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KBS 970 - Forum
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 10 Monaten
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218 240, IR 2162 Alpsee, JonasH, Köf-Dompteur, elchris, Jockerle, km63.8

1. Tag SEV Uffing - Innsbruck: Erfahrungsbericht

Startbeitrag von Jockerle am 01.08.2015 16:28

Servus Leute,

heute hab ich gleich mal den SEV getestet. Ich bin von Weilheim nach Murnau gefahren, um dort einkaufen zu gehen.

Ich bin mit der RB5413 gefahren.
Am Bahnhof Weilheim stand bei der Zugzielanzeige der Hinweis, dass es SEV ab GAP Richtung Reutte gibt. Erst kurz vor Einfahrt des Zuges kam der Hinweis, dass es SEV ab Uffing gibt.

Also rein in den vollen Zug und los gefahren. Schön gemütlich nach Uffing.
Vor Uffing quakte die automatische Ansage, dass es SEV ab Uffing gäbe. In Uffing kam der Zug auf Gleis 1 (dieses ist aber nicht am Bahnhofsgebäude, sondern das andere Gleis) Mit den vielen Leuten den Bahnsteige entlang getappt und endlich zu den schon erwarteten Bussen. Es waren 3 an der Zahl: Ein RVO-Bus mit Direktziel GAP (der war schon voll bis ich dort war) Ein Bus der ÖBB-Postbus und einer aus Reutte. Die Busse waren gut besetzt
Nun eine gemütlich Fahrt durch Uffing. (Das ist auch mal einen Besuch wert, es saßen viele Touristen im Bus ;-)) Mit den 2 Österreicher-Bussen hinter einem Traktor herzuggeln (der hat sich wohl gedacht, was wollen denn die Österreicher in unserem Dorf ;-), weiter durch Seehausen und endlich zum Bahnhof von Murnau.
Nach einem schönen Aufenthalt in Murnau bin ich mit dem "SEVBus 5410" nach Uffing, also genau zur Hauptreisezeit der Touristen..
3 Busse waren total voll... kein Platz war mehr da, zusätzlich gabs eine Reisegruppe, es war ja Ferienbeginn in Bayern. Die Kundenbetreuerin am Bahnhof Murnau gab den Hinweis, dass die RB5410 gleich nach Murnau kommt, um die Leute weiterzubringen..
Nach kurzer Zeit kam aber doch noch ein vierter Bus (MVV-Bus) - schaukelnt ging es zurück zu Uffing und endlich in den Zug einsteigen auf Gleis 1.

Ein mir bekannter Mitreisender erwähnte, dass in Uffing am Bahnsteig ein Chaos herrschte.
Ob es nicht möglich ist, die Züge bis Murnau zu fahren und erst ab Murnau SEV einzurichten.
Ich habe die Information vernommen, dass es in Murnau nicht möglich ist, die Personenzüge enden zu lassen, weil dort die Baustellenzüge geparkt werden müssen.

Einen schönen Abend

Jockerle

Antworten:

Zu dem letzten Hinweis - wieviel Gleise hat Murnau noch (ich war so ein Jahrzehnt nimmer dort)?

von elchris - am 01.08.2015 23:47
Zitat
elchris
Zu dem letzten Hinweis - wieviel Gleise hat Murnau noch (ich war so ein Jahrzehnt nimmer dort)?


4 Gleise, 1 bis 3 auf der Hauptbahnseite und 4 ist der Oberammergauer Stummel. Nur #2 und #3 sind in beiden Richtungen nutzbar, ins Gleis 1 kann man von München her nicht einfahren.

Lutz

von km63.8 - am 02.08.2015 02:14
Zitat
km63.8
Zitat
elchris
Zu dem letzten Hinweis - wieviel Gleise hat Murnau noch (ich war so ein Jahrzehnt nimmer dort)?


4 Gleise, 1 bis 3 auf der Hauptbahnseite und 4 ist der Oberammergauer Stummel. Nur #2 und #3 sind in beiden Richtungen nutzbar, ins Gleis 1 kann man von München her nicht einfahren.

Lutz


Das kommt alles von der Rückbauorgie und normalerweise sollte man den, der dafür verantwortlich ist dieses Chaos zahlen lassen, also das was Uffing - Murnau kostet! Nur wegen sch... Bauzügen die Strecke schon im Kaff Uffing zu sperren ist doch ein Witz und zeigt das absolut kundenfeindliche Gebaren einer Eisenbahn die nur noch auf Gewinnmaximierung und Rendite getrimmt ist.

von IR 2162 Alpsee - am 02.08.2015 15:58

Null Ahnung und Polemik pur

Zitat
IR 2162 Alpsee
Das kommt alles von der Rückbauorgie und normalerweise sollte man den, der dafür verantwortlich ist dieses Chaos zahlen lassen, also das was Uffing - Murnau kostet! Nur wegen sch... Bauzügen die Strecke schon im Kaff Uffing zu sperren ist doch ein Witz und zeigt das absolut kundenfeindliche Gebaren einer Eisenbahn die nur noch auf Gewinnmaximierung und Rendite getrimmt ist.



Wieder mal ein typischer Fall von null Ahnung, aber Hauptsache maulen und ablästern.

Eben nicht NUR wegen der sch... Bauzüge !!

Im Zuge der Baumaßnahmen müssen Oberleitungsarbeiten am Hechendorfer Berg, sowie in der Einfahrt in den Bf Murnau getätigt werden.
Hiervon sind zahlreiche Kettenwerke betroffen, welche sich bis in den Bahnsteigbereich erstrecken.
Weiter müssen die betroffenen Schaltgruppen abgeschalten und geerdet werden - aber da Du sicherlich den entsprechenden Schaltgruppenplan besitzt, sind Dir diese Zusammenhänge bestimmt bewusst ... :rolleyes:
Wie bitte dann mit den elektrischen Regionalzügen in den Bf Murnau fahren ???
Man merkt, wie sehr Du mit den Tatsachen vertraut bist...


Grüße von einem Infrastrukturplaner
Thomas

von 218 240 - am 02.08.2015 16:52

Re: Null Ahnung und Polemik pur

Und die Oberleitungsarbeiten dauern die ganzen sechs Wochen wie die Gleisarbeiten in Ohlstadt? Das ganze Paket ist schwer vermittelbar. Dagegen war die vielgescholtene Behörde Deutsche Bundesbahn schneller und zumindest gefühlt den Fahrgastinteressen näher.
Mag ein Teil der Sperrwahnsinns den heutigen Vorstellungen der Arbeitssicherheit geschuldet sein, die Tatsache daß die DB AG radikale Kostenminimierung auf dem Rücken der Fahrgäste betreibt ist schwer von der Hand zu weisen. Und das liegt sicherlich nicht an den einfachen Mitarbeitern.
Der Rückbau der Bahnhöfe in ganz Südbayern spricht Bände über die heutigen "Anforderungen": möglichst wenig Infrastruktur, möglichst viele Flächen freistellen, und bei allem was außerplanmäßig daherkommt schauen die Fahrgäste in die Röhre.
Die Politiker spielen mit und lassen sich mit elektronischem Spielzeug auf den Bahnsteigen ruhigstellen, die spätestens im Störungsfall auch keine sinnvollen Informationen mehr Informationen hergeben. Schöne neue Welt...
Leider drängt sich mir hier der Eindruck auf, daß hier jede Meinung abseits der offiziellen Linie des großen roten "Mobilitätsdienstleisters" nicht mehr erwünscht ist.

Nachdenkliche Grüße vom Köf-Dompteur

von Köf-Dompteur - am 02.08.2015 20:28

Etwas einseitig oder?

Also habe ich mir eingebildet dass der Bahnhof Murnau sinn- und verstandlos zurückgebaut wurde? Man hätte ja einen ortsgestellten Bereich lassen können, z. B. eben im Baufall (so selten ist das ja auch nicht) und zur Abstellung von Fahrzeugen.
Die Rückbauorgien zwecks Prämien und Einsparung aus betriebswirtschaftlichen Gründen (die bei der Infrastruktur nichts verloren haben) sind doch Tatsachen!

Wenn Murnau, warum auch immer, 6 Wochen nicht nutzbar ist, wieso kommuniziert man das nicht besser?

Wird 24 Stunden rund um die Uhr gebaut? Wieso so lange?
Ich habe oft genug Bahnbaustellen erlebt wo ca. 10-12 Stunden am Tag gearbeitet wird und dann ist es kein Wunder wenn man ewig braucht.

Vielleicht würde man weniger sagen wenn das Werdenfelsnetz nicht ständig betroffen wäre und wenn das vorbei ist gibt es wieder einen von gefühlt 300 Tagen im Jahr SEV nach Oberammergau, auch so eine Strecke die man übelst rückgebaut und zerstört hat. Wie willst du das verteidigen? Dabei wurde die Strecke nicht mal auf höhere Geschwindigkeiten ausgebaut (Fahrzeiten sind eine Katastrophe) und die Kreuzung ist im absolut falschen Bahnhof.

Die Eisenbahninfrastruktur darf nicht dem betriebswirtschaftlichen Denken untergeordnet werden, im Straßenbau wird das auch nicht gemacht, aber die Bahninfrastruktur wird kastriert bis zum Gehtnichtmehr und du verteidigst ernsthaft diese Zustände? Du kannst ja nichts dafür, aber ich kenne genug Netzler (vor allem Fdl) die auf die Führung schimpfen und die Zustände.
Ich verstehe ja noch wenn du dich nicht dagegen auflehnen kannst, aber gegen die, die auch Missstände des heutigen Netzes ansprechen gleich aufbegehren ist doch realitätsfremd. Bei der Bundesbahn hätte es solche Zustände nicht gegeben!

von IR 2162 Alpsee - am 03.08.2015 14:15

Re: Einseitig?

Zitat
IR 2162 Alpsee
Also habe ich mir eingebildet dass der Bahnhof Murnau sinn- und verstandlos zurückgebaut wurde? Man hätte ja einen ortsgestellten Bereich lassen können, z. B. eben im Baufall (so selten ist das ja auch nicht) und zur Abstellung von Fahrzeugen.
Die Rückbauorgien zwecks Prämien und Einsparung aus betriebswirtschaftlichen Gründen (die bei der Infrastruktur nichts verloren haben) sind doch Tatsachen!


Ich habe mich in meiner Antwort auf die alleinige Behauptung bezogen, eine Nutzung des Bf Murnau würde an den Gleiskapazitäten scheitern. Weil sehr wohl AUCH bauliche Gründe für eine Sperrung des Bf Murnau sprechen und bedingen.


Zitat
IR 2162 Alpsee
Wenn Murnau, warum auch immer, 6 Wochen nicht nutzbar ist, wieso kommuniziert man das nicht besser?

Wird 24 Stunden rund um die Uhr gebaut? Wieso so lange?
Ich habe oft genug Bahnbaustellen erlebt wo ca. 10-12 Stunden am Tag gearbeitet wird und dann ist es kein Wunder wenn man ewig braucht.


Es wird gute Gründe für die Ansetzung der Bauzeit geben. Ich habe der Rahmenterminplan nicht erstellt, aber allgemein soviel:
Einerseits brauchen Bautechnologien bestimmte Zeiträume (z.B. Aushärtungsphase Frischbeton).
Zum anderen steuert die Aussschreibung, ob man einen reinen Ein-Schicht-Betrieb ansetzt (ca. 8-12 h), oder einen 2- oder gar 3-Schicht-Betrieb.
Nochmals: das steuert der Bauherr über die Ausschreibung. Das wird nicht "einfach so" entschieden.
(Allerdings bekommt man nicht selten vom EBA keine Freigabe für lärmintensive Nachtbauarbeiten.)


Zitat
IR 2162 Alpsee
Vielleicht würde man weniger sagen wenn das Werdenfelsnetz nicht ständig betroffen wäre und wenn das vorbei ist gibt es wieder einen von gefühlt 300 Tagen im Jahr SEV nach Oberammergau, auch so eine Strecke die man übelst rückgebaut und zerstört hat. Wie willst du das verteidigen? Dabei wurde die Strecke nicht mal auf höhere Geschwindigkeiten ausgebaut (Fahrzeiten sind eine Katastrophe) und die Kreuzung ist im absolut falschen Bahnhof.


Bitte hier nicht alles vermischen und über einen Kamm scheren. Die Ammergauer Strecke hat andere Randbedingungen, als die jetzt vorliegende Baumaßnahme.
Ammergau ist hier nicht mein Thema.
Ich will hier in keinster Weise einen massiven Infrastruktur-Rückbau verteidigen. Denn damit bin ich persönlich ebenso nicht einverstanden.
Mir ging es hier alleinig darum, dass nicht die Tatsachen für eine Bahnhofs-Sperrung verdreht werden.


Zitat
IR 2162 Alpsee
Die Eisenbahninfrastruktur darf nicht dem betriebswirtschaftlichen Denken untergeordnet werden, im Straßenbau wird das auch nicht gemacht, aber die Bahninfrastruktur wird kastriert bis zum Gehtnichtmehr und du verteidigst ernsthaft diese Zustände? Du kannst ja nichts dafür, aber ich kenne genug Netzler (vor allem Fdl) die auf die Führung schimpfen und die Zustände.
Ich verstehe ja noch wenn du dich nicht dagegen auflehnen kannst, aber gegen die, die auch Missstände des heutigen Netzes ansprechen gleich aufbegehren ist doch realitätsfremd. Bei der Bundesbahn hätte es solche Zustände nicht gegeben!


Siehe oben. Ich darf mich sehr wohl dagegen auflehnen.
Nochmal: Ich verteidige hier sicher keine massiven Rückbauten an Infrastruktur. In keinster Weise !
Aber bitte künftig keine pauschalen oder generellen Schuldzuweisungen, sondern bitte stattdessen etwas mehr differenzieren.


VG
Thomas

von 218 240 - am 03.08.2015 14:52
Wie schaut es beim SEV denn mit Fahrradtransportern aus?
Laut Baustellenbroschüre wurde angekündigt, dass Einer fahren sollte. Stimmt das?

von JonasH - am 03.08.2015 20:13
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