Um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, durften fortan Züge den Bahnhof Schliersee erst verlassen, wenn aus Hausham die telefonische Meldung kam: „Schranken unten.“ Die Folge waren enorm lange Schließzeiten der Schranken, aber eben auch: Sicherheit.

Eine Scheinsicherheit, wie sich nun abermals herausgestellt hat. Schon im April 2012 waren die Schranken bei durchfahrender BOB offen. Zuständig für die Schranke ist die DB Netz AG. Deren Angestellte, in Hausham ein Schrankenwärter, in Schliersee der Fahrdienstleiter, stehen in Kontakt. Der Fahrdienstleiter darf dem Lokführer der BOB erst grünes Licht geben, wenn die Schranken zu sind. Die in Westenhofen kann er vom Stellwerk Schliersee aus – übrigens ausgestattet mit über 100-jähriger Technik – selbst schließen. Hausham eben nicht.

Wer vergangenen Freitag gegen 18 Uhr welchen Fehler gemacht hat, ist jetzt Gegenstand behördlicher Ermittlungen. Die Bahn selbst schweigt sich deshalb über die erneute Panne aus. Seitens der Bayerischen Oberlandbahn heißt es: „Der Vorgang beim Bahnübergang in Hausham wird derzeit untersucht, es ist jedoch im Moment nicht erkennbar, dass hier ein Fehlverhalten seitens der Bayerischen Oberlandbahn vorgelegen hat.“ Ein solches Fehlverhalten wäre es gewesen, wenn der Lokführer losgefahren wäre, ohne das Okay des Fahrdienstleiters zu haben. Oder wenn er einen Befehl ignoriert hätte, den Zug vor dem Bahnübergang zu stoppen, die Autos anzuhalten und dann den Bahnübergang in Schrittgeschwindigkeit zu passieren. Beides erscheint nicht wahrscheinlich. Zu dem beschriebenen Vorgehen im Fall von bekanntermaßen offenen Schranken – etwa bei einem Defekt – ist es ebenfalls mehrfach gekommen. Allerdings gilt es wegen der obwaltenden Vorsicht als nicht gefährlich. Den Zug mittels Notbremsung rechtzeitig zu stoppen, ist in Hausham nicht möglich. Dafür sieht der Zugführer den Bahnübergang zu spät.

Einem Augenzeugen zufolge schlossen sich die Schranke am Freitag, nachdem der Zug schon durchgefahren war. Eine Stellungnahme der zuständigen Bundespolizei steht aus. Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind kann den Vorfall „nicht ganz verstehen. Ich dachte, wir haben die langen Schließzeiten, damit alles sicher ist.“ Er will die zuständige Stelle bei der DB Netz AG zu einem Gespräch bitten. Und natürlich drängt der Bürgermeister darauf, dass der – wie sich herausgestellt hat – immer noch unsichere Bahnübergang schnellstmöglich verlegt wird. Wunschtermin ist 2016.

Bekanntlich ist das notwendige Planfeststellungsverfahren im Gange. Die öffentliche Auslegung ist beendet, und das federführenden Straßenbauamt Rosenheim teilt auf Anfrage mit: „Derzeit werden von uns die Einwände gesichtet und unsere Stellungnahme dazu erstellt. Der weitere Ablauf des Verfahrens und damit ein möglicher Baubeginn ist nur schwer absehbar. Ich denke Mitte des Jahres können wir mehr dazu sagen.“ Das hört sich nicht hoffnungsfroh an."

.

von 218 240 - am 18.06.2015 20:11

Re: Da gibt es auch im "Oberlandbahnnetz" eine "besondere" Schranke....

In nächster Zeit werden zwischen Holzkirchen und Schliersee vor den "kritischen" BÜs 2000 Hz Magneten installiert. Diese werden dann vom Schrankenwärter mit einem Schlüssel deaktiviert, wenn die Schranken geschlossen wurden. Sollten also dann alle bisherigen Handlungsvorschriften wieder mal versagen, stellt es den Zug einfach vor dem BÜ hin.
Das betrifft die beiden Schrankenwärter in Hausham und bei Valley, sowie den vom Fdl Schliersee bedienten BÜ außerhalb des Bahnhofs.

Wann diese Sicherung endlich fertiggestellt ist (die Vorbereitungen dazu haben schon letztes Jahr begonnen), und vor allem wie dann im Fall einer Zwangsbremsung überhaupt betrieblich zu verfahren ist (diese Art der BÜ Sicherung existiert in den bisherigen Vorschriften nicht), ist momentan noch nicht bekanntgegeben worden.

Zum BÜ in Wasentegernbach:
Ich könnte mir gut vorstellen, dass genau so etwas damit gemeint ist.
Zitat
Merkur: Mehr Sicherheit durch Sechs-Augen-Prinzip
Mittelfristig soll jedoch eine „zusätzliche Einzelfalllösung“ für den Bahnübergang in Wasentegernbach entwickelt werden. Dazu soll der Anlage aus dem Jahr 1953 mit einer elektrischen Sicherung versehen werden. Dafür müsse allerdings in einer aufwändigen Einzelzulassung durch die Bahn der Nachweis für den hohen Sicherheitsstandard erbracht werden.


von mapic - am 19.06.2015 07:04

Re: Da gibt es auch im "Oberlandbahnnetz" eine "besondere" Schranke....

Zitat
mapic
In nächster Zeit werden zwischen Holzkirchen und Schliersee vor den "kritischen" BÜs 2000 Hz Magneten installiert.

Zum BÜ in Wasentegernbach:
Ich könnte mir gut vorstellen, dass genau so etwas damit gemeint ist.



Richtig!
Auch im Bereich des besagten BÜ Wasentegernbach sollen mittelfristig 2000 Hz Magneten angebracht werden.
Für diese Installation ist allerdings eine EBA-Zulassung erforderlich.


Grüße
Thomas

von 218 240 - am 19.06.2015 08:29

[940] BÜ Wasentegernbach - BR-Fernsehbeitrag "Abendschau" (Link)

Hallo zusammen,

hier der Link zu dem "Abendschau"-Beitrag vom 17.06.15:

Fernsehbeitrag Abendschau, 2:34 min



VG
Thomas

von 218 240 - am 19.06.2015 08:33

Re: Da gibt es auch im "Oberlandbahnnetz" eine "besondere" Schranke....

Zitat
mapic
In nächster Zeit werden zwischen Holzkirchen und Schliersee vor den "kritischen" BÜs 2000 Hz Magneten installiert. Diese werden dann vom Schrankenwärter mit einem Schlüssel deaktiviert, wenn die Schranken geschlossen wurden. Sollten also dann alle bisherigen Handlungsvorschriften wieder mal versagen, stellt es den Zug einfach vor dem BÜ hin.
Das betrifft die beiden Schrankenwärter in Hausham und bei Valley, sowie den vom Fdl Schliersee bedienten BÜ außerhalb des Bahnhofs.


Hallo,
das klingt für mich nach einer pseudo Sicherheit. Wenn der Schrankenwärter den Schlüssel nach der Zugdurchfahrt vergisst zu deaktivieren, hat der 2000 Hz Magnet keine Wirkung mehr. Sinnvoll währe es, wenn die Endlagen der Schranken überwacht würden und diese den 2000 Hz Magneten schalten.

von ER-20 - am 20.06.2015 12:57

Re: Da gibt es auch im "Oberlandbahnnetz" eine "besondere" Schranke....

Zitat
ER-20
Wenn der Schrankenwärter den Schlüssel nach der Zugdurchfahrt vergisst zu deaktivieren, hat der 2000 Hz Magnet keine Wirkung mehr. Sinnvoll währe es, wenn die Endlagen der Schranken überwacht würden und diese den 2000 Hz Magneten schalten.


Wie fast immer bei der Eisenbahn stehen die Schlüssel natürlich mit den diversen anderen technischen Einrichtungen in einer Abhängigkeit. Das heißt, der Schlüssel lässt sich aus der "Schranken-Technik" nur dann entnehmen, wenn die Schranken geschlossen sind. Und ohne den Schlüssel lassen sich die Schranken dann auch nicht mehr öffnen. Wenn der Wärter also den Schlüssel nach der Zugdurchfahrt vergisst, dann bleiben nicht nur die Magnete deaktiviert, sondern die Schranken bleiben auch zu.

von mapic - am 20.06.2015 15:37

Re: Da gibt es auch im "Oberlandbahnnetz" eine "besondere" Schranke....

Ich vermute mal, dass zwischen Schranke und dem Schloss für die Magneten eine Abhängigkeit besteht.
Sprich: Erst wenn die Schranken zu sind, kann man den Schlüssel für den 2000 Hz Magnet entnehmen und ins Schloss stecken.
Wenn der Zug durch ist, kann der Schrankenwärter erst die Kurbel bedienen, wenn er den Magneten wieder scharf geschaltet hat. Und bei den geschlossene Schranken werden die Autofahrer den Wärter schon schnell erinnern, dass er das Schloss bedienen muss. ;)

EDIT: Mapic war schneller ;)

von JonasH - am 20.06.2015 15:39
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