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KBS 970 - Forum
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BRB erhält Zuschlag für Dieselnetz Augsburg I

Startbeitrag von ET440 am 09.11.2015 17:10

Antworten:

Fahrzeuge soll der LINT von Alstom werden.

von ER-20 - am 09.11.2015 17:21
Hallo,

sehr interessant.

Da die vorhandenen LINT keine 1. Klasse haben, bin ich gespannt, welcher Typ angeschafft wird.

Gruß Thomas

von Hiwi - am 10.11.2015 10:43

Laut DSO LINT 54 (m.L.)

Hallo,
laut DSO sollen LINT 54 beschafft werden: Link zu DSO

Von der Kapazität her ist es allerdings ein Rückschritt im Vergleich zu den Dostos, denn die vier Dostos haben 463 Sitzplätze und zwei LINT 360 Sitzplätze. Es sind allerdings immernoch mehr als die vier n-Wagen (ca. 334) und mehr als zwei 642er (246).

Viele Grüße,
Patrick

von Patrick M. - am 11.11.2015 11:08

Re: Laut DSO LINT 54 (m.L.)

Hallo Patrick,

danke für die Info.

Gruß Thomas

von Hiwi - am 11.11.2015 15:23

Kapazität

Wie sieht es den aktuell mit der Auslastung auf der Strecke aus?

von ET440 - am 11.11.2015 16:03

Re:Karikatur eines Eisenbahnbetriebes

Da sieht man wieder, wie inkompetent und wurschtig diese sogenannten " Fachleute " von der BEG sind....! Den Verkehr auf der " König -Ludwig-Bahn" komplett mit den unsäglichen LINT- Schüsseln abwickeln zu wollen grenzt an Debilität und grenzenlose Ignoranz und ist eine bodenlose Unverschämtheit den Fahrgästen gegenüber....! Aus den gravierenden Fehlern der Vergangenheit nix gelernt...( ich erwähne da nur.beispielhaft Fugger-Express und DIX ....) !
Warum schreibt man nicht, zumindest für die touristischen Züge ab München, lokbespannte Züge vor, in denen man , der gute alte ALEX macht es vor, einen Service/ Bistrobereich einrichten könnte.....!?

Natürlich kann ich diese Frage auch selbst beantworten: Hauptsache billig......! Diese BEG- Vollpfosten gehören ja nicht zu den Bahnnutzern, sondern lassen sich mit ihrem Dienstwagen durch die Gegend karren....!
Das was heute hier vielerorts geboten wird, ist nur noch die Karikatur eines Eisenbahnbetriebes...!

Wirklich zum K.....!!!!

von BR-0997 - am 12.11.2015 22:13

Re: Re:Karikatur eines Eisenbahnbetriebes

Hallo BR-0997 !
Sehr guter Beitrag, nur leider wird es nicht viel nützen, da diese Besserwisser in München von Bahnbetrieb keine Ahnung haben und Reisendenwünsche eiskalt ignorieren. Wie Du schreibst, Hauptsache billig !!!
Die Arbeitsweise dieser Herrschaften hat man ja schon bei der Vergabe des S-Bahn Netztes Nürnberg gesehen.

Gruß
Luiggi GNZ

von LuiggiGnz - am 13.11.2015 10:11

Re: Re:Karikatur eines Eisenbahnbetriebes

Zitat
BR-0997
Da sieht man wieder, wie inkompetent und wurschtig diese sogenannten " Fachleute " von der BEG sind....! Den Verkehr auf der " König -Ludwig-Bahn" komplett mit den unsäglichen LINT- Schüsseln abwickeln zu wollen grenzt an Debilität und grenzenlose Ignoranz und ist eine bodenlose Unverschämtheit den Fahrgästen gegenüber....! Aus den gravierenden Fehlern der Vergangenheit nix gelernt...( ich erwähne da nur.beispielhaft Fugger-Express und DIX ....) !
Warum schreibt man nicht, zumindest für die touristischen Züge ab München, lokbespannte Züge vor, in denen man , der gute alte ALEX macht es vor, einen Service/ Bistrobereich einrichten könnte.....!?

Natürlich kann ich diese Frage auch selbst beantworten: Hauptsache billig......! Diese BEG- Vollpfosten gehören ja nicht zu den Bahnnutzern, sondern lassen sich mit ihrem Dienstwagen durch die Gegend karren....!
Das was heute hier vielerorts geboten wird, ist nur noch die Karikatur eines Eisenbahnbetriebes...!

Wirklich zum K.....!!!!


Grias Di !

Ganz genau, die nächste Strecke die dem Irrsinn der BEG zum Opfer fällt. Immer das gleiche Muster, Hauptsache die DoSto`s weg, VT/ET zum Billigpreis, die dann in den Hauptverkehrszeiten zur Sardinenbüchse werden und auch sonst nie den Komfort eines soliden Doppelstockwagen erreichen. Wieder sehr gut gemacht, liebe BEG.

Gruß und Pfiats Eich
Oli

von 111227-5 - am 13.11.2015 17:05

Re: Re:Karikatur eines Eisenbahnbetriebes

Am Donnerstag fand eine Fahrgastzählung im RE nach Füssen statt - Abfahrt 15:53 Uhr Mch-Hbf.
Der Fahrgastzähler hatte etwas Schwierigkeiten durch die vielen stehenden Fahrgäste im Dosto
mit den riesen großen Koffern durchzukommen. Naja, der Zug hatte auch nur drei (3) Waggons und die
erste Klasse wurde Frei gegeben, hat aber nicht viel gebracht - die Touristen schüttelten nur den Kopf
und waren etwas wütend - zumindest im Bereich wo ich war.

Wäre vielleicht Sinnvoll den oberbayerischen Tourismusverband einen Hinweis zu geben, vielleicht
kann der noch was ändern - wer weiß???

Gruß
Alwin

von (ar) - am 13.11.2015 17:44

Touristen...

Servus,

Touristen erwarten im Urlaub mittlerweile nur noch das, womit sie sich auch zu Hause langweilen. Die Infrastruktur, nicht nur auf der Eisenbahn, kommt ihnen dabei in Bayern mittlerweile entgegen.

Den Tourismusverband Oberbayern wird das sicher nicht interessieren. Schließlich ist es noch nicht gelungen, Neuschwanstein und Umgebung in den schönsten aller bayerischen Bezirke zu annektieren.

Trotzdem schönes Wochenende
ste

von s-lin - am 13.11.2015 19:36

Re: Re:Karikatur eines Eisenbahnbetriebes

Zitat
(ar)
Am Donnerstag fand eine Fahrgastzählung im RE nach Füssen statt - Abfahrt 15:53 Uhr Mch-Hbf.
Der Fahrgastzähler hatte etwas Schwierigkeiten durch die vielen stehenden Fahrgäste im Dosto
mit den riesen großen Koffern durchzukommen. Naja, der Zug hatte auch nur drei (3) Waggons und die
erste Klasse wurde Frei gegeben, hat aber nicht viel gebracht - die Touristen schüttelten nur den Kopf
und waren etwas wütend - zumindest im Bereich wo ich war.

Wäre vielleicht Sinnvoll den oberbayerischen Tourismusverband einen Hinweis zu geben, vielleicht
kann der noch was ändern - wer weiß???

Gruß
Alwin



Grias Di !

Sollte sich da wer bei der BEG beschweren, dann wird von den dortigen Experten nur auf die künftigen, neuen, modernen, spurtstarken und mit allem Komfort ausgestatteten VT hingewiesen, da könnt i 100 EUR drauf verwetten,

Pfiat Di
Oli

von 111227-5 - am 13.11.2015 20:21

Re: Re:Karikatur eines Eisenbahnbetriebes

Genauso ists leider....!
Da müssten dann schon die örtlichen Lokalpolitiker, Landtagsabgeordneten etc. massiv auf die Barrikaden gehen. Aber denen ist es ja sowieso egal, auch die haben ihren Dienstwagen. Die steigen maximal bei der Vorstellung des" ach so tollen neuen spurtstarken Fahrzeuges" in den Zug und da sind sie dann,- bei Häppchen und Schampus-, ja unter sich und haben genügend Platz.....!
Die Touristen kommen ja sowieso nach Neuschwanstein und die Asiaten,die ja den Löwenanteil der Bahntouristen im Allgäu ausmachen sind ja das "Stapeln " schon gewöhnt.....!:rolleyes:
Und die Pendler interessieren ja sowieso niemanden in diesem Land, die zahlen im Vorraus und haben das Maul zu halten....., was haben sie auch für Alternativen...? Verstopfte Straßen...!

Das Problem ist daß die Eisenbahn in Deutschland , genau wie vor 30 Jahren , auch weiterhin die Verantwortlichen in der Politik und leider auch, nach wie vor, weite Teile der Bevölkerung, nicht wirklich interessiert....; man hat sie seit Bahnreform und Regionalisierung, lediglich als" Cash Cow" für Fahrzeug- und Bauindustrie entdeckt, die uns so mit immer neuen Grausamkeiten" verwöhnen" dürfen......!

von BR-0997 - am 13.11.2015 21:10

Re: Re:Karikatur eines Eisenbahnbetriebes / Es ginge auch anders !

Es ginge allerdings auch anders: Bei der aktuellen Vergabe Leipzig -Chemnitz /Geithain deren Betriebsaufnahme im Dezember ist und bei der ebenfalls Veolia / Transdev den Zuschlag erhalten hat, fährt man zukünftig mit ER 20 und Wagengarnituren. Hier werden die unsäglichen 612 ersetzt. Das ist umso bemerkenswerter ,da es gegenwärtig ,schon seit etlichen Jahren ( auf Normalspur ) keine diesellokbespannten Reisezugleistungen in den neuen Bundesländern mehr gibt.....!
Also man sieht, daß es schon gehen würde ,wenn der Besteller auch nur etwas Weitblick hätte....! Dieser scheint in Bayern allerdings völlig abhanden gekommen....., die Hoffnung auf eine " Föhnlage" in den Gehirnen der sog. "Entscheidungsträger" tendiert hier leider gegen null !

von BR-0997 - am 14.11.2015 12:31

Re: Re:Karikatur eines Eisenbahnbetriebes / Es ginge auch anders !

Zitat
BR-0997
Es ginge allerdings auch anders: Bei der aktuellen Vergabe Leipzig -Chemnitz /Geithain deren Betriebsaufnahme im Dezember ist und bei der ebenfalls Veolia / Transdev den Zuschlag erhalten hat, fährt man zukünftig mit ER 20 und Wagengarnituren. Hier werden die unsäglichen 612 ersetzt. Das ist umso bemerkenswerter ,da es gegenwärtig ,schon seit etlichen Jahren ( auf Normalspur ) keine diesellokbespannten Reisezugleistungen in den neuen Bundesländern mehr gibt.....!
Also man sieht, daß es schon gehen würde ,wenn der Besteller auch nur etwas Weitblick hätte....! Dieser scheint in Bayern allerdings völlig abhanden gekommen....., die Hoffnung auf eine " Föhnlage" in den Gehirnen der sog. "Entscheidungsträger" tendiert hier leider gegen null !


das ist natürlich ein Wunderbares Beispiel, weil Chemnitz dank dieser "Weitsicht" der Besteller die letzten Fernverkehrsumsteigeverbindungen verliert. (Aber zum Glück hat man ja ein schönes Einkaufszentrum mit Bahnanschluss, wo sich die 57 Minuten Umsteigezeit gut vertreiben lässt)
Übrigens ist diese Notlösung mit Reisen wie zu Honeckers Zeiten nur geboren wurden, weil sich der Besteller in seiner "Weitsicht" mit der Finanzierung zur Abschaffung der Dostozüge auf der Strecke Hof - Dresden etwas übernommen hat... (Stichwort Fahrzeugpool)

Wenn ich es richtig gehört habe, wurden zum Teil 500 Sitzplätze je Zug gefordert, aber diese brauchst du nur zwischen Buchloe und München sowie bei zwei/drei Zügen von/nach Füssen. Sonst reichen ab Kaufleuten locker 1 - 2 Triebwagen bei jedem Zug. (Richtung Augsburg reichen die 642 bisher immer und die Dostogarnitur fährt meistens nur halbleer durch die Gegend)
Daher kann ich den Aufschrei nur bedingt verstehen, erstmal abwarten was am Ende herauskommt.

Achso, du kannst die "Entscheidungsträger" tagtäglich in den Zügen in Bayern treffen. Die meisten pendeln nämlich mit dem Zug nach München zu ihrer Arbeit. (Und nutzen da tagtäglich die Züge im Werdenfels, DIX oder Fugger-Express)

Viele Grüße

von cjev - am 14.11.2015 13:20

Das sehe ich anders

Zitat
BR-0997
Es ginge allerdings auch anders: Bei der aktuellen Vergabe Leipzig -Chemnitz /Geithain deren Betriebsaufnahme im Dezember ist und bei der ebenfalls Veolia / Transdev den Zuschlag erhalten hat, fährt man zukünftig mit ER 20 und Wagengarnituren. Hier werden die unsäglichen 612 ersetzt. Das ist umso bemerkenswerter ,da es gegenwärtig ,schon seit etlichen Jahren ( auf Normalspur ) keine diesellokbespannten Reisezugleistungen in den neuen Bundesländern mehr gibt.....!
Also man sieht, daß es schon gehen würde ,wenn der Besteller auch nur etwas Weitblick hätte....! Dieser scheint in Bayern allerdings völlig abhanden gekommen....., die Hoffnung auf eine " Föhnlage" in den Gehirnen der sog. "Entscheidungsträger" tendiert hier leider gegen null !


Du glaubst doch nicht ernsthaft dass die Entscheidung bei Leipzig - Chemnitz etwas mit Weitblick zu tun hat. Dem VMS ging es rein um einen niedrigen Preis, dafür fährt der Zug künftig an nahezu jedem Anschluss vorbei, ist das dann besser? Ich bin auch ein Freund lokbespannter Wagenzüge und das wäre im Allgäu, zumindest nach Füssen die bessere Lösung gewesen (Diesel-Kiss gibt es ja nicht), aber zwischen Leipzig und Chemnitz gar nicht.
Den VMS kann man hier nicht als positives Beispiel heranziehen, denn die Ausschreibung war nicht mal unter Einhaltung der Tariftreue (wie leider in Bayern auch nicht, nur da kann man sich das als EVU nicht erlauben) und dementsprechend hat auch ein EVU ohne Tarifvertrag gewonnen (für alle die es genau nehmen: Das EVU das gewonnen hat, das hat einen, das Tochterunternehmen aus der dortigen Region das effektiv fährt, hat keinen und das seit Jahren nicht).

Ich finde den 612er im Allgäu eine Zumutung, aber zwischen Chemnitz und Leipzig war er genau das richtige Fahrzeug, da die Fahrzeit eh nur eine Stunde beträgt. Konventionelle Züge schaffen das ohne weiteren Ausbau der Strecke nicht und damit gehen viele Anschlüsse verloren. Wahnsinnig attraktiv dann knapp eine Stunde auf den nächsten Anschluss zu warten.


Kapiert endlich dass die Bahnreform eben viele Nachteile bringt, denn der Preis entscheidet und nicht die Qualität. Die angeblichen Einsparungen resultieren ja nur aus diesen Sparorgien, wo dann Fahrzeugreserven fehlen, man mit minderer Kapazität fährt usw.
Komisch dass die Schweiz und Österreich die meisten Bahnfahrer in Europa haben, so ganz ohne Wettbewerb. Es ist alles ja nur eine Frage der Vorgaben und der Erfolg des SPNV beruht ja auf den Vorgaben, denn ohne Staatsgelder würde sich da kein Zug, keinen Meter bewegen.

von IR 2162 Alpsee - am 14.11.2015 13:24

Re: Das sehe ich anders

.....und genau diese Vorgaben wären der Stellhebel ,hätten die Besteller nur etwas Resthirn und würde es nicht nur um das Billigste sondern das Beste Angebot gehen ! Billig ist,wie wir wissen nicht immer unbedingt auch preiswert....!
Mit den entsprechenden festen Vorgaben macht natürlich jeder Anbieter auch ein entsprechendes Angebot...!

Daß der VMS mit seinen Lokzuggarnituren keine" heheren Ziele" verfolgt ist mir klar, wollte lediglich darstellen daß es auch durchaus auch heute noch mit Lok und Wagen gehen würde !
Mir persönlich sind" Honeckers Wagen",wenn sie entsprechend aufgefrischt und vielleicht noch um einen Dosto für Behinderte und Radlfahrer ergänzt werden , wie beim ALEX, zentausendmal lieber als das ganze Neubautriebwagengeschlampe. Das ist twirklich der Niedergang einer jeglichen der Reisekultur....! Natürlich könnte man auch konfortable Triebwagen mit ausreichenden Kapazitäten bauen, aber da sind wir wieder beim lieben Geld....! Wie ich bereits sagte: Den Deutschen ist die Bahn halt nichts wert....!!!
Österreichs Nahverkehr würde ich nun schon gar nicht als Vorbild nehmen: Hier gibt es in der Tat ,- völlig EU widrig-, keine Nahverkehrsausschreibungen und auch keine Ausschreibungspflicht bei Streckenstillegungen.
Was das bedeutet kann man beim Blick in viele Fahrplantabellen vor allem in der Steiermark und in Kärnten , aber auch in allen anderen Bundesländern ( außer Salzburg und Tirol) sehen !
Außerdem wäre das unfassbare Schicksal der Ybbstalbahn, zumindest seit der Bahnreform, so in Deutschland nicht mehr möglich...!

von BR-0997 - am 14.11.2015 20:58

Der Gipfel kommt ja noch...

Die DB stellt ja ihrerseits nach dem Ende des alex alles auf Triebwagen um.
Die schöne neue Dosto-Welt samt den 245 können wir dann im Allgäu auch vergessen.
Stattdessen 612er bis zum Abwinken mit all ihren Nachteilen: Hoher Einstieg, laut und eng. Aber Hauptsache, die BEG und ihre Auftragnehmer können sparen.

Grüßle
Wolfgang

von 225 030 - am 14.11.2015 23:16

Re: Das sehe ich anders

Zitat
IR 2162 Alpsee
Kapiert endlich dass die Bahnreform eben viele Nachteile bringt, denn der Preis entscheidet und nicht die Qualität. Die angeblichen Einsparungen resultieren ja nur aus diesen Sparorgien, wo dann Fahrzeugreserven fehlen, man mit minderer Kapazität fährt usw.


Die "angeblichen Einsparungen" haben zumindest dazu geführt, dass in den letzten 20 Jahren das Fahrplanangebot im Nahverkehr (in Zugkm) deutlich und die Fahrgastzahlen (in Personen-km, Personenzahl und Marktanteil zwischen Verkehrsmitteln) massiv gestiegen sind, während zugleich der Preis pro Zug- oder Personenkm deutlich gesunken ist. Unbestritten ist das alles weit entfernt vom Idealzustand (Stichwörter "Kapazität" und "Fernverkehr in der Fläche"), aber dass Aufgabenträger versuchen, mit ihren -- politisch vorgebenen und zwangsläufig endlichen -- Mitteln das Maximum erhalten, ist grundsätzlich weder überraschend noch erfolglos.


Zitat
IR 2162 Alpsee
Komisch dass die Schweiz und Österreich die meisten Bahnfahrer in Europa haben, so ganz ohne Wettbewerb. Es ist alles ja nur eine Frage der Vorgaben und der Erfolg des SPNV beruht ja auf den Vorgaben, denn ohne Staatsgelder würde sich da kein Zug, keinen Meter bewegen.


Zustimmung zum zweiten Satz, aber der Kausalzusammenhang im ersten Satz erscheint zweifelhaft. Neben der Schweiz und Österreich hat der SPV in den letzten 15 Jahren beispielsweise auch in den "Wettbewerbsländern" Dänemark, Schweden und Großbritannien deutlich und kontiniuerlich Marktanteile gewonnen, in den "Staatsbahnländern" Bulgarien, Irland und Norwegen aber beispielsweise verloren -- siehe (u. a.) [ec.europa.eu] . Der entscheidene Aspekt sind schon eher die genannten Vorgaben, nicht nur durch Aufgabenträger, sondern auch an Aufgabenträger.

Grüße,
Georg

von GeorgR - am 15.11.2015 14:19
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