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KBS 970 - Forum
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IR 2162 Alpsee, 726 003, KBS-973, Stefan von Lossow, Kilux, GeorgR, Flok, JohnBorno, Hiwi, RD, _korridor, KBS962

Güterzug in MKP

Startbeitrag von KBS-973 am 07.07.2015 19:58

Halo Zusammen,

heute beim vorbeiradeln hab ich folgenden interessanten Güterzug in MKP gesehen.
Der Zug hat Fertiggaragen geladen. Den GZ hat anscheinend gar niemand gesehen :rp:

Anbei ein paar Sichtungsbilder vom "toten" Güterverkehr im Allgäu....







abgeladen wird wie in Epoche VI üblich mit einem Liebherr Mobilkran.


als Bonusbild noch den Schwellenzug von Freitag, auch in MKP an der Ladestraße. Abgeladen wird mit einem Mobilbagger.





im Hintergrund ist noch die 218er mit Bayernticket Werbung zu sehen...

Gruß Florian

Antworten:

Hallo,

das sind die aus einem Nachbarforum bekannten Garagenwaggons von der Firma Zapf aus Weidenberg bei Bayreuth. Diese wurden Ende der Woche dort abgeholt und kamen am Montag mit der Übergabe nach Kempten. Grundsätzlich derzeit also reges Treiben in Kempten, so daß der Ladehof auch seinem Namen gerecht wird.

von JohnBorno - am 07.07.2015 20:23
Hall,

vielen Dank für die Auskunft. Da war die Übergabe nach MKP mal richtig gut ausgelastet.

Gruß Florian

von KBS-973 - am 08.07.2015 10:45

Ladehof

Erst einmal eine positive Nachricht dass die Garagen per Bahn transportiert wurden, nachdem Zapf ja leider doch das meiste per Lkw transportiert (was aber nicht an Zapf liegen muss).

Das ändert aber auch wenig am kaum vorhandenen Güterverkehr im Allgäu, wenn man das eigentliche Potenzial betrachtet. Natürlich geht es anderen Regionen noch schlechter und auf Island gibt es keine Eisenbahn...

Wäre es nicht eine Idee dort einen Reach-Stacker aufzustellen und Containerverkehre zu aquierieren. Es muss doch einen Bedarf geben Waren vom Allgäu z. B. an die Nordseehäfen zu versenden. Ich denke es wäre durchaus möglich hier Interessenten zu finden, evtl. auch als Shuttle nach Beimerstetten oder südlich nach Wolfurt.
Es braucht Ideen für unser Allgäu.

von IR 2162 Alpsee - am 08.07.2015 11:52

Re: Ladehof

Riem, Wolfurt und Beimerstetten sind jeweils sehr große Terminals in unmittelbarer Nähe, da gibt's kaum noch Potential. Wolfurt wird eh noch weiter ausgebaut, die platzen aus allen Nähten. Und wartet auf die Elektrifizierung: ich sehe schon die ersten Beschwerdeschlagzeilen wg. nächtlichen Güterzügen… Gerade die Privaten, aber auch evtl. RCA mit den Nachtsprungzügen in die Schweiz und nach Vorarlberg (42834 und 42840) wären potentielle Kandidaten, zukünftig die Flachbahn zu nutzen.

Gruß,

Roman

von RD - am 09.07.2015 06:54

Re: Ladehof

Zitat
IR 2162 Alpsee
Das ändert aber auch wenig am kaum vorhandenen Güterverkehr im Allgäu, wenn man das eigentliche Potenzial betrachtet.

Die Frage ist, wie groß das Potential wirklich ist. Südlich von Kempten sehe ich nicht viel, außer die bekannten Müllcontainer aus Sonthofen. Aber das lastet keinen Zug aus.

Zitat
IR 2162 Alpsee
Wäre es nicht eine Idee dort einen Reach-Stacker aufzustellen und Containerverkehre zu aquierieren. Es muss doch einen Bedarf geben Waren vom Allgäu z. B. an die Nordseehäfen zu versenden. Ich denke es wäre durchaus möglich hier Interessenten zu finden, evtl. auch als Shuttle nach Beimerstetten oder südlich nach Wolfurt.
Es braucht Ideen für unser Allgäu.

Klar kann man mit einem Reach-Stacker relativ einfach Container verladen. Nur: Es gab ja schon mal eine Containerverladung in Kempten. Die ist sicher nicht eingestellt worden, weil man damit zu viel Geld verdient hat. Beimerstetten ist nicht mal 1,5 Lkw-Fahrstunden von Kempten entfernt. Alles was nördlich von Kempten an potentiellen Containerladungen anfällt, fährt man schneller und einfacher gleich nach Beimerstetten, anstatt es erst in die falsche Richtung nach Kempten zum Bahnhof zu bringen und dann (womöglich Stunden später) mit einem Shuttlezug wieder nach Norden. Südlich von Kempten: Wo sollen die Güter herkommen? Die Region ist touristisch und landwirtschaftlich geprägt.
Wenn es ein echtes Potential gäbe, würde sich eine Spedition oder ein Unternehmer finden, der in Kempten ein Containerterminal eröffnet (wir hatten das Thema ja schon mal).

Ich würde mir auch einiges anders wünschen, komme aber an bestimmten Realitäten nicht vorbei.

Viele Grüße,
Andreas

von KBS962 - am 09.07.2015 09:41

Terminal Kaufering / Landsberg

Selbst das geplante Terminal in Kaufering auf dem Ilim Timber Gelände wurde ja wieder verworfen.
Wobei ich dort wirklich Potential gesehen hätte....

Im Allgäu würde ich Holzverkehre für sinnvoller erachten.

Gruß, Stefan

von Stefan von Lossow - am 09.07.2015 11:53

Re: Terminal Kaufering / Landsberg

Zitat
Stefan von Lossow
Selbst das geplante Terminal in Kaufering auf dem Ilim Timber Gelände wurde ja wieder verworfen.

Dieses wollte die Stadt Landsberg nicht und hat es abgelehnt, dafür ihre Bauleitpläne zu ändern.

von _korridor - am 09.07.2015 12:17

Re: Terminal Kaufering / Landsberg

Zitat
_korridor
Zitat
Stefan von Lossow
Selbst das geplante Terminal in Kaufering auf dem Ilim Timber Gelände wurde ja wieder verworfen.

Dieses wollte die Stadt Landsberg nicht und hat es abgelehnt, dafür ihre Bauleitpläne zu ändern.


ich weiß nicht, was die Stadt-Häuptlinge gegen die Bahn haben.
Gegen die Wiedereröffnung der Fuchstalbahn sind sie ja auch.

Gruß Thomas

von Hiwi - am 09.07.2015 12:30

Re: Ladehof

Zitat
IR 2162 Alpsee
Wäre es nicht eine Idee dort einen Reach-Stacker aufzustellen und Containerverkehre zu aquierieren. Es muss doch einen Bedarf geben Waren vom Allgäu z. B. an die Nordseehäfen zu versenden. Ich denke es wäre durchaus möglich hier Interessenten zu finden, evtl. auch als Shuttle nach Beimerstetten oder südlich nach Wolfurt.


So etwas gibt es auch in Augsburg-Oberhausen. Wie die Auslastung dort ist, kann ich allerdings nicht sagen...

von 726 003 - am 09.07.2015 14:31

Geht als Teil von Massenverkehren, z. B. Holz per Container mit offener Vermarktung für andere Produkte

Zitat
KBS962
Die Frage ist, wie groß das Potential wirklich ist. Südlich von Kempten sehe ich nicht viel, außer die bekannten Müllcontainer aus Sonthofen. Aber das lastet keinen Zug aus.


Wie sieht es aus mit Holzverkehren? Außerdem gibt es ja auch Industriebetriebe in der Region.

Zitat
KBS962
Klar kann man mit einem Reach-Stacker relativ einfach Container verladen. Nur: Es gab ja schon mal eine Containerverladung in Kempten. Die ist sicher nicht eingestellt worden, weil man damit zu viel Geld verdient hat. Beimerstetten ist nicht mal 1,5 Lkw-Fahrstunden von Kempten entfernt. Alles was nördlich von Kempten an potentiellen Containerladungen anfällt, fährt man schneller und einfacher gleich nach Beimerstetten, anstatt es erst in die falsche Richtung nach Kempten zum Bahnhof zu bringen und dann (womöglich Stunden später) mit einem Shuttlezug wieder nach Norden. Südlich von Kempten: Wo sollen die Güter herkommen? Die Region ist touristisch und landwirtschaftlich geprägt.
Wenn es ein echtes Potential gäbe, würde sich eine Spedition oder ein Unternehmer finden, der in Kempten ein Containerterminal eröffnet (wir hatten das Thema ja schon mal).

Ich würde mir auch einiges anders wünschen, komme aber an bestimmten Realitäten nicht vorbei.


Wieso starten dann z. B. vom kleinen Dorfbahnhof Wiesau regelmäßig Containerzüge? Die dienen zum einen der Holzlogistik, steht aber auch anderen Transporten offen und wird scheinbar auch gut genutzt, wie mir Kontakte aus Nordbayern bestätigen. Da ist auch Nürnberg oder Hof mit Containerstandorten in unmittelbarer Nähe.

Es würden ja schon mal Shuttlezüge nach Beimerstetten oder Wolfurt reichen. Wenn Wiesau in Nordbayern, bei etwa vergleichbaren Bedingungen und auch nicht mehr Industrie, wie ich denke, das schafft, wieso sollte das im Allgäu nicht möglich sein?

Vielleicht ist es schwierig einzelne Verkehre auszulasten, wenn man es aber an einen Massentransport mit anhängt, z. B. eben Holztransporte, wäre hier wie beim Beispiel genug Potenzial.

Schade dass Landsberg nicht klappt, wegen einer bahnfeindlichen Stadt. Hat die Firma Illim da keine alternativen Möglichkeiten das anderswo anzulegen? Sind Landsberg die Lkw-Transporte lieber?

von IR 2162 Alpsee - am 09.07.2015 14:37

kleinere Umschlagplätze (MAOB, MUFG) (theor. MKFG, MFH)

Ich denke, auch kleinere und regional genutzte Containerumschlagplätze haben ihre Berechtigung.

Siehe Augsburg-Oberhausen, der seit Jahren fleißig genutzt wird....
Auch die Reaktivierung von Unterföhring bei München scheint lohnenswert.

Naja, und was die Einstellung der Landsberger Kommunalpolitiker angeht..... Ab nach Berlin, da ist der Sammelpunkt der verkorksten Denker.....

Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.....

By the Way. Die selbe Idee hatte ich mal für das Sorgenkind Tanklager Krailling.
Perfekt angebundener Standort im Westen Münchens, direkt an der A 96 und A 99.
Umfangreiche Gleisanlagen, gesichertes Gelände.....
Dort einen Reach-Stracker dazu.....

Naja, vieles bleibt ein Wunschgedanke......

Gruß, Stefan

von Stefan von Lossow - am 10.07.2015 06:59

Potenzial regionaler Umschlagplätze

Hallo,

wie Stefan richtig sagt haben auch regionale Umschlagplätze ihre Berechtigung. Am besten funktioniert das natürlich wenn man irgend ein regelmäßiges Massenprodukt hat an das man sich hängen kann.
Einfach zu sagen das gab es alles mal, es besteht kein Markt dafür ist mir zu einfach, die Zeiten ändern sich, außerdem ist durchaus ein Markt vorhanden, es muss nur maßgeschneiderte Angebote geben, sie auch mein Beispiel Wiesau, wo das wirklich im absoluten Nichts funktioniert.

Dort hängt alles an Holztransporten, die gibt es laut meinem Bekannten aus der Region sowohl als offene Holzverkehre, als auch als Containertransporte von Holz zum Überseetransport. Diese Containerzüge stehen offen und werden auch von anderen regionalen Firmen für Container genutzt, so wie man hört z. B. ATU.

Genau da erkenne ich das Potenzial auch im Allgäu, man braucht am besten ein Massengut per Container, an die man andere Verkehre die vielleicht nur einen oder zwei Container zu transportieren haben, mit dranhängt und so steigert man gleichzeitig die Auslastung und genau das wäre ein Mittel Verkehre zu verlagern, wenn man es richtig anstellt. Sich nur auf Beimerstetten, Riem usw. zu verlassen heißt sich auf wenige Relationen zu konzentrieren. Natürlich muss dazu der Straßengüterverkehr endlich mal angemessen verteuert werden, z. B. Maut auf allen Straßen (bei der Eisenbahn längst normal) und für alle Fahrzeuge ab 3,5 t und deutlich höher, auch gestaffelt nach Entfernung, je weiter der Lkw-Transport desto teuerer muss es werden. Dafür Mautvergünstigungen für Transporte die auf die Bahn übergehen oder davon kommen (Vor-/Nachlauf).

Landsberg wäre eine super Chance gewesen, denn an die Holztransporte hätten sich andere Firmen der Region mit dranhängen können. Auch finde ich es schade dass Fendt in Landsberg nicht mehr per Bahn versendet, denn Claas macht das doch auch, zumindest teilweise.

Mir wurde berichtet dass jede Woche dutzende Feuerwehrspezialfahrzeuge auf der Autobahn überführt werden von Österreich nach Norddeutschland. Dazu braucht es viele Fahrer und ökologisch ist das nicht. Das könnte man mit einem Ganzzug pro Woche abfahren. Genau solche Verkehre müsste man eben spürbar verteuern im Straßentransport, die sind dort nicht notwendig. Schlimm genug dass das dort immer noch viel billiger ist, das ist eben der Wettbewerbsnachteil der Schiene, mit den teilweise ruinösen Preisen des Straßengüterverkehrs kann man selten mithalten.

von IR 2162 Alpsee - am 10.07.2015 13:25

Re: Potenzial regionaler Umschlagplätze

Man darf auch nicht vergessen dass zumindest Riem extrem überlastet ist. Einige Züge werden in Teile zerlegt und / oder mehrfach in die Kranbahn gestellt um die "Ladeslots" bestmöglich zu nutzen.
D.h. ein Zug wird weit vor Ladeschluss teilbeladen mit der bereits vorhandenen Ladung - um dann kurz vor Ladeschluss erneut beladen zu werden (der Prozess kann sich mehrmals wiederholen).

Deswegen wurde z.B. eine ganze Zeit lang ein Zug aus diversen Flügelzügen in MOR umgebildet, anstatt wie eigentlich davor praktiziert die Ladeeinheiten in Riem entsprechende ihrem Fahrtziel entsprechend "umsteigen" zu lassen.

von Kilux - am 11.07.2015 22:38
Zitat
JohnBorno
Grundsätzlich derzeit also reges Treiben in Kempten, so daß der Ladehof auch seinem Namen gerecht wird.


Was ist eigentlich an dem Gerücht dran, dass das neu eröffnete "XXL" Möbelhaus per Bahn anliefern will? Da würde sich vielleicht doch etwas für Kempten ändern...

von 726 003 - am 15.07.2015 18:32

Projekt Umschlagbahnhof Landsberg

Zitat
IR 2162 Alpsee
Schade dass Landsberg nicht klappt, wegen einer bahnfeindlichen Stadt. Hat die Firma Illim da keine alternativen Möglichkeiten das anderswo anzulegen?


Ilim ist "nur" Sägewerksbetreiber und hätte "lediglich" die Fläche und Anbindung zur Verfügung gestellt. Die Errichtung des Umschlagbahnhofs war ein Projekt des LKZ Prien, eigentlich sogar zweimal: Um 2011/2012 mit Ökombi als RoLa-Bahnhof, woran dann aber offenbar Ökombi das Interesse verlor. Anschließend dann für/durch "ein Schweizer Logistikunternehmen", laut [www.kreisbote.de] ("... Technologie einzuführen, bei der die Warenbehältnisse ohne Einsatz von Kränen umgeladen werden können") offenbar Cargo Beamer.


Zitat
IR 2162 Alpsee
Sind Landsberg die Lkw-Transporte lieber?


Die Ablehnung durch den Landsberger Stadtrat wurde vor allem damit begründet, dass Landsberg deutlich mehr Verkehr, aber wenig Nutzen hätte. Und in der Tat konzentriert ein Umschlagbahnhof lokalen Lkw-Verkehr, der den Ort sonst nicht oder nur auf überregionalen Straßen erreicht hätte; entlastet werden/würden eher Andere...

Grüße,
Georg

von GeorgR - am 16.07.2015 12:00
Zitat
726 003

Was ist eigentlich an dem Gerücht dran, dass das neu eröffnete "XXL" Möbelhaus per Bahn anliefern will? Da würde sich vielleicht doch etwas für Kempten ändern...


Kann ich mir nicht vorstellen. Aber NOBILIA Küchen nutzt seit ein paar Wochen eigene, kranbare Trailer und pendelt auf den LKW Walter-Zügen zwischen Herne und Wien mit. Kann vielleicht sein dass sie ihre Küchen so via Riem auch nach Kempten zum XXL liefern?!

von Flok - am 19.07.2015 20:12
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